Beiträge von TW-Trainer

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    @Andre


    Wie heißt das Zeug, was ihr gerade konfisziert habt? ?(


    Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der vergangenen Jahre haben ja durchaus ihren Niederschlag in der Fussball-Ausbildung gefunden. So erfolgt die positionsspezifische Ausbildung der Feldspieler in den miesten NLZ heutzutage erst ab der B-Jugend. Denn wie du schon richtigerweise zitierst, entwickelt sich die "Entscheidungszentrale" im Gehirn erst zwischen dem 15 und 20. Lebensjahr auf die volle (ca. doppelte) Größe. Weil Fussball vom Kopf in den Fuss gespielt wird, ist die schnelle Verarbeitung der Sinn-Eindrücke hierbei von entscheidender Bedeutung. Das, was früher z.B. als "Torriecher" klassifiziert wurde, ist in Wahrheit ein Spieler mit besonders rascher Antizipation einer Situation. So hat man u.a. mit Ronaldo einen Reaktionstest gemacht. Dabei kam heraus, dass seine Sinnesverarbeitung weit über dem Durchschnitt funktioniert. Muskeln und Skelett führen lediglich die Hirnreize aus!


    Leider reagiert man auf wissenschaftliche Erkenntnisse jedoch meist erst zeitlich versetzt. Denn noch heute beobachtet man Trainer dabei, wie sie bereits für 10-Jährige eine positive/negative Erfolgsprognose erstellen, obwohl der Entscheidungsfaktor, der erst aus einem guten einen sehr guten Spieler macht, noch in Jahren voraus liegt.


    Desweiteren findet nach wie vor ein "Aussortieren" bzw. keine systematische Sichtung im oberen Jugendbereich mehr statt. Dabei würde ich wetten, dass man nahezu in jedem Dorfverein versteckte Talente in der B oder A-Jugend finden könnte. Aber es macht sich trotz wissenschaftlichem Rat niemand die Mühe dort noch einmal zu scouten. Denn wir trennen in dieser Altersgruppe nicht mehr zwischen über Trainer vermittelte Fähigkeiten und selbst entwickelten Interlekt des Nachwuchsspielers.


    So, nun komme ich zu deinem Punkt, ob den Fussball(-training) unterhalb der C-Jugend zwecklos ist? Es wäre, deiner Logik folgend genauso zwecklos, den Kindern bereits vorher Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen. Allerdings sollte es kind- bzw. altersgerecht vermittelt werden. So käme niemand auf die Idee, Kindern im Grundschulalter Schulwissen in Vortrags- bzw. Referartform vermitteln zu wollen, sondern in interaktiver und geistig spielerischen Formen. Denn wie man sich selbst ohne Hilfe Dritter Wissen aneignet, dafür braucht es viele des Trainings. So manch einer lernt es selbst auf der Universität nicht und muß dann in Diplom- oder Doktorarbeiten das Wissen anderer abtippen.


    Leider wissen wir noch viel zu wenig über uns, um schlußendliche Ergebnisse in bestmögliche Lernformen umzuwandeln. Deshalb müssen auch wir Trainer uns damit begnügen, unser Bestes in aktuelle Methoden zu gießen, in der Hoffnung, dass vieles von dem, was wir vermitteln wollten, auf fruchtbaren Boden trifft. Immer mit dem Wunsch verbunden, das es unsere Kinder noch besser machen!


    Und um schließlich praktisch zu werden: sobald das Kind die Fähigkeit erlangt, innerhalb einer Gruppe von beschränkter Größe interagieren zu können, sollte es spielerisch den Fussball lernen dürfen. Wichtig ist es hierbei ist es, den Spieltrieb zuzulassen, statt (wie es früher in der Nachwuchsförderung und auch heutzutage noch hin und wieder zu sehen ist) schon zu früh nach Perfektion aus dem Blickwinkel von Erwachsenen zu suchen.


    Wenn ein Trainer mit seinen Kindern gemeinsam auf ein neues Fussballabenteuer geht, dann kennen weder er noch die Kinder das genaue Ziel. Genau das macht den Reiz des Kinderfussballs aus, auf den wir Trainer uns aber einlassen müssen. Wenn Trainer nur den nächsten Sieg im Auge haben, dann kann sich der angeborene Spieltrieb der Kinder gar nicht in seinem vollen Umfang entwickeln. Allerdings habe ich durchaus festgestellt, dass Kinder ohne Animation durch ihren Trainer durchaus schon in der F-Jugend zum Mitspieler passen, weil bereits hier ein Gefühl dafür vorhanden ist, wer zur eigenen und wer zur gegnerischen Mannschaft gehört. Wenn der Trainer nicht per Kommando jedes Detail vorgibt, sondern lediglich Impulse gibt, die kindliche Entscheidungen anregen, dann sollten Erwachsene wie Kinder gemeinsamen Spaß am Fussball erleben dürfen.


    Die KIFU-Regeln erleichtern den kindgerechten Fussball. Allerdings setzt dieser bestimmte Einsichten von uns Erwachsenen voraus.

    @BigMacWilli


    Vielen Dank für deinen Kommentar. Bezüglich der Schmerzen beim Fangen ohne Bälle habe ich noch vor einigen Jahren deine Meinung geteilt. Der Druck reduziert sich jedoch dadurch, dass zwischen dem Erstkontakt und dem Festhaltepunkt eine Distanz liegt, in der dem Ball die Geschwindigkeit genommen werden kann.


    Bei einem Anfänger oder einem Keeper ohne TW-Ausbildung erkennt man dies sehr gut, weil er die Arme nicht anwickelt, sondern in voller Länge ausstreckt. In dieser Position prallt der Ball mit voller Wucht auf die Handfläche. Fingerverletzungen sind möglich. In Einzelfällen können sogar Brüche an der Handwurzel entstehen.


    Beim Fangen von mittelhohen Bällen erkennt man beim Anfänger, dass er die Hände bzw. Arme beim Ballkonktakt direkt am Körper hat. Auch hier ist kein "Federweg" mehr möglich, weshalb schmerzhafte Prellungen eine Folge fehlender TW-Technik sein können.


    TW-Handschuhe können lediglich bei geringem Balldruck eine unterschiedliche Wahrnehmung beim TW erzeugen. Bei hohem Balldruck können sie fehlende Technik nicht kompensieren.


    Ach ja, selbst Keeper, die sich später für den Profibereich empfehlen konnten, haben die Techniken ohne Handschuhe kennengelernt. Da ich es den Keepern stets freistelle, ob sie "danach" TW-Handschuhe anziehen, sind immer wieder auch Keeper dabei, für die TW-Handschuhe im Training irrelevant sind, sondern die Dinger nur im Spiel tragen (nicht das ein Trainer auf die Idee kommt, es hätte an den fehlenden Handschuhen gelegen, das ein Ball drin war). Die fangen auch Bälle mit härtestem Balldruck ohne Handschuhe sehr sicher!


