Beiträge von Ralf K.

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Die FPL versucht da regulierend einzugreifen

    ............ die Erwachsenen, durch ihre "drei polarisiereden Regeln", für den Kinderfußball sensibilisieren.
    ............ am "Wettkampfspieltag" den Kindern die maximale Freiheit ermöglichen.
    ............. kindgerechte Bedingungen (moderner Bolzplatz) herstellen.


    Alles weitere ist Entwicklung und hängt von den jeweils handenden Personen ab. Idealerweise interessieren sich die Menschen durch ihre "emotionalen" Erlebnisse für Kinderfußball und "bilden sich weiter". Uwe kann da viele Tipps geben :thumbup:


    @open minded: Gib mir ein bisschen Zeit. Hier schon mal etwas zum lesen. "Klärt das untereinander"

    Die schlechteren Kinder wurden hier genauso gemoppt, wie heute.

    @Aktiv: Ganz so dramatische Erfahrungen habe ich nicht gemacht. Aber natürlich war der alte Bolzplatz auch nur ein Spiegelbild der Gesellschaft, die um uns herum war.


    Die Welt damals war aber eine ganz andere als heute. Früher waren die Kinder noch selbst aktiv und haben sich Beschäftigungen gesucht. Dabei konnten sie (wir) das Leben lernen und der dicke Paule musste beim Fußballspielen auf dem Bolzplatz nun mal ins Tor, wenn er mitspielen wollte. Heute ist die Welt der Kinder ein ganz andere geworden. In der Regel sind Kinder heute Konsumenten der modernen Welt die wir ihnen geschaffen haben. Viele Kinder können nicht mehr auf Bäume klettern, schwimmen oder Fahrrad fahren. Manche können nicht mal mehr rückwärts laufen.


    Wenn man es den Kindern aber anbietet, dann wollen sie sich bewegen. Einfach ausgedrückt kann man sagen, sie wollen spielen und Spaß haben. Genau wie früher, nur die Rahmenbedingungen sind heute andere. Die Spielform FairPlayLiga kann diese Veränderungen im Sinne der Kinder kompensieren. Die Rolle der Trainer ist dabei natürlich die entscheidende Rolle. Die Trainer sind es, die die Fehler des alten Bolzplatzes kompensieren können. Die Trainer können darauf achten, das es auf dem Bolzplatz gerecht zugeht. Sie könnnen darauf achten, dass Paule nicht gemobbt wird. Sie können darauf achten, dass nicht das Recht des Stärkeren regiert. Auch wenn es vielen Erwachsenen schwer fällt sich daran zu gewöhnen, müssen sie verstehen, dass sich nicht nur die Welt der Kinder verändert hat. Auch die Welt der Erwachsenen ist nicht mehr die gleiche.


    Daher verstehe ich R.Klohr's Strategie natürlich nur zu gut. Mich würd aber interessieren, ob er nicht den gleichen Hintergedanken hat: sich mit der FPL (die Trainern über mehr Verantwortung fürs Spielerische auch mehr Macht verleiht: um so zu ködern, da es sonst nie verfänge?) bereits am Endpunkt o. erst am Anfang von mehr glaubt...?

    @Kicker: Wer am Anfang oder am Ende steht entscheidet jeder für sich selbst. Jeder Kindertrainer hat die Möglichkeit selbst und eigenverantwortlich zu handeln. Jeder Kindertrainer kann dem Beispiel zweier Kindertrainer vom Niederrhein folgen. Diese beiden Vorbilder haben wie in der FPL vorgesehen, das Spielfeld in der Platzmitte aufgebaut, sind mit den Kindern eingelaufen, während die Eltern in der Fanzone blieben. Dann haben sie das Spiel angepfiffen und sich gemeinsam in die Coachingzone gestellt. Nach zwei Minuten haben sie sich vom Spielfeldrand entfernt und sind sie zu den Eltern in die Fanzone gegangen. Zur Halbzeit ist ein Trainer zum Spielfeld zurück und hat das Spiel unterbrochen. 2. Halbzeit, gleiche Vorgehensweise. Kaum zu glauben, aber alle haben es überlebt. Wo ist nun der Anfang und wo das Ende? Für mich persönlich ist das ganz einfach beantwortet. Diese beiden Trainer (Vorbilder) stehen am Anfang und die Trainer die die FPL ablehnen stehen am Ende. Da Fußball aber sehr mächtig ist, haben auch die Trainer die am Ende stehen, jederzeit wieder die Chance neu anzufangen und stehen dann wieder am Anfang.

    heiss diskutiert wurde dagegen das Spiel ohne Schiri. von totaler Ablehnung bis klarer Zustimmung alles vertreten.

