Beiträge von Sir Alex

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    Es ist zwar in Deutschland zur Zeit aktuell, möglichst vorne drauf zu gehen und dort schon Bälle zu erobern. Das macht auch einen gewissen Sinn und hat meine Sympathie, prinzipiell, aber um das Verteidigen zu lernen ist es meines Erachtens sinnvoller, mit einer tieferen Stellung anzufangen, weil dann die Räume hinter der Kette nicht so groß sind.



    Das halte ich für einen durchdachten Ansatz.



    Vor allem, wenn im Kleinfeld weder die gruppentaktischen Elemente des Verteidigens, schon gar nicht mannschaftstaktische Elemente erlernt bzw. vetieft wurden. Selbst individeualtaktisch sind die meisten D-Jugendspieler in meinen AUgen nicht ausreichend ausgebildet. Viele (die meisten) Kleinfeldtrainer vernachlässigen die Individualltaktische Komponente der Ausbildung mangels ausreichend taktischem Fachwissen und verlagern die Ausbildung vor allem auf isolierte Technik. (Ich wiederhole mich gerne: der Bereich heißt in der WIssenschaft nicht umsonst technisch-taktischer Bereich, weil jede Technik einem taktischen Zweck zugrunde liegt bzw. liegen sollte.) Von Individualtaktik defensiv will ich gar nicht erst anfangen, da sehe ich ganz selten halbwegs gut ausgebildetet D-Jugendspieler. Egal, wie gut ein Spieler ist, den ich ins NLZ hole. Im Bereich Individualtaktik defensiv fange ich stets bei nahezu null an, wenn der SPieler unterhalb der C-Jugend wechselt.



    Deshalb macht es absolut Sinn, das mannschaftstaktische Verhalten in einer Viererkette erstmal dahingehend zu vereinfachen, dass man den "leichten Ball" hinter die Kette erstmal so verhindert, indem man tief verteidigt. Ein (so) gutes Pressing zu spielen, dass man hoch verteidigen kann, ist selbst für taktisch überdurchschnittlich ausgebildete C-Jugenspieler zunächst kaum umsetztbar.



    Und ich gebe dir recht, im ersten halben Jahr in der C-Jugend sehen nahezu alle Spiele die ich beobachte so aus, dass:
    - entweder die Mannschaft so verteidigt, wie du es beschrieben hast oder
    - die Abwehr sehr tief stehen bleibt, aber das Mittelfeld und der Angriff trotzdem weit vor der ABwehr agieren. Dann sind die Abstände zwischen Abwehr und Mittelfeld bzw. Mittelfeld und Angriff viel zu groß, so dass man auch nicht im Kollektiv verteidigen kann.


    Es wird nahezu immer mannschaftstaktisch katastrophal verteidigt, was zu einfachem (und auch effektivem) Angriffsspiel des Gegners führt.


    Da macht es Sinn, zunächst mal geschlossen als Mannschaft zu verteidigen, aber im Abwehrpressing. Je besser das funktioniert, desto weiter kann man das ganze nach vorne verlagern.




    Da nahezu alle Mannschaften ziemlich schlecht verteidigen macht es eh wenig Sinn, den Fokus der Ausbildung zu sehr auf die Offensive mannschaftstaktische Ausbildung zu legen. Da der Gegner meist "wild" verteidigt.


    Da kann man die erste Phase nutzen, um ein defensives Fundament zu legen und dann in der Rückrunde (wenn vielerorts das Verteidigen ein wenig geordneter und planvoller abläuft) den Schwerpunkt zu wechseln.

    @ Pedro


    1) Zur Viererkette


    Es wurde ja schon angedeutet, dass das Problem über das "Klebenbleiben" deines Schnappers hinausgeht.


    Das Spiel mit Viererkette wird meistens in die Gruppentaktik verordnet. Allerdings passt es meiner Meinung nach eher in die Mannschaftstaktik.


    Denn, wenn man die Viererkette hoch verteidigen lassen will - so wie du es tust - dann ist es zwingend erforderlich, dass auch alle Spieler vor der Kette demensprechend agieren. Dies bedeutet, dass die Mannschaft kompakt verteidigt und den Gegner so presst, dass er die langen Bälle hinter die Kette nicht ohne (oder wenig) Gegnerdruck spielen kann.
    Eine hoch verteidigende Viererkette benötigt zwingend aktives und kompaktes Pressing des Mittelfelds und des Angriffs.


