Intelligenter ist das 2-4-2 schon gegenüber dem 3-3-2, genauso wie in der Halle das 1-2-1 statt dem 2-2. Wenn das System mit Leben gefüllt wird, wird man gegen die 'einfacher' spielenden Mannschaften häufig Überzahl erzeugen und überlegen sein. Aber da wir bei den Mädels mehr 7'er als 9'er Spiele haben, erscheint es mir dennoch sinnvoller zu sein, das dem 2-3-1 ähnliche 3-3-2 zu spielen. Bei den paar Spielen kann man nicht wirklich taktisch was umsetzen. Aber in der Halle werde ich es mal mit dem 1-2-1 versuchen, mit ein bisschen Taktik fängt der richtige Fußball doch an.
Die Sache, dass 1-2-1 in der Halle besser ist, finde ich sehr diskutabel.
In meinen Augen ist das 1-2-1 nur in dem Punkt dem 2-2 überlegen, wenn man defensiv spielt und auf Umschaltspiel setzt. Man alsi in der eigenen Hälfte lauert, den Gegner kommen lässt und dann bei Ballgewinn schnell nach vorne spielt. Es ist gegen das 1-2-1 (wenn der gener das tief, also in der eigen Hälfte spielt) wirklich schwer sich Räume zu schaffen und Torchancen zu kreieren.
DEn geordneten Spielaufbau kann der Gegner einfacher unterbinden. Einfach durch die geringe Breite in der Halle.
Da reicht ja schon fast ein, maximal 2 Spieler, um bei geschickter ballorientierter Spielweise die drei defensiveren (also alle bis auf den Stürmer) aus dem Spiel zu nehmen. Da können diese die Linie rauf und runter rennen, wie sie wollen. Man kann diese drei einfach nicht in der Breite so weit auseinander stellen, dass der Gegner 3 SPieler braucht, um zu verhindern, dass sie überspielt werden. Und selbst dann, sind immer noch 2 SPieler sahinter, die (neben dem verteiidigen des Stürmers) in dem "Raum" stehen, in den die beiden AUßen gerne laufen wollen.
Davon ab, stört der zentrale ABwehrmann die Aktivität des torwarts im Spielaufbau. Wenn er zentral vor "dessen Nase" steht, nimmt er dem Torwart jede Anspielstation. (Also müsste der Abwehrmann (und der Torwart) das SPiel selbst breit machen. Dann hätte man aber eher ein 2-2-1 im Spielaufbau )
Ich bin aber ein Verfechter eines offensiveren Spiels und das hat das 2-2 viele Vorteile.
Man kann im geordneten Spielaufbau (also Torabstoß) das Spielfeld breit und groß machen. Dazu stehen die beiden Defensiven an der eigenen "Eckfahne" und die Stürmer beide zentral im gegnerischen Strafraum. (Schon kklar, dass es die Mittellinienregel gibt, der Torwart die beiden Stürmer also erstmal nicht direkt anspielen kann).
Diese Positionierung erlaubt vielfältige Möglichkeiten das Angriffsspiel zu gestalten. (auch je nachdem, wie der Gegner das verteidigt)
Und auch der Torwart kann auf direktem Weg alle Räume und Mitspieler anspielen, kein Mitspieler steht im Passschatten eines Mitspielers.)
Deckt er alle Feldspieler sehr mannorientiert, so ergibt sich ein riesiger Raum (fast das ganze Spielfeld) zwischen Abwehrspieler und Stürmer.
Im Optimalfall schafft es der Torwart, einen in diesem Raum stratendem Abwehrspieler den Ball in den Lauf zu spielen/rollen/werfen. Möglichtst natürlich in der Mitte. Das hat dann eine 3:2 Angriffssituatin zur Folge, die man gut und relativ leicht zu einer großen Torchance ausspielen kann. (die Stürmer lassen sich fallen und gehen nach außen.)
Alternativ kann man die 3:2 Sitaution auch so erzielen, dass ein Stürmer entgegen kommt und sich in der eigen Hälfte (Höhe Mittellinie) anspielen lässt. EIn Abwehrspieler startet gleichzeitig nach vorne und kann vom Stürmer direkt oder nach Verarbeitung angespielt werden.