    Genau dieser Zustand spiegelt wieder in welcher orientoierungslosen Welt unsere Kinder leben. Brauchen kleine Kinder einen Schiri um die Regeln einzuhalten oder brauchen sie einen Trainer (Freund, Erzieher, Vertrauten) der sie an Regeln ranführt und dann darauf achtet, dass sie eingehalten werden? Hält ein Kind die Regeln nicht ein, ist es die Aufgabe des Trainers darauf zu reagieren. Der Kinderfußball ist wie geschaffen für solch einfache effektive "Erziehungsmaßnahmen". Natürlich gibt es auch die anderen Trainer. Scheinbar hat Günter mit beiden gesprochen.

    Die FPL-Regeln stellen einen Kompromiß da, der ein friedliches Miteinander in der G und F-Jugend ermöglicht.

    Es ist sehr anstrengend dieser Diskussion zu folgen. Auch fehlt mir aus beruflichen Gründen die Zeit zu einzelnen Punkten "schriftlich" Stellung zu beziehen. Oft hat das auch den Hintergrund, dass ich die Probleme nicht nachvollziehen kann. Wer Fußball (Sport) mit Kindern macht hat eine hohe Verantwortung und muss sich darüber im Klaren sein, dass er den Grundstein für die sportliche Zukunft der Kinder legt. Er muss sich an den Bedürfnissen der Kinder orientieren.


    Ich bin mir sehr sicher, dass die Fußballverbände und ihre Kreise, aus der heutigen Sicht das "ergebnis- und tabellenorientierte System" für den Kindersport niemals mehr zulassen würden. Früher ist allerdings vorbei und wir müssen uns an den heutigen "Zuständen" orientieren. Genau das habe ich gemacht und dabei ist der Kompromiss herausgekommen, der ein friedliches Miteinander in der ..................... ermöglicht.


    Diese beiden Dateien erklären die Regeln der FPL und meine eigene Sichtweise dazu.

    Wir sind Fußballtrainer und keine Sozialarbeiter oder Erzeiher.


    Ich meine, wir sollten nicht so viele unserer Energie den Randthemen widmen. Das sind gesellschaftliche Probleme, die, wenn man sich da rein steigert, nur die Arbeit blockieren. Vor allem sind das Probleme, mit denen wir jeden Tag und überall konfrontiert werden, also auch beim Fußball.

    • Was muss ein Trainer leisten? Er muss das unbedingte Ziel haben, möglichst altersgerecht zu trainieren.
    • Worüber muss sich ein Trainer bewusst sein? Er ist Vorbild!

    Sollte jetzt ein Trainer noch guten Fußballsachverstand haben, ist das ein gute Sache, aber kein MUSS. Dank dieses Forums und der digitalen Welt gibt es viele Weiterbildungsmöglichkeiten, die jeder nutzen kann, wenn es seine Zeit zulässt. Was man auf gar keinen Fall machen darf, ist, dass man sich unter Druck setzen lässt und zuviel von sich selbst verlangt. Wenn das der Fall ist, ist der Spaß schnell weg. Wenn eines der im Eingang des Themas beschriebenen Probleme auftaucht, kann man sich Gedanken darüber machen, muss sich trauen es zu kommunizieren und wenn man überfordert ist, darf man sich nicht zu schade sein und muss sich externe Hilfe holen/suchen. Also, ran an den Vorstand und den Jugendleiter, dafür sind die da.


    Übrigens, fragt mal Kinder, wie das mit dem Druck und dem Spaß ist, die können euch ein Lied davon singen!

