Beiträge von Toto2

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    Das was Du da fragst ist im Endeffekt ein riesiges Thema Trainingsehre.


    Allerdings....ein leidiges Thema. Ich kann hier jetzt leider nix qualifiziertes beitragen, aber dieses Thema verfolgt mich schon fast im Traum. Nächste Saison habe ich eine C-Jugend, bei der ich einige Spieler fit bekommen muß/sollte/möchte. Und was "Konditionstraining" ( oder wie man die vielen Bereiche jetzt auch zusammenfassend betiteln will ) angeht bin ich leider selber nicht sehr fit.


    Ich suche immer noch nach dem Masterplan, den es offensichtlich nicht gibt. Habe auch hier schon viel zu dem Themenbereich gelesen und bin immer noch nicht wirklich schlauer. Okay, ich bin jetzt auch erst seit zwei Spielzeiten als Trainer tätig ( beide D-Jugend ) und habe mein Augenmerk bisher auf ganz andere Trainingsinhalte gelegt ( siehe Trainingsziele D-Jugend; wobei ich viel nacharbeiten mußte, was wohl in der E-Jugend versäumt wurde ).


    Aber leider muss man feststellen, dass so etwas wie Ausdauer u. Kondition sich heutzutage in einem Breitensportverein nicht mehr so ganz von alleine erledigt. Es gibt da leider immer häufiger Kinder/Jugendliche, die so ein Training vermehrt gebrauchen könnten.


    @Paul: kannst du dein geballtes Wissen zu diesem Thema, welches mir durch deine zahlreichen Beiträge aufgefallen ist, nicht einfach per Gedankenübertragung schicken?


    Verdammt.... sieht wohl so aus, als ob ich eine Menge Bücher wältzen muss......

    Hmm...wie so oft: eine Frage wirft weitere Fragen auf.


    Was das Abwehrverhalten angeht: in Gleichzahl oder Unterzahl? Einfach ein 1 vs. 1 oder ein Abwehrverhalten hinsichtlich der ballorientierten Verteidigung in Gleich-, Ober- oder Unterzahl? Das sind dann schon entscheidende Faktoren, was die Übungen angeht.


    Man sollte event. zunächst mit dem "einfachen" 1 vs. 1 beginnen. Der einzige Unterschied zum Abwehrverhalten auf dem Flügel sehe ich eigentlich darin, dass man auf dem Flügel den Stürmer zunächst nach außen drängt und stellt, damit die Kollegen nachrücken und helfen können. Logisch: das Zentrum ist am gefährlichsten.


    Beim Verteidigen ( 1 vs. 1 ) im Zentrum halt das Übliche: bis auf 2 oder 3 Meter entgegenstarten, Tempo anpassen, Dribbelfuß des Stürmers beachten, seitliche Körperstellung einnehmen ( die "schwache" Seite zum Durchbruch anbieten; führt der Angreifer den Ball z. B. mit dem rechten Fuß biete ich ihm durch die seitliche Körperstellung die von ihm aus gesehene linke Seite zum Durchbruch an ) und dann möglichst den Ball ablaufen.


    Gehen wir jetzt in den Bereich der ballorientierten Verteidigung wird es wegen der Fragen, die ich oben bereits gestellt habe, ein wenige komplizierter und aufwendiger ( was das Tippen auf der Tastatur angeht ).


    Daher solltest du die Fragen event. zunächst beantworten. Oder hast du nicht mehr Informationen?

    Genau das wollte ich mit meinem Beitrag sagen. Wenn es diese Dribbelkünstler oder Fehler in der defensiv agierenden Mannschaft nicht gäbe, dann würden auch keine Tore fallen. Das ist die Suche nach dem perfekten Spiel, die, so glaube ich, nie ans Ziel führen wird. Und eigentlich sollte man sagen. Gott sei Dank.

    Hmmm....ich bin da grundsätzlich auf PaulBreitners Seite. Die Frage ist aber doch auch: was oder wer ist denn ein Exzentriker/Individualist?


