Beiträge von Sir Alex

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    Ich denke schon, dass da etwas Wahres dran ist. Zumindest dürfte ich die Erfahrung machen, dass es in schwach besetzten Jahrgängen ausreicht, wenn in der F - D Jugend Spieler auf Grund des Trainers den Sport aufgeben, oder den Verein wechseln, komplette Mannschaften in diesen oder höheren Jahrgängen zusammengelegt, oder aufgelöst würden....

    Gefühlt hat bei uns im Kreis die Bildung von Spielgemeinschaften zugenommen...

    Naja, das Großfeld fällt auch zusammen mit der Pubertät, wo auch andere Interessen bezüglich der Freizeitgestaltung mehr und mehr in den Fordergrund treten.

    Also ich zB habe gerne Fussball gespielt und habe in der Jugend auch nicht aufgehört. Aber da gab es dann schon Kollisionen mit anderen Bedürfnissen zB dem Freitagstraining oder den Spielterminen sonntag früh.

    Auch haben manche vllt mehrere solche Hobbys (Anderer Sport, Musikinstrument, etc.), die man in jüngeren Jahren noch unter einen Hut bekommt, später muss man sich dann entscheiden. Ich habe mich dann für den Fussball entschieden.

    Hätte ich weniger ambitioniert gespielt, hätte ich da möglicherweise auch eine Pause eingelegt.

    Alles lange her, ist aber sicherlich nicht groß anders heutzutage. Im Gegenteil nimmt mit der längeren Zeit am Tag in der Schule, die Freizeit ja ab.


    Unstrittig ist, das in älteren Jahrgängen weniger Spieler aktiv den Sport betreiben, als in jüngeren.

    DIe Urasache dafür ist aber strittig, mal losgelöst davon, dass es mM verschiedene Motive gibt, die oft auch zusammenwirken.

    Das wäre für mich kein Problem, weil ich die Tätigkeit dann einfach beenden würde.

    Damit stellst du aber doch irgendwie dich in den Mittelpunkt deines Handelns, oder?

    Sollten nicht die Kinder und Jugendliche den Mittelpunkt deines Handelns bilden?


    Zumindest ist das nicht der schwere Weg, um etwas zu erreichen, wenn es nicht so läuft, wie man will.


    Es ist schon etwas anderes, nicht nur im Sport, etwas über einen überschaubaren Zeitraum mal auszuüben, oder eben über einen lägeren Zeitraum - einige Saisons - und dann demensprechend weitsichtig agieren muss/sollte.


    Oder siehst du das anders?

    Wer einen sehr kleinen Kader hat, der hat ja andere "Probleme", als jemand der einen zu großen Kader hat.


    Selbst wenn bei Andre alle zum Spiel erscheinen, dann spielt ja jede noch mehr als ausreichend (vor allem da einige scheinbar gar nicht die Kraft/Luft haben für das ganze Spiel, wenn ich das richtig interpretiert habe). Es ist ja quasi mehr Spielzeit zu vergeben, als SPielerinnen vorhanden.


    Ich selbst arbeite auch bevorzugt mit (sehr) kleinen Kadern. Aber wenn jemand die Woche gar nicht trainiert hat, dann spielt er bei mir idR nicht. Da leihe ich mir lieber Spieler aus anderen, jüngeren Mannschaften aus.


    Ich sehe da ebenso, wie meine Vorredner mittelfristig auch das Prblem bei Andre, dass das Training immer weniger besucht wird. Unterhalb von 10, definitiv 8 Spielerinnen macht das Training dauerhaft im Breitensport einer Großfeldmannschaften keinen Spaß. Mir jedenfalls als Akiver im Altherrensport und allen anderen dort ebenso.

    Wenn jetzt bei bisher gutem Wetter und im ersten Jahr? nur 8-10 beim Training sind, dann könnte das im Januar oder Februar nioch knapper werden und das hat dann den Effekt, das auch regelmäßige Trainingsteilnehmer leichtfertiger absagen, weil das Training so keinen Spaß macht, man aber ja eh am Wochenende spielt.

    Klar, die Regeln/Durchführungsbestimmungen beinhalten auch den Einwurf bei den kleinen.


    Aber man darf sich dann schon die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, dies genauso umzusetzen und sogar Trainingszeit dafür zu opfern.

    Fußballtraining ist ja immer ein Management-Balanceakt, die Zeit ist begrenzt und zu wenig, um alles destabilisier zu schulen.

    Da muss man abwägen und Schwerpunkte setzen en.

    Und mM nach ist Einwurf da dann aber ganz, ganz weit am Ende der Liste.

    Selbst bei wesentlich mehr Zeit würde ich diese lieber für weitere Ballkontakte am Fuß nutzen wollen.

    Ich kann der Diskussion um den falschen Einwurf nicht so ganz nachvollziehen.


    Denn, wenn ein Spieler nicht gerade einhändig den Ball ins Feld schleudert, ist mir alles relativ egal bzw. Der Zeitverlust andere Ballkontakte durch Wiederholen oder gar des Trainierens ist es mM nach nicht wert.


