@Don Oliver
was du da beschreibst ist für mich die typische Beschreibung wie wir es in Dorf- bzw Stadtteilvereinen vorfingen.
auch die Folge, dass der Trainer dann irgendwann aufgibt kenne ich bestens.
über jeden einzelnen Punkt könnte man ausfürlich diskutieren, in anderen themenkreisen auch geschehen.
kurze meinerseitige Zusammenfassung:
Punkt 1
ist normal, im Dorf wohl etwas weniger, damit muss man als Trainer leben und sich darauf einstellen.
Punkt 2
ist auch normal.
hier gibt es ja gegensätzliche Ansichten. die einen sagen es ist Freizeit, Kinder können kommen wie es ihnen oasst, die andere, zu denen gehöre ich, die klar vermitteln, dass Training und Spiel im Mannschaftssport auch eine gewisse Verpflichtung darstellen.
hier kannst du als Trainer einschreiten, z.B. wer nicht regelmässig im Training ist, spielt nicht regelmässig. wer sich zum Spiel abmeldet, hat kein Anrecht, beim nächsten Spiel dabei zu sein. in der F wird die Grundlage für zukünftiges Verhalten und Einstellung gelegt.
Punkt 3
typisch für eine Dorfmannschaft. damit muss man leben, und ist eine der Hauptaufgaben des Dorftrainers.
die 2 Problemefälle hören eh bald möglichst auf. die Mühe mit ihnen kann man sich nach einiger Zeit sparen.
Punkt 4
kenne ich aus einiger Erfahrung, aber es sind nicht nur die Trainersöhne, es sind die Spieler, die einfach mehr wollen und auch mehr erreichen werden.
Punkt 5
ebenfalls oft beobachtet, gerade bei einer C jetzt festgestellt, dass bedingt durch eine Verletzung des besten, entscheidenden Spielers, einige andere erst bereit waren mehr zu tun und Verantwortung zu übernehemen, anstelle sich auf diesen Spieler zu verlassen
Punkt 6
auch wenn ein "echter" Fussballer in einigen Bereichen Vorteile hat, in der von dir angesprochenen Orientierungshilfe dürfte das aber keine Rolle spielen.
zur letzten Zusammenfassung
bei allen Idealvorstellungen die wir hier ja haben (Konzept, ausgebildete Trainer usw) bei kleinen Vereinen bist du als Trainer oft Einzelkämpfer und kannst im Wesentlichen nur direkt bei deiner von dir betreuten Mannschaft was ändern.
zum Wechsel deines Sohnes. kann ich absolut nachvollziehen, habe aber in einer Sache meine Bedenken; bereits als F-Ling wegen Unzufriedenheit wechseln, kann für die Entwicklung schädlich sein. wie verhält er sich in Zukunft wenn er mal unzufrieden ist,
In dieser Thematik bist du als Vater gefordert und solltes dich darauf einstellen.
Tip: vielleicht solltes du ihn bereits jetzt dahin steuern, dass er nicht wegen Unzufriedenheit sondern wegen höherem Anspruch und besserer Förderung wechselt.
würde ich auch als Argument gegenüber den anderen Eltern und den Mitspielern bringen. Erhöht deren Aktzeptanz eines Wechsels.
gg