Beiträge von Sir Alex

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    Das Özil Bashing damals war ja auch populistisch.

    Einfach, weil Dinge bei ihm zu „lässig“ aussehen.

    ( Bei den Gegentoren 2018 hat man Özil aber zB nach hinten sprinten sehen. Kroos zB nicht!.)

    Schweisteigers Leistung im Finale wird ja auch verklärt, weil er viel einstecken musste. Aber er war nur normal gut, nicht besser als die meisten anderen. Gekämpft haben die andere auch, fast alle anderen, nur haben die keine sichtbaren Schäden bekommen. Von Kramer abgesehen vlt.
    Aber das kann man von einem Spieler im WM Finale auch erwarten, dass er ALLES gibt. Das sehe ich als basal, das muss man nicht extra loben, eher kritisieren, wenn es einer nicht macht. (was ich bei Kroos und Messi auch tue, die das meiner Wahrnehmung nach eben nicht getan haben.)


    Mindestens 2 von 3 Chancen kamen durch eine Aktion von Özil zustande. Direkter Assist oder Preassist, weil er einen Gegenspieler ausgetanzt hat.

    Grundsätzlich, von 2018 bis 2018.
    Ob man ihn als LA aufstellen musste und er nicht besser als reiner 10er gewesen wäre, das ist was anderes. Aber der Bundestrainer brauchte zwei 6er, die Kroos’ Defensive Schwächen kaschieren. Das sind 3 zentrale, mehr geht halt nicht.

    Kroos und Özil waren defensiv nie gut, da kannst du fast nur einen spielen lassen. Aber gut, das Thema ist eh vorbei, Özils Zeit längst vorbei.

    Mittelfeldstratege Wenn ich mich dazu äußere, dass ich es nachvollziehbar finde, eher in der Kreisliga, als in der Kreisklasse zu sichten und darauf dann die Antwort kommt: sollen die Jungs in der Kreisklasse deswegen ihre Freunde verlassen, ja, dann finde ich das polemisch.

    vangaalsnase Interessant, dass du die Geschichte des ehemaligen Braunschweiger Nachwuchsleiters berichtest. Meiner Meinung nach fehlt da allerdings ein wichtiger Punkt, nämlich WARUM Braunschweig seinerzeit so in Richtung Individualisierung ging. Sie versuchten damit den Standortnachteil auszugleichen, den sie aufgrund ihrer Lage in der Nähe der NLZ Wolfsburg und Hannover (damals 1. Ligist) hatten. Sie bekamen nämlich schlichtweg nicht die Toptalente der Region. Und diese Entscheidung als Hauptgrund für den Abstieg zu sehen, halte ich für reichlich gewagt. Bei der U19 war es ein einziger Punkt der fehlte. Und in der Nord/Nordoststaffel mit den NLZ Bremen, Hamburg, Wolfsburg, Hertha, RB spielt praktisch die halbe Liga gegen den Abstieg.

    Meine Wahrnehmung ist, dass an den Stützpunkten inzwischen sehr viel mehr in Spielformen trainiert wird. Und individuell trainieren heißt nicht, dass nur in 1gg 1 Formen trainiert wird.

    Abschließend noch zu deiner Aussage zu La Masia: nach meiner ganz bescheidenen Meinung wurde in den letzten Jahren bei Barcelona eher auf Transfers von außen Wert gelegt. Das lag aus meiner Sicht möglicherweise auch an den Trainern. Ob die eigene Jugend tatsächlich schwächer war, als bis 2015, maße ich mir nicht an zu beurteilen. Die Rahmenbedingungen waren einfach anders. Und wenn sie tatsächlich schwächer war, dann gibt es dafür sicher auch mehrere Gründe, als nur den Einen.

    Bin da voll bei dir.


    wie oben schon gesagt, empfinde ich die Trennung nach individuell gut und strategisch/taktisch gut als völlig falsch.

    Man suggeriert, dass es nur entweder oder gibt, was meiner Erfahrung nach schlicht falsch ist.

    Dazu wird einem individuell schwächeren Spieler, der keine Zweikämpfe gewinnt, gar bestreitet, gerne schnell das Attribut spielintelligent gegeben. Auch das ist mM nach nicht Zieführend. Woran genau macht man das fest? Weil er sich nur da aufhält, wo der Zeit-Gegnerdruck gering ist?

    Mann muss aber aufpassen, dass man permanent abspülende Kinder nicht zu schnell als spielintelligent einordnet.

    Denn das ist definitiv nicht so.

    Wie oft höre ich so etwas, dabei hat der Spieler nur wenig individuelle Klasse und wenig Mut und spielt nicht ab, sondern weg.

    Natürlich tauchen solche Spieler dann irgendwann ab. Ihnen fehlt schlicht die individuelle Klasse.

