Beiträge von Zodiak

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    Servus,


    vor dem Spiel begrüße ich immer alle erkennbaren Funktionäre (Trainer, Co, Betreuer, etc.) des Gegners per Handschlag und einer Grußformel - kenne ich mich am Gelände nicht aus, Frage ich nach Kabine, Spielort und Aufwärmort - sowie nach dem Kabinenschlüssel.
    Unabhängig vom Spielverlauf oder den Vorkommnissen während dem Spiel gebe ich den gleichen Leuten nach dem Spiel die Hand, gratuliere ggf. zum Sieg. Oftmals unterhalte ich mich mit dem gegnerischen Trainer noch ein paar Minuten über das Spiel. Jedem Spieler des Gegners gebe ich ebenfalls die Hand und wünsche viel Erfolg für die nächsten Spiele und Bedanke mich für ein faires/gutes Spiel - das ist aber immer von der Situation abhängig.


    Übrigens begrüße und verabschiede ich auch immer den Schiedrichter und seine Assistenten per Handschlag und bedanke mich für ihr kommen und ihre Leistung. Ggf. hinterfrage ich freundlich die ein oder andere Entscheidung ohne diese in Frage zu stellen. Abschließen wünsche ich einen schönen Sonntag/ein schönes Wochenende etc.


    Bisher bin ich damit sehr gut gefahren und es gibt nur wenige Ausnahmen bei denen mich das Überwindung kostet :)


    Grüße
    Zodiak

    Maddog - hast du ausser den Beitragen persönliche Erfahrungen mit dieser Krankheit?
    Bist du selbst betroffen? Ist eines deiner Kinder betroffen? Hast du jemals Kontakt zu echten ADHS Patienten gehabt? - Ich meine hier nicht das typische 0815 ADHS, das mich bei diesem Thema immer zur Weisglut bringt, sondern ernsthaft betroffenen - die eine Odysee durchmachen im Kampf gegen diese Krankheit!!! Hast du einen Abschluss bzw. Beruf mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendpsychologie?


    Es ist gut das du kritisch hinterfragst aber worauf beruhen deine Aussagen?


    Deine Argumentationskette und die damit einhergehende Schlussfolgerung und Bewertung anderer Beiträge zeugt für mich jedoch nicht von professionellen Erfahrungen in diesem Umfeld!


    Das was der "normale" Mensch als ADS/ADHS bezeichnet ist in der Regel nichts weiter als ein aufgewecktes Kind, das ggf. nach Aufmerksamkeit verlangt! Doch die wirklichen Patienten und ich behaupte, das nur ein sehr sehr sehr geringer Prozentsatz aller "kranken" Kinder wirklich mit Problemen in einem Ausmass haben, das sie dein Leben zur Hölle machen! Und genau diese Kinder und Jugendlichen landen oftmals stationär in psychatrischen Einrichtungen werden über Jahre hinweig von Fachpersonal betreut um sich in den Griff zu bekommen. Und dabei ist von essentieller Bedeutung das natürlich eine "Norm" vorherrscht die sich im Laufe der Jahrhunderte immer weiterentwickelt hat, diese wird definiert durch die Lebenserfahrung und das erwartete Auftreten in einer modernen Gesellschaft!


    Grüße
    Zodiak

    Es gibt in München eine Vielzahl von Vereinen, die mehr als 95% Ausländer in eigenen Reihen haben. Herakles München, Kosova München, Hellas München, Türk Gücü Ataspor (haben ein paar Deutsche und Italiener) usw. Auch im Raum Dachau gibt es einige dieser Vereine - und in den vergangenen anderhalb Jahren wurde bei der regionalen Fußballseite oftmals über Rassismuss gegenüber und auch über Ausschreitungen dieser Vereine berichtet.


    Ich kann, will und werde da weder die eine noch die andere Seite nicht verurteilen, da ich kein klares Bild habe - den ich war bei keinem der Zwischenfälle anwesend. Auch will ich ausdrücklich erwähnen das diese Problematik nicht ein Problem der Migranten ist (als Beispiel ist da ein Taufkirchner Verein zu nennen bei dem es vor nicht allzu langer Zeit einen Zwischenfall gab).


