Beiträge von Karl

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    Zitat guenter:

    Beantworte dir diese Fragen selbst, hake dieses Turnier als schlechte Erfahrung ab, mach es nicht zum Thema, aber ändere in der Zukunft deine
    Vorgehensweise.


    Die Mannschaft nie mehr alleine lassen? Da bin ich gegensätzlicher Meinung. Es kann viele Ursachen geben, die dazu führen, dass du mal fehlst, auch längerfristig. Für diese Fälle musst du entsprechend vorsorgen, damit nach deiner Richtung weiter vorgegangen wird.

    So würde ich auch reagieren.
    Sollten jedoch Diskussionen bei Eltern oder Kindern aufkommen , dann natürlich entsprechend argumentieren und Deine Linie weiter durchziehen.


    Die Ansichten und Vorgehensweisen von Vater Y passen nicht zu den deinigen. Da er Dich, wenn auch nur als Hütchenaufsteller, wofür ich persönlich mir zu schade wäre ,unterstützt, wird er automatisch als Co gesehen, auch wenn dir das nicht gefällt und genießt dadurch eine gewisse Autorität bei Eltern und Kindern. Die Hütchen kannst du selbst aufstellen.

    luca:


    Lies Dir bitte noch einmal die ersten Beiträge von kidda durch. Dort steht, dass der Trainer freie Hand hat und andere Eltern schon die entsprechenden Konsequenzen (hier: Vereinswechsel) gezogen haben.
    Selbst in Vereinen, wo die Verantwortlichen etwas anders auf die Anliegen der Eltern reagieren, sitzt oft der Trainer am längeren Hebel, da er Trainer rar sind, er meist nicht bezahlt wird und es verschiedene Möglichkeiten gibt, jemanden herauszudrängen. Zum Beispiel auf die Art, wie es hier bei kidda abläuft. Man gibt dem Kind weniger Einsatzzeiten, "vergisst" es zu Spielen einzuladen,kritisiert es ständig, lobt nicht usw benachteiligt es, bis Kind oder Eltern aufgeben, Solange man das immer nur mit einem Kind macht, sind die anderen Eltern oft ruhig, weil es sie nicht direkt betrifft bzw. weil sie befürchten, dass es ihnen auch so gehen könnte, wenn sie Partei ergreifen.
    Im Fall von kidda's Verein scheint es so zu sein, dass es dort genug Zulauf an Kindern gibt und der Trainer wohl nur Kinder einer gewissen etnischen Herkunft haben möchte. Ob das wirklich so ist, oder ob es andere Gründe für diese Antipathie , kann man aus der Ferne nicht beurteilen.

    luca:


    Was das soll ?


    Was weiß ich. Aber deutlich ist es doch wohl, oder ? der Trainer könnte auch sagen: "Ich will euch nicht (mehr)", macht es aber hier wohl auf andere Art und Weise.

    Zitat kidda:


    Was soll der Trainer noch machen, damit ihr begreift, dass er euch einfach nicht will und ihr nicht willkommen seid ?

    werweisswas:


    Seid aber ehrlich zu den Kindern und teilt ihnen zeitig Eure Pläne mit und benennt die Kinder, die es dann betreffen soll. Zeitig genug, damit der eine oder Andere noch den Verein wechseln kann, wenn ihm Eure Pläne nicht zusagen. Das kann sowohl bei den D-Jugendlichen, als auch bei den jüngeren Spielern der Fall sein, die möglicherweise lieber in einem anderen Verein, als ein Jahr außerhalb der Wertung spielen wollen.

    Danielano:


    Du redest dir die Sache schön und begründest die Ausdauerläufe damit, dass die Kinder selbst meinten, zuwenig Kondition zu haben. Sie haben aber entweder nicht gesagt, dass sie deshalb wöchentliche Ausdauerläufe machen wollen oder sie kennen es nicht anders, was ja verständlich wäre. Dir als Trainer obliegt aber die Wahl der entsprechenden übungen. Und da stimme ich meinen Vorschreibern zu, dass es dort interessantere und insgesamt für die Jungs effektiveres Training gibt, um eine gute fußballspezifische Kondition zu bekommen.

