Beiträge von Sir Alex

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    Mit "solche Regeln" meinte ich extreme, sich nicht mit den Fussballregeln deckende Teamstrafen.
    Also Neunmeter oder Tor für den Gegner, wenn einer den Mitspieler anmeckert.


    Gerade in dem Fall, wo es darum geht ein Verhalten in den Griff zu bekommen, bei welchem Spieler andere Spieler (verbal) niedermachen.
    Da wirken Sanktionen gegen das Team mM nach sehr gut, weil der meckernde Spieler ja meckert, weil sein Mitspieler (seiner Meinung nach), den Erfolg gefährdet.
    Durch die Sanktion Neunmeter wird der Meckerer selbst in genau diese Rolle gedrängt, was er ganz sicher nicht will.


    Klar, es kann sein, dass ein SPieler mit dieser Situation der Buhmann zu sein, nicht umgehen kann. Also, wenn sein Team wegen seines Verhaltens ein paar Neunmeter gegen sich bekommt. Gerade, wenn der SPieler zu den besten gehört, vom Trainer wenig Kritik bekommt. Und eben auch keine Sanktionen im Wettkampf. Das muss ein Spieler (Mensch) erst lernen, mit so etwas umgehen zu können, je eher, desto besser. In der U13 schon nicht mehr so einfach, wie in der U10.
    Da bedarf es dann eventuell auch begleitender Worte in einem Vier-Augen-Gespräch und/oderviel aufbauende Worte bei gelungenen Aktionen. Eine wertschätzender Umgang des Trainers mit allen Spielern. Aber das sollte eh so sein und ich denke, das machst du eh.


    Lange Rede, kurzer Sinn:
    Extreme Mannschaftsstrafen, die den Ausgang des Ergebnises beeinflussen und die Folgen dessen zB Abstieg bei CL-League, Feld verlassen, bei 3 Teams führen mM nach ganz gut zum Ziel. Ich halte aber den Wettkampfgedanken im Training auch sehr hoch. Viele Wettkampf- oder SPielformen bei denen sich die Kinder schon gegenseitig anstacheln und in fairen Rahmen nach dem Spiel sich auch auf die Schippe nehmen. Da kommt es regeömäßig vor, dass vor einem Training Spieler x Revange will, also unbedingt gegen SPieler y agieren will, weil er letztes Training verloren hat. Im 1gg1 Duell oder in Spielformen, etc.


    Ausschluß und dann noch aus dem Team, bei dreimal "Meckern" finde ich auch extrem übertrieben. Klar, der Umgang muss schon passen und wenn jemand dauerhaft und extrem die Teamchemie negativ beeinflusst, dann kann man über gewisse Maßnahmen nachdenken.
    Vorher halte ich solch schnelle Extremstrafen für ein Armutszeugnis des Trainers, der sich nicht diesem Problem stellen will. Sperre eines kompletten Trainings wegen zweimal !! meckern, finde ich übertrieben und auch nicht zielführend. Wir sind als Jugendtrainer auch Pädagogen, sollten es zumindest sein.
    (Wobei in der Praxis das auch zumeist mit dem SPielniveau des "Meckerers" zusammenhängt, wie schnell und wie Trainer xy Spieler z sanktioniert.)

    hmm, also.


    Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass in einer U13 es schon auch ok ist, wenn man es zuläst, dass die Mitspieler kommunizieren. Also auch, dass sie sich kritisieren, wenn jemand Einsatzwillen, EInstellung oder Konzentration vermissen lässt. (Aber nur dann, nicht bei normalen Fehlern.)
    Das alles aber in einem sehr überschaubaren und repektvollen Rahmen.
    Wichtig ist hierbei eine gewisse Hierachie, die für gute, aber leistungswillige Atmosphäre sorgt. In diesem Punkt hatte ich immer funktionierende Teams. Ein Stück weit kann der Trainer hier schon lenken, wen er besonders stark macht (ohne ihn zum wenig geachteten "Trainerliebling" zu machen) bzw. wen er mal ein wenig auf den Boden bringt.



