Beiträge von guenter

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    Urteil liegt jetzt vor:


    beide Mannschaften wurden bis Ende der Saison aus dem Verkehr gezogen.


    gg

    Der Kommentar war von mir.


    hier zeigt sich für mich wieder mal, zu welcher Sinnentstellung das Zitieren eines einzelnen Satzes führen kann.


    Don dagegen sieht die Gesamtkomplexität und geht somit entsprechend differenzierter mit der Thematik um.


    Natürlich gibt es im Fussball keine wichtigen oder unwichtigen Positionen, davon hab ich auch überhaupt nicht gesprochen.


    Ich schrieb von entscheidenden Positionen. Und das im Zusammenhang von der Gesamtproblematik der Mutter des Jungen
    geschilderten Problems.


    Für Spieler, die Führen und Verantwortung übernehmen sollen, wie im vorliegendem Fall, gibt es nun mal halt in der Regel bestimmte Positionen in der Mannschaft.
    Desweiteren werden bei bestimmten Positionen mehr Kreativität und aktiveres Eingreifen vom Spieler erwartet.
    Ich selbst unterscheide gerne mal zwischen aktiven und passiven, bzw. agierenden und reagierenden Fussballern.


    Und wenn ein Spieler beim Agieren überfordert ist, bzw. sich unter Druck fühlt, dann teile ich ihm eine Position zu, in der eher reagieren als agieren erforderlich ist.


    Und wenn ein zentraler Mittelfeldspieler mit seinen Aufgaben sich überfordert sieht oder sich unter Druck fühlt dann teile ich
    ihm einen anderen Aufgabenbereich zu. Und in der rechten Aussenverteidigerposition wird von ihm nicht vorrangig erwartet, dass er
    die Aufgaben des Mittelsfeldspielers erfüllen soll. Und mit diesen Aufgaben fühlt sich der Junge zur Zeit offensichtlich unter Druck.
    Und diesen Druck muss man ihm wegnehmen.


    Umgekehrt kann ich den zentralen Abwehrspieler, der sich unter Druck fühlt, mal einen Fehler zu machen, der zum Gegentor führt, ihm diesen Druck zu nehmen, indem ich ihn in den offensiveren Bereich beordere.


    Ich hab das auch nicht als die Lösung bezeichnet, sondern als eine von mehreren Möglichkeiten zum Denkanstoss gegeben.


    dies hat mit Wichtig oder Unwichtig absolut Null zu tun.


    Und wenn ich dann von entscheidender Position rede, meine ich nicht, dass diese Position im Mannschaftsgefüge eine entscheidendere
    Rolle spielen muss, sondern dass diese Postion für die Problematik des Jungen eine andere entscheidende Bedeutung hat.


    Im Beitrag ging es um Problemlösungen für den Jungen und nicht um irgendwelche Bedeutung von Positionen.


    gg

    eine höchst interessante Variante hatte ich bei einem Jugendturnier in Frankreich kennengelernt.


    durchgezogene 16er Linie.


    bis zu dieser Linie gab es kein Abseits.


    ab dieser Linie wurde jede Abseitsstellung gepfiffen. passives Abseits gab es nicht. Abseits war Abseits.


    da was Neues, war ich anfangs skeptisch. danach jedoch voll überzeugt. gerade im Jugendbereich nachahmenswert.


    gg

    die Vorschreiber haben schon vieles angesprochen-


    vor Lösungsansetzen solltest du jedoch unbedingt die Ursache für dieses Problem finden.


    Zuerst mal einen Trost: es kommt häufiger vor als man meint.


    die mir bekannten Ursachen sind:


    1: Schönwetterfussballer
    das sind an sich gute Fussballer, die aber immer nur dann gut, sind wenn es allgemein gut läuft, ansonsten aber in der
    Versenkung verschwinden.
    bei einem 10jährigen aber noch nicht kennengelernt, und würde das auch bei euch ausschliessen.


