Beiträge von TW-Trainer

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    @Thomas


    Die technisch und taktisch am weitesten ausgebildeten C-Juniorinnen, die ich gesehen habe, kamen aus NRW und aus Bayern. Allerdings hatten die letzendlich gegen besonders robuste Teams, die in den Jungenligen spielen, hin und wieder das Nachsehen. Aber es gab auch eine sehr viel größere Leistungsstreuung innerhalb der Teams. Dies resultiert zum daraus, dass es noch keine systematische und flächendeckende Förderung bei den Mädchen gibt. Zwar gibts mitlerweile schon ein paar DFB-Stützpunkte für Mädchen, haben dir tun sich noch schwer. Mal gibts zu wenig geeignete Trainer, mal findet man keinen Verein mit geeigneten Trainingsbedingungen und mal will man seine Mädchen nicht dort hinschicken, weil man eine aggressive Abwerbung von größeren Vereinen unterstellt.


    Beim NFV kann man nach wie vor seine C-Juniorinnen für die Bezirksliga an- und abmelden. Man muß noch nicht einmal ein 11-er Team stellen.


    Unterschiedlich sind auch die Bezeichnungen, hinter denen man fälscherweise ein bestimmtes Leistungsniveau vermutet. Gibt es beim NFV die 2. und 1. Kreisklasse, eine Kreis- und eine Bezirksliga, so gibts im Mittelrhein ein 1. Kreisklasse, 1 Bezirksliga und 1. Verbandsliga. In Bayern gibt es ebenfalls 3 Ligen, die jedoch mit Gruppe, Bezirksliga und Bezirksoberliga beschrieben werden.


    Daran läßt sich erkennen, dass da in Richtung Vergleichbarkeit und Vereinheitlichung des jeweiligen Leistungsniveaus noch vieles im Dornröschenschlaf liegt.


    Es war schon schwierig genug, nach der Einführung der B-Juniorinnen-Bundesliga einen sportlichen Unterbau auf Verbandsebene zu schaffen. Bei den C-Juniorinnen ist an so etwas überhaupt noch gar nicht zu denken, weil es je nach Region sehr unterschiedliche Vorstellungen davon gibt. Auch das sind Gründe dafür, dass man zunächst einmal vor Ort nach einer pragmatischen Lösung bei den C - Mädchen suchen sollte.

    @Andre


    Ich glaub, du übertreibst ein wenig! Denn worum gehts denn eigentlich? Geht es um den Fussball oder geht es um die Kohle? Bei letzterem gibt es ein Menge anderer Wege (darunter auch sehr viele Sportarten), die ebenso wenig erfolgversprechend sind. Geht es um den Fussball, dann sollte jeder Mensch die Chance bekommen, ihn so zu betreiben, wie er es wünscht!


    Es bestreitet kaum jemannd, dass man bei der Selektion und Förderung der "Elite" noch Optimierungsmöglichkeiten sieht. Aber woanders laufen ja auch genug Nieten in Nadelstreifen herum (siehe VW-Skandal)! Es steht jedem frei, wo und wie umfangreich er sich informiert. Wer die Informationen nicht einholt oder sie nicht auf ihren Gehalt hin prüft, der ist doch ein stückweit auch selbst schuld, wenn er so blind ist und alles glaubt! Werbung ist doch auch nichts anderes als "Verarsche"! Aber trotzdem fallen (fast) alle darauf herein und kaufen sich Dinge, die sie eigentlich gar nicht brauchen, bzw. nicht zu dem Preis kaufen würden, wenn nicht über Werbung eine entsprechende Wertanmutung fürs Produkt gemacht worden wäre.


    Wir drehen uns hier im Kreis, wenn man das Verschulden immer nur bei Anderen sucht, ohne auch selbst ein Schuldeingeständnis zu treffen! War man nicht selbst auf beiden Augen blind, fühlte sich gebauchpinselt und wollte nur glauben, statt sich mir der Realität zu beschäftigen?


    Hast du nicht früher selbst eine andere Meinung zur Talentförderung gehabt? Wenn ja, was hat dich damals dazu bewogen und warum hast du deine Meinung geändert? Damit könntest du unerfahrenen Trainern und Eltern helfen, aber nicht mit einer Pauschalverurteilung, aus der man herleiten könnte, dass es woanders viel besser wäre!