    Andernfalls ist es für den Gegner sehr einfach aus dem Mittelfeld oder gar aus der Abwehr heraus einen langen Ball hinter die Abwehr zu spielen. Dieser Ball muss ja gar nicht so punktgenau kommen, aber ist trotzdem schwer zu verteidigen. Und das selbst mit richtig gut mitspielendem Torwart.



    2) Zum Fänger


    Aber so oder so, sollte dein Fänger lernen (bzw. das Selbstvertrauen erlangen), sich weit vor das Tor zu trauen, um lang geschlagene Bälle abfangen zu können. Dies ist auch unbedingt nötig, wenn du nicht ganz so hoch verteidigst, sondern nur Mittelfeldpressing spielst, wo die Abwehr sich 10-15 Meter vor dem eigen Strafraum positioniert.


    Was habe ich gemacht, um meinen Torwart dazu zu bekommen, dass er sich traut situativ bis ca.20-25 Meter aus dem Tor heraus zu kommen.


    a) Ich habe ganz klar gesagt, dass ich es in Kauf nehme, wenn der Gegner einen Scghützen hat, der den Ball von der Mittellinie über den Fänger ins Tor haut. Erstens wird das eher selten versucht, zweitens muss der Gegner den Ball auch erstmal ins Tor bekommen und drittens geht solch ein Tor zu 100% auf den Trainer.
    Solch ein Gegentor ist Trainerschuld. Punkt.


    Das nehme ich aber gerne in Kauf, wenn der Fänger aktiv und offensiv mitspielt.
    Außerdem mache ich dem Fänger (und der Mannschaft klar), dass der offensive Torwart wohl immer mehr Großchancen (und Tore) mit seiner Spielweise verhindern wird - weil er den langen Ball abfängt - als es in Folge dessen Gegentore hagelt, wenn der Torwart trotzdem den langen Ball nicht erreicht oder der Gegner einen 45 Meter Kunstschuß in den Kasten setzt.


    b) Ich choache den Fänger diesbezüglich aktiv. DH ich "scheuche" ihn aus dem Tor, wenn wir im Angriff sind und die Abwehr nach vorne rückt.
    Außerdem lobe ich jede Situation, wo mein Fänger einen langen Ball vor dem Gegner bekommt, egal, wie suboptimal er diesen auch klären mag. Und selbst, wenn er zu spät kommt, lobe ich ihn für den Mut (und die richtige Entscheidung), auch, wenn es ein Gegentor gibt.
    Vereinfacht gesagt, ich fordere das übertrieben offensive Torwartspiel ein, damit mein Fänger oft in solche Situationen kommt, um Erfahrungswerte zu sammeln, die ihm dabei helfen, die richtige Entscheidung zu finden, wie weit er sich vor das Tor bewegen muss, um lange Bälle zu bekommen und ein Timing dafür entwickelt, welche Bälle er bekommen kann und wann ein Absinken Richung eigenes Tor sinnvoller ist.


    c) Allerdings fange ich damit schon in jungen Jahren (auch in der Halle) an, wo es noch nicht so nötig ist, weil der Raum zwischen Torwart und Abwehr noch relativ klein ist.
    Die Fänger kennen dann das offensive Torwartspiel, müssen das im Großfeld dann nur an die neuen Gegebenheiten und Abstände anpassen. Also ihr SPiel beibehalten, auch wenn das Tor größer ist und die Entfernung, die sie aus ihrem Tor nach vorne gehen sollen, eine deutlich größere ist, da das Spielfeld einfach länger ist.


    guenter:
    Ja, früher gab es in Deutschland B, A und Fussballlehrer.


    Dann hat der DFB eine Lizenz mehr ins Angebot genommen. Und diese hat er zwischen die B und die A-Lizenz gestellt. (Alle die die A-Linzenz vorher hatten behielten diese, wer B-Lizenz hatte, musste im DFB nun die neue B-Lizenz machen.)


    ABER: Diese neue DFB-B-Lizenz ist eine deutsche Lizenz. Innerhalb eines vergleichbaren UEFA-Lizenzsystems gibt und gab es immer nur B, A, und Fussballleher.
    (Auf der C-Lizenz steht auch UEFA-B-Level drauf, wenn ich mich nicht irre. UEFA-A-Level bringt aber erst die A-Lizenz.)
    Ich glaube sogar es ist möglich, nach der C-Lizenz im DFB in anderen Ländern (z.B. Österreich oder Schweiz, die diese Zwischenlizenz nicht haben) direkt die A-Lizenz zu machen, die dann eben europaweit, also auch in Deutschland als A-Lizenz anerkannt wird.