(Hat der Torwart den Ball am Fuß - z.B., weil der Stürmer den Ball zu diesem zurückgespielt hat) und kann über die Mittelinie spielen, so wird dieser Spielzug noch leichter, weil sich der STürmer viel weiter vorne anspielen lassen kann, und so viel mehr Raum vorhanden ist, in den er den Ball zum nach vorne startenden ABwehrspieler klatschen lassen kann.
Irgendwann - da das in den ganzen Facetten manorientiert einfach nicht zu verteidigen ist - zieht der Gegner seine beiden Stürmer dann ein wenig zurück, steht enger beisammen und verschiebt so ballorientiert, dass das ANspiel nach vorne schwer wird.
Allerdings kann man dann völlig gefahrlos, die beiden Abwehrspieler anrollen. Diese können dann (mit Anlauf, also im Tempo) den gegnerischen Stürmer anlaufen und veruschen im 1gg1 zu bestehen. (er ist weiterhin wichtig, dass die STürmer weit vorne bleiben, damit deren gegenspieler nicht zu dicht an "diesem" Zweikampf steht und den Ball ggffs "erben" kann.
Ziel ist es fast immer, eine 3:2 Situation herzustellen. Im besten Fall mit Ball in der Mitte. Im Gegensatz zur 4:3 Situation ist eine 3:2 Situation wesentlichst leichter erfolgreich auszuspielen.
Dabei gibt es zahlreiche verschiedene Wege (Lauffinten, 1gg1, etc.) um diese Situation zu erlangen.
Auch hier müssen - analog zum 1-2-1 vor allem die beiden Abwehrspieler (also immer einer von ihnen, der andere sichert ab, indem er zur Mitte schiebt) sehr viel laufen und das in hohem Tempo.
Verteidigt der Gegner im tiefen 1-2-1 so ist das natürlich auch alles nicht so (einfach) möglich. Hier unterscheidet es sich dann eher weniger zu einem eigenen 1-2-1 System.
Aber gg alle 2:2 Systeme, egal, wie der Gegner diese nun spielt (mannorientiert, tief, hoch, etc.) hat es enorme Vorteile im Offensivspiel. Es ist außerdem längst nicht so statisch, wie das 1-2-1. Die beiden ABwehrspieler können vom Ausgangspunkt der eigenen Ecke alle Räume offensiv anlaufen und dabei den zugespielen Ball in Spielrichtung verarbeiten.
Die beiden Stürmer starten beiden aus einer zentralen Position im gegnerischen Strafraum. Sie bewegen sich zu beiden Seite, also rechts und links, genauso wie sie bis in die eigene Hälfte hinein agieren. (im Angriffsspiel.) Es kommt oft vor, dass dein Abwehrspieler - mit oder ohne Ball - den eigen Stürmer überläuft.
Bei dieser Spielart macht Abwehrspieler den meisten viel mehr Spaß, als die Stürmerrolle. Außerdem ist es nicht selten bei mir so, dass die Abwehrspieler so mehr Tore erzielen, als die Stürmer. DIe besseren Fussballer eigenen sich dabei besser für die Abwehrpositionen.
Man hat hinten einfach unfassbar viele Ballkontakte, weil ds Spiel meißt über diese beiden plus Torwart aufgebaut wird und trotzdem sehr viele Aktionen auch vor dem gegnerischen Tor bzw. weit in der gegnerischen Hälfte.
Ich hoffe, ich konnte es halbwegs nachvollziehbar erklären, wie das aussieht. Dabei gibt es viele Facetten Möglichkeiten die Vorteile dieser Grundordnung auszuspielen, die ich längst nicht alle darlegen konnte, bzw. kann.
Da jetzt die Hallensaison ansteht, wollte ich diesen off-topic-geratenen Beitag dennoch einstellen. Ich finde gerade in der Hallensaion können die Kinder im Individual- und Gruppentaktischen Bereich im 2:2 so viel in einer Saison erlernen. Einfach, weil es permanent zu 1gg1, 1.2, 2gg1, 2gg2, 3gg2 oder 2gg3 Situationen kommt.
Schon allein das ist Grund genug für mich, das 2-2 System zu spielen und eben nicht das 1-2-1.