    Wenn man dann noch berücksichtigt, dass es im Profifußball den falschen Einwurf nicht zu geben scheint - da gibt es Spiele mit zahlreichen falschen Einwürfen, die nicht zurückgepfiffen werden - und Einwurf dazu eh nur maximal 4 der 11 Akteure ausführen, wird die Belanglosigkeit dieser Aktion im Vergleich zu anderer Spielzeit noch deutlicher.


    Das ist nur meine Meinung, aber ich lasse da auch keinen Wiederholen in einem Freundschaftsspiel. Überhaupt coache ich da quasi gar nichts. Abgesehen davon, dass sie möglichst in den Fuß werfen sollen.

    Jetzt verstehe ich wirklich nicht, was du sagen willst.


    Vllt wäre es grundsätzlich hilfreich, wenn du nicht immer in Konjunktiven sprechen würdest.



    Wenn ich 1gg1 zum Thema habe, erste Schritte in diesem Bereich mache (vor Gruppentaktik oder gar Mannschaftstaktik),

    warum braucht es da Bezug zum gesamten Team auf denn Feld? Wie diese sich bewegen, wie ich mich verhalten muss, damit diese auch eingreifen können?

    Das verstehe ich wirklich nicht.

    Individualistik ist ja zunächst mal eben losgelöst von Mitspielern, grundsätzliches erhalten im isolierten 1gg1.

    Alles andere ist eben nicht mehr nur Individualtaktik.


    Taktik ist immer das Ziel, impliziert die Erklärung/ den sinn für das Handeln.

    Wenn du also basal einfließen lässt, dass man zunächst verzögern soll, damit sich das Team formieren, Mitspieler helfen können, dann ist das Gruppentaktik.

    ( Verzögern, um dem Angreifer das Tempo zu nehmen - damit man besser das 1gg1 bestreiten kann, weil man zB je niedriger das Tempo desto näher an den angreifer ranrücken kann - das wäre eine Individualtaktische Begründung. Da spielt aber der Mitspieler immernoch keine Rolle.)



    P.S.: Mannschaftstaktik habe ich doch gar nicht erwähnt. Was soll also jetzt dieser Verweis?

    Ich verkaufe, dass man in dem Augenblick, wo man das Taktische als Spieler versteht und umzusetzen weiss,... eine gewisse versteckte Arroganz stattfinden darf. Ich kann mich auf die Taktik nämlich verlassen. ICH bestimme bei größter Wahrscheinlichkeit, wohin der ballführende Gegner gleich laufen wird. Zudem weiss ich, dass ich mich auf die unterstützenden Mitspieler dabei verlassen kann. Top 1 ist für mich nicht, der Ballbesitz, sondern der Zeitgewinn, damit sich mein Team postieren und ggf. hinter den Ball bringt. Top 2 ist für mich der Ballgewinn. Dabei versuche ich, das alles perfekt zu tun,... dabei darf ich Fehler machen.


    Ich sprach vom frontalen 1:1 in allen Facetten.


    So verkaufe ich es und dabei wird es geübt...

    Wenn ich mich auf unterstützende Mitspieler verlassen kann, bzw. das als elementares inkludiere, dann bin ich aber klar in der Gruppentaktik.

    Genauso, wie das Primärziel des Zeitgewinnes, mit dem Ziel, dass sich die eigene Mannschaft positionieren kann.

    Wie passt das zu deinem Dogma Gruppentaktik nicht vor C-Jugend, auf keinen Fall in der E?

    Der Schlüssel von so vielen ist Bewegeung. Bewegung ohne Ball und das auch im Sprint und von möglichst vielen Akteuren.

    Und nicht nur ein Alibiausfallschritt mit dem ich mich kaum vom Gegner löse oder/und Räume schaffe. Sondern 10 und mehr Meter, am besten nach Lauffinte.

    Ich glaube, ich habe mich vor einiger Zeit schon mal relativ ausführlich zum Thema Spieleröffnung ausgelassen, finde es aber jetzt nicht.

    Deshalb nochmal ein paar Zeilen über meine Meinung.

    Vorweg, finde ich, dass das Thema Spieleröffnung einen (zu) gewaltigen Teil in der Ausbildung der Kinder einnimmt, gerade da, wo mit Mittellinienregel gespielt wird. Nun mag es ohne diese Regel vielfach zu vielen weiten nicht zielgerichteten Schlägen kommen, aber durch diese Regel wird diese Spielsituation extrem stark in den Fokus gerückt.

    Das nimmt das viel zu viel Raum in einem Spiel ein.

    Und, wenn Teams (und in der U11 können das genug ) diese Situation nutzten und stark pressen, dann entstehen daraus viele, viele Tore. (Und ja, auch meine Teams erzielen so Unmengen an Toren). Denn gegen pressende Gegner ist das wirklich schwer. Gegen wirklich gut pressende Teams - und in U11 ist das möglich - extrem schwer.

    Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Teams genau eine "Lösung" haben. Meist entweder nur kurz die Verteidiger anspielen oder auch "entgegenkommen- direkt klatschen- langer Ball".