    Klasse Reaktion des Schiris!
    Viele Trainer und Spieler haben nicht den Hauch einer Ahnung, was es in unteren Klassen bedeutet, ein Spiel zu leiten. Der Schiri muss in ihren Augen die Leistung eines Top-Schiris abliefern und das mit 59 Jahren (beschriebener Fall)! Der Trainer der das verlangt hat vermutlich noch nicht mal eine Trainerlizenz und seine Spieler können vermutlich noch nicht mal einen Pass über 25 Meter auch nur in die Nähe des Mitspielers schlagen. Der Schiri soll in ihren Augen aber die entscheideneden Zentimeter erkennen, obwohl er nicht, wie in höheren Ligen, einen Assistenten zur Unterstützung an der Seitenlinie hat.


    Krass ausgedrückt, sind viele Trainer und Spieler einfach nur dumm unverschämt! Hut ab vor dem 59jährigen Schiri :thumbup:

    Was jedoch ein Schaden ist, dass bestimmt nicht der Spieler, sondern sein Chef!

    Der Chef gibt die Richtung vor, hat er aber auch Vorbildfunktion? Im Fall Kiesling/Bayer Leverkusen, könnte der Chef von Bayer Leverkusen nach vorne treten und sagen, dass er in Zukunft möchte, dass seine Berufsfußballer/Angestellten als Vorbilder (für die Jugend) auftreten und bei "solch strittigen Szenen" den Schiri unterstützen und sich nicht um des eigenen Vorteils willen, hinter dem Schiedsrichter/der Tatsachenentscheidung verstecken.


    Das wäre doch mal ein vorbildlicher Chef! Amen!!!

    Um die Fehlentscheidung Tor oder nicht Tor oder um das faire Verhalten des Spielers?


    Geht es um die Fehlentscheidung? Dann muss man die Technik meiner Meinung nach zulassen.


    Geht es um das (un)faire Verhalten des Spielers? Dann bin ich der Meinung, müssen wir uns zuerst über die Einstellung der Arbeitgeber der Spieler unterhalten. Ich denke das ist ganz einfach oder wie ist das mit dem stinkenden Fisch?


    An der Stelle möchte ich sogar die Frage stellen, ob es von uns nicht sogar unfair ist, soviel Fairplay von einem Berufsfußballer zu verlangen.

    Ich würde den "Fall Kiesling" gerne aus einer anderen Sicht betrachten.


    Hat schon mal jemand wahrgenommen, ob ein Präsident oder Manager eines Profivereines, von seinen angestellten Berufsfußballern das Fairplay-Verhalten eingefordert hat, welches wir von Stefan Kiesling (als Profi) in diesem Fall wünschen?
    :?:

    Wir brauchen beides:


    vernünftige Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel die FPL (jedoch bereits ab G) auf der einen Seite
    und eine richtige Einführung der Neutrainer beim Kinderfussball

    Wenn wir eine verflichtende Kindertrainerausbildung auf den Weg bekommen, die Trainer den Kinderfußball verinnerlicht haben, dann brauchen wir keine FPL mehr. Dann haben wir die FPL ohne sie zu definieren.


    Die FPL brauchen wir nur deshalb, weil wir ganz dringend für den Kinderfußball sensibilisieren müssen. Die FPL ist schon deshalb gut, weil sie für viel Diskussionsstoff sorgt. Die Gegner wissen ganz genau, dass sie etwas falsch machen. Sie tun sich nur schwer damit, es selbst zu akzeptieren. Irgendwie auch menschlich, wer gibt schon gerne Fehlverhalten zu.


    "Arbeit" mit Kindern ist etwas sehr anspruchsvolles. Ich meine nicht die Fachkompetenz als Fußballtrainer, ich meine das richtige Gefühl und Gespür für Kinder. Ein Kindertrainer braucht keine "Fußballlizenz". Ein Kindertrainer braucht ein großes Herz, viel Geduld und ein gesundes Maß an Konsequenz. Er muss den Kindern nicht das Fußballspielen beibringen. Er muss sie lernen sich zu bewegen. Er muss mit ihnen spielen, egal was, Hauptsache sie strengen sich an und haben Spaß am "Wettkampf". Wenn ein Kindertrainer den Kindern auch noch beibringen kann, wie man mit dem Ball umgeht, ist es ein "Superkindertrainer". Ich will damit sagen, dass jeder, der ein Herz für Kinder hat eine Kindermannschaft betreuen/trainieren kann. Alles weitere ergibt sich im Laufe der Zeit.


