Beiträge von Toto2

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    Holler: natürlich - da hast du schon Recht. Passieren Fehler in der Raumdeckung wird´s natürlich hektisch. Das wird´s aber immer, wenn Fehler passieren. Das Ziel der Raumdeckung ist auch letztlich dem Gegener zuerst mal so wenig Raum wie möglich zum kombinieren zu geben u. im Endeffekt den ballführenden Spieler zu doppeln, um den Ball einfacher erobern zu können. Wenn das nicht funktioniert wird es immer das 1 vs. 1 geben, wie es bei der Manndeckung gewollt ist.


    Andre: ich glaube nicht, dass eine klassische Manndeckung gegen Robben das Tor verhindert hätte. Die große Qualität dieses Spielers ( und Ribery auf der anderen Seite ) ist doch, dass man im 1 : 1 gegen ihn meist schlechte Karten hat. Somit war zu beobachten, dass es sowohl Ribery, als auch Robben zumindest immer mit 2 Gegenspielern zu tun hatten. Aber sowohl Robben, als auch Ribery sind Spieler, und da möchte ich mal TRPietro widersprechen, die eben nicht zum Flanken neigen, sondern eher den Weg zum Tor suchen. Deshalb spielt auch ein Rechtsfuß ( Ribery ) auf links u. ein Linksfuß ( Robben ) auf rechts. Flanken hat man auch gestern nur sehr wenige gesehen. Aus diesem Grund haben es auch ein Klose u. Gomez zur Zeit nicht so einfach, weil sie eben auch von Flanken leben. Das ist aber das holländische System von Van Gaal. Da diese beiden Dribbler eben meist in die Mitte ziehen war es wohl grundsätzlich die richtige Entscheidung der Verteidiger sie nach aussen zu drängen. Dass ein Robben, wie TRPietro schrieb, zu oft in das 1 vs. 1 bzw. mit Lahm sogar 2 : 1 ging konnte ich so nicht beobachten. Es waren immer mind. 2 Verteidiger zur Stelle. Apropos Lahm: das ist eben auch ein Bestandteil einer 4-er Kette, dass die Aussenverteider sich permanent in den Angriff einschalten können, da sie eben nicht an eine feste Aufgabe in der Verteidigung gebunden sind.


    Da liegt aber das Problem. Man kann so technisch starke Dribbler eben nicht immer aufhalten. Der Vorteil liegt auf der Hand. Manchester mußte meist mind. 2, oft sogar drei Spieler "opfern", die Robben u. Ribery aufhalten sollten. Das schafft natürlich Platz für die Mitspieler der beiden Bayern. Sie finden immer eine Anspielstation, wenn ihr Dribbling zu scheitern droht. Da ist dann letztlich auch eine 4-er Kette überfordert. Das sieht dann, wie man so schön sagt, nach Handball aus. Das Spiel verlagert sich um den Strafraum herum zunehmend von rechts nach links und zurück, bis sich eine Lücke zeigt.


    Und da zeigt sich, dass auch eine 4-er Kette nicht die Lösung für alles ist, wenn man es mit individueller Klasse zu tun bekommt. Das ist auch gut so, denn damit bleibt Fußball eben unberechenbar. Das macht das Spiel aus. Darum ist dieser Sport der weltweit beliebteste.

    Andre u. TuB92: mit Deutschland sehe ich das auch so.


    Favoiten: Spanien ( muss man einfach nennen ), Brasilien, Argentinien


    Außenseiter: England u. Niederlande ;) ( die Holländer u. Spanier hatte ich mit ihrem Spielerpotential immer auf der Rechnung, aber nur die Spanier haben bisher was erreicht; England bekommt es einfach nicht auf die Reihe!!! )


    tatsächlicher Außenseiter: Serbien ( gebe TuB92 da ebenfalls Recht, enormes Potential, der klassische Außenseiter )


    Eine absolute Überraschung wäre für mich, wenn die Franzosen es ins Halbfinale schaffen.

