Beiträge von guenter

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    Steini


    von welcher Mannschaft gehst du bei deiner Vorgehensweise aus?
    Muss nicht auch gerade in der Halbzeitpause unterschiedliche Vorgehensweisen entsprechend der Altersstufe berücksichtigt werden?


    Es spielt wohl eine Rolle, ob der Trainer schon länger bei einer Mannschaft ist oder relativ neu übernommen hat.
    Gerade bei kurzen Ansprachen sollten die Spieler die Sprache des Trainers verstehen. Damit meine ich wie kommt das was der Trainer
    sagt bei den Spielern an.
    Nicht zu vergessen, dass Mimik und Gestik des Trainers auch bei den Spielern ankommt, nicht nur verbales.


    2 Kriterien sollten jedoch immer gelten:
    die Ansprache sollte so knapp wie möglich sein und der Trainer muss authentisch rüberkommen.


    ich selbst hab mir während dem Spiel weniger Gedanken über die Halbzeitansprache gemacht,
    bin selbst erst 3-4 Minuten nach der Mannschaft in die Kabine und hatte in dieser Zeit kurz meine Ansprechpunkte überlegt.


    gg

    Irgendwas hab ich wohl falsch gemacht.


    egal welches System ich spielte, waren wir in der gegenerischen Hälfte so warem immer 3 Mann im Sturm und höchsten 2 in der Abwehr.
    war der Gegner in unserer Hälfte standen mindestens 3 Jungs in der Abwehr. egal ob die Anfangsformation 3,2,1 oder 3,3 oder sonstwie war.
    entscheidend ist doch, wie die Jungs ihre Position definieren sollen. je nachdem wird doch dann automatisch aus dem 3,3 ein 3,2,1 oder umgekehrt.
    Ohne das vorzugeben spielten sie praktisch alle Systeme in einem Spiel durch. hängt doch wohl eng mit der jeweiligen Spielsituation zusammen.


    gg

    @Mental


    So wie ich deine letzten Beiträge gelesen und interpretiere kommt von mir eine klare Zustimmung.


    "Ihr kennt die Kinder am besten, also macht was jedem Einzelnen und Euch gut tut"


    allein dieser Satz sagt vieles aus.


    es gibt keinen Einheitsbrei im Umgang mit Kindern.Entscheidend für mich ist der respektvolle Umgang mir der kleinen Persönlichkeit, die vor einem steht.
    Wie das geschieht, hat jeder Trainer seine eigene Art.


    Und wenn es dem Kindeswohl dient kann seine Vorgehensweise auch mal nicht kindsgemäss und nicht Kindesinteresse sein.


    gg

    @TW


    du hast doch meinen Beitrag nicht ernst gemeint. müsstest mich doch langsam kennen.


    trotzdem ist ein kleines Stück Wahrheit darin enthalten.


    Ich bin in einer Zeit gross geworden, in der lizensierte Trainer nicht die Regel war.


    teilweise extreme Unterschiede bei den jeweiligen Trainern haben mich in der Entwicklung, auch in der gedanklichen, immer ein Stück weitergebracht.


    nichts hat mich mehr abgetörnt, als wenn ich wusste was vom Trainer kommt.


    Deshalb ist es für mich äusserst angenehm, die unterschiedlichen Vorghensweisen von Trainern hier zu diskutieren, und ich finde, jeder Trainer sollte seine spezielle
    Eigenart und Vorstellunge beibehalten.


    die Vielfältigkeit der Vorgehensweise von Trainern ist für mich eine wichtige Vorraussetzung für die Weiterentwicklung im Fussball.



    Andererseits finde ich TW-Trainerausbildung genauso wichtig wie du.


    gg

    @TW


    Ich bin mal ganz ketzerisch.


    In Deutschland hatten wir immer Weltklassetorhüter, in der Bundesliga wimmelt es von guten Torhütern.
    Selbst in den unterklassigsten Mannschaften sind in der Relation gute Torwartleistungen an der Tagesordnung.