    Ein mieser Fußballer kann doch ebenfalls ein Exzentriker oder Individualist sein. Das ist doch keine Eigenschaft, die gleichzeitig Qualität verspricht. Wenn sich zwei Mannschaften gegenüber stehen, die taktisch gleichwertig agieren und sich quasi gegenseitig eliminieren kommt es eben häufig auf den Spieler an, der im Dribbling das 1 vs. 1 bzw. auch 1 vs. 2 für sich entscheiden kann, da die Räume so gut zugestellt werden ( bzw. die Gegenspieler so aufmerksam sind ), dass der geniale Laufweg und Pass nicht möglich sind.


    Ist es nicht letztlich das, worüber wir diskutieren? Aber so ein Spieler kann und muss aber heutzutage mannschaftsdienlich sein, da er sonst die Mannschaftstaktik über den Haufen wirft und seine Mitspieler dumm aussehen läßt, wie es Paul bereits geschildert hat. Ich glaube auch, dass Herr Sammer da eher in diese Richtung gedacht hat. Eher individuell starke Spieler, die notfalls auch mal den anderen Weg gehen können.

    Hallo Tim,


    schaue mal aktuell unter Trainingstipps. Da hat schon jemand auf deine Frage geantwortet. Offenbar nicht zu deiner Zufriedenheit ;) .

    Diese Unfairness kennt wohl jeder Trainer. Selbst ich, der erst 2 Spielzeiten hinter sich hat. Da läuft die 1. Mannschaft in der Quali-Runde plötzlich als zweite auf, weil die Gruppe einfacher ist u. man unbedingt in der höchstmöglichen Liga spielen muss. Gegen diese "neue 2. Mannschaft" ist man im Pokal noch ausgeschieden, daher erkennt man den Tausch.


    Da wird vom teameigenen Schiedsrichter ein sowas von eindeutiges Tor mit der Begründung von Abseits nicht gegeben ( Spieler paßt von der Grundlinie in den Strafraum; Mitspieler läuft rein u. legt den Ball ins Tor - Abseitsstellung quasi unmöglich ), damit man den Ortsrivalen besiegt und am Ende vor ihm in der Tabelle steht. Und das Hinspiel hatte man zu Hause schließlich verloren. Da geht eine erneute Niederlage natürlich gar nicht. Positiv zu erwähnen ist, dass dies der einzige negative Schiedsrichterleistung in der gesamten Saison war, den ich erlebt habe. Spricht für die anderen Vereine.


    So what? Abgesehen von der dreisten Schiedsrichterentscheidung ist es mit Latte. Und warum? Worum geht es hier eigentlich? Letzlich gibt es immer den Ersten und den Letzten in der Tabelle. Mal mehr oder weniger überlegen bzw. unterlegen. Man trifft immer auf stärkere und schwächere Gegner. Fast immer gibt es die oder den Überflieger und die "Schießbude". Zumindest in den Kreisligen.


    Aber worauf kommt es mir persönlich an? Das sollte man sich fragen. Sollen wir nicht ausbilden? Und wenn ich dann einen absoluten bisherigen "Nichtfußballer" am Ende der Saison brauchbar gemacht habe, wenn ich einen bisher guten Spieler noch besser gemacht habe - dann habe ich doch etwas erreicht. Egal wo ich in der Tabelle stehe. Das schreibt sich natürlich leicht, da ich bisher noch nicht der Trainer der "Schießbude" war. Da wird es sicher schon irgendwann schwer die Kinder zu motivieren. Die Kinder wollen natürlich gewinnen und Erfolgserlebnisse. Das sollen sie auch wollen. Aber ich definiere meine Erfolgserlebnisse eben anders. Ich muss und will mit dem arbeiten, was ich habe. Und da will ich das Beste draus machen.


    Das klingt wahrscheinlich alles ziemlich Oberlehrerhaft und wurde in einer ähnlichen Form von anderen hier im Forum sicher schon mehrfach geschrieben. Aber das ist meine bisherige Einstellung und paßt zum Thema. Daher sollte man solches Verhalten von anderen Trainer relativieren, kurz oder länger mal durchatmen, den Ärger abklingen lassen und sich bewußt machen, dass man am Ende auf längere Sicht das richtige für die Kinder gemacht hat.

    Genau, fordere sie zum Mitdenken auf. Dazu halte ich auch ganz gerne mal eine (eindeutige!) Situation an, jeder muss stehen bleiben, und dann analysieren wir gemeinsam die Situation und spekulieren darüber, was passieren könnte. Das kann durchaus eine Menge fürs Spielverständnis bringen, sollte aber nur sehr sparsam eingesetzt werden, um den Spielfluss nicht zu oft zu unterbrechen. Denn das Spiel interessiert die Kinder ja doch weit mehr als deine Ausführungen..


    Absolut richig. Das nennt man auch die Entwicklung der Spielintelligenz. Wenn man den Spielern immer nur sagt was sie zu tun haben lernen sie nicht automatisch daraus. Sie müssen es verstehen. Und das werden sie auf Dauer nur dann, wenn sie auch daran beteiligt werden. Zunächst durch Fragestellung. Kommen die Spieler nicht selbst auf die Lösung kommen vom Trainer die Hinweise. Früher oder später begreifen sie aber immer mehr und schneller. Man will doch am Ende keinen Spieler ausbilden, der quasi wie von einem Joystick ( durch Reinrufen des Trainers ) gesteuert über das Feld läuft. Wäre am Ende bei 11 Spielern für den Trainer ziemlich aufwendig und anstrengend.

    Hallo,


    ich kann nur dringend empfehlen sich vorab mit allen beteiligten Trainer zu besprechen. Kommt der Ball erstmal ins Rollen könnte es zu spät sein. Da du der Hauptverantwortliche bist sollte deine Stimme das größte Gewicht haben. Sonst hätte man dich nicht zum Hauptverantwortlichen machen sollen.


    Da du allerdings das Verhalten des einen Trainers vorab schon verurteilst sind Konflikte vorprogrammiert. Daher solltest du vorher abstecken, ob er kompromissbereit und einsichtig sein kann. Ich an deiner Stelle würde so ein Verhalten auf keinen Fall tolerieren. Aber die Brechstange solltest du natürlich nicht sofort ansetzen, da der betroffende Trainer sonst vielleicht und auch nicht unberechtigt sofort ablehnend reagiert. Untermauere deine Ansichten mit Argumenten. Dann bist du auf der sicheren Seite und erweckst nicht gleich den Anschein, dass du einfach nur deine Meinung durchsetzen willst. Mache klar, dass du nur an die Kinder und eine erfolgreiche Ausbildung denkst.


    In deinem Fall ist es "nur" eine Spielgemeinschaft. Ich habe aber erst kürzlich aus der Ferne eine Fusion zweier Vereine erlebt, wo eine ganze Menge den Bach runter ging. In solchen Fällen scheint es eigentlich am besten zu sein, wenn man komplett neue Trainer besetzt. Aber wer kann sich diesen Luxus schon leisten? Jugendtrainer stehen schließlich nicht gerade Schlange.

    Wenn du mit deiner Mannschaft das Prinzip bereits seit 4 Jahren umsetzt, dann hast du sehr wahrscheinlich mehr Ahnung von der Materie als ich.


    Du schreibst, dass ihr sehr offensiv verteidigen wollt. Das verstehe ich jetzt so, dass ihr den Ball möglichst in der gegnerischen Hälfte zurück erobern wollt. Eben so früh wie möglich. Ich ziehe mal als Beispiel Real Madrid aus der vergangenen Saison heran, die grundsätzlich im 4-2-3-1 agierten. Wenn sie nicht gerade gegen Barca spielten ;) konnte man beobachten, dass sie den Gegner sehr früh attackieren und zu Fehlern zwingen wollen. Da machen die drei Spieler hinter der Spitze aus meiner Sicht, je nach Spielsituation, schon Sinn. Ich ziehe dieses Beispiel heran, da ich mir so gut wie jedes Spiel seit Jahren ansehe. Wenn ich jetzt ein 4-4-1-1 betrachte sieht das für mich eher defensiver und nach Konter aus. Nicht falsch verstehen: ich meine nicht Kontertaktik, sondern unter Umständen Konterspiel. Ein 4-4-1-1 muss nicht zwangsweise grundsätzlich defensiv geprägt sein.


    Aber lange Rede und kurzer Sinn: ich glaube, dass das Thema zu komplex ist, um es hier in einigen Sätzen abhandeln zu können. Letztlich ist das Prinzip der ballorientierten Spielweise aber immer gleich. Es gibt aber eben unterschiedliche Weisen der Umsetzung. Da streiten sich Experten drüber. Können wir da wirklich mitreden?

    Hallo Tim,


    ich verstehe dich nicht ganz. Der Link, den du eingefügt hast, ist doch die Grundformation 4-2-3-1. Somit paßt die natürlich auch wenn du so spielen willst.


    Grundsätzlich alle Situationen hier zu behandeln wäre sicher sehr aufwendig ( bringt Hornhaut an den Fingern ). Ich bin auch kein Fachmann, aber insbesondere diese Formation ist sehr umfangreich zu schulen. Wie du dein Team bei eigenem oder gegnerischem Ballbesitz agieren läßt hängt letztlich von der jeweiligen Spielsituation ab.


    Allerdings würde ich mit einem 4-4-2 beginnen, wenn kein Vorwissen vorhanden ist. Wenn du dich selbst noch nicht wirklich in der Materie auskennst schaffe dir entsprechende Literatur an. Das macht am meisten Sinn - denke ich zumindest.


    Aber ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg damit.

    thom: auch ich stimme dir zu, da ich diese Erfahrungen in dieser Saison bereits gemacht habe. Meine Mannschaft hat weitgehend so wie du es beschreibst auf dem Feld agiert, obwohl wir "offiziell" eigentlich noch mit Libero gespielt haben. Daher hoffe ich mal, dass ich in der kommenden Saison, in der ich die C-Jugend übernehme, nicht soooo viele Probleme bei der Umstellung haben werde. Viele Spieler aus meiner jetzigen D sind dann in der C.


    Insbesondere unsere Außenverteidiger, hier ja eigentlich noch Manndecker genannt, haben sehr offensiv gespielt und super mit den beiden äußeren Mittelfeldspielern harmoniert. Da waren dann schon so Dinge wie das Hinterlaufen zu sehen, während der Gegner dann einen Spieler aus dem Mittelfeld "opfern" mußte, um den Außenverteidiger zu stoppen. Somit konnte dann jeweils einer unser defensiven Mittelfeldspieler sich zunächst am Angriff beteiligen und bei Ballverlust sofort absichern. Und das alles schon in einer Art Konterspiel mit hohem Tempo. Das war unter anderem schön anzusehen und hat richtig Spaß gemacht. Wir haben allerdings auch immer ein schnelles Aufrücken und bei Ballbesitzt des Gegners ein mölichst schnelles Zurückziehen zwischen Ball und eigenem Tor gefordert.


    Zumindest in NRW wird übrigens bei den Stützpunktmannschaften, die in der D auf Kleinfeld spielen, die ballorientierte Verteidigung vorgeschrieben. Wer sich als Trainer nicht daran hält fliegt früher oder später. Da agiert man mit Dreierkette.


    Auf Großfeld halte ich pers. aber eine Dreierkette für nicht sinnvoll. Gründe wurden von den anderen Usern hier genug genannt. Um dies zu erlernen werde ich im 4-4-2 beginnen. Das wird den Spielern wohl am leichtesten fallen, da man die Grundsätze im Mittelfeld und in der hinterste Kette in einem Abwasch vermitteln kann.


    Also nochmal: bei uns setzt auch keine einzige Seniorenmannschaft die ballorientierte Verteidigung um. Ich werde es trotzdem in der C-Jugend tun. Uns wird auch nichts vorgeschrieben. Warum soll man es den Spielern vorenthalten?

    Hallo Airportguy,


    ich stehe genau vor der gleichen Situation. Nächste Saison C-Jugend und ballorientierte Verteidigung. Mit einem Unterschied: ich habe mich bereits entschieden es zu tun.


    Da du schreibst, dass du ein absoluter Verfechter bist kennst du dich wohl auch damit aus. Also: vorher nochmal die Grundprinzipien des 1 vs. 1 aufgreifen und trainieren und ab geht´s. Der Libero hat längst ausgedient, aber im Breitensport ist es noch nicht angekommen. Warum solltest du nicht derjenige sein, der damit bei euch anfängt?

    olli: auch von mir ein "Hut ab".


    Ich denke aber, dass da der Unterschied ist: du bewegst dich im Leistungsbereich und scheinst eben auch "fußballverrückt" zu sein. Und ich denke das muss man auch, da man es sonst bis dahin erst gar nicht schafft. Da reicht reines Talent nicht. Dazu gehört eine Menge Disziplin und Einstellung. Auf der anderen Seite ist das für dich als "Fußballverrückter" einfacher zu handeln, weil es dir eben auch eine Menge Spaß bereitet. Sollte das irgendwann nicht mehr der Fall sein wird es wohl auch für dich schwer.


    Aber Tatsache ist auch, dass von den Schülern heute einfach mehr verlangt wird. Die müssen definitiv mehr stämmen. So ist zumindest mein Eindruck, wenn ich an meine Schulzeit zurück denke. Und irgendwie bedauere ich das und bin mir da unsicher, ob das der richtige Weg ist. Es findet eben ausserhalb der Schule auch eine Entwicklung der Jugendlichen statt, die ihnen mit der Einschränkung der Freizeit genommen wird. Im Vergleich zu....ich weiß nicht recht....sagen wir mal vor 15 Jahren finden da Verschiebungen statt, die man mit fortschreitender Zeit immer besser beobachten kann. Vorteile, die durch intensiveren Unterricht erzielt werden bringen in anderen Bereichen dann leider auch Nachteile mit sich.

    Hallo,


    ich mache gerade die Lizenz in NRW. Spezialisiert auf den Jugendfußball. Bevor und während ich Trainer wurde habe ich mich auch schon sehr bewußt und angagiert mit den Thema auseinander gesetzt. Daher hatte ich bereits viel Vorwissen. Da geht es mir "ähnlich" wie Andre.


    Erst letzte Woche war ein Physiotherapeuth da, der ganz gezielt auf fußballtypische Verletzungen und auch das Dehnen eingegangen ist. Das war hervorragend. Da konnte ich sehr viel mitnehmen. Auch die Praxis hat mir schon einiges mitgegeben, da ich hier und da von den Ausbildern kleine Hinweise und Tipps erhalten, die ich mir erhofft habe und die man selbst oft nicht beachtet hat.


    Ich denke, dass es auch auf die jeweiligen Ausbilder ankommt, aber von mir ein klares JA. Was soll schon passieren. Man opfert zwar eine Menge Zeit, aber wenn man sich für das Thema interessiert kann die Ausbildung nicht verkehrt sein.


    Ich mache die Ausbildung dezentral und sie wird vom Verein finanziert.

    Hallo Stevo,


    dein großer Vorteil ist doch, dass du jetzt noch jede Menge Zeit fürs Training hast, bevor die neue Saison anfängt.


    Fakt ist: Libero u. Manndeckung ist wesentlich leichter und schneller zu vermitteln als die ballorientierte Verteidigung. Dafür ist am Ende die ballorientierte Verteidung das bessere System.


    Fakt ist auch: egal welches System man spielt - das 1 vs. 1 ist ein fester und sehr wichtiger Bestandteil. Darauf solltest du auf jeden Fall aufbauen. Übe mit ihnen, wie man einen Ball erobert. Wie gehe ich richtig in den Zweikampf und wie laufe ich dem Gegner den Ball am besten ab? impuLse hat dir da schon gutes Tipps gegeben, wo du dich ins Thema einlesen und mit Übungen versorgen kannst. Natürlich muss man mit dem Ball nach der Eroberung auch etwas anfangen können.....aber irgendwo muss man ja anfangen. Beim 1 vs. 1 übt schließlich nicht nur der Verteidiger, sondern auch der Angreifer.


    Sehr wichtig wird natürlich auch sein, dass du bis zu der neuen Saison möglichst viele Freundschaftsspiele organisierst. Das ist eben immer etwas anderes als das Training. Quasi den "Ernstfall" proben. Da können sie sich ausprobieren.


    Wünsche dir auf jeden Fall gutes Gelingen und viel Spaß!

    Ich vermute mal, dass man mich falsch verstanden hat. Wenn man seine Mannschaft "stark redet", also letztlich motiviert, dann übe ich damit meiner Ansicht nach keinen Druck aus, sondern dann stärke ich das Selbstvertrauen. Druck und Einschüchterung übt man auf andere Art und Weise aus.


    Wenn ich, wie du Koeppchen schreibst, den Gegner stark rede besteht die Möglichkeit, dass ich meine eigene Mannschaft zu sehr einschüchtere. Wenn ich mir die Vergangenheit deiner Mannschaft anschaue scheint mir das kein gutes Mittel zu sein, da sie zum großen Teil Niederlagen einstecken mußten. Wer viele Niederlagen einsteckt hat naturgemäß wahrscheinlich nicht viel Selbstvertrauen. Da deine Mannschaft aber erkennbare Fortschritte macht, wie du selbst im Training und Spiel beobachtet hast, dann spricht absolut nichts dagegen das auch hervorzuheben. Da verstehe ich deine Zweifel an meinem Beitrag nicht.


