Beiträge von Sir Alex

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    Tobn, wieder ein paar Ausführungen von dir, in denen ich meine Gedanken wiederfinden.


    Gerade in der Jugend ist das Spiel in der Halle, wegen der verminderten Spielerzahl, für die Ausbildung ein Segen.


    Ich bin ein großer Verfechter des 4+1 Fussballs, auch schon in der U9, und halte vom 5+1 sehr wenig. ( Dazu könnte ich Seitenteile schreiben).


    Ich finde immer wieder, dass die Kinder im Verlauf der Hallensaison einen riesigen Sprung machen. Gefühlt entwickeln sie auch da besser und schneller, als im gesamten Feldspielzeitraum.



    In der E- Jugend wird in manchen Verbänden 4-1 in manchen 5-1 gespielt.
    Um ein Turnier zuzusagen, spielt das für mich eine bedeutende Rolle, 5-1 Turniere sage ich fast alle ab.


    Im Süden wird teilweise in der F- Jugend schon 4-1 gespielt. Deshalb habe ich damals als U9 Trainer solche Turniere gerne gespielt, trotz der Entfernung. Überall anders in D gibt es das leider kaum.
    ( bei eigenen Hallenturnieren habe ich auch immer 4-1 festgelegt, da kann man ja bei uns seine Regeln selbst machen.)

    Sportkamerad TW- Trainer:


    Deine " Diskussionsführung" hier im Forum ist schlechter Stil.


    1) Du hast hier schon so viele Dingen als Fakten vorgebracht, die dann von mir oder anderen widerlegt wurden.


    2) Du überliest/ fehlinterpretierst willentlich Aussagen deiner Diskussionsteilnehmer, nicht nur von mir. Darauf haben dich auch schon andere angesprochen.


    3) Du gehst ja häufig gar nicht auf Argumentationen ein, sondern bleibst bei einen angeblichen Fakt.
    Du willst nicht diskutieren, zumindest nicht ergebnisoffen.
    Du hast eine Meinung, die ist unumstößlich und die versuchst du mit angeblichen Fakten zu untermauern. An einer Kritischen Auseinandersetzung nimmst du meist nicht teil.


    Du kommst mir vor, wie ein Missionar, der seine Meinung unter das Volk bringen will. Eine Meinung, die keine Grautöne zulässt!!!!


    4) Du hast hier schon mehrmals eine sachliche Diskussion einseitig beendet.



    Zu deinen aktuellen Inhalten:


    1) das die wenigsten Spieler aus einer U10 oä, es zum Profi schaffen, bestreitet niemand.
    Das ist auch logisch, da es eine Pyramide ist, nur die allerwenigsten kommen oben an.


    Aber:
    Ich habe hier im Forum vor 1-2 Jahren mal die damals aktuelle N11 dahingehend analysiert, wann die Spieler in ein NLZ gewechselt sind.
    Fast alle !!!!!!! waren bis zur U13 schon innerhalb des Fördersystems der NLZs oä.



    Das ich deine Studien gerne mal hätte, hat doch damit zu tun, das ich sie gerne mal selbst begutachten würde, um sie zu bewerten bzw. eine Essenz daraus zuziehen.
    Das ist für eine vernünftige Auseinandersetzung doch wichtig. Vor allem, da du ja schon ab und an diskutable "Fakten" vorgelegt hast, die einer kritischen Betrachtung nicht standhalten konnten.
    Ich finde, es gehört zu einer seriösen Analyse dazu, die Orinalquellen zu begutachten, und eben nicht die Subjektiven Schlussfolgerungen eines Diskussionsteilnehmers. ( vergleiche aktuelle FIFA Diskussion)
    Es muss doch sogar in deinem Interesse sein, bzw. Deine Argumentation stützen, wenn du die Quellen bereitstellst.



    2) Wieder kommst du mit dem RAE.
    Die Tatsache des RAE bestreitet niemand.


    Nur die Frage, wie man daran etwas ändern konnte, also ein praktikablen Vorschlag kennt keiner. Und du bist dem bis heute auch schuldig geblieben, klinkst dich aus dieser Diskussion dann aus, um irgendwann später wieder den RAE zu erwähnen, um eine These ( gegen das NLZ) zu stützen.Natürlich wieder ohne praktikablen Ansatz, einfach nur als Vorwurf gegen das NLZ bzw. deren Trainer.


    Deshalb nochmal: Sag doch mal, wie man den RAE praktisch eindämmen kann.





    Abschließend:
    Den Vorwurf, dass ich mich einer Diskussion ( oder bestimmten Fragen, Argumenten) entziehe, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.


    Ich habe das Gefühl, dass ich mich allem stelle. Zumindest gebe ich mein Bestes.


    Im Gegenteil, ich habe ja zu den meisten Themen ( zB auch wann oder ob ein Wechsel in ein NLZ erfolgen sollte) eine Meinung, die Pros und Contra kennt. Jeweils gute und stichhaltige Argumente für und wider.
    Ich kann also zumeist beide Sichtweisen verstehen und beide Meinungen nachvollziehen, je nachdem, wie jemand die Argumente gewichtet.
    Du aber kennst stets nur schwarz oder weiß.




    Ich bin an einem kontroversen ( im besten Fall ergebnissoffenen )Austausch zu verschiedenen Themen interessiert. Eben alle Pros. Und Contras zusammentragen aus denen sich dann jeder selbst ( und für sich) die eigenen Meinung bildet. Ein aufoktroyieren von Meinungen finde ich immer diskutabel.
    Ich wäre daher begeistert, du würdest deine Diskussionskultur überarbeiten.

    Oliver,


    Da bin ich ganz bei dir.


