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    Günter


    Du gibst aber heute wirklich Anlaß zum Rätzeln? Der Kollege 16aufmrücken ist doch ein Schüler/Student, den du außen vor lassen möchtest! Aber es ist ja Karnevalszeit: deshalb spasst auch der Spruch: "heute habe ich ihn in der Halle ... mal draußen spielen lassen!"


    Ob man jedoch aus heutiger Sicht ein Ehrenamt für einen "feuchten Händedruck" allein haben kann, da hab ich so meine Zweifel. Zumindest regional klagen immer mehr Vereinsverantwortliche darüber, dass es zunehmend schwieriger wird, geeignete Trainerkandidaten zu finden, die das Ehrenamt als Aufgabe ansehen, bei denen man auch auf die Erstattung privater Kosten verzichtet.


    Gerade in dem Maße, in der es selbstverständlich geworden ist, dass (Spieler und) Trainer der 1. Seniorenmannschaft ihre Aufwendungen im Verein geltend machen können, teilweise über Honorare verhandeln, gehört es da nicht zu den Erwartungen von Jugendtrainern, die Erstattung pirvaten Kosten zu verlangen?


    Wie will man glaubhaft versichern, dass das Jahresbudget einer Jugendmannschaft nicht das Monatsgehalt eines Seniorentrainers übersteigen darf?


    Oder gibt es gute Gründe, die Leistungen von Senioren- und Juniorentrainer unterschiedlich bewerten? Selbst dann, wenn das Seniorenteam in einer Gurkenliga spielt, der Trainer keine Ausbildung besitzt und das Jugendteam in einer Leistungsliga häufiger trainiert und weitere Anfahrten zu den Auswärtsspielen hat?


    Kann man mit Zufriedenheit aller Trainer im Verein rechnen, wenn man ihre Leistungen von den Verantwortlichen mit zweierlei Maß mißt?


    Aufgrund der zunehmenden Häufigkeit dieser Frage habe ich mich mit einer Reihe von Vereinsverantwortlichen über dieses Thema unterhalten. Die überwiegende Meinung war, dass man sich eine angemessene Entschädigung der Jugendtrainer durchaus leisten könnte. Man würde jedoch die Gefahr sehen, dass sie analog der Entwicklung im Seniorenfussball die Kostenschraube immer schneller drehen würde! Klar kann man diese Argumente nachvollziehen. Jedoch geht es hier ganz allein um angemessene Aufwandsentschädigung für den allgemeinen Jugendbereich! Nicht um Einmalkosten für die Abwerbung von Trainern und Spielern sowie die Finanzierung laufender Kosten. Denn man müsse ja hier auch mit in die Waagschale werfen, dass über zufriedene Trainer eine kontinuierliche Jugendarbeit eher gewährleistet ist, als wenn man sich in jeder Saison wieder auf die Suche nach Trainern machen muß, die es kostenlos machen! Insbesondere die Jugendtainer, die einen privaten Aufwand für die Traineraus- und Fortbildung betreiben, ist mit einer fortwährenden Abwanderung in Vereine zu rechnen, wo das Thema Aufwandsentschädigung zur Zufriedenheit der Beteiligten gelöst ist.


    Ich habe das Gefühl, dass man es mancherorts noch mit den Antworten von vor 10 oder 20 Jahren probiert, wenn über das Thema Aufwandsentschädigungen für Jugendtrainer gesprochen wird?


    Weil es sich jedoch nur um einen subjektiven Eindruck handelt, würde ich gerne eure Meinungen und Erfahrungen hören?

    Das Potential zu versagen ist extrem hoch.


    Wenn das Potenzial tatsächlich estrem hoch sein sollte, dann hat nicht der Spieler, sondern sein Trainer versagt! Denn er hat jede Aufgabe mit einem Maßstab (z.B. Stoppuhr) verbunden, was unbedingt erreicht werden muß!


    Jedoch ist es wichtig, nicht einfach nur "über den Kopf des dicken Jungen und seiner Eltern hinweg" Entscheidungen "in sich hinein zu denken", sondern mitzuteilen. Hierbei hat u.a. Günter schon einige trifftige Gründe genannt, warum es durchaus sinnvoll sein kann, von einem sehr engen Maßstab (er kann jetzt nur ins Tor, weil er nicht so schnell und so lange rennnen kann, wie seine Mitspieler) auf einen längeren Maßstab (was er jetzt noch nicht kann, kann er für später lernen) zu wechseln.


    Es liegt ganz allein an uns als Trainer, ob wir in unserer Mannschaft fü ein angstfreies Klima beim Training und den Spielen sorgen, damit sich jeder Spieler nach seinem indiiduellen Entwicklungsstand in der Gruppe bestmöglich entfalten kann. Je besser wir die Kinder dort, wo sie gerade stehen "abholen" können, je geringer wird auch ihre Versagensangst und je größer wird die Freude an ihrer wachsenden Leistungsfähigkeit werden.


