Beiträge von Karl

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    Zitat holzi:



    Zitat

    Die andere behauptete Situation, dass in einer älteren F Kinder anderen Kindern den Ball wegnehmen, ist meines Erachtens in der Tat ungewöhnlich und deutet auf frühere Versäumnisse hin

    Diese "Wegnehmen" müsste man sich vor Ort betrachten. Rennen die Kinder wirklich zu ihrem Mitspieler und nehmen ihm gezielt den Ball ab, oder dribbelt der Mitspieler zu ihnen und legt sich den Ball weit vor, so dass der selbstbewusste Spieler (EGO), näher zum Ball postiert, sich diesen nimmt und weiter dribbelt oder sogar sofort abschließt ?

    @ aerkemese:


    Ich würde mal ein "Freundschaftsspiel" organisieren, wo ich die 5 genannten (EGO)-Spieler mitnehme und 5 andere. + einen TW. Dann würde ich sie jeweils in der Zusammensetzung (5 EGO )im Block spielen lassen,dann die anderen als Block bringen. Und dann die Erkenntnisse hier mal mitteilen. Ich bin sicher, dass es welche geben wird...

    Dann würde ich einfach mal nachfragen. Vielleicht ist es ja nur ein Versehen, dass man Dir nichts gezahlt hat. Das wäre dann in dem Fall schnell ohne Streit geklärt.

    zitat @FB:

    Zitat

    Aber genau Solodribbling ist für mich Rumpelfußball par excellence.

    ...und für mich sind sie das "Salz in der Suppe", die auch oft den Unterschied in einem spiel ausmachen. Warum soll ich also gewünschte Dinge bei Kindern unterbinden, um später wieder mit viel Mühe zu versuchen, diese wieder anzutrainieren. Hier wäre es doch besser, auch den anderen Kindern die technischen Möglichkeiten und das Selbstvertrauen zu geben, dies auch zu können und allen nebenbei ! noch andere Möglichkeiten zur Problemlösung (Abspielen) aufzuzeigen. In G und F nutze ich also ihr natürliches Verhalten und schule Fertigkeiten, zu denen die Mehrheit in dem Alter in der Lage sein sollte, zeige weitere Möglichkeiten auf und fange an, diese technisch zu schulen, ohne sie schon abzuverlangen. In E und D verschiebt sich dann anteilig das Verhältnis zugunsten des Passspiels.


    Warum sollte ich Sachen frühzeitig mit einem erhöhten Aufwand schulen, der bei vielen Kindern, gerade im Breitensport, notwendig wäre, wenn sie diese Dinge später viel schneller und einfacher erlernen können, weil sie altersmäßig dazu einfach besser in der Lage sind.Gerade im Breitensport und für mich selbst zählen da G und F grundsätzlich noch dazu, wäre mir der unnötige erhöhte Aufwand bei nur 1 bis max. 2 Trainingstagen in der Woche zu hoch.

    Da sich die Eingangsfrage nur auf das Finanzielle beschränkt, antworte ich hier mal ganz provokativ: . Der Verein kann nicht gut sein. dafür nimmt er viel zu wenig Mitgliedsbeitrag !


    Nein, natürlich kann man es nicht ganz so pauschalieren und bei der Suche nach einem "guten" Verein sollten andere Dinge wichtiger sein, als Geschenke zur Weihnachstfeier, Aufwärmtrikots u.ä. .
    Und diese "anderen", viel wichtigeren Dinge, kann ein Verein kaum von 9,- € Monatsbeitrag erbringen. Der Verein, der das trotzdem schafft, wäre dann in meinen Augen auf jeden Fall ein "Guter" . ;)

    So, wie Sir Alex es beschreibt, ist es auch in meinen Augen richtig. Z.B. grundsätzlich keine Eltern im Kabinenbereich, Gespräche nach Termin außerhalb des Spieltags und nur über das eigene Kind. Notfalls auch Erziehung des Vaters über das Kind. Eltern haben keine taktischen Anweisungen zu geben. lernen sie es nach einer Erinnerung an die Regel nicht, wird das Kind sofort! ausgewechselt. Kommt nach einigen Minuten wieder zu Einsatz und hat, wenn man es gekonnt macht und es noch zeitlich passt, sogar die selbe Spielzeit, wie alle anderen. Das sollte dann die zweite "Erinnerung" für das Elternteil sein. Beim nächsten Mal ist das Kind dann leider für den Rest des Spieles draußen. Spätestens dann sollten die Eltern zur Einsicht kommen, ansonsten wäre dann wohl ein Vereinswechsel angeraten, wenn man mit den Regeln nicht klar kommt. Bei uns war letzteres bisher noch nie notwendig... 8)


    Zitat Jonas:

    Zitat

    ( ist kein Leistungsträger)

    @uzunbazak erwähnte es schon...., ist hier völlig unwichtig. Gleiche Regeln für Alle ! Ich mag allein schon den Begriff nicht in einer E-Jugend. Hat für mich immer so einen Beigeschmack von sich daraus ergebenden unterschiedlichen Spielzeiten der Kinder, ohne Dir hier was unterstellen zu wollen.