    Und das ohne ausgebildete lizensierte Torwarttrainer.
    Oder ist es gerade deshalb? Flexibilität statt chematisierter Einheitsbrei?


    gg

    @Kicker


    Ich widerspreche dir.


    will der Mensch erfolgreich sein, egal ob Schule, Beruf ,Sport oder auch nur ein zufriedenes Leben, so setzt das eins Voraus: er muss es wollen-


    Mentala schreibt von "wollen müssen" . beide Wörter sind zusammen als ein Begriff zu sehen.


    Du definierst das aber auf ein Wort "Müssen" herunter.


    Für mich besteht da ein Unterschied.


    gg

    Ein Problem kannst du sofort, einfach und schnell aus dem Weg schaffen.


    genügt ein Satz:


    "Ab sofort wechselt der Kapitän in jedem Spiel. Wir fangen heute mit dem Torwart an"


    auf gar keine Diskussion einlassen, sofort auf den nächsten Besprechungspunkt eingehen.
    Sollte sich wider Erwarten der TW querstellen, kommt die Aussage, dass ohne Kapitän dann nicht gespielt werden kann. Ich würde sowas sogar notfalls
    durchziehen.


    Für mich ist es eh ein Unding im Kinderfussball bereits einen festen Kapitän zu haben.

    grundsätzlich ist das geschilderte Verhalten teilweise Normalität für diese Altersstufe, jedoch in der Intensität sehr unterschiedlich.



    ich bin auch nicht unbedingt davon überzeugt, dass es sich durch Trainingsinhalte entscheidend verändern lässt.


    es liegt eigendlich an der Mannschaftsführung.


    ich stimme penaten nicht zu, dass im Kinderfussball für einen Trainer nach 2 -3 Jahren Schluss sein sollte.


    das Problem liegt im folgenden:


    Chris schreibt, dass er und seine Kollegen liebe und nette Trainer sind und bisher keine Probleme an sich hatten.
    glaub ich auch.


    nur, der liebe nette Trainer aus der G passt nicht mehr zu einer E1, das ist eine andere Altersstufe mit anderen Anforderungen
    an die Führung.


    willst du als Kindertrainer eine Mannschaft eine längere Zeit betreuen, musst du dir Jahr für Jahr neu überlegen welche
    Kinder du jetzt vor dir hast, und dein Verhalten dementsprechend anpassen. nicht ganz einfach.

    Diese Entwicklung wurde hier offensichtlich verpasst.. Ist auch kein einfaches Unterfangen,
    Das ist jetzt kein Vorwurf, hier hat ein Vater oder ein grosser Bruder, der einen kleinen Bruder dieser Alterstufe hat,
    einen grossen Vorteil, weil er die Entwicklung der Kinder hautnah mitbekommt


    Hier im konkreten Fall würde ich dann wiederum Penaten zustimmen, Trainerwechsel, einen neuen Jahrgang übernehmen, und
    obig beschriebenes zukünftig berücksichtigen.



    gg

    Karl, Elladino


    im Prinzip habt ihr beide recht.


    und wenn elladino schreibt, dass man manchmal was hinter sich lassen soll, anstatt wie du um eine Sache zu kämpfen, dann sollte man schon die Vor- und Nachteile
    für einen persönlich abwägen.Und man ist ja nicht alleine auf der Welt. Wenn zum Beispiel, wie in meinem Fall, Kinder die Folgen mit zu tragen hätten, man lebt ja auf dem Dorf,
    kann man nicht immer, wo wie man eigendlich möchte und muss halt die Faust im Sack machen.


    Man muss da schon etwas abwägen und immer den Einzelfall betrachten.gg

    Steini


    "Kein Lob in der Pause" schreibst du.


    für mich keine Lösung und absolut Realitätsfremd.


    den möglichen Lösungweg hast du aber doch selbst schon beschrieben.


    Weg von den konkreten und persönlichen Lobsituationen. Stattdessen, und das hast du auch beschrieben, hin zu einem allgemeinen Lob. ("die 1. Halbzeit war ganz in Ordnung)


    Gleichzeitig mit der Aufforderung so weiterzumachen würde ich (rückblickend würde ich sagen, dass ich es auch so in etwa gemacht habe) aufbauend
    auf die 1. Halbzeit durch eine erweiterte Zielsetzung Anreize schaffen und somit die Konzentration/Anstrengung hochhalten.


    diese ergänzende Zielsetzung sollten jedoch von geringem Anspruch sein und unbedingt mit der vorherigen Spielweise im Zusammenhang stehen.


