Beiträge von Toto2

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Hallo,


    zunächst muss ich Andre da Recht geben: 40,- € ist schon harter Tobak.


    Bei einem allseits bekanntem Internetversandhandel kann man einen kleinen Einblick in das Buch nehmen ( kennt jeder - Werbung will ich hier nicht machen ;) ). Auf mich macht es allgemein einen guten Eindruck, wenn man sich mit Taktik beschäftigen will.


    Aber letztlich habe ich pers. die Erfahrung gemacht, dass kein Buch wirklich alles im Detail behandeln kann. Wenn das versucht wird, dann wird es oft für den Leser unübersichtlich. Daher bevorzuge ich Literatur, die sich eingeschränkt und detailliert mit einem Thema auseinandersetzt.


    Aber ein Problem bleibt am Ende für den Trainer immer übrig: habe ich alles verstanden und bin ich in der Lage durch Training die Thematik zu vermitteln? Dem Buch kann man nämlich keine Fragen stellen. Seine Literatur hat man auch auf dem Platz nicht dabei. D. h.: es muss alles im Oberstübchen gespeichert sein. Planung ist natürlich sehr wichtig, aber oft wird man dann mit Trainingsvoraussetzungen konfroniert, die man eben nicht geplant hat.


    Aber wie bereits geschrieben: das Buch macht zunächst mal auf mich einen guten Eindruck. Vielleicht mal etwas abwarten....dann fällt der Preis noch ;) .

    Wow....interessante Beiträge zum Thema.


    Mariahilf: mich pers. interessiert mal, woher du deine Infos hast. Hast du selber so schlechte Erfahrungen beim DFB gemacht? Oder kennst du mehrere Personen, die diese Erfahrungen gemacht haben?


    TW-Trainer: du scheinst ja ähnliche Dinge wie Mariahilf berichten zu können. Wird da beim DFB wirklich nicht objektiv beurteilt? Wird dem Noname keine Chance gegeben? Auch wenn er fachlich eigentlich mithalten kann?

    Damit keine Mißverständnisse aufkommen: wir spielen bei uns Großfeld vom 5-er zu 5-er. Also nicht komplettes Großfeld.


    Wenn man bei uns in NRW jetzt auf Großfeld 16-er zu 16-er mit 9-er Kader umstellt würde ich sicher nicht in Tränen ausbrechen. Das wäre kein schlechter Kompromiss. Mit der bestehenden Regelung bin ich aber vollstens zufrieden. Wenn es aber der Tatsache entspricht, dass die Kader auf Grund der geburtenschwachen Jahrgänge immer kleiner werden ist es rein organisatorisch sinnvoll wieder den 9-er Kader einzuführen, damit so viele Mannschaften wie möglich gemeldet werden können und alle Kinder Fußball spielen. Wäre dann zwar nur aus der Not geboren, aber was soll man machen?

    Hallo losblancos,


    in erster Linie halte ich es für sinnvoll, dass du den Mannschaftsgeist stärkst. Das ist natürlich immer wichtig. Die Grüppchenbildung bei den Spielern solltest du unbedingt beseitigen. Das ist durch entsprechende Ansprachen an die Kinder und eine entsprechende Trainingsausrichtung auch durchaus machbar. Fußball ist Mannschaftssport und da ist Teamgeist unbedingt notwendig. Nicht nur in sportlicher, sondern auch in sozialer Hinsicht.


    Dass in der F-Jugend kaum Eltern bei den Spielen und sonstigen Veranstaltungen sind finde ich allerdings schon merkwürdig. Gerade in diesem Alter zeigen die Eltern eigentlich noch großes Interesse und die Kinder ebenfalls. Da sind deine Ideen wohl schon förderlich, damit sich die Eltern mehr beteiligen. Vielleicht solltest du jeweils bei Gelegenheit auch mehr das Gespräch mit den Eltern suchen, und wenn es zunächst nur Smalltalk ist. Ihnen auch das Gefühl geben, dass sie gebraucht werden und sich mehr für die Aktivitäten ihres Kindes interessieren sollten.


