Beiträge von TW-Trainer

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    Günter


    Auch die eigens für den Beruf erworbenen speziellen pädagogischen Fähigkeiten finden ihre Grenzen meist an der eigenen Haustür! Das Kind wird nicht als Schüler oder Fussballspieler, sondern als das eigene Kind angesehen. Wer wollte es auch verdenken, ist doch ein Lehrer genauso ein Mensch wie jeder Andere auch?


    Es ist ein allgemeines Problem, wenn der Trainer gleichzeitig auch der Vater ist. Denn unbewußt bevorzugt oder benachteiligt es das eigene Kind (wobei die Bevorzugung wohl etwas häufiger vorkommt) Dieses nicht neutrale Verhalten von Vatertrainern wurde bereits vielfach thematisiert. Es läßt sich nur dadurch beheben, wenn man bei der Suche nach geeigneten Trainern diese Doppelfunktion ausschließt! Der Vater kann ja durchaus eine andere Mannschaft trainieren.


    Leider ist es jedoch so, dass im unteren Jugendbereich viele Vatertrainer unterwegs sind. Denn dieser Trainertyp ist nahezu stressresistent und sehr leidensfähig. Denn er macht den Job nicht wegen des Vereins, sondern in der Hauptsache, weil sein Kind sehr gerne Fussball spielt und der Verein sich nicht um einen geeigneten Trainer gekümmert hat!

    Pappelapp: Kindergeburtstag ist was ganz Normales! Ich denke mal, wenn das Kind mehr Spaß am Topfschlagen als am Fussball hat, dann sollte es sich Topfschlagen als Hobby aussuchen!


    Wer als Trainer nicht versteht, dass Fussball mehr als nur ein 1 : 0 ist, der darf sich nicht wundern, wenn er später keine Mannschaft mehr zusammen bekommt, weil die Oma schon zum dritten mal in diesem Jahr Geburtstag feiert, der Nachbarhund Junge bekommen hat, die Lieblingssendung ausgerechnet dann kommt, wenn "gespielt" werden soll, im Nachbarort ein neues Kinderklamottenladen hat, eingeweiht wird, im Zeitungssprospekt gerade ne neue Spielkonsole zum Super-Sonderpreis angeboten wird.


    Wer den Fussball selbst so einen geringen Stellenwert einräumt, der darf sich auch nicht wundern, wenn die Eltern ihn lediglich als Zeitraum fürs Babysitting ansehen, in der Papa mal in Ruhe in den Baumarkt und Mama mit Freundinnen shoppen gehen kann!


    Wenn ihr den Wert eurer Arbeit soweit erniedrigt, also nicht als Nachwuchsförderung, dann wundert euch auch nicht, dass die Vereinsverantwortlichen in eurer Arbeit eher das notwendige Übel ja irgendwelches und möglichst kostenloses Personal zum Bespaßen der Kinder zu sehen!


    So, dass mußte jetzt mal gesagt werden und jetzt haut ruhig drauf los! Ich kann das vertragen!

    Andre


    Mensch Andre: jetzt haben sich viele Insider auf deine Rückkehr gefreut und du willst schon wieder "oberlehrerhaft" jungen, unerfahrenen Trainern die Fussballwelt erklären! Der Threadersteller Loddar hat sich aus Angst schon gar icht mehr gemeldet und andere Kollegen fühlen sich vermutlich auch schon in eine Ecke gedrängt oder eine Schublade gezwängt, in die sie gar nicht möchten.


    Auch Trainer brauchen einen Lernprozeß! Dabei ist es schon wichtig, dass man die jeweiligen Schritte auch versteht und es nicht nur anders als vorher macht, nur weil es erfahrene Trainer sagen.


    @schimmi hat sich bei seinen Bilder ganz viel Mühe gegeben. Dafür verdient er mal ein großes Lob! Und dabei ist es auch gar nicht so wichtig, ob üblicherweise der Torwart nicht extra erwähnt wird!


    Jeder kann sich die Informationen, die für ihn persönlich wichtig sind, herausnehmen.


    Auch, wenn`s manchmal schwer fällt, andere Meinungen zu ertragen, es hilft ungemein beim Austausch der Gedanken, sie zumindest mal zu akzeptieren! Zwar teile auch ich gelegentlich mal kräftig aus, aber ich hab auch keine Problem damit, berechtigte oder unberechtigte Kritik einzustellen.