    Am schlimmsten sind die „Direktspieler“, denn die Ball- und Mitnahme ist/wird so wichtig, da trennt sich die Spreu weit von Weizen. Sehr weit.

    Das fällt aber erst dpäter auf, wenn die Gegner enger stehen, besser verteidigen, Zeit- Gegnerdruck deutlich zunehmen.

    Wenn ich nicht irre:

    Du läufst neben dem Gegner und tust so, als ob du den Ball mit der Sohle nach hinten ziehst, abspielst, weil du selbst keine Bewegung in einer andere Richtung täschst, du verlangsamst nur kurz das Tempo ,dribbelst aber weiter vorwärts.

    Ziel ist es den Gefenspieper kurz zum Anhalten zu bringen, weil er mit einem Sohlenpass nach hinten rechnet.


    Eine uralte Finte, die mein Trainer zu meinen B-Jugendzeiten gerne genutzt hat, wenn er mal mittrainierte. Das ist fast 30 Jahre her. Und mein Trainer war damals schon alt und nannte die Finte damals uralt.


    Kennen die jungen Leute einfach nicht mehr.

    Kleine Spielformen.


    Warum wählst du aber diese Finte aus, wenn ich fragen darf?

    Das ist ja eine Finte, die nur dann einen Plan B hat, wenn ein Mitspieler hinter dem Ballfuhrenden ist/hinläuft. Andernfalls ist das ja eine Finte ins Nichts, es gibt nur eine Zieloption, nämlich am Gegenspieler geradeaus vorbei. Es ist ja eigentlich eine reine Passfinte (dazu nach hinten fintierend).

    Meine Beobachtung.

    Ronaldo sieht/sah man ab Cl- Halbfinale und bei jedem Turnierspiel mit Portugal gegen den Ball arbeiten.

    Messi hat nicht mal zwei Schritte zur Seite gemacht, wenn der Gegner mit Ball direkt an ihm vorbeitrabt. Diverse Male in jedem Spiel.
    Die Auszeichnung 2014 war ein Witz, die war selbst Messi unangenehm. Er war halt der größte individuelle Könner, der weit gekommen ist.
    Komm schon, solche Preise Grundsätzlich als gepachtete Wahrheit zu verkaufen, das widerspricht doch auch deiner Wahrnehmung.


    Dass die Diskussion abgedriftet ist, damit hast du recht.


    Dann halte ich den Punkt nochmal fest, dass ein N11 Trainer, der in der WM Vorrunde ausscheidet nicht weiter machen darf. Wenn er selbst schon nicht aufhört, dann muss man ihn dazu bringen.

    Das losgelöst von der Qualität des Trainers. Das ist jedenfalls meine Meinung.

    Und länger als maximal 8 Jahre finde ich eh nicht gut oder nötig. Ganz grundsätzlich. Auch in dem Fall, wo Klopp das mal machen sollte.
    Aber der würde eh auch rechtzeitig aufhören.

    Also bei den letzten 5 Weltmeisterschaften hatten wir insgesamt 9 "Außenseiter" im Halbfinale, sogar zwei davon im Finale. Schauen wir noch 8 Jahre weiter zurück, kommen noch 4 weitere "Außenseiter" im Halbfinale dazu.

    Man kann also genauso sagen "Bei der WM kommt auch mal Kroatien ins Finale" oder "Bei der WM hat man auch mal Südkorea gegen die Türkei im Spiel um Platz Drei".


    Bei der EM ist es ziemlich genau die gleiche Anzahl an "Außenseitern" im Halbfinale, hier wird allerdings ein Spiel weniger gespielt (bis 2016) und es fallen zwei Nationen, die um den Titel mitreden, raus. Es ist also statistisch wahrscheinlicher, dass dort ein Außenseiter weit kommt.

    Halbfinale ist etwas anderes, als Weltmeister. Das kannst du ja sogar schon mit günstiger Auslosung und/oder einem guten Spiel erreichen.

    Auch Finalist ist ungleich Sieger.


    Ich habe das sogar ausgeführt, ich habe gesagt, dass man für den Titel 4 Ko Spiele gewinnen muss. Ist man keine der Topnationen muss man 2 oder gar 3 große besiegen.

    Und das bei 7 Spielen in kurzer Zeit, schaffen das eben nur die großen. (Eine WM mag taktisch nicht das Niveau von Vereinsteams bieten, aber für ihr Land bei einer WM, da reißt sich bis auf Messi jeder seinen Arsch auf. Da läuft sogar Ronaldo 100% gegen den Ball, schon in der Vorrunde. Das kostet Körner.)