    2. Erwartungshaltung der Eltern
    häufigste Ursache, die du jedoch ausschliesst


    3. eigene Erwartungshaltung
    hier würde ich mal intensiver nachforschen.
    z.B. er kennt seine eigene Stärke und erwartet von sich selbst gute Leistung in schweren Spielen
    auch 10jährige können bereits unter selbstgemachten Erfolgsdruck stehen, vermeintlichen (wenn auch objektiv gar nicht vorhanden)
    Erwartungen ausgesetzt fühlen


    auch wenn Eltern voll überzeugt sind, keinen Leistungsdruck auszuüben, kann das Kind das anders empfinden.
    hier sollte eigenes Verhalten unbedingt sehr kritisch betrachtet werden.


    bei diesem Punkt hilft, den Fussball thematisch sehr stark aus der Familie herauszunehmen.
    auf "wichtige" Spiele gar nicht eingehen, als normales Spiel runterstufen (gerade bei einem solchen Spiel als Elternteil mal fernbleiben)
    hier hat man mehr Einfluss als jeder Trainer
    den Traum Profi zu werden, würde ich aber einem 10jährigen immer noch lassen.


    4. Druck durch den Trainer


    dieser erfolgt oft sehr unbewusst, gerade positv gemeinte Aufforderungen und Ansprachen können hier das Gegenteil bewirken.
    (bist Leistungsträger, kannst Führen)


    offensichtlich kannst du mit eurem Trainer ja reden, tu das.


    als Trainer würde ich bzw. hab ich schon gemacht:


    keine Kapitänsbinde
    eine zeitlang eine Position spielen lassen, die grundsätzlich nicht zu den entscheidenden Positionen gehört (z.B. Verteidiger)
    gerade in den schwierigen Spielen eine der leichtesten Aufgaben zuteilen, da Rotation eh gegeben sein sollte, gerade in solchen
    Spielen erst einwechseln.
    gerade bei schächerer Leistung bei diesen Spielen irgendetwas heraussuchen das ich besonders loben kann.



    ich würde ihn aber unbedingt beim Stützpunkt lassen.


    hier kann sich nämlich zweierlei ergeben:


    da er mit gleichstarken Jungs zusammen ist, entfällt der Druck durch eigene bessere Leistung zu stehen, um mit seiner Mannschaft zu gewinnen.
    Ist dem so, dann würde ich mir keine grosse Gedanken machen, dann regelt sich alles mit der Zeit


    zeigt er dort jedoch das gleiche Verhalten, dann wird die Sache komplizierter,. er setzt sich dann unter einen persönlichen Leistungsdruck.
    Hier muss man dann genauer hinschauen, ist das nur beim Fussball, in der Schule, im familiären Bereich.
    Hier würde ich als Vater zuerst mit Gesprächen versuchen einzusteigen und sogar fremde Hilfe in Anspruch nehmen.


    Dringends kann ich auf jeden Fall raten, wie auch schon angesprochen, mit dem Stützpunkttrainer das Gespräch suchen.
    Er ist zur Zeit der neutralste Beobachter und gibt dir mit Sicherheit die neutralste Bewertung deines Kindes ab. Noch ist er frei
    von eventuellen eigenen Beweggründen ( die beim Heimtrainer durchaus immer sein können)


    Ich wünsche dir ein glückliches Händchen

    Mentala


    ich hab mal eine Frage an dich.


    angenommen du hättest 10jährigen oder 15jährigen Sohn , der Fussball auf der unteren Ebene, also Staffel, Kreis oder
    Bezirksliga spielt. Nun kommt der Trainer und teilt dir mit, dass er mit deinem Sohn und der Mannschaft zukünftig Mentalcoaching
    machen will, entweder er selbst oder eine andere Person. Keiner von beiden hat eine entsprechende Ausbildung wie z.B. du selbst, nur etwas angelesen und viel Halbwissen.


    Wie würdest du da reagieren?