    In meinen vorherigen Beiträgen habe ich das als leichte Kritikpunkte definiert, die es zu verbessern ginge.


    Ich würde mich jedoch nicht auf eine Ursache festlegen, sondern auch nach weiteren Gründen suchen. da kann es einige geben.


    Betreust du die Mannschaft schon länger, und sie gehört zu den stärkeren Mannschaften bei euch, kann auch ein Gewohnheitsfaktor in Frage kommen.
    Um dem Kinderfussball gerecht zu werden, hohe Ergebnisse zu vermeiden hast du ja in der Halbzeit entsprechend eingegriffen.


    Sowas kann sich in der Mannschaft verfestigen, und führt nun ihre Leistung nach einer deutlichen Leistung in der ersten Halbzeit diese unbewusst in der 2. Halbzeit zurück.


    Mag sein, dass das weit hergeholt ist, aber wenn es so in die Tiefe geht, dass Lob sich negativ auf Leistungen auswirken könnte, dann ist auch dies
    durchaus zu beleuchten. Der Gewohnheitsfaktor spielt in der Entwicklung von Kindern eine wesentliche Rolle.


    gg

    @Mentale


    mit dem "aber" gehst du jetzt in die Feinheiten. jedoch ein guter und praktikabler Hinweis.


    das Anforderungsprofil für Trainer müsste eigendlich erweitert werde, neben Rechstfragen, Haftungsfragen, mentalem Hintergrundwissen müsste unbedingt ein
    Rhetorikseminar belegt werden. :(:(:D:D:D


    zurück zum Ernsthaften.


    Bei allem Sprachgebrauch und Redewendungen sollte man die Spieler nicht unterschätzen.
    Nach einiger Zeit kennen sie auch ihren Trainer, gewöhnen sich an seine Art was rüberbringen, können Aussagen sehr wohl differenzieren.
    deshalb finde ich es unheimlich wichtig, dass Aussagen authentisch rüberkommen. nur dann erzielen sie auch die gewünschte Wirkung.


    gg

    @Kicker


    du sprichts doch selbst von diplomatisch verpackter Kritik (ich beeichnete das als leichte Kritik), richtig angebracht wirkt die nicht als Angriff, sondern eher Ansporn es besser zu machen.


    verstehe nicht, wie du dann jetzt konkret auf echte Kritk umschaltest, darüber reden wir momentan nicht.


    ,jetzt auf das Beispiel von Steini zurückzukommend versuch ich das mal in der Praxis zu erklären.


    Schwerpunkt derzeit die Viererabwehrkette, Mannschaft macht das gut und spielt insgesamt gut.
    dies wird nun in der Halbzeit in einem Satz alsLob vermittelt.: dass war bis jetzt gut
    um dies auch in der 2. Halbzeit hochzhalten erfolgt nun die Kritk.
    "Eines gefällt mir noch nicht ganz, das Anbieten wenn unser TW den Ball hat (leichte Kritik), das versuchen wir jetzt in der 2. Halbzeit noch zu verbessern (Zielsetzung), dafür ist aber unbedingt erforderlich dass ihr insgesamt so weiter spielt, wie in der 1. Halbzeit, also konzentriert ich darauf
    so weiterzumachen und dann das noch zu verbessern, gelingt uns das, dann machen wir heute ein Superspiel"(Aufforderung das Niveau beizubehalten, )


    mehr Ansprache ist in der Halbzeit nicht erforderlich, alles andere kann schon Überforderung sein.
    bei Bedarf noch den ein oder anderen speziellen Hinweis an bestimmte Spieler.
    Unter Umständen kann ich noch in 2,3 Sätzen auf die wichtigsten Vorgaben der Taktikbesprechung von vorm Spiel eingehen. Aber wirklich nur absolut ganz kurz, Stichworte können schon genüben.
    Das hats sichs aber dann.




    durch meine leichte Kritk verstärke ich das Lob der sonstigen Leistung und verstärke die Motivation es noch besser zu machen.


    das meine ich damit, wenn ich von Verstärkungswirkung des Lobes durch leichte Kritik spreche.


