Beiträge von Sir Alex

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    Dass man alle Inhalte möglichst Spielnah trainiert, das sehe ich auch so.

    Aber um die unterschiedlichen Schwerpunkte mit Provokationstegeln zu treffen, muss man sich ja schon Gedanken machen.


    Davon ab, kann man nur analysieren, wenn man sich vorher strukturiert hat, sich Gedanken gemacht hat. Nur so verbessert/verändert man sich.



    Nur den Ball hochwerfen und spielen lassen, ist dann zwar mal ganz nett, aber dafür braucht es dann auch kein Konzept oder ausgebildeten Trainer.


    Ich verstehe diesen Kommentar auch nicht, bzw. Was widerspricht der mM nach sauch gar anderen Aussagen/Forderungen von dir.

    Ich habe mal nicht den ganzen Thread gelesen, werde deshalb mal nur meine Meinung zur der eigentlichen Fragestellung abgeben.


    15 Spieler in der E-Jugend ist viel. MM nach auch zu viel.


    Aber, man kann es halbwegs Händeln, wenn man als Trainer eben einen zeitlichen Mehraufwand betreibt, indem man häufig noch ein Freundschaftsspiel am WE zusätzlich spielt oder eben zwei Hallenturniere.


    Aber ich würde mir dann zu den Punktspielen nicht die besten Spieler mitnehmen und zu den freundschafstpielen die anderen.

    Man kann sIch ja auch teilweise gute, attraktive (bessere Gegner als im Punktspiel) Gegner aussuchen, und dann mehr der stärkeren Spieler zu diesem Spiel mitnehmen.

    Und immer ein gewisses Mix - dieses auch von Woche zu Woche verändern. A oder B- Team sollte nicht entstehen.

    Man kann die eigenen Teams für das Wochenende so zusammenstellen (inklusive Gegnerauswahl für das Freundschaftsspiel), dass man beide Spiele halbwegs auf Augenhöhe mit dem Gegner bestreiten kann.

    Das kann und sollte auch dazu führen, dass man auch mal eine ehe besser zuzanmengestellte Mannschaft beim Freundschaftsspiel hat.


    Die Ergebnisse im Ligabetrieb sind doch relativ egal. Zumindest, wenn man nicht jede Woche eine Klatsche bekommt. Denn das bringt niemandem etwas.

    Und, wenn man Teile der besseren eben nicht zum Punktspiel mitnimmt - nicht nur gegen den Tabellenletzten - dann zeigt man als Trainer auch die Wertigkeit der Plazierung.

    Zusätzlich wird nicht so offensichtlich ersichtlich, wenn man in der Art viel das eigenen Team mixt, wie das „Ranking“ im eigenen Team ist.

    Klar, bei 15 Spielern müssen dann 2-3 am WE doppelt spielen. Aber auch das kann man rotierend machen und der Gegnerstärke (nicht dem Wettbewerb) anpassen.

    Sehe ich ehrlich gesagt anders.

    Klar aus einem Bewegungslegatheniker macht der beste Trainer keinen Messi und ein Bewegungstalent bekommt auch der mieseste Trainer nicht völlig ruiniert, schon alleine, weil solche ja sportlich auch in anderen Bereichen agieren, koordinativ so dazu lernen.

    Aber wirklich gute Kindertrainer machen ihre Spieler in Summe deutlich besser, als es ein nicht so guter Trainer macht.


    Ich begrüße es daher, dass sich der Threadeesteller da Gedanken macht, sich Rat holt.

    Wenn er jetzt noch offen ist, ggfs nicht star am Plan festzuhalten, wenn er erst in den Einheiten merkt, dass bestimmte Dinge dann doch noch vorher gemacht werden müssen.

    Dazu lernt man auch durch Erfahrung, nächstes mal, wenn er wieder eine U11 übernimmt wird er Dinge anders machen. Das Mal drauf wieder.

    Und da du die Ballan- und Mitnahme auch angesprochen hast in dem Eingangspost.


    Diese spezielle Technik wird mM nach nahezu überall zu wenig beachtet.