    Ich verstehe auch nicht, warum bei der Überlegung im ein NLZ zu wechseln stets die mögliche Profikarriere bzw. Die Chancen dafür im den alleinigen Fokus gerückt werden.


    Es ist hinlänglich bekannt, dass nur die allerwenigsten Fußballprofi werden.
    Die meisten üben den Sport also aus, und werden dieses Ziel nie erreichen. Warum muss das denn auch das (einzige) Ziel sein, bzw. Das einzige Argument bezüglich Wechsel in ein NLZ.
    Ich verstehe es nicht, warum eine Diskussion immer auf diesen Aspekt reduziert werden muss.


    Es gibt in meinen Augen so viele andere Motive.

    Da bin ich ganz bei guenter.


    Es ist eher ungewöhnlich, dass ein Kind von 9 Jahren nicht Feuer und Flamme ist, wenn ein NLZ- Trainer ihm sagt, dass er ihn gerne in seinem Team sehen würde. Das ist zumindest meine Erfahrung.
    Und wenn das nicht einmal gegeben ist, dann sollte man den Schritt gut überdenken.


    Da stellt sich bei mir eh die Frage:
    Wir haben November. Ich habe höchst selten bereis im Nov einem Kind eine feste Zusage für die neue Saison gegeben. Man will ja den Jungen immer wieder mal ins Training einladen, so seine Entwicklung über einen längeren Zeitraum beobachten, etc. Bevor man eine Entscheidung trifft.


    Wie ist denn euer aktueller Stand überhaupt?
    War er bereits mal im Mannschaftstrainung? Hat er schon eine Zusage? etc.
    Oder hat er "nur" eine lose Anfrage mal zu einem Probetraining zu erscheinen?



    Irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass sich der Papa da zu viele Gedanken macht, der Sache zu viel Bedeutung beimisst. Aufgefallen ist er ja auch bei einem Talenttag. Da muss man das Kind ja auch erstmal hinbringen, meist aus Elterninitiative.
    Ist nur mein Eindruck, vielleicht liege ich aber auch falsch.

    Ich bleibe auch bei meiner Meinung, dass mannschaftstaktische Dinge zunächst vernachlässigt werden und später noch Einzug halten können. Die mannschaftstaktische Komponente kann sich doch sowieso von Jahr zu Jahr verändern je nach Trainer, aber die Individualausbildung nimmt das Kind als Rüstzeug überall hin mit. Ich habe jedenfalls bislang noch keine Spielzüge geübt und habe das auch für die Rückrunde nicht weiter vor. Aber mal schauen was im neuen DFB-Buch 'Ausbilden mit Konzept 2' steht, habe ich mir gestern vormerken lassen, aber laut Buchhändler ist das Buch noch nicht raus, ich hoffe ich kann es mir Weihnachten zum Schmökern über die Feiertage unter den Baum legen. Behandelt wird ja insbesondere die D und C Jugend, mal gucken ob zum Thema Spielsystheme was drinsteht.



    Zu den einzelnen taktischen Aspekten.



    Individualtaktik:
    Das ist die elementare Basis. Jede Gruppen- oder Mannschaftstaktik hat ihre Grenzen da, wo die individualtaktische Ausbildung der Spieler endet.


    Und ich stimme thomas dahingehend zu, dass eine gute individualtaktische Ausbildung zu dem selben Könnenstand der Kinder führt und die Spieler diese Basis in jedes gruppen- oder mannschaftstaktische Konzept egal welchen Trainers einbringen können. (Große Unterschiede/Defizite entstehen nur dann, wenn dem ausbildenen Trainer die Fachkompetenz diesbezüglich fehlt.)



    Gruppentaktik.
    Ich denke hier muss man offensiv und defensiv unterscheiden.


    Ich bin schon der Meinung, dass man mit defensiver Gruppentaktik (bzw. Elemente dieser) nicht erst in der D-Jugend anfangen muss bzw. sollte. Wichtig ist vielmehr, dass die individualtaktische Basis vorher gelegt wurde. Fängt man damit rechtzeitig an und macht das vernünftig, dann sind Hallenturniere in der E-Jugend eine treffliche Möglichkeit, um erste (und basale) defensive gruppentaktische Elemente anzusprechen. - zum Ball verschieben/ Spielfeld eng machen/ Stürmer auch nach dem Pass zum gegnerischen Stürmer nicht vorne stehen bleiben, sondern von vorne kommend verteidigen/ hinter den Ball kommen/ etc.)
    Das hat auch wenig mit unterschiedlichen Trainerphilosophien zu tun, das kann man als grundlegende Fähigkeiten unter jedem Trainer gut gebrauchen. Bzw. auch , wenn ein neuer Trainer da andere Vorstellungen hat, kann das Kind das gut verstehen und umsetzten, da es ein allgemeines Verständnis über gemeinsames Verteidigen hat.



    Bei der Gruppentaktik offensiv brauch man in meinen Augen lange nicht so ins Detail gehen.
    Erstens hat man nur begrenzte Trainingszeit und die ist in andere Schwerpunkte besser angelegt. (Individualtaktik, dann Gruppentaktik defensiv.)


    Wenn man sich schon der offensiven Gruppentaktik widmen will, dann eher allgemeine Sachen, die weniger mit festen Schemata (vorgegebenen Spielzügen) eines Trainers zu tun haben. Das muss man dann auch nicht trainieren, dass kann man mal in einer Besprechung aufzeigen.
    Ich denke da an "Freilaufen eines Raumes, indem man weg sprintet und den Gegenspieler mitzieht (hohe Kunst des Fussballs, sieht man selbst in vernünftigen Herrenmannschaften bei den wenigsten Spielern, dabei ist das so wichtig), Anbieten durch Freilaufen (nicht rufen oä.), der Passgeber entscheidet, wann bzw. ob er einen Pass spielt, nicht der mögliche Empfänger, allgemein viel Bewegung ohne Ball.)
    Das hat dann nichts mit vorgegebenen, einstudierten Lauf- und Passwegenwegen zu tun, sondern es geht, um allgemeine individuelle Möglichkeiten eines Spielers, um der Mannschaft in der Offensive viele Möglichkeiten zu geben. Egal welches Angriffskonzept ein A-jugendtrainer dann später vorgibt, man kann die Fertigkeiten dann in das betreffende System einbringen.