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    Ich würde mich jedoch ebenfalls darüber freuen, wenn ich irgendwann einmal den Satz: "bei uns darf Jeder ins Tor" lese. Denn in der Frage der Torwart-Position steckt leider noch einiges mehr, wie Günter bereits in seinem Beitrag über die Rotation erläuterte. Denn es muß ja einen Grund dafür geben, warum selbst Bundesliga-Torleute noch nicht einmal einen Stammplatz als Feldspieler in der Bezirksliga hätten? (Schaut euch mal etwas genauer an, welche Probleme selbst Top-Torleute mit der Ballverarbeitung von Rückpässen haben und dem Timing beim Ablaufen flacher Bälle haben! )


    Der Grund fehlender Fähigkeiten von moderene Torleuten ist wohl weniger bei den Keepern selbst, als bei ihren Trainern zu suchen, die sie nur unzureichend als "mitspielenden Torwart" ausgebildet haben. Weil sie ihn häufig viel zu früh und ausschließlich an die Torlinie hefteten, verkümmerten die Feldspielerqualitäten. Die Aussage "der braucht das nicht" kommt jedoch deshalb, weil es noch viel zu viele Berührungsängste mit der TW-Position gibt. Aber das ist nun ein anderes Thema!

    @schimi


    Erst einmal finde ich es prima, dass du dir sehr viele Gedanken über die bestmögliche Förderung deiner Mannschaft machst. Dass dein Team auf freiwilliger Basis 3 x wöchentlich trainiert zeigt, das Spieler und Eltern hohes Vertrauen und viel Spaß an deiner Arbeit haben.


    Die Zuordnung zur Liga nach Geburtsjahr ist sicher nicht immer die beste Lösung, jedoch ein guter Kompromiß. Hinzu kommt, dass in den meisten Gebieten innerhalb eines Jahres in 2 unterschiedlich zusammen gesetzten Staffeln gespielt wird, wodurch man einen Ausgleich für die Leistungsanforderungen herstellen möchte.


    Dennoch kann es Ausnahmen geben, in denen man sich als Trainer oder Eltern Sorgen darum macht, ob man ohne eine besondere Anpassung vielleicht ein ganzes Jahr vergibt?


    Da gibt es einige Opitionen:


    1. Vorzeitiger Wechsel in die nächsthöhere Altersklasse
    2. Verbleib in der Altersklasse, jedoch zusätzliche Freundschaftsspiele gegen bessere Gegner aus anderen Staffeln oder Altersklassen
    3. Wechsel in eine andere Staffel mit höheren Leistungsanforderungen


    Im Bereich des Mädchenfussballs ist es bereits seit Jahren üblich, dass besonders starke Mädchenteams in Jungenligen mitkicken, weil sie nur dort die Garantie eines zuverlässigen Leistungsniveau`s finden. Also sollte es auch im Jungenbereich alternative Möglichkeiten geben, einen besonders guten Jahrgang zu fördern. Allerdings sollte man in jedem Fall ein besonderes Auge darauf werfen, wie sich dieses Team in dieser ungewohnten Rolle verhält, um ggf. rechtzeitig bei einer Überforderung die Reißleine ziehen zu können.


    Ich sehe jedoch leider noch eine ganz andere Hürde! Denn man ist trotz der glaubhaften Versicherung Gutes für sein Team zu wollen, immer auch auf den Guten Willen der zuständigen Staffelleiter angewiesen. So ist mir ein Fall bekannt, in der eine besonders D-Jugend in die 1. Kreisklasse C-Jugend mitkicken wollte. Da es sich fast ausnahmslos um talentierte Stützpunktspieler handelte, war man sich sicher, dort gut aufgehoben zu sein. Jedoch weigerte sich der zuständige Staffelleiter mit der Begründung, dass ja die Ligazuordnung kein Wunschkonzert sei und mit dieser Begründung der sportliche Auf- und Abstieg ausgehebelt würde. Da könne ja jeder kommen! Wenn man tatsächlich den Wunsch habe, in einer anderen Altersklasse zu spielen, dann müsse man wie jeder andere Vereine auch, ganz unten in der Liga anfangen, um sich allein sportlich für höhere Ligen zu qualifizieren.


    Der DFB und auch die Verbände haben eine Reihe von Aufgaben delegiert. Man würde sich nur manchmal wünschen, dass man dort auch flexiblere damit umgeht, um auf Ausnahmesituationen angemessen zu reagieren. So würde ich mir ebenfalls wünschen, dass Teams, die sportlich nicht mal annähernd in der Altersklasse mithalten können, in der unteren Altersklasse mitkicken dürfen. Das mit solchen Ausnahmen sorgsam umgegangen werden muß, damit ein Mißbrauch verhindert wird, dass sollte schon klar sein.

    Liebe Trainerkollegen!


    Erst einmal vielen Dank für eure Beiträge.


