Beiträge von Sir Alex

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    Ein guter Trainer lehrt praktisch gar nichts, sondern er hilft ihnen, im Lern- und Lehrprozess, das selbst zu entdecken, was er mit den Inhalten seiner Übungen und vereinfachten Spiele beabsichtigt. Entscheidende Funktion eines guten Trainers ist es, seine Spieler dauernd zum Denken und Handeln anzuregen, statt für sie zu denken. Je mehr ein Trainer weiß, desto weniger gibt er preis. Er ist dann sehr erfolgreich, wenn seine Spieler häufig das Gefühl haben, dass sie ihn gar nicht mehr brauchen, bis es zur nächsten Niederlage kommt. (Zitat: Horst Wein)


    Diese Aussage hinterfrage ich kritisch. Und zwar nicht in Bezug auf taktische Elemente, diese Diskussion will ich gar nicht führen, da mag es auch unterschiedliche Auffassungen geben, die man beide akzeptieren kann.


    Aber, wenn es um Bewegungsausführungen geht, also die Technik, ist eine generelle induktive Herangehensweise im Fussballsport ( z.B. beim Spannstoß, beim Passspiel, etc.) doch zu hinterfragen.


    Wer macht hier nicht alles Fintentraining (also Übersteiger, Revelinho, usw.)? Das wird doch alles deduktiv gelehrt, da ihr die Bewegung genau vorgebt.


    Also ich sage ganz klar, dass ich beim Erlernen und Verbessern des Spannstßes zB besonders in der Fehlerkorrektur (auch) deduktiv vorgehe.
    Wenn ein Spieler immer über das Tor schießt, dann ist der Hauptfehler, dass er das Standbein hinter dem Ball hat (der Oberkörper, das Knie, etc sind nur Folgefehler). Ich korriegiere das ganz gezielt mit Ansage (also deduktiv) und nicht mit "learning bei doing" (indiktiv).
    Und ich bin auch der Meinung, das die Sportwissenschaft das auch ähnlich sieht.
    (vgl. zB. Heymen/Leue: "Planung von Sportunterricht". Ein Buch das ich übriegens empfehlen kann auch dem normalen Fussballtrainer, der keine Lehrertätigkeit anstrebt. Es geht dabei um Grundsätzliche Dinge, bei der Planung einer Sporteinheit. Von Methidik bis Organisationsformen.)



    deduktiv - Bewegungshandlung genau vorgeben, da in bestimmten Punkten es nur eine Lösung gibt (zB Standbein neben dem Ball), Hauptfehler gezielt kritisieren
    induktiv - Es wird eine Aufgabe gestellt und die Kinder finden selbstständig eine Lösung. Dabei kann es sein, dass es mehrere (viele) gleichberechtigt richtige Lösungen gibt.

    also, ich kann guenter schon verstehen:


    Ich hatte mal in der Fussballferienschule einen 9 oder 10jährigen Jungen - der war Vereinsspieler irgendwo - der war so unsportlich, kaum vorstellbar. Also der war nicht dick, eher im Gegenteil, aber koordinativ rudimetär entwickelt, warum auch immer.
    Ich habe wirklch versucht, auch individuell mit ihm zu arbeiten, zu ergründen warum er im Schuß oder Passspiel keinen Ball richtig trifft und auch "komisch" lief.


    Dabei stellet ich fest, dass er nicht nur nicht auf einem Bein hüpfen konnte, er konnte nicht einmal auf einem Bein stehen. Also keine Sekunde, einfach gar nicht. Ich gebe zu, ich war sprachlos. So etwas hatte ich wirklich noch nicht gesehen und in den Ferienschulen sind genug weniger talentierte oder unsportliche Kinder, die einfach Fan unseres Vereins sind (oder deren Eltern) und deshalb da mitmachen. Für die ist es dann eher Fereinbetreuung, als das Training selbst. (Rahmenprogramm der Woche ist ja auch: Foto mit der Bundesligamannschft, ein Profi kommt zum langen Gespräch mit den Kids, Stadionbesichtigung, Ausrüstung vom Verein, viele kleine Fanartikel als Preise für kleine Wettbewerbe etc.)



    Sicherlich ein Extrembeispiel, aber der hat so große Defizite im koordinativen Bereich, die kann man nicht mal anähernd in diesem Alter beseitigen.
    Tut mir echt leid, für den Jungen, ganz unabhängig vom Fussball, aber was da scheinbar in jüngsten Jahren versäumt wurde , dass läßt sich nun mal nicht mehr revidieren. egal bei welchem Ballsport und bei welchem Verein, der Junge wird immer zu den absolut schlechtesten gehören, also auch beim Dorfverein oder in der 4. Mannschaft. (Ja, diese Prognose/Aussage traue ich mir zu, aber abgesehen von seinen Eltern wird die wohl jeder so treffen.)

    holzi




    Das Problem, das ich bei vielen Trainern bezüglich der Einsatzzeiten sehe, ist dass sehr selten auf die besten Spieler nicht verzichtet wird (höchstens wenn das Spiel klar entschieden ist.), und sinch dass die Auswechselei nur auf eine verringerte Anzahl an Spielern beschränkt.



    Ich habe mir bewusst das mal rausgepickt, weil ich das ganz genau so sehe.


    Und je mehr Spielern, ein Trainer diese exponierte Stellung einräumt (also das der Spieler für ihn unverzichtbar ist), desto weniger ist es möglich auch allen anderen Spielern gerecht zu werden. Denn diese müssen sich ja die übrieggebliebene Spielzeit aufteilen.


    Warum aber nicht einmal zu einen Spiel oder Turnier, den besten Spieler zuhause lassen? (Und da kann man auch gut begründen, wenn dies i.d.R. gegen einen schlechten Gegner ist. Man sollte ja keine Spieler stetig über- bzw. unterfordern. Da ist es auch nachvollziebar, wenn man den Spielern jeweils dann besonders viel SPielzeit nimmt, wenn das Niveau des Gegners für andere Spieler besser passt. Das heißt nicht, dass man das extrem macht und schlechtere SPieler gg gute Gegner nie/kaum spielen sollen)


    Wenn ich auch die besten mal zuhause lasse, erziele ich auch in Bezug auf die Ausbildung anderer Spieler Möglichkeiten, die wichtig und nötig sind.
    Nämlich, das andere Spieler Verantwortung übernehmen müssen, da sie sich nicht hinter dem Spiritus Rector verstecken können. Dies einzufordern (auch ,wenn das nicht alle umsetzten werden können, zumindest nicht kurzfristig) gibt den Spielern dann auch viel Selbstvertrauen. Der Trainer traut ihnen ja diese Rolle auch zu.