    Ich hoffe, du nimmst mir mein Statement an dieser Stelle nicht übel, denn auch ich freue mich über deine Rückkehr und wünsche mir viele gute Beiträge von dir?

    betreuer72


    Na, dann ist doch eigentlich alles "in Butter", weil sie sogar einen hauptberuflich für den Umgang mit Kindern ausgebildeten Pädagogen hat.


    Außerdem glaube ich, dass 8 - 9 jährige kleine Jungs noch keine innere Genugtuung versprühen, wenn jemand aufhört. Wenn es nicht gerade dickste Kumpels sind, dann ist denen das völlig Latte! Wie das jetzt mit dem Potenzial gemeint ist, weiß ich zwar auch nicht! Aber das sollte in dieser Altersgruppe nun wirklich keine Rolle spielen!


    Falls es in eurem Verein noch eine andere Mannschaft gibt, in der deine Tochter spielen kann und in der es etwas ruhiger zugeht, dann kannst du es dort ja mal probieren! Denn in der Tat hören manchmal Mädchen mit dem Fussball auf, weil es ihnen bei den Jungs zu stressig ist, bzw. dort mehr körperbetont gespielt wird, als sie es mögen. Ab der E-Jugend gibt es mancherorts bereits reine Mädchenligen.

    Sago


    sorry, hab mich beim Link vertippt, aber jetzt hast du ja die richtige Seite gefunden.


    Zum Glück hast du noch mal beim Ausbilder nachgefragt. Denn mit lediglich 2 Angreifern hättest du die Spielform immer nach Ballverlust der Angreifer abbrechen müssen, da die Beiden wohl kaum eine Chance gehabt hätten, gegen 4 Gegner, die sich einigermaßen geschickt anstellen, wieder in Ballbesitz zu gelangen.


    Eine Trainingseinheit besteht immer aus einem Scherpunkt, Warmachen, hinführenden Übungen und Spielformen. Ich denke mal, dass du hinführende Übungen und Spielformen machen sollst? Wenn nur Spielform, dann ganz kurz (max. 2 Min.) erklären, worauf es bei der Spielform ankommt


    Das Warmmachen wird ja vor eurer Lehrprobe gemacht, sodass ihr direkt in Übungen und Spielformen einsteigen könnt. Wenn du nur die Spielform machen sollst, würde ich mich kurz mit dem Kollegen unterhalten, der die Übungen macht. Dann paßt auch deine Spielform gut zu den hinführenden Übungen.


    generell gibts folgende Aufgaben:
    - Abstände untereinander
    - beim Fallen lassen verdichten von 10 m auf 5 m untereinander (bis auf ca. 6 m vor 16 -er)
    - seitliches, zügiges Verschieben zum Ball
    - anlaufen des ballführenden Gegners
    - abdrängen nach außen, Tempo herausnehmen
    und/oder
    - verhindern eines Paß ins torgefährliche Zentrum, attackieren bzw. doppeln u. attackieren
    wenn TW-Trainerkenntnisse vorhanden, dann:
    - Positionsanpassung des Keepers (richtige Höhe, um Flanke in oder an 5-er Torraum abzulaufen)
    - intelligente, schnelle Spieleröffnung (um erfolgreiches Gegenpressing zu vermeiden, Kontrolle das Ball einem Spieler ohne Gegnerdruck zugepaßt wird)
    - erfolgreicher Torabschluß beim Kontern (max. 10 Sek. nach Balleroberung)


    Du kennst ja eure C sicher einigermaßen, sodass du weißt, was du ihnen zumuten kannst!


    Wird schon klappen!!

    Sago


    Hab ja schon von besonders ehrgeizigen Trainerausbildern gehört, die gern mal übers Ziel hinausschießen, um ihre eigene Kompetenz zu unterstreichen!


    Wie alt sind denn die Spieler für deine Lehrprobe und in welcher Liga spielen sie? Nicht, das kaum einer dabei ist, der einen präzisen Paß über 5 m spielen kann und für den die Standardbegriffe im ballorientierten Spiel "böhmische Dörfer" sind?


    Wie lautet denn ganz genau das Thema? Nicht, dass du da etwas falsch verstanden hast?