    Wenn du mehr Eltern dazu bringst, dass sie bei den Spielen dabei sind werden sich wohl auch automatisch Gespräche unter den verschiedenen Eltern ergeben und die Sache entwickelt eine Eigendynamik.


    fritzel12: dass, zumindest im Altjahrgang C-Jugend, immer weniger Eltern zu den Spielen erscheinen ist eigentlich nicht mal ungewöhnlich. Die Pubertät spielt da wohl eine große Rolle. Vielen Spielern wird es zunehmend peinlich, wenn die Eltern dauernd dabei sind. Da sind meistens dann gar nicht die Eltern schuld, da das Interesse an den Kinder nach wie vor vorhanden ist. Aber die Kinder lösen sich von den Eltern und wollen eigenständig sein.


    Das konnte ich zumindest in unserem Verein so wahrnehmen. Das sind meine Beobachtungen und hinsichtlich der Pubertät macht das schon Sinn.

    Hallo,


    das ist meiner Ansicht nach ein zweischneidiges Schwert. In vielen Verbänden, die in der D-Jugend mit 11-Kader spielen, denkt man darüber nach wieder auf das Kleinfeld zu setzen, da die Vereine mit geburtenschwachen Jahrgängen zu kämpfen haben. Es sind wohl einfach zu wenige Kinder da.


    Tatsache ist wohl auch, dass bei Kleinfeld mehr Ballkontakte und 1 vs. 1 Situationen gegeben sind, was ohne Zweifel auch nicht schlecht für die Entwicklung der Kinder ist.


    Meine pers. Erfahrung zeigt aber, das die Situation auf dem Großfeld nicht so sein muß, wie losblancos sie beschreibt ( viele mittelgroße Kinder, die auf einer riesigen Fläche einem einzelnen Ball hinterherhecheln ).


    Ich habe im letzten Jahr mit meinem Team auf Großfeld gespielt. Und ich kann nur sagen: die konnten das absolut gut umsetzen. Innerhalb weniger Wochen konnte ich den Schritt von Klein- auf Großfeld im Training und Spiel sehr gut umsetzen. Wir hatten in unserer Liga auch zwei 8-er Teams, die außerhalb der Konkurrenz gespielt haben, damit die Kinder überhaupt dem Fußball erhalten bleiben. Das finde ich auch gut. In diesen Begegnungen mußten wir dann natürlich auf Kleinfeld antreten. Da war dann schon zu erkennen, dass unser Team die Umstellung wieder schwer fiel. Es fehlte unseren Spielern der Platz, den sie eigentlich nach der Umstellung jetzt gewohnt waren, obwohl wir im Training aus Platzgründen ( und Anzahl der Spieler ) nur zu Kleinfeldbedingungen trainieren konnten ( kennen sicherlich hier die meisten Trainer nur zu gut ).


    Der Schritt von Klein- auf Großfeld muss irgendwann absolviert werden. Meine Erfahrung zeigt, dass D-Jugendliche dazu durchaus in der Lage sind, wenn es vom Trainer gut vermittelt wird. Wie bereits erwähnt: das sind meine Erfahrungen. Die sind natürlich nicht allgemein gültig.

    Auch wenn das jetzt vielleicht falsch rüber kommen wird: Wir haben in Deutschland genug gute Trainer. Sollte jemals ein Ausländer deutscher Nationaltrainer werden werde ich dem Team den Rücken zukehren. So schlecht sind unsere Trainer nicht, und irgendwelche Söldner wie Parreira, Scolari, del Bosque, oder wie sie alle heißen, die alle paar Jahre eine andere Mannschaft trainieren, brauchen wir nicht.


    Mit Löw muss verlängert werden bevor ein neuer Trainer wieder etwas neues aufbauen will.