    Sonst bin ich auch bei euch, dass man in der Regel mittels der Kaderaufstellung dafür sorgen kann, dass man keine Spieler mitnimmt, die dann wenig bis gar nicht spielen.


    Das ist auch dann viel leichter, wenn man einen klaeinen Kader zusammenstellt (wenn der Verein viele Mannschaften hat und nicht nur eine pro Alterklasse, wo alle Spieler dabei sein müssen) und dann auch zu den Spielen und Turnieren mit wenigen Auswechselspielern anreist.
    Ich gehe nie zu einem Hallenturnier mit 10 Spielern o.ä.


    Ich habe bewusst immer einen sehr kleinen Kader gehabt. Vor allem in F-Jugend und E-Jugend. Die hallensaison macht da ja fast die Hälfte aus und da möchte ich nicht immer die halbe Mannschaft zuhause lassen müssen, aber zu viele Wechselspieler will ich auch nicht dabei haben.
    Da nehme ich lieber in Kauf, dass ich bei einem Punktspiel eventuell mal nur einen Wechselspieler dabei habe (oder mir sogar von dem jüngeren Jahrgang einen ausleihen muss; andere Trainer haben selten so kleine Kader, deshalb geht das eigentlich immer.)
    Aber, wenn alle Spieler fit sind, dann müssen auch nicht so viele zuschauen. (Gerade in den jungen Jahrängen gibt es ja auch kaum eine Problematik mit vielen (oder langwierigen) Verletzungen, wie dann ab der Pubertät. )

    Erst einmal: Ich bin ein Verfechter für schnelles und laufintensives Spiel. Das geht sogar soweit, dass ich häufig auch bei Technikübungen oft Tempo vor Genauigkeit fordere. Z.B. ein 1gg1 im Spiel, muss nach der Finte mit einer Temposteigerung erfolgen, das ist mir wichtig.



    Deshalb vernachlässige ich mal den Ansatz, dass ihr in Halbzeit eins ein zu hohes Tempo anschlagt und lieber ergonomischer spielen solltet. (Das ist etwas für den Herrenfussball, in der Ausbildung nehme ich einen Leistungsabfall zum Ende des Spiels in Kauf.)



    Ich würde also an deiner Stelle die Intensität im Training erhöhen.
    Natürlich soll man im Ausbildungsbereich die Ausdauer nicht unspizifisch trainieren. Aber fussballspezifisch trainiert man natürlich alle möglichen konditionellen Faktoren, also auch die Ausdauer.



    Mal ein paar kleine Anregungen:
    - Bei Übungen, besonders Spielformen wird nicht gewartet, bis der aus dem Spielfeld geschossene Ball geholt wurde. Derjenige, der den Ball ins Aus befördert hat (Ausnahme Torwart) hat den Ball zu holen während das Spiel/Übung mit einem anderen Ball fortgesetzt wird. (Meine Spieler rennen dann dem Ball hinterher, damit die Mannschaft schnell wieder in Gleichzahl spielt. Bei z.B. 3gg3 ist das schon wichtig)
    - Überhaupt viele Spielformen im 2gg2, 2gg2, 3gg3 (und sei es nur, um die Gruppe zu teilen, dass eine Hälfte "die Trainingsübung" macht, dass aber intensiv, und die anderen in der Zeit eine Aufgabe haben, die keine/kaum Trainerbegleitung braucht, wenn man z.B. keinen Co-Trainer hat.)
    - kleinere Gruppen in den Übungen, damit die Intensität hoch bleibt.
    - zwischendurch gibt es natürlich immer wieder kurze (Trink-) Pausen bzw. alleine schon, wenn ein neuer Aufbar erfolgt, oder die neue Übung/Spielform erklärt wird.



    Als ich anfing Trainer zu sein - in einem normnalen Verein, als Co-Trainer - war ich überrascht welche Intensität mein Trainerkollege im Training erreichte. Ich konnte kaum glauben, dass die Jungs dieses Tempo über ein komplettes Training gehen können. (Ich als aktiver Männerspieler auf ordentlichem Niveau habe längst nicht alles so intensiv gemacht bei meinem eigenen Training. Ich habe da schon selbstständig Erholungsphasen eingebaut.) Das ging aber, da sie es gewohnt waren.
    Ich habe das übernommen und ich bin der Meinung, dass die Kinder durch die stetige hohe Intensität, diese auch irgendwann länger und besser durchhalten.


    Jedes Jahr, wenn ich neue Spieler dazubekomme, haben die in den ersten 6 Wochen große Probleme, diese Intensität über das Training/Spiel zu bringen. Da erzählen die Eltern, dass der Filius abends nach dem Training totmüde ist. Aber nach ca.6 Wochen haben sie sich daran gewöhnt, können diese Intensität problemlos mitgehen und sind danach auch nicht mehr völlig ausgepowert. (Diese Erwahrungswerte nutzte ich, indem ich den Spielern/Eltern schon vorher sage, dass es wohl so kommen wird, sie sich keine Gedanken/Zweifel machen sollen, dass das eben ein normaler Prozess ist, wenn man diese Intensität nicht gewohnt ist.)



    Ich glaube also, dass du mit deutlich intensiverem Training eine Menge erreichen kannst.

    Guenter:


    Da magst du recht haben.


    Ich habe nicht klar herausgearbeitet, was ich eigentlich meinte.



    Meine Frage deshalb:


    Ist der Spieler wirklich so gut, bzw. technisch so gut ( der beste )?


    Oder scheint dies nur so, weil er zwar elegant, aber langsam und ohne Gegnerdruck agiert.




    Da vertut man sich ganz schnell.

    Allerdings wenn ich meinen besten Zweikämpfer gegen meinen besten Techniker (mit großen Defiziten im Zweikampf) in einer Spielform Manndeckung spielen lasse, läuft der zweite den erste leider kaputt. :D



    Ich frage mal provokant: Woran machst du fest, dass dieser Spieler dein bester Techniker ist?
    Sehen die Bewegungen besonders elegant aus?



    Ich bin nämlich der Meinung, dass man Technik nie von Zeit- und Gegnerdruck isoliert betrachten darf, wenn man diese qualitativ wertet.




    Natürlich sieht alles nach besserer Technik aus, wenn man die Bewegung eher langsam ausfürhrt und kein Gegenspieler mit dem Oberkörper drängelt etc.