    Bei so einem verhalten inklusive die zickerein mit den jungs würde ich klar sagen :" Schön das du hier warst aber in diesem Team sehe ich für dich keine Zukunft. "


    In der Tat erinnert mich das Verhalten an die frühen Jahre eine Spielerin. Sie hat es später bis in die 2. Bundesliga gebracht! Vermütlich wäre noch mehr drin gewesen, aber sie hatte halt manchmal ihren eigenen Kopf Mir sind Menschen, die nicht kuschen, sich nicht willenlos anpassen, sondern über Ecken und Kanten ihren individuellen Charakter zeigen, allmal lieber wie "Ja-Sager", die konstruktiv nichts beitragen, weil ihnen dazu entweder die Idee oder der Mut fehlt, diese Idee zu präsentieren. Dass man dabei allzuhäufig auch auf die Nase fällt, weil es sich als Quatsch herausstellt, ist klar. Aber nicht das auf die Nasefallen, sondern das sofortige Wiederaufstehen macht den Unterschied aus! Was dann wichtig ist, das entscheidet irgendwann jeder selbst! Denn dafür gibts weder eine Formel noch ein Rezept.


    Es ist für dieses Alterr normal, dass aufgrund des fehlenden Selbstbewußtseins Kritik oft schwer zu ertragen ist. Insbesonders dann, wenn man eigentlich Lob erwartet hätte, weil man ganz besonders gut aufgepaßt und eine Regelwidrigkeit entdeckt hat. In den meisten Fällen geben solche Spieler/innen irgendwann auf. Aber manchmal haben sie das Glück, dass ihr verborgenes Talent, die Dinge schneller und detailerter wahrzunehmen, entdeckt und gefördert wird.


    Auch ich komme zu dem Schluß, dass es sich hierbei vermutlich nicht um Mobbing, sondern um Überforderung des Trainers handelt! Denn genau wie die Standpauke ist das stoische Ignorieren kein Mittel, um die für diese Altersgruppe günstigen Sozialisationssignale zu setzen. Schon der Blickkontakt des Trainers zur Spielerin kann als Signal: "ja, ich habe es auch gesehen, aber es ist in diesem Fall nicht so gravierend, dass wir das Spiel unterbrechen müssen" ausreichen. Weder der Entschluß: die kannst du nicht ändern, die must du nur schnell loswerden, noch die Entscheidung: das muß jetzt für ein und allemal geklärt werden, wird hier eine günstige Entwicklung fördern!

    Sago


    In der Spielform läßt es sich schon gut im 6 gegen 6 traineren. Ich hab dir mal ein Beispiel beigefügt. Hier läßt sich für die Offensive die Spielzüge in der gegnerischen Hälfte, so wie der finale Paß in die Schinttstelle und der erfolgreiche Torabschluß trainieren. Für die Defensive läßt sich das blockweise Agieren und fallenlassen und der Verdichtung der Räume durch die Verringerung der Abstände, das Verschieben, anlaufen, attackieren und den schnellen Spielaufbau für den Konter trainieren. Der Keeper hat hier ebenfalls die Möglichkeit, den variablen Abstand zwischen ihm und der Defensive zu üben, die Auswirkungen seiner Kommando`s für den Abwehrblock zu testen, sowie die Entscheidung zu treffen, wann er auf welche Weise ins Spiel aktiv eingreift und wie er das Spiel klug eröffnet.


    Schon hier lassen sich jede Menge Aufgaben und Varianten ableiten.


    Hast du mehr Spieler zur Verfügung, kannst du es auf dem kompletten Großfeld trainieren. Hierbei sollte die Besonderheit von 2 Angreifern eine zentrale Rolle einnehmen. Denn gerade fürs Kontern sind 2 Angreifer eine gut Option, wenn die Höhe und Abstände der Beiden untereinander wie auch mit dem Mittelfeld gut harmoniert! Denn dann können die beiden Angreifer die Kette zunächst sehr weit nach außen auseinander ziehen und durch Raum im Zentrum schaffen. Hinzu kommt, dass bei nicht rechtzeitigem "fallenlassen" die gegnerische Abwehr nur noch mit dem Gesicht zum eigenen Tor verteidigen kann und es so schwer ist, Druck auf den Ball zu bekommen. Diese Situaionen lassen sich prima in 8 gegen 8 Spielformen trainieren. Auf den Seiten von www.bdft.de (Bund deutscher Fussball-Lehrer) findest du dazu kommentierte Video`s!


