Beiträge von TW-Trainer

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    @Andre


    Mal in allem Ernst! Ist dir nicht aufgefallen, das nur in der Überschrift Junior/in steht, aber ansonsten der Text lediglich auf den Jungenbereich gemünzt ist? Irgendwie scheinen die noch nicht im Zeitalter der Gleichberechtigung angekommen zu sein. Sonst wüßten sie, dass es auch fussballspielende Mädchen gibt, bei denen der biologische Entwicklungsprozeß ein wenig anders verläuft und von daher nicht mal die genannten Zeiten des 1. und 2. Goldenen Zeitalters hinhauen. So spielen viele Mädchen im älteren B-Juniorinnen-Jahrgang bereits bei den Damen mit, weil sie bereits ausreichende Fähigkeiten besitzen. Bei den Jungen ist es jedoch eine absolute Ausnahme, dass ein B-Jugend-Spieler (mit Sondergenehmigung) bei den Senioren mitkickt.


    Wenn du mir soweit folgen kannst, dann müßtest du dir die Frage stellen, warum der DFB bei der Sicht auf einen relativ kleinen Altersbereich auf derart rudimentäre Ableitungen kommt?


    Anders gefragt: warum werden diese "großartigen Denkleistungen des DFB" nicht auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen aufgegriffen?


    Warum hat z.B. die Schule keine Erkenntnisse aus den Weisheiten des DFB geschlossen oder gibt es sie? Ne, eher im Gegenteil: man schafft sogar gerade das Turbo-Abi wieder ab, weil man die Erfahrung gemacht hat, das es für die jungen Leute zu viel Stress ist und sie zu wenig Zeit haben, sich über ihren zukünftigen Lebensweg (Studium, Ausbildung) Gedanken zu machen. Deine Jungs müßten doch in etwa auch mit derlei Fragen zu dir kommen oder?


    Gewiss lohnt sich die Mühe für jede andere Altersgruppe genau so, weshalb die positive Ausssage über das Goldene Alter" keine Abgrenzung zu anderen Alersgruppen sein darf. Für mich hört sich das mit dem Goldenen Lernalter wie ein Rezept an, was mit den richtigen Zutaten gewürzt, immer was Gutes gibt, während es in anderen Altersgruppen mit noch so viel Engagment über eine lauwarme Brühe hinaus nichts geben kann.


    Eine Aussage ist nur dann richtig, wenn auch das Gegenteil richtig wäre! Das ist sie jedoch nicht, weshalb ich damit nicht allzuviel anzufangen weiß!

    @soccerbook


    Wir TW-Trainer haben untereinander sehr großen Respekt, denn wir machen diesen Job mit großer Leidenschaft. Ein anderer Grund ist, dass wir uns sehr viel mehr autodidatisch weiterbilden, aber durch den gegenseitigen Austausch gern voneinander lernen. Dennoch gibts unterschiedliche Philosophien, wobei jede auf Basis von ausreichendem Wissen und Erfahrung seine Berechtigung hat.
    Neid und Mißgunst über die Leistungen Dritter ist uns deshalb fremd. Allerdings erkennen wir auch rasch, ob jemand Ahnung von der Torwartausbildung hat und es für die Zielgruppe gut präsentieren kann.


    Ich denke mal du hast eine gute Wahl getroffen, weil sowohl der Autor wie auch der Verlag für gute Qualität stehen. Falls du Fragen dazu hast, kannst du sie gerne loswerden!

    @Trainerfox


    Wie man`s macht, dafür gibt sicher viele Wege! Wichtig ist, dass man den Kindern Spaß an der Position vermitteln kann und hierbei sinnvolle und systematisch aufeinander aufbauene Übungen macht.


    Vielfach wird es jedoch total vernachlässigt und dann wundert man sich irgendwann, dass niemand mehr ins Tor will! Aber der Keeper gehört nun einmal zur Mannschaft. Sehr viel später wird diese Förderung Früchte tragen. Denn es ist keine neue Weisheit, dass bei zwei in etwa gleichguten Teams fast immer das mit dem besseren Torwart gewinnt!

    @coach1995



    Beim DFB wird die D-Jugend als das 1. "Goldene Lernalter" und die B-Jugend als das 2. "Goldene Lernalter" genannt.


    Das "Goldene Lernalter" gibt lt. DFB ausschließlich bei den Jungen! Denn sonst hätte man sicher bemerkt, dass bei ihnen die Pubertät früher startet und endet und hätte dementsprechend andere Altersphasen beschrieben?