    Aber wie auch immer....das muss jeder selbst beurteilen. Sollte nur ein gut gemeinter Rat sein.

    Hallo zusammen,


    ich will hier keine Werbung machen. Deswegen spare ich mir einen entsprechenden Link.


    Im Juli diesen Jahres wird ein dreitägiger Jugendtrainerkongress in Kamen-Kaiserau angeboten. Ich interessiere mich grundsätzlich, nicht zuletzt wegen der geringen Anreisezeit, sehr dafür. Es stehen einige interessante Themen und Referenten auf der Tagesordnung.


    Meine Frage: hat jemand von euch einmal an so einem Kongress teilgenommen und kann seine Erfahrung mitteilen? Ich stelle mir schlichtweg die Frage, ob ich für das Geld wirklich etwas geboten bekomme. Ich denke, dass viele von euch Verständnis dafür haben. Für eure Erfahrungen wäre ich sehr dankbar.

    koeppchen


    Die Spanier KÖNNEN schnell spielen, wenn sie wollen. Sie warten in der Regel geduldig mit tica-taca (übrigens schnellem, sonst bekommt der Gegner den Ball!) vor der Abwehr, um dann wie der Blitz zuzuschlagen.


    Entschuldigung Germancoach, aber ich muss dich verbessern: es heißt tiki-taka - nicht tica-taca. Bin schon lange ein Freund und Beobachter des spanischen Fußballs. Daher konnte ich es mir nicht verkneifen ;) .


    Und zu Klopp: warum er das schnelle Umschalten so viel trainiert? Weil statistisch rund 80 % aller Tore, die aus dem Spiel heraus erzielt werden, nach einem schnellen Konter direkt nach Ballgewinn fallen. Sein Problem ist nur die Chancenverwertung seiner Spieler. Sonst wäre das Torekonto noch praller gefüllt ;) . Tatsache ist aber auch, dass dieses Team unwahrscheinlich viel Laufarbeit verrichtet. Jürgen Kohler sagte mal (sinngemäß), dass es Wahnsinn sei was Jürgen Klopp trainiert. Es würde über kurz oder lang zu einem großen Spielerverschleiß führen, da diese Spielweise extrem anstrengend ist. Das sagte er aber als sich der Erfolg, wie er jetzt vorhanden ist, noch nicht eingestellt hatte. Seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört :P .


    koeppchen: aus der Entfernung ist es, wie eigentlich immer, für Aussenstehende schwer zu beurteilen wo das Problem liegt. Nach deiner Beschreibung tippe ich aber auf ein Kopfproblem, da du von großen Fortschritten im Training berichtest. In der vorherigen Saison konnten sie sich wegen der Spielergebnisse offenbar nicht viel Selbstvertrauen aneignen. Ich glaube, dass jeder Trainer selbst ein Gespür dafür entwickeln muss wie er mental Zugang zu seinem Team oder einzelne Spieler erhält. Fußball ist eben zu einem ganz großen Teil auch Kopfsache. Du kannst sie als Trainer nicht nur durch das Training, sondern auch mental stärken, wenn du diesen Zugang findest. Das ist meiner Ansicht nach eine Tatsache, die ich aus eigener Erfahrung gelernt habe. Nicht, dass dies neu wäre. Darüber wurden schon Bücher geschrieben. Ich habe davon nicht ein einziges gelesen. Aber die Erfahrung muß man auch selbst machen. Ich glaube kaum, dass man als Unbeteiligter, die wir hier sind, passgenaue Tipps geben können. Dafür spielen einfach zu viele Faktoren eine Rolle.


    Also kurz und knapp mein Tipp: mache dir Gedanken, wie du deine Spieler auch mental GLAUBHAFT stark reden kannst. Glaubhaft ist deswegen meiner Ansicht nach so wichtig, da sie dir dann auch weiterhin vertrauen und deinen Worten Gehör schenken. Machst du Ihnen etwas vor, dann merken sie es irgendwann. Dann ist der Zugang schnell verschlossen.