    Ein Spieler, der mit 35 km/h den Ball führt kann gar nicht so eine enge Ballführung haben, wie ein Spieler, der mit 15km/h vorwärts kommt.





    Nochmal provokant:
    Es geht im Fussball nicht um die B-Note. Es geht nicht darum in der Halbzeitpause aufzutreten, sondern eben davor und danach muss man seine Technik zielgerichtet unter Zeit- und Gegnerdruck optimal einsetzten.
    Deshalb gibt es in der Sportwissenschaft auch kein Fachgebiet Technik. Es gibt nur den technisch-taktischen Bereich.


    ...
    Weil nur wenige NLZ zertifiziert sind...!
    ...


    Warum präsentierst du schon wieder so eine Aussage als Fakt !!!


    Das muss doch beabsichtigt sein, so oft, wie du hier Dinge als Fakten betrachtest, die ja nun nachweislich falsch sind. Um das festzustellen muss man sich auch noch nicht einmal im Detail mit der Materie auskennen.



    Jedes NLZ ist zertifiziert. Ausnahmslos jedes. Alle 3 Jahre geschieht dies über den von der DEL beauftragten externen, niederländischen Anbieter "double pass". Das ist mittlerweile nun wirklich kein Insiderwissen mehr.


    Und ein NLZ zu unterhalten ist Lizenzauflage, um am Spielbetrieb der 1.-3. Liga teilnehmen zu dürfen. Ohne diese Zertifizierung bekommt kein Verein den Status "NLZ" und würde demnach nicht im Profifussball spielen dürfen.



    Und auch das hier:


    Welches NLZ drückt denn bitteschön den interessierten Talenten und Eltern Statisitken über die jährliche "Aufffrischensqoute" in die Hand? Man macht sich nicht einmal die Mühe, solche Daten zu erheben.


    Woher willst du wissen, dass die Vereine diese Daten nicht erheben?


    Natürlich tun sie dies. Eventuell nicht primär um die Kinderseele vor dem Aussortieren zu bewahren, sicherlich wohl aber, um selbst zu erkennen, ob das Scouting und die Ausbildung funktionieren bzw. in welcher Alterklasse, bei welchem Übergang es wohl Optimierungsbedarf gibt.
    Gerade, wenn die Vereine nur nach dem wirtschaftlichen Motto handeln, muss es ihnen doch wichtig sein, die "richtigen" Talente zu finden, damit eben nicht 40 Mio-Götze und andere übersehen, falsch beurteilt oder gar falsch ausgebildet werden.
    Wir sprechen von Vereinen - eher Wirtschaftsunternehmen mit Millionen Umsätzen!!! Da hat längst Proffessionalisierung eingesetzt. Glaubst du ernsthaft da werden solch einfache statische Daten nicht erhoben?




    Ob und inwieweit diese dann transparent gemacht werden, das ist ein anderes Paar Schuhe. Keine Ahnung. Da habe ich auch wenig Einblick wie andere das so handhaben.




    Dass du andere Argumente, wie z.B. die vorhandene Selektion in anderen Vereinen und im Stützpunkt nicht ernsthaft kommentierst, ok, das hat jeder Leser hier längst erkannt. Nicht nur hier, z.B. auch im RAE Thread nutzt du ja diese "Form der Diskussion" oder das einseitige Beenden des Meinungsaustausches, wenn man in deinen Argumenten Widersprüche aufdeckt oder nachweislich falsches kenntlich macht und belegt.




    Ich kann deine Form der DIskussion überhaupt nicht nachvollziehen, gutheißen noch weniger. Und das hat nichts mit deiner Position "NLZs sind Teufelswerk" zu tun. Es gibt ja durchaus auch Gründe dem NLZ-Fussball skeptisch gegenüber zu stehen, aber das was du hier machst .... ohne Worte.

    1) Niemand bestreitet, dass im NLZ Selektion erfolgt. Im Gegenteil, abgesehen von ganz wenigen ( denen, die Profi werden) werden alle irgendwann ausselektiert.


    2) Aber ist es wirklich zielführende einzig daran festzumachen, ob man ins NLZ wechseln sollte?


    3) Die wenigsten Abiturienten werden Professor oder machen gar den Doktor. Deshalb muss Mann aber nicht auf das Gymnasium verzichten.


    4) ist es denn so, dass außerhalb des NLZ die Mannschaften von u9 bis zur U19 zusammenbleiben?
    Gerade bei Vereinen, die nicht in der untersten Klasse spielen oder/und mehrere Mannschaften pro Jahrgang haben, selektieren doch auch, oder?
    Ist da wirklich ein signifikanter Unterschied zum NLZ zu erkennen?


    Wir haben hier im Forum ja genug Meldungen, wo auch darüber beschwert wird, dass der Junge nun d4 und nicht mehr D1 spielt, etc.
    Selektion gibt es also auch im Breitensport.


    Wenn das das ( einzige bzw. wertigste )Argument gegen NLZ ist, muss man konsequenterweise gegen jeden Fußballverein sein, der in irgendeiner Form selektiert. Da bleiben nicht viele übrig, fast nur noch der Dorfverein.


    ( Auch im Stützpunkt wird ordentlich selektiert, mindestens jährlich.)


    5) Zur These: "Wer früh kommt, muss eher gehen"


    Vielfach müssen auch die Spieler zeitig wieder gehen, die eben erst zur C-Jugend gekommen sind. Sie werden geholt, weil sie körperlich (zB Schnelligkeit) viel mitbringen. Das technische Defizit läßt sich aber oft nicht mehr aufholen, deshalb ist dann schnell auch wieder Schluss.


    Mittlerweile ist das goldene Lernalter ja eher in der D- Jugend, teilweise sogar schon in der U11. Kinder kommen immer früher in die Pubertät.


    Und Spieler, die früh ins NLZ wechseln, scheitern seltener, wegen Defiziten in der Technik. Zumindest im Vergleich zu "Spätgewechselten".
    Klar gibt es auch gute technische-taktische Ausbildung in anderen Vereinen, aber im NLZ gibt es diesbezüglich sehr selten Schlechte Arbeit.


    Ich will und kann da jetzt keine verlässliche Aussage treffen, aber da muss man die Zahlen dann mal genauer anschauen.

    1) Steini, du baut da nicht allein, ich bin da ganz bei euch.


    Ich kann es eh überhaupt nicht verstehen, wie man seine Meinung hier so dogmatisch vertreten kann und scheinbar an einem Austausch von Argumenten gar kein Interesse hat.


