Beiträge von Karl

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    Zitat Trainero:

    Zitat von »Zodiak«
    Einmal dribbeln einmal spielen bei mir oft Anwenduhg
    Und ab welchem Alter würdet ihr das anbringen?

    Zitat von »Zodiak«
    Einmal dribbeln einmal spielen bei mir oft Anwenduhg
    Und ab welchem Alter würdet ihr das anbringen?

    So pauschal würde ich das den Kindern nicht sagen. Es kann ja auch richtig sein, mal 2 oder sogar 3 Gegner auszudribbeln bzw in mehreren Spielsituationen hintereinander Oder soll es etwa angebracht sein, einen Pass zu spielen, obwohl gerade kein Mitspieler anspielbar ist, nur weil man gerade schon gedribbelt hat ?
    Es kommt doch darauf an, im richtigen Moment die richtige Entscheidung zu treffen. In ein 1 gg 1 zu gehen, obwohl der Mitspieler frei anspielbar ist, ist nicht sinnvoll. Das ist zu vermitteln. Altersbedingt bemerken aber die Spieler nicht unbedingt den freien Mitspieler, obwohl ich ihn als Trainer sehe. Wenn ich in solchen Momenten dann z.B. durch Zuruf von außen das Abspiel fordere, schießt der Spieler den Ball notfalls irgendwohin, aber nicht zu dem Mitspieler, den er ja selbst nicht bemerkt.

    Zitat@Trainero:

    Zitat

    So Jungs, geschossen wird nur mit dem blauen Fuß

    Das würde ich jetzt als Kindesmisshandlung bezeichnen. Oder Du hast ganz harte Jungs, die keinen Schmerz kennen und mit blauem Fuß noch kräftig gegen den Ball treten. :thumbup:

    Follkao:


    Guckst Du hier: https://www.youtube.com/watch?v=rt9nE-AZe6g


    Die von Dir angeführten Spieler beherrschen schon einige Tricks mehr, wobei jeder Spieler wohl seine Lieblingstricks hat, die er öfter zeigt. Bei Kindern ist mir wichtig, dass sie sich ausprobieren dürfen und nicht schon frühzeitig gebremst werden, obwohl natürlich das Zeigen eines Tricks nur um seiner selbst Willen nichts bringt. Aber das muss ich nicht schon in einer E-Jugend herausarbeiten. Für das Kind ist es sicher erst einmal einfacher, die Finte im Dribbling ohne Gegnerdruck im Spiel zu probieren. Fühlt er sich dort sicherer, wird er sie auch am Gegner zeigen wollen.
    Der Treadersteller schreibt von einem Jungen, der nächste Saison zu einem NLZ wechseln möchte. Die wollen dort auch noch etwas zu tun haben. =) Er dürfte mit den Dingen, die er schon beherrscht und zeigt dort auf jeden Fall mehr Chancen haben, als ein Abspieler.
    Ich würde hier als Trainer vielmehr alles tun, damit auch die anderen Kinder offensive Techniken erlernen verfeinern und sich künftig genau so trauen, Erlerntes selbstbewusst zu zeigen.

    thomasg:


    Mir wären annähernd gleiche Einsatzzeiten für die Spielerinnen wichtiger als Ergebnisse. Man kann natürlich auch etwas schieben, wenn man mehrere Turniere spielt und sich die Zeiten dort wieder ausgleichen.
    Was ich nicht so richtig verstanden habe ist, warum Du plötzlich noch Spielerinnen berücksichtigen musst, die nicht beim Training waren. Die würden bei mir wohl als erstes gestrichen, wenn ich zu viele Spielerinnen zu bedienen hätte.

    Zitat tobn:

    Zitat

    Na, dann ist ja offenbar alles in Ordnung. =)

    Hier immer. =) Es wäre ja langweilig, wenn man in allen Dingen immer einer Meinung wäre.

    aber für mich klingt das halt so, als wärst du dabei auf eine Revanche gegen die blöden Eltern, die dich nur ausnutzen, aus.

    Als Revanche würde ich es nicht bezeichnen, da diese ja voraussetzen würde, dass ich von diesen Eltern bereits ausgenutzt wurde. Ich habe nicht (mehr) mit solchen Eltern zu tun. Nein, es ist nur in diesen speziellen Fällen meine unsolidarische Meinung. Ich bin eben in dieser Hinsicht nicht so ein guter Mensch, wie andere :evil: .

    Zitat Andre:

    Zitat

    Genauso sachlich...wie die Tatsache, dass ich glaube, dass der Tatbestand des § 223 StGB in DIESEN FÄLLEN erfüllt sein könnte und ...sollte jemand klagen...hier nicht unrecht bekommen könnte, was eine Gefahr für den Verein sein könnte. Diese Gefahr an sich sollte Verantwortliche -so meine Denke- dazu anmieren, z.B. ein schützendes überwachtes Konzept zu installieren...statt es -wie so oft- auszusitzen (huch...schon wieder ein Vorwurf...na, na, na :D ). Gruß Andre

    Was glaubst du, wie hoch die Strafen wären ? Ich verweise nur einmal auf die Fälle, wo Kinder nachweislich zu Schaden gekommen oder sogar tödlich verunglückt sind. Meinst du dann wirklich, dass sich dann jemand anlässlich irgendeiner noch dazu überaus vagen Gefahr zu irgendetwas bequemen könnte ?

    Hegga:


    Nichterscheinen heißt für mich nicht abgemeldet.Richtig ?


    Das würde zeigen, dass ihm der Fußball nicht so wichtig ist und er dürfte kein seelisches Trauma davontragen, wenn er einmal nicht spielt. Er würde auch bei mir nicht berücksichtigt werden, da ich es ungerecht gegenüber den anderen Kindern finden würde, wenn er die gleiche Spielzeit wie sie erhält.
    Auch meine ich wie Hegga, dass man auch bestimmtes Fehlverhalten im Training mit Spielpausen sanktionieren kann. Das sollten aber ausnahmen bleiben. wenn solche Sanktionen regelmäßig notwendig werden, sollte man überlegen, ob man selbst als Trainer für die Mannschaft geeignet ist oder es sich vielleicht immer um den selben Spieler handelt, der vielleicht nicht in die Mannschaft passt und sich anders orientieren sollte.
    Im Leistungsbereich sollte man hier weniger Probleme haben, da alle Spieler ein Mindestmaß Eigenmotivation haben. Sonst würden sie wohl nicht dort spielen. In einem Breitensportverein, vielleicht sogar in einem Problembezirk einer Großstadt könnte das anders aussehen. Dass dort solche Maßnahmen im Einzelfall notwendig und angebracht sein könnten, würde ich nicht unbedingt immer dem Trainer anlasten wollen.

    Zitat tobn:

    Zitat

    Und wenn es den Eltern egal ist, dem Kind aber nicht?

    Dann hat es leider ein Problem, welches ich nicht löse und andere Eltern auch nicht überzeugen werde, dies zu tun.
    Was den Straßenverkehr anbelangt angeht, so kann immer etwas passieren. man sollte nie denken, dass es einen selbst nicht treffen kann, weil man ja vorsichtig fährt. Mal eine Sekunde nicht aufgepasst und Vorfahrt missachtet... ist vielen schon so gegangen, - nur ist in den meisten Fällen gerade nichts passiert.Ich gehe jedenfalls für diese bestimmten Eltern kein Risiko ein. Wenn das Andere machen, sollen sie es tun. Ich persönlich bin der Meinung, dass ihr mit dieser Gutmütigkeit oder Gutmenschentum dieses Gebaren gewisser Eltern in der Mehrheit unterstützt. Ist aber nur meine persönliche Meinung. Solange ihr nicht von Anderen verlangt oder es voraussetzt, ist alles in Ordnung.



    Zitat @Nitram:


    Zitat

    Die Eltern kann man nicht ändern, trotzdem kann ich für die Kinder da sein, wenn es die Eltern schon nicht sind.

    Das ist man als Trainer ja so schon. Wenn ich auch noch den Elternpart übernehmen wollte, hätte ich mir selbst mehr Kinder angeschafft.


    Ich habe jetzt einen neuen Spieler bekommen, der macht alles alleine. Zum ersten Training stand er verschüchtert vor der Halle und hat dann zufällig meinen Co erwischt und gefragt, ob er mitmachen darf. Er kommt alleine zum Treffpunkt. Ich hatte ihn gebeten, seine Eltern zum nächsten Training mitzubringen um mich mit Ihnen auszutauschen und die Kontaktdaten aufzunehmen. Und was passiert. Der 8-jährige Knirps steht beim nächsten Training vor mir und teilt mir mit, dass er krank ist und drückt mir nebenbei den Zettel mit den Kontaktdaten in die Hand. Zum Spiel kommt er auch komplett alleine zum Treffpunkt. Das finde ich alles schon ziemlich grenzwertig, da ich das bisher so nicht kannte.

    Warum ist das für dich grenzwertig ? Welche Bedenken hast Du ?