    Es geht ja nicht darum, oft gut/erfolgreich zu spielen, sondern jedes Spiel. Du musst also auch dein schlechtes Spiel, dass jeder hat gewinnen bzw.. das Spiel, wo der Gegner großartig spielt.



    Edit:

    Es mag sich mal ändern. Bisher haben aber immer die großen den Weltmeistertitel geholt.

    Alle 4 Jahre beim privaten Tippspiel gibt es Massen an Freunden, die auf Geheimtipps setzten . Zuletzt Belgien die ohne Frage Qualität hatten und sogar eine sehr leichte Gruppe. Aber die schlagen dann "nur" einen der großen, ihr nicht so brillantes Spiel verlieren sie dann.

    Deutschland, Italien, Frankreich oder Argentinien können auch schlechte Spiele gegen gute Gegner gewinnen. Denen geht dann nicht die Kraft aus.


    Edit2:

    Davon ab gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen WM und EM. Nämlich die Zeitzone in der gespielt wird.

    Europäische kleinere Länder können so besser ein Turnier im eigenen Kontinent am maximalen Leistungsniveau spielen. Das macht Länder von Schweden bis Kroatien auf dem europäischen Kontinent stärker.

    Außerhalb Europas kommen "kleinere Europäer" sicherlich deutlich weniger ins Halbfinale - ich prüfe das jetzt nicht, behaupte das aber mal relativ sicher.

    Problem 1: Der Kicker ist ein Sportmagazin, der die Noten subjektiv aufgrund einer Spielbeobachtung vergibt. Der Kicker kann weder Trainingsarbeit leisten, noch Spielkonzepte erarbeiten. Du stellst dein Team doch auch nicht nach den Aussagen deiner Spielereltern nach Beendigung des letzten Matches für das kommende Wochenende auf. Du bist der Trainer


    Problem 2: Dann überleg mal wer alles international wegbricht, weil er keine Note seitens des Kickers erhalten kann...

    Ich glaube, er meinte das ironisch. Ich bin mir sogar ziemlich sicher.

    Weiter oben hatten wir die Anregung, dass ein schleichender Umbruch vollzogen werden sollte. Einige Spieler haben nach der WM von selbst aufgehört, vielleicht sollten die drei als stabile Säulen erstmal drinbleiben. Als dann ihre Form in den Keller rutschte (und das habe ich vor einigen Beiträgen bereits faktisch belegt), hat man sie nicht mehr in dieser Rolle gesehen und aussortiert.


    Nach wie vor bin ich der Meinung, dass ein komplettes Aussortieren ohne Hintertür zu hart war.


    Dennoch weiß man natürlich jetzt nach 1,5 Jahren besser, dass es damals der falsche Weg oder der falsche Moment war. Vor 1,5 Jahren war es leistungstechnisch aber utopisch, dass diese drei Spieler jemals nochmal den Unterschied bei der Nationalmannschaft machen können.

    Bei Müller und Boateng bin ich bei dir. Müller war schon Jahre außer Form, Boateng ebenso.

    Boateng finde ich aber auch aktuell nicht so doll, wie er gemacht wird. Ging mir früher aber auch so. In dominanten Mannschaften, da macht er es ordentlich, da ist er auch schnell genug, weil das Team hoch steht.

    Wenn er aber defensiv gut gefordert wird, dann gefällt er mir nicht so gut. Bei Bayern wirst du aber meist nicht so unter Druck gesetzt, das kommt ihm mM nach entgegen. Er fällt auch oft aus, nicht zuletzt früh im CL-Finale.

    So dominant ist Deutschland aber nicht mehr, dass das Spiel nur in des Gegners Hälfte stattfindet.


    Aber Hummels fand ich nie so schlecht, wie er gemacht wurde. Sicherlich war er im ersten Halbjahr 2018/19 nicht so stark, die ganze Bayernmannschaft hat ja gekriselt, aber er war um Welten besser, als Boateng. Und ab November/Dezember bis Saisonende war Hummels schon wieder richtig stark. Viele Bayernfans konnten den Verkauf auch kaum verstehen.

    Boateng dagegen spielt ja nur noch bei Bayern, weil den niemand anderes kaufen wollte vor einem Jahr. Also niemand, der sich das Gehalt auch leisten könnte.

    Des weiteren finde ich das es Gründe für die ausbootung von Hummels, Müller und Boateng gibt, die hier noch nicht Diskutiert wurden. Soweit ich das aus meiner Position bewerten kann sind alle drei Führungspersönlichkeiten gewesen. Alle waren in der NM Wortführer. Deswegen macht es für mich durchaus Sinn beim Einleiten eines Umbruchs auf jüngere Führungsspieler zusetzten (Kimich, Goretzka usw.), damit wenn eine Ausbootung der Drei kein riesen Loch hinterlassen wird. Den claim die Ausbootung wären impulsiv o.Ä. gewesen halte ich für sehr gewagt. Auf diesem Niveau würde ich davon ausgehen das solche Entscheidungen vorher intensiv diskutiert worden sind.