    Man könnte also sagen, diese neue Regelung des DFB (seit ca. 15 Jahren) ist eine zusätzliche Einnahmequelle für den DFB innerhalb der Trainerausbildung, da man in D nicht direkt von UEFA-B.Level zu UEFA-A-Level gelangen kann.
    Oder man sagt, der DFB will die A-Lizenz innerhalb des Verbandes aufwerten, indem man per Zusatzstufe für eine Selektion sorgt.





    Das mit den Extremen sehe ich genauso, wie du.


    Auch, dein Beispiel bezüglich des Torwarts. (Ich glaube dazu habe ich an anderer Stelle schon einmal ausfürhlich Stellung bezogen.)


    1) Jeder Spieler, also auch der Torwart soll doch möglichst komplett ausgebildet werden, technisch, wie taktisch. Dazu muss er alles kennenlernen, um dann die Spielsituation einzuschätzen, sich für eine (möglichst die beste) Variante entscheiden (Taktik) und dann muss er auch in der Lage sein, diese technisch umzusetzten.


    Und der gezielte Flugball ist sicherlich eine der anspruchvollsten Schlagtechniken. Wie soll ein Spieler diese Option ab der C-Jugend oder gar später umsetzten können, wenn er vorher nie einen Flugball geschlagen hat (weder Training noch Spiel), weil der flache kurze Pass ein Mantra war.


    2) Und in den jungen Jahrgängen sieht man seit Jahren häufig, dass der Gegner weit aufrückt, vorne presst, weil der Gegner keinen langen Ball spielt. (In meinem Landesverband ist man im Vergleich mit anderen Regionen bezüglich der Philosophie vielfach eher dran. Aber, wie guenter es beschreibt dann auch oft im gegensätzlichen Extrem unterwegs.)


    Und dann ist nicht nur der kurze Pass samt Spielaufbau wesentlich schwieriger (weil der Gegner mit Mann und Maus presst), sondern der lange (gezielte) Flugball ist in diesem Fall die klar beste Option, weil man damit den gesammten Gegner einfach überspielt. - Der Spieler, der diesen Ball spielt , hat doch in dieser Situation taktisch und technisch die beste Entscheidung getroffen. Das kann man doch nicht kritisieren, gar verbieten. (Das spricht doch gerade für Spielintelligenz, die ja hier vielfach diskutiert wird.)


    Außerdem: Spielt man 1-2 mal diesen Ball, wird der Gegner sehr zügig nicht mehr das Angriffspressing mit dem ganzen Team durchziehen und dann hat man wieder ausreichend Paltz und Zeit, um das Spiel von hinten heraus zu gestalten.
    (Ich habe es mal angemerkt: Mein Torwart bekommt oft die Ansage, den ersten Ball weit nach vorne zu schlagen. Und das, obwohl ich den geziielten Spielaufbau auch bevorzuge. Aber, durch diesen langen Ball, werkennt der Gegner, dass wir auch bereit sind, diesen Ball zu spielen. Er wird sich also bei unserem Abschlag ein wenig zurückfallen lassen, was uns dann den Raum gibt, um das Spiel von hintern heraus zu eröffnen. - Ab dem zweiten Ball leigt es in der Entscheidungsgewalt des Torwarts, wohin er den Ball spielt., wobei er weiß, dass wir grundsätzlich ein gezieltes Abspiel zum Mitspieler anstreben. Er muss die Situation einschätzen und daraufhin eine Lösung auswählen und dann technisch umsetzten.)


    (Mal ganz davon abgesehen, dass es zu überdenken gilt, ob es für das Selbstvertrauen des Torwarts wirklich gut ist, wenn er nach mehreren Torchencen des Gegners oder gar Gegentoren durch seine kurze Eröffnung weiterhin genötigt wird, den Ball nicht lang schlagen zu dürfen. Ist es nicht aus der Sicht schon besser, ihn 2-3 lange Schläge zu erlauben, wenn er sich mit dieser Entscheidung dann am wohlsten fühlt. Danach kann man ihn ja wieder ermuntern es wieder kurz zu versuchen.)






    Ein anderes Extrem, hier auch vielfach - und aktuell in einem anderen Thread - diskutiert.


    Ich habe vor 10 oder 11 Jahren als U9-Trainer die Divise: "Alle spielen immer gleichviel" wirklich so durchgezogen. (Aussetzten mussten auch immer 2-3 Spieler, aber auch hier stringente Rotation).


    In diesem Jahr habe ich dann aber erkannt, wo die Schwächen dieses Extrems sind.