    Mit dem Raum, den man in jungen Jahren noch hat, bekommt man bei einer nicht optimalen Ballan- oder Mitnahme meist gar nicht das richtige Feedback, weil der Ball eben nicht weg ist. Besonders, wenn man als Trainer den Fokus nicht mal auf dem zielgerichteten Einsatz der Techniken legt, wie es beim Thema Finten hier ja zB diskutiert wird. Dann haben sich zwar bestimmte Optionen geschlossen, wegen der schlechten Ballannahme, aber der Spieler „bemerkt“ es gar nicht.


    Aber bei dieser Technik gibt es riesige Unterschiede, die später elementar sind. Ein gut verarbeiteter Ball ermöglicht wesentlich mehr Optionen, und alles schneller.

    Wenn man den Ball mit dem „ersten Kontakt“ so verarbeitet, dass man schon mit dem zweiten Kontakt passen, schießen oder dribbeln kann. Dass der Ball nach dem ersten Montakt flach man Boden und in offener Stellung liegt.


    Und auch dafür muss man viel coachen, da wie gesagt, das feedback des Ballverlustes meist noch gar nicht da ist.

    Aber irgendwann kommen Gegner, die eng stehen, entweder weil sie besser sind oder eben wenn alle älter werden. Und dann klappt gar nichts mehr. Zeit- und Gegnerdruck sind eben entscheidend.

    Ich bin absolut bei Grätsche.

    Finten dienen nicht dem Selbstzweck. Und das zu vermitteln ist mM nach auch basal.


    Und, die besten (und eigentlich auch ausreichenden) Finten sind Körper- und Pass/Schussfinte.

    Diese wirklich gut auszuführen - also den Gegner wirklich zu täuschen - das ist schon keine einfache Übung. ( der ganze Körper muss mitgehen, nicht nur die Beine)

    Alle anderen Finten müssen!!! die Körperfinte ja beinhalten, sonst reagiert der Gegenspieler sowieso nicht.

    Messi oder Ballck zB haben nahezu nur diese Finten benutzt, aber eben auf hohem Niveau und mit schneller, zielgerichteter Anschlussaktion.


    Und wenn hier über unterschiedliches Einsatzgebiet der Finten gesprochen wird (Stand/langsames/schnelles Tempo):

    Körper- und Schuss:Passfinte gehen in allen Situationen.


    Und wenn Spieler diese Finten wirklich ! beherrschen und Koordinator dazu geschult sind, dann lernen sie Revelinho, Ubersteiger und co in einer Trainingswoche.



    Ich würde lieber viel Zeit investieren, um wirklich eine anständige Körpertäuschung, als basale Fähigkeit für jegliche Finte, zu erlernen.

    Dabei geht der Ganze Körper mit, der Gegenspieler wird wirklich getäuscht und „steht dann auf dem falschen Fuß“.

    Dazu dann die Anschlussaktion und diese auch im Tempo.




    Losgelöst von Finten, finde ich in der U11 das defensive 1gg1 elementar. Egal welche Mannschaft ich übernommen habe, das konnten selbst die besten nicht. Nicht mal annähernd. Und das ist elementar für Gruppen- und später Mannschaftstaktik.

    Und davon abgesehen kann man das auch in zahlreichen Spiel- und Übungsformen motivierend und intensiv beibringen. Gutes Coaching ist aber wichtig.

    Egal, was ich vor der Saison geplant hatte, ich habe bei der Übernahme einer neuen Mannschaft immer defensives 1gg1 sofort machen müssen.


    Falls du die Mannschaft neu übernimmst steht davor dann aber, Trainingsabläufe etc. Als erstes zu organisieren, damit man danach gutes trainieren kann, so dass es allen was bringt und allen Spaß macht. In dieser ersten phase sind zu hoch gesteckte Inhalte eher suboptimal.

    Da müssen Dinge im Vorsergrund stehen, die die Organisation betreffen, zB Bälle ins Tor bedeutet „ins Tor legen, das auch schnell“ nicht von 30 Meter in die Hütte ballern und dann den Ball holen müssen oder jemanden am Hinterkopf erwischt zu haben.

    Ebenso, wenn der Trainer alle zusammenruft und was ansagt, dann bewegt sich kein Ball.

