Ob ich meine Kosten der Mannschaft oder den Eltern aufdrücken würde, hängt von den Umständen ab. In Fällen, wo auf Aufwandsentschädigung verzichtet wird bzw. akzeptiert wird, dass man keine oder nur eine geringe bekommt, und man den Job nicht aus anderen Gründen z. B. eigene Kinder im Verein macht, dürfte es sich oft um die Ausübung des eigenen Hobbies handeln. Das bestätigen manche Trainer auch im Forum. Die Kosten für das eigene Hobby dann wiederum Anderen aufdrücken zu wollen, ist dann vielleicht nicht ganz korrekt, oder ?
Hier würde es für mich einen Unterschied machen, ob der Vorschlag für ein entsprechend kostspieliges Trainingslager von der Mannschaft oder von mir käme. Käme er von mir, würde ich meine Kosten nicht umlegen wollen. Käme er von Eltern oder Mannschaft, wäre es in Ordnung, wenn ich nach dem Vorschlag darauf verweise, keine eigenen Kosten tragen zu wollen.
Beiträge von Karl
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Dieser Artikel ist sachlicher geschrieben und ermöglicht einen besseren Einblick in Arbeit und Ziele der Trainer. Einer Zusammenführung von Talenten zur optimalen Förderung stehe ich grundsätzlich positiv gegenüber, solange dafür keine unangemessenen Fahrzeiten notwendig sind. Als Positiv ist meiner Meinung zudem zu bewerten, dass hier keine Spieler aussortiert werden, sondern sich ohne diesen Druck entwickeln sollen.
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zitat Praios:
Alles anzeigentobn
Schwacher erster Satz!Was man raus liest ist:
1. Ein Trainer, der sich Mühe gibt.
2. Ein Trainer, der vermutlich qualifiziert ist.
3. Ein Trainer, der viele Spiele gegen gleichstarke Gegner sucht.Alles positive Fakten, eure Kritik basiert allerdings auf Vermutungen...
Und Deine Aussagen nicht ?
Zitat2. Ein Trainer, der vermutlich qualifiziert ist.

Fakt ist, dass die Nachhaltigkeit des Projektes fehlt, da es nur einen Jahrgang betrifft. Weiterhin sehe ich nichts Einmaliges oder Besonderes daran. Es gibt auch andere Vereine, die entsprechend vorgehen und kein NLZ haben. Manchmal schnappen sie sich dabei gegenseitig die Talente einer Region weg.
Fakt ist auch, dass eine im Artikel angeführte angeblich eingeforderte Verpflichtung der Talente bis zur C-Jugend völliger Nonsens ist, da sie nie einklagbar wäre.
Insgesamt erscheint mir der Artikel zu reißerisch. Von einer Attraktion des Vereins in Zusammenhang mit einer E -Jugend zu schreiben ist für mich etwas lächerlich, allein schon da ich bezweifle, dass dort mehr Zuschauer kommen, als woanders auch. Nämlich überwiegend die Eltern der Kinder. Andere Leute lockst du damit wohl kaum an.
Auch Erfolge gegen NLZ-Mannschaften,zumal noch in dieser Altersklasse sind jetzt nicht so ganz außergewöhnlich, zumal wenn sie vielleicht sogar nur in einem Turnierspiel von 10-15 Minuten Dauer erzielt wurden.
Kritisch sehe ich hier also nicht die Arbeit der Trainer, die man als Außenstehender weitgehend nicht einschätzen kann, sondern teilweise Aussagen, die im Artikel getroffen werden. -
Zitat bonyamin:
Also ich muss ehrlich sagen, dass es mir hier auch nicht um den Preis geht, warum denn auch? Man muss nicht immer billig nehmen.
Als Auszubildender habe ich leider nicht viel Geld,
Widerspricht sich ein wenig, oder ?

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Zitat bonyamin:
ZitatIch plane ein Trainingslager.
Möchten das die einzelnen Spieler auch, oder ist das nur deine Idee ? Für die dürften 200,- € auch eine Menge Geld sein, zumal sie als Schüler im Gegensatz zu einem Azubi überhaupt kein Geld bekommen dürften.
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Ich schließe mich hier den Meinungen an. Erst einmal werden nur die besten Spieler zusammengeholt. Einen unzufriedenen Spieler können sie trotz Verpflichtung nicht halten.Die können jederzeit weg, deshalb ist es Unsinn, was da diesbezüglich in dem Artikel steht. Eine Nachhaltigkeit ist auch nicht zu erwarten, da sich das Projekt nur auf einen Jahrgang beschränkt.
Nur das Gejammer sogenannter "Traditionsvereine" kann ich nicht mehr hören. Wie wäre es mit besserer Arbeit ? Wenn man sich nur auf alte Traditionen beruft, wird man irgendwann von der Realität überholt. -
Zitat tobn:
F-Junioren, also die Kinder, dann gleich als unzuverlässig zu bezeichnen, geht mir ein bisschen weit.
