Beiträge von TW-Trainer

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    Daisuke3b


    Dein "Herzblut" für die neue Aufgabe kann man ja durchaus verstehen. Aber für ein Oberliga-Team sollte man nur zu solchen Spielerinnen Kontakt aufnehmen, die auch in etwa die gewünschte Qualität besitzen. Man sollte sich die Mädels schon vorher anschauen, mit den Vereinen sprechen, die Talente zum Probetraining einladen. Aber alles mit der nötigen Sensibilität, sonst wirkt es wie ein "Elefant im Porzelanladen" und man setzt seit Jahren gute Beziehungen unnötig aufs Spiel.


    Die Abwerbung zur Winterpause gefärhrdet sportliche Saisonziele bei den abgebenden Vereinen. Denn es ist schon ein bedeutender Unterschied, ob der Vereinswechsel als Bestätigung einer guten Förderarbeit des unterklassigen Nachbarn gemeinsam gefeiert oder der Verlust der Leistungsträgerinnen zur Winterpause dort zur Rückrunde große Lücken reißt'!


    Aber auch die Konkurrenten lassen gelegentlich kein Fettnäpfchen aus! Da sieht halt jeder zu wo er bleibt! Denn so manch ein erhobener Zeigefinger gilt eher einer Schadenfreude, statt einer gutgemeinten Kritik!


    Vielleicht wäre es ganz sinnvoll gewesen, sich mit ausgeschiedenen oder in geringerem Umfang aktiven Trainern vorher zu unterhalten. Denn in eurer Umgebung gibt es eine Reihe junger, hoch talentierter Spielerinnen, die mal in der B-Juniorinnen-Niedersachsenliga oder sogar in der B-Juniorinnen-Bundesliga gekickt haben. Für sie waren andere Vereine zu weit weg, aber der Weg zu euch ist so weit nicht! Doch bitte nicht gleich wieder in hektischem Aktionismus verfallen, sondern vorher gründlich recherchieren.


    Weil euer Verein bzw. aus dem Vorgängerverein eine besonders große Tradition ausgeht, nach wie vor viele Fans vorhanden sind, dürften die Aufgaben eine Herausforderung für jeden Mädchen- und Frauenfussball-Enthusiasten sein. Es wäre zwar schön, die Liga zu halten! Aber selbst ein Abstieg wäre kein Weltuntergang, wenn gleichzeitig andere Baustellen gut bearbeitet werden!


    Viel Glück für diie Rückrunde!


    Nachtrag: Lass dich nicht vom Tabellenplatz allein beeinflussen! Der Auf- und Abstieg wurde in der Oberliga mehr als einmal am grünen Tisch, statt auf dem Rasen entschieden. Also bis zum letzten Spiel kämpfen!

    Günter


    Erst einmal vielen Dank für deine Anmerkung, ob nicht alle anderen ehrenamtlichen Vereinsmitarbeiter eine Aufwandsentschädigung bekommen sollten. Also ob der Vereinsboss vom Sitzungsgeld seine Nobelkarosse mal richtig volltanken kann? Ja, wenn`s nur das wäre! Man glaubt ja gar nicht, was dort alles an Spesen für Vereinsaufgaben angegeben wird?


    Der heutige typsiche Dorfverein hat, so glaube ich, nur noch wenig mit dem zu tun, wofür er einmal gegründet und wofür seine Mitglieder eingetreten sind. Das ist schade, aber man kann die Uhr nicht zurück drehen. Mit der Zunahme an finanziellen Mittel gab es eine immer größere Schere in den Interessen! Dafür steht das Beispiel mit der Rückforderung einer Lizenzgebühr nach 1 1/2 Jahren wie auch die in vielen anderen Klagen der Jugendtrainer! Eine effektive Kontrolle der Vereinsverantwortlichen ist kaum möglich. Ja sogar die größeren Vereine können nur deshalb in die Insolvenz gehen, weil man sich einerseits ihr ungeniert bedient und andererseits kaum etwas zu erwarten hat, wenn das Vereinsschiff untergeht!


    O.K. Kassierer, Rentner u.ä. schauen ebenso in die Röhre wie die Jugendtrainer. Es sei denn, der Präsi hat mal gute Laune und gibt für den Vereinspöbel ne Runde Freibier ausgibt! Der Rest muß allerdings bezahlt werden und geht direkt in die Geschäftskasse seines Getränke-Catering-Unternehmens.


    Gibt natürlich noch jede Menge anderer Wege, wie das Geld von der einen in die andere Tasche wandert. Ach Günter, jetzt stell dich doch nicht so dumm! Du weißt es doch längst, wie so ein Ehrenamt für Leitungsaufgaben funktioniert und wie das mit der Verantwortung gemeint ist.

    @sM3rlin
    In diesem Fall handelte es sich um eine dezentral durchgeführte Teilnahme an der C-Breitensportlizenz.


    Es entstanden erhebliche Farhtkosten in den Monaten: November, Dezember, Januar, Februar und März, wo dort an jedem Wochenende: freitagsabends, samstags- und sonntagsvormittags Hin- und Rückfahrten zum Schulungsort notwendig waren.


    Allerdings kann ich mir auch Gründe (z.B. grob fahrlässige Verfehlungen) vorstellen, in denen ein Verein auf Rückzahlung besteht. Dieses beidseitige Recht auf Schadensersatz beruft sich jedoch immer auf Unverzüglichkeit. Dessen müssen etwaige Ansprüche sofort nach dem Entstehen und nicht erst nach 1 1/2 Jahren angemeldet werden. Es kann also ein Verfehlen des Trainers ausgeschlossen werden.


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    Eure Vereinsinterne Regelung würde ich mal als sehr einseitig bezeichnen. Einseitig deshalb, weil hierbei die Arbeit und die privaten Aufwendungen eurer Trainer nicht in die Kalkulation einbezogen werden, sondern lediglich die Kosten des Vereins. Dabei verschweigt der Verein seinen Lizenztrainern ganz offensichtlich, dass sich die Kosten für die Trainerlizenz deshalb für sie amortisieren, weil sie vom DFB jährliche Zuschüsse nach einem Schlüssel für die Lizenztrainer bekommt. D.h. ihr kosten denen nichts, sondern ihr bringt ihnen bis zu 1.200,- jährlich in die Vereinskasse!


    Ich vermute mal, dass man euch darüber nicht in Kenntnis gesetzt hat?

    @soocerbook


    Nein eine vorherige Absprache, dass die Lizenzgebühr nur unter bestimmten Voraussetzungen gezahlt würde, andernfalls ganz oder teilweise zurück verlangt werden kann, gab es nicht!


    Ich denke, man kann diesen Vorgang nur dann richtig einordnen, wenn man ihn mit den sonstigen Trainergeflogenheiten in einem Dorfverein vergleicht. Trennt man sich z.B. hier von einem Trainer der 1. Seniorenmannschaft vorzeitig, dann erhält dieser entweder eine (fette) Abfindung oder eine Fortzahlung (mindestens bis zum Saisonende)! Diese Zahlung erfolgt im Regelfall als eine Art "Schweigegeld", keine "dreckige Wäsche" zu waschen, damit eventuelle Unzulänglichkeiten vom Verein nicht ans Tageslicht gelangen. Beide provitieren davon, denn sonst könnte es für den Verein schwerer, rasch einen geeigneten Übungsleiter zu finden, bzw. für den Trainer wäre es ggf. schwieriger einen neuen Verein zu finden!


    Man muß also nicht lange suchen, um das Motiv des Vereinsvorsitzenden zu suchen, die Sache bei einem Jugendtrainer unter einem anderen Blickwinkel zu betrachten! Dabei wird noch die Naivität einiger Jugendtrainer ausgenutzt, die nicht so "abgezockt" reagieren, wie die Seniorentrainer, die sich besser auf das Trainergeschäft verstehen!

    @Priaos


    Die haben ja nur die Lizenzgebühr bezahlt! Auf die während der 4-monatigen Ausbildungsdauer anfallenden Fahrtkosten, für die freitagsabends, samstags- und sonntagsvormittags stattfindenen Termine am dezentralen Trainingsort ist er genau so sitzen geblieben wie die während seiner Trainerzeit im alten Verein geleisteten Stunden und privaten Aufwendungen. Ich denke mal, dass dies im konkrenten Fall vermutlich die vom Verein gezahlten 200,- € Lizenzkosten bei weitem überstiegen hatten?


    Aber darum gehts hier allein wohl auch nicht, sondern um die Dreistigkeit von Vereinsverantwortlichen im Umgang mit ihren Jugendtrainern oder findet ihr das O.K.?