    Ich selbst würde ihm das in Bezug auf meinen Sohn untersagen.


    gg

    Andre


    mein Beitrag bezogen auf Anpassung betraf nicht dich und deine Mannschaft, sondern bezog sich auf die Schilderung des Verhaltens
    deiner gegnerischen Mannschaften.


    dem was du jetzt beschreibst stimme ich absolut zu.
    sind die Vorraussetzunge gegeben kann diese Anpassung durchaus auch nach oben vollzogen, d.h. weitergehend,
    werden.

    ich streite dir gar nicht ab, was du schilderst.
    auch ich hab im Laufe der Jahre einiges erlebt, da kommt immer wieder mal was vor.


    aber bei der Ursachenforschung wird es sich zu einfach gemacht.


    ich hab mir mal quer durch Deutschland die Fairnesstabellen im Jugendbereich angeschaut.


    hoch interessant.


    da gibt es riesige Unterschiede bei einzelnen Mannschaften, Staffeln und gar ganze Bezirke.


    hat schon mal jemand untersucht, warum diese Unterschiede?


    8 Mannschaften ohne Rot, ohne Zeitstrafe, dann 4 Mannschaften mit mehrmals Rot und mehrmals Zeitstrafen.
    alle haben Trainer und Elternschaft, die gleichen Schiris, wo liegt der Unterschied?
    es kann doch nicht an den Eltern, den Trainern liegen, sonst wären die Werte doch wohl ausgeglichener.


    ihr beim Niederrhein führt überhaupt keine Fairnesstabelle, aber die ach so wichtige Torjägertabelle.
    Nicht erforderlich weil alles so gut ist, oder will man die Werte nicht veröffentlichen um einiges totzuschweigen?


    Mittelrhein unterschiedlich dort wollte ich mal verfolgen, welche Auswirkungen die Fair Play Liga in Bezug auf Fairness in späteren
    Jahrgängen hat. ich glaub, das wäre mal interessant. Aber auch dort werden nicht überall Fainesstabellen geführt.


    höchst erstaunlich positive Werte gibt es im Raum Aachen, dort wo die FPL ja länger tätig ist.
    D und C Sonderligen angeschaut. Davon ausgehend, dass die Aufzeichnungen einigermassen korrekt sind, wovon ich ausgehe, sind das dort absolute Topwerte. Ich glaube es wäre sinnvoll, dies mal näher zu betrachten. Auswirkungen der FPL?


    gg

    ich stimme dir zu.


    die Mannschaft ist immer das Spiegelbild des Trainers. Er kann sehr wohl vieles beeinflussen.
    Kann er jedoch grundsätzliche Eigenschaften von Spielern verändern? Ich glaube nicht.


    Auch ich habe von Klopp inzwischen eine zwiespältige Meinung.
    Ich hab mich schon öfters gefragt, wie man als Kindertrainer gegen gewisse Grossaufnahmen, die absolut erschreckend waren, gar Hass
    vermuten lassen, verbal ankommen kann. Bilder sind immer noch prägender als Worte.


    Die von dir wohl bewusst etwas krass beschriebene Vorfälle auf dem Platz kann ich jedoch nicht bestätigen.


    Seit 1 1/2 bin ich nur Zuschauer (C und B Jugend)
    Klar gab es da mal Schlarmützel unter den Zuschauern, Rufe gegenüber dem Schiri, auch mal härtere Fouls und auch
    Fehlentscheidungen. Aber alles hielt sich im absoluten Rahmen. Es hat mir einfach Spass gemacht, Samstag auf den Platz zu gehen.
    Ist aber wohl die grosse Ausnahme.


    Ich gehör ja zum alten Eisen und kann etwas vergleichen.


    Ich hab nicht den Eindruck, dass Eskalationen heute häufiger sind als früher.
    Leider gibt es keine Statistiken.
    der Umgang, eine gewisse Aktzeptanz, die Wahrnehmung von Vorfällen war eine andere.
    irgendwie hatte man den Eindruck, dass vieles einfach dazugehörte.


    was heute anders ist, ist die negative Qualität der Eskalation. Hier gab es früher gewisse Grenzen, die heute verstärkt immer wieder
    und zwar teilweise ganz extrem, überschritten werden. Auch die Wahrnehmung durch Medien und Öffentlcihkeit ist heute eine ganz andere.
    ebenso ist die Erwartungshaltung an die soziale Verantwortung der Verantwortlichen (Trainer, Funktionäre, Eltern) stark gestiegen.