    @francesco:


    Ich finde, so wie Du das Minifussballspiel beschrieben hast, dass sich die Dinge dort selbst regeln. Der eine Junge wird dadurch, dass er in bestimmten Situationen, wenn er mit dem Kopf durch die Wand will, mit der Zeit lernen, wann ein Abspiel angebracht ist und auch durch das Verhalten der anderen Kinder mitbekommen, dass diese auch noch da sind und mitspielen wollen. Die anderen Kinder können sich bei ihm jedoch auch einiges abschauen. Dazu zählen für mich sein selbstbewusstes Verhalten und das permanente Fordern des Balles, was ich keinesfalls unterbinden oder sogar mit Auswechseln bestrafen würde.

    Zitat werweisswas:

    Zitat

    Klar , auch ich muss mich Eltern oft erklären . Warum wechselt der jetzt unseren Sohn aus , er ist doch der beste auf dem Platz . Wenn bei mir ein/e vermeintlich schwächerer Junior/in gut spielt und der stärkere für seine Verhältnisse nicht so gut kann ich diesen auch mal auswechseln .

    Warum kannst Du den "stärkeren" Spieler nur mal auswechseln, wenn er mal, für seine Verhältnisse, nicht so gut spielt ???


    Der wird bei mir immer ausgewechselt, selbst wenn er immer überragend spielt. Er bekommt die gleiche Spielzeit wie die anderen Spieler auch. Und diese Regel wird den Spielern und Eltern vor der Saison mitgeteilt und erklärt und danach nicht mehr.
    Falls sich dann doch noch ein Elternteil beschwert, weil sein Kind die gleiche Spielzeit wie andere Kinder bekommt, die seiner Meinung nach schlechter spielen, dann frage ich ihn vor allen Eltern und Kindern, welche Spieler das sind, ob er seine Forderung nicht unfair gegenüber den anderen Kindern und Eltern findet und ob er mir vor der Saison nicht richtig zugehört hat, als das Konzept erklärt wurde und ihn darauf verweisen, dass für ihn jederzeit die Möglichkeit besteht, sich bei der Vereinsführung zu beschweren oder den Verein zu wechseln. Ersteres würde bei uns in diesem Fall nur wenig Zweck haben. :D

    Zitat kidda:

    Zitat

    Also, der Verein hat (noch?) einen ganz guten Ruf und es wollen so viele Kinder da eintreten, daß der Trainer es sich leisten kann, welche zu vergraulen, die er nicht so gerne haben möchte.

    Die Ansprüche an einen Fußballverein scheinen bei euch nicht sehr hoch zu sein ... :D


    Um mal auch die andere Seite zu beleuchten, auch wenn es schwer fällt...., - ich würde auch nur eine begrenzte Anzahl an Kindern als Trainer trainieren und spielen lassen. Jedoch würden bei mir alle Kinder, die ich trainiere, auch zu gleichen Teilen spielen.
    Wenn man als Verein soviel Zulauf hat, dass die vorhandenen Kapazitäten überschritten werden, sollte man, wenn sich daran nichts ändern lässt, entweder Kinder der Reihe nach aufnehmen, bis die Grenze erreicht ist und dann einen Aufnahmestopp verhängen oder vor Saisonbeginn Probetrainings veranstalten und dort die Kinder heraussuchen, die man aufnehmen möchte.
    Unbegrenzt Kinder aufzunehmen, ohne dass sinnvolles Training und ausreichende Spielzeiten gewährleistet werden können, ist unfair gegenüber den Kindern, die in einem benachbarten Verein bessere Chancen bekommen könnten.


    kidda:


    Du zählst hier die Unzulänglichkeiten im Verein auf, die sich nicht grundsätzlich ändern werden, da nicht nur der Trainer, dem vielleicht sogar zu viele Kinder zugeteilt wurden, das Problem darstellt, sondern die Vereinsführung selbst, die solche Zustände duldet und befürwortet. Ihr wollt aber trotzdem in diesem Verein bleiben. Also werdet ihr wohl Euch mit diesen Zuständen abfinden müssen. Jammern wird jedenfalls nicht weiterhelfen.


    Zitat

    Seine Kumpels sind teilweise zu anderen Vereinen gewechselt, teilweise haben sie auch die Sportart gewechselt,

    Die haben, meines Erachtens nach, die speziell in diesem Fall richtigen Konsequenzen gezogen.

