Beiträge von Sir Alex

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    Trainer: "Da war nix" obwohl der gegnerische Spieler am Boden liegt und heult...

    Ganz ehrlich, keine Ahnung, wie es in deinem Fall war. Und egal, wie es war, muss man das auch nicht so kommentieren,

    aber...

    ich habe schon so oft erlebt, dass Spieler heulend am Boden liegen bleiben, nur weil sie den Ball verloren haben, es maximal leichten (auch in der F-jugend erlaubten) Körperkontakt gab.

    Auch schon bei vielen Spielern bei mir, wenn ich eine Mannschaft übernommen habe. Dann musste ich das erstmal "raustrainieren", indem ein Spieler, der verletzt liegen bleibt und ein Trainer/Betreuer aufs Feld muss, IMMER ausgewechselt wird, er ist schließlich ja verletzt.

    Gegen Dreierkette ist nichts einzuwenden. Die Dreierkette ist sogar viel schwerer zu spielen.

    Das "Problem" ist, dass die wenigsten wirklich mit Dreierkette spielen, wenn sie 3 Spieler in letzter Linie aufstellen. Das ist nahezu immer ein verkappter Libero und zwei Manndecker. Da ist (zu) wenig balloriientiertes Verteidigen, richtiges Verschieben mit bei.


    Solch eine "falsche" Dreierkette bringt der taktisch ungeschulten Mannschaft Stabilität in der Defensive. Da glaube ich. Da fehlt mir aber der Aspekt der Ausbildung, das ballorientierte Verteidigen. Das ist elementar in der Entwicklung.


    Keine Ahnung, ob du wirklich eine richtige Dreierkette spielen lässt, kann ich nicht beurteilen.

    Ich sehe das aber fast nie, wenn ich auf Plätzen zugucke und deine Argumentation, dass Dreierkette klappt, aber Viererkette nicht, macht mich stutzig, weil Dreierkette wesentlich schwerer ist.



    Ich habe letzte Saison zur Rückrunde (was dann nur wenige Spiele waren), mein Team auch Dreierkette spielen lassen. Einfach, weil ich im Ausbildungsprozess ihnen das mal vermitteln wollte. Die konnten die Viererkette aber gut.

    Das ist wesentlich anspruchsvoller, die IVs haben in der Rückmeldung gesagt, dass sie lieber Viererkette spielen wollen. Und wir haben bei den Spielen mit Dreierkette richtig gute Ergebnisse gehabt, daran lag es nicht.


    Dazu ein Zitat von Mourinho, was ich hier schon mal gebracht habe. Das lautet ungefähr so:

    "Die Dreierkette ist die größte Lüge im Fussball. - "Eben, weil es idR keine echte Dreierkette ist.

    Man sollte aber immer auch die Überlegung anstellen, muss die Breite eigentlich komplett abgedeckt werden oder ist es besser das Zentrum zu stärken ?

    Letztlich muss doch das Hauptziel sein, den Gegner nicht durch das Zentrum kombinieren zu lassen, da hier eindeutig die größte Gefahr besteht. Wenn der Gegner nicht durch das Zentrum kommen kann und Angriffe von außen abgelaufen werden können ist doch schon viel erreicht (Ich habe dazu mal den Merksatz gelesen 'Das Zentrum so gut wie möglich schützen, die Außen so gut wie nötig').

    Selbst die großen Bayern haben gestern in der Anfangsphase mehrfach schlecht ausgesehen und die Kette konnte ein paarmal einfach aufgehebelt werden mit einem einfachen Pass.