    Auch ich kenne das negative Verhalten vieler Eltern. Mir ist das jedoch zu einfach, viele Entwicklungen stark auf diese zu schieben.


    Ich kann mich noch an meine eigene Jugend erinnern, da waren Reibereien, Streitigkeiten und Beschimpfungen (das Vokabular war jedoch anders als heute) des Schiris auch an der Tagesordnung.


    War aber nicht durch Eltern beeinflusst. Damals waren nämlich keine Eltern beim Jugendspiel anwesend.


    Mit Recht kritisieren wir hier vieles Verhalten der Verantwortlichen.
    Aber irgendwie hab ich das Gefühl (und es ist wirklich nur ein Gefühl) dass wir nur an der Oberfläche kitzeln, die eigendlichen Probleme
    aber viel tiefer liegen.


    gg

    Wichtig für uns ist, dass der einzelne vom Torwart bei Eröffnung angespielte Spieler alles was er tut, schnell und zuvor mit einer Körpertäuschung tut....sonst ist das zum scheitern verurteilt.


    Ich bin der Meinung, dass meine Jungs dazu sehr gut in der Lage sind...das zu tun...das umzusetzen. Sie erkennen was dadurch möglich ist.


    Im Gegensatz dazu habe ich am Wochenende (2 Turniere gespielt) auch Teams beobachtet und auch gepfiffen, wo Trainer das auch wohl vermittelt haben. Jedoch hatten die Spieler hier ganz andere Probleme...(Ballannahme, Mitnahme usw. mangelhaft) ....und man gewann den Eindruck, dass das was sie konnten dann auch noch -durch solche Vorgaben-....auch noch unterdrückt wurde....und damit sah das was sie zeigten nach nichts aus....unspassiger langweiliger erfolgsloser Fußball.


    Das ist doch wohl ein Beleg dafür, dass man gewisse Vorgaben oder taktisches Verhalten bei andereren Mannschaften nicht so einfach
    übernehmen kann, sondern stattdessen von dem ausgehen muss, was an Spielern und deren aktuelles Vermögen machbar ist.


    Entscheidend ist doch nicht, wie will ich als Trainer meine Mannschaft gerne spielen sehen, sondern als Trainer erkennen, wo kann ich mit meiner Mannschaft überhaupt ansetzen und dann langsam aber kontinuierlich weiterentwickeln.


    Grundlage meiner Trainingsgestaltung und Spielvorgabe (Taktik, Anforderungsprofil) waren nicht meine Vorstellungen wie ich es gerne hätte,
    sondern die Grundlage, die die Mannschaft und die einzelnen Spieler vorgaben.
    Darauf aufbauend hab ich dann langsam versucht meine Vorstellungen einzubringen. Das erfordert aber viel Geduld.


    Diese Geduld vermisse ich bei vielen Trainern. Vieles Verhalten von Trainern an der Aussenlinie, führe ich darauf zurück, dass sie diese
    Geduld nicht haben, nicht erkennen, dass seine Spieler noch nicht so weit sind, seine Vorstellungen umzusetzen, und dann
    den Hampelmann draussen machen.


    Trainer müssen auch lernen, ihre Vorstellungen gegenüber der Mannschaft und Spieler zurückzuschrauben, Weniger wäre möglicherweise dann ein bedeutendes Mehr an Zufriedenheit des Trainers, Mannschaft und Anhang.


    Was mir darüber hinaus auch noch auffiel war, dass Teams die das exellent gut umsetzten....darüber hinaus eine anscheinend eingeimpfte unnötige Härte ins Spiel einbrachten, die ich so noch nie im D-Bereich erlebt habe.


    Das ist jetzt für mich neu. In all den Jahren hab ich erlebt, dass gerade technisch und taktisch gut ausgebildete Mannschaften
    der Härte im Spiel aus dem Weg gingen. Sie hatten das gar nicht nötig. Umgekehrt war die Regel.


    gg

    nach dem Zufallsprinzip hab ich mir mal quer durch Deutschland einige Fairnesstabellen im B-Jugendbereich angeschaut.


    auffällig dass durchgehend so 2/3 der Mannschaften absolute Top-Werte aufzeigen
    auffällig auch, dass es fast in jeder Staffel 1 oder 2 Mannschaften gibt, die absolut negativ auffallen.