    Davon offensive Spielzüge im Training einer E-Jugend oder gar F-Jugend einzustudieren, halte ich gar nichts. Abgesehen von den im diesen Thread schon erörterten Nachteilen und Folgen nimmt es außerdem (zu) viel Trainingszeit in Anspruch, die in anderen Feldern dringend benötigt wird. Und elemntares "Können" bringen solche Spielzüge den Kindern auch nicht. Die Spielfeldgröße, die Spieleranzahl verändern sich signifikant, das Abseits verändert das Spiel genauso, wie das Fertigskeitsniveau der Gegenspieler, wenn es um deren Defensivkünste geht.
    Man vermittelt den Kindern also über kostbare Trainingszeit ein paar stupide Spielzüge, die sie später überhaupt nicht anwenden können.

    Also, welche Meinung ich habe, habe ich ziemlich deutlich dargelegt. (Zumindest für die gut gefürten NLZs der allermeisten Erstligisten und besseren Zweitligisten.) (Über Teams wie Heidenheim, Sandhausen oder Paderborn kann ich keine aulifizierte Aussage treffen)


    Dein Sohn ist aktuell 9 Jahre alt, also reden wir von einem Wechsel (im Sommer?) zur U10 oder gar U11.
    Wenn er gesichtet wurde (also ohne, dass ihr vorstellig geworden seid) - dazu würde ich gerne mal ein STatement von dir haben, wie er gesichtet wurde - und die Fahrzeit zum Bundesligisten überschaubar ist, dann sehe ich kaum Gründe, dieses Abenteuer nicht zu wagen.
    Dein Sohn wird viel erleben und viel Freude haben.
    Wichtig ist nur, dass ihr (vor allem ihr Eltern) das als tempöräre Geschichte wahrnehmt und eurem Sohn auch so verkauft. Also ihn jetzt schon darauf vorbereitet, dass die Zeit im NLZ endlich ist und ihr auch stolz auf euren Sohn seid, wenn er wieder ausselektiert wird. Das auch möglichst konkret, ala dann wechselst du eben zu deinem Heimatverein/ zu dem gehobenen Amateurverein xy.




    Zu deinen Gedankenspielen, solltet ihr nicht wechseln:
    a) ganzheitliche Bewegungsschulung ist immer von Vorteil. Am besten Turnen/oä. in jungen Jahren, also mit 5, 6 oder 7 Jahren, je älter ein Kind wird, desto weniger wird man da bezüglich der koordinativen Fähigkeiten erreichen. (Mit 5 oder 6 Jahren für 6 oder 12 Monate Turnen bringt extrem viel)
    Allerdings würde ich jetzt davon abraten, ihm zu viele verpflichtenen Wochentermine in den Wochenablauf zu knallen. Es sollte nicht in einen Zwang münden. Im Heimatverein habt ihr eine Trainingseinheit weniger, ok, aber ob dein Junge auch intrinsisch motiviert zu einer zusätzlichen anderen Sporteinheit geht, muss du kritisch hinterfragen.


    b)Im höheren Jahrgang aushelfen, mittrainieren oder gar komplett wechseln ist sicherlich eine Option.
    Da muss man aber vorsichtig sein, wie das beim eigenen Trainer, dem Trainer des höheren Jahrgangs und den aktuellen Mitspielern ankommt.
    Meine Erfahrung ist, dass regelmäßiges Mittrainieren und gelegentliches Aushelfen in der eigenen Mannschaft oft zu Neid und Missgunst fürhren und deshalb ein kompletter Wechsel zum Jahrgangshöheren Team dann eventuell besser ist.
    Allerdings, wenn er eh die Mannschft verläßt, dann kann er auch gleich ins NLZ wechseln.


    c)Zusätzlich auf den Trainingsplatz gehen, das sehe ich kritisch.
    Klar, wenn er jede freie Minute auf dem Fussballplatz mit Freunden bolzt, ist das völlig ok.
    Aber ein zusätzliches Training ist nur wieder ein zwanghafter Termin mit vorgebenen Inhalten und Abläufen.


    d)Talenttage, ka was genau du meinst, aber ich denke:
    Was soll er da? Was soll ihm das bringen?
    Das dient dann doch nur dazu, dass er (du) Bestätigung bekommt, dass er besser Kicken kann, als die meisten.
    Die paar Talentage dienen weniger der Ausbildung deines Sohnes, als der befreidigung des elterlichen Egos.


    e)Fussballcamps
    Ich bin überhaupt kein Freund von Fussballcamps, zum Zwecke der sportlichen Verbesserung. DIe Kinder müssen auch mal mental abschalten können vom Trainingsalltag. ABer in einem Fussballcamp ist es wieder Training.
    Außerdem ist das Niveau innerhalb der Fussballcampgruppe auch meist nicht so dolle. Wo soll da der große Nutzen sein, wenn er auch da weit herausragt.


    Das gikt auch für die Camps der NLZs. Ich habe früher regelmäßig als Trainer bei diesen Feriencamps mitgemacht. Da hat man extrem inhomogene Gruppen, von völlig unsportlichen Fan bis zu dem talentierten Jungen, der (oder sein Vater) so gesichtet werden will.



