Da mir selbst die theoretischen Grundlagen zu diesem Thema fehlen, kann ich meine Beiträge auch nicht auf theoretischer Ebene führen.
vor allem dann nicht, wenn es komplex behandelt wird.
Und diese komplexe Behandlung ist nicht ohne Gefahren für Mitleser,in der Folge dann für Kinder, wenn Beiträge ohne fundiertes Hintergrundwissen,( das ich hier alleine Mentala) also mit dem von mir bezeichnete Halbwissen
Ratschläge, die in den mentalen Bereich gehen, finde ich bei konkreten Fällen und Vorgängen absolut sinnvoll, aber so wie das Thema hier immer wieder behandelt wird (theoretisierend) finde ich bedenklich.
Wenn ich als Trainer nicht überlege, auf welche Weise ich an die Motivation der Kinder herankomme, sollte ich mir wahrlich Gedanken machen, warum das so ist. Eventuell liegt es an meiner Kommunikation, an der eigenen Einstellung zum Sport oder zu den Kindern, an meiner eigenen Motivation, an meiner Selbstdarstellung, an meiner eigenen Teamorientierung, an meiner Selbstsicherheit, an meinem Realismus, an meiner Einstellung zu Beziehungen, an meinem Statusgefühl, an meiner kämpferischen Einstellung und an meiner Resistenz gegen Druck.
Fehlen mir diese Eigenschaften kann ich die aber nicht durch mentale Versuche (ohne fundiertes Wissen) an Kindern ausgleichen.
Kinder sind keine Versuchskaninchen.
Das Schöne an praktischer Arbeit ist, dass Erfolg ihr immer Recht gibt, egal, was andere reden.
Das Schöne an diesem Forum ist, dass Beiträge nicht die Person, die ist ja nicht bekannt, sondern das Geschriebene kritisiert oder auch
mal angreift.
Und von dem Geschriebenen ausgehend, stellt sich mir die Frage, wenn ich deine ganzen Beiträge betreffend deines eigenen Werdeganges im Fussball und alle deine versuchten Tätigkeitsfelder im Fussball betrachte, dieser Erfolg der praktischen Arbeit gegeben ist. Du bezeichnest dich selbst als Suchenden, im Prinzip ja was positives. Wenn du dich dabei aber in den Bereich der Psyche von
Kindern begibst, und hier Thesen aufstellst, wenn auch oft in Fragestellung, dann sehe ich da schon eine gewisse Gefahr.
Wir befinden uns hier auf einer Ebene, die nichts mit Unternehmensführung, Leistungsfussball und Profisport zu tun hat, dort
wo MC inzwischen dazugehört, jedoch mit ausgebildeten Personen.
Unausgebildete Personen und Suchende haben aber in diesem Thema als Ganzes im Kinderfussball nichts zu suchen.
WARUM du zu deiner Anti-These kommst, was du unter - deiner Lesart einer exkludierenden - FA verstehst, wieso diese dann nicht zur Aufstellungspraxis im KiFu passe etc. Dann hätte man darauf profund was antworten können; so aber sehe ich nichts außer leerer Polemik, was der Rede wert wäre.
Konkret:
Familienaufstellung wird heute bei stark problembelasteten Kindern angewendet. Dies erfordert nicht nur viel Zeitaufwand, sondern geht auch in Bereiche, an die du als Trainer gar nicht herankommst, die einen Trainer auch absolut nichts angehen. Da würden
Grenzen überschritten. Die Aufstellung und noch wesentlich stärker die Analyse und die daraus folgende Arbeit mit den Kindern
erfordert absolute Fachkompetenz.
Dies auch nur annähernd gedanklich in die Arbeit eines Trainers mit einzubeziehen finde ich ein absolutes Unding, nämlich
unverantwortlich.
Ich weiss wovon ich hier schreibe. Seit 20 Jahren verfolge ich immer wieder mal begleitend solche Familienaufstellungen.
Nochmals:
ich bin absolut für Ratschläge und auch Anwendung bei konkret beschriebenen Problemfällen.
dies muss dann aber auch klar konkretisiert sein und nicht ins allgemeine tiefergehende Therotisieren gehen.
Wir bewegen uns hier im Kinderfussball. Mentales geht in die Psyche eines Kindes. Und da sollten wir verdammt vorsichtig sein.
Das sollten wir Fachleuten überlassen, denn Kinder sind keine Versuchskaninchen, erst recht nicht für Suchende.
Damit ist das Thema für mich beendet.
gg