    Wenn ich so ein Team übernommen haben, eventuell auch mal irgendwan mitten in einem 2-3 Jahreszyklus (länger als drei Jahre beim gleichen Team will ich nicht, halte ich nicht für optimal.) nimmt das Gemecker oder das Geschubse auch mal überhand.
    Dann habe ich solche "Regeln" im Traingsspiel eingeführt und es ging sehr zügig auf nahe null. Die Kinder wollen halt vor allem gewinnen.
    Das betrifft aber auch andere Wettkampfformen. ZB bei der Form Championsleague. Wenn sich da zwei Gegner streiten, nicht einig werden, dann landen beide in der Totenliga. Ich gebe denen 5 Sekunden sich zu einigen, dann schaffe ich Fakten. Das wissen die Jungs. Spätestens, wenn ich es 1-2mal durchgezogen habe. Und bevor beide nach ganz unten absteigen, einigen die sich eigentlich immer.


    Hab auch mal ne Mannschaft übernommen, wo die SPieler permanent am Boden lagen, bei kleinsten Berührungen, teilweise sogar nach nem Pass oder Schuß (ohne Kontakt). Das ist aber nicht gut, da der Spieler dann ja raus ist aus dem SPielgeschehen. Zur Beseitigung dieser koordinativen Schwächen und des "Jammer"-Verhaltens (Fussball ist ein Kontaktsport, Kontakt mit dem (Ober-)Körper ja sogar erforderlich und erwünscht von mir) gab es ne Weile dann auch immer Neunmeter, wenn jemand am Boden lag. Abgesehen von den extremsten Beinstellaktionen. Aber wirklich nur extremen.
    Am ANfang wurde "rumgejammert", "aber der hat doch...".
    Ging aber ganz schnell, dass ich kaum noch (unnötig) liegende Spieler hatte. Schneller sogar, als ich gehofft hatte. Und das Gejammere dauert kein komplettes Abschlußspiel, ich hab das ja auf beiden Seiten so gepfiffen.



    Wichtig ist halt nur, das man wirklich konsequent Neunmeter gibt. Auch bei "kleineren" Meckereien oä. Sonst fühlen sich viele unfair behandelt, weil die Grenze nicht greifbar ist.
    Meckern = Neunmeter ist für alle transparent, da ist dann kein Raum für Interpretation oder Auslegung.

    Hallo
    ...
    Doch das Verhalten einer Viererkette wird damit schon vor dem eigentlichen Spielen damit zumindest rudimentär geschult! Allein dieser Aspekt hat mich zu folgendem System geführt: 2-3-2.
    Von Haus aus steht beim Angriff über die Mitte ein Angriffsdreieck zur Verfügung, ohne dass etwas verschoben wird. Im Verteidigungsfall ebenso. Neben der Laufbereitschaft ist aber die zentrale Mittelfeldposition extrem wichtig. Dort muss ein Kind mit a.) Pferdelunge stehen und es muss b.) verstanden haben, dass es beim Verteidigen immer hinter dem Ball sein muss um die Rolle desjenigen Spielers zu übernehmen, der den ballführenden Gegenspieler im 1:1 stellt und zwar auf jeder Seite. Wen das klappt, brauch sich die 2er - Abwehr nur noch in Ballnähe zu verschieben um abzusichern, was Kinder ja generell automatisch machen. Variabel können die Außenspieler im Mittelfeld natürlich für Entlastung sorgen und dem ZM helfen.


    Fazit: Unter der Voraussetzung, dass der zentrale Mittelfeldspieler seine Aufgaben genauestens kennt und auch Laufarbeit leistet, ist dieses System meiner Meinung nach das taktisch am Besten durchdachteste. Einfache Erklärungen reichen trotzdem schon aus. Die Kinder sollen generell versuchen immer 2 freie Anspielstationen zu ermöglichen, bzw. mindestens einen Spieler hinter den Spieler zu ziehen, der den Angreifer im 1:1 unter Druck setzt. Das klingt alles sehr kompliziert und für Kinder unverständlich... doch das ist es nicht. Mit einfachen Herausstelungen bestimmter Situationen ("Helft immer dem verteidigenden Spieler", "Sorgt immer für 2 Anspieler", "Bleibt immer in Ballnähe") kann man das Grundgerüst dieses Systems schaffen.

    Du beschreibst es selbst:
    Dieses System steht und fällt mit dem zentralen Mittelfeldspieler.
    Nicht nur defensiv, auch offensiv lebt es davon, dass genau dieser Spieler die Überzahl herstellt.