    "Wikipedia" findet den Begriif des "Goldenen Lernalters" nicht relevant. Hier findet sich lediglich ein Hinweis des Talents, wofür jedoch keine bestimmte Altersstufe angegeben ist.


    Ich denke mal, das "Goldene Lernalter" sollte mit der Geburt eines Menschen beginnen und mit seienm Tod enden! Sonst würde die Krabbelgruppe, der Kindergarten in der frühen Lebensphase sowie Institutionen wie die Universitätsprofessur oder Bundestagsmandat in der späteren Lebensphase keinen rechten Sinn ergeben.


    Unsere Jugend und die ältere Generation haben großes Glück gehabt, dass sich nicht alle Weisheiten aus der DFB-Denkzentrale auf die Gesellschaft übertragen haben. Aber ganz so ernst scheinen es die Herren selbst nicht zu meinen, sonst hätten sie sich ja schon selbst wegrationalisieren müssen, da sie sich weit ausserhalb des "Goldenen Lernalters" befinden und von daher keine Leistungssteigerung mehr zu erwarten ist.

    @Danielano


    Nur, damit hier kein falscher Eindruck geweckt wird. Man unterscheidet im weiblichen Fussball zwischen einer Mädchenmannschaft (F - A-Juniorinnen) und einer Damenmannschaft. Bei den C-Juniorinnen handelt es sich als nicht um ein Damen., sondern um Mädchenteam.


    Aber natürlich hast du recht, dass es eine Reihe von Unterschieden zwischen dem Mädchen- und dem Jungenfussball gibt.


    Es ist jedoch ein Irrtum, das Mädchen generell nicht mit den Jungen mithalten können. Aus diesem Grund gibts in sehr vielen Kreisauswahlen und DFB-Stützpunkten auch Mädchen. Ferner spielen die Nachwuchsteams der Frauen-Bundesligsten häufig in Jungenligen. Denn nur dort finden sie eine in etwa gleichbleibende Qualität und Gegner auf Augenhöhe. Besonders starke Mädchen kicken im Jungen-Leistungsfussball bsi einschließlich B-Jugend.


    Speziell bei den Torleuten gibt es sogar einen Zeitkorridor (älterer D bis jüngerer C-Jahrgang), in denen Mädchen aufgrund ihrer früher einsetzenden Pubertät bessere Leistungen erzielen können.


    Allerdings ist es aufgrund der vielen Unterschiede müßig eine 1 zu 1 Leistungsdiskussion zum Männerfussball zu führen.


    Ansonsten stimme ich @Chris und @thomasg bei, dass Trainingszeit viel zu schade ist, um sie mit reinem Laufen zu verbringen. Wenn es einzelne Spieler gibt, die neben dem Fussball gerne laufen, dann können sie sich zusätzlich einer Leichtathletikgruppe anschließen oder aber sich mit Freunden zum Laufen verabreden.


    Kondition gehört zwar zu den wichtigen Elementen im Fussball, jedoch sollte man dafür fussballspezifische Formen anwenden. Weil es im Spiel nicht vorkommt, dass jemand zuerst einige Runden um den Platz läuft, um z.B. ein Tor zu erzielen, läuft sich durch die Übung "Rundenlaufen" keine Verbesserung im Sprint, der Ballführung und der Schußtechnik erzielen. Hierfür findet man mittlerweile genügend Übungen, bei denen die wechselnden Laufgeschwindigkeiten mittrainiert werden.


    Im Rahmen von Kondition wirst du sicher auch in deinem Team auf 3 unterschiedliche Typen treffen. Da gibt es den "Sprinter". Er ist antrittsschnell und hat ein hohes Tempo. Leider kann er das nicht allzulange halten. Dann gibts den "Dauerläufer". Er ist zwar nicht der Schnellste, kann aber sehr lange laufen. Schließlich gibts noch den "Mixedtyp". Er ist eine Mischung aus angemessener Schnelligkeit und Ausdauer. Bei jedem dieser Typen lassen sich durch gezielte Übungen, Spielformen und ausreichenden Wettkampfeinsätzen Fortschritte erzielen. Jedoch wirst du aus dem Sprinter niemals ein Konditionswunder machen und ebenso wirst du den Dauerläufer nicht zu einem Sprint-Ass machen. D.h. reines Konditionstraining würde sich unterschiedlich auf deine Mannschaft auswirken.


    War beim gegnerorientierten Fussball die Schnelligkeit allein schon ein elementarer Faktor, so ist im ballorientierten Spiel die Handlungsschnelligkeit sehr viel stärker gefragt.