    Etc.

    DAs ist korrekt. Allerdings achten die auch auf HANDLUNGSschnelligkeit.

    Spieler die eine Situation schnell erfassen, können fehlende Schnelligkeit durch Vororientierung und daraus resultierende Handlungsschnelligkeit zum Teil wettmachen.

    Nein, eigentlich nicht.

    Man kann vllt, wenn "nur" schnell ist, einiges wettmachen mit überragender ( und ich meine überrragend, nicht sehr gut) Antizipation oder Handlungsschnelligkeit, aber wenn man mittelmäßig schnell oder gar langsam ist, dann wird man irgendwann an seine Grenze stoßen.


    Man darf ja auch nicht vergessen, dass der Sport, auch der Fussball immer athletischer werden, dh die durchschnittliche Schnelligkeit aller Spieler zunimmt, nicht nur die der Spitze.

    Wenn wir von langsamen Bundesligaspielern sprechen, dann sind diese auf alle Fussballspieler gesehen trotzdem überdrruchschnittlich schnell. Sogar überdurchschnittlich schnell, wenn man erst ab Verbandsliga oder Oberliga rechnet.


    Und weil immer mehr Trainer, Vereine diese Erfahrung machen, dass selbst der beste U9-U11 Kicker, wenn er langsam ist, in der U12/U13 Probleme bekommt und ab der U15 selbst bei "schlechten" Teams in der höchsten Liga nicht mehr mithalten kann, wird auf Schnelligkeit immer mehr Wert gelegt. Mittlerweile auch von immer mehr Stützpunkten, wo das meiner Erfahrung nach früher nicht so eine Rolle spielte, weil die in den Vergleichsspielen gut asusehen wollten.


    Einem sehr schnellen 9jährigen Spieler Technik und koordination beizubringen ist eventuell machbar. Andersherum wird das leider nichts.

    Deshalb wird auch die durchscnittliche Geschwindigleit der Spieler in gesichteten Teams und/oder den höchsten Ligen immer größer, so dass langsame Spieler schneller ihre Grenzen aufgezeigt bekommen.

    Technik kann man aber nicht losgelöst vom Tempo sehen/bewerten, auf dem diese ausgeführt wird.

    Gute Technik zu haben, heißt Lösungsmöglichkeiten auf möglichst hohem Tempo (und unter großem Gegnerdruck) anwenden zu können.

    Auf langsamen Tempo und ohne Gegnerdruck kann jeder Verbandligakicker den Ball sauber verarbeiten, der Unterschied zum Bundesligaspieler liegt im Tempo und am Gegnerdruck.


    Nicht alles was langsam gemacht wird, ist darum technisch gut.

    Und nicht alles, was ein großer und/oder schneller Spieler macht, ist nur auf diese Fertigkeit zu reduzieren. Bei wesentlich höherer Geschwindigkeit, den Ball zu führen, eine Körperfinte zielgerichtet einzusetzten oder den Ball zu verarbeiten ist technisch anspruchsvoll und technisch besser, als auf langsamen Tempo.


    Mal davon ab, sieht man im Spiel auch, wer mutig ist, wer den Ball "haben will", wer keine Angst vor Fehlern hat, wer eben aktiv ist.


    Um eine Vorsichtung zu machen, lasse ich auch nur spielen und sprinten (Schnelligkeit ist nicht/kaum trainierbar, aber unabdingbar - auch kleine Spieler sind oft sehr schnell. Allerdings ist nicht jeder kleiner Spieler, der schnell wirkt, auch wirklich schnell und nicht jeder große, der langsam wirkt auch langsam. Das habe ich gelernt. Da braucht man wirklich objektive Zahlen).

    Habe gestern ein E-Jugendspiel gesehen. Das Spiel ging 3:1 aus. Von der Sieger-Mannschaft habe ich während des gesamten Spiels 2 Tricks gesehen (weniger als Tore). Dafür gabe es viele Spielzüge und 2 Kontaktspiel - allerdings auch immer nur die Lösungsmöglichkeit "Pass" (und das auch oft sinnlos ins Aus) - zumindest wurde auch versucht von hinten raus zu spielen.