    Einen del Bosque als Söldner zu bezeichnen geht doch ein bischen weit. Das ist seine erste Station als Nationaltrainer. Das trifft wohl eher auf z. B. einen Vogts zu. Wo der nicht schon überall tätig war......


    Aber ich gebe dir Recht: es gibt keinen Grund für einen Neuanfang. Das hat die WM doch wunderbar gezeigt.

    Hallo Butze,


    es ist nicht so, dass wir die typische Manndeckung praktizieren. Das lag aber bisher auch daran, dass wir in unserer Liga ziemlich überlegen waren u. eigentlich so gut wie immer Pressing spielten. Unser "Libero" ist auch ein sehr ballsicherer Spieler und fungierte praktisch lediglich als letzte Anspielstation und Ballverteiler, der den Spielaufbau lenkte. Er rückt fast immer bis zur Mittellinie vor. Einstudiert haben wir bisher aber eben nicht wirklich die Raumdeckung/Viererkette. Im Prinzip kann man sagen, dass wir eine Dreierkette gespielt haben. Zwar mit der traditionellen Aufstellung Libero, linker u. rechter Verteidiger, aber nicht wirklich mit sturer Manndeckung. Auch die Außenverteidiger konnten fast immer extrem weit aufrücken.


    Dazu mußte man sie anfangs zwar auch erstmal motivieren, da sie es so nicht kannten ( immer aufrücken, am Spiel beteiligen, immer in Bewegung sein u. nicht in der eigenen Hälfte versauern ), aber die haben das dann schnell verinnerlicht.


    Aber trotzdem war das eben noch nicht das wirkliche Einstudieren der Raumdeckung/Viererkette. Jetzt habe ich sehr viele neue Spieler zur kommenden Saison. Daher mache ich mir eben Gedanken darüber.

    Andre: die nicht interessierten Trainer kann ich pers. absolut nicht verstehen. Wir reden hier doch immer noch vom Breitensport, oder? Im Profibereich wird es diese Leute wohl nicht geben.


    Warum übernehme ich ehrenamtlich einen Trainerposten? Weil ich mir sage: jeden Tag eine gute Tat? Oder nur, weil mein(e) Tochter/Sohn sonst keinen Trainer hat? Oder macht es mir auch Spaß? Oder eine Kombination aus verschiedenen Gründen?


    Wie auch immer: wenn es mich eigentlich nicht interessiert, dann sollte ich es lassen. Wenn die Materie mich allerdings interessiert u. ich Spaß an der Sache habe, dann bin ich doch alles andere als desinteressiert.


    Der Fußball hat sich doch nicht erst seit der Viererkette verändert. Er verändert sich doch dauernd auf irgendeine Art u. Weise. Dann muß ich mich auch damit beschäftigen; oder anders: ich will mich damit beschäftigen, da es mir ja Spaß bereitet.


    Was die Minis u. F angeht: laßt sie weiter unbekümmert kicken. Die haben noch nix mit Taktik am Hut.


    Wie es die Spanier halten? Das kann ich nur im Profibereich beurteilen. Wie es bei denen im Breitensport aussieht weiß ich nicht. Im prof. Bereich wird da schon früh mit Taktikschulung begonnen ( zumindest bei Real Madrid; bei den anderen wird´s wohl auch nicht anders sein ). Durchaus schon ab 10 Jahren bzw. E/D-Jugend. Da wird mit Videoanalyse u. Co. gearbeitet. Ein Motto in der Real-Jugend lautet übrigens: nur wer den Ball hat kann Tore schießen.

    Sir Alex: natürlich ist auch in der D-Jugend Taktik ein Thema. Keine Frage ( z. B. Dreieckbildung für optimale Anspielmöglichkeiten - Gruppentaktik ).


