tobn
du irrst dich. ich war nie in einem NLZ oder auch einem Leistungsverein tätig. leiglich bei einem Leistungsverein meinen Sohn begleitet.
Ich bin einem etwas grösseren, insgesamt etwas besseren geführten Dorfverein grossgeworden.
Bin dann, als mein ältester Sohn im F-Alter war, in einen kleinen Dorfverein gekommen, in dem fast alles an Problemen
gegeben war, die wir hier diskutierten.
Als allererstes lente ich ein F-Jugend kennen, in der nur die leistungsstärksten zum Einsatz kamen, mit der einzigen Ausnahme:
Sohn des Aktiventrainers und einer starken Person im Verein, der garantiert kein fussballerisches Talent war.
Jungs die ab Nr 11 kamen wurden links liegengelassen. bei Spielstand 5:0 führte das Auswechseln eines starken Spielers
zum absoluten Unverständnis.
Ich könnte fortführen, wollte nur 2 Beispiele aufzeigen, mit denen ich direkt in diesem Verein konfrontiert wurde, und in der grassen
Form nicht gekannt habe und dass ich selbst mit vielen der hier aufgeführten Probleme selbst konfrontiert wurde.
Ich kann die Sorgen vieler Eltern hier, wie zum Beispiel House allerbestens nachvollziehen, habe sie ja teilweise selbst
gehabt.
Nur hatte ich einen Vorteil, den, dass ich als langjähriger Fussballer und Vereinsmitglied viel Abläufe kannte, wusste das man gerade als Neuling im Verein so gut wie nichts erreichen bzw. ändern kann, und in vielen Vereinen nicht grundlegend anders ist.
Wusste aber auch welche Möglichkeiten man selbst in einem solchen Verein haben kann, die positv zu nutzen sind.
Ich wurde zwar belächelt, als ich anfragte ob man eine F2 melden könnte und ich diese Mannschaft aufbauen und trainieren würde, aber nach dem Motto, lasse den doch mal machen, wurde zugestimmt.
Habe dann alle Unzufriedenen und bereits Aufgehörten um mich gescharrt und auch eine Mannschaft zusammenbekommen.
Aus dieser Truppe spielen heute übrigens mehr Jungs im Aktivenbereich, als aus dem ach so starken Jahrgang der F1.
Klar, nicht jeder Vater hat den Hintergrund, den ich hatte, aber den muss man in dieser Altersstufe auch nicht unbedingt haben.
Ich habe aber eins gemacht, was eigendlich jeder könnte und was ich hier ja öfters anspreche:
Ich habe Dinge, die mir absolut nicht gefallen, die absolut nicht meinen Vorstellungen entgegenkamen, die nicht einem Umfeld
entsprachen in dem ich meinem Sohn im Fussball aufwachsen lassen wollte, einfach mal als Gegeben akzeptiert.
Nicht rumgejammert, nicht erwartet oder gar versucht dass die dortigen Verantwortlichen ihr Vorgehen ändern, nicht direkt an einen Vereiswechsel gedacht, sondern ich habe einen Weg gesucht, wie ich selbst für und mit meinem Sohn es in etwa so gestalten kann
dass es mir passt.
In ganz kleinen Schritten konnte ich dann aber auch über meine Mannschaft hinausgende Veränderungen erreichen, bei weitem
aber auch nicht wie ich es mir wünschenswert gewesen wäre.
Was ich rüberbringen will, manchmal sicherlich unangenehm für den Ein oder Anderen, ist, dass gewisse Dinge einfach zu akzeptieren sind, sie sind einfach vor Ort so, ob sie richtig sind oder nicht, ob sie den eigenen Vorstellungen entsprechen, oder nicht.
Wer dann zuerst mal akzeptieren kann, von eigenen Wunschvorstellungen oder aber auch wie es eigendlich sein sollte,
Abstand nimmt, der kann durchaus Wege finden, die für das eigene Kind zufriedenstellend sind.
Kinder kommen viel mehr klar mit gewissen Situationen und können sie wesntlich besser akzeptieren als wir Erwachsene glauben.
Es sind dann auch weniger die Kinder, sondern ihre Eltern die rummjammern, allen Anderen und auch die dortigen Verhältnisse
verantwortlich machen.
Gerade diejenigen die neu zum Vereinsfussball kommen, haben Vorstellungen, die sehr häufig nicht zu diesem passen.
Wer das erkennt , akzeptiert und seine eigenen Vorstellungen zurückschrauben und anpassen kann, wird beim fussball dabeibleiben, die Anderen werden ihn irgendwann verlassen. Denn die gegebenen Bedingungen in Vereinen, egal wie
verbesserungswürdig sie sind, wird er nicht verändern, es sei denn er wird aktiv und hat einen einen sehr langen Athem.
Bis da aber dann Veränderungen erreicht sind, spielt der eigenen Sohn garantiert nicht mehr in der Altersstufe, für die man
für Veränderungen gekämpft.
Der Fussball ist, wie er ist, wer das nicht akzeptieren will, für den ist der Fussball, so wie er ist , halt nichts..
es gibt aber noch keinen anderen, zumindest nicht den, den sich jeder für seine Wünsche und Vorstellungen erhofft.