    Naja, allein der Zeitpunkt lässt kaum einen anderen Schluss zu, oder?


    Warum hat er diese drei nicht nach der WM ausgebootet? Das hätte man gesichtswahrend für alle machen können - denn verdiente Spieler haben das mM nach auch verdient!!! - das muss sich Löw eh ankreiden lassen, wie viele verdiente Spieler einen miesen Abgang bekommen haben.

    Dazu zweitens: Er hat doch eine ausgiebige Analyse gemacht, wo er die Ausrichtung bis zum nächsten Turnier (oder weiter) mit seinen Chefs diskutiert/dargelegt hat, etc.

    Da waren diese drei ja offensichtlich noch feste Bestandteile.

    Welchen Sinn soll sonst die Analyse gemacht haben, wenn man die Ausrichtung mit diesen drei Spielern wenige Monate später umkehrt?

    Er hat ja seinen eigenen lang ausgearbeiteten Plan sehr schnell wieder verworfen, oder?

    Planvoll ist das definitiv nicht.

    Die Erwartungshaltungen von Sir Alex finde ich übrigens echt lächerlich, da bei Tunieren wie der WM mit wenig Spielen Glück sehr stark ins Gewicht fällt (siehe xG). Auch kann man bei den Gegnern Pech haben. Der Gewinner der WM ist nicht mit der besten Nationalmannschaft gleich zusetzen!

    Naja, bei einer WM gewinnt aber immer einer der Favoriten. Ausnahmslos.


    Bei einer EM gewinnt auch mal Griechenland oder Portugal.


    Na klar, spielt Glück auch eine Rolle. Das stelle ich doch gar nicht in Abrede. Aber man braucht schon mehrmals Glück, um als "Nicht-Topnation" den Titel zu holen. Das ist dann eben doch sehr unwahrscheinlich und ist bis dato noch nie passiert.


    Ich sage ja nicht, dass das beste Team (wenn man so etwas überhaupt festmachen kann) den Titel holt. Das beste Team kann auch Pech haben, keine Frage.

    Aber der Titelträger ist dann doch wirklich immer eines der besten Teams.


    Und die großen Fussballnationen haben ja doch einen idR leichteren Weg. Schon weil sie gesetzt sind. Die haben einen Exoten in der Gruppe und meist nur einen anderen Europäer.

    Und eine Hammergruppe hat Deutschland nie bekommen.

    Guck dir doch mal die Gruppen der letzten WM an und sag mir, welcher der Topnationen, da eine schwere Gruppe hatte?

    Da brauchst du als Topnation kein gutes Spiel, um trotzdem Zweiter zu werden, werden zu müssen.


    Uruguay, Russland, Saudi-Arabien und Ägypten.

    Spanien, Portugal, Iran, Marokko

    Frankreich, Dänemark, Peru, Australien

    Kroatien, Argentinien, Nigeria, Island

    Brasilien, Schweiz, Serbien, Costa Rica

    Schweden, Mexico, Südkorea, Deutschland

    Belgien, England, Tunesien, Panama

    Kolumbien, Japan, Senegal, Polen


    Wenn du da als Topnation nicht ins Viertelfinale kommst - also ein Ko-Spiel gewinnst - dann war es ein enttäuschendes Turnier.

    Als Erfolg kann ich da nur werten, wenn man wenigstens einen richtig guten Gegner besiegt hat in den Ko-Spielen.

    Und idR (angesehen von 90 mit Holland) hat Deutschland keinen Topgegner im AF, weil man ja als gesetztes Team sehr gute Chancen hat Gruppensieger zu werden.

    Oft haben wir nicht mal eine Topnation im VF zum Gegner.

    Na klar, kann man gegen Schweden oä auch mit viel Pech ausscheiden. Das ist dann vlt kein extremer Misserfolg, aber als Erfolg kann ich das VF-Aus dann eben auch nicht werten.

    wir hatten direkt nach 2018 ja unfassbares Glück mit den Gegnern bzw. Eher Pech, wenn es darum geht den wahren Zustand der Mannschaft zu erkennen.


    den Weltmeister und ein Holland im kompletten Neuaufbau in der Gruppe. Dankbarer ging es kaum.

    Große Namen, die aber nicht so gut sein werden.


    So kam es auch, Frankreich spielte mit der satten Weltmeisterelf (die verpassen den Umbruch auch), die anders als bei der WM - wo sie vor allem gefightet und 100% verteidigt haben - eher wenig intensiv gespielt haben.