    Zum Glück gab es in der anderen Mannschaft einen Dribbler - und komischerweise sprachen alle über den ;)

    Es ist doch in den jungen Jahrgängen auch wirklich immer so, dass bei den mannschaften, wo viel "zusammengespielt" wird, wo "Kinder auch Doppelpässe können", ein maximal 2 Spieler sind, die durch ihre individuelle Klasse eine Überzahl schaffen, so dass man Passen kann, ohne jeden Gegnerdruck.

    Vernünftiger Gegnerdruck, eventuell sogar schon bei der Ballannahme ist in den jungen Jahrgängen eh kaum vorhanden und in diesen Fällen schon gar nicht. Da bestreitet dann nur dieser eine Spieler Zweikämpfe, schafft so eine Überzahl aus der heraus man ordentlich zusammenspielen kann. Da warten die Außenstürmer nur darauf, dass dieser Zentrale diese Überzahl schafft und das sie dadurch noch mehr Raum bekommen, weil der Gegenspieler den Ballführenden ja angreifen muss. Man muss auch nicht gut passen (Passsschärfe, offener Fuß, etc.) die Räume sind riesig, auch schlechte Bälle kommen an.

    Mit einen guten bis Überragenden Zentralen (und der spiel immer zentral) ist das relativ leicht "beizubringen" in der F-Jugend. Man bekommt dafür als Trainer auch viele Schulterklopfer und Anerkennung. Erfolg ist auch da, wenn der Gegner keinen Zentralen hat, der besser ist, als der eigenen. Dann geht gar nichts. Dann heißt es " heute waren unsere Kinder nicht wach oder hatten respekt vor dem Gegner etc.", dabei steht und fällt alles mit der Stärke des Zentralen.


    In der E-Jugend sind die Teams immernoch ganz gut, in der D-Jugend ziehen andere vorbei. Da können dann nämlich auch andere Passen, aber da werden die Zweikäpfe intensiver geführt, da gibt es echte Zweikämpfe, so dass der Zentral die Überzahl nicht mehr leicht gewinnt und die anderen nie völlig ohne Gegnerdruck den Ball erhalten. Und das offensive 1gg1 erlernen, das geht später schwer(er), das Zusammenspiel schafft man in einer Woche, wenn alle individuell gut ausgebildet sind.

    Im "schlimmsten" Fall ist der Zentrale sogar bei einem besseren Team oder gar NLZ, dann wird aus einer "Spitzenmannschaft" ein bestenfalls mittemäßiges.

    Habe ich schon diverse Male erlebt. Genau so.

    Immer dann, wenn ein Trainer nicht alle eingesetzten Spieler zu ähnlichsten Spielzeiten spielen ließe,...fände ich das Verhalten der Mutter angemessen und schön wäre es gar, wenn andere Eltern sich bei Nichteinsehen eines Trainers solidarisierten!


    Hier hat der Trainer exellente Arbeit geleistet und richtig reagiert. Ich würde nichts tun...ausser...dem Jugenleiter das vorab kurz schildern und ende. Gr. Andre

    Das ist doch Kokolores.

    Selbst wenn der Trainer den Jungen nur ein paar Minuten eingesetzt hätte, dann wäre das Verhalten der Mutter auch überhaupt nicht angemessen gewesen.

    Den Trainer während eines Spiels "anquatschen" und dann sogar während des Spiels das TEAM im Stich zu lassen, ist auf gar keinen Fall ein gutes oder angemessenes Verhalten.


    WIe kann man denn erntshaft so eine Aussage tätigen?

    Da fällt mir echt nichts mehr dazu ein.

    AmiGo ich bin strikt gegen solche Revanche-Aktionen. Auch wenn es in deinem Fall sogar beruhigend auf das Umfeld wirkte. "Die Kinder regeln das" bedeutet doch nicht, dass wir anerkennend loben wenn sie sich mit unfairen Mitteln rächen.

    Sehe ich genauso.

    Das ist mM nach das Gegenteil von Fairplay.


    Ich bin ja kein Freund von dem Spiel ohne Schiedsrichter, aber diese Art des Selbstrregelns will ich nicht. Den Spieler nehme ich runter, auch mit Schiedsrichter, wenn dieser es nicht gesehen/geahndet hat.

