Beiträge von Karl

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Zitat guenter:

    Zitat

    Unterschreibe da jedes Wort. Ergänze es aber damit, dass dort viele gar keinen höheren Anspruch stellen.

    So ist es.


    Die, die einen höheren Anspruch haben, müssen sich dann diesem entsprechend passend etwas suchen, sollten sie in der Minderheit sein und vor Ort, wie so oft, keine entsprechenden Möglichkeiten bestehen, diesen Ansprüchen Genüge zu tun


    Wichtig wäre mir hier nur, dass die Vereine auch offen ihre Ansprüche und Möglichkeiten gegenüber Eltern und Kindern kommunizieren. dann weiß jeder, woran er ist und muss nicht im nachhinein jammern, dass alles Mist ist.

    Zitat TW-Trainer:

    Zitat

    Meinst du das wirklich, dass jeder Vatertrainer einen "Freibrief" bekommen soll und tun und lassen kann, wie es ihm gefällt?




    ZITATENDE



    TW-Trainer: Nein ! Meine ich nicht.


    Aber wie sieht es in der Realität aus ?
    Da wartet niemand auf den ach so lukrativen Posten des Trainers. Wie willst du da Vorstellungen des JL oder Vereins ( so es diese denn wirklich gäbe... 8) ) bei Trainern ( ich nehme hier mal ausdrücklich nicht Vatertrainer, weil es alle betrifft und ich den Vatertrainer vorhin nur als Beispiel angeführt habe), die sich nun mal nicht als Dienstleister der Gesellschaft sehen, durchsetzen ?
    Ich sehe da keinerlei Druckmittel. Der Trainer braucht diesen Verein nicht. Umgekehrt sieht es meist anders aus.


    Nicht schön, - aber oft die Realität.

    Gerade wird wieder darüber diskutiert bzw. soll ein Beschluss gefasst werden, dass das Amt des DFB-Präsidenten kein Ehrenamt mehr sein soll. Unbestritten beinhaltet die Bekleidung dieses Amtes einen immensen zeitlichen Aufwand. Trotzdem stellt sich mir hier die frage, warum dann Freizeitfunktionäre ihren (zugegeben kleineren ) Zeitaufwand nicht auch entsprechend vergütet bekommen sollen ?


    Was kleine Vereine betrifft muss man bei den jetzigen Voraussetzungen damit leben, dass es manchmal einfach nur um bloße Beschäftigung bzw. Beaufsichtigung von Kindern geht, obwohl man das Ganze Training nennt bzw. sich die handelnden Personen "Trainer" schimpfen. Aber wer will es z.B. einem Vatertrainer, der das Amt nur übernommen hat, weil er nicht schnell genug auf den Baum kam verdenken,
    wenn er nur das Nötigste macht und auch kein Interesse an einer Weiterbildung hat, die noch mehr Zeitaufwand für ihn bedeuten würde ? Und wer soll ihm vorschreiben, was er wie zu tun und zu lassen hat ?
    Wer mehr für seine Kinder möchte, muss eben selbst etwas tun oder sich einen entsprechenden Verein aussuchen. Gerade in kleinen Vereinen bekommt man nicht alle Interessen unter einen Hut. Dort ist man mit vielen Kompromissen froh, wenn man den Kindern überhaupt Training und einen Spielbetrieb anbieten kann. Dort muss man notgedrungen Ansprüche zurückschrauben. und zwar auf Allen Seiten.
    Wer das nicht möchte, geht woanders hin. So wie ich.

    zitat guenter:

    Zitat

    Für mich (sollte eigendlich bei allen der Fall sein) gilt dann noch, dass ich denjenigen, die mehr wollen und vor allem auch dazu die erforderlichen Vorraussetzungen mitbringen zu unterstützen, dazu den Weg zu finden.