    Ich hatte Spieler, die haben es nicht für nötig gehalten, zu kämpfen, zu rennen, zu verteidigen, schlicht ihr bestes zu geben. egal ob Training oder Spiel. (Anwesenheit ist eh bei allen seht gut)
    Klar, sie wussten, sie spielen so oder so genau gleich.
    Andere Spieler haben stets alles gegeben.


    Das ist doch sehr unfair, den Spielern gegenüber, die sich größte Mühe geben. (das heißt nicht, dass sie stets gut spielen, aber sie geben ihr bestes).



    Inzwischen belohne ich Engagement:
    DH, Jeder Spieler, der sein bestes gibt, bekommt immer eine ausreichende Spielzeit. Auch, wenn er einen miesen Tag erwischt hat. Wer aber nicht rennt und kämpft und in seinem Rahmen sein bestes versucht, dem kann es passieren, dass ich ihm Spielzeit entziehe. (auch, wenn unter dem Strich mehr Leistung herauskommt, als bei einem anderen SPieler, der sich aber mehr Mühe gibt.)


    Außerdem gibt es noch andere Argumente, wie Überforderung bzw. Unterforderung, die dann eine Rolle spielen, wann welcher Spieler pausiert (was ja jeder Spieler regelmäßig muss.) Aber das auch nicht im Extrem, dh die schlechtesten spielen auch mal gegen die besten Gegner und umgekehrt. Aber eben nicht die schlechtesten 5 alle gleichzeitig gegen einen besseren Gegner, etc.




    Ach und noch eine Anmerkung:
    Irgendwo hat jemand angemerkt (ich glaube TW-Trainer), in einem NLZ ist es ja einfach Trainer zu sein, weil alle Spieler gut und nahezu gleichwertig gut sind. (Das habe ich früher in der Tat auch gedacht.)


    Das ist aber schlicht falsch. In einem NLZ gibt es genauso leistungsunterschiede, wie in allen Vereinen/Mannschaften, die selektieren können. Sicherlich auf einer höheren Niveaustufe, aber die Unterschiede sind ähnlich. Dafür sind aber auch die Gegner dann besser. (andere NLZ-Teams, oder "Leistungsvereine, wie Ulm, Unterhaching, Fürstenfeldbrück,TeBe, Essen, etc. mit deren jahrgangshöhren Teams.)


    Kleinste Vereine, zB Dorfvereine, die wirklich alle Jahrgangsspieler in einer Mannschaft unerbringen müssen haben dagegen wohl deutlich größere Leistungsunterschiede innerhalb des Teams.

    Ich gebe unumwunden zu, dass ich kein Freund vom übermäßigen Einsatz von "Standübungen" bin.


    Klar, bei der Einführung (ersten Verbesserung) einer Technik, erkläre (vormachen, vorzeigen, etc.) ich den Bewegungsablauf und stelle die wichtigsten Funktionsphasen der Bewegung dar.
    Dannach kommt meinetwegen auch eine Partnerübung, in der (zB Innenseitstoß) sich die Spieler bei freier Bewegung (im langsamsten Tempo) an dieser Technil versuchen. Hierbei korrigiere ich viel, nehme mir einzelne Spieler heraus, etc.


    Eigentlich nur beim Passspiel (hier finde ich hat auch Coerver gute Übungen, sonst bin ich eher kein Freund von Coerver) baue ich auch einen ordentlichen Anteil an reinen Übungsformen ohne Wettkampfcharakter ein. (Aber auch da gibt es viele übungsformen, die sich eigenen. ZB Hütchentore in einiger Entfernung und dann Passspiel Wettkampf im Duell. Punkt, wenn zwischen die Tore gepasst wurde.)



    Und jeden Schwerpunkt kann ich auch in eine Spielform unterbringen. Bestimmte Regeln oder Feldgrößen, etc. und


    gutes, richtiges Coaching.



    Ich finde in diesem Punkt kann man am deutlichsten den Unterschied zwischen einem fachlich kompetenten und anderen Trainern erkennen. (Gute Übungen kann sich jeder engagierte Trainer aus dem Netz oder der Literatur heraussuchen. Für richtiges Coaching ist Fachkompetenz des Trainers elementar. (dazu gehört auch das erkennen, wenn eine Übungs oder Spielform nicht den Schwerpunkt trifft - das kommt vor, gerade, wenn man neue Übungen durchführt - und diese dann entscheidend zu verändern, zB durch Veränderung der Abstände oder Feldgröße.)