    @raicoon


    War meine Beschreibung zur Abwehr von hohen Bällen (Bogenlampe gehört ebenfalls dazu) wohl doch zu kompliziert? Ansonsten hättest du wohl verstanden, dass es überhaupt gar nicht auf die Körperlänge eines Keepers ankommt. Wie sollten denn nach deiner Meinung in den Ländern, in denen die Durchschnittsgröße deutlich geringer ist als bei uns, die Trainer geeignete Keeper finden? Die Tore sind doch bei denen genauso hoch und breit!


    Versuch dich vom Merkmal: Körperlänge = Torwarteignung zu lösen! Aber nicht deshalb, weil sie ja als Jugendliche noch wachsen, sondern weil ein Keeper mit entsprechender Technik und TW-Taktik einen hohen Ball besser abwehrt und sicher fängt! Ein Lulatsch, der kein Stellungsspiel kennt, keinen Torschuß rechtzeitig antizipiert, über keine gute Fangtechnik verfügt, wird deiner Mannschaft nicht helfen können. Welchen Unterschied macht es, ob der Lulatsch den Ball direkt ins Tor gehen läßt oder der Nachschuß ins Tor wandert, weil er den Ball gar nicht festhalten kann?


    Ein kleinerer, wendiger und geistig reger Torwart wird häufig schon dort sein, wohin der Ball geflankt wird. Er wird die Torfläche geschickt zustellen, meist als erster Sieger im 1 vs 1 mit dem Gegner hervorgehen. Ob und wie viel er später noch wächst, ist völlig unwichtig! Aber wenn es deine Neugier befriedigt, dann schau dir einfach mal seine Eltern an und rechne ein paar Zentimeter drauf!

    @raicoon


    Hab mir beim Lesen das Grinsen nicht verkneifen können, weil:


    1. "Mimosenalter" (erstreckt es sich wohl von den Bambinis bis zu den Alten Herren und vom absoluten Anfänger bis zum Profi)
    2. die besten Feldspieler sind auch die besten Torhüter (schön wärs, da bräuchte man ja gar nicht lange suchen!)
    3. je größer der Torwart, je besser (solange der Lulatsch immer 3 Meter von der Stelle, wo der Ball hin gespielt wird steht, ist mir der Kleine, der immer richtig steht, lieber!)
    4. am besten einen Großen mit koordinative Ungereimtheiten ins Tor (damit alle Feldspieler einen Schuldigen für die Niederlage haben?)


    Man kann auch anders gute Torhüter gewinnen, wenn man:
    1. bei den Übungen und Spielformen darauf achtet, dass auch die TW-Position wechselt (dann wird es selbstverständlich, auch dort Erfahrungen zu sammeln)
    2. gute TW-Aktionen stets lobt (um die Wichtigkeit der Aufgabe hervor zu heben)
    3. evl. Spieler-Kritik am Torwart in der Weise kommentiert, als das auch ihm wie alle Feldspieler Fehler unterlaufen dürfen und das dies wichtig ist, um sich durch diese Erfahrungen verbessern zu können


    Es kommt auch nicht darauf an, ob dein Bester (Feldspieler) ins Tor geht, sondern dass du das Vertrauen zu 1 - 2 Mannschaftsmitgliedern aufbaust, die Lust auf die TW-Position haben. Wenn der Spaß an der Position entsteht, dann kommt die Leistung von ganz allein.


    Auf die häufige Betonung der Körperlänge als Entscheidungsfaktor möchte ich kurz eingehen.
    Jeder Trainer ärgert sich, wenn sein Keeper einen hohen Ball aus langer Distanz nicht hält. Hingegen verzeiht er es ihm, wenn er einen hohen Ball aus mittlerer Distanz nicht erreicht. Es ist jedoch ein Irrglaube, dass der lange Ball für den Keeper einfacher zu halten wäre, nur weil er dafür mehr Reaktionszeit hat.
    Denn Ball aus mittlerer Distanz kann er aus der Laufbewegung im Sprung relativ einfach erreichen. Beim langen Ball muß der Keeper den Ball jedoch aus der Standposition erreichen. Das ist nicht so einfach, wenn man nicht die dafür korrekte Posiition, den Aufbau von Körperspannung, die Sprung- und Abwehrtechnik kennt.
    ich versuche mal für den Laien einigermaßen verständlich die TW-Routine für den langen, hohen Ball zu beschreiben:
    1. Nachdem TW erkennt, wohin der hohe, lange Ball geschossen wird, positioniet er sich auf die Torlinie zu der Stelle, an der er den hohen Ball erwartet
    2. Vor dem Ballkontakt beugt der Keeper den Oberkörper soweit vor, bis er auf leicht angewinkelten Knien auf den Fussballen steht. Die Füßspitzen zeigen dabei leicht nach außen, was die Stand- und Absprungstabilität erhöht. die Arme sind dabei unten.
    3. Unmittelbar vor dem Ballkontakt springt der Keeper mit beiden Füssen gleichzeitig hoch; der gleichzeitige Durchschwung beider Arme unterstützt die Sprungbewegung
    4. Der Ballkontakt findet mit beiden Händen gleichzeitig vor dem Körper statt.
    4.a. Kann der Keeper nicht mindestens das obere Drittel seiner Hand(Finger)flächen hinter den Ball bringen, so kann der Ball entweder übers Tor gelenkt oder aber leicht nach vorn zunächst abgewehrt und im Nachfassen gesichert werden.