    Zweifel am Motiv des Ehrenamts scheint es im Zusammenhang mit Spielern und Trainern von Seniorenmannschaften zu geben, bei denen über die Aufwandsentschädigung hinaus Honorare und Prämien für Pokale und Meisterschaften gezahlt werden? Denn, obwohl sie nicht davon leben müssten, entscheidet die Honoarhöhe letzendlich, für welchen Verein man sich sportlich engagiert! Läßt sich hier noch die Förderung des Allgemeinwohls als oberstes Ziel des Ehrenamtes erkennen oder geht es hier lediglich um privates Gewinnstreben. Auch, wenn man eigentlich nicht von diesem Einkommen abhängig ist? Was meint ihr?


    Einfacher ist die Frage der Aufwandsentschädigung sicher zu beantworten. Denn hierbei geht es um tatsächlich entstandener Aufwand, die in Form von geleisteten Ehrenamtstunden damit verbundene Fahrtkosten nachweisbar sind. Dennoch sind Aufwandsentschädigung für im Jugendbereich ehrenamtlich Tätige scheinbar längst noch keine Selbstverständlichkeit.


    Deshalb meine Frage: Soll man allgemein für ehrenamtliche Mitglieder angemessene Aufwandsentschädigungen zahlen oder sollte man es erst am einem bestimmten monatlichen Aufwand bzw. mit einer bestimmten Eignung (Ausbildung) verknüpfen?

    Liebe Trainerkollegen,


    zunächst einmal muß ich alle Kollegen enttäuschen, die auch für das ehrenamtliche Traineramt einen Mindestlohn fordern, denn das Ehrenamt ist beim § 22 im Absatz 3 von der Einführung des Mindestlohns ausgenommen.


    Als Begründung stellt der Gesetzgeber fest, dass es das Ziel einer Beschäftigung sei, Gewinne zu erwirtschaften. Hier müsse deshalb ein Unterschied gemacht werden, ob ein Tennislehrer aufgrund diverser Aktivitäten seinen Lebensunterhalt verdiene oder aber ein engagierter Trainer in einer oder mehreren ehrenamtlichen Aufgaben einer besonderen sozialen Verantwortung gerecht werden wolle.


    Man schätzt, dass etwa jeder 3 erwachsene Bundesbürger sich ehrenamtlich engagiert. Unsere Gesellschaft könnte ohne das Ehrenamt weder die Vielfalt an Möglichkeiten noch die soziale Versorgung aller Gesellschaftsgruppen gewährleisten, gäbe es das Ehrenamt nicht.


    Die Frage ist jedoch: Ist das Ehrenamt zum Nulltarif zu haben, bzw. kann man sich der Verantwortung motivierter Ehrenamtliche gewiss sein, ohne ihnen gleichzeitig eine angemessene Anerkennung zu gewähren? Wenn ja, sollte es dafür bestimmte Regeln geben und wie könnten diese aussehen?

    personalityX


    Wir rutschen hier ein wenig durch die Jahrgänge zwischen D und C-Jugend sowie durch die Unterschiede zwischen dem Hallen- und Feldfussball. Aber das macht weiter nichts, weil es sich auf einem sehr guten Niveau befindet.


    Das Defensivverhalten im torgefährlichen Raum hat sich noch am wenigsten verändert. Hier bleibt dem Abwehrspieler nicht viel Zeit zur Übergabe, weil dem Gegner schon ein halber Meter Raumfreigabe zum erfogreichen Torabschluß genügt. Hinzu kommt, dass ein Keeper sich auf seine Vorderleute verlassen muß, weil er dann die besten Abwehrchancen hat, wenn er nicht mehr die gesamte Torfläche abdecken muß!


    Aber auch im Feld gibt es genügend Situationen, in denen es (z.B. aufgrund eines unpräzisen oder aber gut vorausgeahnten Paß) 1 gegen 1 Situationen gibt. Der Duellsieger schafft eine neue Situation, auf die sich der Gegner zunächst einmal einstellen muß.


    Eine Mannschaftstaktik als "ballorientiert" zu bezeichen bedeutet ja nicht, als dass wir uns nicht mehr "gegnerorientiert" bewegen sollen! Allerdings besteht das permanente Bedürfnis, vor und beim Ballbesitz, sich auch immer vom Gegner lösen zu wollen. Wenn das nicht immer gelingt, dann liegt es mal am verspringenden Ball und mal am gut orientierten Gegner!


    Der Fussball ist auch viel zu facettenreich, um ihn unnötigen Zwängen auszusetzen. Am besten ist, man läßt ihn zelebrieren und hat immer eine Idee, wie man`s noch ein bißchen besser machen kann!

    personalityX


    Ja, auch ich kann das gute Diskussionsniveau bei diesem Thema bestätigen, denn es beihaltet keine abschließende Meinungen.


    Ich möchte hier 2 Bemerkungen aufgreifen und ein wenig näher beleuchten:


    Das Niveau an den Stützpunkten ist nicht besonders hoch. Was dort spielt ist "best of the rest".


