Beiträge von Toto2

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    Richtig ! Da liegt ja nun mal der Unterschied: der kleine Verein hat eben nicht die "Elite" von talentierten und fußballverrückten Kindern, die mit dem notwendigen Ehrgeiz an die Sache rangehen, um "erfolgsorientiertes" Training zu legitimieren. Dafür sind nun mal die Auswahlmannschaften, Stützpunkt ect. zuständig. Das ist doch am Ende einfach der ganz wichtige Unterschied, den man sich als Freizeittrainer unbedingt klar machen muß. Du hast ein bunte Mischung aus allem, was der jeweilige Geburtenjahrgang hergibt. Und demnach muss du als Trainer handeln. Was den Spaß angeht: ich bin grundsätzlich der Meinung, dass man guten Fußball nur in Verbindung mit Spaß spielen kann. Warum entscheiden sich denn Kinder überhaupt für irgendeine Sportart? Weil sie mit 5, 6, 7 oder 8 Jahren das Ziel haben Profisportler zu werden? Wohl kaum. Sie wollen in erster Linie Spaß haben.


    Dass im Fußball vieles von Trainern u. auch einigen Eltern so verbissen gesehen wird liegt doch daran, dass es sich um die populärste Sportart handelt, die man fast täglich im Fernsehen und anderen Medien verfolgen kann und deren Ausnahmesportler förmlich vergöttert werden. Schaut euch doch Kinder in Afrika oder Brasilien (nur Beispiele) an. Die sehen oft den einzigen Ausweg aus ihrer ernsten Lage darin Profifußballer zu werden. Ist das nicht irgendwie bedenklich?


    Am Ende müssen wir, so denke ich, immer darauf achten, dass wir als Freizeittrainer die ganze Situation nicht zu sehr aus der professionellen Sicht betrachten, die wir tagtäglich durch die Medien vorgelebt bekommen. Es geht hier um Sport, Spaß und vor allem Kinder.

    Die erste Hälfte von NFs Beitrag ist mit das Witzigste, was ich in diesem Forum je gelesen habe. Sensationell gut :thumbup:


    Stimmt, witzig ist der Beitrag wirklich. Aber ich muss auch sagen, dass wir den Fußballunwissenden einfach mal ein wenig kollektive Party zugestehen sollten. Die Meisten haben in unserem Land zur Zeit nicht viel zu lachen ;) .


    Dass wir im Halbfinale ausgeschieden sind ist auch nicht gerade vorteilhaft für unsere Regierung, die nun nicht mehr von ihren Beschlüssen ablenken kann ( Stichpunkt Krankenkassen ). Die läßt nämlich wesentlich mehr Kreativität vermissen als unsere Nationalmannschaft X( . Das nur noch zusätzlich zu dem Stichpunkt Medien, die TRPietro ins Spiel gebracht hat. Dass die so ein Ereignis nicht immer mit Fingerspitzengefühl ausschlachten ist ja nichts neues. Das ist aber nicht nur in Deutschland so.


    siebeners Analyse kann ich nur zustimmen. Dass ein Sergio Ramos sich gefühlte 90 Minuten am Strafraum der deutschen Mannschaft aufhalten kann ist nur dann möglich, wenn man eine Ballsicherheit wie die Spanier besitzt. Boateng und Podolski sind in der Defensive immer dann relativ negativ aufgefallen, wenn die Spanier mal wieder einen unglaublich sicheren Seitenwechsel absolvierten. Und überhaupt: die spielen gar kein Fußball - das ist Handball ;) .


    Und letztlich: ja - Spanien hat verdient gewonnen, was dieses Spiel angeht. Was den Tunierverlauf angeht hätte Deutschland aber den Einzug ins Finale verdient.

    Hallo Sir Alex ! Ich glaube, dass du da die Ironie dieses Beitrages nicht verstanden hast. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass Andre tatsächlich irgendeine Jugend abschaffen will.

    Nach etwas Überlegung bin ich zu dem Schluß gekommen, dass mir hier in dem Forum da wohl keiner helfen kann. Das muß ich selbst einschätzen. Letztlich entscheidet der Verein. Ich kann da nur eine Empfehlung geben und eine Antwort abwarten. Ich danke euch trotzdem für eure Mühe.