    Günter:
    FPL natürlich ab der G. Das ist beim DFB nur deshalb nicht definiert, wei der DFB keinen Spielbetrieb für die G definiert. Mit der G sollen Spielfeste veranstaltet werden. Kleine Fußballspiele, idealerweise angereichert mit Geschicklichkeitsspielen. Die Spiele können, müssen aber nicht fußballtechnischer Natur sein.

    Es gibt jedoch noch einen weiteren Unterschied zu Deutschland. Das ist der Umgang und die Betreuung ihrer Gastmannschaften. Während es in Deutschland einzig und allein um das Spiel und die Punkte geht, werden Trainer und Zuschauer zunächst ins Vereinslokal gebeten, um dort ein nettes Pläuschen bei lekker coffie zu führen. Es ist manchmal auch nur Kleinigkeiten, wie ein heißer Tee für die Spieler in der Halbzeitpause, wenn es besonders kalt draussen ist. Soetwas bildet dann eine günstige Voraussetzung fürs Spiel. Denn wenn man sich ein wenig "privat" kennengelernt hat, geht man auch im und nach dem Spiel toleranter miteinander um.

    TW-Trainer:
    Du bist ja ein super Holland - Kenner. Genau so ist es und bei solch einem Erlebnis ist der Grundgedanke zur FPL entsanden.


    Ich lebe in Herzogenrath, direkt an der holländischen Grenze zu Kerkrade. Beide Städte haben eine gemeinsame Vergangenheit aus dem 12. Jahrhundert. Man nannte die Gegend damals das "Land von Rode". Heute findet man den Namen noch im Herzogenrather Wahrzeichen, dem Schütz von Rode und auf Kerkrader Seite im Namen von Roda Kerkrade. Seit 1995 bilden die beiden Städte eine europäische Musterstadt/Vision Eurode. Eu für Europa und rode als die gemeinsame Vergangenheit. Mir war gerade nach Geschichte :) Ich lebe seit 1991 in der Gegend und musste das erst einmal kennenlernen.


    Bei einer Fahradtour habe ich ein Freundschaftsspiel in Haanrade, einem Stadteil von Kerkrade vereinbart. Durch ein sprachliches Missverständnis kamen wir mit einer F nach Haanrade. Es erwartete uns eine E. Für deutsche Eltern zunächst eine Katastrophe!!! Sie wollten tatsächlich wieder abreisen. Der holländische Trainer hat die Situation aber erkannt und unseren Trainer (mein großer Sohn) und die Kinder (mit meinem kleinen Sohn) in die Kabine gebeten.


    Was nach 20 Minuten aus der Kabine rauskam werden unsere Eltern (und ich) nie vergessen. Es kamen zwei deutsch/holländische Teams aus der Kabine. Was auf dem Sportplatz folgte war ein großartiges Fußballspiel. Kinderfußball pur, ohne jegliche negative Einmischung von aussen. Weder die deutschen noch die holländischen Eltern wussten für wen sie nun halten sollten. Nach kurzer Zeit standen sie zusammen und feuerten alle Kinder an. Die Trainer standen nebeneinander hatten ihren Spaß und machten einfach gar nix!!! Den Anstoß hatte der holländische Trainer noch gemacht. Er hat sich dann aber zu meinem Sohn gestellt und gar nicht mehr eingeriffen. Ohne es richtig zu merken, haben die Kinder alles selbst geregelt. Das waren unglaubliche 50 Minuten, die mich bis heute leiten.


    Was denkst du, was die Kinder nach dem Spiel im Vereinsheim gemacht haben? Sie haben gegeneinander Kicker gespielt. Deutschland gegen Holland mit allen Emotionen die dazu gehören. Das ist Fußball! Den liebe ich und dafür kämpfe ich!!!


    TW_Trainer: Daran bist du jetzt schuld. Das musste sein :]

    Wenn ich mir z.B. das Vereinsleben bei unseren niederländischen Nachbarn anschaue, dann ist es dort weitaus lebendiger, als bei uns!

