Du gibst aber heute wirklich Anlaß zum Rätzeln? Der Kollege 16aufmrücken ist doch ein Schüler/Student, den du außen vor lassen möchtest! Aber es ist ja Karnevalszeit: deshalb spasst auch der Spruch: "heute habe ich ihn in der Halle ... mal draußen spielen lassen!"
Ob man jedoch aus heutiger Sicht ein Ehrenamt für einen "feuchten Händedruck" allein haben kann, da hab ich so meine Zweifel. Zumindest regional klagen immer mehr Vereinsverantwortliche darüber, dass es zunehmend schwieriger wird, geeignete Trainerkandidaten zu finden, die das Ehrenamt als Aufgabe ansehen, bei denen man auch auf die Erstattung privater Kosten verzichtet.
Gerade in dem Maße, in der es selbstverständlich geworden ist, dass (Spieler und) Trainer der 1. Seniorenmannschaft ihre Aufwendungen im Verein geltend machen können, teilweise über Honorare verhandeln, gehört es da nicht zu den Erwartungen von Jugendtrainern, die Erstattung pirvaten Kosten zu verlangen?
Wie will man glaubhaft versichern, dass das Jahresbudget einer Jugendmannschaft nicht das Monatsgehalt eines Seniorentrainers übersteigen darf?
Oder gibt es gute Gründe, die Leistungen von Senioren- und Juniorentrainer unterschiedlich bewerten? Selbst dann, wenn das Seniorenteam in einer Gurkenliga spielt, der Trainer keine Ausbildung besitzt und das Jugendteam in einer Leistungsliga häufiger trainiert und weitere Anfahrten zu den Auswärtsspielen hat?
Kann man mit Zufriedenheit aller Trainer im Verein rechnen, wenn man ihre Leistungen von den Verantwortlichen mit zweierlei Maß mißt?
Aufgrund der zunehmenden Häufigkeit dieser Frage habe ich mich mit einer Reihe von Vereinsverantwortlichen über dieses Thema unterhalten. Die überwiegende Meinung war, dass man sich eine angemessene Entschädigung der Jugendtrainer durchaus leisten könnte. Man würde jedoch die Gefahr sehen, dass sie analog der Entwicklung im Seniorenfussball die Kostenschraube immer schneller drehen würde! Klar kann man diese Argumente nachvollziehen. Jedoch geht es hier ganz allein um angemessene Aufwandsentschädigung für den allgemeinen Jugendbereich! Nicht um Einmalkosten für die Abwerbung von Trainern und Spielern sowie die Finanzierung laufender Kosten. Denn man müsse ja hier auch mit in die Waagschale werfen, dass über zufriedene Trainer eine kontinuierliche Jugendarbeit eher gewährleistet ist, als wenn man sich in jeder Saison wieder auf die Suche nach Trainern machen muß, die es kostenlos machen! Insbesondere die Jugendtainer, die einen privaten Aufwand für die Traineraus- und Fortbildung betreiben, ist mit einer fortwährenden Abwanderung in Vereine zu rechnen, wo das Thema Aufwandsentschädigung zur Zufriedenheit der Beteiligten gelöst ist.
Ich habe das Gefühl, dass man es mancherorts noch mit den Antworten von vor 10 oder 20 Jahren probiert, wenn über das Thema Aufwandsentschädigungen für Jugendtrainer gesprochen wird?
Weil es sich jedoch nur um einen subjektiven Eindruck handelt, würde ich gerne eure Meinungen und Erfahrungen hören?