    Wenn also der Dauerläufer häufig schon dort steht, wohin der Ball gespielt wird, weil er gelernt hat, einen Pass zu erahnen und deshalb vorausschauend handelt, dann wird er den Sprinter, der meist noch dorthin rennen muß, weil er lediglich gelernt hat schnellstmöglich von A nach B zu rennen, im Laufe des Spiels dominieren können.


    Moderner Fussball wird vom Kopf in den Fuss gespielt. Früher war es vielfach umgekeht. Da ist man erst zum Ball gerannt. Erst wenn man ihn kontrolliert hatte, wurde darüber nachgedacht, was man damit machen könnte. Meist wurde man dabei vom Trainer "Max mach Meter" auch noch angefeuert. Heute fixiert der Spieler den Ball sowie die nähere Umgebung und hat bereits eine Lösung (z.B. Paß zum Mitspieler), wenn man den Ball erreicht. Zum "Todstoppen" oder "Meter machen" bleibt keine Zeit.

    @coach1995


    Wenn du selbst Torhüter warst, dann hast du schon mal den Riesenvorteil gegenüber einem Laien, dass du weißt, wie eine Technik ausschauen mußt. Ferner kannst du ihm manches präsentieren, was ein anderer nur über Erklärungen erreicht.


    Aufgrund der Terminenge bietet sich ein "Torwart-Crashkurs" an.


    1. Teil
    Aufgrund der besonderen Bedeutung der defensiven Fähigkeiten wird dies zunächst trainiert.
    Startphase:
    Die technischen Inhalte sind:
    - Aufnehmen von flachen Bällen
    - Fangen von halbhohen und hohen Bällen
    - Ball immer vor dem Körper (statt darüber oder daneben) aufnehmen oder fangen


    Die taktischen Inhalte sind:
    - Positionsveränderungen und Timing


    Der Schwierigketsgrad:
    - einfache gerollte oder geworfene Bälle mit geringem Druck
    - mit Druck geworfene Bälle
    - geschossene falsche, halbhohe, hohe Bälle und Aufsetzer
    - dabei Körperspannung aufbauen und Energie gezielt aktivieren


    Aufbau-Phase
    Technikvermittlung von Stand, Abkipp- und Abdruckzone
    Die technischen Inhalte sind:
    - Körperhaltung bei der Auftaktbewegung, sowie Abkipp- und Abrollbewegung
    ...


    Ach ne, das wird mir jetzt zu lang. Schreib mir per PN, was du speziell wissen willst! Ich glaube, dass geht dann schneller. Denn du hast es ja eigentlich selbst auch drauf!

    @fussballvadder


    Eines der Standardwerke für den Nachwuchs-Keeperbereich ist das Buch "Gehalten". Ich bin mir jedoch sicher, dass es aufgrund der rasanten Veränderungen auf dieser Position schon recht bald neuere Werke gibt.


    Bei "ft-junior" bist du auch beim Thema altersgerechtes Training an eine gute Adresse.


    Beim TW-Training in der Altesgruppe solltest du den Spaß in den Fordergrund stellen. Der wird jedoch rasch unterbrochen, wenn sich jemand verletzt, weil nicht darüber nachgedacht wurde, dass Kinder in diesem Alter bestimmte Gefahren noch nicht ausreichend erkennen.


    Nachfolgend 2 Beispiele


    1. Auf ausreichenden Abstand achten
    Der TW-Trainer sollte bei der Übung: Ball hochwerfen und fangen auf einen ausreichenden Abstand der Spieler untereinan der achten. Denn die schauen nur zum Ball, laufen auch nach und achten dabei nicht auf einen evl. angelaufenen Mitspieler, der ebenfalls seinem geworfenen Ball nachrennt. Wenn die Beiden mit den Köpfen aneinander rauschen, dann kann`s schon mal sehr weh tun.


    2. TW-Spieler rennen aus verschiedenen Richtungen auf den Ball zu
    Auch hierbei erkennt der einzelne F-Jugendspieler die Gefahr durch den Zusammenprall mit seinen Mitspielern nicht. Weil die Arme und Hände in der finalen Phase zum Ball ausgestreckt sind und auch die Augen nur noch das Spielgerät fixieren, kann es hierbei zu Verletzungen kommen, die insbesondere im ungeschützten Kopfbereich zu schmerzhaften Prellungen sowie leichten Gehirnerschütterungen führen können. Deshalb sollten die Übungen so ausgeweählt werden, dass die TW-Spieler bei Gruppenübungen in die selbe Richtung laufen.