    Bei uns regiert das Ehrenamt, in Holland das Hauptamt. In Holland gibt es weder Fußballverbände, noch Fußballkreise. In Holland gibt es den KNVB in Zeist und über das Land verteilt einige Bezirke. In den Bezirken gibt es nur hauptamtliche Mitarbeiter. Der komplette Spielbetrieb wird vom Hauptamt geregelt. Ehrenamt findet nur in den Vereinen an der Basis statt.
    Ein gravierender Unterschied ist auch, dass die Komunen (die Politik) auf die Vereine einwirken zu fusionieren. In Holland wäre es unmöglich, dass die kleinen Vereine, wie bei uns in Herzogenrath, vor sich hinwurschteln. Das hat mit der politischen Landschaft zu tun. In Holland werden die Vereine von der Politik mit "sanftem" Druck und schönen Sportanlagen zusammengeführt, was zur Folge hat, dass es bei unseren Nachbarn Vereine mit gesunden aktiven Mitgliederzahlen gibt. Bei uns traut sich kein Politiker/Stadtrat die Vereine offensiv aufzufordern zusammenzugehen. Man könnte sich ja unbeliebt machen und Wähler verlieren. Ich kann nur bestätigen, dass die Vereinsstrukturen bei unseren Nachbarn in der Breite besser sind als unsere.
    Trotz des anderen Systems kommen auch in Holland die Botschaften nicht an der Basis an. Die sind nicht besser als die Deutschen. Die Regierung und der KNVB haben vor einiger Zeit sogar eine öffentlichkeitswirksame Kampagne gestartet.


    Geef kinderen hun spel terug
    Hockey - Fußball


    Auch ich bin der Meinung, dass sich DRINGEND etwas ändern muss. Aber wie? Wenn ich Bundeskanzler und DFB-Präsident gleichzeitig wäre, wüsste ich was in Sachen Qualifikation und Ausbildung in der Arbeit mit Kindern zu tun wäre. Da ich aber weder das Geld noch die Macht von beiden Ämtern habe, muss ich mit dem arbeiten was ich habe. Mit meinem Kämpferherz, wie jeder Fußballer!

    und genau das ist für mich der Knackpunkt.


    für mich einer der gordischen Knoten, die gelöst werden müssen. Ansatzpunkte (z.B. modifizierte Kindertrainerausbildung, Pflichtveran-
    staltungen für Trainer und Betreuer vor Saisonbeginn sw.) habe ich schon mal genannt.

    Günter:
    In unserem Land gibt es ca. 26.000 Vereine in denen ungefähr 100.000 Kindermannschaften beheimatet sind. Das sind mehr als 1 Million Fußballspielende Kinder, die von ca. 150.000 Kindertrainern betreut werden. Mindestens 20% (30.000) kommen jedes Jahr von unten neu hinzu und wandern nach oben ab. Wie viele Kindertrainer hören zwischendrin auf oder steigen neu ein??????? Alle sind Ehrenamtler, die meisten berufstätig. Auch die Verantwortlichen in den Fußballkreisen sind Ehrenamtler.


    Wie soll hier umfassende Ausbildung funktionieren? Wer soll die Pflichtveranstaltungen organisieren? Welche Konsequenzen soll es geben, wenn die Pflicht versäumt wird? Wer soll denn die Konsequenzen verwalten und überwachen? Dass dies in unserem System funktionieren könnte, kann ich mir nicht vorstellen.


    Die Sportverbände bieten qualifizierte Ausbildungen an. Auf verschiedenen Internetplattformen (z.B. DFB, Soccerdrills) kann man sich in Sachen Kinderfußball sehr gut bilden/weiterbilden. Scheinbar kommen die Signale vielfach nicht durch, oder sie werden ignoriert.


    Was ist zu tun? Die Schweizer haben sich neu organisiert. Das Bundesamt für Sportund der Schweizer Fußballbund haben sich zusammengetan und gehen in Sachen Kinderfußball einen neuen Weg. Politik und Sport haben zusammengefunden und stellen das Kind ins Zentrum. Ein Vorbild für uns? Vielleicht gibt es hier im Forum einige Schweizer, die uns darüber berichten können.

    Einer ( von insgesamt sieben ) unserer Jungtrainer ( alle U 16 !! ) hat ihm vermittelt, dass dieses Verhalten unerwünscht ist und die Kinder unbeeinflusst spielen sollen.