    Als man sich dazu entschied, ein flächendeckendes Talentfördersystem zu entwickeln, war man sich dessen bewußt, dass in einem begrenzten Gebiet auch immer ein hoher Zufälligkeitsfaktor eine Rolle spielt. D.h. je nach Jahrgang hat man eine gute Zusammensetzung der Mannschaft. Häufig abe sind es einzelne Talente, die besondere herausstechen. Mit ähnlichen Zufälligkeiten geht es dann weiter in die Verbands- und schließlich in die DFB-Auswahl! Aber welche Alternative gibt es dazu? Man kann sich die Talente ja nicht so basteln, wie man sie gerne hätte?


    Oder sollte man bei der Jahrg

    Für mich zählt gerade hier bis hin zur A-Jugend die These des angstfreien Lernes. Viele Spieler rufen ihr, von den Scouts prophezeites Potential, nicht ab weil sie sehr viel Angst vor körperlichen Schäden haben.


    Neben der Angst sich zu verletzen kommt sicher noch die Angst des Versagens hinzu. Denn leider gibt es immer noch sehr viele Eltern, die zu hohe Erwartungen "perfekt funktionieren zu müssen" in ihre Kinder projezieren.
    Eine Weiterentwicklung ist nur möglich, wenn man die Selbständigkeit (Entscheidungen zu treffen) fördert. Dabei setzen wir Erwachsene den Rahmen und entscheiden dabei, ob alle eine gleiche und faire Chance zur Weiterentwicklung haben oder ob unter den gesetzten Prämissen nur Dijenigen, die sofort alle gewünschten Fahigkeiten einsetzen, ihre nächsten Schritte machen dürfen.


    Die modernen Methoden (z.B. in der Spielnachbereitung) helfen zwar, weg vom früheren Frontalunterricht in interaktive, partnerschaftlich geprägte Lernprozesse zu gelangen. Doch leider setzen wir Trainer uns manchmal einen zu hohen Druck aus, weil die eigene Arbeit allzuhäufig von Dritten nur in Form von Ergebnissen gemessen wird. Man kann Fortschritte durch dosiertes Lob oder aber dosierte Kritik erzielen! Ein angstfreies lernen ist aber wohl eher durch dosiertes Lob zu erzielen. (Vor ein paar Tagen gab es eine große Emphörung über die Worte des Papstes, wonach es auch nicht entwürdigende Prügel gäbe! Leider gib`s jedoch auf unseren Plätzen in allen Alters- und Leistungsstufen Trainer, die einzelne, ihnen nicht sympathische Spieler ganz gerne mal verbale Prügel verpassen und ihren Spaß dabei haben. Sicher sind wir alle nicht perfekt, aber sollte ein Trainer seine Macht dazu mißbrauchen dürfen?)



    Und mag man während der Ausbildungsjahre sich noch damit beruhigen, dass ja immer noch Zeit für eine 2. oder 3. Chance bleibt, dann wundert man sich doch, wie viele Talente selbst einem Bundesligisten aus dem eigenen NLZ durch die Latten gehen und bei anderen Vereinen manchmal ganz groß auftrrumpfen. Der Übergang innerhalb der NLZ ist ein wenig besser geworden, jedoch kommen wir beim Übergang vom Junioren- in den Seniorenbereich leider immer noch im Thempo: "2 Schritte vor und 1 Schritt zurück" voran!


    fak
    ich denke mal, jeder sollte sich machbare Ziele aussuchen! Bei einem NLZ sollten es andere Ziele sein, als bei einem Dorfverein.

    siebener


    Nein, ich will Magath gar nicht verteidigen. Das Modell: Trainer + Manager in Personalunion hat für mich ausgedient. Jedoch sollte man sich vor der gern in den Medien verbreiteten "Schwarz-Weiß" Sicht hüten. Denn wenn man sich mit den Geheimnissen von Meistertrainern beschäftigt, wird man immer auch auf Ecken und Kanten stoßen, die seine Erfolge, aber auch Mißerfolge prägten.


    Du nennst ja einige Beispiele:


    1. Spielerkader
    Weil du deine Arbeitszeit nur einmal vergeben kannst, aber zwei Jobs hast, mußt du dich in dieser Aufgabenkombination immerfort entscheiden, ob du deiner Arbeit als Trainer oder als Manager nachkommen willst? Die Folge daraus ist, dass manches eben zeitlich zu kurz kommt. Obwohl Wolfsburg ein genauso gutes Scouting wie andere Vereine macht, braucht es dennoch immer auch Mühe und Zeit, um genau die Spieler, die man braucht, heraus zu finden. Hat man nicht die Zeit, dann verpflichtet man halt mehr als man eigentlich braucht, solange dir der Vorstand "grünes Licht" gibt. Bei den als Manager verpflichteten Spielern erkennt man als Trainer, was sie tatsächlich zu leisten im Stande sind als Einzel- wie auch als Mannschaftsspieler. Weil Magath in hohem Maße Disziplin von seinen Spielern einfordert, (so auch andere Trainer wie Maurinho, Van Gaal, usw.) genießen nur solche Spieler bei ihm Ansehen, die nicht nur Talent, sondern auch in besonders hohem Maße sportlichen Ehrgeiz zeigen. Wenn allerdings irgendwann nur noch der Trainer lacht, dann ruft das Team nicht mehr die Leistung ab, als wenn alle Spaß an ihrer Arbeit haben.