    Hat man die Grundbegriffe der altersgerechten Sicherheiten erst einmal verinnerlicht, gibt es kaum Grenzen in der Kreativität von Übungen und Spielformen! Wichtig ist es spielnah zu trainieren. Nicht spielnah wäre demnach eine Übung, die zwar für den Laien prima ausschaut, jedoch fürs Spiel kaum von Nutzen ist. Hierbei sitzt ein Keeper auf den Boden. Vor ihm steht ein TW-Trainer, der ihm Bälle zuwirft. Jedoch kommt es im Spiel eigentlich nicht vor, dass sich ein Torwart zunächst hinsetzt, um in dieser Körperhaltung auf den gegnerischen Ball zu warten.

    @fak
    Prima Antwort, wie ich finde. Es gibt schon wesentliche Unterschiede zwischen Training und Spiel.


    Ich möchte es auch einmal überspitzt formulieren: was können die Gegner dafür, wenn einige Spieler im eigenen Team bestimmte Defizite haben, weil sie z.B. eher selten zum Training kommen oder noch nicht so lange dabei sind? Es mag zwar der Wunsch der Vater des Gedankens sein, die Korrekturen während des Spiels nachzuholen oder die Zeit deutlich verkürzen zu können. Das funktioniert im Regelfall aber schon deshalb nicht, weil hier der Spieler etwas per Trainerbefehl macht, was er noch gar nicht ausreichend versteht und deshalb schon bei der übernächsten Aktion wieder falsch macht.


    Insofern nützt die Unterscheidung zwischen Training als Zeit zum Kennenlernen und Verfeinern und dem Spiel, um die im Training verbesseren Fähigkeiten ausprobieren zu lassen.


    Fussball ist sicher auch ein Spiel der besonderen Emotionen, denn es spielt sich dabei sehr viel im Kopf ab. Allein das ist schon ein wichtiges Merkmal, warum sich jeder Spieler ganz und gar aufs Spiel konzentrieren lassenn könnte, statt gleichzeitig permanenten Kommentaren seines Trainers lauschen zu müssen, weil ansonsten die Auswechselung oder Nichtberücksichtigung beim nächsten Spiel droht.


    Das Coaching unterstützt den in jedem Kind angelegten Wunsch des Sichausprobierenwollen im Spiel. Besonders gut aufgenommen werden Zusprüche, die die Kinder mutig machen. Denn nur, wenn sie etwas Neues ausprobieren dürfen und dabei natürlich auch immer riskieren, dass es schief gehen kann, können sie Erfahrungen sammeln und daraus entscheidende Rückschlüsse ziehen, was erfolgreich ist. Ein weiterer entscheidender Faktor ist, dass Kinder im Spiel besonders gut von anderen Kindern lernen können. Unterbinde ich diesen Prozess, in dem ich während des Spiels meiner Mannschaft den Auftrag erteile, dass die gesamte Konzentration den Traineranweisungen gilt, dann kommt am Ende dabei soetwas heraus wie Fussball für kleine Erwachsene.


    Während der Trainerausbildung werden deshalb Übungen und Spielformen vermittelt. Natürlich wäre es schön, wenn ein Teil der Ausbildung zuhause im Wettkampfbetrieb wäre. Denn hierbei könnte man den Lizenzaspiranten ebenfalls wichtige Elemente in der Mannschaftsführung und der Entscheidungsfähigkeit (was gehört ins Spiel, was ins Trainng) vermitteln. Zwar waren die Test dieser praxisorientierten Trainerausbildung sehr erfolgreich. Leider gibt es jedoch beim DFB zu wenig hauptamtliche Trainerausbilder, sodass es auf absehbare Zeit lediglich ein Wunsch bleibt.


    Wichtig ist es für den Trainer altersgemäße Defizite seiner Spieler zu erkennen und Methoden zu dessen Korretur zu wissen. Wichtig ist es aber auch zu wissen, wann (Training/Spiel) die beste Zeit dafür ist.

    @tobn


    Ja, du hast recht! Allerdings hab ich auch schon Fälle von nachträglicher Freigabe in Erinnerung. Die jeweiligen Bosse kennen sich und klären mögliche spätere Streitigkeiten. Was dann wirklich als Kuhhandel dabei herauskommt, erfährt man nicht. Nur, dass jemannd, der mit Gewalt gehalten oder gesperrt werden sollte, plötzlich doch ohne Sperre beim neuen Verein spielt.


    Für mich es es nach wie vor ein Wechsel-Prozedere, was vielleicht von Vereinen und Verband gehandhabt werden kann, aber für die Laien schwer nachvollziehbar ist. Man hat sogar das Gefühl, die kommen da nur am Rande vor!


    Eine deutliche Korrektur zu einer "verbraucherfreundlicheren" Regelung für die Hobbysportler wird notwendig sein, will man nicht noch mehr Athleten verlieren, die sich in solchen Fällen sagen. "Dann hör ich eben ganz auf!"