    Der eigentliche Kern den ich Ansprechen möchte ist, dass doch auch in diesen Vereinen die Möglichkeit besteht radikales Gedankengut zu verbreiten. Wenn ich auf dem Platz und auch abseits davon mitbekomme wie einige pubertäre Jugendliche mit Migrationshintergrund über Deutsche schimpfen, frage ich mich wo diese Einstellung herkommt? Aus dem Elternaus, aus dem sozialen Umfeld, aus der Schule, aus dem Verein? Ich denke ein Mix aus alledem.


    Auch diese Gefahr ist jedoch nicht national behaftet sondern ein immerwährendes Problem - wo sich Kinder und Jugendliche treffen wird man immer wieder auf rechtes oder linkes Gedankengut treffen.


    Ich sehe uns als Trainer auch Abseits des Platzes in einer gewissen Vorbildfunktion - wir müssen ein soziales und faires miteinander nicht nur als Floskel verstehen sondern aktiv einfordern! Das beginnt beim Respekt für Mitspieler und Gegenspielern und endet nicht mit dem Schiedsrichter!


    Grüße
    Zodiak

    DFB Stützpunkttrainer bekommen 307 € im Monat.


    Eigentlich ist die B-Lizenz voraussetzung, mit Sondergenehmigung des Stützpunktkoordinators und der Zulassung zur B-Lizenz (erforderliche Punktzahl) kann man auch schon vor dem Erwerb der B-Lizenz mit Glück / harter Arbeit an diese Position kommen.


    Grüße
    Zodiak


    Bei dem was ich von Dir gelesen haben, war für mich klar du bist Junggeselle :P .


    Respekt an Deine Frau. Sprechen Dich Deine Kinder Dich mit Papa an oder kennen die Dich nur vom Foto.


    Ich kann aber nachvollziehen, dass wenn du in diesem bereich Deine berufliche Zukunft siehst, vorab ein Menge Zeit investieren musst. Ich wünsche Dir, dass Du Deine Ziele erreichst.

    Ob du es glaubst oder nicht, ich traue mich zu wetten das mich meine Kinder mehr sehen, als die Kinder eines "normalen" Büroangestellten ihren Dad.
    Da ich 4 Tage die Woche von zu Hause aus arbeite - helfe ich meinen Kindern bei den Hausaufgaben, bringe zum Kindergarten, Sport, und hole davon auch wieder ab ;) - Abends bin ich dann aber nicht da - ein gemeinsames Abendessen geht daher eher selten - dafür Essen wir mittags gemeinsam :)


    Mit dem neuen Job ab 1.1 wird das alles anders - und vor allem schwieriger - ich habe aber in den letzten 6 Jahren aber 4 Jahre von zu Hause aus gearbeitet, da tut etwas "Abstand" in der Ehe auch ganz gut - die freien Tage müssen halt klar für die Kinder drauf gehen ;)


    Wäre ich Junggeselle, würde ich deutlich mehr machen :D - Leben könnte ich allein davon schon allemal - nur für 6 reichts noch lange nicht!


    Grüße
    Zodiak

    Servus,


    was hälst du von folgenden Ideen:


    - IV lassen sich Strafraumbreit auf höhe des 5ers fallen (Ein effektives zustellen / Pressing ist kaum möglich)
    - IV schieben fast Spielfeldbreit ungefähr auf höhe des Elfmeterpunktes - eine 6 fällt zwischen die IV zurück (effektives zustellen / Pressing kaum möglich)


    Schieben die Gegner in diesen Situationen mit 2-4 Spielern drauf öffnen sich automatisch Räume im Mittelfeld weil die restlichen Spieler selten nachrücken. Diese Räume müssen dann bestzt und angespielt werden.


    Möglich wäre auch, die beiden Aussenverteidiger noch höher zu schieben und die Flügel ins Zentrum einrücken zu lassen - diese Aufstellung ermöglicht eine Vielzahl von Anspielstationen für das Übergangsspiel.


    Gegen einen körperlich Überlegenen Gegner (aber auch sonst) bietet sich ein 4-4-2 mit Raute im Mittelfeld an - dort entstehen durch die Positionsprofile sehr viele Dreiecke und ein Spielaufbau in Breite und Tiefe wird dadurch für meine Begriffe etwas leichter.