    Mal unabhängig davon, dass ich bei solchen stigmatisierten und auf eine einzige Handlung ausgerichteten Handlungsweisen (die noch dazu nur Teile des Teams einbindet) nicht für optimal im Sinne der Ausbildung halte, passieren da viele Fehler, die Akteure sind nur auf Fehlervermeidung (nicht die Schuld zu bekommen) aus.

    Und es ist undankbar: Man nehme nur die Torhüter, die einen halbhohen Ball bei anlaufendem Stürmer verarbeiten müssen, da es sonst ein Gegentor gibt und idR sie der Buhmann sind. Das sind oft "Schweinebälle" man nennt sie auch Anscheißerbälle. Die will kein Männerspieler "zugespielt" bekommen. Was ist da in der gesamten Aktion gut, was wird da so geübt, dass man besseer wird? Egal, ob TW oder "Klatscher".

    Das ist "Wegspielen", nicht abspielen. Ballan- und mitnahme schon gar nicht.


    Nun konstruktiv zur Spieleröffnung.

    1) Erstes Ziel ist es, den Ball möglichst weit vorne und möglichst in Spielrichtung zu bekommen. Dazu möglichst leicht zu verarbeiten, also im besten Fall flach. Das wäre die beste Option, geht aber nicht immer auf direktem Wege.

    2) Dazu muss das Team Räume schaffen, damit der Ballempfänger erstens möglichst wenig Zeit-/Gegnerdruck hat und zweitens Räume entstehen, die man bespielen kann.

    3) Ich bin ein absoluter Verfechter von einer Dreierreihe im Kleinfeld hinten. Davor geht vieles, egal ob 7er oder 8er Teams. Nur eine statische zweite offensive 3er Reihe will ich nicht. Außenstürmer gibt es bei mir bei Ballbesitz nicht, die nehmen nur den AV den Raum.

    4) Es ist nicht verboten, selbst in der gegnerischen Hälfte zu stehen, wenn der eigene TW Abwurf hat. Auch, bei der Mittellinienregel. Egal, ob Halle oder Feld. (das fehlt zB. völlig bei der MFS.) Da, wo es kein Abseits gibt, schaffe ich so Raum für alle. Auch den Raum, in den der Angreifer kommen kann.

    5) Meine AV stehen also wirklich sehr breit und tief. DH wirklich auf der Grundlinie und (fast) an der Seitenlinie. In der Halle wirklich in der Ecke. Jetzt muss der Gegner entscheiden, deckt er diese eng, dann entsteht hinter ihnen ein riesiger Raum, in den mein TW einfach einen flachen Ball spielen kann und den meine AVs dann erlaufen können und dann direkt in Vorwärtsrichtung den Ball bekommen, dazu sind die gegnerischen Angreifer schon ausgespielt. Im Idealfall sogar zentral, also mit einem Lauf ins zenrale Mittelfeld, nicht nur die Linie lag. (Deshalb dürfen da auch keine eigenen Außenstürmer an der Mittelinie stehen, denn deren Gegenspieler könnte diese Bälle sonst leicht(er) bekommen.)

    Deckt der Gegner nicht eng, dann sind die AVs anspielbar. Und zwar so, dass sie den Ball in offener Stellung bekommen. Werden sie dann angelaufen, dann haben sie verschiedene Optionen, auch den TW anzuspielen und so eine Überzahl herzustellen. Ich will aber kein direktes "Klatschen" zum TW, ich will Ballverarbeitung und aktives Handeln, kein Wegspielen. Den Pass zum TW kann man auch antäuschen, dann selbst vorbei dribbeln. Auch in die offene Räume vorne spielen, zu den Angreifern, ist eine Option. Etc.

    Dann hat man die Überzahl mit Hilfe der TWs.

    Der zentrale Verteidiger ist der Spieler, der als einziger kaum die Position mit einem Sprint verlässt, um sich zu lösen oder einen Raum für Mitspieler zu schaffen. Er steht ein bißchen versetzt so, dass er die Passwege in die Halbzonen nicht zustellt. So kann der TW mit flachen Pässen agieren. Halboffene Stellung, falls der Gegenspieler ihm die Möglichkeit gibt anspielbar in Vorwärtsrichtung zu sein.

    Die offensiven bewegen sich am besten alle in das Zentrum, die Stürmer auch tief in die gegnerische Hälfte. (In der Halle beide in den Strafraum des Gegners).

    Es ist ein großer, teilweise riesiger Raum zwischen den eigenen tiefen Abwehrspielern und den eigenen Angreifern entstanden.

    Und diesen können jetzt auch meine Angreifer anlaufen, gerade, wenn sie sehen, dass die AVs gut zu gestellt werden, auch nicht in den Lauf angespielt werden können oder das nicht anbieten.

    Dadurch, dass es keine Position rechte Stürmer oder linke Stürmer gibt und alle aus der Mitte starten, können sie sich mittels Lauffinte und/oder Überraschungsmoment leichter lösen, um dann mit einem Lauf (eben nicht nur 2-3 Meter) den Ball so angespielt zu bekommen, dass sie den Ball schon in offene Stellung verarbeiten können.