    Da kann man ja froh sein, dass es nur um Fussball geht, und nicht um politische Positionen.



    2) Unabhängig davon, ob oder für wen der Gang in ein NLZ nun Richtig ist oder nicht, möchte ich noch anfügen, dass man dabei nicht ausschließlich das Ziel Profi etc. bei der Erörterung in den Mittelpunkt rücken muss.


    Freude am Fussball innerhalb der NLZ- Rahmenbedingungen mit dem Wissen um eine temporäre Geschichte kann dich auch ein Faktor sein. Vielleicht sogar der beste Grund, um das NLZ dann als Erlebnis auch richtig wahrzunehmen, eben zu erleben und nach dem Ausscheiden mit Freude auf diese Zeit zurückblicken zu können.
    Gerade unter der Prämissen kann es Kindern auch viel Freude bereiten, sie in ihrem Entwicklungsprozess voranbringen und auch nach dem Ausscheiden positiv bewertet werden.



    3) guenter
    Ob nun 500 Euro oder 2500 Euro, das sind für die NLZ "Peanats", das spielt wirklich keine/kaum eine Rolle.


    Ab dem Zeitpunkt, wo die Spieler Verträge unterschreiben können, dann wird es richtig teuer. Da sprechen wir dann von Summen mit fünf Nullen.
    Deshalb ist ja ein "Markt" bei den 15jährigen entstanden, wo einige NLZs auch Spieler von anderen NLZs abwerben, eben weil sie noch billig sind.
    Und das kann man in der Tat kritisch und kontrovers diskutieren.

    Dass der DFB der D-Jugend- Fussball nicht als reinen Breitensport verstanden wissen will, erkennt man doch schon ganz einfach an der Tatsache, dass es eben das DFB- Stützpunkttraining gibt.
    Diese zusätzliche Trainingseinheit kann ich schwer mit reinem Breitensport in Zusammenhang bringen.



    Die anderen "Anzeichen", die Don Quijote genannt hat, untermauern das ganze ebenfalls, z.B.das scheinbar gewollte Ligensystem mit unterschiedlich leistungsstarken Spielklassen.



    Ich verstehe deshalb auch nicht, wie du (TW-Trainer) die Position vertreten kannst, dass du in der D-Jugend nur Breitensport willst, aber trotzdem ein großer Verfechter des Stützpunktprogrammes in dieser Altersklasse bist.
    Das widerspricht sich doch!


    Man kann ja die Meinung vertreten, jegliche Form des leistungsorientierten Sports sollte nicht vor dem 13. oder 14. Lebensjahr stattfinden.
    Aber dann muss man diese These doch konsequent vertreten. Da passt der Stützpunkt u.a. überhaupt nicht zur Meinung.

    Tobn:


    Ich glaube nicht, dass man selbst als DFB-Mitglied seine E-Jugend zum Ligabetrieb anmelden muss.
    In NRW melden ja z.B. die meisten NLZs ihre Teams erst ab U14 oder U15 am Ligabetrieb an. Davor spielen sie in der RSC-Runde, eine von Leverkusen organisierte freie Spielrunde.


    Vor ein paar Jahren, als ich noch E-Jugend Trainer war, habe ich bewusst zumindest auf die Hallenrunde verzichtet. Dazu musste man sich extra abmelden, das ging aber.


    Da wir keinen Mangel an Freundschaftswettkämpfen haben und ich die Hallenrunde in vielen Punkten überflüssig hielt, habe ich mir lieber die passenden Turniere ausgesucht.


    Wenn immer auf den Sechser gespielt wird, wozu stehen die Verteidiger dann breit? Dann könnte doch der Gegner, sobald er das spitz kriegt, seine beide Stürmer den Sechser doppeln lassen, sobald er angespielt wird, oder einer greift den Sechser an und der andere macht den Rückpass zum Torwart zu und doppelt von hinten -- damit kann der Sechser auch nicht zum Torwart zurück klatschen lassen, und wenn er es doch schafft, dann jagt ein Stürmer aber holla die Waldfee dem Ball hinterher und es kann gut sein, dass der Torhüter dann das Nachsehen hat. Der Ballverlust in zentraler Position direkt außerhalb des Strafraums dürfte so ziemlich den Spieleröffnungs-GAU darstellen.. Deshalb meine ich, darf sich nicht nur einer der ZM-Spieler in der Zentrale anbieten, sondern da müssen noch zwei andere mit machen, die sich gegenseitig Lücken schaffen, indem sie sich sowohl in der Tiefe als auch in der Breite bewegen. Als weitere Alternativen stehen die Verteidiger neben dem Strafraum und wohl auch die weiter höher an den Außenlinien postierten Spieler zur Verfügung, erstere können zum Torhüter klatschen lassen, letztere sind durch die Verteidiger und hoffentlich einen Mittelfeldspieler, die nach ihrem eventuellen Ballverlust den Weg des Angreifers zum Tor zu machen können, abgesichert.



    Das sehe ich, wie tobn.


    Dazu kommt noch, dass ich auch aus weiteren Gründen eine so eindimensionale Spieleröffnung diskutabel finde.


    1) Eigentlich bekommen nur die zentralen Mittelfeldspieler die "schweirige" Aufgabe das Spiel zu eröffnen. Also sich aktiv vom Gegenspieler lösen und wohlmöglich gegen den Gegner(-druck) sich zu behaupten.
    Alle anderen greifen quasi nur in solche Offensivaktionen ein, wo sie "frei" sind, weil der Gegner den Ball aatakiert bzw. der zentrale ein 1gg1 gewonnen hat und so Überzahl ensteht.


    Irgendwann komt aber die Zeit (und/oder der Gegner) der im Zentrum einen besseren Spieler hat. Dann hat deine Mannschaft keinen Akteur mehr auf dem Feld, der in der Lage ist 1gg1 Situationen zu gewinnen bzw. keine Möglichkeit mehr offensive Szenen zu kreieren. Es gibt ja weder Plan B, noch andere Spieler mit 1gg1-Fähigkeiten.



    Ich will aber alle Spieler ausbilden. Alle sollen sich in ein 1gg1 trauen oder den Ball gegen hohen Gegnerdruck verarbeiten können. (Auch wenn es hier immer Unterschiede geben wird).
    Aber wer nie in solche Situationen kommt (gelassen wird) und seine Erfahrungen macht, wird es schwer lernen und erst Recht kein "gutes Gefühl" in solch einer SItuation haben. Ds werdemn meist SPieler, die sich (zu) viel verstecken, wenn es nicht gegen schlechtere Gegner geht.