    Das Nachvornebolzen würde ich jetzt mal nicht als Taktik bezeichnen, auch wenn es die Engländer jahrelang praktiziert haben :D . Ich bin erst seit einer Saison Trainer, aber das war das erste, was ich meiner Mannschaft ausgetrieben habe. Vernünftiges Paßspiel, immer freilaufen und anspielbar machen, das Aufrücken ect....! Da es mein erstes Jahr war habe ich mich natürlich vorher eingehend über die Ausbildungsziele informiert und bin nicht blind und unwissend auf den Platz gelaufen.


    Allerdings hatten meine Spieler sehr viel aufzuholen, da meiner Ansicht nach einige Ausbildungsziele der vorgelagerten Jugenden nicht erreicht wurden. Zudem mußte ich die Spieler von Klein- auf Großfeld umstellen. Das "Problem" werde ich auch dieses Jahr wieder haben, da ein Großteil der neuen Mannschaft aus E-Jugendspielern bestehen wird.


    Eines muss ich aber ganz offen zugeben: mir juckts auch in den Fingern ! Ich würde mich ebenfalls zu gerne daran versuchen auf ballorientiertes Spiel mit Viererkette u. Raumdeckung umzustellen. Auch, wenn ich den Ausbildungszielen des DFB vertraue und das eigentlich noch nicht vorgesehen ist. Da packt mich dann einfach der Ehrgeiz. Nicht zu verwechseln mit Gewinndenken.

    Chris: da sind wir dann wieder bei der so oft hier geführten Grundsatzdiskussion über Erfolgsdenken und Ausbildungsziele !


    Dass der Vorteil der ballorientierten Verteidigung bei euch dadurch verloren geht, weil jetzt alle Teams darauf umstellen bzw. schon umgestellt haben ist ja nur logisch. Die anderen Teams wären dumm, wenn sie sich weiterhin auseinander nehmen lassen und an der Manndeckung festhalten. Allgemein gesehen ist das aber der Fortschritt, der im deutschen Fußball gemacht werden muß.


    Das ist im Fußball allg. doch immer so gewesen. Irgendein Team zeigt Innovationen, ist damit dann erfolgreich und viele andere Teams versuchen es zu kopieren. Ein gutes Beispiel dafür ist wohl der FC Barcelona, der von vielen Clubs als Vorbild empfunden wird. Die meisten geben es sogar offen zu ( FC Bayern z. B. ).

    Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht: ich pers. kritisiere auch nicht nur einen Spieler des deutschen Teams. Nicht einen einzigen. So vermessen sollte ich nicht sein, da ich weiß, dass jeder von denen wesentlich mehr Ahnung von der Materie hat als ich. Und dazu kommt noch, dass sie alle Menschen sind, die eben auch mal Fehler machen.


    Aber das Podolski zum Prügelknaben ernannte wurde konnte ich in der Öffentlichkeit echt nicht feststellen. Schlechte Noten von den Medien haben mehrere, ja fast alle deutschen Spieler erhalten. Auch in meinem pers. Umfeld konnte ich das nicht feststellen.

    Hallo zusammen !


    Andre: ich hatte mich auch an der Diskussion vor einiger Zeit beteiligt. Ich ging eigentlich davon aus, dass du die Viererkette/Raumdeckung längst verinnerlicht hast. Viele User hier hatten das wunderbar erklärt, so fern das auf schriftlichem Wege möglich ist. Das 1 : 1 ist natülich immer wichtig. Das Ziel der Raumdeckung ist aber doch letztlich die Absicherung des gefährlichen Raumes und eine vereinfachte Balleroberung duch das Doppeln des Ballführenden im optimalem Fall. Das aber selbst in diesem System nicht alles 100%-ig funktionieren kann hat das Spiel Spanien vs. Deutschland gezeigt. Allgemein fand ich die deutsche Defensive jetzt gar nicht mal soooo schlecht, aber: die Spanier lassen sich auf dein 1 : 1 bzw. 2 : 1 ( Doppeln ) so gut wie gar nicht ein. Die lassen die Pille so schnell laufen und sind so paßsicher, dass du es als Abwehr unwahrscheinlich schwer hast. Die schnellen u. präzisen Flankenwechsel incl. aufgerücktem Aussenverteider der Spanier haben dann letztlich immer wieder Lücken in die deutsche Abwehr gerissen. Dann ein genialer Paß und der 16-er brennt.