    Im Gegensatz zu vielen hier, coache ich auch im Trainingsspiel, entprechend des Schwerpunktes. (auch am Wochenende im Spiel, ich habe in der Regel einen Schwerpunkt die ganze Woche, oft über mehrere Wochen).
    Wenn Passspiel per Innenseitstoß der Schwerpunkt ist, dann bekommt ein Spieler von mir im Trainingsspiel Feedback, was er besser machen kann bzw. das der Pass gut war . Und zwar zeitnah, also innerhalb von 8 sec und per direkter Ansprache, die Kinder sollen mich also angucken, spielen also kurz nicht mehr richtig mit. Gerade bei einer neuen Mannschaft müssen die Spieler erst lernen, dass sie Blickkontakt zu mir herstellen sollen, wenn ich sie anspreche und technische Sachen "mit ihnen bespreche".
    (Bei Spielern, die die Bewegung mindestens in der Grobform beherrschen, kommt nicht bei jeder Aktion positives Feedback, eher bei signifikanten Verbesserungen.)



    Aussagen, wie:


    Standbein neben den Ball, nicht dahinter, das Bein durchschwingen, nicht "über das Standbein spielen", sondern den Körper in der aufdrehen, etc.


    Mitunter nehme ich einen Spieler auch kurz raus aus dem Spiel, um bei ihm individuell eine Fehlerkorrektur vorzunehmen. (Vormachen, Vorzeigen, Erklären, korrigieren, beschreiben, etc. - Technik, wie gesagt deduktiv)
    (Ein großer Vorteil einer Spielform, da die anderen beschäftigt sind und man so auch individuell arbeiten kann.)


    "vom stand in die bewegung"



    gruss.


    Also das finde ich ja sehr diskutabel.


    Es sollten alle Techniken spielnah trainiert werden. Und im stehen passen/dribbeln/schießen gibt es quasi gar nicht.



    Vom langsamen zum schnellen, ok, das ist ein methodischen Prinzip. Unstrittig. Aber aus dem Stand ???? Das stelle ich in Frage und das gibt es bei mir auch nie. (auch beim ganz runter gebrochenen individuellen Pass- oder Schußtraining erflogt mindestens ein Schritt, der das Standbein eben richtig plaziert (das ist ein wichtiger Besandteil der Bewegung.). Schon aus biomechanischer Sicht.

    Marco:


    Ich kann das natürlich nicht beurteilen.


    Aber deine Schlußfolgerunf finde ich dennoch fragwürdig.


    1) Wenn so viele Faktoren unterschiedlich sind und es auch nur 2 Spiele gab, ist es schwer daraus irgendwelche verifizierbaren Schlüsse zuziehen. Eigentlich unmöglich.



    2) ich zB würde whe vermuten, dass der schlechte Gegner die Hauptursache für das schlechte Spiel war. ( Zumindest war und ist das bei meinen Jungs meist so, und im Gegensatz zu dir verändere ich da nicht signifikant meine Ansprache uä.)



    off-topic:


    Du glaubst nicht, wie manche Mütter den Abend erleben, wenn sie mal auf einer Turnierreise ihren Sohn ohne ihren Mann begleiten. "Endlich mal einen drauf machen ohne Kind und Mann!"(Oft haben die ja 2 Kinder und müssen sich aufteilen).
    Auf 2tägigen Bundesligaturnieren ist am Samstag abend auch oft ne No-Playersparty o.ä.


    Als Trainer hat man seine Eltern natürlich eher ungern auf so einer Party, wollen einenn viele doch aushorchen, etc. (zumindest in der ANfangszeit, also dem ersten halben Jahr oder Jahr, in der man die Mannschaft hat. Später gibt es nur ein paar wenige, die man lieber nicht dabei hat, während ich mit vielen anderen dann auch viel Spaß haben kann. DIe Wissen dann, was ich von ihren Kind halte und/oder sind lockerer bezüglich der Situation Kind im NLZ)
    Mit den Eltern anderer Mannschaften (die kennt man irgendwann auch, wenn man sich permanent auf solchen Turnieren begegnet) kann man auch gut feiern.



    Warum bist du so aggressiv?
    Du gehst mich an, nicht ich dich. Ich stelle nur deine angegebene Existenz in Frage.



    Deine Jungs spielen doch im NLZ, oder?


    Da wirst du doch mal bei denen zu gucken.


    Ich bin auch oft bei solchen Turnieren zu gegen. da kannst du mich dann eventuell treffen, wenn dir soviel daran liegt.



    Also, welche Turniere spielen deine Jungs?

    Es hängt immer von den Spielern ab. So pauschal wollte ich es gar nicht ausdrücken. Aber 4-2-3-1 ist tatsächlich moderner, bietet mehr Möglichkeiten



    Die Systeme verschwimmen doch zusehenst.