    2. Teamleader
    Wer alle Möglichkeiten im modernen Fussball nutzen will, der braucht einen Trainerstab, der alle notwendigen Aufgabenbereiche abdecken kann. Lücken lassen sich nur für eine begrenzte Zeit füllen. Deshalb waren seine Erfolge immer auch zeitlich befristet. Aufgrund dieses (vorhersehbaren) Zeitfensters genoß er auch nie den Ruhm anderer Trainerkollegen. Er war eher der "harte Hund", der von seinen Spielern für einen (nach seiner Meinung überflüssigen Rückpass) 1000,- € Strafe verlangte.


    Kommen wir als Vergleich zu postmodernen Trainern ala Kloppo und Pep! Wodurch unterscheiden sie sich von Magath? Ist Magath mit weit aufgerissenen Augen und verzerrter Miene auf einen Schiedsrichter losgegangen, der seiner Mannschaft einen Elfmeter verwehrt hat oder ist er dort, wo ihm der Platz zugewiesen wurde, sitzen geblieben. Hat er nach einer bitteren Niederlage, wie jüngst Pep in die Kamera gesprochen: "wenn unsere Jungs den Gegner kontern lassen, dass sind wir kaputt"? Sein Kommentar war immer, dass er gerne mit Spielern arbeitet, die sportliche Ziele haben, aber die Verantwortung dafür hat er übernommen. Die Zahl der Spieler, die ihm im Laufe der Jahre ihre Chance in den Profisport zu verdanken haben, ist übrigens größer als bei den meisten seiner Kollegen, die es lieber mit "fertigen Spielern" probiert haben.


    Jedoch hat sich der Fussball verändert. In den letzten Jahren erlebten wir eine sehr rasante Entwicklung im taktischen Bereich. Dies ist für mich auch der Grund, warum eine Reihe von "Jahrgangsbesten" bei der DFB-Fussballlehrer-Ausbildung nahezu auf Anhieb ihre älteren Kollegen verdrängen konnten. Lernen mußten sie jedoch, dass man zwar ein Spiel mit einer schlauen Taktik gewinnen kann, jedoch sehr viel mehr dazu gehört, um in einer Saison zu bestehen! Denn es läuft sowieso nie so, wie man es vorher plant!


    Aber was machen seine Kollegen besser als er? Denn sonst müßte man ja sagen: früher war alles besser!?!

    siebener


    Wie weit kennen wir den Menschen: Felix Magath wirklich und wie weit bilden wir uns lediglich eine Meinung aus der Presse?


    Durchleuchten wir deine Negativbeispiele ein wenig:


    1. Transferpolitik
    Weil Magath einer der wenigen Trainer war, der sportlicher Leiter und Trainer in Personalunion war, bekam er auch für Transfers, deren Hintergründe so gut wie nie in die Öffentlichkeit gelangen, sein Fett weg. In anderen Vereine sind es die Sportdirektoren, die dann ihren Hut nehmen müssen, wenn der Rauswurf von Trainern nichts gebracht hat.


    2. Trainingsmethoden
    Wie viele Profitrainer hat auch er eine gewisse Macke, die man am besten zwischen Genie und Wahnsinn beschreiben könnte. So mußte beim VFL Wolfsburg eine Schrebergartensiedlung weichen, damit dort ein Berg errichtet werden konnte, auf denen seine Jungs Laufübungen verrichteten. Der Wert dieser Übungen mag nach neuesten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen vielleicht umstritten sein. Festzuhalten bleibt jedoch, dass Magath sehr großen Wert auf eine allgemeine sportliche Fitness gelegt hat. Deshalb waren seine Teams im Durchschntt weniger an typischen Verletzungen (Muskeln, Sehnen) verletzt, wie bei seinen Kollegen. Übrigens waren (gefährliche Aktionen) zum Teambuilding in seiner zeit "in". Jedoch ließ sich kaum jemand dabei filmen.


    Mag man es Arroganz, Naivität oder sogar Charakter(schwäche) nennen! Er hat, wie auch ein Udo Lattek jedem, der sich in den Weg stellte, die Stirn geboten. Wäre er seinerzeit dorthin gelangt, wenn er sich hätte manipulieren lassen, damit er medienwirksam besser rüber kommt? Was können wir von ihm und Seinesgleichen lernen und was können wir von denen lernen, die jedem das sagen, was sie gerade hören wollen?

    coach1995


    Der Zeitpunkt ist dann gekommen, wenn du dich mit dem anderen Verein geeinigt hast.


    Denn man sollte weder über "ungelegte Eier" sprechen, noch zögern, seinen eigenen Willen zu kommunizeren. (Es wird für dich vermutlich eine neue Erfahrung sein, dass dein Wert für den Verein plötzlich zunimmt, wenn du deine Wechselabsichten mitteilst.)