    Ich bin ein klarer Verfechter davon, hinten mit einer Dreierkette spielen zu lassen und eben nicht mit 2 Manndeckern (und nichts anderes sind 2 Mann hinten in der Praxis: hab ich nie anders gesehen, egal was theoretisch möglich sein mag - es hat also nichts, im Gegenteil sogar mit Ausbilden zum ballorientierten Verteidigen in der Viererkette zu tun.) und einem !!! quasi alles entscheidenen Mittelfeld-Mitte Mann.
    "Nur" 2 Mann hinten können ja nicht breit stehen - also an der Linie, weil dann die Mitte völlig frei ist. Außerdem steht dort beim Offensivdrang der Außenmittelfeldmann "im Weg". (Nach innen, bzw. wegziehen, um den Raum zu öffnen tut der nirgends.)
    In einer Dreierkette hinten, mit 2 AV, die alleine auf außen agieren, hat man im Angriff einen Mann mehr, weil die AVs ja Platz vor sich haben und als Außenstürmer agieren (können).


    1) Ich will alle ausbilden, also alle auch im 1gg1. Alle mit Mut in wichtige Zweikämpfe. Alle wirklich aktiv! Nicht von einem zentralen "leben", der dies regelt und somit alle anderen einsetzt, die dann eigentlich immer dadurch Überzahl haben, steil geschickt werden können, weniger Gegnerdruck haben, etc.


    2) Ich will kein statisches System. Und genau das ist das 2-3-2 in der Praxis. Überall.
    Freie Räume, die man anlaufen kann, gibt es nicht. Alles passiert aus dem Stand, bzw. aus kurzer, aber nicht höchster Geschwindihkeit.


    3) Zumeist spielen die Mannschaften (erfolgreich) 2-3-2, die eben einen deutlich über dem Teamdurchschnitt begabten SPieler haben, den sie zentral agieren lassen. Da spielt kaum ein anderer Spieler.
    Ist dieser zentrale besser, als sein Pendant, gewinnt das Team, das Kombinationsspiel ist flüssig (da Überzahl hergestellt, alle anderen mehr Platz). die Denfensive steht (da der gegnerische Zentrale die Überzahlsituation nicht herstellen kann.
    Ist er schlechter, klappt fast gar nichts im gesamten Team. Alle anderen SPieler sind ja gewohnt, das der zentrale es richtet.


    4) Und die vielen Pasdreiecke im 2-3-2:
    Ein durchschnittlicher Gegner stellt die doch ohne große Mühe recht einfach alle zu, wenn das SPiel so statisch ist und der zentrale Spieler eben nicht die Überzahl (und damit offene Passwege) herstellen kann.
    Wenn die dann noch weniger statisch spielen und ein bißchen zur Ballseite verschieben - wenn zB der linke Verteidiger vom Fänger angespielt wurde, also den Rückpass zum Torwart noch zulaufen mit dem ballfernen Stürmer im 3-2-2, was dann?
    Und das können in der D-Jugend viele Teams, nicht nur NLZs. Das können sogar viele U11 Teams.



    Alles oft gesehen. Überall.

    Zu der aufgestellten These, dass schnellere Spieler verletzungsanfälliger sind:


    1) ich finde es sehr diskutabel, so eine These einfach ohne Anhaltspunkte in den Raum zu stellen.
    Noch fragwürdiger ist es, dies als Fakt im Subtext zu präsentieren.
    Ohne Brechstanges Nachfrage wurde das hier im Raum stehen, der Mitleset das als bestehenden Fakt mitnehmen.


    TW-Trainer: ich habe dich diesbezüglich schon einmal gebeten, solche Thesen von dir nicht als bewiesenen Fakt zu präsentieren.
    Du bist rhetorisch gut genug, dass dir so etwas nicht permanent ausversehen unterlaufen muss.



    2) Messi und Ronaldo, 2 der schnellsten Fußballspieler sind nahezu nie verletzt. Und beide spielen jedes Spiel, ohne Schonungspausen. Und das jetzt schon über 10 Jahre am Stück.
    Die bekanntesten und besten Beispiele widerlegen schon mal diese These.

    Und noch etwas TW-Trainer:


    Du schreibst, sobald alle Spiele nahezu gleichschenll sind kommen andere Merkmale ( Technik, Taktik, Handlungsschnligkeit) zum Tragen.



    Man könnte aber die Sache auch anders herum aufziehen, was meinerMeinung nach sogar zielführende ist.


    Sobald taktisches Verständnis, Handlungsschnelligkeit, etc. vergleichbares Niveau haben, dann entscheidet die Schnelligkeit!!!