    @Karl


    Also auch mir fällt es schwer Günters Schilderungen nachzuvollziehen.


    Denn Günters Schilderungen würden ja bedeuten, dass alle anwesenden Erwachsenen soviel Sachverstand mitbrächten, zwischen Coachen und Joystick-Anweisungen unterscheiden können. Das stelle ich mir jedoch in der F-Jugend noch sehr schwer vor? Und wie bitteschön soll man das Verhalten der Mutter mit dem Kinderwagen direkt am Fussballrand einordnen? War das etwa vernünftig oder setzt sie ihrem Kleinkind unnötige Gefahren aus?

    @Andre
    Du findest deine Argumente, wonach für alle Spieler TW-Übungen ins Training integriert werden soll, in der DFB-Broschüre wieder. Allerdings besteht schon ein Unterschied, ob jemand selbst einen Ball hochwirft und ihn dann wieder auffängt oder ob er im Spiel gerne Torwartaufgben übernehmen möchte. In den alten DFB-Unterlagen finden sich da noch so Hinweise, wonach der Keeper besondere Eigenschaften verfügen sollte. Das ist natürlich Blödsinn und aus der damaligen Unkenntnis heraus, wie sich die Anfänge auf dieser Position entwickeln. Denn erst durch den Erwerb spezielle Fähigkeiten anhand von Übungen und Spielformen wird der Spieler auf der Torwartposition das nötige Selbstvertrauen besitzen das vorher Erlernte auszuprobieren.


    Fähigkeiten auf dieser Position erwerben kann jeder, aber einige haben besonderen Spaß daran. Deshalb sollte man niemanden zwingen und auch niemanden ausschließen. Die Leistungen auf dieser Position spielen in diesem Alter zwar noch gar keine Rolle, jedoch ergeben sie sich aus geeigneten Übungen und Spielformen.


    In der DFB-Broschüre erkennt man einige Fehler. Wer hat sie gesehen und kann sie beschreiben?
    Manche Übungen entsprechen nicht mehr dem modernen TW-Training, weil sie im Spiel gar nicht vorkommen. Findet ihr welche?


    Aber der überwiegende Teil ist sehr gut für Anfänger geeignet. Welche Übungen findet ihr besonders toll?


    Natürlich ist diese Broschüre nur ein kleiner Anfang, denn danach sollten bebilderte Techniken sowie Fehlerbilder einen Einblick in die TW-Aufgaben geben. Ein besonderes Feld für den TW-Trainer ist die Fehleranaylse von Techniken und Taktiken und die Korrektur durch geeignete Übungen. Hier könnte und wird es noch mehr Schulungsunterlagen geben, denn die Aufgaben des Keepers haben sich in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt. Dazu mal ein Beispiel, was jedem Betrachter sofort ins Aufge fällt: Achtet mai die Position der Keeper bei zentralen Freistößen in den Bundesligaspien. Die stellen sich fast alle mittig (um zu beiden Seiten hin einen gleich langen Weg zu haben). In der letzten Saison standen sie bei exakt den gleichen Situationen noch auf einer Seite. Diese Taktik ist zwar nicht neu, hat aber erst einige Zeit gebraucht, um von den Entscheidern ausreichend verstanden zu werden. Manches gibts noch gar nicht zu sehen, wie z.B. das "aktive 1 gegen 1" (im Gegensatz zum "passiven 1 gegen 1")


    Wer noch ganz am Anfang ist und in seinem Verein etwas aufbauen möchte, der sollte mit Hilfe eines TW-Trainers einfache Übungen und Spielformen für diese Position entwickeln. Im Internet (hier in der Ruibrik "Trainingsübungen" wird er einiges finden. Natürlich gibts auch einige Bücher. Hierbei sollte man ein wenig aufs Erscheinungsdatum schauen, weil sich wie schon erwähnt einiges verändert hat bzw. Neues hinzugekommen ist.

    man spielt auf der üblichen Fläche, richtet keine Fanzone ein und keine Trainerzone....noch weniger achtet man auf die Mindestabstände von 15 Metern.

    Andre, sag doch selbst: die Kontrahenten haben noch gar keine Ahnung von den Regeln des FPL oder?


    Wie will man da zu einem abschließenden Ergebnis kommen, dass mit der FPL alles nur noch schlimmer geworden ist?

    Das verstehe ich nicht. TW-Trainer: Kannst Du das erläutern ?