    Vor allem gibt es oft einen signifikanten Unterschied zwischen defensiv und offensiv.


    Ich sehe das 4-2-3-1 mittlerweile deshalb nicht mehr so klar variabler und besser. Vor allem, wenn ds 4-2-3-1 mit statischen Außenstürmern gespielt wird.


    Ich finde, anders als bis vor 5 Jahren, kann man heute die selben Grundformationen (z.B. 4-4-2) nicht mehr miteinander vergleichen. Das wird von Team zu Team so unterschiedlich gespielt. Dazu wird offensiv und defensiv meist eine unterschiedliche Formation gewählt. Und selbst die defensive Aufstellung wird innerhalb des Spiels in bestimmten Phasen unterschiedlich gespielt.



    Ein 4-4-2 spielen einige Teams in der offensive. Aber defensiv Agieren die meist anders, auch häufig im 4-2-3-1.
    (Das war 2006 noch ganz anders. Da wurde offensiv, wie defensiv meist die selbe Formation gespielt. )




    Gerade in diesem Punkt hat sich der Fussball in den letzten Jahren enorm gewandelt. Das kann man bei Klopp oder Tuchel zB sehr gut erkennen, wenn man sich geeignete Spiele unter dieser Prämisse mal 90 min anguckt.


    guenter, da habe ich mich zu schwammig ausgedrückt.



    Das meinte ich meinte, dass ich eher die Person suche, die sich hinter Sonny verbirgt. Das diese Person so nicht existiert, wie sich sich beschreibt,, dass ist sonnenklar.

    Ich stelle mir gerade folgende Frage:


    Da ist eine Mutter, die 4 Kinder hat, noch nicht allzu alt, die alle Sport treiben.


    Mama kutschiert sie alle von A nach B, trascht währendessen mit anderen Eltern, aber


    ist rundherum absolut zu frieden. Sie hat also nichts, dass sie hinterfragt.




    Ich frage mich, wie kommt solch eine Frau dazu hier im Forum regelmäßig mitzulzulesen? (Und dann aufgrund des regelmäßigen Mitlesens sich heute anzumelden und zu posten)
    Was sollte die Motivation bzw. der Anlass sein?


    (Und das Zeitmanagement bei 4 Kindern lasse ich da mal unberücksichtigt).




    Das sich diese Person dann auch noch mehrmals selbst widerspricht und dann wieder per Ansage verschwindet.... naja...was soll man dazu sagen, bzw. über das gesamte denken?


    Wurde hier schon intensiv diskutiert. Blätter mal etwas, findest du sicher einige Meinungen.


    für mich sind das schöne Ferienevents, mehr nicht. Mein Sohn hatte auch schon eines besucht, aber nicht mit der Zielsetzung dort
    besseren Fussball zu lernen.


    Genau meine Meinung.


    Mehr ist es nicht und sollte es auch nicht sein.



    Hier wird in quasi jedem Thread hoch und runter diskutiert, dass man die Kinder Kinder sein lassen soll, und das die meisten Trainer dem nicht gerecht werden.


    Aber dann sollen Kinder in ihrer Freizeit zu einer Fussballschule gehen, mit Regeln und durchorganisiertem Training ("Drill" ist der Begriff, den viele hier verwenden) .
    Mit dem Ziel, an ihren Schwächen zu arbeiten, sich zu verbessern.


    Dazu fällt mir wirklich kaum noch etwas ein !!!!



    Ich habe mich bei meinen Spielern sogar immer GEGEN den Besuch einer Ferienschule ausgesprochen. In den Ferien (egal welche, nur im Sommer am Ende der Ferien beginne ich mit der neuen Saison) biete ich auch kein Training an (Also zumindest nicht unterhalb der C-jugend), damit die Spieler mental entspannen können und wieder richtig Bock auf Fussball haben.
    Klar kicken die auch in den Ferien meist (fast) jeden Tag. Das ist auch völlig ok. Aber eben für sich selbst, ohne den "Zwang" dort erscheinen zu müssen. Wenn sie keinen Bock haben, machen sie etwas anderes, etc.


    Wenn schon Ferienschule (weil die Eltern zB arbeiten müssen und eine "Aufbewahrung" für die Kinder brauchen) , dann eben eine, wo es eben gerade nicht um das Lernen, etc. geht.
    Wo es ganz klar eher um eine Ferienfreizeit geht, in der auch viel Fussball gespielt wird.
    So, wie guenther es beschrieben hat.



    Meine Meinung.