    Im Fortgeschrittenenstadium können diese auch den Ball, wenn nicht wirklich offene Stellung, dann zu einem AVS leicht abspielen, der dann in der Vorwärtsbewegung ist. Durch den großen Raum und die mit der Zeit erworbenen Handlungsoptionen sind da viele Möglichkeiten.

    6) Vorteile über die grundsätzlichen Ziele der Spieleröffnung (siehe oben) hinaus, sehe ich folgene:

    Alle Spieler nehmen wirklich aktiv an der Spieleröffnung teil. Maximal der zentrale IV ist ein wenig weniger aktiv, da er weniger Möglichkeiten hat.

    Wenn ein Spieler den Ball beim ersten Kontakt nicht gut verarbeitet, läuft dennoch idR der Gegner nicht alleine auf den Torwart zu. Maximal von der Grundlinie aus, bei den AVs. Das gibt jedem Selbstvertrauen auch wirklich den Ball haben zu wollen und mit diesem aktiv werden zu wollen.

    Ballan- und mitnahme wird geschult.

    Basale Individualtaktik wird automatisiert, offene Stellung.

    Irgendwann wird es vllt Gegner geben, die versuchen, alle Spieler in die gegnerische Hälfte zu stellen, den eigenen Angreifern also beim Abstoß nicht mehr vor das eigene Tor folgen, wenn es die Mittelinienregel gibt.

    Dann wird der Raum wesentlich enger und in der U11 und bei guten Gegnern (und womöglich kleinem Feld) wird es dann selbst für richtig gute Teams nicht einfach das Spiel zu eröffnen.

    Aber, dann kann ein langer Schlag vom AV oder meinetwegen vom Torwart nach Rückpass zu einer leichten und riesigen Chance führen. Das ist das auch kein blindes Bolzen.

    Und dann hat man entweder diese Option, oder der Gegner steht schnell wieder anders.

    Grundsätzlich halte ich mittlerweile auch nichts davon, dass man den Torwart zu einem Ball zwingt, mit dem er sich nicht wohl fühlt, nur weil man nicht lang und/oder unkontrolliert spielen will. SO lange es nicht die Regel ist.

    Wenn er sich mal in einer Situation mit allen Optionen unwohl fühlt und den Ball dann (nicht wirklich zielgerichtet) in einen vorderen Raum wirft, dann ist das auch ok. Grundsätzlich soll er aber nicht unkontrolliert agieren, er soll Mut haben.

    Diese facettenreiche Spieleröffnung (ich habe mal nur die basalen, wichtigsten Optionen kurz dargestellt), ist natürlich nicht von einem Tag auf den anderen bei den Spielern „drin“.

    Aber das Schaffen von großen Räumen, durch die extreme Aufstellung, das aktive Coachen der offenen Spielstellung und Ballan- und mitnahme geben den Spielern ja schon Raum und Zeit, um angstfrei(er) zu agieren, selbst aktiv zu handeln. Mit der Zeit vergrößert sich durch Erfahrung und Coaching das Portfolio der Spieler immer mehr.

    Ich hoffe, ich konnte das ohne Zeichnungen halbwegs rüberbringen und habe auch nichts Elementares vergessen.


    Edit:

    Und weil es gerade angesprochen wurde:

    Einen gezielten FLugball zu spielen, ist weit schwerer, als einen flachen Pass. Warum soll man das den Kindern untersagen? Wie sollen sie es lernen? Es macht das Spiel für alle Spieler schwerer, die Räume enger, wenn der Gegner erkennt, dass dieser Ball nie kommen wird, weil es nicht gewollt7erwünscht ist, weil immer kurz gespielt wird. Einmal ein langer Ball, und man kann wesentlich einfacher kurz agieren. Und wenn vorne Spieler völlig frei sind, dann ist der Ball zu eben diesem, die absolut beste Option, warum also nicht spielen? Und zielgerichtet ist der Flugball dann eben auch. Das ist dann kein Bolzen. Das ist wesentlich überlegter, aktiver, als das automatisierte "Klatschen" zum Torwart.

    Mal unabhängig von dem unkontrollierten Schlag nach vorne, bin ich absolut kein Freund von direktem Klatschen zum TW.

    Das gefällt mir auch bei der Münchner Fussballschule nicht - ich habe das Video nicht erneut gesehen, gerade keine Zeit, denke aber das ist das alte, welches ich kenne.


    Und zwar:

    1) Balkan-und Mitnahme wird eh viel zu wenig trainiert und ist dabei so wichtig.

    2) Es entsteht oft (fast immer) ein Automatismus, so dass die Kinder gar nicht mehr aktiv entscheiden, sondern grundsätzlich direkt zurück passen.

    Das können gute Gegner irgendwann ausnutzen, indem ein ballfernder Stürmer zum TW läuft, aber viel entscheidender eben es fehlt die aktive Enscheidung, quasi jede Alternativhandlung wird rar und Ballverarbeitung wird auch nicht geschult.


    Annehmen in offener Stellung und dann wenn aktiv gewollt kann man den TW ja anspielen.