    Und im Gegensatz zu taktischen Verständnis oä ist der Schnelligkeit eine klare Grenze gesetzt, die man auch mit bestem Training nicht beikommen kann.Fehlende Schnelligkeit ist ein klar limitierender Faktor. Wie Brechstange schon schrieb in nahezu jedem Sport.
    Mal davon abgesehen, dass Technik ohne die Bedingung auf welchem Tempo sie erfolgt nicht bewertet werden kann.

    bevor ich missverstanden werde.


    Hummels ist in Liga 1 wohl nicht überdurchschnittlich schnell. Aber das ist ja auch die Elite, auch in Punkto Dynamik.


    Nimmt man die ersten 5 oder gar alle Ligen heran, dann ist Humnels sicherlich überdurchschnittlich schnell.




    Ich habe schon einige Überangebote Spieler mit uberragend scheinenden Fähigkeiten in jungen Jahren erlebt, die aber sehr langsam waren.
    Ausnahmslos alle brechen irgendwann spätestens U13-U15 völlig weg.
    Es reicht dann einfach nicht mehr.

    Eigentlich war die Kombination von A nach B zu rennen noch nie ein Talentmerkmal, weil der Ball und das Spiel eine weitaus größere Rolle spielt. Sobald ungefähr alle Talente gleich schnell sind, kann ohnehin kein Vorteil mehr daraus gezogen werden, sondern hier kommen weitere Fähigkeiten (Technik, Taktik, Entscheidungsgeschwindigkeit) hinzu.
    Man hat andersherum jahrelang Spieler aussortiert, die zwar sonst alle Fähigkeiten besaßen, jedoch eine zu langsame Grundgesschwindigkeit hatten. Durch die taktisch anspruchsvollere Spielweise, ist dieses frühere Hauptmerkmal zu einem Kompensationsmerkmal geworden, wenn andere Fähigkeiten besonders dominant sind. Mats Hummels könnte man hier als Beispiel nennen.


    Wer nur den Ball am Gegner vorbei legen kann und danach rennt wie der Blitz, der kommt im technisch und taktisch anspruchsvollem Fussball auf engsten Raum unter Gegnerdruck nicht mehr klar. Wer auf den Außenbahnen oder ausserhalb des torgefährlichen Bereichs ein Laufduell oder einen Zweikampf gewinnt ist nur dann von Bedeutung, wenn er auch innerhalb des Strafraums besondere Qualitäten besitzt!

    Doch!!!
    Genau, wie Don Qijote es beschreibt, war und ist es.


    Schnelligkeit ist ein wesentliches Talentkriterium.
    Weil Schnelligkeit erstens einen bedeutenden Faktor im immer dynamischer werdenden Spiel hat und zweitens weil Schnelligkeit nicht/ kaum trainierest ist. Im Gegensatz zu nahezu allen anderem.


    Es muss nicht jeder ein Usain Bolt sein, gerade wenn er andere überragende Fähigkeiten hat.
    Aber wer langsam ist, der schafft es nicht. Egal, was er sonst kann. Maximal, wenn er ein Riese ist, das andere nicht traibierbare Attribut.


    Und wenn hier Hummels genannt wird.
    Klar Ronaldo oder Messi sind schneller, aber richtig langsam ist Hummels eben auch nicht.
    Er ist groß und stämmig, das wirkt langsamer. Und er muss in Laufduelle gg Messi und Co, aber da können viele andere - trotzdem überdurchschnittlich schnelle Spieler -auch nicht mithalten.


    Gerade bei großen Spielern sollte man kein Urteil abgeben, ohne Fakten, also 10 und 30 Meter Zeiten zu haben.


    Ich selbst hab mich da früher auch oft getäuscht.
    Ich habe mal einen Hummels vergleichbaren Spieler trainiert, der aktuell U-Natuonalspieler ist, auf dem Sprung zum Profi.
    Den fanden alle immer gut, aber zu langsam. Alle, gegnerische Trainer, Auswahltrainer, Trainer bei uns.
    Bis sie ihn durch eine Lichtschrankenlauf über 10,20 und 30 Metern gesehen haben.
    Er ist nicht nur nicht langsam, er ist sogar schnell. War in meiner extrem schnellen Mannschaft auf 2-4, je nach Tagesform. Die 1 ist der wohl schnellste Spieler Deutschlands in dem Jahrgang.

    Die Frage, was man lieber sehen will, ist ja das eine.


