Servus,
es gibt im Jahr zwei große Talentsichtungstage (Sichtung + Nachsichtung) bei der man mit 3-4 Trainern (bei uns werden die NLZ Trainer zusätzlich eingespannt) bis zu 150 Kinder am Tag sichten. Im letzten Jahr waren wir beispielsweise bei der Sichtung 8 Trainer für 120 Kinder. Dabei wird eine grobe Selektion nach Leistungseinschätzung der einzelnen Trainer gemacht und es werden dann tendenziell mehr eingeladen - das heißt einige "Wackelkandidaten" die einen guten Tag hatten oder eben in der Zeit in der sie intensiv beobachtet wurden überzeugen konnten werden relativ schnell wieder aussortiert, wenn man sie im Vergleich mit aktuellen Stützpunktspielern mehrfach sehen konnten. Man erkennt da relativ schnell ob jemand schon auf dem Niveau ist bzw. sich eine positive Entwicklung abzeichnet. Das ist aber immer eine Gradwanderung. Du kannst bei jedem Spieler falsch liegen - weshalb jeder Stützpunkttrainer im betreuten Landkreis und Altersbereich auch während dem normalen Ligabetrieb Spiele sichtet und ggf. auffällige Spieler zum Probetraining einlädt.
Prinzipiell kann jeder Trainer oder jeder Elternteil an den Stützpunkt herantreten und um ein Probetraining bitten. Von Vorteil ist natürlich ein gutes Netzwerk im Kreis, das Trainer proaktiv informieren, wenn man einen Spieler auf einem Turnier oder in einem Spiel gesehen hat.
Aber da alles hier von verschiedenen Personen durchgeführt wird mit verschiedener Kriterien Gewichtung schwankt die Performance eines Stützpunkts zum anderen und ist massiv von Engagement und Fähigkeiten der einzelnen Honorarkräfte abhängig. Eine enge Abstimmung mit dem beim DFB zuständigen Stützpunktkoordinator ist dabei unerlässlich. Ich muss beispielsweise auch von meiner U16 jedes Vorbereitungs- und Verbandsspiel kurz zusammenfassen, welcher meiner Spieler auffällig war, ob es beim Gegner jemanden gab und wie sich der gegnerische Trainer verhalten hat und diese Information an den Stützpunktkoordinator schicken.
Grüße
Zodiak