    Was wollt ihr noch in dem Verein ? Ihr merkt ja selbst, dass Euer Kind dort keine Chance bekommt und es auch die Verantwortlichen nicht interessiert. Seine Kumpels sind schon weg ?
    Dann schaut Euch nach einem anderen Verein um und lasst Euer Kind dort unverbindlich mittrainieren. Vielleicht dort, wo schon die anderen Kumpels untergekommen sind. Den jetzigen Verein würde ich auch nicht erst um Erlaubnis fragen. So wie dort mit Euch umgegangen wird, sind sie es nicht wert, dass man fair mit ihnen umgeht. Das wäre nur eine einseitige Fairness. Bei den Probetrainings wird euer Sohn hoffentlich merken, dass Fußball mehr Spaß machen kann, als er jetzt hat.

    betreuer72:


    Diese Fälle kenne ich auch und vermute einmal, fast jeder Andere hier auch. Warum ein ehrenamtlich tätiger Trainer Angst vor Reaktionen der Eltern hat, erschließt sich mir, außer bei sehr jungen Trainern, nicht.
    Bei uns wurde durch Mannschaftsbetreuer, die auch mit für den Austausch zwischen Trainer und Eltern zuständig sind, etwas Distanz geschaffen. Weiterhin ist Eltern-Kind-Kontakt vom Betreten der Kabine an bis nach dem Umziehen zum Spielende unerwünscht. Gleiches gilt bei Turnieren, wo die Mannschaft unter sich ist. Das gilt ab der F-Jugend.
    Natürlich gibt es auch persönliche Gespräche zwischen Trainern und Eltern. Jedoch nicht immer nach dem Training oder unmittelbar nach dem Spiel. Auch über sachlich geäußerte Kritik sollte man als Trainer nachdenken und gegebenenfalls, wo notwendig und möglich, zu Änderungen bereit sein. Man muss jedoch nicht alles diskutieren. In einige Dinge müssen sich die Eltern auch fügen, wenn ihr Sprössling weiterhin sein Hobby bei uns ausüben möchte.

    Ich habe keine Geburtstage der Spieler im Kopf. Meist bekommt man es auch so mit, wenn jemand Geburtstag hat, da es die Kinder selbst erwähnen. Dann wird kurz gratuliert und mehr auch nicht.
    Die Kinder sind zum Fußballspielen da und nicht, um einen Kindergeburtstag zu feiern. Falls das Geburtstagskind einen Kuchen mitbringt, kann der natürlich nach dem Training gegessen werden.

    Zitat TW-Trainer:


    Es ist ein allgemeines Problem, wenn der Trainer gleichzeitig auch der Vater ist. Denn unbewußt bevorzugt oder benachteiligt es das eigene Kind (wobei die Bevorzugung wohl etwas häufiger vorkommt) Dieses nicht neutrale Verhalten von Vatertrainern wurde bereits vielfach thematisiert. Es läßt sich nur dadurch beheben, wenn man bei der Suche nach geeigneten Trainern diese Doppelfunktion ausschließt! Der Vater kann ja durchaus eine andere Mannschaft trainieren.


    Leider ist es jedoch so, dass im unteren Jugendbereich viele Vatertrainer unterwegs sind. Denn dieser Trainertyp ist nahezu stressresistent und sehr leidensfähig. Denn er macht den Job nicht wegen des Vereins, sondern in der Hauptsache, weil sein Kind sehr gerne Fussball spielt und der Verein sich nicht um einen geeigneten Trainer gekümmert hat!


    Das ist alles richtig.


    Aber: Auch Trainer, die nicht ihre eigenen Kinder trainieren, bevorzugen bestimmte Kinder und benachteiligen damit andere. Als Beispiel nenne ich hier nur einmal stellvertretend unterschiedliche Spielzeiten. Ich gehe sogar soweit, zu behaupten, dass es wohl eine kleine Minderheit der Trainer sein dürfte, die hier eine Ausnahme bildet.


    Auch ist es schon aus zeitlichen und logistischen Gründen einer großen Zahl von Vatertrainern nicht möglich, eine andere Mannschaft als die des eigenen Kindes zu trainieren. Weiterhin dürfte vielen dafür auch die Motivation fehlen.
    Deshalb wird man wohl weiter mit diesem "Problem" leben müssen.