    Mal kurz, weil ich das wichtig finde. Später vllt noch mehr.

    Ich verstehe das auch nicht, warum es jetzt diskutabel gemacht wird, dass man sich Gedanken macht und versucht bestmögliches Training für alle Spieler anzubieten.

    Stehe gerade wirklich da mit fragezeichen im Kopf.

    Wenn der Trainer und das Tra Ning völlig egal sind, dann können wir ja einfach Leibchen und einen Ball hochschmeißen bis zur C-Jugend. Sportunterricht in der Schule ist dann auch überflüssig.

    Dabe forderst du, André doch immer lizensierte Trainer überall. Wozu denn, wenn man deinen aktuellen Beiträgen folgt. Das ist ja ein klarer Widerspruch in deinen Aussagen, oder?



    Davon ab wirkt das ganze „habt ihr alle Spieler von Bayern München“ so wie der diskurs um die Jahrtausendwende, als so viele meinten Viererkette bzw. Ballorientiertes Spiel, dafür habe er als Trainer nicht die richtigen Spieler. Das kann man nur mit den Topprofis praktizieren.

    Ich habe nun auch schon schlechte Spieler zB in Fussballferienschulen genauso trauniert. Der Unterschied ist dann das technische und Koordinator Basisniveau und der nicht so ganz so schnelle Lernzuwachs. Wobei im Punkt Individualtaktik sogar durchaus Spieler schneller lernen können, die technisch oder Koordinativ nicht so überragend sind, wie die Elite.

    Das sehe ich genauso. Die große Kunst ist es eben, mit Training und Mannschaftsführung möglichst allen Spielern Freude und langfristige Motivation am Sport zu ermöglichen. Das bei der Unterschiedlichkeit der Charaktere zu erreichen, ist sicherlich eine Gratwanderung.

    Genau so sehe ich das auch.


    Ich denke aber bei vielen herrscht der Irrglaube, dass inhaltliches und eventuell sogar konzentriertes Arbeiten das Lachen, lustige Sprüche etc. ausschließt. Halt Dinge die die andere motivale Säulen treffen, der Dazugehörigkeit, des Miteinanders.


    Aber unabhängig davon, dass so etwas auch bei NLZ-Mannschaften (sogar Profiteams) immer wieder vorkommt, nur halt nicht permanent und albern ausufernd, kann man bei der Trainingsgestaltung innerhalb der Inhalte da mit den richtigen Übungen viel erreichen.

    Gerade der Themenkomplex Koordination bietet unendlich Möglichkeiten.

    Wie gesagt einer meiner absoluten inhaltlichen Schwerpunkte. Aber eben nicht nur die Rhythmusfähigkeit, das „Stangenlaufen“. Das ist nur ein kleiner Teil von Koordination.

    Ich mache zB Gerätebrennball, Catchen, Falleückzieher oder Flugkopfball auf Weichbodenmatten, Spiele auf Sand, mit Tennisbällen, Rugbyeiern, Schaumstoffbällen, mit mehreren Bällen gleichzeitig, barfuß auf Rasen, auf Sockenstutzen in der Halle, etc.

    Da findet man so viel, was in einen inhaltlichen Schwerpunkt passt.



    Zu der Frage, was für mich Spielintelligenz ist und die Abgrenzung zur Taktik.

    Spielintelligenz ist für mich die Fähigkeit aus einem möglichst großen Portfolie an Handlungsoptionen, eine, die beste auswählen und technisch umsetzten zu können.

    Das Portfolie entsteht über Erfahrung, also je mehr man individualistisch kann, desto größer ist es.

    Insofern laufen Spielintelligenz und Taktik schon irgendwie zusammen.

    Spielintelligenz beinhaltet eventuell noch ein bißchen mehr, zB Antizipationsfähigkeit.


    Edit:

    Was ich zB nahezu gar nicht mehr mache, sind typische Schreiner oder Coerver Dribblingparcours.

    Die finde ich inhaltlich - nicht spielnah - nicht dolle und die treffen die zweite motivale Ebene auch kaum. Da muss der Spieler schon seine Motivation hauptsächlich aus denn Lernen beziehen, dass das dauerhaft motiviert, Freude bereitet. Ich selbst finde das auch langweilig als Spieler.

    so ganz klar ist mir nicht, was du meinst bzw. wo ich etwas anderes gesagt habe.

    Ja, ich finde man kann in der Hallensaison gerade die Individualtaktik wesentlich besser/einfacher schulen und diese erworbene Fähigkeit dann gut auf die Feldsaison übertragen. Das sehe ich auch so.

    Ich meinte, dass die allermeisten Spieler, egal, ob sie zur U10, zur U11, zur U12 oder zur U13 kommen und egal, wie talentiert sie grundsätzlich sind und in welchen Verein sie spielen, eben idR individualtaktisch quasi gar nicht ausgebildet sind. Das Argument, dass durch einfache Spielerfahrung über vier Jahre die meisten Spieler hier Fertigkeiten mitbringen so gar nicht meinen Beobachtungen entspricht.