    Wenn die SPieler sich so positionieren können, dass sie kaum laufen, dann ist die Übungsauswahl nicht optimal. Dann muss man die Parameter (Feldgröße, Regeln, anzahl) verändern oder ein anderes Fangspiel auwählen.

    Wenn es zu Standzeiten/Schlange/Anstehen bei Parcours kommt, dann ist der Parcour zu klein und/oder die SPieleranzahl für eben diesen zu groß.



    Mal konstruktiv:

    Du meinst sicher Ausdauer, nicht Kondition. Die Differenzierung ist wichtig, es ist eben nicht das selbe.


    Ausdauer bekommst du von alleine, wenn du wenig Standzeiten schaffst, kleine Gruppen bildest, die Intensität hoch hälst. Bei allem.


    Fangspiele in kleinen Gruppen. (zb auch je 3 verschiedene Teams in einem Feld, die je einen Fänger haben, der nur die eigene Farbe fangen darf.)

    1gg1 Fussball

    2gg2 Fussball (beides zB im "Championsleague-Format" mit auf und Abstieg)

    Kurze, klare Ansprachen, also auch hier kurze Standzeit.

    Stationstraining, wo an diversen Stationen technische 1gg1 Duelle ausgetragen werden.

    etc.

    Ich sehe grundsätzlich die gesamte Gesellschaft als Erzieher der Kinder. Dennoch finde ich die Aussage, das wir als Trainer einen Erziehungsauftrag haben nicht richtig. Denn nur weil Eltern aus welchen Gründen auch immer die Erziehung nicht selbst durchführen, bedeutet es nicht automatisch, das andere Beteiligte diesen dann automatisch erben.

    Ja, ich erziehe die Kinder im Training, aber ich lasse mir dies nicht als Teilauftrag meiner Trainertätigkeit aufbürden.

    Das sehe ich anders. Wenn man mit Kindern agiert, dann hat man auch pädagogosche "Arbiet" zu leisten. Das man kein ausgebildeter Pädagoge ist, heißt nur, dass man nicht die Perfektion erwarten kann. KLappt ja auch bei vielen Eltern nicht perfekt.

    Aber dieses Themenfeld nicht anzunehmen, finde ich falsch.


    Gerade über das liebste Hobby habe ich sogar große Möglichkeiten, Einfluss auf das Verhalten der Spieler/Kinder - auch abseits des Fussballplatzes - auszuüben.


    Man erkennt am Verhalten der Spieler (auf dem Platz, aber auch zwischen den Spielen bei einem Turnier) die Handschrift des Trainers. Es gibt Trainer, da verhalten sich die SPieler (zumeist) höflich. Und es gibt Trainer, da kommt es auf dem Platz häufiger mal zu Tätlichkeiten, aber auch zwischen den Spielen ist deren Auftreten immer gleich.

    Aber während eines Turniers, sind die Eltern bei mir auch nur Zuschauer. DH ich (Trainerteam und Betreuer) behalten die Aufsicht über die Spieler und wir sind/sitzen als Mannschaft zusammen, nicht jeder auf dem Schoss seiner Eltern oder am Bratwurststand. Dann gelten für alle SPieler auch die selben Regeln und sie geraten auch nicht zwischen die Regeln der Eltern und die des Trainers, die ja oft nicht identisch sind.

    Meine Spieler grüßenauch per Handschlag Trainer/Betreuer. Und wenn, ich gerade mit einer anderen Person (zB Trainer des Gegners) zusammenstehe, dann wird auch dieser begrüßt. Das klappt bei jeder Mannschaft bei Zeiten, bei jedem Spieler, egal aus welcher sozialen Schicht er kommt.

    Der "Erziehungsauftrag" beschränkt sich auf das Verhalten in meiner Trainingszeit.... da muß ich so agieren, das das Kind weiß----- bis dahin und nicht weiter, ansonsten gibt es Starfen...wenn die Eltern,Lehrer, etc einen anderen Weg haben....sollen sie den gehen....