    Warum belastest Du Dich mit solcher Frage, wenn Du doch zukünftig doch auch auf Deine Aufwandsentschädigung verzichten willst ? Willst Du Dich wirklich streiten, nur damit nach Deinen Wünschen 480,- € im Verein "umgeschichtet" werden ?

    Zitat @guenther:

    Zitat

    soll er dem wichtigen Mannschaftsgedanken nachkommen eingreifen und diese Jungs zum Abspielen auffordern

    nein

    Frag doch am besten bei dem entsprechenden Verein selbst nach, oder bei Eltern, die dort eine solche Sichtung schon mitgemacht haben.
    Eine spezielle Vorbereitung auf die Übungen braucht man m.M.n. nicht, da sich schnell zeigen wird, ob bestimmte Sachen nur vorher anlassbezogen antrainiert wurden oder sich der Junior wirklich schnell auf neue Dinge einstellen und sie erlernen kann. Ich denke, dass Wichtigste ist, dass das Kind dort Spaß hat und man vorher keinen Druck auf das Kind ausübt. Es ist für ihn ein normales Training. Alles Weitere wird sich zeigen.

    Andere Vereine sollten einfach aufhören zu jammern und selbst bessere Arbeit abliefern. Steht ihnen besser zu Gesicht. Vereine wie Dortmund kaufen auch alles weg, was Sie gebrauchen können. Das Gejammer macht sie nicht sympatischer. Wo verhalten sich diese Vereine denn "fairer" ?


    Sollen die Bayern in Zukunft schlechter arbeiten oder spielen, nur weil die Konkurrenz nicht mitkommt ? Ziel muss es doch eher sein, sich am Besten zu orientieren. Wie wollen es die anderen Bundesligavereine sonst schaffen, in Europa aufzuschließen ? Die letzten Ergebnisse in den dortigen Wettbewerben waren ja wohl für den deutschen Fußball und die Bundesliga sehr blamabel. Sollen sich die Bayern zukünftig auch auf dieses Niveau begeben ?

    Eckman:


    Ich komme auch nach dem Training oder Spiel regelmäßig ins Gespräch mit einzelnen Kindern und /oder Eltern, frage da auch manchmal nach, ob und welche Probleme es gibt oder ob eine bestimmte Übung im Training vielleicht zu schwer war. Auch weiß ich nicht, ob so ein Zettel Dir wirklich was bringen würde. Anonym nutzt er Dir in der beschriebenen Form nichts, das ist richtig. Trauen sich aber die Kinder, Kritik anzubringen bzw. können Sie diese auch in die entsprechende schriftliche Form bringen ? Setzt Du sie zusammen in die Kabine, wirst Du sicher eher eine gemeinsame Meinung erfahren, als eine persönliche. Gibst Du die Fragebögen mit nach Haus, hast Du vielleicht eher die Meinung der Eltern dort stehen, als die des Kindes. Ich denke, man sollte sich möglichst immer wieder mal Zeit für kleine persönliche Gespräche nehmen, oder einen Mannschaftsbetreuer als zusätzliches Bindeglied zwischen Eltern,Kindern und Trainern einsetzen, der zum Beispiel auch Meinungen und Probleme erfragt und regelmäßig an die Trainer weitergibt.

    Ich halte von solchen Umfragebögen nicht viel. Techniken, wo Kinder noch unsicher sind oder Sachen, die sie noch nicht verstanden haben, erkenne ich in Training und Spiel. Außerdem können die Kinder jederzeit offen sprechen, bzw. ich frage nach. Schriftlich brauche ich die Sachen nicht. Auch die Eltern der Kinder halte ich für mündig genug, selbst die Interessen ihrer Kinder zu vertreten und notfalls Dinge anzusprechen. Jugendleitung und Vorstand gibt es zur Not auch noch, wenn es persönliche Probleme geben sollte, bei denen man meint, diese nicht mit dem Trainer lösen zu können.
    Ich denke, offene Gespräche sollten immer die erste Wahl sein, um Sachen zu klären oder zu hinterfragen. Haben die Kinder und Eltern Vertrauen zu Trainer und Verein, braucht man auch keine Anonymität.

    Zitat @FB:

    Zitat

    Ausserdem: von Zwang hat hier niemand gesprochen ! Sondern von der eigenen ERFAHRUNG und EINSICHT dass Ego-Dribbler der Mannschaft weder ausbildungsmässig, sozial, moralisch noch resultatsmässig längerfristig was bringen, sondern ihr im Gegenteil schaden.

    Wenn Trainer diese EGO's zur Strafe auswechseln bzw. dies empfehlen, ist dies für mich Zwang.