    So ein kurzes Statement von mir.
    Ich finde deine Ausgangsüberlegung ist sinnvoll und diese Gedanken kann man sich machen.
    Aber deine Konsequenz daraus, klingt mir dann doch nach ein bißchen viel Ehrgeiz (von dir ausgehend).
    Wenn er sich für seinen Heimatverein entscheidet, dann aber ein breites zusätzliches Pflichtprogramm dem Sohn in den Kalender zu pflanzen, sehe ich kritisch.
    Entweder oder, meine Meinung.

    Was die C-Jugend angeht kann ich dem TW Trainer nur zustimmen, wir hatten in der Saisonvorbereitung mit unserer U14 ein enges Testspiel gegen einen Lokalrivalen und U15. Der angesetzte Schiri kam nicht aber ich muss sagen, dass ich wirklich sehr positiv von dem Spiel überrascht war. Wenn es knifflig war haben wir Trainer zusammen von entschieden ansonsten was Aus oder Fauls anging waren die Jungs sehr ehrlich.


    Naja, ein Testspiel ist schon noch einmal eine ganz andere Hausnummer, als ein Punktspiel. Zumindest in der C-Jugend.


    Deshalb eignet sich dieses Beispiel in meinen Augen überhaupt nicht für eine qualifizierte Aussage über die Probmlematik.

    Ich werde mal eine These in den Raum.


    Um entsprechend tobns Gedankengang nachhaltig ausbilden zu können, benötigt man hin und wieder Erfolgserlebnisse für die Mannschaft, sprich Siege.


    Und zwar nicht, um das eigene Gewissen oder das eigene Trainerego zu stärken, sondern um Ruhe im Umfeld, bei Eltern und Spielern zu haben. Eben, damit man keine Nebenkriegsplätze hat und den Fokus vollumfänglich auf die Ausbildung legen kann.


    Dh nicht, dass man jedes Spiel gewinnen muss oder in der Tabelle oben stehen muss, aber wochenlang zu verlieren macht das ganze schwierig, da zwangsläufig Unruhe in der Elternschaft aufkommt, ganz gleich, wie gut man sein Konzept vermitteln konnte/kann.


    Es eignet sich deshalb ggfs. hin und wider den passenden Freundschaftsspielgegner einzuladen oder ein "schlecht" besetztes Turnier einzustreuen, wenn man sonst monatelang keinen Sieg erringen kann.




    Und nochmal, dass hat nichts mit ergebnisorientiertem Egotrainer zu tun.
    Aber gelegentliche Erfolgserlebnisse brauchen die Kinder und sind aus Trainersicht helfen sie auch bei der Elternachaft.

    Auch ich möchte den Beitrag von tobn herausheben.



    Ich habe solche Entwicklungen bei Mannschften schon regelmäßig erlebt und in den letzten Jahren sogar verhersagen können.


    Da hat ein Verein eine wirklich gute (bzw. erfolgreiche Mannschaft), die aber ihre Erfolge über das Zusammenspiel erlangt. Es gibt nur 1-2 SPieler, die wirklich gut im 1gg1 sind, und so die Überzahl herstellen, damit dieses Zusammenspiel dann auch funktioniert.
    In der D-Jugend wird dann aber erstens ganz anders verteidigt und zweitens wechselt auch nicht selten der gute 1gg1 Spieler zu einem besseren Verein. Spätestens dann, wenn die Mannschaft nicht mehr so erfolgreich ist.
    Und dann sieht man, dass den anderen Spielern (mitunter nicht untalentiert, einfach nur "schlecht" ausgebildet) die 1gg1 Fähigkeit, Mut, Selbstvertrauen und Verantworung fehlt und die abwärtsspirale (bezogen auf die Ergebnisse) wird immer deutlicher. Und einem U12/13 Spieler Mut und 1gg1 Fähigkeiten beizubringen ist wesentlich schwerer und langwieriger, als einer D-Jugend das Zusammenspiel nahezubringen. Ganz besonders, wenn gewohnte Erfolge wegbleiben, im Gegensatz zu den 1gg1 Mannschften, die plötzlich Teams besiegen, gegen die sie jahrelang unterlegen waren.



    Aber die lllusion, dass man alle Eltern zur Einsicht bringt, wenn man, wie tobn das so klar kommuniziert, muss ich euch trotzdem nehmen. So einfach ist das (leider) nicht.


    Ich hatte mal einen Vater, dessen Jungen habe ich geholt. Vater selbst Kindertrainer. Vor der Saison stellte ich mein Konzept, mit besonderem Augenmerk auf diese Thematik, ausfürlich dar.
    Dieser Vater hatte kannte meine letzte Mannschaft hatte sie mehrfach gesehen und in den höchsten Tönen gelobt. AUch für ihr Zusammenspiel (das ich nicht trainiert habe, das kam quasi fast von alleine) Eine Mannschaft, die ich 3 Jahre hatte und 8zum ersten Mal) extrem nach dem 1gg1 anstatt Zusammenspiel vorgegangen bin. Er hatte also das Ergebnis vor Augen. Was soll ich sagen, nach einigen Monaten wollte er auch am liebsten Zusammenspiel, wie bei den Profis sehen und hat sich wahrscheinlich regelmäßig maßlos darüber aufgeregt, wenn ein Spieler den wesentlich besser pstierten Mitspieler übersehen hat und ins 1gg1 gegangen ist und dabei von mir keine Kritik bekam.


    Fazit:
    1gg1 vor Zusammenspiel ist in meinen Augen klar der bessere Weg.
    Der einfache Weg ist allerdings das Zusammenspiel.


    Sorry, aber das ist mir viel zu einfach.


    Man kann der Kritik nicht mit Allgemeinplätzen begegnen, es werde halt gegen die FPL argumentiert, weil der Autor sowieso dagegen ist. Bei vielen meiner Trainerkollegen im F-Bereich ist man noch sehr skeptisch gegen die FPL. Das weicht langsam auf und wird immer besser, aber Kritik ist zum Teil auch gerechtfertig - zumindest diskussionswürdig. Vielleicht sollte man sich den ein oder anderen Punkt auch noch mal zur Revision vornehmen! (was tun bei auffälligen Mannschaften, wie kann das Kllima am Spielfeldrand nachhaltig verbessert werden, ohne die Emotionen raus zu nehmen.)


    Ich will diesen Teil deines Beitrages mal zitieren.


    Ich finde - nicht nur bei dieser Thematik - man sollte bei jeder in der Theorie, auch wenn sie noch so herausragend scheint - immer eine offene Diskussion zulassen, fast schon einfordern.
    Denn eine gründliche ergebnisoffene Revison macht einen guten (theoretischen) Ansatz erst zu einem im Detail gut durchdachten praktischen Konzept.


    Erst wenn man auch die Gesamtheit der Kritikpunkte kennt, kann man doch abschließend beurteilen, ob die Idee im Gesamten gut ist bzw. wo man eventuell etwas optimieren kann oder muss.


    Schwarz-weiß-Denken hilft doch nirgends wirklich weiter. Das haben doch hier schon viele Themen gezeigt.
    a) Es gibt doch kaum eine Idee, einen Ansatz, etc. die nur pro Argumente hat
    b) Selbst, wenn eine Idee scheinbar frei von contras ist, so zeigt doch erst die Umsetzung in der Praxis, ob dem erstens wirklich so ist und ob das zweitens auch praktikabel ist.


    (Ich selbst habe zB bei dem Ansatz alle spielen 100% zu gleichen Anteilen vor 10 Jahren mal für eine 100% gute Idee gahalten und das auch genauso umgesetzt. Die Praxis hat mir dann aber gewisse Schwächen bei der Reflexion aufgezeigt. Genauso bei dem RAE-Effekt. Jeder erkennt, dass dieser da ist. Aber ein praktikablen Vorschlag, wie man dem entegenwirken kann, konnte mir noch keiner aufzeigen.
    etc.)



    Zu dem Thema Fair-play Liga:


    Meiner Meinung nach gibt es gute Ansätze, aber auch diskutable Punkte.


    Erstmal finde ich es einen signifikanten Unterschied ob wir von G-jugend oder U9 (oder gar läter) sprechen.


    In der G-Jugend finde ich die Fairplay-Liga in ihrer Gesammtheit ok. Ich würde sogar noch weiter gehen, dass ich regelmäßige Wettkämpfe (vom Verband organisiert) in diesem Alter gar nicht brauche. Ein paar wenige ausgesuchte Freundschaftkicks reichen völlig aus. Dann kann man sich auch die Gegner (bzw. deren Trainer) aussuchen, dann klappt das eh ohne Schiedrichter, etc.


    In der U9 sehe ich das differenzierter.
    - Zur Zuschauerzone: Die dinde ich 100% super. Und ich bin da bei guenter, die kann man leicht umsetzten. Wir haben eine solche Zone bei uns im Verein schon vor 10 Jahren eingeführt (alle zuschauer haben hinter der Barriere, außerhalb des Platzes zu sein). Da muss man regelmäßig fremde Eltern höflich, aber bestimmt auf diesen Umstand hinweisen und dann funktioniert das auch. Manchmal hört man dann zwar ein paar abfällige Aüßerungen, aber na und? Besser als eine (zu) hitzige Atmosphäre während des Spiels.


    - Von dem Spiel ohne Schiedsrichter halte ich dagegen in spätestens ab der U9 nichts mehr. Ich habe das auch schon öfter so verbalisiert und ausgeführt. Ich sehe da keinen Nutzen. Da, wo das Spiel ohne Schiedsrichter funtioniert wird es auch mit diesem funktionieren.
    Im Gegenteil, das ist eine "schöne Möglichkeit" für einen "Erfolgstrainer", die Verantwortung auf die Spieler abzuwälzen. "das müssen die Kinder klären"
    Gewollt unsauberes Spiel, inklusive " Nimm dir einfach den Ball Mentalität" habe ich oft erlebt.


    - Durch die Coachingzone kann man mit dem Trainerkollegen kommunizieren, an seine Vernunft appelieren, ihn zu mehr Ruhe animieren.
    Aber das kann man doch auch in einem normalen Fussballspiel. Sollte man sogar, freundlich aber bestimmt.


    - Und in einem anderen angebrachtes Argument finde ich auch noch Spielraum für eine Analyse. Ich selbst habe dazu noch keine abschließende Meinung.
    Und zwar: Wenn die Kinder erst in der D-jugend ihre ersten Erfahrungen mit Schiedsrichter machen, ist das dann wirklich zielführend für den Umgang mit dieser Autoritätsperson? Nicht nur in Fällen, wo der Schiedsrichter klare und spielentscheidene Fehlentscheidungen trifft (und das passiert ja ab und an).
    Ist es nicht besser, die Person und Funktion des Schiedsrichters peu a peu zu erfahren und erlernen? Wie bei (nahezu) allen anderen Dingen in der Entwicklung des Menschen? Also vom einfachen (U9: der schiedsrichter hat kaum etwas zu pfeiffen) zum Komplexen ?



    Als letztes:
    Hier wird ofmals der "ergebnisgeile cholerische Trainer" als Grund genannt, wenn ein Spiel der Fair-Play Liga nicht funktioniert.
    Das ist ohne Frage richtig.
    Aber was bringt uns diese Erkenntnis, bzw. diese Schuldzuweisung?