    Peter Pan: sehr schöner und für alle verständlicher Beitrag.


    @alle: ich stutze bei folgender Tatsache: einer sagt, dass eine vernünftige 4-er Kette nicht in 2 Jahren zu erlernen ist ( auch laut einem sehr erfahrenen Trainer, der schon bei Ajax und Preußen Münster tätig war ). Andere sagen, dass sie das auch in weniger Zeit hinbekommen haben. Da paßt was nicht. Ich glaube, das ist mehr eine Frage des Anspruches, den der jeweilige Trainer hat.


    Dass man eine 4-er Kette mit jedem Spielerpotential umsetzen kann glaube ich auch. Die weniger talentierten Spieler werden JEDES System schlechter umsetzen als die mehr talentierten Spieler. Das ist unerheblich für die Umsetzung. Das liegt grundsätzlich an den pers. Fähigkeiten des Spielers.


    Warum propagiert der DFB aktuell eher die 4-er Kette als den Libero bzw. starre Manndeckung? Weil es ganz einfach letztlich das feinere und LEICHTERE System ist, WENN es von der Mannschaft beherrscht wird. Weniger Laufarbeit, leichtere Balleroberung, dem Gegner wenig Platz zum Kombinieren geben. Der DFB hat ein Interesse daran, dass die Jugend so gut wie möglich ausgebildet wird. Warum? Wegen dem Breitensport? Sorry, aber der ist dem DFB letztlich piepsegal. Ihm geht es doch um die wenigen Talente, die den Weg in den Profisport finden. Die sollten so etwas dann auch beherrschen. Daher ist Andres Aussage: "Was die 3. Mannschaft in der Kreisliga C spielt ist doch egal" nicht ganz von der Hand zu weisen. Ich sage: bei den Senioren vielleicht schon - bei den Jugendmannschaften nicht. Aber anders herum: auch die Senioren können von den Vorteilen der 4-er Kette profitieren. Nur das Erlernen fällt denen entsprechend schwerer. Und ob die in der Kreisliga C überhaupt noch ein Interesse daran haben steht auch auf einem anderen Blatt.


    Um es einfach mal auf den Punkt zu bringen: warum sollte ich die 4-er Kette der "Manndeckung" vorziehen? Weil sie mehr Vor- als Nachteile bringt, wenn man sie beherrscht. Weil sie effektiver ist. Weil alle Spieler da am Spiel teilnehmen, wo es Sinn macht ( das Beispiel mit dem Verteider, der den Gegner auf seiner linken Seite deckt, während das Spiel auf rechts abläuft ;) ). Man spielt im Grunde mit weniger Aufwand.


    Am Ende geht es doch nur um Vorteile. Um nun messen zu können, ob ein Team erfolgreicher ( Tabelle!!!) mit 4-er Kette als mit Libero/Manndeckung spielt müßte man eine Saison exakt gleich mit beiden Systemen absolvieren. Das ist natürlich unmöglich. Daher fällt der Vergleich schwer.

    TuB92: du schreibst, dass nicht mal ein gut ausgebildeter B-Jugendtrainer einer Mannschaft in 2 Jahren die perfekte 4-er Kette beibringen kann. Was ist schon perfekt?


    Ich glaube, dass das problemlos möglich ist. Perfekt ist so gut wie gar nichts. Es geht immer noch besser. Aber in 2 Jahren kann man ganz sicher einer Mannschaft die 4-er Kette so gut wie möglich ( hängt ja auch von den Spielern ab ) beibringen.

    TRPietro: dass Bayern gegen Manchester rausfliegt will ich mal nicht hoffen. Ich bin nun wirklich kein Bayern-Freund ( bin sowie so eher im spanischen Fußball zu Hause ), aber das wäre schlecht für den deutschen Fußball.


    Wenn Manchester eine so enttäuschende Leistung wie im Hinspiel zeigt mache ich mir da auch keine Sorgen. Das war ja absolut gar nichts. Nada. Die haben sich wahrscheinlich nach dem frühen Führungstor schon hingelegt und sind anschließend nicht mehr wach geworden.