    Aber hier ging es darum, dass geurteilt wurde, Frankreich habe völlig unverdient gewonnen.
    Und dem ist mM nach eben nicht so. Das habe ich versucht zu erklären.


    Ich finde es eh fragwürdig, wenn man nur den eigenen Weg als moralisch legitimen deklariert und andere Wege moralisch verwerflich findet.
    Das hier ist nur Fussball, glücklicherweise, in vielen anderen Bereichen ist das naja...


    Mal davon abgesehen, dass Deutschland und Bayern sich jahrzehntelang dafür gefeiert haben, "dreckige", unverdiente Siege einzufahren.
    jetzt, wo man anders agiert, werden alle anderen verteufelt.




    Und 80% Ballbesitz im torungefährlichen Beriech, ohne Torchancen und Zug zum Tor finde ich auch als Fan nicht toll anzusehen. Das ist langweilig und öde.


    Es ist eben schon entscheidend, wieviele Torchencen ich damit kreiere.
    Torchancen sind das salz in der Suppe.
    Es gab Zeiten, da hat Deutschland mit dem Ballbesitzfussball zahlreiche Torchancen erspielt. Wirklich haufenweise pro Spiel.
    Aber bei dieser EM in 300min gegen die guten Gegner (Italien, polen und Frankreich) nur wenige, dabei ein mickriges Tor, keinen Sieg.
    Und das war ja in der Quali kaum anders.


    Wenn Frankreich (gg Deutschland) oder Italien (gg Spanien) aber fast bessere Torchancen in Quantität und Qualität mit ihrer Spielweise erreichen, dann kann ich doch nicht sagen, dass Deutschland oder Spanien begeisternden Offensivfussball geboten haben.
    Deutschland hat fast mit Libero (Schweini, der laut Heatmap durschnittlich defensiver agiert hat, als Boateng), also mit 3 reinen defensiven gespielt. Mit einer halben Spitze. Hurrafussball war das auch nicht.
    Schweini war ja ne Absicherung, tiefer SPielmacher war Kroos, der zusätzlich noch ziemlich tief agiert hat.



    Und zu guter Letzt:
    Warum ist italien gg Spanien der verdiente Sieger, aber Frankreich gg Deutschland völlig unverdient?


    Dazu noch zu Frankreich;
    Die haben im Turnier mehr Tore geschossen als Deutschland.
    Frankreich hat in einem Spiel zu einer eher defensiveren Spielweise gegriffen, das gleichzusetzen mit Beton-Mauerfussball, den man nicht sehen will, naja, schon eine eigenwillige Interpretation.
    Dass Deutschland gegen Italien auch zu einer defensiven Variante gegriffen hat, ( gg Spanien in der Vergangenheit ebenso) wird dabei vergessen. Bzw. deshalb wertet doch Ninas Deutschlands Spielweise grundsätzlich Beton-Mauerfussball.

    Ich bin da auf der seite von thomasg...
    Wüsste nicht, was man von den Isländern lernen sollte...unsere Mannschaft hat auch mit Herz gespielt.
    Sie hat Fussball gespielt, meist mit 65 % Ballbesitz...Dass daraus diesmal nicht die nötigen Tore resultierten, kann passieren. Die einzigen Mannschaften bei der EM, die Fussball spielen wollten und gespielt haben waren die Spanier und Deutschland...Diese Umschaltmannschaften sind alles Hasenfüsse...
    Es ist legitim so zu spielen, aber ich weiss nicht, ob wir uns das wünschen sollten...gerade in spielerischer Hinsicht ist Deutschland doch Weltspitze...daraus müssen aber nicht alle 2 Jahre Titel resultieren.


    DTV

    naja, wir haben aber aus unserem Ballbesitz, keinen Ertrag generieren können. Und das nicht nur gemessen an Toren, sondern auch an Torchancen.
    Und das in allen Spielen gegen vernünftige Gegner. Also Polen, Italien und Frankreich!
    Man muss ja gar nicht von Titel gewinnen sprechen, aber mal einen guten Gegner schlagen, oder?


    Das haben wir nicht geschafft. Und auch die Quali war diesbezüglich keine Offenbarung.
    Ein Tor in 300 EM-Minuten gg die besseren Gegner. Und dabei auch kaum gute Torchancen!


    Welchen Mehrwert hat also der Ballbesitz in torungefährlichen Zonen?