    Andre: und da möchte ich dir widersprechen, denn ich gebe auch dir in deinem letzten Beitrag Recht ;) .


    Wenn ich nämlich wie auch Günter Grafe schreibe, dass jeder in seiner Ansicht irgendwie Recht hat, dann meine ich nicht, dass er richtig handelt wenn er sich z. B. nicht nach dem Konzept seines Vereins richtet. Das muß ein Trainer im voraus mit sich selbst ausmachen und dann entscheiden, ob er damit leben kann oder nicht. Wenn nicht, dann kann er in diesem Verein kein Trainer sein. Im übrigen beziehe ich mich auch nur auf die Trainer, die hier ihre Meinung geäußert haben. Und in fast jedem Beitrag habe ich Übereinstimmungen mit meinen Ansichten gefunden. Aber eben nur teilweise und nicht gänzlich.


    Was deiner Forderung nach einem Konzept überhaupt angeht sehe ich das genau so. Ich halte ein einheitliches Konzept für absolut förderlich, da eine Jugendarbeit im optimalem Fall aufeinander aufbauen sollte. Klingt für mich nur logisch und hat sich offenbar ERFAHRUNGSGEMÄSS ( Erfahrung schafft Wissen ) laut DFB auch bewährt, sonst würde er es auch nicht so propagieren ( Stichpunkt Ausbildungsziele ).


    Der Unterschied zwischen dem DFB und dem kleinen Trainer im Dorfverein ist doch der, dass der DFB aufgrund seiner Organisation einfach über einen wesentlich größeren Erfahrungsschatz verfügt als der kleine Trainer. Der DFB beschäftigt sich ausschließlich mit der Materie, während der kleine Trainer auch noch arbeiten geht. Dafür ist der DFB da. Daher dürfte es auch für den Dorftrainer schwierig werden das Konzept des DFB anzuzweifeln.

    Günter Grafe: da hast du nach meinen ersten Überlegungen wohl Recht. Allerdings denke ich mir dann auch, ob ich damit nicht ein falsches Signal an die Mannschaft sende. So nach dem Motto: der traut uns ja viel zu, wenn er uns in einer "schwächeren" Liga anmeldet, als wir eigentlich spielen könnten.


    Wie ich bereits im Ausgangspost schrieb hat die D2 eine äußerst erfolgreiche Saison absolviert. Damit hat vorher auch niemand gerechnet. Daher bin ich einfach hin- und hergerissen.


    Und wie der Verein darüber denkt weiß ich ehrlich gesagt auch noch nicht. Ich gehe mal davon aus, dass der Verein wohl gerne eine D-Mannschaft in der Liga A hätte. Aber das soll in dieser Diskussion jetzt keine Rolle spielen.


    Mir pers. ist das ehrlich gesagt völlig egal, ob ich nun eine Mannschaft in Liga A oder B trainiere. Ich will das Beste für die Kinder. Ich will, dass sie sich entwickeln. Und da frage ich mich: ist die Herausforderung in Liga A oder der wahrscheinlich leistungsgemäße nächste Schritt in Liga B für die Entwicklung einträglicher.


    olli77hajnal: dass so eine super Stimmung trotz vieler verlorener Spiele erhalten blieb ist schon erstaunlich. Das ist absoluter Teamgeist. Hut ab.

    Günter Grafe: für mich direkt beim ersten Lesen ein schöner Beitrag.


    Trainer leben letztlich nicht nur vom Wissen, sondern eben zum großen Teil auch von Erfahrungen. Und am Ende schafft Erfahrung ja auch Wissen. Ob Erfahrungen nun gut oder schlecht waren; sie bestimmen eben auch unser Handeln. Ob bewußt oder unbewußt.


    Mit deinem Statement, dass jeder mit seiner Meinung auf irgendeine Art und Weise auch Recht hat stimme ich, nachdem ich mir die Beiträge durchgelesen habe, mit dir überein.