    Natürlich gibts Abwandlungen mit Faustabwehr oder einarmiger Abwehr. Aber das ist für Keeper dieser Altersklasse noch schwieriger bei hohen, langen Bällen. Deshalb sollte man zunächst die einfacheren Dinge trainieren.


    Verständlich ist nunmehr, dass man mit mehr Körperlänge lediglich kleinere Stellungs- oder Technikfehler ausgleichen kann, weshalb man besser Ausschau nach schlauen Bewegungstalenten halten sollte, die mit ihrer Intelligenz und eurer Hilfe rasch selbständig Aufgaben lösen können.

    @Dirk


    Eigentlich sollte es ja ums Spiel oder die Spieler gehen. Aber man kann und darf es wohl nicht losgelöst vom Trainer und dem NLZ gehen. Aber gerade bei der Diskussion übers NLZ wird`s schwammig, weil es eigentlich für den Bereich ab der C-Jugend vorgesehen war. Weil jedoch die Suche nach Talenten schon immer früher beginnt, möchte man natürlich immer die Besten haben, auch wenn`s dafür gar keine Garantie gibt! Die Streuung der NLZ-Verantwortlichen ist sehr groß, weshalb man gar keine einheitliche Aussage über deren Qualität treffen kann. Ein großes Problem ist jedoch die hohe Flukuation, weil es als Übergangsstation für spätere Aufgaben gesehen wird, um ans "große Geld" zu gelangen.


    Mehr mehr Profis ich ausbilden durfte, je mehr bin ich zu der Einsicht gelangt, dass unser Weg der Talentsuche, bei dem die Stecknadel im Heuhaufen gesucht wird und jeder sein eigenes Ding machen will, darf und muß, der falsche Weg ist. Eine Kontrolle allein auf Basis von Ergebnissen zu führen, paßt schon deshalb nicht, weil die Ausbildung nicht über eine Saison, sondern über den gesamten Jugendbereich erfolgt.


    Die Auswahl der Talente, der Ausbildungszeitrahmen, die Ausbildungsinhalte und -schwerpunkte sowie die Kooperation mit Schulen, Eltern, ect. dürfte m.E. nur in einem Team von ausreichend ausgebildeten Verantwortlichen geschehen. Wir aber holen ein Kind ins NLZ (oder eine andere Auswahl), um ihm das laufen beizubringen, dann jedoch an Krücken zu stellen (früh an Erwachsenentaktik, statt spielend Fussballspielen lernen) oder in einen Krankenstuhl zu setzen (Reservebank) zu setzen, das ist doch "krank"! Es macht mich immer wieder traurig und wütend.


    Andre: Wenn du dir Statistiken dazu anschaußt, dann wirst du erkennen, das man sich nicht für die Ausschußrate weiter interessiert. Erst recht nicht für die Talente, die man verbrannt hat. Man würde sonst das Image und die Legitimation verlieren. Wer sägt sich schon selbst den Stuhl, auf dem er sitzt ab?