    Ich will jetzt nicht alles extrem schlecht reden, aber besonders herausragend bzw nur Pech ist das dann eben nicht.

    1) Eine subjektive Meinung als Fakt hinzustellen ist einer Diskussion nicht dienlich!!!


    2) Ein bißchen mehr Mühe (bei der Recherche) könntest du dir schon geben, wenn du schon so populistisch und absolut rumlederst.


    Erst letzte EM, also 2012 gab es genau das gleiche. Sogar noch krasser, also alles eine Runde später.
    Ein Portugiese (Pedro Proença) hat das Endspiel Spanien gg Italien geleitet. Und das, obwohl Portugal im Halbfinale gg Spanien verloren hat.


    3) Dass du in deinem letzten Betrag lediglich die Lasogga-Randnotiz kommentierst, nicht irgendwelche anderen punkte auf die ich eingehe, naja...

    Und den zumindest diskutablen Elfmeter für die Argentinier, als Neuer angeflogen kam?


    Einen Kommentar zu deiner Bewertung anderer Szenen, zB die Kramerszene, erspare ich mir.

    1) Es mag nicht nur sein, es war ein glasklarer Elfmeter. Punkt!!!
    Abgesehen von Boatengs Handspiel gg Italien war das der klarste Elfmeter der Europameisterschaftshistorie.


    Dass du "mag sein" formulierst und eine Aber-satz-Konstruktion verwendest - gepaart mit den später folgenden Aussagen zu Rizoli - zeigt ja deutlich auf, dass du eben dem Schiedsrichter die Hauptschuld für die Niederlage ankreidest.
    Wieder das Stilmittel, alles vor dem Abersatz wird durch eben dieses negiert und das folgende dadruch überhöht.


    Und, wo hat denn der Schiedsrichter das Em-finale 2008 entschieden? Hab das nicht mehr so vor Augen, aber Spanien war in diesem Spiel turmhoch überlegen. Aber gut vor Augen hab ich das nicht mehr. Ds der Schiedsrichter schuld war, dass hätte ich mM aber dann doch in erinnerung.


    Aber vielleicht ist ja immer der Schiedsrichter schuld, wenn das eigene Team verliert?


    2) Besser gespielt....
    Ja wir waren dominant. da war ich auch positiv überrascht. Dominant in bezug auf Ballbesitz. Aber eben vor allem im torungefährlichen Bereich.


    Das ist aber nicht das Alleinstellungskriterium bei der Bewertung, wer besser ist.


    Die Franzosen wollten (wahrscheinlich) den Ballbesitz gar nicht. Deren Taktik war, keine/kaum Chancen zuzulassen, und dann zu kontern. Bei der Gefahr, die von unseren Flanken ausging (das ganze Turnier über) auch keine schlechte Idee.


    Und es ist aufgegangen. Klar, es war ein unnötiger Handelfmeter, der den Franzosen in die Karten spielte.


    Aber, sie hatten ja auch andere Szenen, die zum 1:0 hätten führen können:
    - Griezman Chance nach 8min.
    - Szene, als Höwedes im Vollsprint klärte.
    - eine Szene, als ein franzose im Umschaltspiel einen schlechten Ball auf Griezman spielte.(nach einer Ecke von uns) Kommt der Ball besser kommt, geht Griezman in ein Laufduell gg Schweini... (und Schweini war schon gegen Giroud euie lahme Ente).


    Alles erste Halbzeit.



    3) Und wer Lasogga in der ersten Elf sehen will...naja....

    Bezüglich der Objektivität von Messverfahren, auch in der Sportwissenschaft.


    Man bewertet Messverfahren an den drei Kriterien Objektivität, Validität ( wird das gemessen, was auch wirklich gemessen werden soll) und Reliabilität ( Zuverlässigkeit, also sind die Bedingungen und die Methoden so, dass man überall zuverlässig den selben Wert - wahren Wert - erhält).
    Diese Kriterien bewertet man und dann kann man beurteilen, ob ein Messverfahren eher gut und nutzbar einsetzbar ist.


    In so fern muss ein Messverfahren objektiv sein, damit es überhaupt Nutzen haben kann.
    Klar, viele Messverfahren haben in mindestens einem dieser drei Punkte Schwächen, aber es ist eben dann die Aufgabe der Wissenschaft in der Emperie diese Werte festzustellen.


    Bei bekannten motorischen Testverfahren kann man zB diese Werte einfach finden, um zu wissen, ob bzw. wie gut der Test obige Kriterien erfüllt.