    Wir holen da einen Punkt und das sieht auf dem Papier dann gut aus, weil amtierender Weltmeister. (Ich hatte genau das vor dem Spiel vorhergesagt. 0:0 oder 1:0 für D gegen wenig ambitionierte Wetmeister, das den Blick auf den Istzustand völlig vernebelt und den Umbruch weiter verzögert. - Hatte da einen Diskurs mit Freunden).


    Dann irgendwann nach vielen weiteren grausamen Auftritten die Ausbootung der drei Spieler.

    Planvoll war da nichts.
    was stand da eigentlich drin in Jogis WM Analyse?

    Ein Umbruch möglichst sanft zu vollziehen, ist eine Herkulesaufgabe. Ganz besonders, wenn kein Trainerwechsel stattfindet.

    Es geht dabei ja nicht nur um sportliche Qualität, sondern auch um Hirachiefragen.


    MM nach muss man sich da bei Zeiten auch von Spielern trennen, selbst wenn diese noch gut genug sind.

    Deshalb habe ich mit der Ausbootung von Müller und Boateng kein Problem. Im Gegenteil, ich habe in meinem Kreis dies spätestens nach der WM 2018 sogar gefordert. (Plus Kroos, sieht oben plus da haben wir Gündogan).


    Aber, Löw hat das alles ungeplant und Knall auf Fall gemacht. Dass das so nicht funktionier, das konnte man erahnen ohne selbst Fussballlehrer zu sein.


    Ein Umbruch benötigt auch Säulen, beide IV zeitgleich auszutauschen ist selten die beste Idee, gerade wenn man keinen Dritten hat, der schon ne Weile dabei ist.

    Wenn du zu viele Spieler hast, denen es an Länderspielerfahrung mangelt und dem speziellen Umgang mit dem Medienfokus, den man hat, denn N11 gucken nochmal viel mehr Menschen und an Länderspielterminen gibt es auch keine anderen Vereine, die fast zeitgleich spielen und Medieninteresse „klauen“.

    Da bist du 2-3 Tage mit deinem Team im alleinigen Fokus.

    Da hilft es ungemein, wenn du dir schon Routine und ein Standing erspielt hast.


    Deshalb wäre es sinnvoll gewesen, die ersten Maßnahmen nach 2014 zu vollziehen, so dass du 2018 ein paar mehr Spieler hast, die dann 25-40 Länderspiele haben. Dann kannst du die nächsten wieder reinwerfen.


    Denn als Hummels, Müller und Özil weg waren, da waren die „Buhmänner“ der Presse/Öffentlichkeit auch alle raus. Wenn es jetzt nicht läuft, dann stehen Neulinge in der Kritik.

    Kroos ist ja ein Medienliebling, aalglatt, immer so agierend, dass nur er keine negative Presse bekommt.


    Schon deshalb hätte ich Hummels gehalten. Er hätte anderen „Rücken“ gegeben, wie es die Jugend formuliert. Dann wäre idR Hummels zerrissen worden bei den häufigen Gegentoren.



    Noch ein Satz zu den Ausführungen, warum D so viele Gegentote bekommt.

    Dass nur an der IV festzumachen ist viel zu einfach. Egal wie individuell stark/schwach die auch sein mögen.

    Da passt bei D schon im Mittelfeld wenig zusammen. Wie oft zB Ukraine’s C-Team über das zentrale Mittelfeld einen Angriff aufbauen konnte, da hast du es als IV dann auch nicht leicht.

    Zum Thema Umbruch:


    So etwas ist generell ne schwierige Kiste.

    Man muss diesen rechtzeitig am besten sukzessive einleiten und die richtigen Spieler als Stützen dennoch halten.


    Man kann über Jogi ja unterschiedliche Meinungen haben, den Umbruch hat er aber vollkommen verdaddelt:

    1) Er hat nach der WM 2014 nicht damit angefangen, sondern erst 2018. 4 Jahre die fehlen für den sukzessiven Umbau.

    2) Er hat ja nicht einmal 2018 diesen planvoll betrieben.

    Er hat Hummels und co ja erst nach einigen weiteren Länderspiele - zu diesem Zeitpunkt dann doch überraschend - rausgeschmissen.

    Das wirkt dann doch wie Aktionismus, nicht wie planvoller Umbau.

    3) Er setzt auf die Stütze Kroos - der sogar gefordert und bekommen hat - nur noch ausgewählte Länderspiele bestreiten zu müssen.

    Das macht für mich doppelt keinen Sinn. Die Stützen braucht man in jedem Länderspiel, um den anderen den „Halt“ zu geben, damit diese Stützen eben die Verantwortung übernehmen, gerade wenn es nicht läuft.