    Ich stimme mit dir überein, dass es genau wie bei den Feldspielerpositionen beim TW zunächst um die Sicherheit und erst dann um Schnelligkeit geht. D.h. zunächst den Ball werfen oder mit schwachem Druck präzise schießen. Wenn dann die Bewegungsabläufe funktionieren, dann kann der Balldruck erhöht werden. Im Nachwuchsbereich sollte man altersbedingt jedoch Grenzen im Balldruck setzen. Denn nur dann, wenn der Keeper in jeder Situation eine realistische Erfolgschance besitzt, wird er richtig gefordert und gefördert.


    Einem TW-Training, bei dem ein Dutzend Bälle an der Strafraumgrenze liegend als Batterie aufs Tor geballert wird, erteile ich deshalb ausdrücklich eine Absage. Das hat mit modernem TW-Training nichts zu tun. (Ja, ich weiß, sowas ähnliches findet man noch in vergilbten DFB-Unterlagen zur TW-Kondition!)


    Andererseits bekomme ich auch Keeper, die woanders schon eine Ausbildung erhalten haben. Wenn ich ihnen dann sage, dass sie ihre Handschuhe erst mal in der Tasche lassen dürfen, schauen sie mich verunsichert an. Ihnen erkläre ich dann, dass sie keine Angst haben müssen, weil sie Fangtechniken sehr gut ohne Handschuhe lernen bzw. verfeinern können.


    Den erfahrenen TW-Trainern möchte ich hiermt Mut machen, es einmal bei ihren Keepern im Training ohne Handschuhe auszuprobieren und hier zu posten, ob und welche Unterschiede sie festgestellt haben?

    Wenn ich einen Spieler möchte und er auch zu uns will, dann wird er auch gesichtet und geholt.

    Ja, so war es früher schon und so wird es zumindest unter vorgehaltener Hand auch weiterhin praktiziert.


    @raicoon
    Wenn sich der Sport, insbesondere der Fussball die Fairness als oberstes Gebot auf die Fahne schreibt, dann sollte sie auch mit zuverlässigen Inhalten gefüllt werden. Zumindest im Breitensport, wo es doch eigentlich nicht um Entscheidung auf Basis von Leistung gehen sollte, müßte man sich bei fairem Umgang nicht miteinander streiten.


    Dass dabei Eltern, Kinder und Vereine hin und wieder Fehler machen, mag einerseits auf fehlende Erfahrungen und falsche Informationsgrundlagen zurück zu führen sein. Wer sich im Verein wohlfühlt und immer auf ein offenes Ohr von verständnisvollen Partnern trifft und selbst auch den Geboten der Fairness handelt, wird selten Gedaniken dafür verschwenden müssen, sich bereits in der Jugend von einer Kreisklassemansnchaft in einen Andere zu wünschen.


    Andere Entscheidungsdeterminanten stellen sich bei einem Wechsel vom Breitensport- in den Leistungsfussball. Aber dies ist nicht Bestandteil dieses Threads. Hier gehts im Kern darum, dass innerhalb des Breitensports gewechselt wird und man stellt sich (zu recht?!?) die Frage nach dem Warum?

    @Dagged


    Ich denke mal, deine Frage wird sicher eine Reihe weiterer Jugendtrainer interessieren. Gestatte mir deshalb zunächst generell ein paar Worte für diese Torwartutensilien zu verlieren.


    Lt. "Wikipedia" heißt es: "Torwarthandschuhe sind speziell für den Einsatzzweck des (Fußball)-Torwarts entwickelte Handschuhe. Auch in anderen Ballsportarten, wie beispielsweise im Hockey, werden vom Torhüter spezielle Handschuhe getragen. Zweck der Torwarthandschuhe ist es neben dem Schutz der Hände und Handknochen bei Abwehr und Fangen des Balls eine stärkere Haftreibung zwischen Ball und Händen zu erzielen um ein Entgleiten des Balls zu verhindern.


    Weil Torwarthandschuhe heutzutage zur Standardausstattung zählen, mag man sich gar nicht vorstellen, dass sie erst in den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts (Fa. Reusch in Zusammenarbeit mit dem damaligen Nationaltorwart Sepp Maier) das heutige Know-How erhalten haben.


    Jedoch hat sich die "Torwartarbeit" zur damaligen Zeit bis heute hin stark verändert, weshalb auch die Torwarthandschuhe eine andere Bedeutung erhalten haben. So war man seinerzeit der Überzeugung, dass ein Torwart auf oder and der Torlinie seine Dienste am besten zu verrichten hatte. Der ideale Torwart sollte neben einer guten Reaktionszeit über eine besondeSprungkraft verfügen. Um den Ball parallel zum Körper oder direkt am Körper fangen zu können, glaubte man dies durch Torwarthandschuhe mit besonderem Grip unterstützen zu können.


    Zwar verkauft die Fa. Reusch, wie auch Andere auch heute noch gerne Torwarthandschuhe, jedoch sind auch sie mitlerweile zur Überzeugung gelangt, dass nicht die Handschuhe, sondern die Hände des Torwarts den Ball fangen. D.h. im Umkehrschluß: ganz gleich welche Torwarthandschuhe eingesetzt und wie sie gepflegt werden, wenn der Torwart nicht mit den entsprechenden Lauf-, Sprung- und Fangtechniken ausgebildet wurde, wird auch der teuerste Handschuh ihm dabei kaum helfen können.


    Nun wird sich der Laie fragen, was denn diesen Unterschied zwischen den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts und dem modernen Torwartspiel so ausmacht? Ganz einfach: früher hechtete der Torwart parallel zur Torlinie, teilweise sogar nach hinten hin weg. Dadurch wurde auch der Ball parallel zum Körper oder direkt am Körper gefangen. Es war bei dieser Technik kaum möglich, dem Ball die Geschwindigkeit (durch Heranziehen an den Körper) zu nehmen, weshalb die Handschuhe mit Grip das Rutschen des glatten und manchmal nassen Leders etwas reduzierten. Um einen Grip aufzubauen, mußten viele Modelle vorher ein wenig angefeuchtet werden. Heute fängt der Torwart den Ball mit leicht angewinkelten Armen schräg vor dem Körper, sodass er beim Heranziehen die Ballgeschwindigkeit soweit reduziert, dass ein sicheres Fangen sehr viel besser möglich ist.