    Übrigens hat der DFB einen sehr guten Beitrag (Jugend forscht in Südafrika) zu den "Ursachen" unseres "plötzlichen filigranen Spiels" verfasst...alles keine Geheimnisse, aber der bringt es m.E. auf den Punkt!


    Ja, sicher ist das kein Zufall. Dass da eine Menge junge Talente nachkommen war auch mir klar, aber dass die als komplette Mannschaft schon jetzt so derart gut funktionieren hätte ich nicht gedacht.


    Aber es stimmt schon, dass der DFB seit einigen Jahren aufgewacht ist u. das ganze mit System voranbringt. Das war z. B. bei den Spaniern ja auch nicht anders. Auch da hat sich der Erfolg der A-Mannschaft schon vorher angekündigt.


    Interessant an diesem Bericht finde ich mal wieder die Aussage zu dem goldenen Lernalter. Deswegen habe ich in unserem Verein schon mehfach erwähnt, dass gerade in E/D/C-Jugend fähige Trainer benötigt werden. Aber immer noch scheint es so zu sein, dass die 1. Mannschaft das Aushängeschild ist und dort einfach mehr investiert wird als in der Jugend. Dort reichen teilweise dann auch Leute, die die Kinder ein wenig beschäftigen X( . Aber das Thema gehört hier nicht hin.....

    olli77hajnal: die neue D1 kann ich nicht mit Spielern der alten D2 "auffüllen", da sie ja bereits aus dann nur noch 7 Spielern der alten D2, zwei Spielern der alten D1 und voraussichtlich 6 bis 7 E-Jugendlichen bestehen wird, die nun in die D-Jugend aufsteigen.


    Die alte D2 reicht schon quantitativ nicht für einen Elferkader D1, da eben auch aus der alten D2 Spieler in die C-Jugend aufsteigen. Somit bleibt mir keine andere Wahl, als die übrigen Spieler der alten D2 und einige jetzt noch E-Jugendliche zu einer D1 zu machen. Meine Bedenken sind nur: ist das qualitativ förderlich für diese Mannschaft in der Kreisliga A zu kicken oder sollte man die besser in Liga B melden?

    Hallo zusammen,


    ich habe mal eine Frage an euch, über die ich mir schon seit einiger Zeit Gedanken mache und zu der ich gerne eure Meinung lesen möchte. Sehr wahrscheinlich stand der ein oder andere schon mal vor einer ähnlichen Situation.


    Der Sachverhalt: habe in der vergangenen Saison mein erstes Jahr als D2-Jugendtrainer absolviert. Wir spielten in der Kreisliga C. Die Saison war äußerst erfolgreich und die Mannschaft steigt in die Kreisliga B auf. Wir haben kein Spiel verloren ( nur 2 x unentschieden ), 44 Tore erzielt und nur 7 kassiert. Leistungsmäßig gehört dieses Team also, so denke ich, absolut in die Kreisliga B.


    Unsere D1-Jugend spielt in der Kreisliga A und hat die Saison als Tabellendritter abgeschlossen. In der neuen Saison bin ich Trainer der D1.


    Von der alten D1 bleiben in der neuen Saison nur 2 und von meiner D2 nur 7 Spieler für den Kader der zukünftigen D1. Alle anderen Spielern wechseln in die C-Jugend oder verlassen den Verein. Wir planen mit einem 16-er Kader für die neue Saison und der "Rest" wird mit E-Jugendspielern aufgefüllt, die jetzt in die D-Jugend aufsteigen.


    Jetzt mache ich mir ernsthaft Gedanken, ob diese "neue" D1 leistungsmäßig in der Kreisliga A mithalten kann, da eben nur 2 Spieler der "alten" D1 im Team bleiben und meine D2-Mannschaft sogar noch durch Abgänge in die C-Jugend "geschwächt" wird. Die nachrückenden Spieler der "alten" E-Jugend haben noch Kleinfeld gespielt und meiner Ansicht nach auch noch einige Schwächen, was die Ausbildungsziele der E-Jugend betrifft. Da ist also erschwerend auch noch Nachholbedarf bei den E-Jugendspielern. Zusätzlich ist auch noch sehr fraglich, ob die "neue" D2, deren Trainer ich ja nicht mehr sein werde, überhaupt noch aufgrund von Spielermangel einen Elferkader für die Kreisliga B stellen kann. Aber das ist ein anderes Thema.