    Leher werden für die Erziehung bezahlt... Eltern sind berufen.... der Fußballtrainer macht es freiwwillig.

    Keine Strafen, sondern Konsequenzen der Handlung.

    Eine Konsequenz hat immer einen Bezug, zu dem Fehlverhalten.

    Dusche wischen, wenn man da hinpinkelt, ist so eine Konsequenz.


    Allgemein, musst du, wie schon angesprochen an deiner Autorität arbeiten. Du scheinst diese natürliche Autorität auf Kinder nicht ausstrahlen zu können, das ist auch nicht so einfach. Gerade, wenn man wahrscheinlich am Anfang alles richtig machen wollte, zu viel hat durchgehen lassen, keine klaren Grenzen und klare Abläufe im Training gesetzt hat. Das macht es jetzt umso schwerer.

    Aber du musst ausstrahlen, dass du die Kontrolle hast. Du hast keine Eile, notfalls brichst du die Übung diverse Male ab, dann steht ihr eben mal viel rum. Du musst bestimmend und selbstsicher auftreten, dazu muss man nichtmal rumschreien oä.

    Mach dich frei davon, dich aktuell auf Inhalte zu fokussieren.


    Ohne hier auf jedes Detail einzugehen, bevor ich mir um besondere inhaltliche Dinge in der Gestaltung des Training kümmere, würde ich ganz klar den Fokus auf Trainingsabläufe, Rituale, Verhalten etc. legen. Das mache ich immer so, am Anfang einer Saison, wenn ich eine neue Mannschaft übernehme.

    Und wenn ich deshalb mein geplantes Trainingsprogramm nur zur Hälfte schaffe, dann ist das eben so. Das verbalisiere ich auch so. Ich sage vor dem Training auch immer kurz angerissen an, was Inhalt ist. Und am Ende steht sicher etwas, dass besonderen Spaß macht. Je nachdem, wie viel Zeit verloren geht, weil die Kinder nicht schnell zusammenkommen, etc. fehlt diese dann am Ende.


    Wenn jemand zum Training kommt, dann hat er dem Trainer (und Betreuer/Co-Trainer) zu begrüßen. Punkt. Bei dir kommen die Spieler scheinbar direkt auf den Platz. Ich bevorzuge ganz klar, dass sich die Spieler in der Kabine umziehen und erwarte, dass sie im Regelfall 15min vor Trainingsbeginn auch da sind. Denn dann haben sie Zeit sich mit ihren Freunden über Schule, etc auszutauschen. Andernfalls fällt das Miteilungsbedürfnis in die Trainingszeit.


    Und wenn jemand den Trainingsbetrieb (oder Spielbetrieb) stört, dann guckt er zu. Dann geht er sich nicht umziehen oder gar vorzeitig nach Hause. Nein, dann guckt er zu. Das Training/Spiel/Turnier beenden wir gemeinsam (Verletzungen mal ausgenommen).

    ja, ich sehe das auch so, allerdings ist es gerade schwierig, bei uns in der Nähe einen geeigneten Verein zu finden. Es gibt einen Verein in der Nähe, der in Frage kommen würde. Da konnten wir uns aber nicht durchringen (obwohl der Trainer schon mehrmals nachgefragt hat). Das Problem ist, daß er in die Kategorie Schreitrainer eingeordnet werden kann und darauf steht mein Sohn nicht so sehr. :)


    Der Trainer der Fußballschule hat übrigens einen sehr kompetenten Eindruck gemacht und auch nach dem ersten Probetraining vom baldigen Sichtungstraining beim Buli gesprochen, er war auch sichtlich beeindruckt und hat auch nicht versucht es zu verbergen. Ich weiß natürlich nicht, ob er nur geschäftliche Interessen sind, aber das denke ich eigentlich nicht.

    Das wirst du ja herausfinden. Vor allem, da die neue Saison in einem NLZ ja nach ostern, spätestens Anfang Mai startet. Also in bezug auf die Kaderzusammenstellung zur neuen Saison, mit Probespielern im Training, in manchen Vereinen sogar Wettkampf (wenn der Heimatverein die SPielgenehmigung erteilt). Also alles nicht allzu weit weg.