    Individualtaktik muss man aktiv coachen, von alleine erlernen das die meisten Spieler nicht, nicht mal ansatzweise.

    Und oft ist es sogar so, dass extrem eingeschliffene falsche Verhaltensmuster (zB reines Passabfangen) gefestigt wurden, was das erlernen von anderem schwerer macht.

    Auch ein Grund, warum ich eine gleichzeitig erfolgende Ausbildung Technik/Individualtaktik als gute Idee ansehe.

    Eine Sache noch:

    Irgendjemand hier hat gesagt, dass man Technik und Individualtaktik ja mehr oder weniger zeitgleich trainieren kann/sollte.

    Das seh ich genauso. Wenn die technische Fertigkeit basal vorhanden ist, dann ist das mM nach sinnvoll.


    Ich glaube, warum Individualtaktik oft gg Technik aufgewogen wird ist, dass die allermeisten Trainer die Individualtaktik nicht gut vermitteln können.

    Da kann man nämlich nicht einfach gute Übungen raussuchen und im Training anbieten.

    Da muss man gut wahrnehmen können, wirklich Wissen über Individualtaktik haben, um dann gut und richtig coachen zu können.

    Und da macht man von Jahr zu Jahr als Trainer immer weiter riesige Fortschritte. Das hört quasi nicht auf.

    Viele trauen sich da aber nicht ran und verteufeln das lieber.

    @let:

    Ich verstehe nicht so recht, was du aussagen willst.

    1) Es mag keine beste Option geben, eine bestimmte Reihenfolge von Inhalten macht aber schon Sinn, oder?

    Du trainierst ja auch keine Offensive Mannschaftstaktik, wenn technische Fertigkeiten und individualtaktische Inhalte nicht mal basal erlernt wurden.


    2) ich kann dem häufig direkt oder im Subtext ausgesproche „entweder Spaß oder Inhalt“-Totschlag“Argument so gar nichts abgewinnen.

    Weder denke ich, dass sich beides ausschließt, noch denke ich, dass so eine Argumentation einem Diskurs dienlich ist.

    Ich nenne den Spaß auch lieber Freude, weil Spaß gerne als Gegenpol zu Inhalten benutzt wird.

    Und ich bin mir sehr sicher, dass meine Minder und Jugendlichen sehr viel Freude haben, wirklich sehr viel. Und ich lege schon wert auf möglichst gutes Training im sinne der Ausbildung, aber fast vollständig mit Wettkampf- oder Spielformen.


    2) recht gebe ich dir dabei, dass ich @Traineris Eischub so auch nicht wahrnehme. 5 Jahre Fussballerfahrung hin oder her, Individualtaktisch sind die allermeisten spieler auch in der U11 ganz schlecht ausgebildet. Auch Spieler, die richtig talentiert sind und bei großen Amateurklubs spielen.

    Da wird zumeist versucht, der (mögliche) Pass abzufangen, statt halbwegs ind individualtaktisch passabel (ich rede nicht von gut) zu verteidigen. Das klappt ja auch oft, weil die meisten TraIner/Mannschaften ja doch eher Zusammenspiel statt Dribbling sehen wollen. Dribbeln tut da meist nur einer, der beste, zentrale Mittelfeldspieler.


    In den letzten 10 Jahren hatte ich genau 2 Neuzugänge, die da schon einiges mitbrachten und so quasi sofort ihre besten Leistungen abrufen könnten. Alle anderen Spieler - egal wie talentiert - brauchen da zumeist 6 Monate. Da kommt vieles erst in der Hallensaison, wo man wegen der geringeren Spielerzahl und des geringeren Raumes schneller und leichter Lernfortschritte erreicht.

    Der Sprung/Vergleich aller Spieler vor und nach der Hallensaison ist gewaltig.


    3) Effzeh

    Passspiel trainiere ich relativ wenig in Übungsformen. Überhaupt nimmt Ballan- und Mitnahme, Koordination (und nicht nur rhythmisierungsfähigkeit) und 1gg1 bei mir in diesem Alter den deutlichen Hauptanteil ein.

    Vor jedem Wettkampf mache ich aber beim Aufwärmen ua zB eine einfache Passform. 4 Spieler, je 2 gegenüber, Distanz ca.15 Meter, und dann Pass rüber, Ball in die Bewegung verarbeiten und Pass zurück. Denn ball nachlaufen.


    Wichtig bei allem Coaching ist immer, dass man nicht mehrere Dinge/Korrekturhinweise zeitgleich anbringt.

    Man muss sich auf etwas oder den Hauptfehler konzentrieren.

    Den Innenseitstoss sollte man deshalb rudimentär schon beherrschen, bevor es an das Individualtaktische geht.

    Für die basale Technik, nehme ich mir aber die Spieler auch raus aus einer Übung und versuche Ihnen so ganz gezielt zu helfen.

    Hier gilt analog zu meinem Beispiel beim Torschuß, man muss die Bewegung wirklich kennen, man muss wissen, welche Fehler die Bewegung beeinflussen und welche nur Folgefehler sind.

    Ich war immer ein guter Kicker, aber dieses Wissen haben ich erst spät im Sportstudium erlangt. Man muss eine Bewegung ganz genau kennen, nicht nur intuitiv machen können.