    2) Verliert der zentrale Mann den Ball, oder der Ball ist nicht optimal gespielt, ensteht immer eine riesen Chance für den Gegner, der ja völlig frei auf den Torwart zuläuft. Im besten Fall sogar 3gg0 (da die Stürmer auch schnell einrücken, wenn der zentrale Mittelfeldmann den Ball erobert hat.)





    2) Ich weiß gar nicht, wie viele Tore meine Teams aus dem Torabstoß des Gegners erzielt hat. Egal, ob Halle, 7er, 8er oder 9er-Feld.
    Einfach, weil der Gegner genauso das Spiel eröffnet hat, wie du es beschreibst.
    Der Mittelfeldspieler kommt entgegen, wird dann angespielt. - Wahrscheinlich hat er in diesem Moment nicht einmal eine offene Spielstellung, d.h. er steht mit dem Rücken zum Geschehen und seiht gar nicht, was passiert. Das, und die Tatsache der stringenten, gewohnten und "automatischen" Handlung des direkten Klatschens auf den Torwart machen es für mitdenkende Gegner sehr leicht Tore zu erzielen.
    So, wie tobn das geschildert hat.
    Die beiden Stürmer (oder auch nur einer) steht ein bißchen mittig, also nicht beim breit aufgestellten IV. Gerade so weit weg, dass er diesen noch gut anlaufen könnte, sollte der Torwart zu diesem spielen. VOn Abstoß zu Abstoß, an dem der Torwart trotzdem nicht den IV anspielt, rückt der Stürmer mehr ins Zentrum. "frei nach dem Motto, die beiden Ivs sollen gar icht angespielt werden, egal, wie frei."
    Sobald der Pass auf den zentralen gespielt wird, läuft der Stürmer Richtung Torwart. Durch das automatisierte direkte Abspiel zurück zum Torwart als einzige Handlungsoption (zumindest, wenn der zentrale Gegnerdruck hat, den hat er bei mir immer) schießen wir so Tor um Tor.
    Teilweise mehrfach in einem Spiel. Da sieht man dann, wie eindimensional und auf wenige Spieler ausgerichtet das Spielkonzept des Gegners ist.



    Und dann wird über den Torwart gemeckert, weil er einen schweren Ball (am besten hüfthoch) vom Mitspieler unter großem Druck vom gegnerischen Stürmer nicht optimal verarbeitet und es ein Gegentor gibt. Hab ich so oft erlebt. Dabei liegt der Hauptfehler ganz woanders. Mal ehrlich, wer will da mit dem Torwart tauschen...



    Analog gilt dies auch für die Spieleröffnung über die breiten IV oder AVs, wenn diese i.d.Regel nur direkt zum Torwart zurückspielen. Der ballferne Stürmer läuft beim Abspiel zum Torwart.


    In der D-Jugend ist es eh sinnvoll in der Defensive zur Ballseite zu verschieben. Gerade auf den offensiven Positionen, da kommt es also immer häufiger vor, dass dieses direkte KLatschen lassen zum Torwart, diesen in arge Bedrängnis bringt.




    3) Auch um diesem Automatismus des direkten Psses zum Torwart "ausuzutrainieren" , sollen bei mir die Kinder nie direkt zu diesem zurückspielen. Nachdem sie den Ball Verarbeitet/gesichert haben, können sie das gerne machen.
    Aber eben als aktive und bewusste Lösungsmöglichkeit aus einem Potfolie an Möglichkeiten. Nicht als automatisierte und "einzige" Handlungsweise.


    Irgendwann, haben die Spieler die "offene Spielstellung" verinnerlicht, kennen und können verschiedenste Möglichkeiten und wählen selbstständig diese aus. Dann ist auch ein direkter Pass zum Torwart ok, weil er eben bewusst und in Kenntnis der SPielsituation gespielt wird.


    Am besten finde ich ja den Spruch, den ich von einer Spielermutter hören musste: "Warum spielt mein Sohn nicht, er ist doch viel besser als der Spieler xy." Bei so einer Aussage frage ich mich, ob die Mutter wirklich so viel erwachsener ist als der Junge selber.


    Das habe ich mal herausgegriffen, weil ich dazu etwas anmerken möchte. ( Passte schon vor einer Woche irgendwo anders hin, bei dem Berliner Jungen "Mini-Messi" der D4)



    Ich als Trainer bin offen für Gespräche. Weniger zwischen Tür und Angel, vor allem am Spieltag, aber gerne per Termin vor oder nach dem Training z.B.


    Da können wir ganz offen über das betreffende Kind reden, meine Entscheidungen bezüglich dieses Kindes diskutieren.



    Aber, ich rede nicht über andere Kinder. Ich vergleiche nicht das betreffende Kind mit anderen (egal ob Spielzeit, Fähigkeiten oder was auch immer) und das lasse ich auch von Elternseite nicht zu. (Das das hinter meinem Rücken passiert ist klar, ich bin ja nicht blöd und man kennt seine "Pappenheimer" irgendwann. Aber wenn ich das mitbekomme, dann kommentiere ich das.)


    Ich finde es sollte nur um das eigene Kind gehen, andere Kinder gehen die Eltern nichts an (sie wollen sicher auch nicht, dass andere/ich über ihren Sohn "kritisch" sprechen).
    Außerdem ist man entweder mit etwas unzufriden oder nicht. Vergleiche mit anderen Kinder spielen dabei eine untergordnete Rolle, sollten sie zumindest. Denn Neid oder Mißgunst sind keine zu berücksichtigenden Motive meiner Meinung nach. Erst recht nicht Im Kinder- oder Jugendfussball.

    Was ich mal anmerken will, ganz unabhängig vom aktuellen Fall.



    Egal, wie gut der Trainer ist. Also selbst wenn er alles 100% so macht, wie wir es hier im Forum in bezug auf Kinderfussball für richtig erachten, es gibtimmer unzufriedene und nörgelnde Eltern.



    Da ich ja für meinen Verein auch viel gescoutet habe stand ich oft irgendwo im Publikum (gerade in der Halle). Teilseise inkognito, vielfach kannte man mich.


    Aber so oder so, was da während eines Turniers/Spiels in der Elternschaft "analysiert" wird...
    Und zwar wirklich überall, also in jeder Mannschaft (natürlich unterschiedlich extrem und ausgeprägt.)