    TRPietro: ich sehe das nicht ganz so wie du.


    Erfolg oder Mißerfolg kann man zum großen Teil immer analysieren. Erfolg hat ebenso seine Gründe wie Mißerfolg. Man muss nur genau hinschauen. Ebenso kann man Erfolg oder Mißerfolg unterschiedlich interpretieren.


    In Bezug auf die 4-er Kette heißt das: spiele ich mit 4-er Kette und verliere meine Spiele muss ich analysieren, ob es überhaupt an der Kette liegt. Wenn nicht, dann muss ich an den anderen Problemen arbeiten. Wenn doch, dann scheint die 4-er Kette NOCH nicht zu funktionieren. Jetzt kann ich natürlich die Kette abschaffen oder weiterhin daran arbeiten, dass die Kette bei richtiger Umsetzung der gewünschten Effekt erzielt. Da kann es natürlich passieren, dass ich weitere Spiele verliere.


    Ich denke, dass meinst du mit dem kurzfristigen Erfolg. Wenn allerdings die Raumdeckung richtig umgesetzt wird sollten schon gewisse Fortschritte zu erkennen sein. Sonst wären ja die Vorteile der 4-er Kette widerlegt.


    Bezüglich der Ausbildung bzw. der Zustände in Deutschland sehe ich das nicht ganz so eng wie du. Ich denke nicht, dass unsere Diskussion hier im Forum stellvertretend für den großen Teil der Trainer in Deutschland ist. Der DFB ist bisher wahrscheinlich den richtigen Weg gegangen. Denke ich zumindest.


    By the way: ich habe überhaupt keine Ausbildung. Kein Schein, kein nix. Alles selbst mit Hilfe von Fachliteratur und meinem Menschenverstand erarbeitet ( ob nun gut oder schlecht kann man ja selbst nicht immer beurteilen ). Allerdings würde ich das in Zukunft sehr gerne ändern ( das mit der nicht vorhandenen Ausbildung ).


    Zu der Fachliteratur: ich habe nicht ein einziges "Ausdauertrainingsbuch" im Regal. Nur Literatur Kinderfußball und Taktik ;) .

    TRPietro: da machst du dir wahrscheinlich auch zu recht Sorgen. Da stehe aber ich gegen alle anderen, renomierten Trainer unseres Vereins.


    Ich pers. bilde mir ein, dass ich das Prinzip der 4-er Kette verstanden habe. Ich selbst habe sie zu meiner aktiven Zeit nie gespielt. Ich habe mich allerdings im Rahmen meiner Trainertätigkeit, die sich ja bisher nur auf die aktuelle Saison beschränkt, in das Thema eingelesen und genau beobachtet ( im Fernsehen - die Profis - klingt blöd - ist aber durchaus machbar ). Ich habe das sogar schon zu meiner aktiven Zeit als Spieler verfolgt. Nur aus Interesse. Was ich im Training tatsächlich umsetze ist im Grunde die vorbereitenden Maßnahmen auf das Prinzip der Kette. Das taktische 1 vs. 1, welches Andre hier ja schon mehrfach erwähnte. Zu mehr bin ich einfach auch noch nicht gekommen. Es gab zu Anfang der Saison aus meiner Sicht einfach zu viele Dinge, die ich den Kinder vermitteln mußte/wollte/sollte. Es war ganz einfach keine Zeit vorhanden


    Da sonst niemand in unserem Verein die 4-er Kette spielt wird das auch nicht von mir verlangt. Das bedeutet allerdings nicht, dass ich den Kinder deshalb auch nichts davon vermitteln will. Ganz im Gegenteil. Nur weil das niemand der weiterführenden Jugenden praktiziert heißt das meiner Meinung nach nicht, dass die Kinder davon auch nichts wissen sollten.