    Außerdem sollte es doch in der F um die Ausbildung der einzelnen Spieler gehen und die Mannschaft ist letztlich Mittel zum Zweck, dient der Ausbildung aller einzelnen Spieler. Deshalb ja auch als Erfolg die hoffentlich gute Ausbildung der Kinder und nicht der (unwichtige ) Tabellenplatz der Mannschaft.


    Weiterhin gehe ich inhaltlich mit Sir Alex Beitrag mit.


    Der Treadersteller schreibt hier von 5 Spielern von 20, die er hier als EGO's bezeichnet. Ich denke auch, der Begriff beschreibt diese Spieler nicht richtig.

    Zitat Talentfreier Vater:

    Zitat

    Dribbeln und Passen. Alles hat seine Berechtigung! Die Kunst besteht darin, beides zum Vorteil der Mannschaft einzusetzen.

    Das ist ja nicht die Frage in dem Thema.


    Es geht doch viel eher um die Art und Weise der Umsetzung. Wie bekomme ich Kinder dazu, richtige Einschätzungen zu treffen und die jeweils in der Situation richtigen Mittel (1 gg 1, Pass) einzusetzen.
    Was sind die richtigen Methoden ? Wann ist der richtige Zeitpunkt, dies zu erlernen ?


    Vorgeblich egoistische F-Jugend-Spieler zur Strafe auszuwechseln, halte ich zum Beispiel für den falschen Weg.


    Wann wende ich wie viel Zeit für welche Dinge auf ? Ist es sinnvoll, zu einem Zeitpunkt, wo die überwiegende Mehrheit der Kinder altersmäßig bestimmte Dinge noch schwer erkennen und umsetzen kann, einen erhöhten Aufwand zu betreiben, um diese Dinge zu schulen, oder schule ich in dem Alter lieber Dinge, die sie leichter umsetzen können und lege dann den Schwerpunkt auf die anderen Dinge(z.B. richtiger Zeitpunkt des Abspielens ), wenn sie diese altersmäßig bedeutend schneller erlernen und umsetzen können ?


    Bedenken sollte man hier auch, dass in vielen Vereinen eine F-jugend nur 90 Minuten in der Woche trainiert. Ist es da wirklich sinnvoll, Dinge zu üben und gegebenenfalls sogar mit Zwang durchsetzen zu wollen, die sie später viel leichter und spielerisch lernen können ?

    Zitat @FB.

    Zitat

    Nur das INDIVIDUUM hat grundsätzlich ein Problem mit Selektion. Er stellt damit seine eigenen EGO-Ansprüche vor die Gesamtinteressen.


    Nur gut, dass es noch solche egoistischen Individuen gibt, die nicht gleich jedem angeblich zum Allgemeinwohl handelnden selbsternannten Messias folgen. In vielen Vereinen dient Selektion eben gerade nicht dem Gesamtinteresse (der Kinder) sondern den egoistischen Interessen einzelner (Trainer, Verantwortlicher) Erwachsener.

    Wenn ich einem 3 jährigen den Ball zuspiele, ist er ja nicht mehr "unbefangen" sondern ich habe ihm ja in dem Moment schon einen Pass, also ein bestimmtes Verhalten vorgemacht. So kann ich auch argumentieren und damit das Gegenteil von dem was @FB schrieb, anführen.
    Lege ich einem wirklich unbefangenem Kind, welches noch nie mit Fussball in Berührung kam und auch nirgends zugeschaut hat, einen Ball in den Garten, so wird es diesen, wenn es auf ihn aufmerksam geworden ist, treten. Vielleicht sogar eher durch Zufall dranstossen oder drüber fallen. Der Ball rollt in der Folge und wird damit für das Kind interessant. Es wird den Ball wieder zum Rollen bringen.
    Würde ich @ FB's Theorie folgen, müsste ein völlig unbedarftes Kind den Ball bemerken, sich gezielt aufstellen und versuchen, den Ball zu mir zu passen/treten. Habe ich bei meinen Kindern nie festgestellt beziehungsweise war der Jüngste schon durch Zuschauen bei den Älteren vorgeprägt. Aber selbst er hat erst einmal völlig "egoistisch" :thumbup: versucht, den Ball und seine Bewegungen für sich selbst zu erkunden.
    Ich behaupte also hiermit einfach mal das Gegenteil von dem, was @FB als Theorie aufgestellt hat und erfreue mich weiter an diesen "Egoisten" in der F-Jugend" und werde den Teufel tun, diese zur Strafe auszuwechseln, auch wenn ein Pass in dem Moment vielleicht in meinen Augen, als Erwachsener, sinnvoller gewesen wäre. Im Gegenteil werde ich sogar die Kinder, die sich selbst nichts zutrauen und immer nur den Ball abspielen, zu mehr Selbstbewusstsein animieren.

    tobn:


    Das sind auch meine Beobachtungen. Hätte ich gewusst, das das "widernatürliches " Verhalten ist, hätte ich das gleich unterbinden können. Hat mir leider keiner gesagt. Jetzt muss ich mit den Monstern leben. :evil: