Kommt es nicht ein wenig auf die Erwartungen und Ziele der Beteiligten einerseits und den Aufwand der Beteiligten andererseits an? Ich persönlich denke, dass man das erst einmal wissen müsste. Außerdem kommt es sicher auch auf die Alternative an.
Nach meiner Kenntnis wird auch in NLZ im Bereich U 8 und U 9 nur zweimal die Woche trainiert, auswärtige Turniere mit sehr langen Wegstrecken sind möglicherweise auch noch nicht die Regel. Wenn also die Fahrtzeit zum Training vertretbar ist, man den permanenten "Bewertungsstress" für Kinder (und Eltern) in Kauf nimmt und man sich zudem bewusst ist, dass statistisch gesehen der dauerhafte Verbleib im NLZ eher unwahrscheinlich ist, dann kann das in Betracht kommen.
Positiv ist z. B.: Das Training findet mit hohen Anforderungen statt. Die Trainingsstunden sind gut vorbereitet, das Umfeld ist beeindruckend, Trainer sind ausgebildet usw. usw.. Das Kind und die Eltern sind stolz. Es sind vermutlich homogene Teams mit guten Spielern, auch das wirkt sich sicher günstig aus. Man hat etwas zu erzählen (Spiele und Turniere mit namhaften Teams) und und und... Bei unserem Filius wurde der Aufwand dann in der U 10 noch einmal deutlich höher, was sich erheblich auf andere Bereiche (Familie, Schule, Freizeit, Freunde ...) auswirkte. Er hat von sich aus gesagt: keine U11. Aber es war eine interessante Zeit mit auch vielen schönen Erlebnissen..
Fazit: Entscheiden müssen am Ende Eltern und Kind und sich im Optimalfall vorher Gedanken machen über die oben genannten Punkte. Nicht unterschätzen darf man den Aspekt, dass von den NLZ immer weiter gesichtet und getauscht wird. Am Ende einer Saison wird Jahr für Jahr entschieden: wer bleibt und wer muss gehen? Der gute Dorfverein ist, wo Fußball GESPIELT wird, ist sicher eine sehr sehr ernstzunehmende (und aus Elternsicht sicherlich vorzuziehende) Alternative. Schwierig wird es, wenn ein Kind unbedingt zum NLZ wechseln möchte.......