    Ich bin auch der Meinung, dass die Kinder in der Lage sind mit Libero zu spielen, obwohl sie vielleicht die komplette Saison mit 4-er Kette gespielt haben. Das halte ich für unproblematisch. Umgekehrt ist das schon wesentlich schwerer.


    Ich bin da sehr angagiert, weil mir auch gerade die taktischen Dinge im Fussball Spaß machen. Taktik ist nie die absolute Lösung. Dafür ist Fußball Gott sei Dank zu unberechenbar. Aber sie bereichert ohne Zweifel.


    Gerade weil ich der Meinung bin, dass ich in meiner aktiven Zeit als Jugendfußballer eine eher schlechte Ausbildung bekommen habe schaue ich viel genauer hin.


    Da ich aber ein absoluter "Neuling" als Trainer bin gehe ich nicht zu unserem Trainer der 1. Mannschaft u. sage ihm: "Hey, warum spielst du nicht mir 4-er Kette. Ist doch viel besser!" Zumindest noch nicht. Der wird mich wohl nur mitleidig anschauen.


    Da muß ich mich wohl erst noch beweisen. Obwohl: mit meiner D-Jugend sieht es ganz gut aus. Die Kinder haben viele Fortschritte seit Saisonbeginn gemacht ( für mich die Hauptsache ) und für die Beobachter der Tabelle aus unserem Verein gibt es auch nichts zu bemängeln. Vielleicht kann ich da mal zukünftig ein wenig Einfluß nehmen.

    Wow, starker Tobak hier. Ich habe tatsächlich alles gelesen, aber der Umfang überfordert mich. Was mir allerdings kurzfristig im Gedächtnis geblieben ist sind die Kommentare von Günter Grafe bezgl. der Kette.


    Nach den Schilderungen ist es offensichtlich so, dass diese Trainer, die angeblich 4-er Kette spielen lassen, das Prinzip wohl nicht verstanden haben. Oder ihre Mannschaft setzt es nicht um. Anders ist das beschriebene Verhalten der Spieler nicht zu erklären. Im letzten Kommentar von Günter Grafe wird das jetzt auch letztlich auf den Punkt gebracht.


    Ich selbst halte viel von der Kette. Macht in meinen Augen einfach Sinn. Wenn man die Kette praktiziert kümmert man sich um die wichtigen Dinge des Spiels: den Ball, den gefährdeten ( im Augenblick relevanten ) Raum und die zu diesem Zeitpunkt gefährlichen Spieler ( beim Verteidigen selbstverständlich ;) ).


    Ich selbst trainiere ja die D-Jugd. erst seit dieser Saison. Am Anfang war klar zu sehen was die vorherigen Trainer mit den Spielern veranstaltet haben. Der Libero stand tatsächlich mit den beiden Manndecker meterweit hinten drin. Kam der Ball wurde dieser vom Libero lang rausgebolzt. Die beiden Manndecker nahmen tatsächlich nur am Spiel teil wenn es ans Verteidigen ging. Sie haben sich nicht ums Spiel, sondern nur um ihre Gegenspieler gekümmert.


    Wenn ich heute die Aufstellung bekannt gebe nenne ich die Spieler auch immer noch Libero, rechter u. linker Verteidiger. Das verstehen die Kinder ohne Probleme. Allerdings spielen die nicht mehr so, wie sie es noch zu Anfang der Saison taten. Sie spielen jetzt 3-er Kette. Der Libero steht nur leicht versetzt hinter den beiden Verteidigern u. rückt soweit auf, wie es der Gegner erlaubt. Ebenso die beiden Verteidiger. Sie rennen ihren Gegner nicht hinterher, sondern nutzen jeden freien Raum, pressen den Gegner in seine Hälfte, decken nur den jeweils relevanten Stürmer u. beteiligen sich in "Absprache" mit den beiden zentralen Mittelfeldspielern auch am Vorwärtsgang. Im Prinzip spielen sie Pressing.