    PapaJoe


    Ja, Bargeld muß in der Tat nicht fließen. Aber der Trick der Vereine besteht ja gerade darin, dass sie es erst gar nicht dazu kommen lassen. Denn dann wäre das Geld weg. Und was die eigentliche Gemeinheit daran ist, das derjenige, der die Übungsleiterpauschale ausbezahlt haben möchte, gar nichts bekommt, sondern nur die, die es dem Verein gleichermaßen spenden!


    Diese Regelung ist insofern ungerecht, als das hier niemand nach seinem Aufwand fürs Ehrenamt, sondern nach seinem Verdienst und Familienstatus davon profitiert! D.h. der ledige Spitzenverdiener, der vielleicht hier und da mal einen Trainer unterstützt, kann den jährlichen Höchstfreibetrag steuerlich geltend machen, während der Familienvater mit kleinem Einkommen weitestgehend in die Röhre schaut!


    Wir können die Steuergesetze nicht ändern und die Topverdiener haben viele weitere Möglichkeiten (z.B. Geld in Steueroasen beiseite schaffen), bei denen sie weitaus mehr Geld machen können. Wenn es jedoch Zweck von Einkommenssteuern ist, einen sozialen Ausgleich zu schaffen, dann sollten wir zumindest in unserem unmittelbaren Einflußkreis für mehr Gerechtigkeit sorgen. Ich denke, wir sind uns einig darüber, dass dies mit der "Scheinspendenregelung" nicht möglich ist!

    Liebe Trainerfreunde,


    ich möchte euch um eure Meinung zu folgendem Fall bitten:


    Ein Jugendtrainer erwirbt seine C-Breitensportlizenz. Der Verein bezahlt die Lizenzkosten (ohne Fahrtkosten) in Höhe von 200,- €. 3 Monate später scheidet der Trainer aus dem Verein aus. Nach ca. 1 1/2 Jahren meldet sich der Vereinsvorsitzende und verlangt die 200,- € zurück.

    @Diego32


    Warum hast du dieses Thema in der Rubrik "Konflikte" gepostet?


    Trainer sind ganz normale Menschen und entsprechen als Gruppe dem Querschnitt der Bevölkerung. D.h. es gibt ruhige und weniger ruhigen Personen, die in ihrer Art jedoch autentisch sind! Da gibts auch keinen Schalter, an dem man eine Stimme lauter oder leise stellen könnte.


    Wenn ein Trainer sich so geben darf, wie er ist, dann ist es doch O.K. oder?


    Konflikte können ja nur (bei Spinnern oder total Introvertierten) entstehen, wenn die Erwartungshaltung von Trainer, Kinder, Eltern, Vereinsverantwortliche sehr weit auseinander gehen!

    PapaJoe


    Ich kann zwar einerseits bestätigen, dass genau die Probleme, die du beschreibst, in vielen Dorfvereinen auftreten.


    Handelt es sich um eine Spende im üblichen Sinne, wenn das gespendete Geld sofort wieder zurück gezahlt wird?


    Umgekehrt müßte es laufen: der Verein zahlt dir eine Aufwandsentschädigung für die geleistete ehrenamtliche Arbeit. Dieses Geld kannst du in Form einer Spende an den Verein zurück zahlen und dafür eine Spendenquittung erhalten! Du müßtest aber nicht zurück zahlen. Eine Spende ist immer freiwillig! (Damit aber erst gar keiner auf die Idee kommt, das ausgezahlte Geld nicht zu spenden, dreht der Verein den Spieß um. Das aber ist illegal!)


    Wenn du dir den Pkt 12 noch mal durchliest, dann steht das dort genauso beschrieben.


    Die bei der illegalen Forment: Jahresetat = akzeptierte Spendenhöhe bedeutet in seiner Folge nichts anderes, als das durch Steuerrückzahlungen auf Basis von Scheinspenden unserem Staat Steuereinnahmen verloren gehen. Bestimmte Gruppen (hier: Schüler, Studenten, Azubi, Hartz 4 Empfänger, usw.) die aufgrund fehlender Einkünfte bei dieser "Scheinspenden-Regelung" leer ausgehen, werden ein zweites mal bestraft. Denn dadurch weniger Steuergelder für ihre Förderung weniger Geld zur Verfügung!