    Meine Torleute ziehen deshalb bei der Vermittlung von Fangtechniken ihre Handschuhe aus, damit sie über ihre Hände den Balldruck besonders gut spüren. Dabei sollte am besten kein Stückchen Stoff stören. Wenn sie es denn können, dann dürfen sie auch ihre TW-Handschuhe anziehen. Sie schützen im Wettkampf vor bestimmten Verletzungen bzw. reduzieren die Auswirkung. Sie wärmen bei kaltem Wetter und sie haben gewiss auch ein psychologische Wirkung. Denn ein mit TW-Handschuhen bewaffneter Keeper glaubt aufgrund der noch zu geringen Erfahrung, die Handschuhe würden ihm schon helfen (Plazebo-Effekt). Auf den Schulhöfen und Bolzplätzen kommen die Keeper aber sehr wohl auch ohne TW-Handschuhe klar.


    Ein weiterer Vorteil bei der Ausbildung des Torwarts ohne Handschule liegt darin, dass man nach den praktischen Sicherheitsübungen (dauern ca. 20 - 30 Minuten) ins Tor stellen kann, ohne das jeweils Zeit zum Wechseln der TW-Handschuhe vergehen.


    Besonders geeignet für Anfänger sind Handschuhe mit rauer Innenfläche, die man nicht nässen muß. Denn bei kalten Wetter werden die Finger bei genässten Handschuhen kalt. Fingersave-Handschuhe sind nur etwas für erwachsene Keeper, aber nichts für Kinderhände. Denn die vorgeformte Form erschwert ein Fangen. Auch kann der Nachwuchskeeper den Druckpunkt beim Fausten kaum spüren, die Ablenkrichtung präzise bestimmen, weil die Protektoren an der Außenfläche dies behindern.


    Nun kann es sein, dass mich einige TW-Handschuhhersteller "teeren und federn", wenn ich die Wirkung ihrer Handschuhe einschränke. Andererseits werden sie mir rechtgeben, dass man noch so breite Reifen und elektronische Fahrhilfen einsetzen kann. Wenn man damit zu schnell durch die Kurve fährt, wird man auch damit im Graben landen. Die Physik läßt sich nun mal nicht austricksen.


    Ich hoffe durch meine Erläuterung ein wenig Licht ins Dunkel des TW-Bereichs gebracht zu haben und bin selbstverständlich gerne auch zu sachlichen Diskussionen über dieses Thema bereit!

    @PSFCH


    Bekanntlich frisst der Teufel in der Not ja auch Fliegen! Weil es beim Pressing/Gegenpressing primär ums Verhalten der ballnahen Spieler ankommt (von denen bekanntlich mindestens immer einer pennt), kann man es durchaus auch auf einem halben Spielfeld trainieren. Aufgrund der geringeren Distanzen sollte man jedoch ein paar Provokationsregeln aufstellen. So sollte ein Rückpaß zum Keeper entweder gar nicht oder stark eingeschränkt erlaubt sein. Denn für`s ballführende Team ist es immer bequem, zum Keeper zurück zu passen, wenn man gerade unter Druck steht. Für den Lerneffekt ist es aber wichtig, Handlungsschnelligkeit zu erzeugen, damit der Umschaltprozess gut funktioniert.


    Ganz grob läßt sich eine solche Trainingseinheit wie folgt beschreiben:


    1. Warmmachen (hinführend zum Trainingsthema)
    Vorschlag: Feld von 20 x 30 m mit Hütchen markieren, an den 4 Ecken Rechtecke von 3 x 3 Meter markieren.
    1. Aufgabe: Ballführendes Team soll einen Mitspieler in das vom Trainer vorgegebene Tor (3x3Meter-Hütchenquadrat) anspielen
    2. Aufgabe: Jedes Team erhält 2 Tore (hierbei erhöht sich der Umschaltprozess durch die variablen Tore, wie durch das Umschalten bei Ballgewinn bzw. Ballverlust)


    2. Übungen
    Vorschlag: Feld von 25 x 30 m mit Hütchen markieren, dann in 3 Zonen (a. 10 x 25m) einteilen Trainngsgruppe in 3 Vierer-Teams aufteilen und in die Zonen positionieren
    1. Aufgabe: TR spielt Ball zu einer "Außengruppe". Die soll den Ball in ihren Reihen "laufen lassen" und durch die mittlere Pressing-Gruppe zur anderen Gruppe passen
    1.1. Die mittlere Pressinggruppe soll durch geschicktes Verschieben zum Ball, Anlaufen und überlappendes Absichern den Ball zu erobern, bzw. den Gegner zum Fehlpass verleiten
    1.2. Gelingt die Balleroberung, werden die Rollen getauscht
    1.3. Gelingt der Paß durch die mittlere Pressingzone, hat die Gruppe an der anderen Seite die gleiche Aufgabe.


    2. Aufgabe: TR spiel Ball zu einer "Außengruppe", die sich in die Tiefe verteilt, um im Raum variablere Anspielstationen für Paß/Doppelpaß/Paßstaffette zu erlangen
    2.1. Die mittlere Pressinggruppe soll den Ball ins eigene Zentrum lenken, wo der Paßraum besonders eng ist.
    2.2. Der ballführende Gegner soll den Ball durch die mittlere Zone zur anderen Seite wartenden Außengruppe dribbeln


    3. Aufgabe: TR spielt Ball zu einer der Gruppen und gibt Kommando, mit welcher der beiden anderen Gruppen zusammen gespielt werden soll. Die 3. Gruppe ist automatisch die Pressinggruppe. Erobert die Pressinggruppe den Ball, so wird die Gruppe, die den Ball verloren hat, automatisch zur Pressinggruppe.


    4. Aufgabe: Es werden jeweils 2-er Gruppen gebildet
    4.1. die ballführende 2-er Gruppe soll per Dribbling oder Paß an der anderen 2-er "Pressinggruppe" vorbei kommen und in ein kleines Hütchentor dribbeln
    4.2. bei Ballverlust wird das Angreiferteam zur Pressinggruppe und umgekehrt
    Diese Übung kann man jeweils nur kurz machen, weil sie sehr intensiv ist, denn eine kleine Unaufmerksamkeit führt bereits zum gegnerischen Erfolg.


    5. Abschlußspiel mit Schwerpunkt
    5.1. zusätzlich zu den 4-er Teams kommen jetzt 2 Keeper
    5.2. je nach Trainingsfortschritt kann ein Rückpaß erlaubt sein oder als Provokationsregel verboten


    PS: Vielleicht ist ja jemand aufgefallen, dass man hierfür nicht mal ein halbes Spielfeld braucht? :thumbup:


    Ganz wichtig: Hier müßt ihr die Defensive besonders unterstützen. Denn beim Pressing, egal in welcher Zone, werden Defensivfähigkeiten verlangt


    Viel Spaß dabei!

    @Finnek96


    Wünsche dir ebenfalls viel Erfolg beim neuen Verein.