    Zum Trainingsunfang, bzw. Den korrekten Hinweis, das man nur begrenzt Zeit hat:

    - Man kann Inhalte ja kombinieren. Man coacht dann zwar vor allem einen Inhalt, aber was anderes läuft ja nebenbei und wird mit vielen Wiederholungen gefestigt.

    Nimm die einfache Passpielübung des Aufwärmens. Da ist Ballan- und Mitnahme (und das wird fast überall viel zu wenig trainiert. Die am meisten unterschätzte Technik. An Schuß, Pass, Dribbling denken viele, wenn es um Technik geht, an Ballverarbeitung nicht. Und da machen Unterschiede eine Menge aus, weil man sich Zeit und Raum verschafft für Anschlusshandlungen.)

    Außerdem mache ich viel Wettkampfformen und Spielfirmen. Ich bin kein Freund von reinen Übungsformen, Nutze so etwas nur ganz wenig.

    Und so habe ich auch andere Techniken immer viel mit drin.

    Im offensiven 1gg1 geht es mM nach darum, mit so wenig Zeitverlust, wie nötig an dem Gegner vorbeizukommen.

    Eine Finte, da wo zB gar kein Gegner ist, wird von so einigen Trainern gelobt, ich kritisiere das, es ist schlicht nur ein Zeit-/Raumverlust.


    Wenn also das defensive 1gg1 der Akteure so rudimentär ist, dass ein Angreifer nur durch schnelles Vorbeilegen/-laufen vorbeikommt, wie will ich dann das offensive 1gg1 coachen, trainieren?

    Denn, ich will ja, dass sie Körper oder Schuss/Passfinte inklusive Tempowechsel zielgerichtet einsetzen. In dem Fall ist Ball vorbei legen aber die beste Wahl.

    Ich halte gar nichts davon, Spieler mittels Ansage zu einer Bewegungsform zu drängen, die nicht die beste ist. Wenn ich in einer Übungs- oder Spielform bestimmte Handlungen sehen/provozieren will, dann muss ich die Umstände/regeln so anpassen, dass es die beste Option wird.


    Das ist mein Argument, warum zunächst das defensive 1gg1 in basaler Fertigkeit erlernt werden muss, um dann das offensive 1gg1 sinnvoll trainieren zu können.

    Themenstellung war basale Ausbildung in der F-D Jugend.

    Dazu das Thema Technik beinhaltet Individualtaktik vs Taktik erst ab D-Jugend.

    Die These von Andre war dann, dass ab D-Jugend im Passspiel quasi keine Unterschiede zwischen den Spielern sind, alle Spieler dann gut passen können.

    Dem widerspreche ich entschieden.


    Und, der Schnittstellenpass, wie du ihn beschreibst beinhaltet erstens sicherlich nicht nur individualtaktik, mindestens Gruppentaktik, also Zusammenspiel.

    Und der schnittstelenpass ist nur dann Spielberg, wenn der Passgeben vorher Senat einen guten Pass bekommen hat, der ihm den nötigen Raum und die erfolrderliche Zeit gibt.


    Und klar ist dieser Pass, den du skizzierst schwerer, kommen ja noch weitere Aspekte hinzu. Grundlage ist aber erstmal das Passspiel generell wirklich gut zu beherrschen. Technik/Koordinative Fähigkeiten und diese eingebettet in die individualtaktische Umsetzung.

    Und selbst da gibt es extremste Unterschiede.


    Der Pass in den Fuß, den muss man auf jeder Position im Herrenfussball gut können und den setzt man auch bedeutend öfter ein, als den Schnittstellenpass.

    Dazu kommt, das man mM nach das Passspiel(nicht das Zusammenspiel) eben auch in der E-Jugend trainiern kann und mM nach sollte.



    Aber bevor ich abschweife:

    Meine Kernaussagen:

    Individualtaktik ist mM nach elementar und gehört in die Technikschulung mit rein.

    Das größte Problem sehe ich hier, dass die meisten Trainer in den jüngeren Jahrgängen das nicht gut coachen können. „Der Ball kommt an, also gut.“

    Das ist genauso beim Torschuß, wo man Dinge wie „Knie oder Oberkörper über den Ball“ als Korrekturhinweis hört bei zu hohen Bällen. Dabei sind das nur Folgefehler, der Fehler ist dass das Standbein nicht neben dem Ball steht. Und das, nur das muss man korrigieren.



    Zum Threadthema, was zuerst trainieren:

    - für mich wäre das erste, Inhalte zu vernachlässigen und den Fokus auf den Trainingablauf legen.

    - als ersten Inhalt dann das 1gg1, die Individualtaktik offensiv, wie defensiv. Ich weiß, man soll offensiv zuerst fokussieren, damit es leichter Erfolgserlebnisse gibt. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass es andersherum sinnvoller ist. (Btw. Habe ich auch im Stützpunkt gesehen, dass die beim Thema offensives 1gg1 die defensiven choachen. Wenn der Defensive sich zu schlecht anstellt, bringt es der offensiven Schulung auch wenig, weil quasi alles funktioniert.