    Besonders "interessant" fand ich immer, wenn Eltern, die mich zuordnen konnten, mir dann ganz offensiv erzählten (sich also ungefragt übertrieben auskotzten), wie schlecht der eigene Trainer ist, was dieser alles falsch macht, was dieser doch für ein unmöglicher Mensch ist, etc.


    Na, da weiß ich ja, was auf mich zukommt, wenn ich diesen Jungen dann zu mir ins Team hole...


    Das hat aber auch seine Grenzen bei einem Hobby, das nur Spaß machen sollte. Ewig werde ich mir das nicht mit anschauen, ohne etwas zu unternehmen, falls es nicht besser wird.


    Ich fürchte, du hast etwas missverstanden.


    Wenn ein Kind stets nie mehr als 5 min spielt, wird das diesem Kind i.d.R. früher oder später zu wenig Freude bereiten.


    Natürlich sollte man dann als Elternteil nicht nur zuschauen, sondern handeln. Ich habe hier auch keine anderslautende Meinung finden können.



    Die Frage ist halt nur, was man unternimmt.


    Und für die meisten Handlungsoptionen ist es wohl irrelevant, dass der Trainer falsch handelt. Wenn er eben so handeln will - ob nun, weil er deinen Jungen für nicht gut genug hält, oder warum auch immer - müsst ihr euch damit arrangieren, dass eine Kombination mit deinem Kind und diesem Trainer (also der D2) wohl zu keiner für deinen Jungen zufriedenstellenden Situation führen wird.
    Ihr werdet also andere Optionen erörtern müssen. Vereinswechsel, D3, oder was auch immer...





    P.S.: Das meinte ich übriegens. Klar du hast hier Bestätigung erhalten, dass 5 min nicht ok sind.
    Was aber bringt dir das jetzt in der Konsequenz. (mit dem Trainer gesprochen hast du ja wohl schon, oder habe ich das falsch verstanden. Der Trainer kennt doch deine Unzufriedenheit, will adeinem SOhn aber keine größeren Spielanteile zugestehen.)


    Wenn dein Kind damit unzufrieden ist, ist es doch völlig egal, ob das ok ist oder nicht, wie die Mehrheit darüber denkt und was für ein Idiot der Trainer sein mag. Selbst, wenn dieser Trainer alles richtig machen würde, wenn dein Kind unzufrieden ist bei der Ausübung seines Hobbys, zieht man doch so oder so irgendwann Konsequenzen.


    Dann sollte man - zum Wohle des Kindes - eben veine Verändereung anstreben. Und das sind dann eben anderer Verein oder D3.

    Karl


    Du hast ja grundsätzlich Recht.


    Aber was bringt es dem Kind, wenn wir herausarbeiten, dass der Trainer falsch handelt, wenn er es eben tut.


    Klar, wir haben einen Schuldigen. Aber das Problem ist ja trotzdem nicht gelöst, bzw. dem Kind geholfen.

    1) " Begleiter im (nicht fussballspezifischen) Entwicklungsprozess des Kindes/ Jugendlicher" ist eventuell ein ganz passender Begriff.


    2) ich bin da 100% bei dir.
    Ich sehe meine Aufgabe auch genauso.
    Als Trainer habe ich - ob man es nun will oder nicht - auch einen Erziehungsauftrag. (Wieder das blöde Wort)
    Das kann man gar nicht umgehen.


    Dabei hat man als Trainer ganz andere Möglichkeiten als die Eltern.
    Gemeinsam bekommt man da vieles hin. Zumindest dann, webmaster nicht erst in der U13 oder gar später damit anfängt.
    ( zu mir kamen auch schon Eltern und meinten: "kannst du ihm das mal sagen, auf dich hört er diesbezüglich besser."
    Und das kam aus einem Elternhaus, wo die Erziehung gut lief. Aber spätestens in der pubertierenden Phase rebellieren ja die Jugendlichen ein wenig gegen das Elternhaus. Das ist völlig normal bei der Entwicklung eines Menschen. Da hat man dann in einer anderen Gruppe, vor allem beim Hobby und als Trainer oft einen anderen Einfluss auf den Heranwachsenden.
    Wie gesagt, dem kann Trainer auch gar nicht entziehen.


    3) tobn Beitrage und guenters Ergänzungen sind lesenswert.

    Intelligenter ist das 2-4-2 schon gegenüber dem 3-3-2, genauso wie in der Halle das 1-2-1 statt dem 2-2. Wenn das System mit Leben gefüllt wird, wird man gegen die 'einfacher' spielenden Mannschaften häufig Überzahl erzeugen und überlegen sein. Aber da wir bei den Mädels mehr 7'er als 9'er Spiele haben, erscheint es mir dennoch sinnvoller zu sein, das dem 2-3-1 ähnliche 3-3-2 zu spielen. Bei den paar Spielen kann man nicht wirklich taktisch was umsetzen. Aber in der Halle werde ich es mal mit dem 1-2-1 versuchen, mit ein bisschen Taktik fängt der richtige Fußball doch an.



    Die Sache, dass 1-2-1 in der Halle besser ist, finde ich sehr diskutabel.


    In meinen Augen ist das 1-2-1 nur in dem Punkt dem 2-2 überlegen, wenn man defensiv spielt und auf Umschaltspiel setzt. Man alsi in der eigenen Hälfte lauert, den Gegner kommen lässt und dann bei Ballgewinn schnell nach vorne spielt. Es ist gegen das 1-2-1 (wenn der gener das tief, also in der eigen Hälfte spielt) wirklich schwer sich Räume zu schaffen und Torchancen zu kreieren.


    DEn geordneten Spielaufbau kann der Gegner einfacher unterbinden. Einfach durch die geringe Breite in der Halle.
    Da reicht ja schon fast ein, maximal 2 Spieler, um bei geschickter ballorientierter Spielweise die drei defensiveren (also alle bis auf den Stürmer) aus dem Spiel zu nehmen. Da können diese die Linie rauf und runter rennen, wie sie wollen. Man kann diese drei einfach nicht in der Breite so weit auseinander stellen, dass der Gegner 3 SPieler braucht, um zu verhindern, dass sie überspielt werden. Und selbst dann, sind immer noch 2 SPieler sahinter, die (neben dem verteiidigen des Stürmers) in dem "Raum" stehen, in den die beiden AUßen gerne laufen wollen.
    Davon ab, stört der zentrale ABwehrmann die Aktivität des torwarts im Spielaufbau. Wenn er zentral vor "dessen Nase" steht, nimmt er dem Torwart jede Anspielstation. (Also müsste der Abwehrmann (und der Torwart) das SPiel selbst breit machen. Dann hätte man aber eher ein 2-2-1 im Spielaufbau )



    Ich bin aber ein Verfechter eines offensiveren Spiels und das hat das 2-2 viele Vorteile.