    Auch, wenn 1995 im "Nick" dein Geburtsjahrgang sein sollte, kannst du nach der bestandenen Trainerlizenz die Verantwortung für ein Team übernehmen. Deshalb stellt sich mir die Frage, ob du mit der Aufgabe im neuen Verein, in der du widerum nicht allein verantwortlich als Trainer Erfahrungen sammeln kannst, auf Dauer glücklich wirst?


    Nun mögen Kritiker vielleicht sagen: man sollte immer einen "sauberen Wechsel" (also zum Saisonende) machen! Doch hat nicht ein Trainer genauso Anspruch darauf Spaß im Fussball zu haben? Warum soll man bis zum Saisonende mit nem "dicken Hals" zum Training und den Spielen kommen? Man hat seine Position dem Vorstand mitgeteilt. Der hatte die Chance etwas gerade zu rücken, hat es aber nicht getan!


    Wem gegenüber sollte man ein schlechtes Gewissen haben? Den Jungs gegenüber? Die haben sich spätestens nach dem 3. Trainng an einen neuen Trainer gewöhnt! Da muß man sich nichts vormachen! Den Kollegen gegenüber? Wer von denen hat sich bemüht, sich weiterzubilden, um die Mannschaft voran zu bringen und mich als unerfahrenen Kollegen dadurch wertvolle Tipps zu geben? Den Vereinsverantwortlichen, der den Verein nach "Gutsherrenart" führt?


    Dieses Beispiel zeigt einmal mehr die wachsende Unzufriedenheit von Jugendtrainern, deren Anliegen häufig nicht ernst genommen werden! Haben sich dann nicht auch das selbe Recht, "mit den Füßen abzustimmen" und dorthin zu wechseln, wo ihre Arbeit ausreichend gewürdigt wird?

    siebener


    Vielleicht kann sich ein Magath gerade aufgrund seiner kulturellen und gesellschaftlichen Wurzeln nicht so medienwirksam verkaufen?


    Ein moderner Trainer würde vermutlich in der Öffentlichkeit nichts Negatives über seine Spieler sagen? Im Personalgespräch mit seinem Boss würde er schon "die Katze aus dem Sack" lassen, um seinen Chef über all das, was er selbst nicht so mitbekommt, zu unterrichten. Ja, und natürlich steckt auch das Motiv dahinter, sich und seine Arbeit ihn in ein besseres Licht zu rücken!


    Ein Magath fällt es schwer, jeweils zwischen den Interessensgruppen zu unterscheiden. Deshalb bekommt er permanent von der Presse auf die Fresse!


    Gestern wurden Ausschnitte aus Interviews oder Sendungen mit Udo Lattek gezeigt. Auch er hat selten ein Blatt vor den Mund genommen und die Dinge beim Namen genannt! Warum soll man denn die Öffentlichkeit nur mit geschönten und vom Vorstand zensierten Aussagen langweilen?


    Jedoch haben die Medien bereits seit einer Reihe von Jahren aktiv ins Profigeschäft eingegriffen. Schalke 04 ist doch fast ein Sinnbild für medienwirksame Präsentationen. Egal, ob nun Möllemann, Assauer oder Tönnies die Geschäfte lenkte. So manch ein Trainer mußte nicht deshalb den Hut nehmen, weil er schlechter war als seine Kollegen, sondern weil er sich mit den Medien angelegt hatte!


    Sollen wir immer nur das glauben, was uns weißgemacht wird oder lohnt sich die Mühe, hinter die Kulissen zu schauen, um sich ein eigenes Bild zu machen!


    Mir liegt es fern, einen Magath zu verteidigen. Jedoch sind wir Trainer uns dessen bewußt, dass wir Vorbilder der Fairness sein sollten?

    @16aufmrücken


    Das wird sich sicher noch ändern! Gibt ja auch noch den 2. und 3. Bildungsweg! :D


    Es ist bezeichnend, dass (unerfahrene) Trainer aus unteren Jugendbereich manchmal große Sorge haben, dass sich aufgrund aktueller Ereignisse Nachteile für die mittelfristige Zukunft ergeben können? Dabei haben die Trainer der meisten Konkurrenten doch genau die gleichen Probleme in ihren Teams! Überdies geht es hier noch um Umstände, die der Trainer gar nicht selbst beeinflussen kann.


    Was hilft, ist sich mittel- oder langfristige Ziele zu setzen. Denn dann spielen temporäre Erscheiungen (wie es die Abwesenheit wegen Nachhilfe) keine Rolle.

    @16aufmrücken


    Ausnahmen bestätigen die Regel! Doch in der D-Jugend gibts durch den Wechsel von der Grundschule in andere Schulformen (Haupt- und Oberschule, Gymnasium) aufgrund unterschiedlicher schulischer Voraussetzugen manchmal Nachholbedarf in bestimmten Fächern. Das kann vorübergehend mit einem erhöhten Aufwand verbunden sein.


    IWenn man sich die Spieler in den Leistungmannschaften anschaut, dann besucht der überwiegende Teil höhere Schulen. Die Leistungsträger sind oftmals gleichzeitig überdurchschnittliche Schüler. Diese Konstellation läßt sich dadurch auch leicht erklären, dass Fussball in erster Linie mit dem "Köpfchen" gespielt wird und die Voraussetzung von kontinuierlich positiver Entwicklung im Einklang mit der guten Organisation des Tagesablaufes (Zeit fürs Lernen, Zeit frü Freunde, Zeit für den Fussball) ist.