    Ziel der Fair-Play-Liga ist es doch, ein funktionierendes Spiel der Kinder hinzunekommen. DIe Existenz dieser Trainer muss man also als gegeben hinnehmen und Ansätze finden, wie man dem entgegenwirkt.


    Mal ganz plakativ: " Wenn man nach "normalen" System spielt ist das Argument ja genau das gleiche, dass der Trainer das Übel ist. Wenn sich aber kein (kaum) ein Trainer in der Fair-Play Liga anders verhällt, als er es im "normalen" Fussball tut, also die Menge dieses Trainertypus in beiden Systemen gleich ist, dann ist das eben auch kein Argument für die Fair-Play Liga.


    Ohne selbst den Stein der Weisen gefunden zu haben, aber das ist doch der zentrale Punkt, für den es Lösungsansätze braucht. Und den hat die Fair-Play Liga scheinbar auch (noch) nicht.

    Um das klarzustellen:


    Ich bin ein absoluter Freund der individuellen Ausbildung und somit auch des Ego-Dribblers, den es bei mir sogar in der E-Jugend noch gibt.


    Darum ging und geht es aber in diesem Thread nicht, beziehungsweise darauf wollte ich mit meiner Frage nicht hinaus.


    Du hast die These aufgestellt, das Siegermentalität kein Ausbildungsziel sei, da das alle Kinder aus der Wiege eh mitbringen.
    Und dazu habe ich eine Ergebnisoffene Frage formuliert.
    Ich habe die Frage gestellt, ob das wirklich so ist, dass alle Kinder vor allen das Ziel haben ( mit der Mannschaft !!!) zu gewinnen.
    Ist es nicht eher so, dass alle Kinder danach streben der Beste zu sein. Also in jeder "Teildisziplin".
    Ganz einfach formuliert: "individuelles Gewinnen" und nicht Gewinnen mit dem Team.


    Gibt es nicht viele Kinder, denen der eigene Torerfolg ( zunächst ) wichtiger ist, als der Sieg mit dem Team?
    Sogar Spieler, die sich über einen Sieg gar nicht so freuen können, wenn ein Mitspieler mehr Tore geschossen hat, als er selbst?



    Und ich will das gar nicht werten. Das ist einfach so, das Kinder danach streben der " individuell Beste" zu sein, in 1gg1 Wettkämpfen ( Hochhalten, Torerfolg, Schnellrennen, Weitspucken, etc.) zu gewinnen.

    Denn dann muss man das " Gewinnen als Team" erst erlernen. Natürlich ohne die eigene Indivudualität, die eigenen Stärken einzuschränken. (Ich will kein Zusammenspiel oä.)
    Sondern diese individuellen Fähigkeiten halt so in das Team einbringen, dass maximaler Teamerfolg möglich ist.


    Ich sehe es auch nicht so, dass Fußball nur Spaß machen kann, wenn man gewinnt. In der F-Jugend haben wir viele Spiele verloren. Trotzdem hatten die Kinder Spaß und sind manchmal sogar trotz eines verlorenen Spieles glücklich nach Haus gegangen, weil sie zum Beispiel im anschließendem Strafstoßschießen ein Tor erzielt haben oder der Trainer ein eis ausgegeben hat. Andernfalls wären sie wohl irgendwann nicht mehr wiedergekommen. [/size]



    Du machst hier einen Fehler, wenn du aus "Gewinnen macht Spaß (Freude)" den Umkehrschluß ziehst "Man hat nur Spaß, wenn man gewinnt."



    Den Umkehrschluß kann man nicht ziehen und das hat hier auch niemand gemacht.

    @ Uwe:


    Wollen wirklich alle Kinder immer nur gewinnen?


    Also mit ihrem Team meine ich.



    Gibt es nicht auch Spieler, denen es wichtiger ist, selbst viele Tore zu schießen oder Szenenapplaus von den Rängen zu bekommen, ob eines geglückten (wenn auch ineffektiven) Beinschusses oä ?


    Also Spieler, die lieber 4 Tore schießen bei einer 4:5 Niederlage, als ohne Torerfolg bei einem Sieg der eigenen Mannschaft zu bleiben?




    Siegermentalität im Fussball heißt ja nicht, in einem Individualwettkampf (einer Disziplin, wie Ballhochhalten, Tricksen, Torejägerkanone) der Beste zu sein (das wollen alle Kinder, da bin ich bei dir), sondern sich so ins Team einzubringen, alles dafür zu geben (Einsatz, Einstellung, etc.) dass die Mannschaft gewinnt.




    Edit:


    Da passt wieder der Spruch, den ein Trainerkollege eines anderen NLZs mal zu mir sagte:


    "Seine Jungs würden gerne gewinnen (wie alle Kinder), meine aber wollen gewinnen."


    Mir brauchst du das nicht erzählen. Ich habe ausreichend Mannschaften im Leistungsbereich trainiert, als jüngste die U9.


    Und da hatte ich genug Spieler, denen es die größte Freude bereitet hat, im Wettkampf "alles rauszuhauen", mit dem Ziel des maximalen Mannschaftserfolges.
    Und das auch schon in jungen Jahren.
    Und wenn man dann mal ein tolles Turnier gewinnt....



    Einer meiner ehemaligen Spieler (U10 oder U11 war das) hat mal nach einem erflolgreichen Turnier gesagt, er freue sich auf die Zugfahrt nach Hause, weil er da beim zur Ruhe kommen nochmal von dem abgelaufenen Turnier träumen kann.