    Unter dieser Maßgabe passt auch dein Packet. Wird nur leider sehr oft nicht so praktiziert in den Vereinen. Da werden schnell Kinder und deren Eltern als Verräter abgestempelt, wenn sie mehr wollen, als ein wenig kicken und deshalb den Verein wechseln, sei es durch andere Kinder, deren Eltern oder Vereinsverantwortliche. Sei es aus Neid und Mißgunst oder weil man vielleicht glaubt, das vermeintliche Talent unbedingt halten zu müssen.


    Solange ein verein seine Grenzen und Möglichkeiten kennt und auch offen kommuniziert, ist das für mich in Ordnung.

    Bei mir würde die Vorbereitungszeit für die betreffenden Spieler dann beginnen, wenn sie wieder anfangen regelmäßig zu trainieren. D.h. sie wären in den ersten Spielen nicht dabei.
    vorausgesetzt natürlich, ich hätte genügend Spieler, die ich sonst einsetzen kann. Ansonsten entsprechend weniger Spielzeit für die anfänglich fehlenden Spieler
    Zwei Spielern den schwarzen peter zukommen zu lassen und sie einen Strafenkatalog erstellen zu lassen ist in meinen Augen nicht in Ordnung zumal ich mich frage, an welche Strafen hier gedacht wird. Geldstrafen, auch wenn diese in eine gemeinsame mannschaftskasse fließen sollen, würde ich ablehnen.

    Was Regeln angeht, solltet ihr an irgendwelchen Schulturnieren teilnehmen, können die intern abgesprochen werden. Hier braucht ihr euch nicht an Vorgaben eines Verbandes halten, da ihr keinem angehört.


    Wie schon geschrieben, Fussball -AG Grundschule in der Regel nicht mit Vereinsausbildung vergleichbar. Einfach viel spielen lassen und zusehen, dass alle Spaß haben und vielleicht der ein oder andere Lust auf mehr bekommt.

    Ich würde mich erst einmal erkundigen, ob überhaupt turniere stattfinden sollen.
    Ansonsten geht es in solchen AG's vor allem um Spaß und dass sich die Kids austoben können, weniger um fußballerische Ausbildung.

    Andre:


    Tja, was soll ich jetzt dazu sagen ? Nur soviel: ich habe diese Probleme mit Unpünktlichkeit nicht bzw. nicht mehr. Woran das wohl liegt ? Deshalb auch keine Konsequenzen mehr notwendig.
    Ich weiß nicht, ob sich manche hier vorstellen, dass ständig Kinder bzw. Eltern mit ihren Kindern zu spät kommen und dann vor verschlossener Tür stehen ??? Es sieht doch so aus, dass man das anfangs mal durchzieht und alle schnell gelernt haben, pünktlich zu sein oder falls es nicht möglich ist, ihr Handy zu benutzen.
    Wenn ich Regeln nicht umsetze, brauche ich auch keine aufzustellen. Wenn Training von 16.30 Uhr bis 18.00 Uhr ist, dann beginnt es entweder 16.30 Uhr oder jeder kann zwischen 16.30 und 18.00 Uhr irgendwann erscheinen, wie er grad mag. Wenn Letzteres ok ist, dann gilt das aber bitte auch für den Trainer....

    Bei mir wird die Halle aus den schon angeführten gründen auch abgeschlossen. Lässt sich ebenso normal von innen öffnen, - nur von Außen nicht. ich gehe auch nicht und öffne, wenn dann jemand klingelt. Dann müsste ich ja jedesmal mein Training unterbrechen. Ausnahme: es hat jemand angerufen und mitgeteilt, dass er aus bestimmten Gründen etwas später kommt.
    ob das Nichtberücksichtigen in der Startaufstellung jemand als Strafe für die Unpünktlichkeit sieht, ist mir egal. Er hätte sich dann selbst bestraft. Unlogisch und absolut ungerecht wäre es, jemanden in die startaufstellung zu nehmen, der zu spät kommt und dafür ein anderes kind erst einmal draußen zu lassen. Normal wäre das sogar bei gleichen Spielzeiten egal, ob jemand in der startaufstellung steht oder nicht. Deshalb spielt derjenige an dem Tag auch etwas weniger. Nicht viel weniger , aber man kann es demjenigen ja so sagen, dann ist es gefühlt für ihn mehr Zeit, die er verliert.