    Nach diversen Experimenten sind wir jetzt im 3-5-2 unterwegs und das klappt sehr gut. Ein großer Pluspunkt ist auch, dass es fast Personenunabhängig funktioniert. D.h. die Besetzungswechsel in der Mannschaft durch Schwesternschichten im Krankenhaus (habe gleich vier Krankenschwestern in der Mannschaft), Tankstellenjobs etc. können sehr gut aufgefangen werden. Ich würde die 4'Kette nur wieder angehen wenn ich davon ausgehen kann in Training/Spiel nicht so eine Fluktuation herrschen würde, aber da bin ich als Damentrainer womöglich in einer speziellen Situation die man in Jugend- und Herrenmannschaften nicht so extrem vorfindet.

    Wenn du im 4-3-1 spielst, und die 3 MF als zentrale ansiehst, dann ist das Zentrum doch sehr gut besetzt, der Fokus eben auf dem Zentrum. Und das da - im Mittelfeld, wo es am wichtigsten ist.


    Dass das Zentrum wichtiger ist, als die Außenbahn, da bin ich voll bei dir. Ich halte wenig davon, die Außenbahn doppelt zu besetzten, mit AV und AS (oder AMittelfeld).

    Gegen den Ball - wenn dieser im Zentrum ist, dann sind ja auch beide AV der Viererkette nicht an der Außenlinie, weil sie zum Zentrum verschieben und wenn der Ball auf einer Seite ist, dann ist die andere Außenbahn verweist, weil das Zentrum verstärkt wird.

    Aber komplett ohne Außenbahn - auch bei eigenem Ballbesitz geht es meist auch nicht, weil der Gegner dann eben auch alles ins Zentrum stellt.

    Und dann ist es mM nach am besten, wenn die AV die Breite situativ herstellen, nicht das Mittelfeld (weil dann fehlt es im 3-3-2 oder 3-4-1) im zentralen Mittelfeld an Spielern, dort wo es am wichtigsten ist.



    Edit:

    Und die Mär, dass man für Viererkette, die richtigen Spieler benötigt, für die 3er Kette (bzw. das ist idR eher ein Libero plus zwei Manndecker) dagegen nicht, hält sich scheinbar hartnäckig.

    Wenn das Team aber das Grundprinzip, des ballorientierten Verteidigens vermittelt bekommen hat, dann geht das eben mit nahezu allen Spielern.

    Es ist eh weniger eine Formationsfrage, als eine System-/Philosophiefrage: Ballorientiertes Verteidigen vs eher mannorientiertem Verteidigen.

    Daran MUSS man arbeiten, das ballorientierte Verteidigen ist elementar. Denn wenn die Spieler das beherrschen, dann kommen sie in jedem System klar, auch wenn man dieses System mal für ein Spiel ändert.

    Klar gibt es genug 11jährige, die von ihren Eltern gesteuert werden, wo es eher um die Interessen der Eltern geht, als um die der Spieler.


    Aber ein 11jähriger ist auch kein Kleinkind mehr, dass nicht wahrnimmt, was außerhalb seiner Blase passiert.

    Und natürlich gibt es damit auch genug Spieler, die auch in diesem Alter möglichst ambitioniert spielen wollen.

    Die alle guten Jungs im Kreis kenne, selbst wissen, welches Team gut bzw.am besten ist. Und die dann eben auch echte Gegner im Training haben wollen, mit einer guten Mannschaft gegen bessere Teams spielen wollen.

    Klar, es gibt auch viele, die wollen der Rausgucker in ihrem Team sein, denen ist es am wichtigsten, dass sie 10er und/oder Kapitän sind, als nur ein guter Spieler in einer guten Mannschaft.

    Manche wollen grundsätzlich keine Veränderungen, haben Angst vor allem neuen. Andere wieder langweilt der ewig selbe Trott (gerade, wenn ein Trainer von Minis bis D-Jugend bei einem Team bleibt.), selbe Mitspieler, selbe Gegner, selbe Hierachie, selbes Standing der Spieler, selben Witze und Trainingsübungen, etc.


    Ich bin da aber bei DonQuijote, dieses undifferenzierte schwarz -weiß Denken ist nicht der Schlüssel. Oft sind Kinder gesteuert von überehrgeizigen Eltern, aber das ist nicht immer der Fall.