    Man kann im geordneten Spielaufbau (also Torabstoß) das Spielfeld breit und groß machen. Dazu stehen die beiden Defensiven an der eigenen "Eckfahne" und die Stürmer beide zentral im gegnerischen Strafraum. (Schon kklar, dass es die Mittellinienregel gibt, der Torwart die beiden Stürmer also erstmal nicht direkt anspielen kann).


    Diese Positionierung erlaubt vielfältige Möglichkeiten das Angriffsspiel zu gestalten. (auch je nachdem, wie der Gegner das verteidigt)
    Und auch der Torwart kann auf direktem Weg alle Räume und Mitspieler anspielen, kein Mitspieler steht im Passschatten eines Mitspielers.)


    Deckt er alle Feldspieler sehr mannorientiert, so ergibt sich ein riesiger Raum (fast das ganze Spielfeld) zwischen Abwehrspieler und Stürmer.
    Im Optimalfall schafft es der Torwart, einen in diesem Raum stratendem Abwehrspieler den Ball in den Lauf zu spielen/rollen/werfen. Möglichtst natürlich in der Mitte. Das hat dann eine 3:2 Angriffssituatin zur Folge, die man gut und relativ leicht zu einer großen Torchance ausspielen kann. (die Stürmer lassen sich fallen und gehen nach außen.)
    Alternativ kann man die 3:2 Sitaution auch so erzielen, dass ein Stürmer entgegen kommt und sich in der eigen Hälfte (Höhe Mittellinie) anspielen lässt. EIn Abwehrspieler startet gleichzeitig nach vorne und kann vom Stürmer direkt oder nach Verarbeitung angespielt werden.
    (Hat der Torwart den Ball am Fuß - z.B., weil der Stürmer den Ball zu diesem zurückgespielt hat) und kann über die Mittelinie spielen, so wird dieser Spielzug noch leichter, weil sich der STürmer viel weiter vorne anspielen lassen kann, und so viel mehr Raum vorhanden ist, in den er den Ball zum nach vorne startenden ABwehrspieler klatschen lassen kann.



    Irgendwann - da das in den ganzen Facetten manorientiert einfach nicht zu verteidigen ist - zieht der Gegner seine beiden Stürmer dann ein wenig zurück, steht enger beisammen und verschiebt so ballorientiert, dass das ANspiel nach vorne schwer wird.
    Allerdings kann man dann völlig gefahrlos, die beiden Abwehrspieler anrollen. Diese können dann (mit Anlauf, also im Tempo) den gegnerischen Stürmer anlaufen und veruschen im 1gg1 zu bestehen. (er ist weiterhin wichtig, dass die STürmer weit vorne bleiben, damit deren gegenspieler nicht zu dicht an "diesem" Zweikampf steht und den Ball ggffs "erben" kann.



    Ziel ist es fast immer, eine 3:2 Situation herzustellen. Im besten Fall mit Ball in der Mitte. Im Gegensatz zur 4:3 Situation ist eine 3:2 Situation wesentlichst leichter erfolgreich auszuspielen.
    Dabei gibt es zahlreiche verschiedene Wege (Lauffinten, 1gg1, etc.) um diese Situation zu erlangen.


    Auch hier müssen - analog zum 1-2-1 vor allem die beiden Abwehrspieler (also immer einer von ihnen, der andere sichert ab, indem er zur Mitte schiebt) sehr viel laufen und das in hohem Tempo.



    Verteidigt der Gegner im tiefen 1-2-1 so ist das natürlich auch alles nicht so (einfach) möglich. Hier unterscheidet es sich dann eher weniger zu einem eigenen 1-2-1 System.


    Aber gg alle 2:2 Systeme, egal, wie der Gegner diese nun spielt (mannorientiert, tief, hoch, etc.) hat es enorme Vorteile im Offensivspiel. Es ist außerdem längst nicht so statisch, wie das 1-2-1. Die beiden ABwehrspieler können vom Ausgangspunkt der eigenen Ecke alle Räume offensiv anlaufen und dabei den zugespielen Ball in Spielrichtung verarbeiten.
    Die beiden Stürmer starten beiden aus einer zentralen Position im gegnerischen Strafraum. Sie bewegen sich zu beiden Seite, also rechts und links, genauso wie sie bis in die eigene Hälfte hinein agieren. (im Angriffsspiel.) Es kommt oft vor, dass dein Abwehrspieler - mit oder ohne Ball - den eigen Stürmer überläuft.


    Bei dieser Spielart macht Abwehrspieler den meisten viel mehr Spaß, als die Stürmerrolle. Außerdem ist es nicht selten bei mir so, dass die Abwehrspieler so mehr Tore erzielen, als die Stürmer. DIe besseren Fussballer eigenen sich dabei besser für die Abwehrpositionen.
    Man hat hinten einfach unfassbar viele Ballkontakte, weil ds Spiel meißt über diese beiden plus Torwart aufgebaut wird und trotzdem sehr viele Aktionen auch vor dem gegnerischen Tor bzw. weit in der gegnerischen Hälfte.



    Ich hoffe, ich konnte es halbwegs nachvollziehbar erklären, wie das aussieht. Dabei gibt es viele Facetten Möglichkeiten die Vorteile dieser Grundordnung auszuspielen, die ich längst nicht alle darlegen konnte, bzw. kann.




    Da jetzt die Hallensaison ansteht, wollte ich diesen off-topic-geratenen Beitag dennoch einstellen. Ich finde gerade in der Hallensaion können die Kinder im Individual- und Gruppentaktischen Bereich im 2:2 so viel in einer Saison erlernen. Einfach, weil es permanent zu 1gg1, 1.2, 2gg1, 2gg2, 3gg2 oder 2gg3 Situationen kommt.
    Schon allein das ist Grund genug für mich, das 2-2 System zu spielen und eben nicht das 1-2-1.

    [
    Sir Alex


    Auch, wenn du recht hast, dass ich auf einen falschen Link von Werder gekommen bin und mich zu schnell gefreut hatte, es habe sich in der D-Jugend etwas geändert, entschuldige ich mich wenigstens bei Irrtümern.
    Das scheint dir ja schwer zu fallen? (siehe Fall Neuer)


    Ich habe überlegt, ob es Sinn macht, darauf zu antworten. Keine Ahnung, dieses eine Mal werde ich es aber kurz tun.