    Mahnung kann sehr schnell auch als Drohung aufgefasst werden, wenn nicht die richtige Wortwahl getroffen wird.


    gg

    Wo dieser Eindruck aber existiert, ist die Heuer scheinbar schon eingefahren, man schaltet den berühmten Gang zurück


    kenn ich aus eigener Prasxis, ist wohl normales menschliches Verahlten



    aber eine leise mit Lob verbundene Mahnung vor Selbstzufriedenheit, dh Abschluss in den Zielen schadet selten.


    hier sind wir wohl auf der gleichen Schiene. ich hab für mich nur eine leise Mahnung durch leichte Kritik ersetzt.
    Kommt aber auf dasselbe raus.


    gg

    @GC


    Es geht nicht um alle auf dem Platz halten zu wollen sondern um Müssen, damit Vereine überleben können.


    lies doch mal wie es bei DSV vor Ort aussieht. Gut, das ist schon etwas extrem, aber vielerorts bewegen wir uns in diese Richtung.


    die Vorraussetzungen der Vereine werden immer mehr auseinanderdriften.


    ein aktuelles Beispiel:


    vor so ca 10 Jahren musste ein Verein, gegründet in der Vorkriegszeit, wegen Spielermangel, den Verein abmelden.
    im örtlichen Jugendclub entwickelte sich eine Hobbymannschaft.
    Diese haben nun vor 4 Jahren einen neuen Verein gegründet. unterstützt von dem ein und anderen Alten des Ursprungsvereins leiten sie diesen Verein selbständig. Stellen den Vorstand und führen auch die sonstigen erforderlichen Tätigkeiten selbst aus. Es ist ihr Verein, mit dem sie sich identifizieren
    In diesem Jahr konnten sie jetzt auch noch eine 2. Mannschaft melden.ehemalige inaktive Vereinsmitglieder treten wieder in diesen Verein ein.


    lt Aussage eines Spielers geht es ihnen um einen geregelten ordentlichen Spielbetrieb ohne Ambitionen auf einen Aufstieg.
    ob das dauerhaft so bleibt,ist natürlich noch offen.


    dieser Verein, diese Fussballer hat seinen/ ihren ureigenen Weg gefunden.


    es gibt keine Richtschnur für alle, jeder muss senen eigenen Faden finden.


    gg

    Steini


    Der Logik der Erklärung folgend, müsste das eigendlich öfters vorkommen. Nur wer hat das bisher bewusst registriert?
    Vermute dass jetzt doch mal einige Trainer da mal bewusster darauf achten, und Erklärung für einiges bekommen.


    so langsam bewegen wr uns hier im Themenkreis in die richtige nutzbringende Richtung.


    eine Alternative zum Nichtsagen zu dem Positiven der 1. Halbzeit wäre aus meiner Sichtweise hier noch eine, jedoch nur minimale, Anforderung
    draufsetzen.


    Bin gespannt was Mentala hier dazu schreibt.


    gg

    Recht gebe ich Dir auch in Bezug auf das Anspruchsdenken einiger Trainer, wobei ich dabei nicht den Anspruch auf qualitativ möglichst hochwertige und interessante Trainingsgestaltung meine, sondern den Anspruch auf Leistungen der Kinder. Hier muß man auch mal mit weniger zufrieden sein und ich meine, 2 übergewichtige,, bewegungsfaule und völlig unsportliche Kinder trotzdem vom Sport zu begeistern und über Jahre im Verein zu halten, ist dann z.b. etwas, worauf man zu Recht stolz sein kann. Es müssen nicht immer Höchstleistungen sein. Und auf Dauer wird man vielleicht auch mit der jeweiligen 1. Männermannschaft eine Klasse tiefer spielen. Aber ist das wirklich so wichtig ? Im Moment wohl schon, - aber auch hier wird ein Umdenken einsetzen müssen, wenn man zukünftig die eigene Jugend im Verein halten will ...



    übereinstimmende Ansicht in allen Punkten.


    gg