    Wenn man aber Monate, gar ein Jahr dabei ist, und nie die Option Mannschaftstraining kommt, dann wäre das doch ein klares Indiz. Das heißt nicht, dass es beim ersten Versuch ins Mannschaftstraining sofort klappen muss. Je nach Verein und Trainer, klappt das auch manchmal erst im zweiten Jahr, dass man die Anfrage zu einem vereinswechsel bekommt. Aber das Probetraining mit der Mannschaft gibt man den Spielern, die man für potentielle Kandidaten hält dann eigentlich schon.

    @ Sir Alex: ich möchte natürlich nicht, daß mein Sohn sich an zu langsames Tempo gewöhnt sowohl hinsichtlich Handlungsgeschwindigkeit als auch physische Schnelligkeit. Ich will ihn deshalb mit besseren Spieler zusammenbringen, da in seinem Dorfverein die Qualität nicht in diesem Maße vorhanden ist. Andererseits ist ein kompletter Wechsel zu einem Leistungsverein noch etwas zu früh. Ich glaube mal von dir gelesen zu haben, daß ein zu später Wechsel in ein NLZ die Entwicklung des Kindes ausbremst. Die Frage ist (wie hier schon oft diskutiert), wann man spätestens in ein NLZ wechseln sollte (natürlich nur bei ausreichendem Talent), um sein Entwicklungspotential bestmöglichst auszuschöpfen.

    Wie gesagt, wenn dein Sohn in einem richtigen Dorfverein kickt, dann wäre das tatsächlich etwas, das man überlegen kann. Dann hat der Buli eventuell auch ein Interesse daran, dass der Spieler regelmäßig zum Talenttraining kommt.

    Würde er in eine gute Mannschaft eines Amateurvereins wechseln, dann wäre das nicht nötig.


    Ich kenne das nur aus Ballungsgebieten, wo es meist keine reinen Dorfvereine gibt, bzw. talentiertere Spieler genug Auswahl haben um halbwegs nah der Heimat ein paar "bessere Amateurvereine", also höheres Niveau der Mit- und Gegenspieler zu bekommen.

    Interessant mal Einblicke von Trainer aus NLZ´s zu erhalten, danke. Allerdings ist die von mir genannte "gehobenen Fußballschule" nicht ganz vergleichbar mit den klassischen Fußballschulen, da ein gewisses Talent vorausgesetzt wird. Es wird in kleinen Gruppen trainiert und deutlich anspruchvollere Aufgaben gelöst als beim klassischen Fußballcamp. Mein Sohn hat schon viele Fußballcamps besucht und ich kenne den Ablauf. Das ist aber wirklich nicht ganz vergleichbar, in der "gehobenen Fußballschule" war das Niveau tatsächlich höher (technische Anforderungen als auch Tempo bei den Ausführungen, Trainer kamen mir auch qualifizierter vor usw...).

    Das stimmt schon. Für so ein wöchentliches "Talenttraining" oder wie man das auch immer nennt, wird auch en gewisses Talent vorausgesetzt. WIe will man das sonst auch als etwas verkaufen, was Talente in den Blickpunt eines NLZs bringt, wenn da auch der dicke Paule mitmischt. Das Training ist auch sicherlich ganz ordentlich, gerade wenn man sonst in einer Mannschaft spielt, wo das Leistungsgefälle gigantisch ist.

    Aber es hat trotzdem nicht den (wirklichen) Zweck, darüber Talente zu finden.

    100€ für was ? ins Blickfeld zu rücken ? klingt für mich nach Werbung...

    Die Fussballschulen der NLZs sind eigentlich wirklich nichts anderes, als Imagepflege für den Verein.

    Die Intention ist ganz sicher nicht, über diese Fussballschule die Talente für die Teams zu finden. Das passiert in nahezu allen Fällen auf anderem Wege. Nämlich indem Spieler in ihrem Verein im Wettkampf auffallen. Wenn da zufälligerweise mal einer dabei ist, gut, ist aber eher die seltene Ausnahme.

