Beiträge von Karl

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    Warscheinlich gibt es wirklich große Unterschiede. Zum Beispiel auch, wie der eine oder andere den Begriff "Spielfeldrand" definiert. Grundsätzlich stehen bei uns keine biertrinkenden Eltern direkt am Spielfeld. Bei Heimspielen (Jugend) sind die Eltern mittlerweile sogar so weit entfernt, dass sie keinen direkten Einfluss auf die Kinder nehmen können. Bei Auswärtsspielen sind i.d.R. wenigstens 3 bis 4 Meter Entfernung zum Spielfeld gegeben

    Seh es auch so.



    Wer kann denn dann noch kontrollieren, ob wirklich nur "geschulte" Leute zündeln, wenn man so schon keine Kontrolle hat. Letztlich geht eine Aufhebung des Verbotes zu Lasten der Sicherheit der Stadionbesucher.

    @ Günter:



    Meine Stimme für die Jury hast Du...!



    Müsstest Dich bloß noch rasieren und Dein blaues Mäntelchen weglassen, in dem Du kurz vor Weihnachten zu sehen warst. Dann übertriffst Du noch den Dieter. :thumbup:



    Im Ernst: So banal Du es ausgedrückt hast, so richtig ist es aber auch.

    Zitat uzunbacak:



    Zitat

    Ohne Alkoholschank ging es auch diesen Sommer bei uns in der Nähe. Bei einem Turnier im Sommer, wo das Bier richtig schmeckt, hat man nur alkohholfreie Getränke angeboten. Es war ein Riesenerfolg.
    Die Veranstalterin hat man belächelt, als sie gesagt hat, sie will kein Alkohol anbieten. Die sie belächelt haben, hießen, Vereinsvorsitzender, Sportlicher Leiter, Jugendtrainer. Ohne Alkohol ging es bei diesem Jugendturnier.


    Der wirkliche Erfolg wird sich wohl erst zeigen, wenn dieses Turnier wiederholt wird. Ansonsten waren ja die Leute einmal mit ihren Mannschaften da und werden kaum wegfahren, wenn sie merken, dass es bloß Limo gibt. Ob sie wiederkommen steht auf einem anderen Blatt.


    Übrigens kenne ich diese Probleme nicht, dass Kinder anfangen Alkohol zu trinken, weil sie es bei Zuschauern auf dem Sportplatz sehen. Der Sohn fängt doch nicht an Bier zu trinken, weil sein Vater auf dem Sportplatz welches trinkt. Er fängt u.a.damit an, weil er zu Hause vielleicht täglich den falschen Umgang damit sieht.



    Wir sollten aufhören, uns als Trainer oder Verein in Selbstvorwürfen zu ergießen. Erziehung ist und bleibt in allererster Linie einmal Sache der Eltern. Versagen diese, kannst Du als Trainer im Viereck springen und wirst es kaum ändern. Meinst Du, du bekommst das Problem in den Griff, indem Du das Bier auf dem Vereinsgelände verbietest. Dein guter Wille in allen Ehren, aber für mich bleibt das graue Theorie, weil die Ursachen woanders liegen. Bei uns sind viele aktive Kinder auch regelmäßig als Zuschauer zu den Herrenspielen. Davon müßte dann später ein großer Teil Alkoholprobleme bekommen. Das ist aber nicht so. Die treiben später auch weiterhin Sport. Und trinken nach dem Spiel vielleicht gemeinsam auch ihr Bier. Aber ich kann bisher bei den Kindern, die mittlerweile erwachsen sind, kein entsprechendes Problem feststellen.



    Ich habe selbst auch noch keine Jugendveranstaltung erlebt, wo von den Eltern "gesoffen" wurde. Viele trinken sowieso nichts. Viele sind ja auch mit Auto da. Und wenn einige ein Bier oder Frauen einen Piccolo trinken, ist das für mich noch kein verantwortungsloser Umgang oder ein schlechtes Beispiel. Da mögen viele "Familienfeiern" anders ablaufen :whistling: und dort habe ich als trainer oder Verein keinen Einfluss....

    @ Günter:



    Meine volle Zustimmung zu Deinem Beitrag.



    Letztlich treiben ja die Sport, die auf dem Platz stehen und nicht die Zuschauer. Natürlich kläre ich die Kinder als Trainer auch auf, wie Rauchen und Alkohol Ihnen schaden könnten. Aber diese Aufklärung erfolgt eigentlich in Elternhaus. Und wo nicht, da kann ich als Trainer auch kaum was ändern.