Wenn ich nicht auf sie zählen kann und andere Termine regelmäßig den Spielterminen der Mannschaft vorgezogen werden, nenne ich das für mich unzuverlässig. Verantwortlich sind in diesem Alter natürlich die Eltern.
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zitat soccerbook:
Aber da hat er als Trainer doch nichts gewonnen, oder?
Wenn ich das bei mir machen würde, hätte ich keine Mannschaft mehr im Verein und müsste ebenfalls in einem Nachbarort als Trainer anheuern. Da hab ich ja noch weniger Bock drauf.Das kommt auf die Motivation an. Am Anfang habe ich nur wegen meiner eigenen Kinder trainiert. Da war es mir, ehrlich gesagt, egal in welchem Verein. Und meinen Jungs auch. Wichtig waren Spaß und ausreichend Spielzeiten und später auch gute Ausbildung. Aus einer Mannschaft, wo regelmäßig Spiele ausfallen bzw. verlegt werden müssen, weil man unzuverlässige Kinder hat, hätte ich mein Kind schon als Vater herausgenommen. Wegen Anderen ständig umplanen zu müssen, würde nicht funktionieren.
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Zitat soccerbook:
Aber sk-blue hat es ja richtig erkannt. Man sollte erstmal mit allen Beteiligten reden und klare Positionen schaffen. Auch die Dinge aus unserer Fußballer/Trainer-Sicht darstellen.
Hier gebe ich dir vollkommen recht. Das Gespräch miteinander sollte, nicht nur bei diesem Problem, immer der erste Schritt sein.
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Zitat Grätsche:
ZitatSollte es von Seiten der Eltern forciert worden sein, würden durch den Ausschluss der Kinder wohl die Falschen "bestraft" werden.
Ich habe nichts von bestrafen geschrieben. Nur gibt es, um einen Spielbetrieb aufrechtzuerhalten, gewisse Voraussetzungen. U.a. , dass man regelmäßig genügend Spieler zur Verfügung hat. Das wäre beim Themenersteller wohl nicht der Fall bzw. befürchtet er es.also muss ich mich auch auf die Spieler verlassen können. Da ich nur eine bestimmte Zahl an Kindern trainiere und mit zum Spiel nehme, fallen die Unzuverlässigen für mich heraus. Ich kann ja schlecht einem Kind, welches immer zuverlässig da ist, sagen, dass es am Wochenende nicht spielt, weil einer von den Unzuverlässigen gerade einmal Zeit hat und eingesetzt werden möchte.
Ich hätte kein Problem damit, wenn Kinder an einem Trainingstag zum Turnen oder zur LA gehen. Nur gehört es sich, dass es vernünftige Absprachen gibt und man sich trotzdem darauf verlassen kann, dass der Mannschaftssport notfalls am Wochenende Vorrang bekommt, denn hiervon sind auch die anderen Kinder mit betroffen, die dann nicht spielen könnten. Wenn ein Kind einmal nicht zum Vorturnen oder zum LA-Wettkampf antritt, kann der Wettkampf trotzdem stattfinden, im Gegensatz zum Spiel. -
zitat@soccerbook:
Spieler dazuholen hast du ja schon mal erwähnt. Aber was, wenn man - wie bei uns im Dorf - keine anderen Kinder dazuholen kann?
Was meinst du mit anderweitig unterbringen? Auch zur Leichtathletik schicken?Nein. In einer anderen Mannschaft unterbringen, Spielgemeinschaft, anderer Verein oder eine Altersklasse hochziehen. Auf keinen Fall würde ich mich von Spielern abhängig machen, auf die sich niemand verlassen kann. Das wäre unfair gegenüber den zuverlässigen Kindern.
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So wie ich @sk-blue's erstes Posting verstanden habe, waren die betreffenden Kinder zuerst beim Fußball, bevor sie zusätzlich eine andere Sportart wählten. Die Eltern der Kinder haben also gewusst, das die Trainingstermine grundsätzlich mit denen des Fußballs kollidieren. Selbstverständlich wird dann auch beim Fußball abgesagt, wenn Wettkämpfe in der anderen Sportart anstehen.
Ich würde das zur Kenntnis nehmen und mit diesen Kindern nicht mehr im Spielbetrieb planen. Ich würde es auch vermeiden, Spiele wegen ihnen verlegen zu müssen, sondern mir möglichst noch Spieler dazuholen oder die Zuverlässigen anderweitig unterbringen, so dass sie regelmäßig spielen können. Es gibt einen Spielplan und nach diesem richten sich auch die anderen Familien. Warum soll man deren Planung immer über den Haufen werfen ? -
Zitat einemale:
ZitatDie Gespräche die wir bislang mit ihm hatten bestanden aus Druck, Vorwürfen, Drohungen seinerseits usw..