    Ich habe genau einmal einen Spieler über die Fussballferienschule entdeckt, den wir sonst so schnell nicht gesichtet hätten. Der war aber körperich sehr weit und spielte in einem sehr kleinen Verein ausschließlich bei älteren Teams. Wenn man dann nicht weiß, wie alt bzw. jung er ist, dann wäre er wohl nicht so weit aufgefallen - und so oft sieht man diesen Verein eh nicht spielen - dass man ihn für gut genug für ein Probetraining gesehen hätte.


    2-4 weitere Spieler sind auch mal in jungen Jahren über solch eine Fussballschule erstmalig gesehen - quasi entdeckt - worden, aber die wären innerhalb der nächsten Wochen/Monate eh aufgefallen in ihren Vereinen. Das wäre unvermeidbar gewesen.


    Und ich rede überwiegend über solch einwöchige Camps. Nach 2-3 Einheiten sieht man dann, ob es sich lohnt den Spieler weiter im Blickfeld zu haben und regelmäßig mal zu beobachten.

    Das Talent "halbwegs" einschätzen kann man eh nur im Mannschaftstraining oder noch besser im Wettkampf als Gastspieler mit dem eigenen Team.

    Jeder Spieler, der nicht zeitnah mal ins Mannschaftstraining oder gar zu einem Turnier eingeladen wird, wird dann idR nicht als ausreichendes Talent gesehen.

    Die Fussballschulen sind nahezu kein Instrument, um Talente zu entdecken. Eher sogar lästige Pflicht für die Trainer, die diese Teams trainieren müssen.

    Das wäre mir ja deutlich zu lang. Wir waren eigentlich im kompletten Winter immer wöchentlich einmal draußen, die meisten Eltern fanden das sogar gut.( Außer die, die am Rand warten und frieren.)


    Wahrscheinlich sagen wir dann Mittwoch ab. Freitag bei angesagten -3 werden wir es dann wahrscheinlich versuchen. Zumal unser Testspiel heute auch abgesagt worden ist.

    Ich finde auch, dass man den kompletten Winter über einmal die WOche draußen trainieren kann.

    Da kommen in den meisten Regionen Deutschlands eh ein meist ein paar Wochen, wo die Plätze vereist sind und man diese Einheit ausfallen lassen muss.

    Aber ein halbes Jahr gar nicht draußen trainieren finde ich auch lang. Bestimmte Trainingsschwerpunkte kann man in einer Halle gar nicht optimal umsetzten und muss dann quasi ein halbes Jahr darauf verzichten.

    Sollte das hier eine weitere "Diskussion" werden, was manch Trainer falsch macht, wie Vereine es nicht toll machen, etc.?


    Dabei immer die - angebliche - Prämisse, das beste für die Seele des Kindes zu wollen?



    Der Verfasser hat die Frage gestellt, was er machen kann?


    Und ganz pragmatisch ist das eben mM nach, den Verein zu wechseln, wenn im Mittelpunkt eben das Kind stehen soll. Man kann doch dem Trainer nich vorwerfen, nicht im Sinne des Kindes zu handeln, aber selbst nicht nach dieser Prämisse zu agieren. Wenn schon der mangelnde Selbstwert des Kindes angesprochen wird, etc.

    Es hilft dem Kind gar nicht, wenn man da eine harte Konfrontation im Verein/mit dem Trainer führt, nur um Recht zu bekommen. Das Gegenteil ist meist sogar der Fall.



    Und ja, man hört meist nur eine Seite. Überall im Leben. Und das ist meist die unzufriedene Seite. Da bekommt man in seltensten Fällen eine objektive Meinung.

    Deshalb die Nachfragen. Und ganz offensichtlich hat man hier eigeninitiativ nach einem anderen, diesem Verein gesucht. Eventuell, weil er leistungsstark ist. Und jetzt ist aber alles blöd, nicht kindgerecht, alle, Trainer und Vereinsverantwortliche indiskutabel in ihrem Handeln, etc. aber man will irgendwie doch in diesem Verein bleiben, sucht nach Wegen, innerhalb des Vereins alles nach zum eigenen Wohlgefallen hinzubekommen. Trotz solider 50 Euro beitrag pro Monat.


    Nochmal:

    Die Fragestellung MUSS lauten: Was ist das beste für das Kind?