    Was deine Frage zur F-Jugend angeht: dafür gibt es doch die Ausbildungsziele, die der DFB formuliert hat und die ich pers. für sinnvoll halte.


    Was den Beitrag von Sir Alex angeht ist dieser eigentlich mal wieder exemplarisch. Und er schreibt hier sogar von der Verbandsliga !!!!


    Ich selbst habe sicher nicht alle Spiele in unserem Kreis der Senioren, C, B, A-Jugend gesehen, aber: in den Spielen, die ich gesehen haben wurde immer mit Libero agiert. Auch in unserem Verein macht sich, bis auf unserem C-Jugendtrainer, keiner Gedanken über die 4-er Kette/Raumdeckung. Ich habe mich eingehend mit unserem C-Trainer darüber unterhalten ( bin ja D-Trainer ) und habe festgestellt, dass wir auf einer Wellenlänge liegen. Nur einig waren wir uns auch darüber: wenn er dieses System einführt, und das sollte man meiner Ansicht nach erst ab C-Jugend tun, dann müssen die weiterführenden Jugenden da mitmachen. Und da bin ich mal gespannt, wie sich diese Grundsatzdiskussion bei uns im Verein entwickeln wird.


    Und ich bin mir sicher: entweder sind einige zu faul oder einfach unwissend. Das beste Beispiel war eine Äußerung eines Seniorentrainers während eines WM-Spiels ( public viewing im Verein mit Beamer ).


    Situation: Ball befindet sich ca. 20 Meter vor dem deutschen Tor auf unseren rechten Seite. Der Trainer: was soll das denn? Guck mal auf unserer linken Seite. Da steht einer total frei. Wo ist denn unser linker Verteidiger?


    Das ist ein Beispiel für einen Unwissenden. Ich mache ihm das gar nicht zum Vorwurf. Er hat jahrzehntelang mit Libero u. Manndeckung gespielt. Aber da sieht man, dass da doch noch unwahrscheinlich viel aufzuholen ist.


    Ich vermute allerdings ganz stark, dass die Jungs in Stützpunkten u. Auswahlmannschaften zur Raumdeckung gebracht werden. Ich hoffe es zumindest.

    @ Kuddel: die Nazis sind grundsätzlich gegen unseren Staat und sämtliche Organisationen, die sich darauf gründen. Daher unterstützen sie auch nicht unsere Nationalmannschaft....glaube ich......oder doch nicht?


    Auf jeden Fall hätten wir unter deren Führung in unansehnlichen braunen Trikots gespielt. Das Auge spielt doch auch mit, oder?

    @ NF: habe ich hier was verpasst? Wer macht denn Podolski zum alleinigen Verantwortlichen für die Niederlage? Auch in den Medien habe ich noch nix davon mitbekommen, dass irgendwer auf Podolski rumhackt.


    Genauso sehe ich es auch, die letzten Jahre deuten schon darauf hin, dass unsere Nachwuchsarbeit auf dem richtigen Weg ist. Die Früchte haben wir jetzt schon teilweise bei der WM gesehen. Und wenn es so weitergeht wird sicherlich auch mal ein Titel rausspringen, obwohl es mir eigentlich lieber ist, dass wir guten fussball spielen anstatt weit zu kommen, denn Ergebnisse sind doch zweitrangig, oder etwa nicht?


    Und vielleicht haben wir ja auch mal das Glück der Spanier, dass wir einen Iniesta oder Xavi bekommen, denn diese beiden machen für mich den Unterschied aus. Diese Übersicht, Ballsicherheit und Spielverständnis kann nicht nur an der Nachwuchsförderung liegen, das ist einfach eine ganze Menge Talent. Auch wenn Xavi gestern doch den ein oder anderen Fehlpass gespielt hat...