    Du behauptest hier, ich hätte bezüglich Manuel Neuer mit irgendweiner Aussage geirrt. (Und das aber nicht zugegeben).


    Ich habe mir das nochmal durchgelesen und erkenne nicht, was du meinst.
    Junioren Möchte mit meinem Sohn aus sportl.Sicht den Verein wechseln.



    Fakt ist, du hast behauptet: "Manuell Neuer wurde im unteren Jugendbereich auch mit der Begründung: "zu klein, zu schmächtig und zu still" zunächst immer wieder abgelehnt."



    Ich kann aber keine Ablehnung erkennen, wenn ein Spieler mit 5 !!! Jahren zu Schalke wechselt und dort durchgehend bis zu den Profis spielt.
    Ich sehe also nicht, wo ich einem Irrtum aufgessen sein sollte.


    Dass du im weiteren Thread dann erzählst, dass er aussortiert werden sollte und nur du (mit einer persönlichen Ansage an den Jugendchef Schulte) das verhindert hast, kann und will ich nicht beurteilen. Ich weiß es schlicht nicht.
    Aber es ist auch eher irrelevant, da Manuel Neuer seit allerfrühester Kindheit durchgängig in einem NLZ war. Da kann ich kein "zunächst immer wieder abgelehnt" erkennen.


    (Mal ehrlich, deine Formulierung "immer wieder abgelehnt" interpretiert doch niemand so, wie du es jetzt darstellst. Und das hast du wahrscheinlich auch so einklakuliert, sonst hättest du es gleich anders erzählt.)




    Und nur eine Randnotiz, aus dem selben Thread, von einem anderen User:


    Ich habe den Werdegang von Reus nicht kommentiert, weil ich nicht jedes kleine Detail kommentieren und klarstellen will und muss.
    Aber nur weil sich in der Presse hartnäckig das Gerüch hält, Marco Reua wäre beim BVB aussortiert wordn, ist dies trotzdem so nicht zutreffend. das klingt aber eben wesentlich "interessanter" für die breite Öffentlichkeit, als der tatsächliche Verlauf.


    Richtig ist, dass Marco Reus zur U17 vom BVB nach Aahlen gewechselt ist.
    Aber, er wurde nicht aussortiert.
    Vielmehr hat der damaligen U17 Trainer des BVB auf Reus Position einen anderen Spieler stärker gesehen und reus war überwiegend "nur" Einwechselspieler.
    Reus wollte aber lieber bei einem kleineren Verein klarer Stammspieler sein, als beim BVB überwiegend Reservist.
    Der BVB wollte Marco Reus schon gerne halten, Reus selber hat sich aber in Eigeninitiative lieber Ahlen angeschlossen.


    Es ist also richtig, dass der damalige Trainer das Leistungspotential von Reus falsch eingeschätzt hat. ABer nicht so grundlegend falsch, wie in der Presse gerne kolportiert wird. Er schlicht einen anderen für talentierter gehalten.
    Dass diese Fehleinschätzung dieses Trainers intern nicht so gut ankam, als der BVB 17,5 Mio investieren musste, um Reus zurückzuholen ist selbsterklärend. Erklären musste deieser Trainer sich intern schon. (aber entlassen wurde er deshalb nicht).


    Ein klassisches Beispiel für eine "Mär", wie sie gerne, oft und überall erzählt wird. Es ist ja auch nicht völlig erstunken und erlogen, aber längst nicht so, wie es offentlichkeitswirksam am liebsten erzählt wird.




    P.S.:
    Ich habe auch nie behauptet, dass es nicht auch Spieler gibt (und wohl immer geben wird), die über den zweiten "Bildungsweg" im Fussballoberhaus ankommen.
    Wollscheid mag da ein passendes Beispiel sein.
    Aber das sind längst die klaren Ausnahmen und auch eher in Gebieten, die eine geringe DIchte an NLZs haben.
    (Wie gesagt, bei unseren Weltmeistern gibt es - außer Klose - keinen Spieler, der erst in der B-jugend aus dem Nichts aufgetauscht ist. Die sind alle schon bei großen Vereinen (wenigsten großen Jugendvereinen, die an U15 hochklassig spielen) aufgedribbelt. Die allermeisten in einem NLZ.

    Ich glaube du beantwortest das im letzten Absatz selbst. Kinder- und Männerfußball. Ein Kind asoziiert mit einem schreienden Erwachsenen etwas völlig anderes, als ein junger Erwachsenener oder ein Erwachsener mitten im Leben. Während letzterer das vielleicht braucht um noch ein paar Prozent zuzulegen, wird das Kind eher eingeschüchtert, gehemmt, verunsichert sein. Es fehlen einfach Vergleichsmöglichkeiten die man sich mit steigender Lebenserfahrung erworben hat.



    Das Erwachsene, wenn sie "angebrüllt " werden in der regel dann ein paar Prozent Leistung zulegen können, ist eine Behauptung, die man auch hinterfragen kann.



    Magaths letzte 3 Stationen (um mal ein Beispiel zu nennen) zeigen doch deutlich, dass Einschüchterung, Hemmungen und Verunsicherung auch bei den vielen (den meisten?) Erwachsenen zumindest nicht dauerhaft leistungsfördernd sind.


    In diesem Punkt kann man also trefflich streiten, ob es da einen signifikanten Unterschied zwischen Erwachsenen und Jugendlichen gibt.




    Ich finde vielmehr eine andere Fragestellung interessant.


    Kann man als Trainer zu seinen Spielern (ob nun Jugend oder erwachsene) eine solche Beziehung aufbauen, die von Respekt und Vertrauen geprägt ist, dass die Lautstärke der Kommunikation während des Wettkampfes eine untergordnete Rolle spielt?


    Wenn ja, was muss man machen, um diesen Zustand herzustellen.


    (Das kann sicherlich nicht jeder, eher die wenigsten. Das zeigt ja das Profilager vor allem bei meinen beiden Beispielen Mourinho und Klopp. Die Mehrzahl bekommt das ja eben scheinbar nicht hin.)




    Edit:
    Ganz runtergebrochen:


    Ist nicht das absolut entscheidene für einen Trainer, um seine Spieler bestmöglich fördern zu können und die bstmögliche Leistung der Spieler zu erzielen die Art der Beziehung zwischen Trainer und Spieler?
    Eben nicht irgendwelche bestimmten Handlungsweisen, sondern eben das gasamte Konstrukt Trainer-Spieler-Beziehung?
    Egal ob Jugend oder Männer.