Hi,
ich kenne auch keinen Verein, der nur eine Minderheit spielen lässt, oder Jungs, die einer Religion angehören. Es heißt aber nicht, dass es sie nicht gibt, da ich nicht alle Vereine in Deutschland kenne. Aber im strengen Islam ist es sogar verboten Fußball zu spielen, soweit ich weiß.
Hast Du da Beispiele für diese Vereine, oder sind sie dir bakannt vom Hörensagen? Wie soll man eine religiöse Propaganda machen, während man Fußball trainiert? Hast Du da auch Beispiele oder eine Vorstellung? Oder suchen wir Kälber unter den Stieren? (türkischer Spruch für die Situation, die man umsonst, oder unnötig Sachen sucht an einer Stelle, sie keinen Sinn macht).
Ich kenne zum Beispiel spontan einen Cacau, der bei Münich Türkgücü gespielt hat. Er ist weder Türke, noch Moslem, noch spricht er Türkisch (vielleicht kann er paar Wörter doch gelernt), soweit ich weiß. MünihTürkgücü einer der bekannten Vereine, die einen sich "fremd" anhörenden Namen haben. Sonst finde ich toll, dass es Vereine gibt, die sich Galatasaray Berlin, oder Barcelona Hamm, oder Eintracht Milano heißen (würden) (Namen erfunden) und mit den "richtigen" Vereinsfarben spielen und damit angeben, ich finds toll.
In diesem Sinne, bin ich dem Löw unendlich dankbar, dass er so viele gute Jungs (deren Eltern im Ausland geboren sind) in die NationalMannschaft gebracht hat, sodass diese Jungs einfach dazu gehören. Integration läuft über den Fußballplatz, das hat der Joachim bewiesen. Die Werbung mit vielen schwarzen, arabischen, türkischen Eltern für die dt. Nationalmannschaft find ich auch toll (auch mit polnischen Eltern, seid mir nicht böse, sie fallen mir in der Werbung nicht auf). Integration ersten Grades.
Und jetzt zu mir:
Ich habe selber Rassismus erlebt auf den Plätzen, meine Jungs selber nicht. Ich habe auch türkische, russische oder spanische Jungs, die nicht unbedingt -anders- aussehen. Vielleicht liegt es daran. Ich selber habe erlebt, dass man mich "Kanak" genannt hat (in Bayern) (und das ist nicht das einzige Bespiel). Was davor an diesem Tag während des Spieles so schlimm, dass es nicht mehr so wichtig war, wie man mich genannt hat. Die geistige Gewalt gegen eigene Kinder, mündliche Gewalt gegen Gegner Kinder, Gegner Trainer, Gegner Papas, die den Shiri machen, ist mittlerweile so hoch, dass es sich mit rassistischer Ideologie durchaus vermischen kann, und noch gefährlicher werden kann. Aber die "normale" Gewalt reicht schon aus, diese muss man zuerst bewältigen. Dafür oganisiere ich seit Jahren Fachtagungen in Unterfranken.
Gruß,
Uzunbacak