    Steini:
    Wenn du schon so bescheiden bist, muss ich mal ein bisschen auf den Putz hauen. So wie ich das lese, hast du das für dich Maximale in Sachen FPL erreichet. Ich lese, dass weder Kinder noch Jugendliche ein Problem mit der Umsetzung der FPL beim Camp hatten. Was mich persönlich aber noch mehr begeistert ist, dass ihr es geschafft habt, sieben Jugendliche auf den Platz zu holen um die Kinder zu trainieren. Da steckt von eurer Seite (Erwachsenen) viel Herzblut und Vertrauen gegenüber der Jugendlichen drin. Wenn ihr da dran bleibt, garantiere ich dir, dass ihr noch viele schöne Erlebnisse haben werdet und vor allem werden die Jugendlichen das mit in ihr Leben nehmen.


    Wenn man aus dem Verein heraus ein Trainingscamp mit über 100 Kindern, und Jugendlichen als Trainer auf die Beine stellt, hat man garantiert eine hohe Qualität abgeliefert und großartige Jugendarbeit geleistet. Gratuliere!!!

    jetzt einfach nur zu sagen, dass 8 Kreisverbände mit den dazugehörigen Verantwortlichen, ca, 400 Vereine mit ihren Jugendleitern
    und ihren Trainern einfach nix begreifen, den Kinderfussball falsch sehen, es an Initiative fehlt, ist mir zu einfach.

    Es gibt mit Sicherheit viele Kreisverantwortliche die das Thema schon lange begriffen haben. Es gibt mit Sicherheit viele Jugendleiter die das Thema schon lange begriffen haben. Umgekehrt gibt es aber auch die, die es nie begreifen. Da wir nicht von allen, die einen "ehrenamtlichen Job" machen das gleiche Engagement vorraussetzen können, ist es nun mal schwer das Ruder "herumzureißen". Besonders schwer ist das im Kinderfußball, weil es da eine sehr hohe Fluktuation gibt. Meines Erachtens gibt es an der Sache gar nichts zu diskutieren. Wer die FPL (kindgerechter Fußball) inhaltlich nicht umsetzen möchte, der hat auf dem Kinderfußballplatz rein gar nichts zu suchen. Wer allerdings immer wieder auf Widerstand trifft, wer sich nicht traut gegen andere "aufzumucken" oder wem es einfach zu blöde ist sich ständig blöde Sprüche anzuhören, dem kann man nicht zum Vorwurf machen, dass sich der Widerstand in Genzen hält. Also, ich denke, dass es gar nicht so viele gibt, die dagegen sind.


    Es gibt allerdings einige sehr laute Gegner, die bei Jugendleiterversammlungen viel Macht ausüben. Das wird dann sogar gedroht, dass wenn der Scheiß eingeführt wird, der Verein seine Teams abmeldet. Dagegen im Ehrenamt anzustinken erfordert viel Kraft und die kann nicht jeder einsetzen. Günter, es sind leider viel zu viele am Werk, die gar nicht wissen, was sie den Kindern antun. Wenn sie es vielleicht mal merken ist es oft zu spät. Deshalb ist es so wichtig, dass jeder der den Mut hat, den kindgerechten Fußball einfordert. Da das nörlichste Projekt in Flensburg läuft und das südlichste im FBK Zugspitze kann man zumindest hoffen, dass es Schritt für Schritt voran geht.


    Andre sagte mal: "Die wichtigste Reise unseres Lebens könnte diejenige sein, bei der wir jemand anderem auf halben Wege entgegenkommen". Um dieses Ziel zu erreichen müssen wir losgehen.

    .................... Umsetzung des Kreisspielbetriebes!!!!!!!
    Günter
    Im Kinderfußball (Kreisspielbetrieb) ist jeder einzelne der ca. 360 Fußballkreise verantwortlich für die Umsetzung des kindgerechten Fußballs. So will es das System. So funktioniert das Subsidaritätsprinzip! Befürworter freuen sich, denn so können sich auch ehrenamtliche Mitarbeiter in Fußballkreisen "frei entfalten". Gegner sagen natürlich: "So ein Quatsch, das gibt nie was. Wir brauchen klare Vorgaben/Richtlinien."


