Beiträge von Ralf K.

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    Keller-Kicker:
    Es ist wirklich schade, dass du so schlecht von den Menschen denkst. Vielleicht solltest du einfach mal versuchen zu sehen, dass "wir" oft mit Extremsituationen überfordert sind. Die Nummer die da in Eislingen gelaufen ist, war einfach eine Nummer zu groß für Ehrenamtler. An vielen Stellen müsste da Hilfe her, die einfach nicht da ist oder nicht gewährt wird. Leider!!!

    Keller-Kicker:
    Ich finde es sehr schade, wie du so maches interpretierst und hier wiedergibst. Ich glaube, dass die Menschen in und um den Verein SC Eislingen das nicht verdient haben. Ich erkenne auf dem Bild viele Jugendspieler, die mit Sicherheit nicht scheinheilig handeln. Ganz im Gegenteil! Jetzt komm bitte nicht damit, dass die nur benutzt werden.

    Liebe Nutzer des Trainerforums, liebe Freunde des Kinderfußballs,
    der Karikaturist, Gerhard Mester, stellt seine Karikaturen zu den Regeln der FairPlayLiga allen Vereinen, Trainern, Eltern für die ehrenamtliche Aufklärungsarbeit rund um den Kinderfußball zur Verfügung. Geht einfach auf die Internetseite der FairPlayLiga.


    Kinder an die Macht, macht nur Sinn wenn ihnen ein fairer Umgang vermittelt wird und wurde.
    Ich habe mehrfach erlebt das Kinder der gegnerischen Mannschaft bei jedem Zweikampf unfair agierten, bzw. meine Spieler hinterher klagten, jeder Zweikampf wäre unfair geführt worden. Dies konnte ich nach meinen Beobachtungen nur bestätigen.


    Kinder an die Macht? Das ist ein grundlegendes Verständnisproblem. Wenn Kinder so spielen, wie du es beschreibst, muss der Trainer die Kinder auswechseln und zuschauen lassen. Wenn der Trainer das Gefühl hat, dass sich die Kinder wieder benehmen, dann kann er ihnen eine neue Chance geben. Wenn das wieder nicht klappt, dann bleiben sie eben das ganze Spiel draußen und müssen sich bis zum nächsten Spiel gedulden. Wenn das zweimal gelaufen ist, hat es das Kind meistens kapiert. Wenn nicht, wieder raus! So einfach ist das und das verstehen die Kinder ganz genau. (Viele Eltern natürlich nicht) Das geht natürlich nur, wenn ein Trainer langfristig denkt und nicht nur an das eine/nächste Spiel.


    Das hört sich bestimmt für einige hochtrabend an, das ist aber der Anspruch und gleichzeitig die Chance die der Kinderfußball uns als Gesellschaft bietet. Zu uns kommen die Kinder freiwillig, mit großen Erwartungen und Träumen und mit viel Spaß. Diesen Umstand können wir doch nutzen. Wenn nur ich das mache und der andere Trainer nicht, ist das natürlich schwierig, aber da muss man durch. Es gibt schlimmeres im Leben.


    Was ist schlimmer? Zum Beispiel eine Horde wildgewordener A-Jugendlicher zu bändigen. Jungs die nie gelernt haben, dass man sich auf dem Fußballplatz an Regeln halten muss. Wer kümmert sich denn noch um die Jugendlichen wenn sie schwierig werden? Die Wahrheit ist doch, dass genau die Trainer die sich so verhalten wie du es beschrieben hast, meisten nicht mehr da sind. Dann kommen meist so Sprüche wie: So wie die erzogen sind und sich benehmen, das tu ich mir nicht an!

    Es geht darum, dass die Kinder Spaß haben und ihrem Hobby nachgehen können.