    Edit:
    Um das Bild dieses Spielers nicht falsch darzustellen möchte ich noch anmerken, dass er schon in der U11 gesagt hat, wenn seine Zeit im NLZ mal vorbei ist, geht er zurück zu seinem kleinen Heimatverein.


    Das hat er auch wirklich gemacht (er musste in der C-Jugend gehen), allerdings nur für ein Jahr. Inzwischen kickt er wieder höher bei einem sehr großen Amateurverein.

    Es macht einen Riesenunterschied, ob etwas Spaß macht oder man etwas nur aus Spaß macht. Im Kinderfußball geht es doch auf jeden Fall vorrangig darum, dass es den Kindern und Eltern und Trainern Spaß macht.

    [size=10]Dass im Sport dann Dinge wie Ehrgeiz, Disziplin usw. hinzu kommen, muss kein Widerspruch sein. Habe ich etwas übersehen?


    Ich habe es in anderen Threads ja schon das ein oder andere Mal erwähnt, dass ich ebenso, wie guenter den Begriff Spaß für ungeeignet halte.


    Spaß wird in der Regel als Gegensatz zu vielen anderen Dingen interpretiert. Er suggeriert das Gegenteil von Leistungsbereitschaft.


    Dabei hat sicherlich auch ein Triathlet "Spaß" an seinem Sport, trotz aller Leistung, die er dafür erbringen muss. Ein Extremausdauersportler hat auch Spaß an der Qual, des Wettkampfes, aber auch des Trainings, sonst würde er diesen Sport wohl nicht ausüben.



    Freude ist in meinen Augen der passende Begriff.



    Manch einer empfindet Freude am Sport vor allem über Ehrgeiz, Leistungsbereitschaft, Disziplin, etc...
    Diese Dinge können also nicht nur hinzu kommen - wie du es sagst - für manch einen sind sie elementarer Bestandteil, um Freude (Spaß) am Fussball zu erleben.




    Edit:
    Mir zB hat brotloses Geknödel auf der Wiese, bei dem es mehr darum ging, den Gegenspieler auszutanzen nie wirklich Spaß gemacht.(Und dabei war/ist offensives 1gg1 meine größte Stärke.) Mir war es immer schon sehr wichtig, dass ich (und meine Mitspieler) mein bestes geben, mit dem Ziel das Spiel zu gewinnen. Wenn es nicht reicht, ok, aber dieses Gedaddel, bei dem die Hälfte vorne stehen bleibt, oftmals nicht einmal der Spielstand mitgezählt wird etc. hat mir einfach keinen Spaß gemacht, bzw. macht mir auch heute keinen Spaß.
    Da ich mich nicht zum Depen machen will, der in so einem Kick am Maximum agiert, bleibe ich solchen Events lieber fern.
    Ich rede jetzt von mir als aktivem Spieler.

    Als der Gegner zum Warm machen raus kam, dachte ich erst es wäre eine A-Jugend, die auf dem Nebenplatz spielt. Aber nein, das waren 12jähre Kinder. 5 Jungs waren ca. 1,75m groß und Bartansatz. Ist vom biologischen her gar nicht möglich. Ich bin zum Trainerkollegen um mal nachzufragen. Er meinte mit einem Lächeln auf den Lippen: "Doch alle laut Pass 2002 geboren."


    Wie so etwas geht weiß ja mittlerweile jeder. Bei der Einreise Pass vernichtet, die Kinder 2-3 Jahre jünger gemacht und schon gibt es länger Kindergeld.


    Ich gebe dir ja recht, dass es oftt so ist, dass im Ausland geborene Spieler im Pass jünger gemacht wurden, als sie tatsächlich sind.



    Aber, das ein 12jähriger schon 1.75 groß ist und einen Bartansatz hat, ist jetzt auch bei in Deutschland geborenen nicht unmöglich. (Geh mal in Berlin oder dem Ruhrgebiet zu einem D-Jugendspiel.)


    Kinder kommen immer früher in die Pubertät, besonders in Ballungsgebieten. Spiler mit südländischen Wurzeln wohl noch schneller. Die Größenunterschiede, die man zu meiner aktiven Zeit in der C-Jugend hatte, sind doch längst in der D-Jugend schon die Regel. 2-3 Riesen hat fast jede U13.



    Also ich hatte auch schon U11 Spieler, die sich mitten in der Pubertät befanden. Sogar Spieler, die in D geboren sind und absolut deutsche Wurzeln haben. Aber vor allem in Deutschland geborene mit Eltern anderer Herkunft. (Und wenn sie in D geboren sind, dann stimmt das Alter, das im Pass steht.)



    Ich finde, da sollte man nicht zu schnell urteilen. Oftmals/Manchmal tut man den Spielern (Jugendlichen) auch Unrecht. (Und ja ich kenne einige Fälle, nicht nur in meinen Team. Gerade bei großen schwarzen Spielern. Oftmals sind die wirklich als Kriegsflüchtlinge hier eingereist und in der Tat älter, als auf dem Papier, aber eben nicht immer. Beschimpft werden sie von den Eltern und Trainern auf den Rängen aber immer !!!)
    Die sehen zwar aus, wie halbe Männer, aber mental sind es eben noch eher Kinder (das merkt man, wenn mal so einen Jungen im Team hat), die schon genug Probleme damit haben, so groß und entwickelt zu sein.


    Ist jetzt nicht böse gemeint. Denn genau so, würde ich es meinem Spieler sagen.
    "Dein Gegner flucht Dich an? Na und? Jeder hat seine Meinung... mach Ihn nun mehr sauer, bis er Dich schlägt und rot kriegt. Und... lach Ihn aus, wenn er sauer wird, dann findest Du es sogar lustig."
    ...ok... den letzten Teil würde ich einem F-ling nicht sagen. Aber einem D-Junior ganz Sicher... wenn es schon A****löcher auf den Plätzen hat, so soll man als Spieler auch was dafür tun, dass diese vom Platz fliegen.


