Klar gibt es genug 11jährige, die von ihren Eltern gesteuert werden, wo es eher um die Interessen der Eltern geht, als um die der Spieler.
Aber ein 11jähriger ist auch kein Kleinkind mehr, dass nicht wahrnimmt, was außerhalb seiner Blase passiert.
Und natürlich gibt es damit auch genug Spieler, die auch in diesem Alter möglichst ambitioniert spielen wollen.
Die alle guten Jungs im Kreis kenne, selbst wissen, welches Team gut bzw.am besten ist. Und die dann eben auch echte Gegner im Training haben wollen, mit einer guten Mannschaft gegen bessere Teams spielen wollen.
Klar, es gibt auch viele, die wollen der Rausgucker in ihrem Team sein, denen ist es am wichtigsten, dass sie 10er und/oder Kapitän sind, als nur ein guter Spieler in einer guten Mannschaft.
Manche wollen grundsätzlich keine Veränderungen, haben Angst vor allem neuen. Andere wieder langweilt der ewig selbe Trott (gerade, wenn ein Trainer von Minis bis D-Jugend bei einem Team bleibt.), selbe Mitspieler, selbe Gegner, selbe Hierachie, selbes Standing der Spieler, selben Witze und Trainingsübungen, etc.
Ich bin da aber bei DonQuijote, dieses undifferenzierte schwarz -weiß Denken ist nicht der Schlüssel. Oft sind Kinder gesteuert von überehrgeizigen Eltern, aber das ist nicht immer der Fall.
Wenn (untalentierte) Spieler aufhören, höre ich selten, dass das elterngesteuert ist, wenn aber taletierte Kinder des selben Alters ebenso eine Veränderung wollen, dann muss es elterngesteuert sein.
Ich wollte mal zur U12 einen Spieler holen, der sich schon in einem guten Team befunden hat, wo er aber immer noch rausguckte. Wir hatten bereits vor Weihnachten Kontakt zu dem Spieler, diesen bei uns im Training.
Die Eltern wollten einen erneuten Wechsel nach einen Jahr auf keinen Fall, weshalb wir ausmachten, dass er ab und an mal bei uns mittrainiert, mal zu einem Turnier/Freundschaftsspiel mitkommt (mit dem Verein und dessen Trainern ging das super) und man dann in 1-2 Jahren über einen Wechsel spricht.
Als der Junge, dann aber inzwischen einige Male bei uns mittrainiert hatte, sogar bei einem großen Turnier dabei war, da hat er zuhause so extrem auf seine Eltern eingewirkt, dass diese auf uns zu kamen, ob man den wechsel nicht doch schon im Sommer vollziehen könnte. (Ich möchte betonen, dass wir Trainer null Einfluss auf den Spieler genommen haben, das Modell, dass er ab und an mittrainiert/-mitspielt bei uns, war ok.)
Edit: Dass ein Stützpunkttrainer im selben Kreis bei einem Verein Trainer ist, im schlimmsten Fall sogar im Stützpunktalter, das finde ich aber auch mehr als suboptimal.
Und ich kenne definitiv auch viele Fälle, wo der Stützpunkttrainer diesen Status missbraucht. In doppelter Hinsicht, Spieler mittels Stützpunkt in den eigenen Verein holen und den potentiellen Wechsel in das NLZ zu verhindern (dabei soll der Stützpunkt den NLZs zuarbeiten, nicht sogar gegen diese arbeiten). Vor allem ist das so widersprüchlich, weil die Argumente, die man benutzt, um die Spieler in den eigenen Verein zu holen, die negiert man dann, wenn es eine Ebene höher zum NLZ gehen soll. Die selben Argumente.