    Wie bereits geschrieben wäre das dann mein 2. Jahr als Trainer und obwohl das erste Jahr sehr erfolgreich war fehlt mir da ohne Zweifel noch Erfahrung.


    Meine Frage: wäre es nicht sinnvoller die erste Mannschaft dann besser in der Kreisliga B und die zweite dann (wahrscheinlich nur als 8-er Kader) in der Kreisliga C zu melden ( im Sinne der Kinder - nicht des Vereins - Stichwort Tabelle ;) ), da sie meiner Ansicht nach leistungsmäßig dort hingehört? Oder sollte man es trotzdem in der Kreisliga A versuchen? Was meint ihr? Welche Erfahrungen habt ihr da gemacht?

    Bei F, E und D-Jugend kommt nach den Grillen auch immer ein Spielchen gegen die Eltern ( event. nur gegen die Mütter?!?! ) ganz gut an. Da ist der Spaß eigentlich schon vorprogrammiert. Die bereits genannte Kanutour ist ebenfalls ein Riesenspaß. Habe ich auch schon mal mitgemacht.

    Ich bin schwerstens begeistert. Es hat mir schon lange nicht mehr so viel Spaß gemacht das Spiel einer deutschen Nationalelf zu verfolgen. Zugegeben: auch wegen der tollen Ergebnisse gegen namenhafte Gegner.


    Aber: selbst wenn das Spiel gegen Spanien verloren werden sollte wäre ich zufrieden. Die Art und Weise wie die Mannschaft sich präsentiert hat ist einfach sehr erfreulich. Man hat nicht nur die für Deutschland so typische mannschaftliche Geschlossenheit, sondern auch eine tolle Spielkultur gezeigt, die den traditionell technisch starken Nationen mit ihrem schönen Fußball in nichts nachsteht. Da hat man der Presse im Ausland den Wind aus den Segeln genommen, da Deutschland die Siege nicht "nur" erkämpft, sondern dazu einfach noch schönen Fußball zeigt.


    Keine Ahnung, wie man das in so kurzer Zeit umsetzten konnte. Das war so nicht abzusehen. Hut ab !!!

    Hallo zusammen,


    ich würde nochmals das Gespräch suchen ohne den Spieler darauf hinzuweisen, dass du die Geschichte im Internet kennst. Im Eifer des Gefechts kochen die Emotionen ja meistens recht hoch, daher ist es immer ratsam ein Gespräch zu suchen, wenn alle Beteiligten sich beruhigt haben. Diskussionen stören schließlich auch den Trainingsbetrieb. Nach dem Training kann man seine Entscheidungen begründen, falls der Spieler nicht sowie so schon weiß, warum man so gehandelt hat. Ich pers. begründe meine Entscheidungen immer, damit die Spieler mich nicht für einen Diktator halten, der einfach nur grundsätzlich seine Meinungen durchsetzt. Dann haben die Spieler letztlich auch keine Gegenargumente und akzeptieren deine Ansichten.


    Ich finde das ist eine Sache des Prinzips. Völlig egal, ob der Spieler in der nächsten Saison noch unter dir trainiert oder nicht. Ich würde das klären wollen. Die anderen Spieler verfolgen das Geschehen schließlich auch und bilden sich dem entsprechend eine Meinung über den Trainer.

    Ich gebe Günter Grafe da Recht. Ich kann natürlich nicht beurteilen, ob das bei Nordkorea der Fall ist, aber wenn die Kreativität durch taktische Zwänge eingeschränkt wird erhalten wir einen Fußball, der für die Spieler selbst u. für die Zuschauer sicher nicht erstrebenswert ist.


    Wer ist denn wichtiger? Der eine Mann am Spielfeldrand oder die elf Männer auf dem Platz? Sicherlich ist der Trainer für die Weiterentwicklung der Spieler und die Taktik verantwortlich. Ich finde aber, dass der Trainer den Spielern lediglich das Werkzeug an die Hand geben sollte, welches die Spieler dann aber kreativ einsetzen. Ein gewisser Handlungsspielraum sollte und muß sogar erhalten bleiben. Zu viele taktische Vorgaben behindern die Kreativität. Letzlich ergeben sich einfach so viele Situationen im Spiel, die nur durch die Kreativität der Spieler gelöst werden können. Gott sei Dank. Eine Taktik kann eigentlich nur den Rahmen bieten, in dem sich die Mannschaft bewegt.