    Für den Heimatverein stellt sich jeweils die Frage über den sportlichen Wert des Spielers. Handelt es sich um einen Leistungsträger, dann möchte man ihn möglichst dazu bewegen, im Heimatverein zu bleiben. Spielt der neue Verein in der gleichen Liga oder nur eine Liga höher, glaubt man realisitische Chancen zu besitzen, dass es vielleicht nur eine Kurzschlußhandlung nach einem Streit war und es sich der Spieler noch mal überlegt. Über das Druckmittel der Sperre hat man Zeit gewonnen, die man dazu nutzen kann, das sich die Gemüter wieder abkühlen.


    Die Androhung der Sperre, Ablöse, weil man es jemand heimzahlen will, kommt eher seltener vor. Denn wenn sich beide Parteien erst mal so weit zerstritten haben, dann wird notfalls auch eine Sperre inkauf genommen.


    Aus diesem Hintergrund heraus kann es durchaus Sinn machen, wenn ihr Eltern dem Heimatverein unmißverständlich klarmacht, dass Max sowieso nicht mehr für diesen Verein spielen wird. In solchen Fällen kann man auf nachträgliche Korrektur hoffen. Die kann nachträglich erfolgen, wenn ursprünglich auf dem Spielerpaß eine Nichtzustimmung angekreuzt war.


    Natürlich kann man mit dem neuen Verein auch eine Vereinbarung treffen, dass man ohne Sperre und Ablöse wieder wechseln kann. Denn es gibt ja keine Sperrpflicht im Zeitraum der beiden Wechselzeitkorridore.


    Man könnte es auch so regeln, dass die Vereinsbindung jeweils für 1 Jahr gilt und danach nur mit beiderseitigem Einverständnis verlängert wird. (Verträge, die keine Frist oder eine sehr lange Bindungsfrist enthielten, hat der BGH bereits gekippt, weil er argumentierte, dass die Veränderungen über einen so langen Zeitraum nicht vorhersehbar wären und es deshalb eine vorzeitige Vertragslösung geben müsste)


    Allerdings wäre mir eine allgemeine Lösung am liebsten. Die sollte nicht nur die durchaus berechtigten Aspekte der Vereine, sondern auch die der Aktvien angemessen berücksichtigen. Geschieht das nicht, sehe ich einen weiteren Aderlass durch unsägliche Diskussionen über nicht ausgewogene Rechtsverhältnisse.


    Gerade erst wurde das Widerrufsrecht (im Zusammenhang mit einer Risikolebensversicherung) für die Verbraucher gestärkt.


    Ich sehe eine wesentliche Verantwortung des Vereins darin, jedem neuen Mitglied bzw. dessen Eltern über die möglichen Folgen eines Vereinswechsels aufzuklären. Wer lediglich über den günstigen Mitgliedsbeitrag informiert, will nur etwas verkaufen, aber das Produkt bewußt in ein besseres Licht erscheinen lassen.

    Wenn ja....lief das gut, ....sonst hättest du ja mit einem "bestätigen" geantwortet.

    @Andre


    Deine Frage war ja, ob es eher schlimmer geworden ist durch die FPL. Dann kann ich durch eigene Erfahrungen nicht bestätigen.


    Deine Frage, ob es gut lief, kann ich ebenfalls nicht bestätigen, habe jedoch begründet, dass dies ursächlich nichts mit der FPL zu tun hat, sondern mit einer Reihe von Problemen in den Vereinen mit dem unteren Jugendbereich.


    Die Definition: gut/schlecht beschreibt den Zustand nur unzureichend, weil man die FPL nicht damit beschreiben kann, dass man am Stichtag X das Spiel von Mannschaft Y gegen Z gesehen hat. Erst, wenn man sich damit auseinder setzt, welche Vorbereitungen für die Veränderungen getroffen wurden und wieviel Zeit es gab, sich praktisch daran zu gewöhnen, kann man beschreiben, ob und welche positiven/negativen Veränderungen es gegeben hat.


    Auch ich habe den neutralen Spielbeobachter in sozialen Brennpunkten befürwortet, weil hier besonders geringe Aussichten bestehen, allein auf die Vernunft der Beteiligten zu setzen, da hier der Frust aufgrund sozialer Benachteiligung ein allzugroßes Agressinsventil ist. Den Erwachsenen jedoch generell einen eigenen und fast selbständigen Weg im Umgang mit Kinderfussball abzusprechen, halte ich jedoch für stark übertrieben. Denn wie ich bereits anführte, gibt es immer auch Menschen dort, die auf aggressive Zuschauer, Trainer mäßigend einwirken können. Leider gibts jedoch zu viele, die nur Gaffen wollen und soetwas auch noch als amüsante Abwechselung des sonst eher monotonen Alltags begreifen.