    Wenn man guten Trainern den Weg in den Heimatverein zurück bahnen möchte, dann sollte man sie nicht mit einer Lüge im Gepäck gehen lassen. Zu behaupten, man könne das Geld nicht aufbringen, dass ist in sehr vielen Fällen falsch! Leider zeigt sich einmal mehr, dass Jugendleiter in den Dorfvereinen nicht über die nötigen Entscheidungskompetenzen verfügen und lediglich als Sprachrohr der Verantwortlichen reagieren müssen. Wahrlich kein leichter Job!

    1. Teilnahme am Probetraining
    Zwar kann jeder Verband sein Regelwerk selbst definieren. Ob es in allen Punkten Gültigkeit hat, ist widerum eine andere Sache. Wer wo seine Freizeit verbringen möchte und sei es als Probetraining bei einem anderen Verein deklariert, dass ist bei Minderjährigen allein das Entscheidungsrecht der Erziehungsberechtigten. Dafür braucht auch niemand eine vom Heimatverein unterschriebene Bescheinigung für eine Teilnahme mitzunehmen. Ob der andere Verein die Teilnahme am Probetraining gewährt, steht allerdings auf einem anderen Blatt.


    2. Ausbildungsentschädigung
    Die vom DFB vor einigen Jahren verabschiedete "Kann-Bestimmung" zur Zahlung von Ausbildungsentschädigungen konnte vor dem internationalen Gerichtshof nicht standhalten. Insbesonders die pauschalisierten Beträge wurden für nichtig erklärt, da nur im jeweiligen Einzelfall nachgewiesene (und tatsächlich entstandene) Ausbildungskosten geltend gemacht werden dürfen. Aus diesem Grunde wurden die Zahlungen an die Jugendvereine von Tony Kroos gestoppt, obwohl die moraden Jugendabteilungen von Hansa Rostock und Greifswald das Geld gut hätten gebrauchen können.


    Die Justitiaren des DFB war seinerzeit vermutlich klar, dass der Entwurf nicht in geltendes Recht umgewandelt werden kann, weshalb sie es gleich mit der Option verbunden haben, sich auch ohne Zahlung einer Ausbildungsentschädigung über einen Wechsel einig zu werden.


    Vermutlich würde auch die Kann-Bestimmung für nichtig erklärt, wenn ein Interessierte mit dem Grundrecht auf die Freizügigkeit über Ort und Zeit seines Aufenthalts (hier zwecks Hobbyausübung) einklagen würde? Darin würde vermutlich festgestellt, dass es hierfür keines "Freikaufs" durch die Eltern (wenn sich der Verein weigert) zur Vermeidung einer Sperre bedarf?


    3. Neutrale Beratungsstelle für wechselwillige Spieler
    Die Ausbildung und Prüfung könnte durch Unternehmen geleistet werden, die bereits heutzutage die NLZ der BuLi-Vereine zertifizieren.

    @Sportknipser


    Ich denke, die Frage ist nicht die, ob eine Tafel zur Veranschaulichung einer bekannten Spielsituation einsetzt, sondern vielmehr, ob E-Jugendliche sich bereits soweit mit Taktik auseinander setzen können, als das sie anhand einer Taktiktafel Gruppen- oder sogar mannschaftstaktisches Verständnis entwickeln könnten?


    Wenn es schon schwierig ist, durch Übungen und Spielformen, reproduzierbar Lauf- und Paßwege zu vermitteln, dann wird das sicher allein mit der Taktiktafel allein noch weniger transparent für viele Kinder in dieser Altersgruppe sein.


    Die E-Jugend ist besonders gut geeignet, um technische Grundlagen zu entwickeln und darauf aufbauend individual-taktisches Verhaltensmuster zu vermitteln. Dies kann auch in Kleingruppen zu guten Ergebnissen führen.


    Zwar wird Fussball vom Kopf in den Fuß gespielt, aber zunächst einmal müssen dafür die Grundlagen gelegt werden. Schritt für Schritt kann man so Herausforderungen gemeinsam erfolgreich gestalten.

    @Strznievski


    Ich finde das eine Prima Idee! So hält man die Jungs "bei der Stange"! Allerdings sollte das Alles nicht in einem "tierischen Ernst" gemacht werden, sondern einen größeren Event-Charakter haben, damit nicht nur die Langeweile vertrieben wird, sondern jedes Treffen zu einem Erlebnis wird. Wie wäre es z.B., wenn ihr den Trainngsrasen gegen den Sandstrand eines nahegelegenen Badesee`s tauscht (natürlich mit aktiver Unterstützung durch die Eltern)? Oder wie`wäre eine Schnitzeljagd im Wald, bei der Fussballfragen beantwortet werden sollen? Einem Flutlicht-Kick mit anschließendem Lagerfeuer und Zeltübernachtung, usw.!


    Die Vereine sollten (wieder) zum Treffpunkt der Generationen werden. Dabei spielen die Freizeitangebote immer einen besondere Rolle. Wer die Kleinen ins Boot holt, der bekommt auch die Unterstützung von Eltern und Großeltern. So kann man das Vergnügen auf viele Schultern verteilen, denn gemeinsam macht doch alles noch viel mehr Spaß!


    Desweiteren findet es bei solchen Anlässen immer auch die Zeit miteinander kleinere Mißverständnisse/Vorurteile zu klären.

    @raicoon


    Dieses Thema hat in den vergangenen Jahren immer wieder die Gemüter hier im Forum erregt. Warum und wann sollte man wechseln! Darüber gibt es so viele Einzelfälle und noch mehr Meinungen.


    Festzuhalten bleibt jedoch aufgrund der deutschen Vereinsstruktur, dass fast immer das Risiko der Nachwuchsspieler trägt. Zwar mag es zunächst noch ein Unterschied sein, ob ein Talent von einem höher spielenden Verein gescoutet und geholt wurde oder ob sich, wie in der Vielzahl der Fälle Talente zum Probetraining anmelden, aber sobald der Wettkampf startet, wird in den obersten Ligen die Leistung als Maßstab für die Mannschaftsaufstellung eingesetzt. Diese Merkmale mögen von Trainer zu Trainer abweichend sein, orientieren sich jedoch fast immer als kurzfristigen Saisonzielen und nicht nach der Ausbildung.


    Im Thema: "was machen die Niederländer anders" findet man einige abweichende Merkmale. So teilen sich bei unserem Nachbarn mehrere Vereine die Kosten und den Aufwand für die Talentausbildung. Nun wird vermutlich beim ein oder anderen die Antwort vor dem geistigen Auge erscheinen: "gibts doch bei uns mit den JSG, JFG, SG usw. auch" Ja, aber hier geht es vornehmlich darum, dass man sich zusammenschließt, weil die kleineren Vereine nicht mehr durchgängig Jugendmannschaften stellen können, man jedoch für jede Altersgruppe ein Angebot machen möchte.