    Es geht ums gewinnen, nur haben die Kinder dazu eine andere Sicht und verarbeiten das ganz anders als Erwachsene. Kinder vergessen und verarbeiten sehr schnell, Erwachsene verarbeiten sehr langsam und vergessen fast nichts. Ich kenne Trainer und Eltern, die reden die ganze Woche über Kinderfußball und fiebern dem nächsten Spiel entgegen. Die sind sogar traurig, wenn die Saison zu Ende ist. Dieses Kinderspiel ist für viele Erwachsene tatsächlich der Mittelpunkt des Lebens.


    Also Achtung, Kinderfußball ist kein Kinderkram!!!

    Da ich bislang als einziger geantwortet habe, beziehst du das wohl auf mich.

    Eine Sache unter Männern klärt man nicht auf dem Kinderfußballfeld. Bei aller Aufregung muss soviel Zeit sein, dass ein Erwachsener den anderen Erwachsenen um die Ecke bittet und dann kann die Männeraussprache losgehen. Man stelle sich eine ähnliche Szene auf dem Schulhof vor. Für solche Aktionen bekommen die Kinder eine Klassenkonferenz.


    Wenn wir Erwachsenen uns nicht im Griff haben, wie sollen es die Kinder dann lernen?

    bei allem Förderealismus, speziell auch hier im Fussball, zu dem ich absolut stehe, ist es für mich ein Unding, dass es ein Landesverband nicht auf die Reihe bringt, eine einheitliche Spielordnung für alle herauszugeben.

    So ist der Fußball in Deutschland groß und erfolgreich geworden. Der Kinderfußball war darin nicht vorgesehen. Es mag jetzt sein, dass das nicht mehr zeitgemäß ist, es ist aber so! Je mehr Trainer nun von unten versuchen etwas Neues einzufordern, z.B. die FPL bei der nächsten Staffeltagung, desto schneller findet die "Ruhe" ein Ende. Fußballkreis für Fußballkreis, bis die 360 voll sind ;)

    für mich bezeichnend,dass der Schiri absolut gar nichts mit der Situation zu tun hatte, aber in der reisserischen Schlagzeile in den Mittelpunkt gestellt wurde, offensichtlich weil sich dieses Thema zur Zeit gut verkaufen lässt. schlimm auch, dass alle Agenturen die dann einfach übernommen haben, ohne zu überprüfen, ob die Aussage richtig ist.

    guenter: Natürlich hat der Schiri damit zu tun. Er hat nicht entschieden und somit war der Ball nicht aus. Das hat einer der Beiden da drausen ganz anders gesehen.

    In den Gemeinden - sind mittlerweile schon einige - in denen ich als Berater tätig sein durfte und noch bin, sind dann auch - wichtigste Voraussetzung - immer alle im Boot: Verwaltung (Infrastruktur), Sozialamt, Schule, Private Horte, Vereine (nicht nur Fussball), Elternvertreter, die Lokalpresse und in einigen Fällen auch die Kirche.

    Solch ein Konzept muss an die Öffentlichkeit! Wo ist das? Wer initiiert das? Wer zahlt den Projektleiter? Wie gehen die Vereine damit um?


    Ich kann mir zwar nicht vorstellen, wie das bei unserem System in Deutschland funktionieren könnte, bin aber erst einmal sehr neugierig wie ihr Schweizer das hinbekommt. Kannst du uns da mal aufklären. hast du einen Link zu einem Konzept? Hast du Presseartikel?

    Bei meinem persönlichen Highligth 2005 im FBK Aachen waren die Protogonisten "richtige" Deutsche. Die Ausländerdiskussion ist wirklich öde. Die Gesellschaft ist so wie sie ist und wir müssen mittendrin leben, ob uns der Geruch passt oder nicht. Schade für den Sprit, den die Eltern aus Bericht 68 in die Umwelt blasen und für jede Menge Gestank sorgen. Das Geld und die Zeit sollten die Eltern in den Heimatverein investieren, dann wäre uns allen geholfen. Der Fußball macht vor keinem Halt und das ist auch gut so!

    Warum wird beim Einstieg, egal ob bei den Trainern oder Elternschaft, nicht direkt angesetzt?