    Zitat Andre:

    Zitat

    KINDER haben die gleichen Rechte wie Erwachsene.

    Zuerst einmal auch von mir ein ganz herzliches Willkommen zurück. =)


    Trotzdem muss ich Dir hier gleich mal widersprechen, sollte sich Deine Aussage tatsächlich allgemein auf Kinderrechte beziehen. Insofern haben Kinder nicht die gleichen Rechte ( siehe hier nur als Beispiel das Wahlrecht ), wie Erwachsene, sondern teilweise gleiche Rechte, teilweise aber auch Rechte in ihrer Form beschränkt oder für sie nicht geltend. Dafür wieder andere Rechte, die nur für sie gelten.

    penaten:


    Dein Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, dass Eltern sich für Ihre kinder zeit nehmen und ihnen dadurch auch möglichst rechtzeitig Verhaltensänderungen auffallen.


    Als Trainer kann man Eltern ansprechen, wenn man selbst Veränderungen feststellt und notwendige Maßnahmen ergreifen, wenn sie ihre Ursache im Trainings- und Spielbetrieb haben oder z.B. durch zwischenzeitliche Reduzierung des Trainings oder Freistellung vom Training unterstützt werden kann.

    Zitat CokeFreak:

    Zitat

    Dritter war ein 15 jähriger Junge, welcher auf eine Eliteschule geht und dazu noch (laut RTL) Leistungsfußball spielt mit 4x wöchentlich Training zuzgl. Spiel am Wochenende.

    Was soll in solchen Fällen hier ein Breitensporttrainer tun ???


    Es sind doch wohl in erster Linie die Eltern gefragt, die sehen müssen, was sie ihr Kind von sich aus möchte und was überhaupt zumutbar ist. Hier wird es auch immer Unterschiede geben.
    Es muss ja kein Kind zu G8 gezwungen, außer vielleicht von den Eltern. Es auch andere Möglichkeiten, die Hochschulreife zu erlangen.
    Wer schickt Kinder denn auf eine "Eliteschule" ? Sind doch wohl allein die Eltern dafür verantwortlich, oder ?
    Auch im Fußball gibt es ein großes Angebot. Dort, wo man merkt, dass es für das Kind zu viel wird, kann und sollte man Änderungen anstreben oder das Kind rausnehmen. Hier kann z.B. ein Vereinswechsel oder Wechsel der Mannschaft helfen, wenn man der Meinung ist, dass der Leistungsanspruch in der derzeitigen Mannschaft zu hoch ist.
    Um eine Überlastung des Kindes feststellen und Veränderungen wahrnehmen zu können, muss man sich aber auch mit den Kindern befassen, die man in die Welt gesetzt hat.


    Was Eliteschulen und Leistungssport angeht, so gibt es Kinder, die den Ansprüchen dort gerecht werden, ohne gleich seelischen Schaden zu nehmen. Andere eben nicht und die gehören dann auch nicht dorthin.


    Eltern sind in der Verantwortung und müssen sich Gedanken darüber machen, was sie ihren Kindern zumuten und damit eventuell antun. Nicht der (normale) Dorftrainer !!!

    Daisuke3b:

    Zitat

    Leider wurde mir nur bedingt geholfen und mir erklärt wie ich vorgehen muss. . Und da es damals bei mir auch war das ich direkt angesprochen wurde dachte ich, dass es der normale weg ist. Nun weiß ich das es anders ist und werde es auch ändern. Schließlich bin ich ja auch noch jung und ich kann einiges noch ändern.

    Deshalb ist es gut, wenn man, wie hier durch Dich geschehen, auch mal die andere Seite hört und dadurch einige Dinge und Gründe deutlich werden. ich drücke dir die Daumen, dass du in deinem verein künftig mehr Unterstützung erhältst und Dich auch durch Gegenwind nicht unterkriegen lässt. Fehler werden immer wieder passieren. Wichtig ist, daraus möglichst die richtigen Schlüsse zu ziehen. Auf jeden Fall brauchst du Dich, meiner Meinung nach, nicht für Fehler schämen.