    Bei der Förderung auf Leistungsniveau müssen andere Maßstäbe gefunden werden. Zwar orientieren sich beide Systeme am Geld, jedoch gibt es Unterschied bei der Verteilung des Risikos! Während sich bei uns die Höhe der Fluktuation in den obersten Ligen nach dem Spielerangebot und Nachfrage richten, gibt es dort je Altersgruppe unterschiedliche Entscheidungsmaßstäbe. Im unteren Jugendbereich beläßt man die Kinder in den Heimatvereinen und beobachtet ihre Entwicklung, indem man sie regelmäßig zu Fördermaßnahmen einlädt. Erst ab der C-Jugend wird ein Radius (ca. 70 km Luftlinie) um das durch mehrere Vereine gebildete Förderzentrum gezogen. Von dort werden die Kinder zum Training und den Spielen mit eigenen Fahrzeugen abgeholt. Ab der B-Jugend wird der Radius größer gezogen und ab der A-Jugend müssen sich die Jugendlichen gegenüber der internationalen Konkurrenz beweisen. Zwar scheint dieses System es auf den ersten Bild eine Stufenpyramide zu sein, jedoch gibt es innerhalb der Altersgruppe feinere Unterstufen. Während hier ein Reservespieler zwecks Sammlung von Spielerfahrungen mal in eine tiefer spielende Mannschaft geschickt wird, aber ansonsten in der höheren Mannschaft trainiert, kann es dort sein, dass aufgrund der Leistungsunterschiede von 2 Gleichaltrigen B-Jugendlichen aus dem älteren Jahrgang der Eine in der B 2 (jüngerer Jahrgang) und der Andere in der A 1 (älterer Jahrgang) spielt. D.h. man paßt die Herausforderung dem aktuellen Leistungsniveau an. Aber nicht von Spiel zu Spiel, sondern über einen längeren Zeitraum und entscheidet danach gemeinsam darüber, ob der Nachwuchskicker im gleichen, einem höheren oder einem niedrigeren Niveau spielen sollte. Hierzulande kocht jeder Trainer sein eigenes Süppchen, weil auch er seine eigenen Vorgaben von den Vereinsverantwortlichen erhält. Dort formulieren die Verantwortlichen der Vereine im Team je jeweiligen Ziele für die Trainergruppe (nicht für den Einzelnen)!


    Der Hauptgrund, warum in deutschen Vereinen die Verantwortlichen mit dem nervösen Daumen rauf oder runter zeigen liegt darin begründet, dass hier nicht die Synergien von gemeinsamen Zielen mit anderen Vereinen erkannt werden, sondern noch wie vor 50 Jahren rationale Gedanken weit hinter dem Vereinwappen verschwinden.


    Solange es hierzulande nur die Möglichkeit des Vereinswechsels gibt, wäre es von Vorteil, ein paar Veränderungen einzuführen:


    1. Vereinbarung einer Probezeit bis zur Entscheidung
    Statt sich sofort bzw. nach dem Probetraining entscheiden zu müssen, sollte es eine Probezeit geben, in der sich beide Partner (Spieler, neuer Verein) beschnuppern können. In dieser Zeit können gegenseitige Versprechungen überprüft werden. Im Rahmen der Probezeit sollte es Trainingseinheiten, wie auch Testspiele und Turniere geben. Denn, wenn es beiden Parteien ernst ist, dann sollte dieser zeitweilig erhöhte Aufwand O.K. sein. Im Falle eines Irrtums bleibt es beim Alten. D.h. das Kind, der Jugendliche bleibt im Verein.


    2. Neutrale Beratungsstelle
    Ein etwaiger Vereinswechsel ist fast immer auch mit sonstigen Veränderungen des Alltags verbunden. Das soziale Familienumfeld, Schule und Ausbildung müssen mit der neuen sportlichen Herausforderung in Einklang gebracht werden. Das ist deshalb besonders wichtig, weil der Fussball in den allermeisten Fällen später nicht zum Beruf wird, bzw. auch danach eine sinnvolle Perspektive notwendig ist. Die Berater sollten sich gegenüber den Vereinen jeweils neutral verhalten. Nur so können die Vereine ihre sportlichen Ziele planen und relisieren.


    3. Rücknahme von Sperre und "Ausbildungsentschädigung"
    Sperre und das Druckmittel der Ausbildungsentschädigung haben schon in der Vergangenheit vorhandende Probleme eher verschlimmert, als sie lösen zu können. Sie passen auch überhaupt nicht mehr in das Zeitalter des wachsenen Freizeitangebots. Vereine sollten sich vielmehr intenser als bisher mit ihrer Nachwuchsabteilung beschäftigen. Denn nur so durch Reformierung sowie Trennung von alten Zöpfen (dazu zähle ich auch Sperre und Ausbildungsentschädigung) kann man seinen Verein auf Dauer sichern.


    Es sei denn, Schalke und der BVB machen eine gemeinsame Fussballakademie auf. Dann haben wir die Wappen als großen Sack für gegenseitige Vorurteile abgelegt und können uns dem puren Fussballvergnügen widmen!

    @Grätsche


    Klar braucht man ein wenig Fingerspitzengefühl für die Trainingsgruppe, um sie nicht über-, aber auch nicht zu unterfordern. Allerdings gehts hier um ein theoretisches Thema mit "etwas gehobenen Ansprüchen" für die Eignungsprüfung zur B-Lizenz. Die Zielgruppe für die B-Lizenz-Trainer ist der (Einstieg in den) Leistungsfussball. Bei der C-Breitensportlizenz würde ich es genauso sehen wie du, dass man 2 Themen daraus machen kann.

    @Nico


    ist doch gar nicht so schwer! Die Methodik meint das Wie, und die Didaktik das Was!


    Das Was ist das Dribbling und das Wie die Lernschritte fürs Dribbling.


    Der Aufbau dazu ist immer der Gleiche. Man beginnt mit einfachen, bekannten Übungen (enge Ballführung, Richtungs- und Tempowechsel ohne Gegnerdruck. Weiter geht es mit etwas schwierigeren und Übungen mit Finten (z.B. "Übersteiger") und evl. noch unbekannten Finten mit passivem Gegnerdruck. Schließlich wird das Thema Dribbling Schwerpunkt in Spielformen. Dazu gibt jede Menge hier und bei www.dfb.de im Online-Training.


    Ich drück dir ganz fest die Daumen zur Eignungsprüfung!

    @Björn


    Ich mach das immer umsonst, sofern es mein sehr enger Terminkalender zuläßt. Würde sogar gern mehr machen, weil ich es für wichtig erachte, die vielen ehrenamtlichen Helfer zu unterstützen und den Kindern an solchen Tagen ein Erlebnis zu bieten, dass sie hoffentlich nicht so schnell vergessen.