    Diktaturen haben schon immer den Sport benutzt, um sich zu profilieren. Das war z. B. im dritten Reich, in Spanien unter Franco und auch in der DDR so. In Nordkorea ist das jetzt nicht anders. Staaten, die ihrer Bevölkerung die Ausreise verbieten bezeichne ich auch als Diktatur. Die Nordkoreaner haben ja nicht mal ein eigenes Publikum. Allerdings werden den Sportlern in solchen Länder immer optimale Ausbildungen geboten bzw. aufgezwungen. Daher wundert es mich wenig, dass die Nordkoreaner in so einer guten Verfassung sind. Was ihnen allerdings für den großen Erfolg noch fehlt sind wohl die klugen Köpfe mit entsprechender Erfahrung im Fußball. Die kann der Diktator offensichtlich nicht in sein Land locken.

    Hallo muecke1403,


    zunächst finde ich es grundsätzlich gut, dass du die Viererkette/Raumdeckung einführen möchtest. Welche Tipps brauchst du denn? Für das Einstudieren der Viererkette?


    Ob du das allerdings in 5 Trainingseinheiten schaffst sei dahin gestellt. Was spielt denn eure C-Jugend bzw. die weiterführenden Jugendmannschaften? Ich halte es nämlich grundsätzlich für sinnvoll, dass der gesamte Verein diese Philosophie vertritt.


    Ich pers. würde die Raumdeckung erst ab der C-Jugend befürworten. Ich denke, dass du in deiner D-Jugend erstmal viel Zeit im Training mit anderen Dingen verbringen wirst. Spielt ihr in der D noch Kleinfeld oder schon mit 11-er Kader? Du hast 31 Spieler zur Verfügung. Das werden dann doch eher 2 D-Mannschaften, oder? Für ein Team sind das wohl zu viele Kinder.


    In der E-Jugend wird doch noch Kleinfeld gespielt. Das bedeutet, dass du die 23 Kinder aus der E-Jugend auch noch auf Großfeld, wenn ihr denn in der D Großfeld spielt, umgewöhnen mußt.


    Da wären dann vorab, meiner Ansicht nach, noch einige Fragen zu klären. Ich halte deine Motivation für durchaus ehrenwert, jedoch habe ich da so meine Zweifel.

    Dass Podolski in der NM besser spielt als im Klub, liegt auch daran, dass der deutsche Fußball taktisch schon wieder 10 Jahre hinterherhinkt. Unter internationalen Spitzenmannschaften ist das 1-4-2-3-1 längst Standard. Nur die Deutschen haben's bis auf die Bayern dieses Jahr nicht hinbekommen.


    Für Podolski und Klose z.B., aber auch für Leute wie Özil und Müller, ist dieses System optimal auf ihre Fähigkeiten zugeschnitten, während im Klub eben anders gespielt wird.


    Entschuldigung, aber das mußt du mir näher erklären. Welche ganzen intern. Topteams spielen dieses System? Und das schon seit 10 Jahren? Da muß ich jetzt aber wirklich einiges verpaßt haben. Richtig ist aus meiner Sicht doch eher, dass dieses System seit eher kurzer Zeit bei einigen Clubs installiert wird.


    Dass der deutsche Nachwuchs einiges aufgeholt hat kann man doch gerade jetzt ganz gut sehen. Ich habe damit gerechnet, dass diese Fortschritte noch nicht zu sehen sein werden, sondern erst event. zur nächsten EM. Ich bin eigentlich eher positiv überrascht, bzw. negativ, was bisher einige Favoriten angeht.

    TRPietro: Juve-Fan? Dann hast du es in der vergangenen Saison auch nicht gerade einfacht gehabt :P .