    Die FPL ist nur ein Kompromiss auf den kleinsten Nenner! Was daraus wird, dass nur liegt an uns!

    @Strznievski


    Ich denke mal, du bist mit deinen Gedanken schon auf einem richtig guten Weg.


    Optimal wäre es, wenn ein TW-Trainer zu dir zum Training käme und mit allen Spielern deines Teams für ca. 10 Minuten TW-Übungen machen würde. Die Vorteile liegen auf der Hand: jeder lernt auch diese Position unter Fachanleitung und mit Spaß kennen.


    Man beginnt üblicherweise mit eine paar Sicherheitsübungen:
    1. Finger nicht in Ballrichtung ausstrecken (sonst kann man sich die Fingerkuppen prellen)
    2. Ball vor dem Körper mit fast ausgestreckten Armen mit beiden Händen fangen (bei ganz seitlich, nach oben oder ganz nach ausgestreckten Armen gibt es keinen "Federweg", deshalb müssen Finger und Handwurzel die gesamte Stoßbelastung beim Ballkontakt tragen und können sich verletzen)
    3. Über Oberschenkel, Hüfte und Schulter abrollen (sonst landet man ggf. auf dem Bauch)
    4. Über Fußspitze abdrücken und den Ball vor dem lang ausgestrecktem Körper fangen (sonst kann man sich den Ellenbogen, die Schulter prellen oder rammt sich das angezogene Knie in den Bauch)


    Der Vorteil eines TW-Trainers ist, dass er nicht nur sieht, wenn ein Teilnehmer einen Sicherheitshinweis noch nicht versteht/befolgt oder eine Technik noch nicht ausführen kann. Er kennt auch die Methoden zur Korrektur.


    Es ist problemlos möglich mit F, E und D-Jugend-Kinder, die Spaß an dieser Position haben, gemeinsame Übungen zu machen.


    Jedoch sollte man dann darauf achten, dass man bei sämtlichen Übungen alle Kinder im Blickfeld hat, damit man ggf. sofort korrigierend eingreifen kann, denn bei Anfängern ist das Risiko ein wenig größer. Klappt es gut, dann wird man eine Reihe begeisterter Kinder haben, die auch auf der TW-Position sehr viel Spaß haben.


    Wenn kein TW-Trainer im Verein diese Aufgabe übernehmen kann, dann sollte man sich Lektüre über ein kindgerechtes TW-Training besorgen. Denn ohne Vorkenntnisse stellt man viel Unfug an, weil man falsche bzw. nicht vollständig korrekte Bewegungsabläufe trainieren läßt, die später mühsam korrigert werden müssen. Auch gibt kaum etwas blöderes, als wenn sich jemand beim Training nur deshalb verletzt, weil sein Trainer noch zu wenig Fachkenntnisse besitzt und ihn vor eine noch unlösbare und deshalb gefährliche Aufgabe stellt.


    Gern würde ich auch die DFB-TW-Kurzschulungen und die DFB-TW-Ausbildung an Herz legen. Man geht gewiss nicht ohne neue Kenntnisse nach Hause, allerdings dürfen die Erwartungen hierbei nicht zu hoch gestellt werden.


    Desweiteren gibts die Möglichkeit bei größeren Vereinen mit speziellen TW-Trainern nachzufragen, ob man ihnen über die Schulter schauen darf. Im Regelfall haben die nichts dagegen.


    Wer neugierig und engagiert ist, der wird sicher einen Weg finden, um sich die gewünschten Informationen zu beschaffen.

    @Anna


    Die Schilderung des Werdegangs deines Sohnes prägt einen Teil des Jugendfussballs. Ich würde mir wünschen, alle Eltern und Kinder würden in dieser Zeit eine ausgewöhnlich schöne Bereicherung ihres Lebens sehen!


    Aber leider sehen nicht alle "Aussortierten" es so, dass es keine Entscheidung fürs Leben ist. Nach meinen Erfahrungen wählen die Meisten keinen zweiten Versuch. Hab gerade einen Fall, in der ein Spieler es sogar im Internat eines Bundesligisten geschafft hat, aber den Wechsel in den Seniorenbereich nicht hinbekommt, weil ihn häufige Verletzungen immer wieder zurück werfen und er jetzt für sich die Nase voll hat.