    Weil du vermutlich nicht das Niveau der in den Video`s dargestellten Jugendspieler hast, kannst du es vom Schwierigkeitsgrad her auf deine Trainingsgruppe herunter brechen. Sollte es sich zu Beginn der Lehrprobe herausstellen, dass du eine falsche Leistungseinschätzung getroffen hast, dann zögere nicht lange mit der Anpassung. Es gibt kaum etwas schlimmeres für einen Ausbilder, als wenn er mit ansehen muß, wie eine Spielform nicht funktioniert, weil sie zu schwierig ist oder aber viel zu einfach ist und von daher jeglichen Reiz, hierbei etwas Besonderes zu entdecken.


    Aber natürlich darfst du als Auszubildender Fehler machen, denn es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Deshalb höre gut zu, was es dannach an konstruktiver Kritik gibt!

    @Tobi1987


    Zunächst einmal zur allgemeinen Aufklärung: die Altersregel, wonach Mädchen 1 Jahr länger in den Jungen-Altersklassen spielen dürfen gilt m.W. bundesweit. Auch dürfen Mädchen im älteren B-Juniorinnen-Jahrgang bereits in Frauenmannschaften mitspielen. Alles Andere läuft nur über Sondergenehmigungen!


    Selbst, wenn manches vielleicht von Dritten als übertrieben dargestellt sein mag, würde ich mir ein wenig mehr Senibilität im Thema wünschen. So ist es normal, dass ein Keeper, egal in welchem Alter, auch mal einen Ball ins Gesicht bekommt. Nicht normal ist allerdings, dass ein anderes Kind sagt: "Hau ab, wir wollen dich hier nicht!" In anderer, vielleicht ein wenig abgeschwächter Form kommt ein derartiges Verhalten von Kindern, dessen Väter/Mütter gleichzeitig als Trainer tätig sind, jährlich zig-mal vor. Denn das Kind dieser Trainer glaubt, bestimmte Sonderrechte zu besitzen, um zu entscheiden, wer zum Team gehören soll und wer nicht. Im Regelfall wird es dies an den wahrgenommenen Leistungen und nicht am Geschlecht festmachen. D.h. war hilft der Mannschaft zu gewinnen und wer trägt Schuld an Niederlagen? Diese Regeln stellt es sich nicht selbst, sondern nimmt es aus der Bewertung der Erwachsenenwelt im häuslichen Umfeld wahr.


    Ich denke, Günter "der alte Haudegen" hat schon ein richtiges Näschen bewiesen, indem er glaubt, dass der Trainer seine Antennen etwas sensibler auf die Kommunikation in seinem Team ausrichten soll. Für diese Altersgruppe ist es wichtig, der Kümmerer zu sein und für ein angstfreies Klima aller Spieler im Team zu sorgen.


    Allerdings gibt dieses Beispiel mal wieder Anlaß dazu, das auch Jugendleiter dafür Verantwortung tragen, den Erwachsenen klarzumachen, dass im Fussballbereich nicht nur Jungen, sondern gleichberechtigt auch Mädchen teilnehmen dürfen. Leider geistert in unserer Generation nach wie vor das Vorurteil herum, dass Mädchen nicht Fussball, sondern mit Puppen spielen sollten! Und obwohl längst reine Mädchenteams erfolgreich in Jungenligen spielen wird weiterhin das Vorurteil gepflegt, dass Mädchen keinen richtigen Fussball spielen könnten.


    Richtig ist sicher, dass man als Eltern seinen Kindern in jeder Lebenssituation beistehen sollte und gemeinsam mit ihr nach Möglichkeiten suchen sollte, solange sie die Konsequenzen ihrer Entscheidungen noch nicht hinlänglich verstehen.


    Wenn hier die Mutter betont, eine schwierige Tochter zu haben, dann hat diese Aussage zunächst einmal keinen Zusammenhang mit dem Fussball! Doch kennen wir das Mädchen nicht und können uns deshalb auch gar kein Bild über das Ausmaß der täglichen Schwierigkeiten machen. Auch sind wir nur Trainer und keine Erziehungswissenschafter. Weil auch uns niemand für die Erziehung unserer Eltern ausgebildet hat, haben wir vielleicht nur großes Glück gehabt, dass unsere Kinder überwiegend so geraten sind, wie wir es wünschen. Denn in unseren Kindern leben wir fort!