    Weil ich das gar nicht in Kosten ermessen kann und ferner Rücksicht auf die unterschiedlichen finanziellen Ausstattungen nehmen müßte, hab ich es ganz lassen auch nur einen Cent dafür zu nehmen, obwohl man es mir immer wieder anbietet.


    Aber so kann ich mit den Kindern den Spaß am Fussball pur genießen und würde mir wünschen, dass mehr Trainer, die dem Fussball sehr viel zu verdanken haben, sich unentgeltlich zur Verfügung stellen würden, um an solchen Schnupper- und Eventtagen den Kindern und Veranstaltern Freude am Fussball zu spendieren.


    Natürlich muß man einen Unterschied sehen, ob ein "Ehrengast" ein paar Stunden auf der Veranstaltung ist oder ob Mitarbeiter des Vereins über einen Teil oder den gesamten Zeitraum der Veranstaltung ihre Freizeit opfern. Hier ist eine angemessene Aufwandsentschädigung sicherlich verständlich und nachvollziehbar. Ich finde, man sollte es von den tatsächlichen Kosten abhängig machen und ansonsten keine Unterschiede machen, ob jemand als Betreuer oder Trainer (mit/ohne Lizenz) seinen Job macht. Denn jeder bemüht sich darum, sein Bestes für die Kinder zu geben.

    @Uwe


    Was soll`s! Ein Zwanziger hatte schon das Bundesverdienstkreuz und wußte vermutlich, dass man dafür nix besonders leisten muß, sondern nur die richtigen Freunde haben!


    Übrigens hatte Zwanziger seinerzeit in 5 Gerichtsinstanzen gegen Weinrich verloren, ehe man sich außergerichtlich einigte. Eigentlich sollte man von einem Juristen, der zudem über eigene Erfahrungen als (Verwaltungs-)Richter verfügt bessere Prozess-Erfolgsaussichten erwarten?


    Zwanziger ist im Zeitraum von 2011 bis 2015 Mitglied des Exekutivkomitees der FiFA gewesen. Vielleicht war die Verleihung der Ehrenmitgliedswürde für den DFB ja auch eine Voraussetzung dafür ?( ?


    Auch hätte Zwanziger Sepp Blatter sehr gut beraten können. Denn der kündigte nach seiner Wahl ins FIFA-Kommitee 2011 an, nicht mehr zur Wiederwahl 2013 zur Verfügung zu stehen und bereits 2012 zurück zu treten. Als Grund gab er an, keine Herausforderung mit im eigenen Lande zu sehen. Diverse Medien behaupteten jedoch, dass interne Kritik an seiner Person der Grund dieser Entscheidung gewesen sein könnte.


    Allerdings wollte Zwaniger lediglich international agieren, während Blatter gleich den Job vom Papst mithaben wollte und sich gedacht hat, wenn es schon 2 gibt, dann kommt es auf einen Dritten auch nicht mehr an? :D Denn schon kurz nach seiner Wiederwahl verlangte er wortgewaltig, man möge sich in seinem Namen (weil er ja die FIFA ist) bei der Hand nehmen.


    Ja, ich sehe in der Szenerie ebenfalls Komödiantisches, denn jeder versucht sich so gut zu blamieren, wie es geht! Denn ist der Ruf erst ruiniert, lebt`s sich danach meistens ungeniert! :thumbup:

    @drdc10


    Was du als TW-Trainer verlangen kannst, ist zunächst einmal Verhandlungsbaisis.


    Zwar handelt es sich hier um die 2. Kreisklasse, aber auch im Breitensportbereich wächst der Wunsch nach modernen Training und einer aktiveren Rolle ihres Keepers.


    Aber ein seriöses Angebot zur Übernahme des TW-Trainings sollten immer auf Basis von nachweisbaren Fähigkeiten und Kenntnissen beruhen.


    Aus deinen Angaben kann nicht nicht erkennen, ob du bereits über Erfahrungen als Torwart verfügst oder schon enmal in einer anderen Mannschaft das TW-Training geleitet hast? Denn eider wird im Rahmen der Mannschaftslizenz-Ausbildung das Thema TW-Training nur kurz angesprochen. D.h. wer vorher keine Spezialkenntnisse hatte, lernt es dort auch nicht. Ein wenig besser, aber längst noch nicht auf die umfangreichen Bedürfnisse ausgerichtet, sieht es bei der Teilnahme am DFB-TW-Trainer Breitensport und DFB-TW-Trainer-Leistungssport aus, was nach wie vor eher den Charakter einer Informationsveranstaltung besitzt. Nicht ohne Grund wird immer noch auf eine Prüfung und die Lizenz-Vergabe verzichtet. Also bleibt nur der Weg, sich Kenntnisse über gute TW-Trainer in den Vereinen anzueignen oder als ehemaliger, gut ausgebildeter Keeper in den TW-Trainerjob einzusteigen.


    Sind fast keine Kenntnisse fürs TW-Training vorhanden, dann sieht ein TW-Training häufig so aus, als dass eine größere Reihe von Bällen an der Strafraumgrenze positioniert und in kurzer Frequenz vom TW-Trainer aufs Tor geschossen werden. Der Torwart wehrt die ersten Bälle noch ganz gut ab. Seine Erfolgserlebnisse nehmen jedoch rasch mit dem Grad der Ermüdung ab. Die wöchentliche Wiederholung (manchmal noch kombiniert mit irgendwelchen Hindernissen, die zuvor übersprungen werden sollen) dient hauptsächlich der Verlängerung der TW-Kondition. Denn es sich keine Fähigkeiten zur Analyse von technischen oder taktischen Defiziten vorhanden, sodass auch keinerlei Korrekturen, außer "... so langsam kannste aber mal wieder einen Ball halten ..." vorhanden.


    Ob man so einen Job übernimmt, hängt auch von den zur Verfügung stehenden Keepern ab? Hat man ältere Torleute, die das zuvor beschriebene Szenario kennen, dann wollen diese Torleute weiterhin diese Form der TW-Athletik. An der Verbesserung von Technik und Stellungsspiel besteht nur selten Interesse.