    So ein Spieler war und ist Kroos aber nie gewesen. Er hat sich in schweren Spielen idR versteckt und er hat auch in Interviews nie mal zugestanden schlecht gespielt oder einen Fehler gemacht zu haben.


    Deshalb hätte ich Hummels gehalten. Erstens ist ein gestandener IV meist wichtig und zweitens hat der schon immer Verantwortung übernommen, auch mal eigene Fehler im Spiel eingestanden.

    (Davon ab ist Hummels beim Abgang zum BVB schon wieder in Topform gewesen, nahezu alles Bayernfans wollten ihn halten, Boateng war raus.)

    Klopp steht als Trainer deshalb außer Frage bzw. Dessen Qualität, weil er bei verschiedenen Stationen erfolgreich war.

    Nicht in jeder Saison - je eine nicht so gute beim BVB und bei Mainz - aber dafür 15-20 Jahre teilweise überperformt. Mit immer wechselnden Vereinen und Teams (innerhalb des Vereins).


    Bei Löw als N11 Trainer kann man noch behaupten, dass er einfach einen Sahnejahrgang hatte.


    Und davon abgesehen erkennt ein guter Trainer, wann er aufhören sollte. Das hat Klopp dem Löw definitiv voraus. Klopp musste man nirgends vom Hof jagen.

    ich schrieb von Viertelfinale bei einer WM als Mindestziel. Also als Deutscher Trainer.

    Es gibt mit Frankreich, Spanien, Argentinien, Brasilien, Italien und Deutschland eigentlich nur 6 Nationen, die die Titel unter sich ausmachen.

    England und Uruguay lasse ich mal raus.

    Dafür kannst du Holland noch mit reinnehmen, die auch zu den Topnationrn gehören, meistens jedenfalls.

    Alle anderen Geheimfavoriten - wie zB Belgien - können eine dieser Topnationen schlagen, aber für den Titel müssen sie idR 2-3 davon in Ko-Spielen schlagen. Und das gelingt denen eben nicht. Die verlieren „ihr“ schlechtes Spiel idR. Ein schlechtes Spiel, das jedes Team bei einer WM hat.

    Aber Italien, Deutschland und co können eben auch schlechte Spiele gewinnen, weil einfach mehr Qualität da ist.


    Eine EM nehme ich ganz anders wahr. Da ich für einen Zyklus von WM zu WM bin, ist eine Euro nicht ganz so wichtig.
    Natürlich kann man da trotzdem un den Titel mitspielen, schon weil Brasilien und Argentinien fehlen.

    Bei einer EM kann ich einen Misserfolg viel leichter tolerieren, gerade, wenn man die WM im Fokus hat.

    Erfolgreich würde ich eine EM aber erst bezeichnen, wenn man mindestens einen der großen geschlagen hat in einem KO Spiel und ind HF gekommen ist. Eigentlich vlt erst bei einem Finaleinzug.

    Aber wie gesagt, das wäre mit nicht so wichtig, wenn man die WM im Fokus hat bei der Kaderzusammenstellung, Spielern Turniererfahrung gibt, damit sie diese bei der WM dann eben schon haben.


    Mit Liverool und dem AF Aus ist das auch nur bedingt vergleichbar.

    Deutschland ist gesetzt - wenn sie eben nicht bei WM und dazwischen mies sind - und dann bekommst du die besten weder in der Gruppe noch im AF. Da musst du schon richtig Pech bei der Auslosung haben.

    Das ist in der CL anders.


    Und gegen Schweden und co erwarte ich im AF dann eben einen Sieg.


    Dazu spielen die dann alle ihr viertes Spiel in 14 Tagen und Schweden und co müssen dabei in jedem über die Grenze gehen. Im Natuonalteam bei einem Turnier macht das auch jeder Spieler. (Siehe Algerien 2014).

    Bei einem Turnier läuft selbst C.Ronaldo gegen den Ball, wie er es sonst im Verein nur in wenigen Spielen tut.

    Das alles kostet Kraft und deshalb gewinnen Portugal, Belgien und co auch keine WM. Die können nicht 7 Spiele und dabei 2-4 mal gegen einen der großen diesen Kraftakt bringen. Diese Qualität haben sie nicht, deshalb kommen Geheimfavoriten ins HF, mit glücklicher Auslosung ins Finale, aber holen nie den Titel.

    Für Deutschland wird es demnach gegen Schweden und co mit jedem Spiel leichter, wenn man abliefert. Weil Deutschland eben 7 Spiele dieses Tempo gehen kann.

    Deshalb sehe ich Viertelfinale halt auch als Norm an, Erfolg nicht vor HF.


    Und in der N11 ewig den selben Trainer zu haben, sehe ich deshalb auch grundsätzlich als nicht optimal an.