    Extremes fand ich in Westfalen Bezirksliga 3. Staffel


    nach 9 Spielen hat dort eine Mannschaft 10, eine andere gar 12 Rote Karten.


    8 von 12 Mannschaften jedoch weder eine Rote noch eine Gelb Rote Karte.



    Will man wirklich was tun und nicht nur gross lamentieren, nachdem was passiert ist, müssten diese beider Mannschaften für eine gewisse Zeit eine Spielsperre bekommen.


    Ich bin inzwischen nicht mehr der Meinung, dass man mit aller Gewalt versuchen muss, jeden mit durchzuziehen.


    Irgendwo hat auch der soziale Auftrag des Fussballes seine Grenzen.


    Hier wurde ja schon mal erwähnt, dass andere Sportverbände durchaus konsequenter sind.


    Will man einen sauberen Fussball haben, muss man bereit sein, sich rechtzeitig von gewissen Personen und auch ganzen Mannschaften zu trennen.


    gg

    Fairer Umgang miteinander
    - Grüßen auf dem Vereinsgelände
    - Müllsammeln nach dem Spiel
    - Vernünftige Wortwahl



    ja Uwe, das ist banal. Aber in Bezug, dass man dies heute überhaupt erwähnen bzw. einfordern muss.
    bei diesen Dingen fängt es aber an.


    und hier sind heute im Kinderfussball die Trainer gefragt, hier muss ein Umdenken auch bei Trainern kommen,


    Im Kinderfussball, vorrangng zu Beginn bei G und F sollte dies und ähnliche Dinge absoluten Vorrang haben.


    absoluten Vorrang vor Spielsystem, Taktik, ausgeklügelten Trainingsplänen usw.


    gg

    Wenige Regeln die konsequent überwacht werden....und sich selber fair verhalten und Respekt zollen.


    das war genau meine Devise.


    aber mit meiner Frage nach Überforderung der Trainer ging in eine andere Richtung.


    Ich finde es eine Überforderung, wenn von uns Trainern erwartet, wird, Entwicklungen der Gesellschaft aufzufangen sollen und gar ins Gegenteil bringen sollen.


    gg

    Darum geht es mir, weil ich nicht glaube, dass es ein Problem der Herkunft ist, sondern ein soziales Problem.



    dies seh ich genauso.


    innerhalb vo 15 Jahren hat sich ein relativ kleiner Stadtteil-Verein zum zweitgrössten (über 2000 Mitglieder) in der Stadt entwickelt. Dieser Verein ist in der Region hoch angesehen.
    Vorfälle von dort sind nicht bekannt. Arbeitslosenquote in diesem Stadtteil 1,2 % (!), Kicker wirds freuen: Unistadtteil


    der in meinem im vorigen Beitrag geschilderte Verein liegt in einem Brennpunktstadtteil mit einer Arbeitslosenquote von über 9%
    Migrationshintergrund spielt im Verein eine untergeordnete Rolle.
    (dank Luxemburg haben wir hier einen regionalen Durchschnitt von um 5 % Arbeitslosen


    ebenso gibt es in ländlichen Gebieten weniger extreme Konfliktfälle als in Stadtgebieten. soziale Strukturen sind da nämlich auch sehr unterschiedlich.


    gg

    @Uwe


    wenn du meine letzten Beiträge aufmerksam verfolgt hast, musst du eigendlich festgestellt haben, dass es mir nicht darum geht etwas zu verniedlichen.


    mich stört jedoch, dass ein ganz geringer Prozentsatz auf den Fussball allgemein umgelegt wird.
    mich stört, dass es nicht gelingt, weil in meinen Augen nicht die richtigen Massnahmen ergriffen werden, diese Personen vom Fussball fernzuhalten, egal ob bei den Amateuren oder
    bei den Profis.
    mich stört, dass viele das immer noch als ein Problem des Fussballes und nweniger unserer Gesellschaft sehen.


    bekäme man diese 1 % , man kann es von mir aus ruhig auch noch auf 5 % erhöhen, bei den Profizuschauern und im Amateurbereich bei Spielern und Eltern in den Griff,
    bräuchten wir hier nicht zu diskutieren.