    Also ich wäre mir nach den jüngsten Urteilen Ordentlicher Gericht über gängige Praxis in Vereinen (z.B. Ausbildungsentschädigung und Sperre für Kinder beim Vereinswechsel) nicht mehr so sicher, ob bei anonymer Anzeige wegen Spenden- bzw. Steuerbetrug ein Präzedenzfall geschaffen würde? In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, dass die vielfach kostenlose Arbeit der allermeisten Dorf-Jugendtrainer eine Ausbildungsentschädigung ja gar nicht rechtfertigt, solange der Verein diesen Trainern gar nichts zahlt. In der heutigen Regelung gibt es sogar den kuriosen Fall, dass ein Vater sein Kind jahrelang im Verein trainiert hat, dafür nie einen Cent gesehen hat, jedoch beim Vereinswechsel selbst noch Geld als Ausbildungsentschädigung zahlen soll!


    Das sind nur ein paar Beispiele dafür, wie "krank" unser Jugendbereich durch Regelungen, die fern von der Basis getroffen wurden, geworden ist! Die Entwicklung zeigt leider, dass wir uns nicht mehr in der Phase der Emphörung, sondern schon in der Resignation befinden.

    Mariahilf


    Ihr habt deshalb meine besonderen Glückwünsche, weil ihr das einzige Team ward, bei der man von einer Vereinsmannschaft sprechen konnte. Ich würde mich sehr freuen, auch in Zukunft von euch zu hören!


    Die anderen 3 Teams setzten sich jeweils aus Auswahlspielerinnen zusammen, bei denen die Logistik der NLZ genutzt wurde, um die Mädels aus der näheren und weiteren Umgebung zum Trainng und den Spielen zu karren. Zusätzlich nutzt man den Verband und den DFB für die weitere Ausbildung ihrer Spielerinnen. Die Standorte sind hier nicht rein zufällig, sondern in Absprache der Vereine mit dem Verband bzw. dem DFB!


    Auch der weitere Werdegang dieser regionalen Auswahlmannschaften ist anders als bei einer echten Vereinsmannschaft. Da schaffen es pro Saison maximal 1 - 2 Spielerinnen in den Profikader. Der Rest kann wieder nach Hause. Leider ist die Leistungsdichte nicht so hoch wie bei den Jungen. Da kann`s also schon mal vorkommen, dass eine B-Juniorinnnen-Bundesligaspielerin danach auf Kreisebene kickt, weil andere Leistungsvereine zu weit weg sind.

    @aerkemese


    Diese "Scheinspende" ist kalter Kaffee. Wie bereits erwähnt, haben Schüler, Studenten, Azubi, Hartz 4 - Empfänger, usw. gar nichts davon, weil nur ledige Gutverdiener etwas absetzen können. Hinzu kommt, dass es sich um eine Form des geduldeten Steuerbetrugs handelt, wenn ein Geldbetrag an den Verein gezahlt, dafür eine Spendenquittung ausgestellt und dieser Betrag wieder zurück überwiesen wird!


    Dieses Problem eines schwindenden Interesses an ehrenamtlicher Trainertätigkeit kann nur dadurch gelöst werden, als dass die privaten Kosten angemessen erstattet werden! Dabei hat der Gesetzgeber bereits klare Regeln vorgegeben. So handelt es sich um ein Ehrenamt, wenn Ziel dieser Tätigkeit nicht ein Gewinnstreben ist. Selbst Aufwandsentschädigungen aus mehrfachen Ehrenamtstätigkeit sieht er als Aufgabe, die in erster Linie dem gesellschaftlichen Wohl diene. Anders sieht es aus, wenn z.B. ein Tennislehrer an mehreren Standorten arbeitet, um damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen.


    Ich denke mal, wer sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt, der wird zum einen die Notwendigkeit und zum anderen die Rahmenbedingungen für die Veränderungen erkennen können.

    Auch von mir Glückwunsch!


    Insbesondere für die 8 Punkte im Praxisteil. Denn das ist schon deutlich mehr als man erwarten durfte! Denn du kannst selbst als erfahrener Pilot einer Gruppe von Laien erzählen, wie man fliegt. Aber trotzdem würden sie entweder erst gar nicht hoch kommen oder gleich wieder abstürzen. Ohne entsprechende Erfahrungen geht es nicht!


    Die 12 Punkte im Theorieteil zeugen sicher von deinem Fleiß, einen logischen Weg für die Entwicklung von Taktik aufzuweisen.


    Die Diskrepanz in der Benotung sollte jedoch deinem Sportlehrer aufzeigen, dass er sich bei der Themenstellung etwas sorgfältiger mit seiner Zielgruppe (Schüler mit Breitensporterfahrung) auseinander setzen sollte!