    Zitat tobn:

    Von diesen Härtefällen habe ich glücklicherweise nur sehr wenige erlebt. Tatsächlich kompensiere ich da aber im Sinne der Kinder die Nachlässigkeit der Eltern ganz bewusst ein Stück weit. Ich habe z.B. ein Ersatztrikot dabei und ein paar abgelegte Schienbeinschoner meines Sohnes. Und ich kümmere mich notfalls selbst darum, dass dieses Kind mit zum Spiel kommen kann. Aber natürlich spreche ich auch mit den Eltern und teile ihnen mit, dass sich ihr Kind sicherlich auch freuen würde, wenn sie mal bei einem Spiel zusähen. Und ich lasse da durchaus auch die eine oder andere spitze Bemerkung fallen, zwar humorvoll, aber schon mit ironischem Unterton.


    Ich sehe es halt so, dass die Kinder nichts dafür können, welche Eltern sie haben. Und dann betreibe ich auch einen gewissen Zusatzaufwand, um diesen Kindern den Nachteil ihrer Eltern ein Stück weit zu nehmen. Manchmal kann man auch genug auf die Eltern einwirken, so dass sie das gefordertet Minimum bringen. Leider ist es aber auch oft so, dass die Kinder der völlig desinteressierten Eltern früher oder später aufhören.

    Ich habe hier eine andere Einstellung. Diese Eltern ändern sich nicht, solange es immer wieder Menschen gibt, die ihr Verhalten unterstützen. Und deren Kinder lernen auch, dass man auch so wunderbar durch das Leben kommt.
    Nehme ich so ein Kind aus Gutmütigkeit immer mit dem eigenen PKW mit und habe einmal einen Unfall, wo das Kind zu Schaden kommt, hilft mir meine Gutmütigkeit auch nichts. Dann stehe ich allein vor einem Richter und die Eltern sind vielleicht die Ersten, die Schadenersatzansprüche geltend machen.
    Wenn Eltern wollen, dass ihr Kind spielt, müssen sie es auch zum Spiel bringen. Entweder selbst oder durch Organisation und Absprache mit anderen Eltern.

    Andre:


    genau so.


    tobn:


    Du hast dir die Eltern von Anfang an erzogen und wenn Eltern kein Auto haben, dafür aber andere Dinge für die Mannschaft übernehmen, so würde ich das in Ordnung finden.
    Ich meine auch direkt die absoluten Härtefälle, die Kinder in die Welt setzen und diese dann Anderen aufbürden. Selbst nie etwas für Andere machen, im Gegenzug aber erwarten, dass man ihre Kinder mit durchzieht, die bis Mittag im Bett bleiben, während Andere um 7.00 Uhr am Treffpunkt sind, um auch noch ihr Kind mitzunehmen.

    16er:


    Das ist schlimm und ich möchte nicht der Trainer sein, der die Mannschaft später einmal trainieren soll. Auf Grund deiner Jugend hast du es natürlich sehr viel schwerer, deine Regeln und Ansichten in dem schwierigen Umfeld umzusetzen, als es ein vielleicht 50jähriger Trainer mit langjähriger Erfahrung hätte. Deshalb kein Vorwurf an dich sondern nur allgemeine Sichtweise von mir.

    tobn:

    Natürlich gibt es dann immer noch Ausnahmen, die man eben nie zu Gesicht bekommt, die sich nicht interessieren, und die auch nicht dazu bereit sind, mit zu helfen. Um diese sollte man sich nicht zu sehr kümmern und sich über sie keine grauen Haare wachsen lassen, das bringt nur Kummer und führt zu nichts. Da fängt man lieber als guter Samariter ihre Kinder auf und propagiert gegenüber den anderen, mit nachvollziehbarem Unmut reagierenden Eltern, dass man es ähnlich sieht wie sie, aber dass darunter doch bitte die betroffenen Kinder nicht leiden sollten

    Das mit dem Samaritertum sehe ich etwas anders. Ich würde z.B. nie auf Eltern einwirken oder sie bitten, andere Kinder mit zu Turnieren oder Auswärttsspielen zu nehmen, deren Eltern selbst nie fahren.
    Dies haben diese Eltern selbst zu organisieren und wenn andere Eltern sich berechtigterweise nicht ausnutzen lassen, so finde ich das völlig in Ordnung.

    Zitat@16er:

    Es ist sogar schon vorgekommen dass mein Vater zu Auswärtsspielen fahren musste weil keine Eltern kamen.