    Grüße
    Zodiak

    Ich hatte es ja in einem anderen Thread die Tage schon erwähnt... ich mache relativ viel...


    U16 Trainer in einem NLZ (Trainingstage: Dienstag, Mittwoch, Freitag)
    U13 Trainer in einer JFG (Trainingstage: Montag und Mittwoch)
    DFB Stützpunkttrainer (Training Montag)
    Spiele sind Freitag/Samstag/Sonntag je nach Terminplan


    Hinzu kommen mehrere Einzel- und Individualtrainings.


    Noch arbeite ich 4 Tage die Woche von zu Hause bei recht guter Zeiteinteilungsmöglichkeit - ab Januar im Vertrieb (daher gebe ich die U13 ab).
    Am meisten leidet bei mir die Familie unter den 30-50 Stunden, die ich pro Woche mit Fußball verbringe.


    Mein Ziel ist es in naher Zukunft eine 6 köpfige Familie davon ernähren zu können!


    Zum Thema Freunde: Da bleibt nicht viel Zeit für, mein privates Umfeld besteht aber fast nur noch aus Trainern und mein bester Freund ist 2 Jahre mein Co Trainer gewesen, arbeitet mit mir im NLZ zusammen und lebt mittlerweile vom Fußball - also kommt das auch nicht zu kurz ;)


    Grüße
    Zodiak

    Der leistungsorientierten Gesellschaft verdanken wir doch auch, das immer mehr Trainer nur noch wegen dem Geld als Trainer tätig werden. Das Ehrenamt stirbt über kurz oder lang aus.
    Nachdem es immer weniger Kinder gibt, werden weniger Trainer gebraucht und durch den steigenden Leistungsgedanken der Eltern wird die Qualifikation der Trainer immer wichtiger. Man hat für Teil 1 bis Teil 3 2 Jahre Zeit - in diesen 2 Jahren sollte man als interessierter doch die Zeit aufbringen um sich weiterzubilden.


    Die Ausrede Familie / Urlaub usw. ist nur ein Vorwand - wo ein Wille ist ist ein Weg ;) - Ich lese immer wieder das Fußball eine Herzensangelegenheit, ein Hobby, ein Ausgleich - gar eine Passion ist für viele aus der Trainergemeinde - warum also nicht Zeit für das Hobby aufbringen ;)


    Grüße
    Zodiak

    Die Qualität der Ausbildung wird meiner Meinung nach durch ein Fernstudium gemindert.
    Den gerade die praktischen Inhalte während der drei Wochen dauernden Ausbildung sind essentiel und bringen dich/euch als Trainer weiter!


    Ich kann nur daran appelieren dezentral oder im besten Fall an der Sportschule direkt ausgebildet zu werden!


    Grüße
    Zodiak

    Bin voll bei dir!
    Was mich stört ist, das viele Kinder die weder ADS noch ADHS haben mit Medikamenten betäubt werden.
    Da ich weiß was die Krankheit anrichtet, glaube ich auch das es Fälle gibt oder auch Menschen die mit dieser Situation und dem Druck schwer klar kommen und sich für diesen Weg entscheiden - da verstehe ich es dann irgendwie auch - ich selbst habe für mich mit Hilfe meiner Eltern auch meinen Weg gefunden, der war ein anderer als bei euch - ich war 8 oder 9 als man das bei mir diagnostiziert hat.


    Nicht jeder Mensch strotzt vor Selbstvertrauen und Kraft das er den Weg ohne Medis gehen kann - manchmal wünsche ich mir auch den leichten Weg gegangen zu sein - oder das eine mal meine Klappe gehalten zu haben - auch noch heute - ist aber nicht einfach wenn der Mund oft schneller ist als das Hirn ;)


    Was ich eben verurteile ist die schnelle Vergabe von Medikamenten an Kinder die einfach nur lebhaft sind... das zerstört ein Kinderleben :/


    Grüße
    Zodiak

    Denke mal, dass ist ein ganz zentraler Punkt bei "etwas auffälligeren" Kindern. Ablehnung und Abwertung kennen die meist schon zur Genüge. Das ist dann die völlig falsche Schiene, wenn man als Trainer damit konfrontiert ist. Obwohl man wahrscheinlich oft denkt, die kriegen das gar nicht so mit. Aber ich bin immer wieder erstaunt, an was sich mein Brüderchen heute mit 31 noch alles erinnern kann, an eben so kleine miese Abwertaktionen von Erwachsenen.