    Ja, natürlich. Das nötige Talent ist schon von Vorteil ;) . Man kann nicht alles antrainieren. Dir ist es lieber, dass wir guten Fußball spielen anstatt Titel zu gewinnen? Im prof. Fußball undenkbar. Im prof. Fußball sind Ergebnisse eben nicht zweitrangig. Oder haben ich deine Ironie jetzt nicht wahrgenommen? Und eigentlich widerspricht sich das ja auch nicht. Man kann doch schönen Fußball spielen und gewinnen. Jetzt ist natürlich auch die Frage: was versteht jeder einzelne unter schönen Fußball?


    Unsere Mannschaft hat sich aufgrund des größtenteils schönen Fußball bei dieser WM auch im Ausland Respekt und Anerkennung geschaffen. Das ist für uns schon mal positiv, wo man uns in der Vergangenheit doch meist nur als "Kampfschweine" ohne Ästhetik empfunden hat ;) .


    Interessant finde ich, dass wir uns Teams wie Holland und Spanien angenähert haben, während sich Holland oder Brasilien eher unserem "Ergebnisfußball" aus der Vergangenheit ein wenig zu eigen machten.

    @ Sir Alex: ich fühle mich da jetzt ein wenig angesprochen 8) .


    Aber das sage ich doch gerade: guter Fußball, und der ist ja gerade das Ziel im professionellem Bereich, kann meiner Ansicht nach nur AUCH mit Spaß erreicht werden. Macht ja auch Sinn - kennt jeder von sich selbst: bin ich mit Spaß bei der Sache gelingt es einfach besser.


    Spaß sollte sowohl im Freizeit-, als auch im Profifußball dabei sein. Deshalb betrachte ich pers. das eben nicht als gegensätzlich. Der Spaß im Freizeitfußball kann aber schnell verloren gehen, wenn ein Trainer die Sache zu professionell ( gerade bei Kindern ) angeht und Dinge verlangt, die die Kinder nicht umsetzen können. Und ich habe da so den Eindruck, dass Freizeittrainer eventuell von der medialen Außendarstellung des Fußballs beeinflußt werden. Und das eben gar nicht mal bewußt.


    Ich wollte eigentlich auch nur verdeutlichen, dass der Antrieb der Kinder in erster Linie der Spaß ist. Und das sollte auch beim Trainer der Fall sein. Auch ihm muß es doch Spaß machen. Die meisten Trainer arbeiten schließlich ehrenamtlich und sind nicht davon abhängig.

    Peter_Pan: sehe ich auch so. Die spanische Mannschaft ist eingespielter. Die praktizieren dieses Spiel in fast immer gleichen Besetzung schon seit Jahren.


    Andre: ich kann das aus Sicht des Nachwuchsförderung von Real Madrid ein wenig beurteilen, da ich das schon seit mehreren Jahren verfolge. Die wurden nicht mit Kurzpaßspiel gequält. Ganz im Gegenteil. In Spanien praktiziert man schon länger das, was auch hier im Forum für gut befunden wird. Während noch vor einigen Jahren in Deutschland die Spieler ihre Runden um den Sportplatz drehten holten sich die Spanier die nötige und spielpraxisnahe "Ausdauer" mit Ball am Fuß. Man absolviert gerade im Jugendbereich praktisch alles in Verbindung mit dem Ball. Das klingt sicher für die meisten User hier jetzt nicht neu. Das liegt aber zum großen Teil daran, dass der DFB das vor einiger Zeit schnell erkannt und dann auch verbreitet hat. Unsere Ausbildung ist zum jetzigen Zeitpunkt sicher nicht schlechter als die in Spanien. Wir haben das eben nur einige Jahre später erkannt und umgesetzt. Deshalb müssen wir eben noch ein wenig aufholen. Das ist lediglich der zeitliche Aspekt.