    Die Fußballkreise, die mit der FPL anfangen, fangen natürlich bei der G-Jugend an. Wie ich es versucht habe zu beschreiben, ist es jedoch so, dass es durch die ganze Republik mit dem G-Jugendspielbetrieb (Kreisspielbetrieb) unterschiedlich gehandhabt wird. Manche Fußballkreise machen Freundschaftsspielbetrieb, andere Regelspielbetrieb mit Meisterschaft und wieder andere machen Spielfeste. Der DFB empfiehlt Spielfeste. Auch hieran kann man erkennen, was der DFB empfiehlt und was "unten" ankommt. Aber auch hier liegt es am Trainer, was er selbst möchte und was er mit sich machen lässt. Ich halte jeden Trainer dafür in der Lage, mit seinem Gast ein kleines Spielfest zu veranstalten. Dafür brauche keiner den DFB oder den Fußballkreis. Anregungen gibt es hier im Forum und bei TWO. Wenn es ein Team schafft, ein spannendes Spielfest zu organisieren spricht sich das sehr schnell herum und Neue kommen dazu. Hier ist auch die ideale Möglichkeit die Eltern mit ins Boot zu holen und zu informieren.


    Wenn ich es aber möchte, kann ich auch in der E-Jugend quer einsteigen. Das ist nicht weichgespült und mit Gegenwind verbunden, das ist doch klar. Einfach mal probieren.

    wenn du Obiges schon aufführst, was ich durchaus auch für richtig finde, stellt sich mir schon lange die Frage,


    warum man in 2 Jahren G Jugend vieles von Beginn an einreissen lässt, von Zuschauerverhalten, über Punktrunde der G,
    mit Schir und auch Trainerverhalten, das dann ab F-Jugend äusserst mühsam (den Aufwand kennst du besser wie ich)
    wieder abgebaut werden soll.



    Der Fußball in Deutschland ist nach dem Subsidaritätsprinzip aufgebaut. Das heißt, dass der Spielbetrieb auf Kreisebene vom Fußballkreis organisiert wird. Der Spielbetrieb von Bezirks- bis Verbandsliga vom Verband, dann gibt es die Ligen, die vom Regionalverband gesteuert werden und die Regionalliga vom DFB. Es gibt also den DFB als Dachverband, dann gibt es vier Regionalverbände, 21 Landesverbände und ca. 370 Fußbakreise. Wichtig: Der Fußball in Deutschland liegt in ehrenamtlicher Verantwortung. Das gilt natürlich nicht für die Profiligen, die sind der DFL angegliedert.


    Einfach ausgedrückt kann man sagen, dass der DFB die "Philosphie des Kinderfußball" veröffentlicht, aber keine Handhabe in der Umsetzung auf dem Platz hat. Der Fußballkreis (Kreisspielbetrieb) ist verantwortlich. Deshalb ist es auch möglich, dass z.B. in Baden Würtemberg der Wettspielbetrieb mit Kindern untersagt ist und in anderen Teilen Deutschlands die Kinder in der Kinderfußballarena im Meisterschaftsspielbetrieb aufeinander gehetzt werden. An dieser Stelle funktioniert das System nicht. In deinem Fall (Saarland) ist es z.B. so, dass euer Jugendobmann Mitglied im DFB-Jugendausschuss war und die "Botschaften von oben" sofort mit in den Landesverband gebracht und umgesetzt hat. Das Glück hat nicht jeder Landesverband und schon kommt die Botschaft nicht an.


    Da ich die Strukturen kenne, habe ich mir überlegt, wie man in das bestehende System eine sinnvolle kindgerechte Änderung einbringen kann. Dabei ist die FPL entstanden.


    Grundgedanken waren:




    • Der Spielfeldaufbau muss auf jedem Sportplatz der Welt organisatorisch, mit sehr geringem Aufwand, möglich sein.
    • Die Spielregeln dürfen sich nicht verändern.