    Mir kommt es bei einigen Beiträgen irgendwie so vor, als müßten alle Kinder bestimmte Normen erfüllen, um bei euch mitmachen zu dürfen. (An Kinder mit geistigen Handycaps wurde ja noch gar nicht gedacht!)


    Natürlich sollte man von den Eltern Auskünfte einholen, die für den Trainer wichtig sind. (Das war früher etwas einfacher, weil jedes Kind, das in einem Verein spielte, regelmäßig zur Sportuntersuchung mußte. Heutzutage ist dies nicht mehr der Fall, weil man durch die Vorsorge "U .." Untersuchungen diesen Teil der Untersuchung abdeckt. Aber die Eltern haben diese Infos und können die Auskunft geben.)


    Im Breitensport kommt es nur darauf an, dass das Kind Spaß an der Bewegung in der Sportart Fussball hat.


    Günter. Nimm`s nicht so schwer! Wer engagiert ist, der geht mal den richtigen Weg und mal den falschen! Hinterher ist man sowieso immer schlauer.


    Übrigens kann ich mich an ein 12-jähriges "Pummelchen" erinnert. Deren Beine waren aufgrund des Übergewichts schon leicht in X-Stellung. Das Mädchen hatte Spaß am Fussball. Ich könnte sagen, der Fussball war für sie vielerlei Ersatz für andere Benachteiligungen (u.a. das Übergewicht)! Durch die Unvoreingenommenheit ihrer Trainer und und Fairness ihrer Mannschaftskameraden entwickelte sie einen unbändigen Willen, immer besser werden zu wollen. Wer hätte damals geahnt, dass sie später sogar Einladungen vom DFB und Einsätze im Jahrgangs-Nationalteam bekommt?


    Selbst, wenn wir duzendweise auch negative Beispiele kennen, sollten gerade wir Trainer doch eher die Optimisten für die Kinder sind, die es aufgrund von Benachteiligungen im Leben schwerer haben! Laßt sich doch einfach mitmachen .. !

    sturmi85


    Du bist ja schon kurz vor deinem Ziel! Der Vorstand hat dir ein Angebot (40,- €) gemacht. Nun bist zu dran, ihnen ein Gegenangebot zu machen, über das ihr verhandeln könnt. Irgendwo in der Mitte werdet ihr euch dann schon einigen!


    Wie Günter schon sagte, sollte man die Verhandlung so einfach wie möglich halten:


    1. Der Verein hat dir deine Lizenz bezahlt, wofür du 2 Jahre lang kostenlos gearbeitet hast
    2. Diese 2 Jahre sind nun im Sommer rum, weshalb man sich über die zukünftige Honorierung deines Ehrenamts unterhalten sollte.
    3. Der Vorschlag: 40,- € ist dir zu wenig, weshalb du mehr möchtest.
    3.a. der Vorstand unterbreitet dir ein höher dotiertes Angebot
    3.b. du nennst ihnen ein höheres Angebot
    4. Hoffentlich eine Einigung


    (Hinweis: Du scheinst in der glücklichen Lage zu sein, in einem Fussballverein zu arbeiten, in denen der Mädchen- und Frauenfussball eines bessere Wertschätzung erfährt, wie in den meisten anderen Vereinen. Mir sind Fälle bekannt, in denen Trainer im Mädchen- und Frauenleistungsfussball gar nichts bekommen! Und für den Fall, dass die Trainer ihrer Forderung nach Aufwandsentschädigung durch Kündigung Nachdruck verleihen wollen, droht man ihnen, ansonsten die jeweilige Mannschaft vom Spielbetrieb anzumelden, weil man keine Zeit damit verschwenden will, irgendwelche Mädchen- oder Frauentrainer zu suchen. Dass soetwas nicht O.K. ist, darüber brauchen wir uns nicht unterhalten, aber es ist leider so! Als häufigste Begründung dafür hört man, dass sich mit Mädchen- oder Frauenfussball kein Geld verdienen ließe, es würde lediglich Geld kosten. Darüber hinaus sei das öffentliche Interesse für Mädchen- oder Frauenfussball sehr gering!)


    Viel Erfolg!

    @16aufmrücken


    Wenn die einzige Motivation eine Trainerlizenz zu erwerben darin besteht, es dem Vater zu zeigen, dann solltest du dir die Zeit und das Geld sparen.


    Wenn du jedoch lernen möchtest, wie du fürs jeweilige Alter eine prima Training machen kannst, dann lohnt es sich allemal. Wichtig ist die Bereitschaft, sich auf die Themen einzulassen!


    Weil jedoch die Mannschaftsführung in der Praxis nicht gelehrt wird, muß man sich hier mit Hilfe guter erfahrener Trainer langsam heran tasten, bevor man voreilig zuviel Bockmist baut!