    Hat man es mit Nachwuchskeepern zu tun, dann kann durchaus eine reizvolle Aufgabe in der Individualisierung seiner TW-Fähigkeiten bestehen. Mit Individualisierung meint man zweierlei:
    Erstens hat jeder Mensch, so auch jeder Keeper einen individuellen Weg, wie er am besten lernt. Doch bis dieser Lernweg beschritten werden kann, muß sein TW-Trainer zunächst durch intensives Beobachten diesen Weg erkennen. D.h. bevor der TW etwas vom TW-Trainer lernt, lernt der TW-Trainer sehr viel von seinem TW! Zweitens gibt es einen Unterschied zwischen dem "schulmäßigen TW" und den Abweichungen, die die jeweilige Stärke des Keepers ausmachen. Darum wäre es nicht sehr klug, bereits jedes Detail vorzugeben. Besser ist es, das sich der TW daran ausprobieren kann. Nur dann, wenn es bei dieser Technik oder Taktik eine "Sackgasse" gibt, wo er sich nicht mehr verbessern kann, sollte man korrigerend eingreifen. Ansonsten werden mit dem Training der TW-Stärken seine Schwächen immer geringer werden.


    In wieweit das TW-Training also von dir vorbereitet werden muß, hängt sowohl von deinen Fähigkeiten als auch von den Ansprüchen der Verantwortlichen ab. Ferner ist die Frage zu klären, ob der TW-Trainer bei jedem Spiel dabei ist, um im Wettkampf die im Training verbesserten Fähigkeiten zu beobachten und ggf. das TW-Training daraufhin anzupassen.


    Die Frage, wieviel Geld dies dem Verein wert ist, stellt sich erst dann, wenn du dir bewußt wirst, wie viel es dir wert ist! Bei einer seriösen Anfrage und Angebot können selbst im Senioren-Breitensportbereich mittlere 3-stellige Honorare gezahlt werden.

    Am besten wäre es, wenn Niersbach und Zwanziger gleich mit zurücktreten!


    Der Grund, warum Niersbach nach seiner Rücktritsforderung an Blatter rasch wieder "ins Körbchen" verschwand, wird nun auch klar.


    Wie im nachfolgenden Link: http://www.jensweinreich.de/20…t-fifa-prasident-blatter/
    nachzulesen ist, haben Niersbach und Zwanziger im Rahmen einer Feierstunde zum 40. Ordentlichen DFB-Bundestages Sepp Blatter zum DFB-Ehrenmitglied ernannt.


    In der Laudio heißt es u.a.: “Wir haben heute eine ganz besondere Persönlichkeit des Weltfußballs und des Sports unter uns. Jemanden, der den Fußball nicht als wertlosen Wettbewerb sieht“, verdeutlichte Dr. Theo Zwanziger. „Es ist eine große Ehre für uns, dass Sie heute bei uns sind. Wir wollen ihnen Dank sagen für all das, was sie für den deutschen Fußball geleistet haben. Und wir wollen diesen Dank ausdrücken, in dem wir sie als Ehrenmitglied in den Deutschen Fußball-Bund aufnehmen.”


    Blatter antwortet u.a. “Ich habe heute das Gefühl, dass ich in Deutschland nicht nur bekannt, sondern beliebt bin. Das tut mir gut. Das tut mir besonders heute gut”, freute sich Blatter. “Das Leben ist wie der Fußball und der Fußball ist wie das Leben. Wir kommen aus einer WM in Afrika zurück und alles ist schön und super. Aber seit Sonntag bin ich zu Tode betrübt. Wir haben Spieler neben unserem Spielfeld, die das ganze System und das gute Image innerhalb eines Tages kaputt gemacht haben. Aber wir haben reagiert, denn der Fußball soll weiterhin das Spiel bleiben, das die Welt bewegt. Das Spiel, was wir als Spiel der Hoffnung, der Integration und der Leidenschaft sehen”, erklärte der FIFA-Präsident bezüglich der jüngst bekannt gewordenen Korruptions-Vorwürfe. Es seinen genau die Eigenschaften, die den Deutschen Fußball-Bund charakterisieren, deswegen freue er sich, „heute hier zu sein und die Grußworte des Weltverbandes überbringen zu dürfen.“


    Wie kann sich als Steigbügelhalter für einen Menschen, den man für korrupt hält, betätigen? Gibt es dafür einen anderen Grund, als den eigenen Machterhalt?

    @Uwe


    Genau aus diesen Gründen wäre es fahrlässig, einen Sepp Blatter wegen möglicher im Amt zu lassen. Wenn es die FIFA ehrlich meint, dann sollte sie eine Person zum kommisarischen Leiter ernennen. Nicht Blatter, sondern die Kommission bestimmt dann den neuen Wahltermin. Sonst macht am Ende Blatter noch einen Rücktritt vom Rücktritt?

    @Strznievski
    Mir sind auch Trainer lieber, die man auch den Kindern zeigen kann. Aber darum geht es nicht! Ein Profitrainer steht auch vor der Aufgabe mit den Medien so umzugehen, wie es die komnerziellen Interessen der Verantwortlichen und Sponsoren verlangen. Die aber interessieren sich nun einmal nicht für Normalität, sondern wollen Woche für Woche eine neue Story, die sich verkaufen läßt. Früher gab es Spieler, die durch Interviews das Medieninteresse weckten. Die aber wurden zu Statisten degradiert, dessen Sätze sowieso fast immer gleich sind und mit "ich denke ..." beginnen. Auch die Pressekonferenzen sind so langweilig geworden, weil man sich dort schon wieder emotional in den Griff bekommt. Was gibts da Besseres als emotionale Live-Bilder von tickenden Emotionalbomben? Der Bouleward lebt von Emotionen und braucht ständig Nachschub. Dank Leuten wie Kloppo werden seine Bedürfnisse befriedigt. Denn solange man Erfolg hat, muß das ja richtig sein!


    Oder hast du schon mal ein Werbevideo mit Arsene Wenger gesehen?


    Deine nächste Frage bezog sich auf meine Bemerkung, das man selbst kaum Unbeteiligter in einer Sache, bei der man eine Veränderung wünscht, ist.
    Beim Wunsch, der Wahrheit ein wenig auf die Sprünge zu helfen wird der Teil, der (noch) nicht belegt werden kann, gerne vor den neugierigen Blicken Dritter versteckt. Schon die ALTEN Griechen wußten mit der Rhetorik ganz gut umzugehen. STOA und EPIKUR gaben zwar vor, streng kausale Zusammenhänge gelten zu lassen. Was jedoch als kausal zu gelten hatte, das mußte durch eine moralischen Wertung des damaligen Zeitgeistes belastbar sein.


    Wer in ein Gespräch zur Verbesserung von Rahmenbedingungen geht, tut gut daran, sein persönliches Interesse deutlich zu machen. Dabei ist es von großem Vorteil, wenn eigenes Verschulden sichtbar wird, statt lediglich seinen Finger in die Wunde von Versäumnissen Dritter zu legen. Es redet sich dann sehr viel leichter!