    Warum soll ein Vater am Sonntag 11.00 Uhr nicht seinem Sohn beim Fußball zuschauen und dabei ein Bier trinken. Finde ich besser, als wenn sich der Vater in die Gastwirtschaft setzt und der Sohn spielt.


    Und wie Günter schon erwähnte: Im realen Leben würden wohl viele Amateurspiele als "Geisterspiele" ablaufen, wenn es keinen Alkoholausschank geben würde. Viele Zuschauer gehen dahin um sich mit Freunden zu treffen, ihr Bierchen zu trinken und Fußball zu schauen. Und nebenbei rauchen einige noch.


    Wenn dieses Gesamtpaket nicht mehr angeboten wird und sich der alleinigeAnreiz auf den Fußball beschränken würde, dann "gute Nach"t in den unteren Ligen.

    Zitat eismann:



    Zitat

    Vielleicht kann Andre uns dazu etwas schreiben.Warum darf ein Autofahrer am Steuer essen und rauchen, aber nicht telefonieren? Oder irre ich mich da?


    Das solltest Du Dir vielleicht vom Gesetzgeber erklären lassen und nicht von einem Polizisten. Dieser macht die Gesetze nicht....!

    Zitat Andre:




    Zitat

    4. Halle....da schreibst du, dass ihr pro Wochenende ein Turnier besucht. Trenne sie doch....ein Turnier mit den vermeidlich "Guten" und das andere mit den anderen + ein paar "Freiwillige". So kannst du deiner aus meiner Sicht guten Philosophie treu bleiben und wirst alles kompromissbereit gerecht und sie haben fußballerisch und mental alle was davon


    So würde ich auch verfahren. Wenigstens ab und zu und dann auch zu Turnieren melden, wo die jeweilige Truppe leistungsmäßig reinpasst.

    Hallo STORGE,



    Was meinst Du genau mit "später" und wie hoch müßte die "Summe zum Leben" sein ? Was hast Du für einen solchen Job "aufzuweisen" ?


    Solltest Du die Summe meinen, bei der unser Staat der Meinung ist, das sie zum Leben reicht, dann hast Du Chancen... :D

    Wenn solche Ergebnisse in der Halle zustande kommen, sollten die Beteiligten sich überlegen, ob sie jeweis für das richtige Turnier gemeldet haben. Auch der Ausrichter sollte sich um eine einigermaßen gleichmäßige Bestzung des Turniers bemühen.


    Ich selbst würde warscheinlich das Spiel laufen lassen, eben weil einige Maßnahmen als arrogant rüberkommen könnten und weil sich die anderen Mannschaften auch noch benachteiligt fühlen könnten. Auch gibt es im Leben schlimmere Dinge als ein Fußballspiel 0:20 zu verlieren. Die Kinder werden nicht gleich mit einem Trauma nach Hause fahren. Daraus würde ich aber meine Lehren ziehen und in Zukunft möglichst nur dort melden, wo ich auf weitgehend gleichwertige Gegner treffe.

    Von mir aus hätte ich die anderen Trainer nicht darum gebeten, einen Spieler weniger einzusetzen. Bieten sie es von sich aus an, ist dies natürlich sehr fair.Genauso kann man anbieten, einen Spieler in die unterbesetzte Mannschaft abzugeben. Wichtig ist ja die Spielpraxis. Deshalb wäre es eigentlich schon schade, wenn alle mit weniger Spielern teilnehmen dürften.

    Wenn es laut Satzung untersagt ist, ist es o.k.. Wenn nicht, habe ich kein Problem damit, da die Eltern bei uns nicht unmittelbar am Spielfeld stehen. Einen Jugendtrainer, der während des Spiels am Spielfeldrand raucht, habe ich persönlich hier noch nicht gesehen...

    Zitat Follkao:



    Zitat

    Du hast eine F/E-Jugend? Finde ich albern. Uns fragen die Kinder, wie viele Spiele wir Pause haben und ob sie in der Zwischenzeit eine Bratwurst schaffen. Wir sagen dann "schaffste" oder "warte bis nach dem nächsten Spiel".