    Wenn ich solche Probleme hätte, würde ich für Auswärtsspiele nur noch den Spielort und die Treffzeit nennen. Treffpunkt dann grundsätzlich am Spielort. wie die Eltern ihre Kinder dorthin bekommen, wäre dann ihr Problem. Im von Dir genannten Fall hätte ich garantiert nicht meinen Vater angesprochen, sondern wäre nur mit den Kindern gefahren, wo Fahrer verfügbar waren und hätte die noch versucht unterzubringen, wo die Eltern sonst auch fahren. Den Rest hätte ich dann nicht mitgenommen oder hätte nötigenfalls das Spiel sogar abgesagt und wäre dann künftig nach obiger Methode vorgegangen.
    Demnach wären die Eltern gezwungen, entweder jedesmal zu fahren oder sich miteinander bezüglich Fahrdiensten abzusprechen und wären dann auch regelmäßig bei den Spielen vor Ort, was auch den Zusammenhalt der Elternschaft fördern würde. Ich würde mich aus dieser Organisation dann völlig raushalten. Kinder, deren Eltern diese Organisation nicht schaffen, vielleicht auch, weil sie selbst nie fahren und die anderen Eltern dann auch verständlicherweise ihr Kind nicht mitnehmen wollen, können dann eben nicht am Spielbetrieb teilnehmen.
    gemeinschaftsbildende Maßnahmen können auch gemeinsame Ausflüge (z.B. Turnierfahrten) mit eventueller Übernachtung sein. Hier muss man jedoch beachten, aus welcher Bevölkerungsschicht die Eltern kommen und was finanziell machbar wäre. Es soll ja dann auch etwas für alle sein....
    Gemeinsame Organisation und Ausrichtung von Turnieren und Feiern ( Saisonabschluss, Weihnachtfeier u.ä.) können sicher auch den Zusammenhalt fördern.
    Wie stark der Zusammenhalt dann wirklich wird, hängt aber nicht nur von diesen Dingen ab. Manchmal passt es einfach und dann gibt es auch Fälle, in denen die Konstellation nicht passt.

    Andre:


    Wollte man der o.g. Mindermeinung und Deiner These folgen, müsste man auch hinterfragen, inwieweit sich dann die Eltern strafbar machen, die die Straftat Deiner Meinung nach anzeigen sollen.


    Sie überlassen ihr Kind demnach wiederholt einer Person, die eine Straftat an ihrem Kind begeht. Immer in ihrem Beisein und mit ihrer Duldung. (Obwohl ich weiß, dass der Babysitter mein Kind jedesmal schlägt, bringe ich es immer wieder zu ihm hin und schaue noch dabei zu.....)

    Ein Auszug aus dem Link, den ich gesetzt hatte:


    Geschütztes Rechtsgut ist die körperliche Unversehrtheit.


    Aufgrund des Gesetzestextes könnte man die Annahme vertreten das neben körperlichen Schäden auch seelische Schäden durch § 223 StGB abgedeckt sind. Diese Annahme ist strittig.


    Die Mindermeinung vertritt die Ansicht das aufgrund des Textes "an der Gesundheit schädigt" auch seelische Beeinträchtigungen zu berücksichtigen sind. Die herrschende Meinung lehnt diese Annahme ab und vertritt die Ansicht das nur pathologisch erfassbare Beeinträchtigungen durch § 223 StGB abgedeckt sind.


    Theoretisch könnte man die Mindermeinung vertreten, da seelische Beeinträchtigungen auch zu körperlichen Leiden führen können.


    Auf der anderen Seite dürfte es, wollte man der Mindermeinung folgen zu Problemen bei der Beweisführung kommen, wenn man § 223 StGB auch auf seelische Beeinträchtigungen ausweitet, da es in der Praxis kaum möglich ist, die Kausalität zwischen den seelischen Beeinträchtigungen und den körperlichen Beeinträchtigungen nachzuweisen. Insoweit könnte man behaupten das die herrschende Meinung die besseren Argumente auf Ihrer Seite hat.

    Zitat Meistertrainer2004:

    Ich finde das man alle Kinder spielen lassen kann wenn man den Kinder die Wichtigkeit eines Spiels erläutert.
    Fußball ist ein Leistungssport der schon den Kindern beigebracht werden soll.
    Kinder die kein Fußballtalent besitzen sollten sich das überlegen ob der Sport halt was für sie ist.
    Lg Meistertrainer

    Kannst du das bitte mal etwas genauer erläutern ? Vor allem der Sinn von Satz 1 erschließt sich mir noch nicht. Momentan würde ich ihn so interpretieren, dass alle Kinder spielen, wenn ihnen der Trainer die Wichtigkeit erläutert hat. hat er das nicht, können im Umkehrschluss also nicht alle Kinder spielen.


    Fragen u.a. : Warum ? Wie wichtig ist ein Spiel in den Altersklassen und für wen ? Welche Kinder dürfen nicht spielen, wenn der Trainer die Wichtigkeit nicht erläutert hat ?


    Bei Satz 3 sehe ich gerade den 7jährigen vor mir, der überlegt, ob der Sport etwas für ihn ist. Vielleicht anhand einer Tabelle mit Argumenten, die er aus seinem langjährigen Fußballerleben in verschiedenen Vereinen unter verschiedenen Trainern herleitet, die dafür bzw. dagegen sprechen, dabei unbeeinflusst von Eltern und anderen Erwachsenen.