    Hat sich das ganze bei ihm verwachsen? Ich habe selbst auch viele einzelne Aktionen im Kopf die mich damals verletzt haben. Das kann dich auf Dauer ganz arg zermürben!


    Deshalb der Aufruf, diesen Kindern mit Geduld und Ruhe - ohne Sanktionen und Zurückweisung entgegenzutreten!!!


    Grüße
    Zodiak

    @Jenny
    Das ist es heute hat jedes Kind ADS/ADHS nur weil es aufgeweckt ist und wird mit Medikamenten beruhigt. Bei Kindern die das wirklich haben kann man schon drüber nachdenken - ich lehne es aber komplett ab.


    Wir wohnen auch in der oberbayerischen Pampa und mussten uns auch einiges anhören (und das als "Zuagroaste") und einige dieser elitären Eltern haben heute massive Probleme mit ihren Zöglingen - vom Alkoholproblem bis zu Vorstrafen alles dabei - bin jetzt nach 10 Jahren wieder in den Ort gezogen wo ich aufgewachsen bin. Lehrer, Eltern und ehemalige Klassenkameraden schauen ziemlich dumm aus der Wäsche. Ist zwar nicht nett, aber die Genugtuung darüber das ich was erreicht habe und die "tollen" Kinder der andern schon ist so befriedigend und gibt richtig viel Kraft für die nächsten Aufgaben ;)


    Edit: Man sieht da sehr sehr viel Frust von mir auch heute noch - das ganze geht mir auch jetzt noch extrem nah - die unfaire Behandlung und Vorverurteilung. Ist eine enorm persönliche Geschichte!


    Grüße
    Zodiak

    Sehr interressant, danke Zodiak!!


    Krasser Gegensatz zu dem was ich kenne. Bei meinem Bruder wurde auch relativ früh die Diagnose ADHS gestellt, Ritalin war damals aber noch recht unbekannt und noch lang nicht so in Mode wie kurz darauf. Meine Mutter hat es immer abgelehnt dass er irgendwelche Mittelchen nimmt. Insofern ähnlich wie bei dir, Zodiak, allerdings hat mein Bruder unseren Eltern in höherem Alter ziemlich Vorwürfe deswegen gemacht. Meinte wohl mit Tabletten wäre ihm alles leichter gefallen und er wäre nicht ganz so oft auf die Schnauze gefallen.

    Mit Medikamenten ist es zweifelsfrei leichter - die Frage ist ob ich das will - ich persönlich gehe noch heute guten Gewissens immer den schweren Weg - freiwillig und unfreiwillig - manchmal mag ich es, manchmal absolut nicht! Ich bin meinen Eltern dankbar für die Art wie sie das gehandelt haben und in meinen Augen gibt ihnen das Ergebniss in meinem Fall ja recht - der Weg dahin ist aber das schlimme! Für mich war die Krankheit übrigens zu keiner Zeit eine Ausrede.


    Noch eine Interessante Tatsache ist eventuell, das ich die Krankheit nie als Ausrede für mein Verhalten genutzt habe (sehe ich bei vielen Kindern und Eltern) und auch die Lehrer vorerst in Unkenntnis gelassen habe - was damals leichter war, da es noch keine "Volkskrankheit" war. Gab es Probleme wurden die Lehrer gezielt aufgeklärt und ein Stück weit durch meine Eltern sensibilisiert - die Ihnen auch mit Rat zur Seite standen.