    Ich denke mal, das die dezentrale C-Lizenz (Breitensport) zunächst einmal deinen Bedürfnissen gerecht wird. Zwar ist ein Teil der Theorie mit der B (früher C) Leistungslizenz identisch, aber im Praxisteil wird immer auf den aktuellen Fussball eingegangen, weshalb man diese Lizenz nur dann anstreben sollte, wenn man anschließend ein Trainerengagement im Leistungsfussball anstrebt.

    Schnatti


    Die finanziellen Forderungen sind sehr unterschiedlich.


    Wer mehr als eine Aufwandsentschädigung (Fahrtkosten zum Training und den Spielen) verlangt, der sollte auch eine entsprechende Gegenleistung zu bieten haben. Dazu gehört eine entsprechende Trainerausbildung (Lizenz als Beleg) sowie entsprechende erfolgreiche Erfahrungen (Trainerzeugnis/Bescheinigung vom Verein über Art und Inhalt der Traineraufgaben), sodass man ein seriöses Bild bekommt, auf welchen Trainer man sich ggf. einläßt!


    Der Grund, warum immer weniger geeignete Trainer für den Jugendbereich zur Verfügung stehen, besteht darin, dass man für gleiche oder geringere Arbeit im Seniorenbereich sehr viel mehr Geld bekommt. Selbst 4-stelliges Monatshonorar für Senioren-Trainer auf Kreisniveau ist keine Seltenheit. Da sind es letzendlich auch die Vereine, die die Kostenschraube dadurch immer höher treiben, dass sie Seniorentrainer durch Geld von anderen Vereinen abwerben, um eigene sportliche Ziele voran zu treiben.


    Natürlich spricht sich auch herum, was ein Seniorentrainer verdient. Warum soll also ein Jugendtrainer, dessen Aufwand vergleichbar mit den Seniorentrainern ist, in die Röhre schauen? Weiß er doch, dass die von ihm gut ausgebildeten Talente im Heimatverein in den Seniorenbereich wechseln und dort dem Verein viel Geld sparen. Denn gibt es nicht genug eigene Spieler, muß man Geld für auswärtige Söldner ausgeben. Die aber helfen dem Verein mittelfristig nicht weiter, weil sie für ein paar Euro zum nächsten Verein weiterziehen.


    Weil die Not ausreichend Trainer zu finden und darüber die Jugend an den Verein zu binden, immer größer wird, gibt es in den nächsten Wochen und Monaten Hilfsangebote aus den Verbänden. Diese richten sich an Vereinsverantwortliche, insbesondere an Jugendleiter. Denn die aktuellen Fragen bedürfen anderer Antworten, als sie noch vor 10 oder 20 Jahren üblich waren.


    So heißt Ehrenamt heute nicht mehr grundsätzlich kostenloses Engagement für den Verein, sondern je nach Aufwand und Leistungsprofil wird Ehrenamt mit Aufwandsentschädigung und ggf. Honorar in Verbindung gebracht. Der Preis orientiert sich fast immer nach Angebot und Nachfrage.

    Schnatti


    Ich denke, zunächst sollten die Kollegen einmal wissen, dass die Landesklasse bei euch, woanders Bezirksliga heißt!


    Weil es sich hierbei um den unteren Leistungsbereich handelt, wird die Suche gerade in der Winterpause nicht leicht werden. Auch denke ich mal, dass euer Verein finanziell sicher nicht auf Rosen gebettet ist, sodass sich der finanzielle Anreiz in einem bescheidenen Rahmen hält.


    Kann mir deshalb auch gut vorstellen, dass die beiden vakanten Kandidaten rasch abgesagt haben, nachdem sie erfuhren, das bei euch "nichts zu holen" ist!


    Dennoch würde ich in den Bemühungen nicht nachlassen! Mit etwas Recherche-Aufwand kann man www.fussball.de nach ehemaligen Leistungstrainern recherchieren. Dort kann man zunächst mit den Vereinsverantwortlichen Kontakt aufnehmen, warum dieser Trainer nicht mehr aktiv ist? Ggf. ist da ein geeignete Kandidat, der wieder Lust auf Fussball hat, darunter?

    Brechstange


    Ich habe nicht geschrieben, dass er durch den Fussball, sondern über den Fussball zu einem Normalgewicht gelangen kann. Hab da im Laufe der Jahre auch schon gute Erfahrungen gemacht, dass bei guter Unterstützung selbst stark übergewichtige Kinder einen Ehrgeiz entwickeln, der ihnen hilft, abzunehmen und dabei auch mit starkem Willen durchzuhalten. Ich kann mich an einen Fall erinnern, als ein stark übergewichtiges 10-jähriges Kind in der Hallensaison 15 kg abgenommen hat. Damit hatte er zwar trotzdem noch nicht sein Normalgewicht, war ihm jedoch ein gutes Stück näher gekommen, war über den Sport fitter und belastbarer geworden.


    Allerdings gebe ich dir recht, dass es primär darum gehen muß, an den Ursachen zu arbeiten. Das kann ein Trainer nicht leisten.