    Zitat TW-Trainer:

    Zitat

    Aber man kann sich doch trotzdem normal verhalten oder? Mit Diplomatie und etwas Fingerspitzengefühl erreicht man sein Ziel doch auf, als wenn jemand mit der Faust in der Tasche einen ellenlangen Strafkatalog über sich ergehen lassen muß.

    Das sehe ich auch so. man muss sich natürlich auch darüber unterhalten, was überhaupt Strafen sind bzw. als solche gedacht sind. ich sehe es zum beispiel als sorgfaltspflicht, wenn ich ein Kind, welches, weil erkrankt, nicht trainiert hat, am Wochenende auch nicht spielen lasse. soll es sich auskurieren und in der neuen Woche wieder ins Training kommen.
    Bestrafe ich ein Kind, welches lieber ins Schwimmbad geht oder keine lust zum Training hat wirklich, wenn es am Wochenende nicht spielt oder dürfte das dann für das Kind eh nebensächlich sein, weil das hobby Fußball bei ihm grundsätzlich nicht den hohen Wert genießt ? Ein Kind, welches in der Woche nicht trainieren kann, weil es mit Schulaufgaben nicht nachkommt, darf man doch am wochenende auch gern mal in ruhe lassen. Vielleicht kann es die Zeit nutzen und hat dann dadurch in der neuen Woche wieder mehr Freiräume.


    Mal ein Beispiel: wäre es in Ordnung, wenn ein Kind, welches in der woche für das training auf das schwimmbad verzichtet oder seine geburtstagsfeier verschiebt, dessen eltern ständig fahrdienst leisten am Wochenende die gleiche spielzeit zu geben, wie dem kind, welches nicht zum training war, sondern im bad, dessen eltern nie fahren oder sogar, wie nicht nur einmal erlebt, weniger Spielzeit, weil zufällig das zweite kind talentierter und der "Star" der Mannschaft ist. ich denke, dass es hier auch ein wenig um Gerechtigkeit geht, denn auch die Kinder haben dafür eine Nase und lernen.

    TW-Trainer:


    Ich kenne beide Seiten der Medaille.


    Das was bei Dir gegeben ist, z.b Eigenmotivation der kinder, Einsicht und mitarbeit der eltern hast du in vielen vereinen im breitensport nicht durchgehend in der form, wie Du es kennst. egal was da der trainer anstellt. Trotzdem brauchst du auch die kinder, die nicht so den Bock haben oder deren Eltern nicht so motiviert sind, damit die anderen kinder wenigstens trainieren und spielen können. Um das gebilde am Laufen zu halten, musst du erst erziehen, was bei Dir schon gegeben ist.

    guenter:


    Der Verein, den Steini beschrieben hat, stand sicherlich noch nicht ganz mit dem Rücken zur Wand, um seinen weg mitzugehen. ich finde, Steini hat es richtig gemacht, indem er daraufhin eine Mitarbeit ablehnte. Solange sich immer wieder Leute finden, die sich dann notfalls verbiegen lassen und faule Kompromisse eingehen, wird sich in diesen Vereinen schwer etwas ändern.
    Hat jemand selbst Kinder in so einem Verein oder steht diesem Verein aus anderen Gründen nah, dann sehe ich noch eine gewisse Motivation für denjenigen, obwohl ich selbst eher mit meinen Kindern in einen besser funktionierenden Verein wechseln würde.
    Welche Motivation hätte aber Steini hier haben sollen.
    Dass man seine Vorstellungen nicht immer zu 100 Prozent und vor allem nicht immer gleich durch - und umsetzen kann, ist klar. Aber um einen Kompromiss zu schließen, müssen sich BEIDE seiten bewegen. Das war wohl in Steinis Fall nicht so und hier finde ich es gut, wenn jemand von bestimmten eigenen Grundprinzipien unter denen er sich eine Zusammenarbeit vorstellen kann, nicht abrückt.

    guenter:


    Mit Deiner Meinung, dass bei gleichberechtigten Trainern nur einer für die taktischen Ansprachen im Spiel verantwortlich sein sollte, stimme ich überein.