    Alleine die Spieler dahin zu bringen hat schon etwas gedauert. Viele Trainings u. Spiele mußte ich die Spieler immer wieder animieren aufzurücken u. am Spiel teilzunehmen. Noch habe ich ihnen auch nicht wirklich das Prinzip erklärt. Lediglich, dass sie nicht stur auf ihrer Position verharren, aufrücken, mitspielen und verschieben sollen. Ich mußte mich einfach um zu viele andere Dinge kümmern, die absolut nicht stimmten. Wie Andre ja auch wieder erwähnte habe ich mich sehr viel um das 1 : 1 gekümmert ( Ausbildungsziele DFB ).


    In unserem Verein spielt NIEMAND 4-er Kette. Traurig, aber wahr.

    Ich schreibe jetzt mal nicht über FCB oder Schalke: wer mich immer wieder überrascht ist der BvB. Die spielen immer genau so, wie ich es nicht vorausgesagt habe. Das genaue Gegenteil tritt immer ein. Gegen Bremen habe ich mit einer klaren Niederlage gerechnet. Bisher gehören sie sicher zu den großen Gewinnern der Saison. Die Frage ist nur: fahren sie am Ende auch die Ernte ein? Man kann nur sagen: alle Achtung, Herr Klopp. Aus den gegebenen Möglichkeiten das beste rausgeholt.


    Aber vielleicht sind es auch die Fans. Egal wie der BvB spielt ( ist übrigens auch auf Schalke so ) : am nächsten Spieltag ist die Hütte wieder voll.

    Hallo zusammen,


    ich habe mal ein wahrscheinlich recht komplexes Thema. Unser Verein hat jetzt einen Förderverein für die Finanzierung eines Kunstrasenplatzes gegründet. Ich bin da direkt nicht involviert. Es interessiert mich aber schon. Wir haben bisher nur einen Rasen- u. Ascheplatz und ein Minispielfeld.


    Meine Fragen zu dem Thema sind:


    - wer hat Erfahrungen damit? Wer darf einen Kunstrasenplatz sein "Eigen" nennen?


    - wie lange hat die Finanzierung gedauert?


    - wie wurde überhaupt finanziert (Sponsoren, Beiträge von Stadt oder Land ect.)


    - für welches "Produkt" hat man sich entschieden ( Erfahrungen mit der Qualität nach längerer Nutzung und Pflege, Preis des Platzes )


    - wurde von Asche auf Kunstrasen umgerüstet oder neu gebaut? Wie hoch ist bei der Finanzierung der Unterschied?


    Wie bereits geschrieben ist das ein sehr komplexes Thema und man kann wahrscheinlich seitenlange Beiträge dazu verfassen. Aber über ein wenig Erfahrungsaustausch wäre ich schon dankbar.

    Günter Grafe: sehr gutes Beispiel bzw. gute Warnung.


    Wir erfahren eben nicht immer alle wirklichen Gründe. Vielleicht kann man es so auf den Punkt bringen: alles, was unmittelbar mit dem Fussball zu tun hat bzw. den Trainingsbetrieb beeinflusst kann und sollte man schon regeln, da es wirklich alle betrifft. Sowohl Trainer, Verein als auch Spieler. Da kann man einfach nicht so viele Ausnahmen machen. Wo große Gemeinschaften sind ist das so, weil es auf Dauer sonst nicht zu organisieren ist oder es zu Störungen der Gemeinschaft kommt, die durch einzelne ausgelöst werden. Das ist dann letztlich im Interesse der Gemeinschaft. Und diese einfachen Regeln ( z. B. Pünktlichkeit, Abmelden, respektvoller Umgang ect. ) sind nun wirklich problemlos für jeden umzusetzten.


    Für alles andere muss man nicht gleich immer Regeln oder Vorschriften machen.

    Hallo,


    ich kann mich da Günter Grafe nur anschliessen. Duschen hat was mit Hygiene zu tun. Punkt. Einige aus meiner D-Jugend tun es nach jedem Training u. Spiel und einige nicht (meistensnur aus Zeitgründen, weil die direkt von den Eltern abgeholt werden, weil die es eilig haben ). Ich empfehle allen Kinder zu duschen. Die, die aus Zeitmangel nicht am Platz duschen tun dies zu Hause.


    Ich würde es nicht zur Pflicht machen. Ich glaube auch, dass die Kinder, die aus Schamgefühl nicht duschen wollen, früher oder später nachziehen, wenn andere Kinder aus der Mannschaft mit gutem Beispiel voran gehen.


    Ich glaube nicht, dass man da mit Druck weiter kommt. Je beiläufiger man das Thema behandelt, desto besser. Dann merken die Kinder: da ist ja gar nix bei. Das ist ganz normal. Wenn man es an die große Glocke hängt und jedes mal darauf drängt wird das nichts.

    Hallo,


    1. Ihr habt selbstverständlich alle Recht.


    2. ABER: seid doch froh, dass Andreas77 hier danach fragt. Die deutlichen Wort von Andre waren absolut richtig und NICHT beleidigend oder oberlehrerhaft, obwohl es für Andreas77 am Anfang des Kommentars erst so klingen mag. Am Ende dürfte aber mit dem "viel Glück und gutes Gelingen" (@Anreas77: das ist sicher NICHT ironisch gemeint) alles klargestellt sein. Ich schreibe das hier nur, weil Andreas77 sich event. angegriffen fühlen könnte. TuB92: das ist hier im Forum sicher ein SEHR sensibles Thema. Aber bitte gehe du gerade bei "Neulingen" doch auch etwas sensibler vor. Nicht gleich vergraulen. Dein Hinweis auf die Altersziele der Ausbildung ist allerdings absolut richtig :thumbup: .


    3. @Anreas77: wie ich schon schrieb ist das ein sehr sensibles Thema. Wenn du dich ins Forum etwas weiter in die Vergangenheit einliest wirst du feststellen, dass es seitenlange Diskussionen dazu gibt. Mußt du aber nicht. Informiere dich wirklich am besten über den von TuB92 angegebenen Link über die Altersziele der Ausbildung und lege dir eventuell entsprechende Literatur ( gibt es z. B. vom DFB, aber auch von anderen - siehe www.soccerdrills.de ) zu. Du kannst sonst, ohne eigentlich schlechte Absichten zu haben, verdammt viel falsch machen. Lass dich nicht direkt einschüchtern und traue dich nur weiterhin Fragen zu stellen. Es ist besser du stellst Fragen u. machst zukünftig mehr richtig, als keine Fragen zu stellen und viel falsch zu machen. Du kannst hier viele nützliche Tipps bekommen. Aus Fehlern lernt man. Es ist doch schon mal löblich, dass du dich überhaupt informierst.


    anmagu: oh - unseren Kommentare haben sich überschnitten. Da hätte ich mir meinen sparen können ;) .


    Dass es in der F-Jugend noch keine Rückpassregel gibt, liegt nicht daran, dass etwas für den Rückpass spricht, sonder daran, dass etwas gegen die Regel in dieser Altersgruppe spricht.


    Wenn sie in die F-Jugend kommen sind sie 7 Jahre alt. Wir haben hier schon mehrfach darüber gesprochen, dass perspektivisches Sehen in diesem Alter kaum ausgeprägt ist. Wenn der Torwart jetzt aber -zusätzlich zum auf ihn zurollenden Ball- registrieren muss, wer den Ball vorher gespielt hat, ist die Wahrnehmung des 7-Jährigen in aller Regel überfordert.

    Ja, absolut. Das ist der Grund. Was wir hier bisher diskutiert haben sind die möglichen Auswirkungen.

    Ich möchte aber nochmal betonen, dass dieses fussballerische Problem Sache des Trainers ist. Nicht die Regel ist daran Schuld. Der Trainer kann und sollte seinen Schützlingen doch beibringen, wie man die Situation am besten löst.