    Wenns den acht bzw neunmeter gibt reden wir dann auch wieder über das böse wort "doppelbestrafung"


    Nicht mehr ganz passend zum Thema, aber das Thema Doppelbestrafung ist schlicht falsch. Ich gebe zu, das dachte ich früher ähnlich, wie du, aber


    Wenn es eben bei einem Elfmeter, dann nie eine rote Karte gibt (also keine Doppelbestrafung), dann bedeutet das im Umkehrschlu0, dass jeder Abwehrspieler "einen Versuch frei" hat, indem er nicht verlieren kann, aber eine Menge gewinnen kann.



    Er kann also immer ein nahezu sicheres Tor verhindern und bekommt nur gelb. ( und den Elfmeter muss der Gegner auch erstmal einschießen, 30% gehen daneben)
    Verschießt der Gegner dann auch noch den Elfmeter hat sich seine Aktion absolut gelohnt.


    Dann wäre es ja schon fast dämlich, nicht zu foulen !!! (Dazu kommt noch, dass der Schieri manchmal sogar gar nicht pfeifft)


    Und das kann ja nicht im SInne des fairen Sports sein.




    Rote Karte und Elfmeter ist eben keine Doppelbestrafung. Der Elmeter stellt den Status Quo wieder her, nur die Karte ist die Strafe.


    Im Gegenteil, ohne rote Karte kehrt sich das ganze sogar um, weil der foulende Abwehrspieler (bzw. sein Team) nicht nur nicht bestraft wird, geht der Elmeter daneben wird die AKtion belohnt.



    Bei Torhütern sehe ich das anders, zumindest, wenn es nicht 100% nur gegen den Mann ging.



    Genug off-topic.

    Merlin:


    Das mit dem bereits entschiedenen Spiel, ok. Das ist für mich das einzige Argument, das ich gelten lassen würde.


    Also wo man die Regel dahingehend umgehen kann, dass man die Karte stecken lässt, aber der Trainer den Spieler eben auswechselt.


    Ich denke, da hätte auch der gegnerische Trainer/das Team nichts dagegen. Im Gegenteil, ich habe in solch einem Fall, auch schon in diese Richtung pro Gegner vermittelt, wenn das Spiel eh sehr einseitig war und es sich, eben nicht um eine gezielte Aktion oder Unsportlichkeit handelte, sondern der Spieler schlicht zu langsam war.




    Sonst bleibe ich aber bei meiner Meinung. Zu oft passiert das eben nicht "ausversehen", sondern ganz bewusst. Eben weil es so selten die berechtigte und notwendige rote Karte gibt.

    Meine Meinung:


    Du solltest nach geltenden Regeln pfeiffen. Und das bedeutet eben zwingend, dass es eine rote Karte gibt.




    Man könnte jetzt das Regelwerk diskutieren, aber ich halte überhaupt gar nichts davon, wenn es Regeln gibt und man diese dann nicht anwendet.


    Außerdem finde ich die Regel auch gut und richtig. Ich habe es schon erlebt, dass der alleine aufs Tor zulaufende Spieler bewusst außerhalb der Strafraums von hinten festgehalten oder anders gefoult wurde und es dann nur Freißstoß und maximal gelbe Karte gab, da viele Schiedsrichter so handeln, wie du.
    Und gerade das führt dann dazu, dass so etwas immer wieder und häufiger vorkommt, ich behaupte manch ein Trainer brieft seine Spieler sogar dahingehend.



    Gerade in der Halle passiert das so oft und dann gibt es keine 2 Minutenstrafe. Warum nicht? Wenn man hier konsequent ist, gibt es wohl häufiger mal ne Zeitstrafe. Dadurch ist ein Spieler dann aber im Fall der Fälle nicht mehr völlig am Boden (also ein eigentlich fairer, dem das mal ausversehen passiert ist), wenn es ihn mal mit einer Zeitstrafe trifft. DIe Kinder haben so etwas schon kennengelernt.



    Auch erlebe ich oft, dass nach Tätlichkeiten, der Schieri nur eine Ermahnung oder Gelb zeigt. Maximal ne Zeitstrafe. Warum?
    Eine Tätlichkeit hat in meinen Augen zwingend eine rote Karte zur Folge !!!! Selbst in der U9 (darunter kann man das anders händeln in Zusammenarbeit mit dem Trainer.)
    Macht einer meiner Spieler mal eine Tätlichkeit so bekommt er von mir die rote Karte, wenn der Schiedsrichter das nicht tut. Er spielt in diesem Spiel keine Minute mehr. Einziger Unterschied, mein Team muss dann nicht in Unterzahl zu Ende spielen.