    Grüße
    Zodiak

    Das ist als ob ich einen extrem introvertierten mit LSD voll Pumpe damit er wie andere Menschen keine Probleme hat Kontakte zu knüpfen. Na gut ist natürlich übertrieben aber der Kern der Aussage ist rellativ ähnlich. Hey ich nehme ein Medikament, dann habe ich es leicht - na herzlichen Glückwunsch! Diese Menschen werden in ihrem Leben einen Haufen erreichen - vor allem nachdem sich sie mit Pech ihr Leben lang mit Ritalin zuballern müssen. Nicht er ist in die Klasse integriert sondern die charakterlose Hülle die er darstellt. Ich kenne diese Probleme alle selbst, ich war nie wirklich beliebt ob meiner ziemlich anstrengenden Art und bin auch heute nicht einfach - lustigerweise kenne ich meine Frau seit dem Kindergarten und sie hat mich damals so akzeptiert wie ich war und akzeptiert mich heute so wie ich bin - inklusive meinem Fußballwahn! Durch den Zuspruch meiner Eltern war es mir immer herzlich egal ob ich beliebt war oder nicht - ich habe "mein Ding" gemacht - die die mich leiden konnten waren mir stets Willkommen, was der Rest dachte über mich war und ist mir auch heute noch völlig egal!

    Wie man zu der Medikamenten gabe steht oder eben nicht, kann man nicht disskutieren. Da gehen die Meinungen einfach
    zu weit auseinander.

    Vom rein moralischen Standpunkt ist die Medikation mit Psychopharmaka an Kinder verwerflich - unsere Gesellschaft tolleriert es aber immer mehr, da der Leistungsdruck stetig anwächst und weil man es als abnormal empfindet, ein Kind zu haben das Probleme hat bei der es Zeit und Zuwendung braucht!

    Ich beneide dich absolut nicht, den diese Situation ist glaube ich super schwer und zeitaufwendig!!! Ich finde es toll welche Erfolge deine Kinder haben und ich habe von hier aus das Gefühl, das du allen dreien mit ihren Ecken und Kanten das gibst was sie am meisten brauchen! Liebe, Bestätigung und Halt! Ich kann die Situation mit drei Kindern nicht beurteilen - vor allem nicht wenn alle drei ihre eigenen Probleme haben. Auch ein hochbegabtes Kind ist glaube ich enorm anstrengend. Ich glaube bei einem Elternteil wie dir schafft man es auch ohne die Gabe von Medikamenten, wobei ich hier vestehe, das die Zeit für diese Betreuung als Fulltime Aufgabe nicht ausreichen würde. Sicherlich bin ich ein Einzelfall und ich wünsche mir für deinen Sohn und alle anderen betroffenen, dass sich die Krankheit verwächst und sie nicht ihr ganzes Leben gepeinigt sind.

    Vorallem muß man auf den feinen Unterschied achten, ob da H dabei ist oder nicht.
    Denn meiner ohne H hat sich in seinem Wesen nicht verändert, sonst würde ich mich wahrscheinlich noch schwerer tun mit dem
    Wissen, was er da zu sich nimmt.

    Ist dein Sohn von Haus aus auch mit ADS eher ein ruhiger Typ? Gibt es eine Prognose ob und wie sich das verhält? Wie alt ist er jetzt und wie lange lebt er mit der Diagnose? Normalerweise sollte sich sofern es den passiert im frühen Erwachsenenalter eine Besserung abzeichnen.


    Grüße
    Zodiak

    Ich kann dir versichern, all diese Probleme kenne ich. Man kann aber auch ohne Medikamente durchkommen. Dast ist aber nicht einfach - sondern vielmehr eine Lebensaufgabe an der unsere Familie mehrfach fast zerbrochen wäre. Selbst die Ehe meiner Eltern war mehrfach durch mein Verhalten bedroht.


    Was hat uns geholfen? Frühzeitige individuelle Betreuung durch Pädagogen, enge Zusammenarbeit mit einer Jugendpsychaterin über mehrere Jahre hinweg mit wöchentlichen Sitzungen. Eine Familientherapie über 5 Jahre einmal wöchentlich. Offene und ehrliche Kommunikation und einige Lehrer die mir immer wieder eine Chance gegeben haben und Verständnis für mich hatten - und bei leibe ich war der Lehrerschreck schlechthin - auf Klassen und sogar Abschlussfahrt musste meine Mutter mit weil keiner der Lehrer die Verantwortung für mich übernehmen wollte. Dazu kommt eine freiwililge mehrmonatige stationäre psychatrische Behandlung. Ganz zu schweigen von Ernärhungsumstellungen, Anti-Agressionstrainings, Krativ-, Musik, Sportthearpien, Meditation, Yoga, mentales Training, Traumreisen - das ganze Programm - gute 15 Jahre lang! Und das wichtigste dabei war die Liebe, Zuneigung und der Zuspruch meiner Eltern. Die immer an mich geglaubt haben, mir Selbstvertrauen, Halt aber auch Grenzen gegeben haben und sich in jeder freien Sekunden nur mit mir befasst haben - ich bin Einzelkind.