    Andre Nur kurz, da ich unterwegs bin.


    Ich verstehe deinen letzten Kommentar nicht oder nicht richtig.

    Du sprichst nur? über Schnittstellenpässe in freie Räume, die der Spieler dann frontal erlaufen kann?


    Mit geht es nicht um das Zusammenspiel, sondern um das Passspiel.

    Aber sowohl beim Passspiel, als sogar auch beim Zusammenspiel (wenn du das Thema meinst) ist der Pass in den freien Raum, den man dazu noch frontal erlaufen kann doch nur ein kleiner Teil. Wie oft kann man den spielen, wie oft siehst du den in einem Fußballspiel. ( ich meine nicht Kinder- oder Jugendfußball).


    Es geht um Passtechnik, also Passschärfe, Passgenauigkeit (und bei Pässen in den Fuß sind 50cm oft entscheidend, ob man den Ball mit einem Kontakt und in Spielrichtung verarbeiten kann), das Wissen um die offene Spielstellung, den offenen und/oder Gegnerfernen Fuß, etc.


    Den Pass in die Tiefe kann man doch gegen gute Gegner selten anbringen, der ist doch daher nicht das wichtigste.

    Mal davon ab ist der auch nicht der schwerste, weil da 2 Meter Ungenauigkeit oft völlig egal sind, weil der Spieler den Ball eh erläuft und das frontal, also leicht verarbeiten kann. Wenn sich riesige Räumr auftun und der Ballfuhrende Spieler keinen Druck hat (das Spielniveau also überschaubar ist), dann ist der Pass in der Tat für einen C-Jugrndspieler keine große Kunst. Einfach halbwegs in den riesigen freien Raum und mein Mitspieler erläuft ihn schon.


    Aber, wie gesagt, dass ist nicht das basale, elementare, was gutes Passspiel ausmacht.

    Und auf höherem Niveau hat man auch anderen Zeit- und Gegnerdruck.

    Nochmal Technik muss zwingend Zeit- und Gegnerdruck beinhalten, wenn man die Qualität der Ausführung, der Fertigkeit bewerten/vergleichen will.

    Das Passspiel in der Qualität unterscheidet sich in der D-Jugend signifikant.

    Ich sehe das ganz min gegenteil zu der These, dass jeder Hans das dann (gut) kann.


    Passschärfe auf Rasen zb, Spiel in den offenen Fuß, der Pass beim zweiten Kontakt unter Zeit- und Gegnerdruck mal als Schlagworte.

    Da sind erhebliche Unterschiede leicht festzumachen.


    Und klar, da gehört gutes Coaching dazu, diese Dinge eben zu vermitteln.

    Gerade, weil man als Spieler das direkte offensichtliche Feedback ja gar nicht bekommt, wenn der Pass zwar ankommt, aber eben zu lasch und nicht in den offenen Fuß, so dass dem Passempfänger dadurch viele Handlungsoptionen wegbleiben.

    In der Statistik ist es aber ein angekommener Pass.

    Das ist, wie ein Vorredner schon schrieb ebenso Individualtaktik, den Pass in den offenen Fuß zu spielen, etc.

    Genauso, wie beim 1gg1/Dribbling.

    Individualtaktik gehört für mich zwingend auch in die E-Jugend. Sogar ganz weit nach oben.

    In dem Moment, wo du die Technik zu einem Ziel einsetzt, bist du in der Individualtaktik.

    Nicht umsonst heißt der Bereich in der Sportwissenschaft technisch-taktischer Bereich. Technik ohne Taktik gibt es in der Wissenschaft gar nicht.

    Und das Dribbling oder die Finten sollten dann doch mM nach meinem Selbstzweck unterliegen, sondern um eben den Gegner zu täuschen, um dann Anschlussaktionen möglich zu machen. Ich finde das wichtig.


    Mm nach ist Individualtaktik (also auch defensiv) wichtig und gehört in den E-Jugendbereich zwingend rein.

    Das überfordert kein Kind und das geht auch nicht auf Kosten anderer technischer Schwerpunkte. Eben, weil die Technik ja Teil des 1gg1 ist.

    Bei Mannschaftstaktik ist das anders, da hat man dann wenig Ballkontakte und Aktionen, aber doch nicht bei Individualtaktik.



    Davon ab: alleine das Spiel machen regeln ist Mannschaftstaktik. Also sind Teile der Mannschaftstaktik Inhalt bei den allerjüngsten.

    Grundsätzlich bin ich allerdings auch klar gg größere Mannschaftstaktik im Training einer E- oder gar F-Jugend, zB das obige Argument der Ballkontakte ist ein Grund.

    Aber dieses Dogma mit dem Inhalte bzw. begrifflichkeiten verteufelt werden, ist eben so nicht ganz durchdacht, da das Spiel nach Regeln eben schon ganz klar Mannschaftstaktik ist.



    Edit:

    Und es gibt selbstverständlich viele Spielformen, in denen quasi jeder Spieler den Ball hat.

    1gg1 Championsleague zB.