    Ohne entsprechende Betreuung geht das Selbstvertrauen diesr Jugendlichen schnell den Bach hinunter und kann sich auf andere Leistungsgebiete (Schule, Ausbildung) negativ auswirken. Aufgrund der Labilität besteht ein erhöhtes Risiko, dass es "in einen falschen Freundeskreis" gerät und mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Ein Grund hierfür ist, dass während dieser Jahre Dritte den Tagesablauf organisieren und man sich außer um den Fussball um nichts kümmmern muß. Heute weiß man, dass es zur Entwicklung selbständig handelnder Menschen dazu gehört, ihnen nicht alles vorzugeben, sondern Eigeninitiative fördern muß.


    Weil ich ja viel mit Torleuten zu tun habe, bin ich mit dem RAE-Effekt konfrontiert. Denn Mannschafts- und TW-Traienr sehen durchaus Unterschiede. So gibts nach wie vor Mannschaftstrainer, die sortieren Keeper auch nach Körpergröße und Körpersprache aus! Da läßt es sich denken, dass Keeper, die in den letzten Monaten eines Jahres geboren wurden, physische und/oder psychische hier zeitweilig Nachteile haben. Da kannst du diesen Trainern zig Beispiele nennen, in denen sich die Nachteile einer späteren Geburt später neutralisiert haben! Man glaubt es einfach nicht! Allerdings sortieren solche Leute auch Keeper aus, die mit 12 Jahren besonders groß, aber mit 14 besonders klein sind. Hauptsache, man hat sofort Erfolg und muß es nicht dem späteren Trainer gönnen!


    Mich hingegen interessieren nur solche Faktoren, die ich als Trainer zum jeweiligen Zeitraum durch Training beeinflussen kann. Was soll ich mit einem Gardemaß Keeper, der immer 3 Meter vor der Position entfernt ist, an der er eigentlich sein sollte. Was nützen ihm dann noch die 10 cm mehr an Körperlänge, wenn er trotzdem nicht an den Ball kommt? Wenn ich unbedingt wissen wollte, wie groß einer später wird, dann brauche ich mir nur seine Elten anschauen, rechne ein paar Centimeter drauf und kann mich einigermaßen darauf verlassen. Aber worin besteht dann die Kunst die Fähigkeiten zu erkennen und sie opitmal zu trainieren?


    ich sehe allerdings auch in vielen Bereichen des Fussballs kurzfristig wenig Änderungschancen. So bekommt es der DFB auch nach mehrjähriger Vorlaufzeit nicht hin, in seinem TW-Ausbildungsprogramm über den Status einer Informationsveranstaltung hinaus soviele Inhalte zu vermitteln, dass sich zumindest bei Mannschaftstrainern mit dieser Zusatzausbildung das Bild wandelt?


    Übrigens, die kurzfristige Änderung der Sichtweise in der Talentförderung mag sich vielleicht auf dem Papier nicht so schnell ändern, wohl aber bei den damit beauftragten Personen. Selbst Uli Hoeneß ist nach wenigen Besuchen im Jugendzentrum seiner Bayern aufgefallen, dass es auf Vordermann gebracht werden muß!

    @Andre


    Nein, kann ich nicht bestätigen. Die FPL hat m.E. nicht dazu geführt, dass Trainer jetzt "Ersatzschiedsrichter" fungieren und alles kommentieren. Wer die Leistungen eines Schiedsrichters nicht akzeptiert, der meint auch ohne Schiedsrichter seinen Senf überall dazu geben zu müssen.


    Ob es ursächlich eine Charakterfrage ist, ggf. damit zusammen hängt, dass man im Beruf zu viel oder zu wenig Personalverantwortung hat oder aber allein an den noch fehlenden Erfahrungen und damit verbundenen Unsicherheit ist, vermag ich nicht zu sagen?


    Allerdings würde ich nicht die Trainer, sondern die Vereine stärker in die Pflicht nehmen, sich besser um geeignete Kandidaten bzw. umd eine bessere Ausbildung für den Trainerjob zu kümmern.

    @Else


    Also dafür sind diese Fälle schon zu lange her, als dass ich nicht mehr mit Bestimmtheit sagen kann, ob der Verband erst nach Ablauf einer Wartefrist von 14 Tagen geantwortet hat.


    In deinem Fall müßte wohl Akteneinsicht für Klarheit sorgen. Denn es gilt das Datum des Poststempels, nicht das Eingangsdatum beim Empfänger. (Sonst hätte es im Laufe des Poststreiks jede Menge Streitfälle geben können, weil ja in diesem Zeitraum die Post nicht pünktlich ausgeliefert wurde.)


    "Fies" wäre allerdings, wenn Max insofern seinen Heimatverein zwingt, sich die Sache nochmals zu überlegen, wenn er sagt: ich spiele sowieso kein Spiel mehr für euch. Denn dazu kann ihn ja niemand zwingen.