    Podolski wird in der Bundesliga eigentlich als Stürmer eingesetzt. Weniger als Flügelspieler. In der Bundesliga haben Poldi und Klose tatsächlich in der letzten Saison eher enttäuscht. Klose hat nur wenig Spielzeit erhalten und Podolskis Trefferquote war ebenfalls sehr überschaubar. Klose hat beim FC Bayern eine Menge Konkurrenz, was man von Podolski beim FC Köln eher nicht sagen kann. In der Nationalmannschaft sieht das ganze anders aus. Vor der Saison haben viele die Entscheidung des Trainers die beiden zu nominieren kritisiert, was dieser aufgrund der vergangenen Leistungen dieser Spieler in der Nationalmannschaft nicht verstehen konnte. Die Kritiker hatten aber nicht unbedingt Unrecht, weil Herr Löw eigentlich immer nach dem Leistungsprinzip entscheiden wollte, was er in diesen beiden Fällen eigentlich nicht getan hat, da beide Spieler in der Bundesliga keine entsprechende Leistung gezeigt haben.


    Podolski ist in Köln quasi eine Kultfigur. Aber mit dem nötigen Kleingeld könnte man ihn vielleicht nach Italien locken 8) . Aber ob er einer der besten Flügelmittelfeldspieler werden kann.....ich weiß nicht. Wie gesagt; er ist eigentlich eher ein Stürmer und zieht immer zum Tor. Der große Flankengeber ist er eher nicht.


    Letztlich ist es aber auch so, dass es immer auch auf die Mitspieler ankommt. Und die hat Podolski offensichtlich beim FC Köln nicht, bzw. nicht die, die er in der Nationalmannschaft hat.

    D0m11: also, ich will nicht behaupten, dass die meisten Trainer die Taktik nicht oder zu wenig beachten, aber FFTrainerS hat sie in seinem Beitrag zumindest nicht erwähnt. Da hättest du dann schon Recht, D0m11.


    Was du ausgiebig in deinem Post beschreibst kann man auch abgekürzt so ausdrücken: Spielintelligenz entwickeln. Ich kann nur jedem empfehlen sich damit auseinander zu setzen. Man kann auch sagen: Hilfe zur Selbsthilfe geben. Man kann sicherlich auch Automatismen trainieren ( z. B. Laufwege ) und das ist auch nicht unbedingt falsch, aber in einem Spiel kommen ich weiß nicht wie viele Situationen zustande, die die Spieler auch selbst lösen können, wenn sie Spielintelligenz besitzen. Man muss die Spieler selbst zum nachdenken bringen. Das kann man mit einer entsprechenden Fragestellung bedingt erreichen. Nicht alle Lösungen direkt vorgeben, sondern zunächst die Spieler fragen, wie man die Situation hätte am besten lösen können. Erst danach Hilfestellung geben. Ich pers. halte das für sehr sinnvoll.


    Aber die Weisheit habe auch ich nicht mit Löffeln gefressen.....

    Also - ich bin begeistert. Mal völlig außer acht gelassen wie die nächsten Spiele der Deutschen sein werden. Sicherlich haben die Australier sich nicht gerade geschickt angestellt ( gegen z. B. Dänemark hätten die nicht so zaubern können ), aber ich bin doch echt froh darüber, WIE Deutschland gewonnen hat. Man konnte eben sehen, dass sie in der Lage sind ein schönes und schnelles Paßspiel aufzuziehen und auch mal 1 vs. 1 Situationen anzunehmen. Sie haben immerhin gezeigt, dass sie es können, WENN sie den Platz haben.


    Ehrlich: so eine souveräne Vorstellung habe ich nicht erwartet. Hut ab. Da darf man als sonst so zweifelnder Deutsche ;) auch mal mit Lob nicht sparen. Die Entwicklung scheint schneller voran zu schreiten, als man es im allgemeinen erwartet hat.


    Andere Mannschaften ( z. B. England, Niederlande ), die man immer auf dem Zettel hat, haben mich doch schon etwas enttäuscht. Gespannt bin ich jetzt mal auf Brasilien u. Spanien. Von denen erwarte ich in den Auftaktspielen ein ähnliches Ergebnis wie das des deutschen Teams.