    Im Erfolgsfall wird der Umbruch verpasst und im Misserfolg kannst du nicht ohne Druck „dein“ Team formen.


    Deshalb habe ich absichtlich über Löws Qualität keine klare und vor schwarze oder weiße Aussage getroffen.

    Es spielt auch mittlerweile mM nach keine Rolle mehr, er ist so oder so zu lange im Amt.


    Edit:

    Die meisten guten N11 Trainer wussten immerhin rechtzeitig zu gehen. Die wussten, dass man als Natinaltrainer einer Topnation nicht zu lange agieren sollte.

    Der Gedanke treibt mich auch immer mehr um. Die Bundesliga ist eine von zig internationale Ligen, die "zufällig" in Deutschland beheimatet ist. Mehr ist das in meinen Augen nicht mehr.


    Die Vereine sehen sich in internationalem Wettbewerb und agieren entsprechend.


    Dementsprechend müsste die Selektionsbasis kleiner werden, oder?

    ??? Keine Ahnung, was du genau aussagen willst.



    Ich denke Deutschland bietet mehr als genug Quantität und auch Qualität, um immer zu den 8 besten Nationen zu gehören.

    Weniger als das WM-Viertelfinale ist definitiv nicht ausreichend, auch wenn das mit unglücklicher Auslosung bzw. einem schlechten Spiel im Achtelfinale trotzdem passieren kann.

    Das muss der Anspruch sein. Viertelfinale als Norm. (das hat Deutschland bis 2018 auch immer geschafft, selbst in den wirklich schlechten Jahren um die Jahrtausendwende).


    Klar, so reich an Quantität und Qualität wie ab 2008 wird die Auswahl nicht immer sein, aber wir sind auch nicht so schlecht aufgestellt, wie zur Jahrtausendwende.


    Ist Löw wirklich ein so guter Trainer?

    Er durfte die beste deutsche Generation 6 Turniere als Cheftrainer zu Turnieren führen. Dabei ist ein Titel rausgesprungen. Das ist nicht mies, aber mM nach auch das Soll. Ein Halbfinale bei einer EM (ohne Südamerikas Topteams) mit dieser Generation sah und sehe ich jedenfalls nicht als Erfolg.


    Ich will damit nicht sagen, dass Löw ein mieser Trainer ist. Ist er aber wirklich ein besonders guter?

    Jetzt, wo er nicht mehr (zusammen mit Spanien) den klar besten Kader weltweit hat, da sieht alles sehr mau aus. Nicht nur spielerisch, auch von den Ergebnissen. Und das über einen langen Zeitraum.

    Dafür ist dann schon der Trainer verantwortlich. Wir reden ja nicht von einem schlechten Spiel.


    Wie wären die Ergebnisse unter Löw, wenn er einen Kader wie 2000 oder 2002 hätte? Man mag gar nicht darüber nachdenken.

    Wann war denn das letzte gute Spiel?


    Seit dem WM-Titel hat Deutschland doch kaum überzeugt.


    Eine bestenfalls solide Em-Quali mit zwei Niederlagen in einer leichten Gruppe.

    EM 2018: leichte Vorrundengruppe, leichtes AF Gegner.

    - Italien im Viertelfinale im Elfmeterschießen besiegt - ok, das kann man gelten lassen..

    Im Halbfinale gegen Frankreich verloren.

    WM Quali: Überzeugend, aber da war auch wirklich kein guter Gegner dabei. Ganz schwache Gruppe.

    WM 2018: 3 mal ganz schlecht.

    Nach der WM in diesem überflüssigen Wettbewerb:

    Gegen satte und demotivierte Franzosen und gegen im kompletten Umbruch befindliche Holländer - also einer eigentlich gutmütigen Gruppe - sehr, sehr bescheiden.

    EM Quali: Immerhin einmal die Höllander besiegt. Einmal aber auch verloren. Der Rest waren ganz schwache Gegner.

    Und dieses Jahr sieht das auch alles schlimm aus.

    Für mich kommt das alles nicht überraschend.


    Löw hat die vlt beste deutsche Generation trainieren dürfen und dann auch zum WM- Titel geführt.

    Danach hätte er aufhören müssen (mM nach in jedem Fall, auch wenn er den Titel nicht geholt hätte), denn danach bracuhte es einen Umbruch und da tut man sich schwer(er), wenn man zusammen viel erreicht hat.


    Den Umbruch 2014 hat er verpasst.

    Quasi jeder Weltmeister der letzten 30 Jahre hat diesen Umbruch verpasst und ist 4 Jahre später kläglich gescheitert. Das funktioniert auf dem Niveau einfach nicht, wenn du nur noch Stars hast, satte Stars und keine Arbeiter/Rollenspieler mehr. Wenn alle ein paar Meter weniger laufen, etc.

