Da ich eh nicht schlafen kann, ist im Alter manchmal so, begründe ich auch meinen vorigen Beitrag:
wer hat Interesse, dass Kinder so früh wie möglich zum Fussball, besser in den Verein , kommen? am besten schon mit 3 oder 4 Jahren
der DFB - nirgendwo ist ein grösserer Mitgliederzuwachs möglich
die Vereine (Jugendabteilung) , im Jugendbereich wird nirgendwo mehr umgesetzt, wie im G-Jugendbereich (Eltern, Oma, Opa, Tante, Bruder, Gode und Pätter kommen auf den Platz, wenn der 4jährige Einsatz hat.
die Trainer: aufgrund der Masse können sie schon aussortieren (komm mir jetzt keiner, das wär nicht so)
in keinem Bereich geht es so zu wie in der G-Jugend. nirgendwo sonst sind soviele Leute, die Ahnung vom Fussball haben
und dies "ihrem" Kind vermitteln- und zwar Lautstark von der Spielfeldlinie.
diesbezüglich verstehe ich absolut nicht, dass die FPL erst ab F gefordert wird. Hier fällt das Kind bereits in den Brunnen.
Was ist aber die Alternative?
nachdem ich bei meinem ersten Sohn obiges mitgemacht habe, teilweise wahrscheinlich noch durch eigenen Ehrgeiz verstärkt habe,
bin ich bei meine Zweiten anders vorgegangen.
Hier bereits erwähnt, in einem anderen früheren Thema ausführlicher beschrieben.
ganz kurz:
1 1/2 Jahre fast nur ballorientierte Turnstunde, Miniturniere unter uns (die Kids in dem Alter interessiert es nicht, ob sie ein Soiel gegen
andere Vereine machen oder unter sich.
diese Zeit genutzt, um die Eltern vorzubereiten. in diesem Alter bleiben die Eltern oft beim Training dabei, zumindest bringen sie
noch ihr Kinder und holen sie ab.
es gab Trainings (besser Turn-)stunden, wo ich mich nur mit den Eltern unterhalten habe, während der Co was mit den Kids machte.
Ich kam mir dabei vor wie ein Pastor: immer wieder die gleiche Laier, was ich will, was ich warum mache, was ich warum nicht mache.
vor allem, was ich im Interesse ihrer Kinder von den Eltern nicht will.
Folge:
wegen der allgemein körperlichen Ausbildung waren wir bereits im 1. F-Jugend Jahr eine der stärksten Mannschaften im Kreis.
was aber viel wichtiger für mich war, ich hatte die Eltern in meiner Richtung, Fan-Zone waren für mich kein Thema, die Eltern hielten sich draussen.
Das Verhalten unserer Zuschauer, war offensichtlich so auffällig, dass ich ständig von Trainerkollegen darauf angesprochen wurde.
Muss gestehen, ich bin nicht der grosse Zampano, ich bin vorher bei meinem Ältesten auch den normalen Weg gegangen mit allen
Unzulänglichkeiten, die man so machen kann.
Ganz nebenbei, aber wohl nicht unwichtig;
Eine Studie der Uni Saarbrücken kommt zu dem Ergebnis, dass unter anderem das zu frühe Integrieren in den Vereinsfussball
ein Grund für die spätere starke Fluktuation ist.
gg