Mit was will er Druck erzeugen ? Da ihr kaum euren Lebensunterhalt mit dem Job als Trainer verdient, dürfte euch das überhaupt nicht interessieren. Ich würde ihm wohl vor versammelter Mannschaft sagen, dass er in meinen Augen keine Ahnung hat und eine glatte Null als JL ist.
Weiterhin würde ich mir, wenn es mein Hobby wäre, einen anderen Verein suchen, mit den Eltern sprechen, ihnen das Unvermögen des JL vor Augen führen und sie möglichst dazu bringen, mit ihren Kindern ebenfalls den Verein zu wechseln. Wenn sich hier die Trainer und Eltern einig sind, dürfte es der Verein schwer haben, zukünftig sein Soll an Nachwuchsmannschaften zu erfüllen. -
Wenn euch die Jungs zu sehr am Herzen liegen, dann wendet euch mit diesen Problemen an den Vorstand. Ansonsten arbeitet weiter wie bisher im Sinne der Kinder und lasst ihn reden was er will. Und natürlich könnt ihr den Verein verlassen. Welche Gründe sollte es geben, dass ihr das nicht könnt ? Wenn es hart kommt, entbindet man euch von euren Aufgaben. dann muss es ja auch weitergehen, oder ?
Vielleicht ist der JL auch zurecht mit der Arbeit der Trainer unzufrieden.
Mit der Aussage, dass euch die Kinder zu sehr am Herzen liegen, um den Verein verlassen zu können, kann ich nichts anfangen. Was wäre denn, wenn der Verein Eure Mannschaft in der neuen Saison einem anderen Trainer übergibt und ihr eine andere Mannschaft übernehmen sollt ? Würde das dann auch nicht gehen ? -
Zitat@16er:
Zitat... Aber ih wechsle nach der Saison den Verein ...
Dann würde ich mich auch auf den neuen Verein konzentrieren. Wenn Du dann dort ein paar Jahre erfolgreiche Arbeit geleistet hast, wird Deine Meinung vielleicht auch in anderen Vereinen einschließlich deines jetzigen gefragt sein und Du kannst Leute von Deinen Ideen überzeugen.
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Zitat @sky-blue:
Ich würde sehen, dass ich noch ein paar zuverlässige Kinder dazu bekomme. Mit denen, die zusätzlich eine andere Sportart betreiben und diese dem Fußball vorziehen, kannst Du nicht fest rechnen. Deshalb würde ich sie auch nicht regelmäßig zu den Spielen mitnehmen, selbst wenn sie terminlich mal ausnahmsweise können, oder sie ganz aus dem Spielbetrieb herausnehmen, wenn du nicht einigermaßen zuverlässig mit ihnen planen kannst.
Zum Training können sie kommen, solange noch Kapazitäten frei sind. Habe ich natürlich irgendwann 12 zuverlässige Spieler und welche, die nur sporadisch einmal da sind, dann fallen letztere raus. -
Stelle ich fest, dass ein Spieler unter dem Einfluss von Drogen zu Training oder Spiel erscheint, wird er für dieses ausgeschlossen und kurzfristig ein Gespräch mit ihm über dieses Verhalten geführt, wobei ihm auch gesagt wird, dass er beim nächsten Mal ganz aus der Mannschaft fliegt.
Ansonsten ist es die Freizeit der Spieler und Aufgabe der Eltern, auf ihre Kinder zu achten und einzuwirken. Ich bin auch nicht derjenige, der auf Gerüchte, die mir über gewisse Freizeitaktivitäten zu Ohren kommen, reagiert.
Stelle ich jedoch selber sicher fest, dass ein Spieler unter Drogeneinfluss zum Training erscheint, werden darüber auch die Eltern informiert. -
In der Endrunde hast Du jetzt alles "starke" Gegner. Hier müssten dann nach Deiner "alten" Ansicht auch deine stärkeren Spielerinnen spielen. Daran ist auch zu sehen, dass so ein Trainerverhalten bezüglich unterschiedlichen Einsatzzeiten schnell zur Regel werden kann und auch bei vielen wird. Zum Glück für Deine Spielerinnen hast Du Dich nach nur einem solchen Fehler anders entschieden.
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tobn:
Er ist mir einfach zu pauschal. Wenn ich ihn einem Erwachsenen gegenüber äußere, weiß er sicher, wie er ihn zu verstehen hat und wird ihn so in seiner Pauschalität nicht eins zu eins umsetzen.
Was soll aber ein Kind damit anfangen ? Soll es einen Pass spielen, obwohl keine Anspielstation (erkennbar) vorhanden ist, weil nach dem Merksatz jetzt einfach ein Pass an der Reihe ist ? Oder umgedreht, wenn ein freier Mitspieler den Ball fordert, den Zweikampf suchen, weil es davor schon einen Pass gespielt hat ?
Der Merksatz ist ja nicht unbekannt. Ich weiß nur nicht, ob er wirklich den Kindern hilft, in einer Spielsituation die richtige Entscheidung zu treffen oder ob es nicht eher entsprechende Übungs - und Spielformen sind, die sie dazu bringen.