    Zur allgemeinen motorischen Entwicklung gibt es zahlreiche Tests.
    Der AST( allgemeine sportmotorische Test) und der MST ( glaube ich, Münchner ST) erfüllen diese Kriterien sehr gut.
    Kann man auch mal mit der Mannschaft durchführen, um zu erfahren, wer sportmotorisch besonders (gut oder schlecht)entwickelt ist.
    Hab den AST mal vor Jahren gemacht, sind 6 Tests, alle leicht durchführbar.

    Interessant wäre, die PR mal für einen CR7 oder Messi eine zeitlang zu messen. Du wirst mit Deiner Vermutung wahrscheinlich richtig liegen, dass beide eine miserable PR generieren. Um jedoch das Potential solch aussergewöhnlicher Spieler auszuschöpfen, brauche ich Mitspieler die gewisse Kriterien erfüllen.

    Naja, so sicher wäre ich mir da nicht.
    Ins Packing fließt ja auch ein Dribbling ein, das einen oder mehrere Spieler überspielt.
    Und allein da, sehe ich zB einen Messi schon mit ordentlich Impakt. Den früheren Ronaldo, der nicht überweigend als Vollstrecker agiert, ebenso.
    Und das, obwohl beide sehr hoch agieren, also weniger Spieler (und noch dazu schwerer, weil die hinteren 6 - Kette plus DM- wesentlich schwerer) zu überspielen sind.


    Und eigentlich müsste auch der Passempfänger "Punkte" für einen Pass kassieren, denn seine Bewegung und Ballkontrolle ist ja auch ein maßgeblicher Faktor.

    Habe jetzt eure Kommentare noch nicht gelesen.


    Ich finde das Packing, so wie es im Fernsehen präsentiert wird überflüssig.
    Dass bei einem langen Ball sehr viele Spieler überspielt wurden, das erkennt jeder auch mit dem blßen Auge.



    Alledings denke ich schon, das Packing richtig benutzt mehr Aussagekraft hat, als angekommene Pässe etc.
    Aber eben nicht in Einzelform oder der Summe, sondern in der Form Überspielte Gegner von Spieler xy mittels Dribbling oder Pass pro Ballaktion.


    Sonst ist es, wie bei der Anzahl der Ballkontakte oder angekommener Pässe. Es sagt erstmal kaum etwas aus.
    Spieler xy hat vllt auch so viele Ballkontakte, weil er vom Gegner im Gegensatz zu anderen Spielern, eben ziemlich frei gelassen wurde, weil er eben kaum gefährlich im Spielaufbau ist. Man wollte den gegnerischen Spielaufbau ganz bewusst über diesen Spieler provozieren.
    Oder Spieler xy hat die meisten Pässe erfolgreich gespielt, dabei aber fast jeden quer oder nach hinten, also ohne Gegner zu überspielen, eine Situation zu kreeieren.

    Der Spieler, der zum MSV geht, ist aus meiner Mannschaft. Zwei weitere aus meiner Mannschaft haben ebenfalls eine Zusage vom MSV bekommen, haben sich aber entschieden noch ein oder zwei Jahre bei mir zu bleiben :thumbup:
    Der Stützpunkttrainer hatte da einen gewissen Anteil, weil er den Eltern geraten hat, (noch) nicht zu wechseln.

    Das will ich mal kommentieren.


    ICh kann überhaupt nicht beurteilen, in wie weit ein Wechsel zum MSV aktuell sinnvoll ist oder nicht. ICh kenne die SPieler nicht, genauso wenig, wie deren BEdingungen (Fahrtweg, etc.). Und der MSV ist wahrscheinlich mittlerweile wohl auch nicht in der Riege der Top-NLZs.


    Aber:
    Eigentlich soll - laut DFB-Papier - der Stützpunkt den NLZs zuarbieten. Und ganz sicher nicht gegen das NLZ, indem man (grundsätzlich, also nicht in speziellen Einzelfällen) gegen Wechsel zu NLZs argumentiert. (selbst da, wo der Fahrtweg, etc. keine Rolle spielen, da kurz. Das ist zumeist ja auch nicht das "Argument", sondern "besser für die sportliche ENtwcklung, wenn er später wechselt", etc. , was mM nach zumeist diskutabel ist.
    Vereinstrainern gefällt diese Ratgebung natürlich idR,und sie finden sie gut. KLar, so behalten auch sie ihre besten SPieler im Team.