    Wie gehts weiter?
    Vermutlich für fast alle überraschend kam gestern Blatters Rücktritt? War es ein taktischer Rücktritt, denn Blatters Devise lautet ja: "wer heute verliert, kann schon morgen wieder gewinnen", weil er einen Deal mit den Behörden beider Länder ausgehandelt hat? War es sein Irrtum, in Katar eine Fussball-WM austragen zu lassen, der ihn zwingt, sein Amt ruhen zu lassen? Sicherlich waren es nicht die Interessen der BILD, COKA COLA oder AMERICAIN EXPRESS, die ihn in die Knie gezwungen haben. Wenngleich Sponsoren auch dort immer wichtiger werden, hat die FIFA Geld wie Heu!
    Die eigentliche Schwierigkeit, die auch für den künftigen FIFA-Boss kaum händelbar sein wird, ist die förderale Struktur der kontinentalen Verbände und ihren Verflechtungen mit der FIFA. Man hat sehr deutlich an der Reaktion des deutschen Vertreters Niersbach gemerkt, der schon nach dem Versuch sich zum Korruptionsvorwurf unter Blatter zu positionieren, dann aber mit Volldampf zurück ruderte. Scheinbar war ihm entgangen, dass Sepp Blatter aus den Händen unserer Kanzlerin den Bundesverdienstorden erhielt. Und das, weil beim entscheidenden Wahlgang der neuseeländische Funktionär den Raum verließ. Da wollte und sollte besser nicht nachgehakt werden, ob denn bei der Wahl Russlands oder Katar alles mit rechten Dingen zugegangen ist?


    Auch der Zeitpunkt der Neuwahl gibt Rätzel auf? Warum erst im Winter? Soll da etwas "ausgesessen" werden, um an der Macht zu bleiben? Hat man vielleicht gar aus Deutschland gelernt, dass eine Salamitaktik (man gibt nur das zu, was nachgewiesen werden kann) nicht mehr funktioniert, weil die Presse bereits eine Vorverurteilung betreibt und man besser erst mal in Deckung geht, bis das Medieninteresse erlöschen ist? So ganz werden wir es wohl nie erfahren! Insbesondere schon deshalb nicht, weil man ja nur dort etwas "säubern" kann, wo bekannt wurde, dass es "dreckig" ist! Und wer gibt schon zu, dreckige Geschäfte gemacht zu haben?

    @FBPapa07


    Erst einmal herzlichen Dank für deine Ideen, wie man die Einführung einer Aufwandsentschädigung für Nachwuchstrainer im Jugendbereich einführen könnte.


    Ich sehe da allerdings ein paar Gründe, warum das Modell scheitern könnte:


    1. die, nennen wir sie mal "Laientrainer" haben ebenfalls Kosten (Sprit, Telefon, PC, Drucker, Internet-, Papier), auf deren Erstattung sie (bereits heute) bestehen
    2. mit dem "Premiumtrainer" würde man eine 2-Klassen-Gesellschaft bei den Jugendtrainern einführen. Verantwortliche sowie Eltern würden unweigerlich nach weiteren Maßstäben
    (z.B. Ligazugehörigkeit, Tabellenrang) suchen, welches sich jedoch konträr zum angestreben, mittelfristigen Ausbildungsweg verhält
    HInzu kommt, dass man besonders gut ausgebildete, lizensierte Trainer wohl kaum auf Dauer in einem kleinen oder mittleren Dorfverein wählt, weil sie meist andere
    Karrierepläne haben.


    Einführung einer Aufwandsentschädigung für alle ehrenamtlich Tätigen ist notwendig
    Die Motivation einer ehrenamtlichen Tätigkeit entsteht durch eine Kombination aus Lob und Anerkennung. Letzteres dokumentiert sich durch eine gerechte Aufwandsentschädigung.
    Die Schwierigkeit bei der Einführung einer Aufwandsentschädigung für alle Jugendtrainer eine zusätzliche Motivation bei den Zahlern (Mitgliedern) wie bei den Trainern und Vereinsverantwortlichen schaffen sollte. Diese Motivation könnte in der Bereitschaft und dem Nachweis einer Aus- und Fortbildung liegen. Ob diese Ausbildung intern oder extern stattfindet, mag sich in der Anzahl der gefahrenen KM unterscheiden. Aber einen ganz besonderen Wert würde ich einer Verbesserung des sportlichen Know-How im Verein sehen. Ggf. kann man sich auch mit ein paar Vereinen in der Nachbarschaft zusammentun, um in den Vereinen ein Fortbildungsangebot zu schaffen. Denn der besondere Vorteil liegt darin, dass man das Ausbildungsangebot sehr viel präziser auf die Bedürfnisse im Verein zuschneiden kann und dabei ganz nebenbei die ethischen Werte vermittelt, die diesem Verein besonders am Herzen liegt.


    Natürlich werden diese Ausbilder auch nicht kostenlos arbeiten. Beim DFB, bzw. den Verbänden bekommen sie schließlich auch ihre Pauschale und die Fahrtkosten bezahlt. Anders als bei diesen offiziellen Bereichen kann jeder Verein sein Profil für die Ausbilder abweichend bestimmen und muß sich nicht an die "Lizenzmeierei" halten. Dadurch vergrößert sich die Zahl potenzieller Ausbilder, die über erfolgreiche Arbeit, Spezialwissen, Erfahrung und Kommunikationsstärke in der näheren Umgebung zur Verfügung stehen. Ich denke, es wird eine beträchtliche Zahl geben, die gern ihr Wissen weitergeben würden. Diese Leute fragt nur bislang niemand und/oder man bietet ihnen keine Aufwandsentschädigung dafür an. Es rechnet sich für Alle, weil man so sehr viel schneller und präziser den Ausbildungsbedarf im Verein abdecken kann. Besser ausgebildete Trainer haben mehr Spaß an ihrer Arbeit, wodurch die Fluktuation im Trainer, Spieler und Mitgliederbereich gesenkt werden kann. Ziel muß es sein, sich schon im zur Winterpause seiner Jugendtrainer für die kommende Saison zu sichern, damit man im Frühjahr allen interessierten Kindern und Eltern das Angebot für die kommende Saison verbindlich geben kann. (Heute ist es leider so, dass nach dem Ende der Saison noch nicht immer feststeht, wer zur kommenden Saison das Team trainiert. Einige Jugendleitungen sagen sogar, sie würden deshalb erst kurz vor der neuen Saison Eltern auf den Trainerjob ansprechen, damit die nicht zwischenzeitlich absagen, weil sie sich über den Aufwand und vermeintlichen Ärger zwischenzeitlich erkundigt hätten.)


    Einfach wird es sicherlich nicht, denn die Verantwortlichen müssen zunächst einmal aktiv werden, um (ggf. gemeinsam mit den Nachbarvereinen) ihren Bedarfsplan zu erstellen und einen Maßnahmenkatalog zu erstellen. Eine andere Chance, als aktiv zu werden, um die Zukunft des Vereins zu sichern, sehe ich nicht!