    Ich behaupte sogar, dass der jeweilige Trainer an dem "Gebolze" schuld ist. Warum? Ein Beispiel: wenn ich ein Mini-, F- oder auch E-Jugend Spiel beobachte, in dem die Kinder völlig selbständig spielen dürfen und der letzte Verteidiger den Ball bekommt werde ich sehr wahrscheinlich nicht sehen, dass er den Ball lang raus prügelt. Entweder er entdeckt tatsächlich einen freien Mitspieler und paßt ihn an oder er wird ins Dribbling gehen. Auch auf die Gefahr hin, dass er als letzter Mann den Ball verliert und ein Gegentor kassiert. Ich glaube fest, dass das in den meisten Fällen so wäre.


    Jetzt steht aber ein Trainer am Rand, der bei so einer Dribblingaktion einen Herzinfarkt bekommt. Er wird den Spieler maßregeln: "Peter, doch nicht vor dem eigenen Tor. Gib an den Torwart oder schiess den Ball weit weg!" Sollte auf Grund eines Ballverlustes event. sogar ein Gegentor fallen schreit der Trainer vielleicht sogar. Das merkt sich der kleine Peter. Schreien findet er nicht toll. Er verliert das Selbstvertrauen und wird bei der nächsten ähnlichen Situation hektisch und nervös. Er schlägt den Ball lang raus.


    Natürlich liegt das am Trainer. Man kann doch beobachten, dass die Kinder sich von Natur aus den Ball nehmen und loslaufen.

    Hallo nochmal,


    dass der 1. Vorsitzende dich vorgeschlagen hat läßt wohl vermuten, dass er dir dieses Amt auch zutraut. Somit hast du ihn wohl auf deiner Seite. Auch die Tatsache, dass du überhaupt gewählt wurdest zeigt, dass die Leute dir die Sache zutrauen.


    Allerdings läßt mich deine Aussage "ich weiß noch nicht so genau was alles auf mich zukommt" schon daran zweifeln, dass du dir vor deiner Wahl auch Gedanken gemacht hast.


    Du redest davon, dass du jetzt dein Recht erhalten hast etwas im Verein zu verbessern. Dieses Amt hat aber auch jede Menge Pflichten. Du wirst sehr viel Zeit aufwenden müssen.


    Aber wie auch immer: ich will dich nicht entmutigen. Gewählt bist du ja eh´ schon. Vielleicht hättest du hier im Forum vor deiner Wahl um Rat fragen sollen. Es gibt hier sicher viele, die ähnliche Ämter ausüben bzw. ausgeübt haben.


    Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg, das nötige Durchsetzungsvermögen und natürlich auch Spaß an der Sache !

    Hallo,


    ich konnte bei unserem Torwart, der jetzt sein erstes Jahr d-Jugend spielt, nicht feststellen, dass er Probleme mit dieser Regel hat. Er hat sie schnell verinnerlicht.


    Was ich allerdings meinen Jungs am Anfang dieser Saison austreiben mußte ist die Tatsache, dass sie aus der Abwehr heraus zu ca. 70 % lange Bälle geschlagen haben. Sie haben also nicht versucht das Spiel vernünftig von hinten aufzubauen. Das legt die Vermutung nahe, dass der Trainer der E sie event. dazu ermutigt hat immer auf Nummer sicher zu gehen. Zumindest haben sie wohl nicht gelernt am Spiel teilzunehmen. Immer schön lang nach vorne. Das hat sich aber im Verlaufe dieser Saison schnell erledigt, obwohl manche von Zeit zu Zeit immer noch zu hektisch agieren. Das kann aber immer unterschiedliche Gründe haben.


    Was hat das mit der Rückpassregel zu tun? Vermutlich einiges. Wie bereits geschrieben: das sind nur meine Vermutungen. Ich schätze mal, dass in heiklen Situationen fast immer auf den Torwart gespielt wurde, der den Ball dann schön in die Hand nehmen konnte und einen weiten Abschlag vorgenommen hat.