    Die drei Regeln der FPL sind keine Spielregeln, also kann sie jeder Trainer bei einem Freundschaftsspiel umsetzen und ausprobieren. Sind sich die Trainer einig, ist es gar kein Problem, dass der Fußballkreis, zumindest ein Pilotstaffel einrichtet und umsetzt. Dann ist es eigentlich schon fast geschafft. An dieser Stelle muss ich dir auch widersprechen. Die Rahmenbedingungen der FPL verhindern solche Gewaltexzesse wie bei Eislingen gegen Geislingen! Es ist auch völlig egal, welche Nationalität oder welchen sozialen Status die Wahnsinnigen um die Arena haben. Der Abstand der Fans zum Spielfeld, das Zusammenstehen der Trainer in der Coachingzone und der fehlende Schiedsrichter schaffen ein ganz anderes emotionales Umfeld. Das passt natürlich nicht jedem! Das ist aber auch egal, denn es geht nicht um jeden, es geht um kindgerechten Spielbetrieb.

    Ralf: In Aachen gibt's wie bei uns ne Bunte Liga - 'einfach' als Pilotprojekt dort ne Bunte Liga für Kids initiieren, also revolutionär sein,

    Egal wo und in welcher Liga dieser großen weiten Welt, wir spielen alle das gleiche Fußballspiel nach den gleichen Regeln. Es sind lediglich die Rahmenbedingungen die sich verändern. Spiele ich in der Kreisliga oder in der Bundesliga. Befinde ich mich in der XY-Arena oder auf dem Kinderfußballplatz? Es war nie mein Ziel den Fußball zu revolutionieren. Mein Ziel ist es lediglich zu erreichen, dass die Spieler und Trainer die Regeln des Spiels respektieren und einhalten, dass die Trainer das Einhalten der Regeln von ihren Spielern einfordern. Zu Hause von unseren Kindern forden wir doch auch, dass sie Regeln einhalten, wo ist also das Problem. Ich glaube, dass wir uns nur eins machen.

    Tritt eine solche Eskalation tatsächlich plötzlich und unerwartet auf? Dann haben Verein und Trainer keine Chance.


    Vereine und Trainer können im Vorfeld ihre Chancen nutzen. Präventive Maßnahmen helfen solche Eskalationen zu verhindern!





    • Die Kinder enstscheiden selbst
    • Die Fans halten Abstand
    • Die Trainer begleiten das Spiel aus einer gemeinsamen Coachingzone


    Diese drei Regeln ermöglichen maximalen kindgerechten Wettspielbetrieb. Diese drei Regeln kann man auch bei einem Turnier problemlos umsetzen.


    Hier mal bitte schauen, so einfach geht das!


    Alles was da beschrieben ist, ist keine Frage des Könnens. Das ist außschließlich eine Frage des Wollens. Hier müssen/können Vereinsverantwortliche und Trainer aktiv werden. Unsere Kinder und der Fußball sollten uns auch ein bisschen Gegenwind bei der Umsetzung solch simpler Verhaltensregeln wert sein. Es ist wirklich unglaublich, was wir den Kindern sehenden Auges zumuten.

    das Problem ist, dass bei weiten nicht alle Trainer erreicht werden. Und da liegt für mich das eigendliche Problem.

    Wie erreichen wir ALLE auf und rund um dem Fußballplatz? Wenn sich auf dem Platz etwas verändert. Mein einfacher Gedanke ist, nichts am Spiel oder dessen Regeln zu verändern. Mit der Idee, dass die Spieler an den Außenlinien selbst entscheiden ändert sich der Entscheider und somit der Gedanke. Klar wird es die unfairen Spieler weitergeben. Klar ist doch aber auch, dass die fairen Spieler und Trainer dann endlich eine Plattform bekommen. Das ist der Anfang einer Revolution (ups) von unten.


    Ich kann natürlich keine fertige Lösung bieten, habe aber auch keine Lust auf eine fertige Lösung zu warten.