    Vielleicht mag der Rat und Trost von Eltern ein wenig helfen, dass sich das Wesensbild von Kindern im Laufe ihrer Jugend noch ändert, so dass noch nicht alle Hoffnung verloren ist? Der Mannschaftssport kann zur Sozialisation beitragen. Allerdings sollte Eltern dabei nicht gleich den Konfrontationskurs wählen, sondern sich ein wenig mehr in Besonnenheit üben, nicht jedes Wort und jede Geste auf die Goldwaage zu legen.

    Dirk Coeverfan


    Na, der Kollege meint damit, wie du die "Standpauke" hälst?


    fak
    Vielen Dank für deine ehrliche Meinung zum Thema, wie Spieler ihre Trainer wahrnehmen! Mir ging es ähnlich! Länger als 3 Sätze hab ich keinem Trainer zugehort und auch nur das behalten, was er durch entsprechende Mimik und Gestik klar verständlich rüberbrachte. Ohnehin war das Meiste irgendwelche Floskeln. Während des Spiels drangen lediglich Rufe meiner Mitspieler oder Gegner ans Ohr!


    Vielleicht konnte ich es (aus heutiger Sicht betrachtet) nur deshalb ignorieren, weil die Trainer meistens mit meiner Leistung zufrieden waren?


    Andererseits zeigt es, wie wenig ein Trainer unmittelbar vor, während oder kurz nach dem Spiel korrigierend eingreifen kann. (Denn letzendlich soll auch Lob eine Korrektur darstellen, sich noch mehr anzustrengen, um noch mehr Lob zu bekommen!)


    Hat denn jemand auch ganz andere Erinnerungen zur Wahrnehmung von Trainerstimmen?

    Leverkusener


    Es sieht fast so aus, als ob ein Sponsor die "dicke Unterlippe", weil er den Verein nicht mehr für seine Geldwäsche benutzen darf? In der Regionalliga spielen mehrheitlich Spieler unter Profibedingungen. Das hat mit Hobby- und Freizeitkicken gar nichts mehr zu tun! Deshalb handelt es sich hierbei nicht um Spenden, die als Werbungskosten abzusetzen sind, sondern um Löhne und Gehälter, für die Sozialabgaben zu entrichten sind.


    Außerdem möchte ich mal den Regionaltrainer setzen, der mit 6 freiwilligen Trainingsteilnehmern eine Einheit macht, weil es ja nun allen Mannschaftsmitgliedern freigestellt ist, statt zum Training zu Penny zu fahren?

    CokeFreak


    Ich glaube schon, dass Kinder Impulse wünschen. Aber leider gleichen unsere Trainingseinheiten allzuhäufig schulischen Lehrstunden! Wenn es ums Hobby geht, dann kann ein zu sehr am Schulstress genäheres Verhalten des Trainers zu Blockaden bei den Spielern führen.


    Je nach Altersstufe sollte der Anteil von Übungen und Spielformen gewählt werden. Allerdings sollte im Breitensportbereich der Anteil der Übungen die 50 % nicht überschreiten.


    Wichtig ist ferner sensible Antennen dafür zu entwickeln, was Kinder wollen. Wenn aus Neugierde ein großer Spaß für alle wird, dann habt ihr mit eurem Training die goldene Mitte gefunden. Wenn jedoch Verzweiflung in den Kinderstillen " ... können wir nicht mal ein Spiel machen ..." klingt, dann seit ihr deutlich über den Zeitraum, in der euch Kinder zuhoren (können) hinweg.


    Die Kinder dadurch zu bespaßen, dass man den Ball aufs Spielfeld wirft, das kann es auch nicht sein. Denn das können die Kids ja auch auf dem Bolzplatz haben! Es kommt jedoch immer darauf an, wie man sein Wissen vermittelt und wann und wie man korrigierend eingreift! Geschehen diese Korrekturen aus dem Motiv heraus, dass nächste Spiel unbedingt gewinnen zu wollen, dann ist die Gefahr groß, dass der Trainer die Rechnung ohne die Kinder gemacht hat. Denn der hierbei gesetzte Leistungslevel entspricht vermutlich nicht den der meisten Mitglieder seiner Trainingsgruppe. Greift der Trainer jedoch nicht ein, obwohl die meisten Kinder unterfordert sind, dann wird wichtige Zeit für neue Impulse vertan.


    Von besonderer Bedeutung ist die Reihenfolge des Trainingsaufbaus. Übungen, die eine besondere Konzentrationsfähigkeit bedürfen, sollten nicht am Ende des Trainings, sondern gleich nach der Warmmachphase gewählt werden. Hierbei ist ein feines Gespür den Eingangsschwierigkeitsgrad, die logische Folge vom "einfachen zum schwierigen" und vom "bekannten zum unbekannten" wichtig.


