Alles anzeigenNur mal so:
Sepp Herberger
Trainer: 1936-1942 und 1950-1964 => 20 Jahre
"Wann ich abtrete, das bestimme ich. Der DFB lässt mir da vollkommen freie Hand.“
Helmut Schön
Co-Trainer: 1956-1964 - Trainer: 1964-78 => 22 Jahre beim DFB
Er erklärte seinen Rücktritt vor dem Vorrunden-Aus bei der WM 1978.
Jupp Derwall
Co-Trainer: 1970-1978 - Trainer: 1978-1984 => 14 Jahre beim DFB
Er trat nach dem Vorrunden-Aus bei der EM 1984 zurück.
Joachim Löw:
Co-Trainer: 2004-2006 - Trainer: 2006-heute => 16 Jahre
Es ist somit nicht ungewöhnlich, dass der DFB Trainer langfristig beschäftigt. Und parallelen kann man da auch erkennen, wenn man will. Bei einem Löw Rücktritt, wären wohl noch einige mehr davon betroffen (zumindest sein Co-Trainer, wenn nicht sogar Oliver Bierhoff). Kann man sich das zum jetzigen Zeitpunkt erlauben? Wäre das leistungssteigernd für die EM im nächsten Jahr? Findet die überhaupt statt? Der DFB setzt meines Erachtens auf Kontinuität und Sicherheit in diesen unvorhersehbaren und nicht planbaren Zeiten. Wer sollte denn gerade das Amt wollen oder ist dafür geeignet? Ihr schmeißt ja auch keine Trainer raus, wenn ihr keinen Ersatz habt
- und die Zeit der kurzen Trainer-Engagements war übrigens auch keine überaus erfolgreiche.
Und wer weiß, ob es mit Hummels und Müller besser laufen würde (die hier fast jeder fordert). Auch hier muss ich sagen, dass es auch früher gute Spieler gab, auf die die Nationalelf verzichtete (Schuster, Effenberg u.a.) - das ist übrigens meine subjektive Meinung. Was wäre denn eine objektive Meinung? (Ablösesummen, Fehlpassquote, Tore pro Saison?) Wenn es das gäbe, wäre ein Bot der beste Nationaltrainer.
Der Kommentar von @Revilo hat mir übrigens sehr gut gefallen - und Trainer ist Joachim Löw. Ich glaube er weiß was er tut und warum - und ich bin kein Löw-Jünger. Seine Aufstellungen konnte ich nicht immer verstehen (z.B. Höwedes als linker Verteidiger bei der WM 2014; das Festhalten an Özil), aber sie waren erfolgreich oder gaben der Mannschaft Sicherheit ("Mesut wurde bei der WM 2014 viel kritisiert, aber er war einer unserer wichtigsten Spieler. Du konntest ihm unter Druck den Ball geben, er hat keinen verloren." Philipp Lahm). Und auch heute wird er seine Gründe haben für seine Entscheidungen, die ich von außen nicht beurteilen kann (und ich auch zweifele, dass das andere können).
Das Özil Bashing damals war ja auch populistisch.
Einfach, weil Dinge bei ihm zu „lässig“ aussehen.
( Bei den Gegentoren 2018 hat man Özil aber zB nach hinten sprinten sehen. Kroos zB nicht!.)
Schweisteigers Leistung im Finale wird ja auch verklärt, weil er viel einstecken musste. Aber er war nur normal gut, nicht besser als die meisten anderen. Gekämpft haben die andere auch, fast alle anderen, nur haben die keine sichtbaren Schäden bekommen. Von Kramer abgesehen vlt.
Aber das kann man von einem Spieler im WM Finale auch erwarten, dass er ALLES gibt. Das sehe ich als basal, das muss man nicht extra loben, eher kritisieren, wenn es einer nicht macht. (was ich bei Kroos und Messi auch tue, die das meiner Wahrnehmung nach eben nicht getan haben.)
Mindestens 2 von 3 Chancen kamen durch eine Aktion von Özil zustande. Direkter Assist oder Preassist, weil er einen Gegenspieler ausgetanzt hat.
Grundsätzlich, von 2018 bis 2018.
Ob man ihn als LA aufstellen musste und er nicht besser als reiner 10er gewesen wäre, das ist was anderes. Aber der Bundestrainer brauchte zwei 6er, die Kroos’ Defensive Schwächen kaschieren. Das sind 3 zentrale, mehr geht halt nicht.
Kroos und Özil waren defensiv nie gut, da kannst du fast nur einen spielen lassen. Aber gut, das Thema ist eh vorbei, Özils Zeit längst vorbei.