    Gruss
    TRPietro


    Ich versuche es folgendermaßen:


    Ich sage meinen Spielern, dass sie es als Kompliment werten müssen, wenn sie von ihrem Gegenspieler beleidigt werden.
    Sie spielen so gut (und entschieden besser, als ihr Gegenspieler), dass dieser sich auf der sportlichen Ebene nicht mehr zu helfen weiß und sich auf das persönliche Terrain begibt, um meinen Spieler zu stoppen. (Aber er wird es auch auf perönlicher Ebene nicht schaffen, dich zu stoppen/ dich zu einer Revange zu bringen.)


    Eine Beleidigung ist quasi das gleiche, wie " du bist zu gut für mich." (Und damit lüge ich meinen Spielern nicht einmal etwas vor, meist kommen die Beleidigungen ja wirklich, weil der Gegner auf sportlicher Ebene vor (große) Problemegestellt wird. )

    Bezüglich der koordinativen Fähigkeiten kann (und sollte) man so unglaublich viel machen, gerade in der Halle. Übungen die auch den Kindern maximalen Spaß bringen, die selbst meine Jungs mitunter fast lieber gemacht haben, als ein "normales" Hallenspiel.


    Wichtig ist, dass man sich immer vor Augen hällt, dass Koordination nicht nur Rhythmisierungsfähigkeit und kinästhetische Differenzierungsfähigkeit beinhaltet.



    So kann man zB:


    - Gerätebrennball
    - Fussballspiele mit anderen Bällen (Tennisball, Gummiball, Plastikball, Rugby, etc.)
    - Spiel auf Socken
    - Wrestling/Sumo (1gg1 Championsleague, wer mit Knie, Ellenbogen oder Schulter den Boden berührt, oder die Matte verlassen hat, hat verloren.)
    - Kletterparcour oä.
    - diverse Fangspiele (zB Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser)



    Da kann man unglaublich viel machen, was die Kinder auch absolut begeistert und motiviert.


    Inhalte, die eben über das klasische "Stangenhüpfen" hinausgehen. (Vielerorts wird Koodination mit Rhythmesierungsfähigkeit (Stangenparcour) gleichgesetzt, dabei ist das nur ein kleiner Teil der Koordination.)




    Ich habe als U9-U12 Trainer während der Hallensaison stets eine Einheit pro Woche nahezu komplett der Koordination gewidmet. Also mit den Jungs geturnt, etc. - Wir hatten 2-3 Einheiten pro Woche: 2 mal Halle, einmal (falls nicht vereist, auf dem Feld)



    Häähh?


    An deinem Post verstehe ich einiges nicht:


    1) Ich habe mich über die letzmalige Änderung der Lizenzstruktur ausgelassen. Also die damals zwischengeschaltete zusätzliche B-Lizenz als ausschließlich in Deutschland vorhandenen Lizenz als "Geldquelle" des DFB kritisiert.
    Die aktuelle Änderung habe ich im Detail mir gar nicht angesehen. Ich weiß nur, dass diese B-Lizenz wohl wieder aus dem Programm genommen wird. So wie in jedem anderen UEFA-Verband.


    2) Natürlich kontrolliert der DFB, ob der angegebene Trainer die für diese Liga benötigte Lizenz hat. Hat also kein Trainer im Verein die entsprechende Lizenz wird der DFB schon tätig.


    Was wohl zutreffend ist, dass Papier geduldig ist, dh, dass niemand überprüft, ob der angegebene Trainer (beispielsweiser einer B-Jugend-Regionalligamannschaft) auch wirklich der Trainer ist. Da kann man wohl auch einen angeben, obwohl ein anderer tatsächlich der Trainer ist.


    Ob er aber gleich die Liga auflösen würde, wenn es keinen Trainer mit erforderlicher Lizenz im Verein gibt, wage ich auch zu bezweifeln. (Wobei auch das egal ist. Man muss als Trainer gar nicht Mitglied in dem Verein sein, den man trainiert. Man muss nur in einem DFB-Verein Mitglied sein.)
    Da werden wohl einige Maßnahmen vorher erfolgen: Mahnung, Strafzahlung, Punktabzug, etc.



    3) Und zur Profilausprägung:
    Hier kann ich nur Vermutungen anstellen, weil ich mich nicht genau damit beschäftigt habe, aber beide sind doch gleichwertig. Es gibt doch keinen Bereich, wo man die C-Lizenz haben muss, aber eben die mit dem entsprechenden Profil, oder? Entweder C-Lizenz wird benötigt, oder eben nicht.


    Als ich vor ca 10 Jahren meine C-Lizenz gemacht habe, wollten die allermeisten das Profil Jugend machen. Nur ca. 5 Teilnehmer wollten den Erwachsenenbereich. Da das aber in jedem Lehrgang so war, wurde mindestens 1,5 Jahre nur der Lehrgang Jugend angeboten.
    Halbjährig gab es hier einen C-Lizenzlehrgang plus EINE Profilausprägung.
    Da es stets kaum Interesse an dem Erwachsenenproflil gab, fand ein Jugendprofil statt. Da auch die wenigen "Erwachsenenprofil"-Trainer aber ihre Lizenz haben wollten, haben sie eben auch das Jugendprofil mitgemacht, statt zu warten. (Weil erklärt wurde, dass die Lizenz absolut die gleiche Wertigkeit hat.)


    Deshalb verstehe ich deine Aussage nicht !!!
    Natürlich interessiert die Ausprägung niemanden, weil es irrelevant ist.