    Je mehr neue Erfolgserlebnisse das Kind bekommt, je größer ist der Lernerfolg! Kinder wollen Lernen mit Spaß, genau wie wir Erwachsenen! Wenn sie Spaß haben, dann haben wir ihn auch! Genau das ist häufig der Grund, warum Kinder beim Spiel ihren Spaß auch bei einem Unentschieden oder einer Niederlage erleben können, wir Trainer jedoch Spaß fast immer nur mit Spielergebnissen verbinden!

    CokeFreak


    Das menschliche Gehirn ist ein komplexes und teilweise noch gar nicht erforschtes Steuerungssystem, welches durch die Stimmulation der Sinne Großartiges zu leisten vermag. Ob allerdings die Video`s vom Proll-Sender RTL ein realistisches Bild zeigen können, daran mag man seine Zweifel hegen. Dennoch sollte uns das Thema interessieren, weil gerade hier die unterschiedliche Wahrnehmung in den Generationen deutlich wird!


    Es ist sicher richtig, dass die wenigsten Schulkinder unter Schlafstörungen leiden, weil sie während des Unterrichts häufig einschlafen und beim Pausenklingelton geweckt werden!


    Es geht um die Fragen, die uns auch im Trainerjob begegnen:
    1. Was ist altersgerechter Lehrstoff
    2. Was ist das richtige Lerntempo, sodass eine Unter- und Überforderung nicht eintritt?


    Schon bei der 1. Frage hat es in den vergangenen Jahrzehnten eine drastische Veränderung des Leitbildes gegeben. Vor 40 Jahren war es normal, dass der altersgerechte Lehrstoff durch erzieherische Maßnahmen (Prügel) begleitet als die beste Lehrmethode angesehen wurde. Inhaltlich gab es ebenfalls eine Reihe von Veränderung. So wurde mehr Wert auf die Kommunikationsfähigkeit in der deutschen und englischen Sprache gelegt. Auch gab es eine Kompetenzerweiterung. Das Thema Umweltbewußtsein hielt Einzug und ließ die zuvor herrschende Fortschrittsgäubigkeit in einem anderen Licht erscheinen.
    Zur Erhöhung des Lerntempos ließ man sich vermehrt von den technischen Fortschritten leiten. Nicht nur immer bessere Taschenrechner, sondern auch das Internet halt komplexe Aufgabenstellungen zu verbessern.


    Das hat jede Wissenschaft wohl auch seine Moral, denn ohne Ethos scheint die Nachhaltigkeit einer Verbesserung in Gefahr. Deshalb wird hier die Frage, ob man jede gewonnene Minute anhand einer neuen Unterstützung dem Kinder schon wieder an anderer Stelle nehmen kann? Wann verändert sich Erziehung zur selbständigen Lösungen von Herausforderungen dahingehend, als dass nicht mehr nach neuen und besseren Möglichkeiten gesucht wird, sondern lediglich vorhandenes Wissen in immer besseren Drillformen transferiert wird?


    Ist nicht der Freiraum zur Entwicklung von Kreativität der Schlüssel in einem vertrauensvollen und partnerschaftlichen Verhältnis voneinander zu lernen der Weg, wie sich Kinder immer wieder neu erfinden können?

    fak


    Natürlich kommt es bei der Kategorisierung auch ein wenig auf die Altersklasse und die Liga an. Je höher es geht, je weniger kommt der Typ "Brüllaffe" vor. Aber wenn, dann handelt es sich meist um unerfahrene Übergangstrainer, die versuchen, das im Training Versäumte im Spiel nachzuholen. Diese Teams sind meist unten drin in der Liga. Weil der "Brüllaffe" nicht nur seine Spieler anbrüllt, sondern auch meint der bessere Schiedsrichter zu sein, lädt er indirekt auch seine Jungs zum Meckern und Brüllen ein. Das kommt meist beim Schiedsrichter nicht besonders gut an, weshalb das Team nach gutem Start relativ schnell den Faden verliert!