    Fazit: Es ist im Interesse der fairen Teams, dass hier den Regeln entsprechend gehandelt wird. (Auch, wenn es dem fairsten SPieler dann auch passieren kann, dass er die Rote Karte wegen notbremse bekommt. Aber das ist für einen U11 oder gar U13 Spieler auch kein Weltuntergang, wenn das Umfeld das richtig behandelt. Und die Spielsperre ist ja dann meist auch nur ein Spiel)

    Ich schildere auch mal ein Beispiel.


    Ein tolles auswertiges Turnier über 2 Tage.
    1.Tag: Vorrunde: 6 Teams je Gruppe, davon 4 NLZs und zwei kleine regionale Mannschaften. Da nur die letzten beiden ausscheiden, eigentlich eine einfache Vorrundenphase für alle NLZs. Aber nicht in unserer Gruppe, wo eine großer Amateurverein eine der lokalen Mannschaften war, die in diesem Jahrgang eine richtig gute Mannschaft auf gehobenen NLZ Niveau hatte. (Die waren schon auf anderen Bundesligaturnieren im Vorderfeld gelandet.) Außerdem waren die NLZs der Gruppe auch noch alle in diesem Jahrgang richtig gut.


    (Es kamen der Amateurverein und 3 NLZs weiter, ein NLZ schied aus. Endplazierungen der Teams: 1, 3, 4 und Viertelfinalaus gegen den Sieger bei 24 Mannschaften, um mal die stärke der Gruppe zu vedeutlichen. Alle 4 kamen in der Zwischenrundengruppenphase weiter. DIe Zwischenrunde war einfacher, als die Vorrunde.)


    Jetzt kam es am Ende der engen Gruppenphase (Einige Unentschieden) dazu, dass es eben echte "Endspiele" gab. Und zwar nicht um den Gruppensieg, sondern darum weiterzukommen, da eine gute Mannschaft eben ausscheidet.


    Das Turnier geht am nächsten Tag mit 4 Vierergruppen und KO-Spielen weiter. (Normalerweise sind hier die NLZs unter sich, das Turnier geht erst richtig los. Es gab aber eben ein herausragendes lokales Team.)
    Scheidet man in der Vorrunde aus, ist das Turnier vorbei. Man hat kein Spiel mehr. (Ich will keine Kritik am Modus,darum geht es hier nicht.)



    Wie würdet ihr in einem Alles-oder-nichts Spiel hier jetzt handeln? Alle gleich einsetzten? Auch auf die Gefahr hin, dass man kein weiteres Spiel mehr hat. Oder dieses eine Spiel auf SIeg spielen, weil sich daraus weitere Spiele ergeben, in denen man die Spielzeit wieder ausgleiczhen kann, wodurch ALLE Spieler mehr Gesamt-Spielzeit bekommen.




    Bevor hier jemand versucht mein Handeln kritisch zu durchleuchten: Ich hatte dieses Problem nicht. DIe Auslosung kannte ich weit vor dem Turnier und habe den Kader demensprechend aufgestellt. Es mussten eh bei jedem Turnier 2 SPieler zuhause bleiben, da habe ich das so gesteuert, dass ich bei diesem Turnier wenig Bauchschmerzen für eine solche Konstellation haben werde. (Außerdem lief für uns die Vorrunde auch so gut, dass wir als eine von 2 Mannschaft der Gruppe nicht im letzten Spiel noch zittern mussten. Wir waren nach 3 Spielen schon fast durch mit 7 Punkten.)




    Es gibt also auch Konstellationen, wo man, wenn man 1-2 Spieler weniger einsetzt (und dadurch gewinnt) die Gesammtspielzeit ALLER Spieler deutlich erhöht. Da geht es dann auch nicht um eine Topplazierung, sondern um die Anzahl vieler Spiele und Spielzeit.

    TW- Trainer


    1) Wie so oft, gibst du meinem Posting eine Aussage, die ich nicht getroffen habe.


    Nur, weil man einem Kind bei Bewegungen bestimmte Wuchtige Hauptphasen genau erklärt ( Mittels Bewegungsvorschrift, Bewegungsanweisung,Korrektur, Vormachen, Vorzeigen, etc.) heißt das nicht, dass man dazu erklärende Worte vermeidet.
    Außerdem gibt es dazu auch noch den Umstand, dass das Kind durch gezielte Korrektur dazu gelangt die Bewegung richtig auszuführen und damit Erfahrungswerte sammelt und den Bewegungsablauf versteht.
    Man kann es gut als "aha- Effekt" Beschreiben.


    2) Du meinst wohl Pavlov.
    Aber es ist auch egal, weil dieser Vergleich nicht passt, siehe oben.