    Die PRaxis ist aber leider so, wie bei dir beschrieben.



    Denn die Stützpunkttrainer wollen auch gute KAder/Teams haben. Im Training, aber auch in STützpunktvergleichsspielen. Wechselt ein SPieler in ein NLZ, ist er raus aus dem STützpunkt.


    Das ist idR das Hauptargument, warum ein SPieler erst in der C-Jugend weschlen soll. Dann ist der STützpunkt ja vorbei, der STützpunkttrainer hatte aber "seine Topspieler" im Stützpunkt.




    Wenn man immer den NLZ-Trainer diese Motive bei der Kaderzusammenstellung unterstellt, dann ist ist mM grotesk, dieses bei den STützpunkttrainer gegenteilig zu werten.


    Stützpunkte, bzw. deren Trainer sehen sich häufig in Konkurrenz zu den NLZs. Und das ist so eigentlich nicht gedacht, laut DFB. DIe STützpunkte sind unter den NLZs angeordnet und sollen diesen zuarbeiten.


    Um sich ein möglichst wertiges Urteil bilden zu können, sollte man diesen Umstand nicht verkennen.

    keine Ahnung, was ihr noch so für Gegebenheiten/Materialien am Platz habt.


    da kann man ja auch einiges nicht Fussballspezifisches machen.



    Oder aber auch banales:
    Jeder SPieler von Mannschaft A bekommt einen Ball und einen Partner aus Team B.
    Aus dem Strafraum raus, darf nun jeder den Ball aus der Hand so weit weg kicken, wie er es eben schafft. Sein "Partner" muss den Ball holen und in einen Kasten/Ballsack, etc. packen.
    Danach Teamwechsel, welches Team war schneller.

    Erstmal kurz, was mir gerade spontan einfällt:


    1) Mannschaftsfangen. Viereck aufgebaut, Mannschaft A im Feld, alle SPieler von B in der Reihe an einem Eckhütchen.
    Dann immer einer rein, einen fangen, abklatschen, der nächste, bis alle gefangen sind und der letzte abgeklatscht hat. Bessere Zeit gewinnt.
    Hat eine Mannschaft einen SPieler mehr, hat der erst abgeschlagene ein 2tes Leben.


    (Randbemerkung: Selbst U9 Spieler erkennen hier mitunter, dass man die schnellen SPieler an Ende stellt, bzw. nicht der schnellste den dicken Paule einsammelt. Soviel zu "kleine taktische Elemente", die Kinder nicht können.)


    Man kann das in einem zweiten Durchgang auch als Doppelrunde spielen, jeder Spieler hat 2 Leben, jeder muss zweimal rein, um zu fangen.


    2) Handball-Kopfball-Spiel
    Das muss man nicht auf Kopfballtore begrenzen, man kann auch jeden Volley zulassen.(abgesehen von Selbstvorlage)


    3) 1gg1 Spielform. Siehe Stützpunkttraining - ein tagebuchähnlicher Erfahrungsbericht


    4) Torschuß-Wettbeberb:
    a) Zwei Teams jeweils auf ein Tor, indem ein Spieler des anderen Teams steht. Zeit zB 5min.
    Hier ist vieles möglich: aus dem Dribbling (vor einer Linie), ruhender Ball, nur mit links (ausdrücklich nicht das schwache Bein), nur mit rechts. Dropkick, Volley (Selbstvorlage oder frontal zu geworfener Ball), Fall- oder Seitfallzieher (Selbstvorlage), etc.


    Man kann statt der Zeit, auch nur eine Mannschaft schießen lassen, und die Zeit bestimmt das andere Team in einem Dribbelparcour oder Passsspiel (hinter Linien durch ein kleines Hütchentor hin und herpassen. 20 Pässe sind zu schaffen. Auch hier links oder rechts, möglicherweise auch direkt.
    REine Addition, oder ein Fehler, gibt einen Abzug.




    Am Ende kommt dann ein SPiel, bzw. mehrere SPiele. Da nehme ich manchmal auch Einfluss, indem ich ein SPiel beende, wenn die weit zurückliegende Mannschaft gerade führt.


    Und ganz zum Schluß, Elmeterschießen oder Lattenschießen. Du brauchst ja eher kurze Zusatzspiele, weil es 11 bis 15 (bei R60:60 sogar 16) Wettkämpfe sein könnten, bevor der Sieger feststeht.