    Es gibt allerdings auch den "temporären Brüllaffen"! Dieser Typ ist fast genauso nervig für Gegner, Spieler und Zuschauer. Doch im Gegensatz zum "Brüllaffen" setzt dieser Trainertyp das Mittel sehr bewußt als eine Form von "Zuckerbrot und Peitsche" ein. Sein Coaching besteht aus konkreten Anweisungen (z.B. "X den Ball halten"), Lob (z.B. "X das hast du sehr gut gemacht") und Kritik (z.B. "los steh wieder auf, du hast doch gar nichts .."). Natürlich wird bei Lob und Kritik auch nicht über Gegner und Schiedsrichter gespart. Dabei ist manches ernst, einiges ironisch und provokativ hin und wieder sogar als Spielern abgesprochene Täuschungsversuche, um Gegner in taktische Fallen zu locken, gemeint! Der temporäre Brülleaffe nutzt die Sprache und Lautstärke, um seiner Mannschaft als 12. Mann zu helfen. Doch häufig geht er übers eigentliche Ziel hinaus und nervt Spieler, Schiedsrichter, Trainerkollegen und Zuschauer mit seinen Sprüchen! Doch im Gegensatz zum Brüllaffen, besitzt dieser Typ Trainer sehr viel fussballspezifisches Wissen. Leider kann er es nicht dosiert einsetzen, weil es mal ein kluges und mal ein übertriebenes Mittel ist. Wenn man seine Coachingzone nicht verlassen darf, dann stört dieser Trainertyp die eigene Konzentration manchmal schon, aber man stellt sich darauf ein.


    Sicher gibt es hier im Forum auch noch genügend aktive Spieler oder solche, die noch vor gar nicht all zu langer Zeit die Fussballschuhe geschnürt haben. Da wäre es mal interessant zu wissen, welcher Trainertyp euch am besten gefallen hat? War es eher der ruhige, sachliche Trainer, der nur ganz selten etwas hineingerufen hat und euch sonst hat spielen lassen und auch in den Pausen bzw. beim Training sein Wissen an euch transportiert hat oder es der emothionale Trainer, der mit seinen häufigen Kommentaren sehr viel von eurer Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat?

    Tja, das ist immer so eine Sache mit dem Hineinrufen während des Spiels!


    Dabei habe ich so einige Trainertypen festgestellt:


    1. Der Sicherheitsrufer
    Weil er von Hause aus ein Pessimist ist, ruft er pausenlos ins Spiel hinein, was seine Spieler alles nicht machen sollen.


    2. Der Kommentator
    Er kommentiert jede Aktion im Nachhinein. Besonders die, die schief gegangen sind!


    3. Der Pusher
    Wie ein Trommelfeuer prasseln seine Aufforderungen "sei als Erster am Ball", "schieß jetzt aufs Tor", "einer ran", "wo bleiben die Angebote" auf seine Spieler ein. Dabei können sich alle angesprochen fühlen. Solange man nicht hinten liegt, fällt ihm immer entwas ein und er hat ein gutes Gefühl. Danach wird er deutlich stiller, ist verärgert und schließlich frustriert, weil sich keiner angesprochen fühlt. Will ihm doch sein Team das gesamte Wochenende versauen?


    4. Trainer mit Fernseh-Bundestraienrlizenz
    Selbst die Anweisungen an sein G-Jugend-Team kommen ausschließlich aus der Erwachsenensprache des Profibereichs. Alle Floskeln, die er während seiner Studien aus der Bundesliga und der Championliga aufgeschnappt hat, muß er zum Besten geben. Wenn dann sein Team trotzdem verliert, dann ist zumindest klargestellt, dass das unmöglich am Trainer gelegen hat.


    Natürlich gibts auch noch Mischformen!


    Vielleicht wird es klar, warum ein Trainer entweder gar keine oder nur sehr kurze, einfache und gezielte Hinweise während des Spiels geben sollte, wenn man sich vor Augen hält, dass es relativ klare zeitliche wie inhaltliche Abgrenzungen gibt?


    Das Training ist dazu da, um neue Fähigkeiten zu erwerben oder zu verfeinern
    Das Spiel ist dazu da, um die im Training erworbenen oder verfeinerten Fähigkeiten auszuprobieren.


    Wer im Spiel falsch coacht, gibt seinen Spielern weder das Vertrauen noch die dafür notwendige Zeit, die im Training erworbenen und verfeinerten Fähigkeiten auszuprobieren. Er vergibt sich aber selbst auch die Chance in einer realistischen Wettkampfsituation zu erkennen, was seine Spieler bereits relativ sicher vom Training ins Spiel umsetzen können und wo es noch weiteren Trainingsbedarf gibt!