    August


    Auch das ist eine Möglichkeit für eine zusätzliche Förderung.


    Ferner kann man unter Beachtung der Festspielregelungen einzelnen Kickern Spielpraxis im Team der nächsthöheren Jugendklasse gewähren. Leider denken viele Trainer noch zu selten an mannschaftsübergreifende Maßnahmen und beurteilen ihre Fördermöglichkeiten lediglich im Rahmen ihrer Mannschaft.


    Sicherlich werden ein paar von Schimmis Kickern auch bei der Sichtung für den DFB-Stützpunkt auffallen und dort eine zusätzliches Fördertraining bekommen können.


    Denn gemeinsam gelingt die Förderung unserer Nachwuchskicker noch am besten!

    Günter


    Man sollte beim Ehrenamt unterscheiden, ob es als Hobby überwiegend einen eigenen Nutzen hat oder aber in erster Linie Dritte davon profitieren. Beim Trainerjob überwiegt sicher der Nutzen Dritter!


    Karl hat das in seinem Beitrag sehr gut auf den Punkt gebracht, weshalb es zwischen Ehrenamt, Hobby und Aufwandsentschädigung keinen Widerspruch gibt.


    Es gibt bereits eine Reihe von gutgeführten Vereinen, in denen die Aufwandsentschädigung für Jugendtrainer vernünftig geregelt ist. Leider nimmt die Menge der Vereine mit entsprechendem Regelwerk nicht so rasch zu, sodass die Zahl der interesierten Jugendtrainer ab dem C-Jugendbereich rapide abnimmt. Denn hier gibts einerseits deutlich weniger Vatertrainer und andererseits nimmt der Aufwand für die Trainer deutlich zu.


    Langfristige Ziele können im Verein nur mit der eigenen Jugend erzielt werden. Aber Jugendtrainer sind keine Deppen, sondern sie erfüllen für den Verein und für die Gesellschaft wertvolle Aufgaben. Eine angemessene Aufwandsentschädigung ist deshalb nicht nur wünschenswert, sondern eine gesellschaftliche Verpflichtung.


    Aufgrund der schwindenden Zahl von interessierten Jugendtrainern wäre es an der Zeit, Zeichen für Veränderungen zu setzen! Vielleicht sollte man in einem Aktionstag darauf aufmerksam machen, um die Öffentlichkeit wachzurütteln, dass sich im Schatten der "Dorfbundesliga" die Probleme im Jugendbereich auftürmen und man zur Lösung stärker als bisher auf die Belange der Jugendtrainer eingehen sollte?


    Hab da noch eine Frage zu der Begründung, dass du schneller tippst, als dein PC es darstellen kann: Günter wieviel Anschläge schaffst du pro Minute? Nicht, das du nachher noch als Terrorist gesucht wirst? :D

    @mutigemungo


    Generell eignen sich Wettbewerbsspielformen sehr gut im Sport, wenn die Aufgabenschwierigkeit gut zur Trainingsgruppe paßt.


    Wenn ich es recht verstanden habe, sollen die Spieler auf TR-Kommando so schnell wie möglich jeweils einen Ball erobern. Weil jedoch alle Bälle in der Mitte liegen und die Spieler gleichzeitig von allen Seiten im Sprint angerannt kommen, kann es natürlich ungewollte Zusammenstöße geben.


    Vielleicht wird die Übung etwas sicherer, wenn du die Bälle nicht zentral in den Mittelkreis legst, sondern außen herum, sodass beim TR-Kommando jeder versucht, den für ihn nächstgelegenen Ball rasch zu erobern?


    Wer geren Fussball spielt, für den spielt das Alter gar nicht eine so große Rolle. So kann ich mich an 2 Übungen aus der Saisonvorbereitung erinnern, die selbst die Senioren gerne gespielt haben:


    1. Zwillingsfussball
    Es werden 2 gleichgroße Teams gebildet. Innerhalb jedes Teams sucht sich jeder einen Partner, den er an die Hand nimmt! Fortan werden alle Laufwege gemeinsam gemacht. D.h. sowohl die Richtung als auch das Thempo muß aufeinander angepaßt werden. Besonders lustig wird es, wenn man im Zwei gegen Zwei dribbeln oder untereinander passen will. Aber die kleinste Gruppe ist nun einmal die Zweiergruppe und so mancher egoistische Dribbler wird daran erinnert, dass Fussball eine Mannschaftssportart ist.