    Zitat NF:



    Zitat

    Karl Und was machst wenn DU ein Turnier von 11:30 bis 15 Uhr hast dürfen die dann auch nichts essen - schwieriges Thema für mich


    NF, da gebe ich Dir recht. Bei mir ist es so, dass ich grundsätzlich nicht zu solch großen Turnieren fahre, die über ca. 3 Stunden gehen. Einfach, weil ich denke, dass es für die Kinder in dem Alter nicht sein muß. Ansonsten geben die Eltern den Kindern Bananen oder mal einen Riegel mit und für die Kinder, die nichts mithaben, habe ich immer ein paar Bananen in Reserve. Bratwurst oder Eis sollen die Kinder ruhig haben, aber bei mir eben erst nach dem Spiel. Wenn einer nicht spielen kann, weil er gerade eine Bratwurst futtert oder weil ihm schlecht vom Eis ist, finde ich das unfair den anderen Kindern gegenüber.

    Zitat Follkao:



    Zitat

    Sie gehen vom Bratwurststand zum Eisstand und dann über den Waffelstand zum Colastand. Ich habe mal einen Bericht von einem E-Jugendturnier gelesen, in dem ein Trainer eines Bundesligisten sagte, dass das alles für seine Spieler natürlich tabu sei. Da wird sich gefälligst konzentriert und Elektrolytgetränke eingenommen. Und das ist nur ein Beispiel, wo diese Kinder nicht normale Kinder sein dürfen


    Dann dürfen meine Kinder auch nicht "normal" sein. Unsere Turniere dauern i.d.R. 2 bis 3 Stunden. Da möchte ich keinen sehen, der dort mit Bratwurst oder Eis rumläuft, bevor das letzte Spiel beendet ist. Ich hatte mal einen Fall, wo Vater und Kind Bratwurst kauend rumstanden, als unsere Mannschaft das nächste Spiel hatte. Eingewechselt wurde das Kind dann nicht mehr...

    In einem Hobbyraum bzw. größerem Wohnzimmer lassen sich auch leicht Übungen von "Coerver" erlernen. Mit einem "echten" Ball und sogar preiswerter als mit Konsole und Fernseher.


    Soll keine Kritik sein,- jeder soll sein Geld ausgeben, wie er möchte. Nur wollte ich es mal erwähnen, weil in einem anderen Tread einige die finanzielle Seite an "Coerver" kritisiert haben.... :whistling:

    Zitat Willi:




    Zitat

    Sorry, aber wenn ich für alles, was mich als Trainer interessiert, erst mal für teuer Geld Material bestellen muss, bittet mich mein Bankberater bald mit schmalen Lippen zu einem Gespräch.


    In's Kino kommst Du auch nicht kostenlos rein bzw. kannst nach dem Film bei Gefallen bezahlen. Coerver ist halt kein Wohltätigkeitsverein, sondern möchte auch Geld verdienen. Ich stelle mein Wissen und meine Zeit fremden Leuten i.d.R. auch nicht kostenlos zur Verfügung Es wird ja keiner gezwungen, Geld in "Coerver" zu investieren.

    Zitat

    Er ist Ehrgeitzig und will irgenwann mal eine Klasse höher spielen.

    Zwei meiner Söhne spielen höherklassig und haben deshalb aber vor allem auch wegen besserer Trainingsbedingungen und Fördermöglichkeiten den Verein gewechselt. Sie wollten es selbst so, nachdem Vor und Nachteile abgewogen wurden. Ihnen war der Fußball wichtiger als die "Kumpels". Sie haben im jeweils neuen Verein auch sofort neue Freundschaften geschlossen und alte nicht unbedingt aufgeben müssen.

    Also ich hatte hier bisher noch nicht den Eindruck, dass Dirk Coerverfan über dieses Forum versucht, kommerziellen Erfolg zu erzielen. Ich persönlich versuche auch zu einem großen Teil nach Coerver zu arbeiten und denke, dass es die Kinder bisher super vorangebracht hat. Ich habe die meisten DVD´s übrigens in den USA gekauft und mir viele Sachen selbst angeeignet. Außerdem habe ich mir einiges bei mehreren FD 21 Camps abgeschaut.


    Von mir aus kann eine gute Sache ruhig auch Geld kosten. Wenn jemand Geld und Zeit opfert, um sich Wissen anzueignen, so hat er für mich auch das Recht, für die Weitergabe dieses Wissens Geld zu verlangen.