    Wenn (untalentierte) Spieler aufhören, höre ich selten, dass das elterngesteuert ist, wenn aber taletierte Kinder des selben Alters ebenso eine Veränderung wollen, dann muss es elterngesteuert sein.


    Ich wollte mal zur U12 einen Spieler holen, der sich schon in einem guten Team befunden hat, wo er aber immer noch rausguckte. Wir hatten bereits vor Weihnachten Kontakt zu dem Spieler, diesen bei uns im Training.

    Die Eltern wollten einen erneuten Wechsel nach einen Jahr auf keinen Fall, weshalb wir ausmachten, dass er ab und an mal bei uns mittrainiert, mal zu einem Turnier/Freundschaftsspiel mitkommt (mit dem Verein und dessen Trainern ging das super) und man dann in 1-2 Jahren über einen Wechsel spricht.

    Als der Junge, dann aber inzwischen einige Male bei uns mittrainiert hatte, sogar bei einem großen Turnier dabei war, da hat er zuhause so extrem auf seine Eltern eingewirkt, dass diese auf uns zu kamen, ob man den wechsel nicht doch schon im Sommer vollziehen könnte. (Ich möchte betonen, dass wir Trainer null Einfluss auf den Spieler genommen haben, das Modell, dass er ab und an mittrainiert/-mitspielt bei uns, war ok.)



    Edit: Dass ein Stützpunkttrainer im selben Kreis bei einem Verein Trainer ist, im schlimmsten Fall sogar im Stützpunktalter, das finde ich aber auch mehr als suboptimal.

    Und ich kenne definitiv auch viele Fälle, wo der Stützpunkttrainer diesen Status missbraucht. In doppelter Hinsicht, Spieler mittels Stützpunkt in den eigenen Verein holen und den potentiellen Wechsel in das NLZ zu verhindern (dabei soll der Stützpunkt den NLZs zuarbeiten, nicht sogar gegen diese arbeiten). Vor allem ist das so widersprüchlich, weil die Argumente, die man benutzt, um die Spieler in den eigenen Verein zu holen, die negiert man dann, wenn es eine Ebene höher zum NLZ gehen soll. Die selben Argumente.

    Ich finde Charles Spielidee am passendste und würde auch 4-3-1 oder 4-2-2 spielen lassen, wobei die AV sehr hoch agieren und die Breite quasi alleine abdecken in eigenem Ballbesitzt. (Man könnte es auch 2-4-1 oder 2-3-2 nennen, so wie Charles, wichtig ist halt, dass die AV die Breite machen.) Die 3 MF im 4-3-1 sind alle als zentrale zu sehen.


    Es gibt aber sicherlich viele verschiedene Ansätze, kommentieren möchte ich aber die Aussage, dass die 3er Kette gewählt wird, weil man die 4er Kette auf Großfeld vorbereiten will.

    Das ist mM nach ein Trugschluss und passt uberhaupt nicht. Wenn man mit 3 Spielern die ganze Breite abdecken will, dann hat das mit dem (vorbereitenden) Spiel zur Viererkette gar nichts gemein. Die beiden AV können nicht als AV agieren - was ja situatives Vorschieben und Mittelfeld zur Schaffung von Überzahl dort beinhaltet und außerdem die Breite halten, ohne dass das Zentrum offen wie ein Scheunentor ist.

    Die Breite des Spielfeldes ist viel zu groß, um das wie eine Viererkette nur mit fehlendem zweiten IV zu spielen.

    Davon ab, ist Viererkette keine Taktik, die nur die Abwehrreihe inkludiert. Das DM und wie dieses agiert gehört mindestens mit dazu, eigentlich das ganze Team, weil der Druck, den man auf den Ballfuhrenden ausübt ja entscheidet, wie hoch die Kette steht, ob sie aufrückt oder absinkt, etc.