    2. Schildkröte
    Widerum werden 2 gleichgroße Teams gebildet! Doch statt normal im Stehen zu kicken, begeben sie die Teammitglieder rücklinks in die Horizontale. Sie dürfen sich lediglich, falls erforderlich mit dem Po (z.B. beim Fallrückzieher) abstützen. Als die Senioren dieses Spiel zum ersten mal machten, wollten sie gar nicht mehr aufhören. Weil es jedoch doch einige Muskelpartien, die sonst weniger trainiert werden, besonders beansprucht, darf man dieses recht intensive Spiel nicht allzulange machen.


    Wie schon personalityX sagte, liegt es an dir und deiner Trainingsgruppe, wie fair die Zweikämpfe geführt werden und sehr viel weniger an den Übungen selbst.


    Hinzufügen möchte ich jedoch, dass es bestimmte Altersgrenzen für Zweikampfspiele gibt. Bei den Bambinies ist besondere Sorgfalt bei der Auswahl der Übungen zu legen, weil hier die Orientierungsfähigkeit noch nicht besonders hoch ist und die Gefahr mit den Köpfen zusammen zu stoßen dann besonders groß ist, wenn sie mit hohen Tempo aus unterschiedlichen Richtungen mit dem Kopf vorrann zum Ball eilen. Aber es genügt schon eine kleine Veränderung (z.B. in deinem Spiel sollen die Bälle aus 10 m Entfernung geholt werden, damit alle in die selbe Richtung rennen.) Dabei kann zwar ein Kind hinfallen, aber ein Zusammenstoß von empfindlichen Körperteilen mit hohem Tempo ist weitgehend ausgeschlossen.

    O.K. Bevor das Thema vielleicht ein wenig abdrifftet und weitere "Bettelaktionen" präsentiert werden, wie der Verein die Verantwortung für die Zufriedenheit seiner Trrainer an die Eltern abschiebt, mal folgenden Diskussionsvorschlag:


    1. Aufwandsentschädigung für alle Trainer im Verein
    1.1. Mannschaftsorganisation, Zeit für Training, Spiele, Teilnahme an Vereinssitzungen und Staffeltagen
    1.2. Aufwendungen für Nutzung des privaten PKW für den Verein
    1.3. Kommunikation (Zeit und Kosten frür Bereitstellung von Unterlagen für Spieler/Eltern, Telefonkosten
    1.4. Sonstiges (z.B. Transport von Kindern zum Training und den Spielen)


    Eine angemessene Aufwandsentschädigung sollte jeder Trainer, unabhängig vom Ausbildungsgrad erhalten.


    2. Aufwandsentschädigung plus Honorar nur für ausgebildete Trainer und Teams im Leistungsfussball (also ab Bezirksliga)
    wie 1. jedoch zusätzlich:
    2.1. Zeit und Kosten für die Spielanalyse
    2.2. Zeit und Kosten für Spielsichtungen der Liga-Konkurrenten
    2.3. Zeit und Kosten für Traineraus- und Fortbildung


    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


    Zu 1.
    A. Erachtet ihr es als sinnvoll an, Untergrenzen für die Aufwandsentschädigung festzulegen?
    B. Wenn ja, wie würdet ihr die Kosten für den Zeitaufwand, PKW- und Kommunikationskosten bewerten?


    Zu 2.
    A. In welcher Weise sollte sich der Verein an den Aus- und Fortbildungskosten beteiligen.
    B. Ist es sinnvoll, die Aufwandsentschädigung und das Honorar für Jugendtrainer im Leistungsbereich zu veröffentlichen?

    Günter


    Dumm ist nur, wer sich abspeisen läßt!


    Einen Satz verstehe ich allerdings nicht:

    Viele dieser Trainer sind wegen eines besseren fnanziellen Angebotes unterklassig in den Aktienbereich gewechselt.


    warum sind in diesem Verein die unterklassigen Trainer Aktionäre geworden? Wieviel Aktien bekommt man denn für dieses Geld? Oder hast du grad deine Aktienkurse vergleichen, als du diese Zeilen schriebst? :D


    Dass es Einzelfälle gibt, in denen der gewünschte Effekt nicht eintritt, mag unbestritten sein. Denn Menschen handeln nicht immer so, wie man es glaubt!