    Auch finde ich die ausschließliche Berücksichtigung der Trainingsteilnehmer und korrekt abgemeldeten Spieler beim Spiel positiv. Was herauskommen kann, wenn man es, aus welchen Gründen auch immer, anders handhabt, sieht man an der Schilderung des Verhaltens von Mannschaft 2.

    Zitat@TW-Trainer:

    Zitat

    Nun darf man davon ausgehen, dass diese Spieler schon mit einer hohen Eigenmotivation kommen. Das ist sicherlich etwas Anderes bei einer Dorffussballmannschaft, wo es nicht um Leistung, sondern um allein um den Spaß geht!

    Macht es hier Sinn, wenn Spieler gelegentlich keine Lust aufs Training oder den Spielen haben, trotzdem auf das Kommen oder eine Abmeldung zu bestehen? Oder muß man die Frage anders stellen? Ist es nicht normal, dass immer ein paar Spieler wichtigeres vorhaben, bzw. krank oder verletzt sind? Oder bricht gleich die Anarchie aus, wenn eine bestimmte Quote nicht am Training oder den Spielen dabei ist?




    ZITATENDE





    Gerade dort macht es für mich Sinn, auf feste Regeln und Disziplin zu achten. Ansonsten weisst du nie, ob du am Wochenende genug kinder zum Spiel da hast oder nicht.
    ich sehe hier auch keinen druck darin, wenn man sich von Taining oder spiel rechtzeitig abmeldet. Es hat für mich eher etwas mit Anstand, gegenseitigem respekt und rücksichtnahme zu tun. Warum sollen denn zuverlässige und anständige kinder darunter leiden, dass anderen der anstand fehlt und sie deshalb vielleicht am wochenende nicht spielen können, da einige nicht erschienen sind.
    Es wird kein kind gezwungen, im verein Fußball zu spielen. Zumindest von mir nicht. Fußball ist aber ein Hobby, was in der regel gemeinsam ausgeübt wird und schon deshalb ein gewisses Maß an verlässlichkeit fordert.

    Zitat Rasenschach:

    Zitat

    Viel wichtiger ist die Formulierung von reinen realistischen, machbaren quantitativen Zielen:

    - jede Altersklasse ist zu besetzen
    - Anzahl von Mitgliedern
    - Bestimmtes Spiellassenniveau ab C-Jugend
    - Reputation in der Region (ist mit Umfragen wie @TW es schrieb zu quantifizieren)



    ZITATENDE





    Hier wäre mir ein anständiges Konzept als Anfang wichtiger, als schnell alle Altersklassen besetzen zu wollen und dabei in Kauf zu nehmen, dass nicht altergerecht ausgebildet wird.



    Ich denke, dass es sogar besser sein kann, wenn Vereine ohne Konzept und schlechter Nachwuchsarbeit vor der Auflösung stehen, denn dann fängt man plötzlich an, über neue Ideen nachzudenken und diese umzusetzen. Oder der Verein hört auf zu existieren, was in diesem Fall dann auch kein Verlust ist.

    Ich denke, Geld als derzeitige Motivation darf für die meisten Trainer im Jugendbereich ausgeschlossen werden. Für die meisten wird Punkt 2 oder 3 zutreffen. Es gibt auch Trainer, die es als eigenes Hobby betrachten und auch einige, für die es irgendwann Berufung geworden ist, mit Kindern/Jugendlichen zu arbeiten.