    Daran, wie ein Team das macht, erkennt man auch immer sehr gut, ob der Gegner wirklich gut als Kette agiert - gesammttaktisch als Team - oder ob die einfach nur 4 Leute hinten nebeneinander spielen lassen und das dann Viererkette nennen. 4 Spieler auf einer Höhe sind noch keine Viererkette.


    Weil ich auch die Viererkette im Großfeld klar bevorzuge, würde ich im 8+1 Fussball auf ganzer Breite eben mit Viererkette spielen lassen.

    Bei 6+1 oder 7+1 auf weniger Breite dagegen mit drei Spielern hinten (quasi ohne den zweiten IV der Viererkette) und nicht im 2-3-1 oä.

    Worüber machst du dir denn Gedanken?

    Dass sie nicht fit sind? Ausdauer?

    Oder, dass taktisch vieles nicht passen wird?


    Ausdauer:

    Ich würde in der D-Jugend eh kein besonders spezielles Ausdauertraining machen. Ich würde aber sehr intensiv trainieren lassen, das tue ich aber grundsätzlich. Viele Spielformen, kleine Spielformen. Hohe Belastung.

    Klar, auf diese kurze Dauer wird das noch nicht den besonderen Reiz erzielen, aber in ein paar Wochen schon.

    Bei den wenigen Einheiten, werden die Jungs aber auch kaum völlig erschöpft am Spieltag sein, Regenerationszeit ist ja genug vorhanden.

    Ich würde die Testspiele aber mit möglichst langer Spielzeit vereinbaren. Du willst ja, dass sich alle deine Spieler viel bewegen. Wenn du da den ganzen Kader dabei hast, dann ist doch pro Nase bei normaler Spielzeit doch wenig.

    Grundsätzlich kannst du doch aber intensives (Punkt-) Spiel auch einfordern, nur musst du vllt häufiger, in kürzeren Zyklen wechseln. SO kannst du auch mit nicht voll austrainierten Spielern intensiv spielen lassen.


    Taktik:

    Da du die Mannschaft ja schon ewig trainierst, musst du bekanntes ja nur wieder auffrischen. Dazu reichen auch 1-2 Trainingseinheiten. Da würde ich viel Individualtaktik machen, viel 1gg1 Spielformen. Das ist intensiv und das ist die basale Taktik, die ein D-Jugendspieler draufhaben muss.



    Sehe hier tatsächlich nicht so ein großes Problem. Das ist eine D-Jugend, keine A-Jugend. Da braucht man diese riesige Vorbereitung mM nach nicht so nötig. Jedenfalls haben "fehlende" Ergebnisse mM nach ggffs nicht nur mit diesem Trainingsrückstand zu tun, gerade, weil du die Mannschaft ja nicht neu übernimmst.

    Ein hoher und wirklich gezielter Flugball ist um einiges schwerer, als ein flacher Pass.

    Ich bin kein Dogmatiker, der den hohen Flugball komplett verbietet - aus vielen Gründen - wenngleich ich den föachen Spielaufbau bevorzuge.

    Auf jeden Fall soll es ein kontrollierter Pass/Flugball sein.


    Mir stellt sich jetzt aber die Frage, ob der Flugball des Fängers wirklich so gezielt ist/war, oder ob er einfach nur weit genug kam, dass er hinter die aufgerückte Abwehr gespielt hat (dass die in der Regel weit aufrücken sagst du ja.) Der kann dann nämlich auch völlig ungenau kommen, der Angreifer hat beste Chancen ihn zu erlaufen.

    Das klappt aber nur, solange die Gegner so mies verteidigen, das wird sich irgendwann ändern und dann landen die meisten dieser Bälle auf dem Kopf eines Abwehrspielers.



    Nicht falsch verstehen, wenn der Gegner mit Mann und Maus presst, dann ist der kurze Spielaufbau als Dogma nicht die beste Wahl. Dann ist das aufgrund der Enge und der ja schon situativen Überzahl des Gegners in dem Raum ja sogar besonders schwer.

    Wenn der Gegner also so weit aufrückt, dann kann man mal! den langen Ball spielen. Dann wird der Gegner idR nicht mehr so hoch pressen, wenn man so einfach Chancen zulässt, so erhält man wieder Raum für den flachen Spielaufbau.



    Grundsätzlich gehört zum Spielaufbau für mich aber viel Bewegung, sich vom Gegner lösen, fluides Freilaufen.

    Das statische "Stehen" um dann vorhersehbar 3 Schritte entgegen zu kommen, ist in vieler Hinsicht schlecht.

    1) Man hat keine offene Stellung, wenn man den Ball bekommt, da man auf den eigenen Fänger zuläuft und meist nicht mit/vor Ballannahme aufdreht.

    2) Eine Lauffinte, um den Gegenspieler abzuschütteln, ist in nahezu allen Fällen keine echte Täuschung. Der "Ausfallschritt" täuscht niemanden. Da muss der ganze Körper mit, da muss man mehrere Schritte in eine andere Richtung laufen.

    3) Räume, aus denen ein Spieler startet (und seinen Gegenspieler mitnimmt) werden frei und können dann bespielt werden. (ZB links vorne kommt über die Mitte entgegen, dann kann der LV im Raum vor ihm von TW flach in den Lauf angespielt werden.

    4) Mann kann beim eigenen Spielaufbau das Spielfeld "groß" machen. Selbst bei Mittellinienregel, kann ich meine Angreifer in den gegnerischen Strafraum schicken (auch alle 2-3 in die Mitte vor das Tor). Dann entsteht ein großer Raum zwischen eigener Defensive und Offensive (wenn der Gegner diese Spieler deckt, sonst spielt man sie mit einem langen Ball direkt an), den meine Spieler anlaufen können und wo sie den Ball zugespielt bekommen können.

    5) etc.


    Das ist jetzt für eine U9 vielleicht zu viel, aber eine U11 kann sich schon gut ohne Ball bewegen, wenn man es einfordert. Ich sage immer, lieber "nicht optimal laufen", als gar nicht laufen. Denn es entstehen Räume, etc.

    Gerade alle offensiven können sich beim Abschlag sehr fluide, schnell und weiträumig bewegen.

    Ich halte von einer Manndeckung im KiFu wenig, da es m.E. von großer Bedeutung ist, dass die Kinder die Bedeutung des Zentrums erfahren. Dies geht durch eine Mannorietierung aber vollkommen verloren. Viel zu oft sieht man bei älteren Spielern sowohl in der Offensive als auch in der Defensive eine Überbewertung des Flügels. Wenn man die Kinder in jungen Alter viel frei spielen lässt, lernen die meiner Erfahrung nach implizit die Bedeutung des Zentrums kennen. Genau das wird durch das praktizieren von Manndeckung verhindert.

    ...

    Hier bin ich bei dir.

    Dass das Tor in der Mitte steht und man deshalb am besten durch die Mitte spielt, das lehren viele Trainer falsch.

    Die wollen Flügelspiel als ersten Weg, nicht nur als Alternative, wenn das Zentrum zu ist.

    Außerdem bin ich der Meinung das die Bedeutung des 1gg1 in der Ausbildung überhöht wird. Im Zielspiel findet es fast nie statt.

    Das dagegen sehe ich anders.

    Welches Tor fällt denn ohne ein verlorenes 1gg1 eines Abwehrspielers im Herrenfussball? (grobe Schnitzer und eklatante Stellungsfehler mal ausgenommen.

    Auch Tore aus Standartsituationen sind ja de facto Folge eines verlorenen Zweikampfes, dem Foul. Selbst Ecken, sind immerhin kein wirklich gewonner Zweikampf, denn der Ball wurde nicht erobert.


    Guckt dir doch mal Barca in der Prime an. Iniesta oder Messi haben idR irgendwo ein 1gg1 gewonnen (oder 1gg2) und diese daraus entstandene Überzahl wurde dann genutzt. Und wenn es über 5 weitere Stationen war.

    Die 600 Pässe des Teams hin oder her.

    Bei Real, die 4 CL Titel in 5 Jahren gewonnen haben, war es auch Modric, Ronaldo, Isco oder Benzema, die ein 1gg1 gewonnen haben und daraus wurde es dann gefährlich.

    ManCity de Breuyne, Gündogan oder Silva.


    Wenn ein Team gut verteidigt, wirklich gut, dann kommst du nur mit Passspiel nicht mehr zu gefählichen Szenen. Dann braucht du irgendwo ein gewonnen 1gg1.

    Mal lösgelöst von den Vor- und Nachteilen, die die Manndeckung hat, finde ich das Video bzw. die Argumentation darin naja...

    Wirkt auf mich so, als wolle jemand die Manndeckung huldigen und präsentiert so sein Video:

    1) Manndeckung ist ein defensivtaktisches Mittel, aber er kritisiert vor allem die Mannschaft, die in Ballbesitz ist (zB den sichernden und inaktiven Verteidiger). Das macht keinen Sinn.

    2) Die beiden Vergleichswettkämpfe unterscheiden sich ja schon in der Spieleranzahl und Spielfeldgröße, somit sicherlich nicht die besten Beispiele, um etwas zu vergleichen. Und auf meinem Laienauge wirken die beiden Gruppen auch deutlich unterschiedlich im Niveau. Natürlich ist mehr Tempo bei den talentierteren, ob das die Flge der Manndeckung ist oder nur eine Korrelation, das kann das Video mM nach nicht aussagen.

    3) Wenn es keine Regel gibt, die Manndeckung vorschreibt - wie früher zB in der NBA - dann hat man null Einfluss auf den Gegner.

    Der Videomacher hat aber bei seiner Vergleichsgruppe die Taktik beider Teams festgelegt.



    Die Diskussion Manndeckung vs ballorientierter Deckung kann man ja führen, aber dieses Video ist mM nach keine geeignete Diskussionsgrundlage.

    Ich werde nochmal die Frage in den Raum, wie gut das TW-Training denn jeweils ist.

    Macht das irgendwer, damit man so etwas anbieten kann, aber die Qualität ist Mist, die Anzahl der Fänger hoch (da einmal TW Training die Woche fur alle Fänger des Vereins) oder ist das mehr als ein ehemaliger 4. Herren TW, der intensives und gutes TW Training in sehr kleinen Gruppen anbietet.


    Edit:

    Ich kann wirklich gutes TW- Training nicht anbieten, dafür fehlt mir die Fachkompetenz. Aber schlechtes kann ich durchaus erkennen. Und davon gibt es vieles in den Vereinen, nur damit man TW-Training anbieten kann als Verein.

    Das ist hier einfach nicht so üblich. Nach dem, was ich so höre, bin ich nicht sicher, ob ich verpflichtende Genehmigungen zum Training in einem anderen Verein für einen guten Weg halte. Ich habe schon öfter gehört, dass der alte Verein das dann teilweise einfach aus Prinzip verweigert.


    Ich weise immer jeden Spieler, der bei uns mittrainiert, darauf hin, dass er bitte mit seinem alten Trainer redet. Ich würde (und will) das als Trainer wissen, wenn mein Spieler woanders mittrainiert, da bin ich ganz bei dir. Ich habe aber auch schon einige Geschichten erlebt, wo Spieler erzählt haben, dass sie Druck bekommen/rausfliegen, wenn sie bei uns mittrainieren. Da bestehe ich dann nicht darauf, dass der alte Verein informiert wird.


    Versichern kann man die Probetrainingsspieler auch anders.

    Selbige Erfahrungen habe ich auch gemacht und handhabe das genauso, wie du.


    Ich glaube, wenn man in einem Verein Mitglied ist, dann ist man auch versichert Uber den Fußball-Verband, wenn man bei einem anderen Verein an einEm Probetraining teilnimmt.
    Jedenfalls sind Spieler im Probetraining bei uns ganz sicher versichert. Das Argument kommt immer wieder auf und das haben wir vor Jahren auch mal auf einer Sitzung gehabt und die Info bekommen, dass die Probespieler eben immer versichert sind über den Fußball-Verband ohne dass man eine Erlaubnis vom Heimatverein hat.

    Und eine Erlaubnis braucht es wie gesagt auch nicht bei Spielern, die man anspricht, da ist der seriöse Weg aber die Information an den Verein des Spielers. Das mache wir immer.

    Wenn ein Spieler eigeninitiativ kommt, dann bitten wir sie lediglich ihren Trainer zu informieren. Ob er es macht, ist dann dessen Sache.

    Manchmal ist das leider nicht ratsam, wie Chris beschreibt.

    Vollkommen ok. Nur weisst du ja auch, das wenn du einen spieler sichtest, das du den spieler im natürlichen umfeld beobachten willst( also möglichst ohne das er weiss da jetzt xy ihm zuguckt). Warum alsonicht andersrum wenn man schon bereit ist viel zeit zu investieren?‍♂️

    Jein.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich einen Spieler am treffendsten sichte, wenn ich ihn bei einem Wettkampf, am besten Turnier als Gastspieler dabei habe.
    Natürlich hat er davor schon einige Male über einen längeren Zeitraum bei uns mittrainiert und die Spieler, Trainer etc. Kennengelernt und damit auch die Scheu ein Stück weit abgelegt.

    Einen Spieler in seinem Verein zu sichten, reicht mir bei weitem nicht aus, um da ein klares Bild zu haben. Da sehe ich nur, ob es Sinn macht, diesen mehrmals - und unverbindlich für beide Seiten, was danach daraus wird - ins Training einzuladen.


    Aber klar, es ist nicht verkehrt, wenn sich der Spieler mal ein Spiel oder Turnier von uns von außen ansieht. Dazu lade ich auch ein, wenn wir zB ein gut besetztes Turnier in der Nähe haben.

    Ich finde immer relativ bemerkenswert das eltern, potentielle trainer oder aktuelle trainer zur Meinungsbildung beitragen. Der junge / mädelwird beobachtet. Drehts doch einfach um. Nehmt euch mal die zeit ein Training des potentiellen vereins zu beobachten. Ein spiel. Soziales gefüge. Trainingsphilosophie etc. Verstehe auch nicht warum die kids nicht selber darauf kommen. ?‍♂️

    Naja, ein Probetraining dient ja auch dem beidseitigen Kennenlernen.

    Ich zumindest kommuniziere das auch so.

    Im besten Fall gibt der Heimatverein ja sogar eine Gastspielgenehmigung, dann kann sich das Kind in einem Spie oder gar Turnier ein Bild davon machen, wie es so läuft.

    Habe auch schon Gastspieler auf eine Turnierreise mitgenommen, da bekommt er dann ein relativ ehrliches Bild, behaupte ich mal.

    Warum denn auch nicht, wenn er von sich aus kommt.


    Gesetz den Fall, die Eltern eines U7 Spielers stellen sich Eigeninitiativ vor undsagen, dass der Sohn noch vereinslos ist:

    Willst du das beim Verband prüfen lassen, denn es könnte ja auch gelogen sein (auch dazu brauchst du die genauen Daten des Spielers) und lässt ihn vorher nicht mit trainieren?

    Wie willst du diesen bürokratischen Aufwand finanzieren und rechtfertigen?