    Vielleicht etwas kitschig aber in diesem Fall ist Liebe die beste Medizin!!!


    ADS/ADHS ist also nicht nur für die betroffenen eine Tortur - die Eltern sind aber die eigentlichen Leidtragenden! Aber Dank Ritalin macht man es den Eltern ja sehr leicht - und bei leibe, ja Ritalin behebt die Symptome - der Preis ist aber dabei ein Kinderleben!


    Und das was niemand für möglich gehalten hat ist eingetreten - ich bin beruflich, sportlich und persönlich auf ganzer Linie erfolgreich. Niemand hätte mir je zugetraut mit Kindern zu arbeiten, eigene Kinder zu haben oder überhaupt einen Erfolg aus meinem Leben zu machen. All diesen Zweiflern habe ich im Nachgang eine reingewürgt mit meinem für mich großartigen Erfolg - da schwingt enorm viel Stolz und Eitelkeit mit, den wen nie jemand an dich glaubt und dir eine Chance gibt - ist das erreichte für dich das großartigste auf der Welt - und diese Lebensaufgabe wird mich in den nächsten Jahrzenten weiter begleiten - jeden Tag aufs neue!


    Und ich will mit dieser sehr persönlichen, offenen und ehrlichen Schilderung zeigen, das Ausschluss, Zurückweisung und Meidkamente nicht der richtige Weg sind - sondern der einfache!


    Ein "echtes" ADS/ADHS Kind ist wirklich heftig - damit zu Leben ist die Hölle auf Erden, jede Sekunde deines Lebens! Meine persönliche Einschätzung ist dahingehend, das ungefähr 1 von 1000 diagnostizierte Kinder echtes ADS/ADHS haben.


    P.S -> bin dann erstmal im Training, schaue heute Abend oder morgen erst wieder rein!


    Grüße
    Zodiak

    War keine Kritik an dir DaftPunk.
    Klar diese Situation ist schwer für die betroffenen - den Kinder die wirklich ADS/ADHS haben brauchen keinerlei Medizin, sie sind auch nicht wirklch "krank" im wörtlichen Sinn. Das Prolem ist, das die Ärzte diese Diagnose oft viel zu früh und nach wirklich fadenscheinigen Untersuchungen stellen.
    Vielmehr haben sie eine innere Unruhe, gepaart mit schier unerschöpflichen Energiereserven die sie rast- und ruhelos macht. Das beste Mittel dagegen ist sich mit diesen Kindern (vor allem als Eltern) zu beschäftigen und ihnen zusätzliche Aufgaben zu geben.


    Ein Beispiel? Neben meiner Frau und 4 Töchtern (9 Jahre bis 2 Wochen alt) habe ich einen Fulltime Job in der IT (Der Luxus ist ich arbeite 4 Tage die Woche von zu Hause). Ich trainiere 2 Fußballmannschaften (U16 und U13) nebenbei bin ich DFB Stützpunkttrainer, habe gerade ein Fernstudium zum Fitnesstrainer abgeschlossen, habe nebenbei eine eigene Firma im Sportbereich. Ich stehe morgens um 5:30 auf und gehe abends gegen 23-24 Uhr ins Bett - dazwischen arbeite ich bzw. bin mit der Familie beschäftigt.


    Was jedem "normalen" Menschen wahrscheinlich auf Dauer den Boden unter den Füßen wegzieht ist für mich seit ich denken kann normal - schon immer habe ich ein vergleichbares Pensum an den Tag gelegt ohne mich jemals ausgepowert oder schlapp gefühlt zu haben. Natürlich kann ich irgendwann auch einen Burnout oder ähnliches kriegen - ich möchte aber die Energie die ich habe sinnvoll nutzen und bin nur bei einem solchen Pensum wirklich "glücklich und ausgeglichen".


    Ob das normal ist, oder krank - darf jeder für sich entscheiden! Für mich macht nur diese "Belastung" einen ausgeglichen Menschen, Trainer und Familienvater aus mir.


    Grüße
    Zodiak