    Von offizieller Seite hält man sich da stark zurück. Will man nicht oder kann man nicht ?


    Beispiel:


    seit 20 Jahren fällt hier bei uns eine Stadtteilmannschaft sowohl bei den Aktiven wie auch im Jugendbereich immer wieder auf. Jeder ist dort nur mit Widerwillen hingefahren.
    längere Spielsperren für Spieler, Geldstrafen für den Verein, Platzsperre hatten keine Wirkung.
    Nachdem jetzt wieder ein gravierender Vorfall (Spieler wurde krankenhausreif geschlagen) reagierten die Vereine, sie traten gegen diesen Verein nicht mehr an (bei den Aktiven), waren sogar
    bereit eine Strafe wegen Nichantreten zu bezahlen.


    Erst da reagierte der Verband konsequent: 3 Monate Spielsperre für die aktiven Mannschaften.
    Warum wurde so lange gewartet?


    Inzwischen dürfen sie wieder spielen. Aber 1 Mannschaft musste abgemeldet werden. die vernünftigen Spieler haben inzwischen den Verein gewechselt. die "2 bösen Buben" sind
    langfristig gesperrt.


    der Verein muss nicht nur einen Neubeginn starten, sondern ist ein warnendes Beispiel in der Region.


    Schwarze Schafe rechtzeitig schoren und gegenfalss schnell entfernen, anstelle von 10 mal eine neue Chance geben, die nicht genutzt werden.


    die meisten Problemvereine/Mannschaften sind Wiederholungstäter.


    gg

    Andre


    ich werfe garantiert keinen Stein, seh es nämlich inhaltlich genauso.


    aber stellst du an den Trainer nicht generell zu hohe Ansprüch?
    klar sollte er ein Vorbild sein, auf Entwicklungen Einfluss nehmen.


    aber der Trainer ist im sportlichen Bereich der Fachmann, nicht in erster Linie Pädagoge.

    er kann nicht da Einspringen, wo Kindergarten, Schule, Jugendpfleger, vorrangig und an erster Stelle stehend jedoch das Elternhaus, versagt haben.


    Nicht der Sport sondern unsere Gesellschaft krankt. Deshalb muss unsere Gesellschaft was ändern. Der Sport kann lediglich begleitend positv einwirken.
    Er muss jedoch gewaltig aufpassen nicht in die Sumpfgebiete mit runtergezogen zu werden.


    Mag jetzt etwas hart klingen: die Schule kann nur mit Schwierigkeiten Störenfriede entfernen, wir aber können es.
    Einzelne, Mannschaften und gar ganze Vereine. Gehandelt wird jedoch erst, wenn das Kind im Brunnen ertrinkt. Siehe Holland:


    gg

    [



    Ich wünsche mir, das nunmehr die richtigen Schlüsse daraus gezogen werden, damit sich soetwas nicht wiederholt! Drückt man sich vor teils unbequemen Maßnahmen (z.B. Mitgliederverlust von beratungsresistenten Kindern und Eltern), dann wird sich die Schraube der Gewalt weiter drehen und der Fussball wird noch für weiteres gesellschaftliches Versagen herhalten müssen![/quote]


    @TW


    und da habe ich meine grosse Bedenken. Solange nicht die wirklichen Ursachen analysiert werden und die Zivilcourage sich durchsetzt, die Dinge offen anzusprechen, wird sich nichts Grundlegendes ändern.


    so lange Mitgliedszahlen, Integrationsbedürfnis, Rücksichtsnahme auf Quertreiber, egal ob Kind oder seine Eltern, höher gestellt werden, als ein vernünftiger Aufbau eines sozial vernünftigen Mannschaftsaufbaues,
    werden die Probleme bleiben.


    gg