    Vor allem, da man ja keine Erlaubnis eines Vereins benötigt. Auch nicht, wenn man einen Spieler anspricht. Dann muss man den Heimatverein nur informieren.


    wie soll das bei Fussballferienschulen laufen, denn genau genommen ist das ja auch ein Training bei einem anderen Verein, wenn man das nicht beim Heimatverein macht.

    Wie bei großen Sichtungstagen der NLZ? Du müsstest dann ja alle Daten der Anmeldung prüfen und dann die jeweiligen Heimatvereine informieren. Prüfen kann das aber nur der Verband.

    Und noch schwerer wird das, wenn man noch in verschiedenen Landesverbänden prüfen lassen muss.

    Wie gesagt: das ist ja keine pauschale Aussage oder Verurteilung. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das so laufen KANN.


    "Ihm könne zwar noch kein Stammplatz garantiert werden, aber bei seinen Qualitäten spricht nichts dagegen, dass er den bis zum Saisonbeginn hat" ist natürlich so eine Sache... Man suggeriert eine tolle Chance, aber verspricht letztlich eigentlich gar nichts. Das soll keine Unterstellung sein, aber die Aussage kann jeder Verein gegenüber 20 Spielern treffen und die Hälfte hat halt Pech gehabt.

    Ist aber weit besser, als einenStammplatz zu versprechen.


    Man kann doch nur gutes Training uä versprechen.

    Wer mehr verspricht, der ist unserös mM.

    Du hast recht, dass das Vereine schnell erzählen bzw. Trainer.

    Das findet man aber in einem Gespräch ja raus, wenn die Trainer genau beschreiben, was das Kind kann, was es nicht kann, wo man Potential sieht. Auch, wann man ihn zB gesehen hast.


    Und hier hat ja zuerst sogar ein Gespräch stattgefunden, indem auch nicht das Blaue von Himmel versprochen wurde.
    Auch wurde der Spieler die Eltern nicht unter irgendeinen Druck gesetzt und man hat die Absage ja ohne weiteres akzeptiert.


    Das alles klingt mach der Schilderung jetzt auf mich doch erstmal ganz seriös.

    Das finde ich schwierig, als "neuer Verein". Ich gebe dir völlig recht, wenn der Verein den Spieler anspricht.


    Aber umgekehrt? Das ist doch einfach Sache der Eltern, oder soll der neue Verein da jedes Mal nachhaken und noch Kommunikation betreiben, die in diesem Fall definitiv von den Eltern kommen müsste.


    Wir haben pro Sommer im Verein sicher zwischen 100 und 200 Spieler im Probetraining, davon 80-90 %, die von sich aus sich vorstellen. Da müssten wir einen Kommunikationsberater abstellen, um all das zu managen.

    Sehe ich genauso.

    Wenn die Eltern proaktiv einen neuen Verein suchen, dann ist das deren Baustelle, den aktuellen Verein ggfs zu informieren.

    Das ist genau der Grund, warum ich Eltern/Spieler verstehe, die nicht vor Entscheidungsfindung offen ihre Gedanken zu einem Wechsel Kundtun.


    Bei euch hat der Trainer super agiert, hier ist es der Jugendleiter. Oft ist es aber der Trainer.

    Dass man euren Sohn mit moralischen Druck belegt hat, ist einfach nicht fair und nicht im Sinne deines Sohnes. Dies gar überMannschaftskameraden zu machen, die deinen Sohn ansprechen ist noch blöder.


    Es gibt immer zwei Seiten der Medaille und der “abwerbende Verein” wird gerne kritisiert, wenn er bestimmte Regularien nicht einhält.

    Dass das aber gar nicht so einfach ist, wirklich im Sinne des Kindes einen Weg zu finden, wenn beim Heimatverein Trainer oder Verantwortliche so agieren, das wird nie gesehen.


    Leider gibt es für mich da nicht die Lösung, die wirklich immer im Sonne des Kindes ist.

    Denn nur darum sollte es gehen.