    Somit lernen die Kinder natürlich nicht sich auch spielerisch aus so einer Situation zu befreien. Deshalb waren zumindest event. meine Kinder zu Beginn der Saison nicht in der Lage das Spiel von hinten aufzubauen u. reagierten eher hektisch und planlos, obwohl der freie Mitspieler nur einen kurzen Paß entfernt steht. Das wäre dann ein Nachteil dieser Regel. Es besteht die Gefahr, dass zuviel "gebolzt" wird. Einige von euch könnten natürlich der Meinung sein: das klingt schon zuviel nach Erwachsenenfussball. Finde ich aber nicht. Die sollen spielen und keinen Rekord im Ballweitschuß aufstellen.


    Aber das ist letztlich Sache des Trainers u. des Trainings. Ich bin nicht gegen diese Regel bis zur D-Jugend. Ich konnte auch in den E-Jugend Spielen, die ich beobachtet habe nicht feststellen, dass da auf Zeit gespielt wird oder ausschließlich nur lange Bälle auf die Stürmer gespielt werden. Die dribbeln hauptsächlich u. gehen viele Zweikämpfe ein. So soll es sein.


    Wenn, wie TuB92 schrieb, in einer F-Jugend vermehrt die fehlende Regel als Taktik angewendet wird kann ich mir nur schwer vorstellen, dass dieses Verhalten von den Kinder selbst kommt.

    Hallo,


    hatte noch nie eine so verantwortungsvolle Position inne. Ich kann mir vorstellen, dass da jede Menge auf dich zukommt. Hast du dir das wirklich vorher gut überlegt?


    Nicht falsch verstehen: wenn ich jetzt einfach nur lese, dass du 20 Jahre alt bist traue ich dir dieses Amt nicht zu. Wenn ich also an den durchschnittlichen deutschen 20-Jährigen denke und wie weit dieser in seiner Entwicklung ist.


    Allerdings sind auch nicht alle Jugendlichen gleich. Es gibt auch welche, die in ihrer Entwicklung schon wesentlich weiter sind. Vielleicht gehörst du ja dazu.


    Welche Funktion(en) hattest du denn vorher im Verein?

    Hallo an alle,


    ein äußerst interessantes Thema. Danke für diesen Thread.


    Dies ist ja meine erste Saison überhaupt als Trainer ( D2-Jugend ). Mitten in der Saison ist mir ab u. zu der Gedanke gekommen wie das eigentlich im nächsten Jahr aussehen wird. Wer wird welche Jugend mit welchen Spielern trainieren?


    Aus beruflichen Gründen ist das selbst bei mir unklar, da ich im Augenblick arbeitssuchend bin ( verdammte Krise :cursing: ). Daher kann ich natürlich nicht voraussagen, ob ich zeitlich in der Lage sein werde weiterhin als Trainer tätig zu sein. Der Verein hat mich bereits angesprochen, ob ich zur Verfügung stehe. Dann werde ich voraussichtlich die D1 trainieren.


    Aber den Gedanken habe ich bisher immer nur kurz aufgegriffen u. sofort wieder vergessen. Ich habe mich also beim Verein noch nicht erkundigt wie eine "Sichtung" durchgeführt wird. Wir haben 3 E- und 2 D-Kader.


    Daher sind eure Ansichten u. Tipps sehr wertvoll für mich. Da ich allerdings ein Neuling bin ist noch nicht abzusehen, welchen Einfluß ich auf diese Entscheidungen haben kann.


    Was ich allerdings bisher selbst getan habe ist folgendes: ich habe Spiele der drei E-Jugend Mannschaften beobachtet und mir zunächst ein eigenes Bild von der Spielern gemacht. Drei Kinder der E1 habe ich auch bereits mal in der D2 eingesetzt. Allerdings aus einer Notsituation heraus. War aber sehr nützlich.


    Diskutiert bitte fleißig weiter. Ich hänge mit meinen Augen an euren Kommentaren......