aktisch mitbekommen hatte ich von meinen Jugendtrainern rein gar nichts. Wie bereits geschrieben, ich war derjenige, zum dem es hieß "geh nicht über die Mittellinie", "dem folgst du bis aufs Klo" oder "der muss deinen Atem im Nacken haben". Mehr taktische Anweisungen gab's nicht.
ging mir in der Jugend nicht anders.
Hatte aber im aktiven Bereich das Glück auf Trainer zu treffen, die taktisch für damlaige Zeiten schon was drauf hatten, durch ihre auch unterschiedlice Vorlieben, habe ich dann acu erfahren, dass man mit einer guten Taktik was erreichen kann.
Ich kann schwer einschätzen, ob das damals allgemeiner Stand war oder ich in einer Fußballmoderne-Diaspora gelebt habe - fütchte aber Ersteres.
kenn ich, kann sein, dass es 2 Diasporas gab, aber es war wohl der damalige allgemeine Stand.
Mit entsprechendem Engagement, mit Zeit, mit Vertrauen kann auch ein Nicht-Fußballer sich entsprechende Inhalte draufschaufeln.
Ist aber nun ein Irrglauben, dass nur Nichtfussballer sich weiterentwickeln müssen. Ich war in einer permanenten Entwicklung.
Aber nicht mit den heutigen Möglichkeiten. Ich musste mich überwiegend weiter selbst entwicklen, eher durch wissen, wie ich es nicht machen wollte, als durch Wissen wie es richtig sein sollte. Ich habe auch vieles ausprobiert, auch aus heutiger Sicht unsinniges. Hin und wieder, wenn auch unwissend , der Zeit voraus (Auswechselung in der Halbzeit ohne dass es einen Verletzten gab) was zu Rückfragen nach dem warum führte. Den Verteidiger in den Sturm und den Stürmer auf die Verteidigerposition.
Zu meinem Glück wurde das Spiel trotzdem gewonnen.
Ich habe viele Entwicklungen mitgemacht, vom bevorzugten Spielertyp Techniker ala Fritz Walter, über den bevorzugten Spielertyp
Zehnkämpfer Briegel bis zum schnellen wendigen Fussballer Scholl.
Als ich nach längerer Trainigspause im Aktivenbereich dann wegen dem eigenen Sohn in der G anfing, habe ich zum Glück schnell gemerkt dass ich eigendlich keine Ahnung hatte. Also mal wieder neu informieren, war ja nun auch wesentlich leichter über neue Trainingseinsichten Informationen zu sammeln.
Hatte aber einen Vorteil, ich wusste was im Fussball abgeht weil ich immer dabei war. Kannte das Vereinsleben, das Zuschauerverhalten, wie der Verband so funktioniert, wusste also in etwa wasmachbar ist oder nicht.
Und ich hatte einen Vorteil, der Nichtfussballern abgeht: ich konnte mich in Spieler versetzten, wusst ohne Worte was sie fühlen und in ihnen abgeht, ich wusste wie es im Innenleben einer Mannschaft abgeht, Dinge, die ein Aussenstehender so nicht mitbekommt.
Wir sagen bei uns dazu: der tickt wie ein Fussballer.
Ich konnte viele Dinge aus dem Bauch heraus entscheiden.
Bin überzeugt, dass es bei dir, der eine Zeitlang im Fussball mittendrin war, dann dauerhaft als Verantwortlicher einer Mannschaft
sich weiterentwickelt hat, das auch vorhanden ist.
Das sind aber Dinge, die ein Neueinsteiger im Trainergeschäft, der auch noch nie Vereinsfussball gespielt hat einfach abgehen, die er sich auch nicht lernmässig aneignen kann und sich erst in langen Erfahrungsjahren entwickeln.
"Lustigerweise" ist das selber kicken können wohl in den unteren Altersbereichen (bis zur D) mit am wichtigsten, wo man doch oft selber noch etwas vormachen muss. Leider sind hier prozentual wohl dank der vielen Vatertrainer die schlechtesten Kicker vertreten (ich meine das jetzt ausdrücklich nicht negativ, sondern versuche nur die Realität zu beschreiben).
Da bin ich voll bei dir. je jünger der Fussballer, umso mehr muss ich ihm vormachen können und müssen.
Meine Devise war, dass ich die richtige Technikausführung vormachen muss und die sollte bis zur D-Jugend bis auf kleiner Details
sitzen. Und von der Taktik, die darauf folgt muss ich Ahnung haben, da geht es nicht mehr ums vormachen.
taktische Dinge lassen sich im Gegensatz zum eigenen technischen Vermögen jederzeit mit entsprechendem Engagement
aneignen, somit auch von Nichtfussballern.
Und in der immer wichtiger werdenden Mannschaftsführung spielt das eigene Fussballvermögen ja so gut wie keine Rolle mehr.
In der Regel ist der Vatertrainer, der selbst ein guter langjähriger Fussballer war, ein guter KIFU Trainer, wenn er mit Interesse
rangeht, hat zumindest die besten Vorraussetzungen.
Anderen Vatertrainern habe ich immer wieder mal empfohlen sich für den technischen Teil eines jungen Fussballers aus der A oder B zu bedienen, der ihm immer wieder mal, das muss nicht immer sein, unterstützt (zum vormachen)
Schlechte Erfahrung hab ich mit den Vatertrainern gemacht, die als Fussballe selbst nichts auf die Reihe gebracht haben,
und nun meinen, ihr Kind müsste das jetzt ausgleichen, wozu er nicht in der Lage war.