    Deutschland 94 (die zurückgetretenen kamen fast alle zurück), Frankreich 2002, Brasilien 2006, Italien 2010, Spanien 2014, Deutschland 2018.


    MM nach muss man nach einer WM (nicht EM), stetig einen gewissen Umbruch einläuten, nach einem Titelgewinn sogar einen großen.

    Die Zeit hat Jogi verschlafen und das fällt uns auch jetzt noch auf die Füße.


    Das verdiente (denn das war ja nicht einmal unglücklich, sondern einfach schlecht) Vorrundenaus bei der WM 2018 war die logische Folge.

    Für mich eine Katastrophe, dass ein deutscher N11 Trainer nach einem WM-Vorrundenaus weder selbst zurücktritt, noch zu diesem gezwungen wird.

    Dass er nicht einmal nach dem WM Aus und langer, langer Ratezeit auf seine ausgiebige Analyse diesen Umbruch vollzogen hat, war dann eigentlich das Hissen der weißen Flagge. Dass er 2-3 Länderspiele später mit der Ausmusterung 3er gestander Spieler dieses nachholen wollte, zeigt nur die Planlosigkeit (mindestens nach dem WM-Titel).


    Ich hätte wie gesagt mit dem Umbruch (gerade Boateng und damals auch Müller) kein Problem gehabt, im Gegenteil sogar - Hummels hätte ich wohl als eine der wenigen Säulen des neuen Teams gehalten.

    Jogi baut aber alles um Kroos herum, das ist dann mM nach der nächste katastrophale Fehler. Kroos lebt von den Spielern um ihn herum, nicht umgekehrt. Mit Casimero und Modric, sowie Ronaldo und Benzema, da konnte Kroos sinnvoll eingebracht werden. Ein Leader, der in schweren Momenten vorran geht ist und war er nie. Er guckt oben raus, wenn es läuft, aber er ist der schlechteste Spieler, wenn es schwer ist. (Auch 2014 war Kroos in den beiden Superspielen gg Portugal und Brasilien, wo alles lief vlt der beste Mann, gegen Argentinien oder Algerien war er aber der schlechteste Spieler. Da hat er sich nicht nur versteckt, er hat defensiv sogar verweigert. Ganz schlimm, wie er als LM im 4-3-3 Hummels und Höwedes gegen Messi und Lavezzi stets im Mann gg Mann gelassen hat, einfach nicht geholfen, sondern zugeguckt hat. Defensiv ist Kroos indiskutabel. Mit "Führungsrolle" noch viel mehr, weil er ja nichts muss, er ist der Fixpunkt, alles um ihn herum wird ausgetauscht, wenn er nicht läuft. )



    Löw muss mM nach weg, völlig egal, wie groß man seine Kompetenz auch einschätzten mag - warum er selbst nach dem Titel nicht zurückgetreten ist oder spätestens 2018 das verstehe ich null.

    feu92 : halte ich für die falsche Taktik. Bekommen halt die 2 starken direkt vom Torwart den Ball - und ganz schnell sind 3 deiner Spieler aus dem Verteidigungsspiel. Pressing ist nicht für alles eine Lösung (die Rahmenbedingungen sollten berücksichtigt werden: Kleinfeld, wahrscheinlich kein Abseits, inwiefern darf der Torwart mitspielen usw.).

    Sehe ich ähnlich. Wenn ihr vorne presst und die einen starken 1gg1 Spieler haben, dann spielt der einen eurer Spieler aus und dann spielt dessen Team 3gg2 auf euer Tor.

    Damit kommen die bei jedem Angriff zu einer großen Torchance.


    Oder sie spielen mit dem TW direkt den Stürmer an, der sich im 1gg1 vor eurem Tor befindet. Da klingelt es dauerhaft.


    Ich spiele in einer 6+1 Altherrentruppe in der höchsten Liga. Da spielen einige ehemalige Verbandsliga- bis sogar Regionalligakicker mit. Laufen tun die meisten nicht mehr so viel, sprinten im besonderen. Aber, wenn man es schafft den Stürmer anzuspielen (was eben der gängigste Weg zum Torerfolg ist), dann ist dieser (meist ja auch besonders guter des Teams) schwer aufzuhalten.


    Und bei einer Anfängertruppe kann wohl kaum jeder deiner Spieler so einen Spieler im 1gg1 halten. Egal ob vorne oder hinten.



    Ich würde im 3-1-1 spielen lassen und bei Ballverlust alle schnell hinter den Ball bringen. Bei Ballbesitz müssen die AV halt situativ offensiv mitmachen. DIe besten 3 musst du auf die zentralen Positionen stellen, der ZM sollte auch gut zu Fuß sein.