    Im Regelfall würde ich jedoch die Zufriedenheit als Trainer in einer Kombination durch einem guten "Betriebsklima", dass auf gegenseitigen Respekt beruht und einer angemessenen Aufwandsentschädigung für private Kosten sehen. Wenn das nur für den Trainer der 1. Seniorenmannschaft gelten soll, dann läuft da was schief!


    Wenn jedoch nur einer der beiden Bedingungen (Betriebsklima, Aufwandsentschädigung) O.K. ist, dann kann es keine Zufriedenheit geben.


    Wenn man nicht mal im Ehrenamt das Ziel einer Zufriedenheit anstreben darf, ja wo denn dann?

    @Schimmi


    Natürlich kommt es immer auf den Einzelfall an, aus welchen Möglichkeiten ich mir die Beste aussuchen kann. Aber tendenziell habe auch ich bessere Erfahrungen damit gemacht, wenn die Jungs gegen Gleichaltrige in der Liga gekickt und darüberhinaus zusätzliche Spiele gegen bessere und/oder ältere Teams gemacht haben. Der Vorteil der Variante: Spiel gegen Gleichaltrige und Extraspiele liegt insbesondere darin, dass ich es als Trainer besser steuern kann.


    Wenn es beim Spiel allein darum geht, ob ein technisch besseres gegen ein älteres Team gewinnt, dann wären mir als Trainer das zu wenig Anreizpunkte, um einen besonders guten Jahrgang bestmöglich zu fördern. Natürlich haben die Jungs noch jede Menge zeit zur Entwicklung, aber es gibt auch keinen Grund, unnötig Zeit zu verplempern!


    Ich hoffe, wir haben bei deiner Entscheidung ein paar Ratschläge geben können und du wirst nun die für dein Team richtige Entscheidung treffen können?

    Liebe Trainerkollegen


    Zwar finden sich hier ähnliche Argumente wieder, die es in anderen Diskussionen ums liebe Thema Geld schon gab. Allerdings stelle ich fest, dass eine Veränderung hinsichtlich der Erwartungen gegenüber früheren Diskussionen stattgefunden hat.
    Bemerkenswert finde ich dabei folgenden Beiträge:

    Wenn ich 5 Stunden ein Turnier beaufsichtige und danach die 14 Jährigen Schiedsrichter bezahle, dann noch aufräume und Müll entsorge, kam ich mir schon bekloppt vor.


    Ja, leider muß auch ich feststellen, dass eine Reihe junger talentierter und engagierter Trainer sich sagt! Da mach ich lieber die Schirilizenz, bekomm Bares auf die Hand und kann mir ein bißchen was leisten, statt Hütchen aufzustellen, Flure zu fegen und mich noch nach ner Niederlage von Eltern oder Kumpels fies anmachen zu lassen. Die Trainer, die uns deshalb heute verloren gehen, werden morgen eine große Lücke reißen, wenn die älteren Trainer in den Ruhestand gehen.


    Bei meinem Vater rief letztens eine an: Der Beitrag ist ja jetzt 6 statt 4 Euro im Monat. Das ist mir zu teuer....


    Ich denk mal, für einen Satz neuer Reifen für Vatis Auto und ein Wochenende auf der Beauty-Farm für Mutti könnte man in den meisten Vereinen die kompletten Vereins-Beiträge für die gesamte Jugendzeit vom Junior bezahlen? Ich denke, da sitzt sogar noch das Bierchen für Vati und der Kaffee und Kuchen für Mutti am Wochenende mit drin?


    Während die DFL mit ihren Profiteams immer neue Rekordzahlen meldet ( Umsatz über 2 Milliarden !), kämpfen die Vereine an der Basis mit steigenden Unkosten und Mitgliederschwund.


    Nach wie vor sind es die vielen kleinen Dorfvereine, in denen die Profis und Nationalspieler von morgen das Fussball-ABC lernen! Man kann die Frage stellen, ob man diese Dorfvereine weiterhin mit Almosen abspeisen darf?
    Aber auch die Dorfvereine selbst müssen sich die Frage stellen, ob sie ihrer Verantwortung für das Allgemeinwohl noch gerecht werden? Sonst besteht die Gefahr, das wir uns den Fussball der Zukunft ohne aktive Teilnahme unserer eigenen Kinder anschauen müssen! Schon mal ausgerechnet, was der Besuch eines Bundesligaspiels kostet?