    Es hilft auch kein Rufen nach dem DFB. Der DFB "kann lediglich" Empfehlungen aussprechen und das tut er. Die Signale die 2005 durch die Qualifizierungsoffensive ausgesendet wurden sind klar und deutlich. Die neue Wettspielphilosophie für unseren Kinderfußball. Seit Mai hat der DFB sogar die FPL in seine Jugendordnung aufgenommen.


    Diese Signale müssen nun an der Basis ankommen, verstanden und umgesetzt werden. Ich musste die Erfahrung machen, dass das alles nicht so einfach ist. Aber das System ist nun mal so und wir müssen damit leben. Ich weiß allerdings auch, dass jeder Einzelne mithelfen kann an der Basis für den kindgerechten. Fußball etwas zu erreichen.

    • Jeder kann die Regeln der FPL in einem "Freundschaftsspiel/-turnier ausprobieren.
    • Jeder kann zu seinem Jugendleiter/Vereinsvorstand gehen und sich für die Umsetzung des "kindegerechten Fußballs" in seinem Verein/Umfeld einsetzen.
    • Jeder Trainer kann auch beim Fußballkreis nachfragen wie der Stand der Dinge in Sachen FPL ist.
    • Jeder Interessierte, wie jetzt auch du, kann nachfragen/nachhaken und so Impulse setzen.

    Eines ist jedoch sicher, wir müssen Geduld haben, denn der Fußball an der Basis "ruht auf den Schultern des Ehrenamtes". Man kann sich nun über die "Anderen" ärgern, man kann es aber auch lassen und selbst anpacken. Wenn man die Vorteile des Systems nutzt, kann man im Sinne der Kinder sehr viel erreichen/verändern.

    Günter:
    Kicker hat schon Recht, wenn er anprangert, dass die beiden Kinder aus dem Verein "geworfen" wurden. Ich denke, die Menschen beim FC Eislingen waren mit der Gesamtsituation ganz einfach überfordert. Das ist doch auch ganz normal. Das sind keine professionellen Pädagogen, Soziologen, Erziehungswissenschaftler und was weiß ich was!!!


    Ich kenne so etwas selbst. Bei mir im Verein gab es einen sexuellen Missbrauch. Das war die Hölle. Was da für Fehler passieren kann sich niemand vorstellen. Mich verfolgt das heute noch. Das ist so bei Schwarz/Weiß Themen. Deswegen kann ich doch aber nicht durchdrehen und mich in eine andere Welt flüchten. Wem soll das denn helfen?


    Kicker lebt vermutlich in einer anderen Welt und macht aus allem und jedem eine Verschwörung. Er sieht überall Berluskonis, Putins uns was weiß ich wen alles noch. Dabei vergisst er, dass wir "nur Ehrenamtler" sind, die versuchen ihre Sache gut zu machen. Ich ärgere mich auch, dass es immer noch die verstrahlten Eltern und Trainer gibt, die mit den Kindern Ergebnisfußball spielen. Natürlich ist das für die Kinder schädlich. Man darf das natürlich nicht verharmlosen und muss versuchen dagegenzusteuern und aufzuklären. Kicker macht da aber Kindesmissbrauch draus. Vielleicht hat er aus seiner Sicht sogar recht. Er hat aber nicht recht damit, dass die Eltern und Trainer das extra machen. Die Eltern und Trainer sind halt in unserer bunten Luxuswelt verstrahlt. Kicker sieht da vermutlich Verschwörung durch Medienbeeinflussung. Aus seiner Sicht hat er vermutlich auch hier recht. Er täte allerdings gut daran, wenn er mal wieder zu uns auf die Welt kommt und versuchen würde die Verschwörungen dort zu lassen wo sie sind.


    Ich glaube Kicker sollte sich ein anderes Forum suchen und uns hier unsere Arbeit machen lassen.

    .......... und wir müssen darin leben, ob es uns passt oder nicht.
    Lass es, Jesus und sein Vater haben es auch nicht geschafft, die Welt zu retten. Hilf mit, die Welt ein bisschen besser zu machen. Akzeptiere, dass wir nicht perfekt sind und manchmal Fehler machen. Ich will damit sagen, dass du verdammt noch mal aufhören sollst, uns auf die Nerven zu gehen. Das hier ist ein sehr gutes Forum, scheinbar aber das falsche für dich.