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Ein paar Übungen dafür sind leicht gemacht:
1. Partnerübung für "lange Bälle" flach, halbhoch, hoch
Hütchen im Abstand von ca. 30 m positionieren und Schußtechniken für die 3 Varianten trainieren
2. Partnerübung für "hoche, lange Bälle"
a. Übungstor/e (soll gegnerische Abwehr simulieren) im Abstand von ca. 30 m vor dem Trainngstor aufstellen
b. Keeper fürs Trainingstor bestimmen
b. Abwehr-, Mittelfeldspieler ca. 8 - 10 m hinters Tor positionieren und ausreichend Bälle bereit legen
c. Angreifer rechts/links neben Übungstor/e positionieren
Aufgabe: sobald Flankenschütze anläuft, der den Ball knapp übers Übungstor schießt, rennt Angreifer in Richtung der von ihm eingeschätzten Flugbahn. Unmittelbar nach Ballkontrolle entscheidet der Angreifer über sofortigen Torabschluß oder 1 gegen 1 Dribbling mit Keeper.
3. Übung mit Gegnerdruck
dito, jedoch stehen im Tor Abwehrspieler mit Blickrichtung auf den Flankenschützen
Aufgabe des Angreifers besteht darin, die Flanke früh genug zu erahnen. Weil der Abwehrspieler sich zuerst noch umdrehen und Tempo aufnehmen muß, sollte der Angreifer vor ihm am Ball sein und zügig den Torabschluß suchen. ist der Abwehrspieler vor ihm am Ball, spielt er zum Keeper zurück, wodurch die Situation für ihn erfolgreich abgeschlossen ist.
4. Variante mit Gegnerdruck
dito, jedoch werden Hütchen statt Übungstor zur Positionesbestimming beim Start eingesetzt. Hierbei gibt es weitere Angreifervarianten, bei der nicht nur die Tiefe, sondern auch die Veränderung in der Breite der Spielfeldposition verändert werden kann.
Meist ist jedoch nicht die Technik das Problem, sondern die Geschwindigkeit des Umschaltprozeßes nach Balleroberung. Hierbei treten folgende Fehler auf:
1. "Todstoppen"
Weil der Spieler nicht gelernt hat, bereits vor der (wahrscheinlichen) Balleroberung eine Entscheidung zu treffen, was er danach mit der Kugel machen will, wird der Ball gestoppt, um Zeit für diverse Varianten zu gewinnen. Leider wartet der Gegner nicht immer geduldig auf die Entscheidung der Ballführenden, weshalb die Dauer bis zur Entscheidung von einer erfolgreichen Ballverarbeitung abhängt.
2. "jetzt hab ich den Ball endlich und geb ihn erst mal nicht mehr her .."
Wird Zeit damit vertrödelt, dass man nach der Balleroberung erst mal einige Meter damit läuft, bevor man ihn paßt, so gibt man dem Gegner Zeit, sich zu sortieren. So hat er es leicht, den Ball rasch zurück zu erobern.
3. "den Ball erahnen"
Nur, wenn der Paßnehmer rechtzeitig den Ball erahnt und bereits taktisch klug läuft, kann er einen Vorteil daraus ziehen. Wartet er, mit der Mitspieler den Ball angenommen hat, wissen auch die in seiner Nähe befindlichen Gegenspieler, wohin die Kugel wahrscheinlich weitergeleitet werden soll.
4. den Ball in den Lauf spielen
Nicht der Passgeber, sondern der Paßnehmer entscheidet, wohin der Ball gespielt werden soll. Dabei ist es wichtig, dass er Ball in Richtung zum gegnerischen Tor erlaufen kann. Denn kommt der Paß zu kurz, muß er ihn entgegen laufen und verliert schon dafür zu viel Kraft, die ihm beim anschließenden Tempodribbling vermutlich fehlen wird.
5. Paß aus der richtigen Zone
Erfolgt der lange Ball aus dem eigenen Drittel, so hat das defensive Mittelfeld und die Abwehr nicht genug Zeit, um nachzurücken. Bei sofortiger Balleroberung durch den Gegner kann dieser das kurzfristig entstandene "Loch im Mittelfeld" für sich nutzen, um darüber selbst einen erfolgeichen Angriff zu starten. Deshalb sollte der "lange Ball" möglichst aus dem Mittelfeld in den Schnittstelle der gegnerischen Abwehr gespielt werden. Dabei sollten die Angreifern noch genügend Distanz zum gegnerischen Tor besitzen, damit sie den Ball kontrollieren und erfolgreich abschließen können.
Die Paßtechnik steht also erst an letzter Stelle, denn zunächst einmal sollte das schnelle Umschaltspiel trainiert werden.