    Wer falsch coacht, der erzielt seine Spieler nicht zum selbständigen Erkennen und Handeln, sondern dazu, auf Trainerkommandos zu warten! Der Trainer wird jedoch irgendwann das Gefühl bekommen, seine Kids würden nichts lernen und behalten. Aber man kann nur etwas lernen, was man auch hinlänglich versteht. Ansonsten sind es eine wahrlose Aneinanderkettung von subjektiven Beobachtungen ohne Anwendungsorientierung


    Wer glaubt, all das im Spiel nachzuholen, was er selbst im Training versäumt hat, der ist auf dem Holzweg! Dafür ist dann das nächste Training da. Wer nicht alles behalten kann, der nutze dazu Papier und Stift! Aber nur die wichtigen Sachen aufschreiben, sonst sieht man vom Spiel nichts mehr!

    August


    Ich glaub, ich bin dir noch eine Antwort schuldig?


    Der Trainer hat auf Drängen des Vereins die Lizenz gemacht. Das ist sicher positiv zu bewerten, allerdings hat dies auch gewisse Einschränkungen bei der Beurteilung des Falles.


    Wie ersichtlich ist, mußte der Trainer (bis auf wenige Ausnahmen) pro Wochenende 3 Hin- und Rückfahrten zum Ausbildungsort machen. Dabei entstanden deutlich mehr Fahrtkosten als die 200,- € für die Lizenzgebühr. Ganz nebenbei hat er auch noch Fahrzeug- und Organisationskosten seiner Heimatvereinsmannschaft fürs Training und die Spiele getragen. So nebenbei hatte er auch einen Beruf und seine Familie, die ihn während dieser 4 1/2 Monate kaum zu Gesicht bekam, mußte weitestgehend alles ohne ihn organisieren. Seine Freunde bekamen ihn so gut wie nicht zu sehen wärhend dieser Zeit.


    Viele Trainer würden gerne eine Lizenz machen, scheuen jedoch den hohen zeitlichen Aufwand, die Kosten und die großen Einschränkungen im privaten Umfeld während dieser Zeit! Wenn sich dann noch Fälle wie hier herumsprechen, dann gibt das Zweiflern noch mehr Argumente, sich nicht weiter ausbilden zu lassen! Wer will schon Ärger, wo es nur ums Hobby geht?


    Ich denke mal, es gibt bessere Gründe, um einen bereits ausgeschiedenen Trainer zur Rückkehr in den Heimatverein zu bewegen, als von ihm eine Rückzahlung von Lizenzkosten nach 1 1/2 Jahren zu fordern. Wenn es Gründe gibt, Geld zu sparen, dann sollte man sich dort suchen, wo in den meisten Vereinen Geld verbrannt wird!

    ´ @Revilo


    Du hast es knapp und gut auf den Punkt gebracht!


    Aber wenn man ehrlich ist, in den Anfangstagen als Trainer macht man da noch so allerhand an Fehlern im Coaching.


    In anderen Altersklassen C-Jugend aufwärts,kann man durchaus auch laut werden - nur so,dass man keinen runter macht o.ä.


    Kannst du uns mal erläutern, welche besonderen Lernerfolge durch die Lautstärke des Trainers erzielt werden könnnen?

    Trainero und Cokefreak


    Es läuft über die Verbände. Weitere Infos darüber findet ihr unter folgendem Link:


    Wer bezahlt eigentlich wieviel an die Vereine?


    Die Richtlinien dazu sind leider etwas komplex, weshalb ich mal ein Beispiel angefügt habe!
    Natürlich kann es sein, dass der ein oder andere Vorstand nichts davon weiß. Da kann man sie ruhig mit der Nase drauf stoßen!


    Ist ist ein Irrtum, dass jeder Vertrag einer Schriftform bedarf. Auch mündlich geschlossene Verträge gelten, sofern ihr Kern nicht sittenwidrig ist! Allerdings ist es einfacher im Streitfalle, wenn etwas Schriftliches vorliegt. Rechtsansprüche können jedoch meist nicht ewig in Anspruch genommen werden. d.h. selbst im Falle einer schriftlichen Vereinbarung dürften die Chancen des Vereinsvorsitzenden nach 1 1/2 Jahren der Beendigung der Trainertätigkeit äußerst dürftig sein. Ich denke mal, dass ihm das auch bewußt war, sodass er die Naivität des Jugendtrainers ausnutzen wollte!