    @TTuser


    Hab mal für die User die letzten beiden Absätze kopiert:


    Wann ist der richtiger Zeitpunkt?
    "Wenn die zusätzlichen Trainingseinheiten in den DFB-Stützpunkten wahrgenommen werden, kann bis zum Ende der C-Jugend auch der Jugendverein ausreichend sein. Manche Kids brauchen diese Entwicklungszeit", so Titz. "Ab der B-Jugend führt an den Akademien in der Regel aber kein Weg mehr vorbei."
    Der zentrale Punkt in der Entscheidungs-Findung sei ohnehin die Qualität der Trainer. "Die Coaches müssen die Sprache der Kinder sprechen, aber auch genügend Erfahrung haben", so Titz. Einen solchen Übungsleiter zu finden, sei selbst in den Nachwuchs-Leistungszentren in den jüngeren Altersstufen nicht immer leicht. Und dann dürfe natürlich die schulische und menschliche Ausbildung nicht vernachlässigt werden. "Denn", so Titz, "ganz nach oben schaffen es letztlich doch nur die wenigsten."


    Aktuell kann man sich im Mercedes-Junior-Cup weitere Infos über die Nachwuchsarbeit aus den deutschen Bundesliga-Vereine holen. Vielleicht hat gestern jemand das Interview des U 19 Trainers von Hoffenheim mitbekommen. Hier schaut man besonders darauf, dass die Nachwuchsarbeit in den späteren Profibereich führt. Obwohl man dort bereits mit Talenten aus aller Welt arbeitet, schaffen es jährlich maximal 1 - 2 Talente in eine der 3 Profiligen. Ein Problem dabei sei die Ungeduld der Vereine, die die unterschielich lange Übergangszeit der Talente in den Seniorenbereich ungenügend berücksichtigen.
    Weil selbst in der U 19 eine Erfolgsprognose für einen späteren Profieinsatz sehr wage ist, achten gutgeführte Nachwuchsbereiche darauf, dass die Talente parallel dazu einen guten Schulabschluß anvisieren. Aber nicht nur die Schule, sondern auch die Veränderungen im sonstigen sozialen Umfeld müßten bei der jeweiligen Leistungsbeurteilung stärker Berücksichtigung finden. Gerade auch deshalb, weil es sich um ein enges Zeitfenster handele, in der die späteren Weichen gestellt werden sollen.


    Obwohl dieses Interview in einigen Ohren geklingelt haben mag, wird nach wie vor in den Talentschmieden hinter verschlossenen Türen sehr viel mehr das finanzielle Interesse in den Vordergrund gestellt. Dies rechtfertigt dann auch Leistungsdruck ohne Berücksichtigung humaner Vorraussetzungen (z.B. Leistungsförderung in einer angstfreien Athmosphäre).

    @teenay


    Wenn wir im Mädchenbereich ins Detail gehen, dann gibts wohl aufgrund der geringen Leistungsdichte gar keine andere Möglichkeit, als nach flexiblen Lösungen für C-Juniorinnen zu suchen. Den bereits genannten Möglichkeiten:
    1. Quali-Runde, um über sportlichen Vergleich innerhalb von 2 Ligen zu entscheiden
    2. An- und Abmeldung, um in die passende Liga neu starten zu können.


    Vorschlag 3: Integration der C-Juniorinnen in die passende Jungen-Liga
    Hierfür kommen die D-Jugend-Kreisliga oder die C-Jugend-Kreisklasse infrage.


    Ziel sollte es sein, in Wohnortnähe eine der Mannschaftsleistung entsprechende Liga zu finden, wo das Team auf Augenhöhe gefordert wird und spannende Spiele miterleben darf.


    Das ist jedoch nur die eine Seite der Medaille! Wichtig ist eine vernünftige Medienbegleitung, in der über Auswüchse bei 2-stelligen Ergebnissen kritisch berichtet wird. Denn sonst könnte in der Tat der Eindruck entstehen, dass die Verantwortlichen auch dann alles richtig gemacht hätten, wenn dieses Team im Durchschnitt mehr als 10 Tore schießt oder kassiert.

    Ich möchte in diesem Zusammenhang auf den Beitrag: "Talentförderung abgebrochen" aufmerksam machen, der unter folgendem Link zu finden ist.


    http://elfmeter.de/fussballtra…lentforderung-abgebrochen


    Hier wird m.E. auf sehr feinfühlige Art aus Sicht eines "Auswahl-Kindes" beschieben, welche Gefühle er hat, wie diese Erwartungen in einem Matyrium langsam zerstört werden. Es zeigt auch, wie wenig seine Eltern etwas von dem mitbekommen, was da mit dem Kind in der Auswahl geschieht! Denn sie sind Laien und vertrauen den Aussagen von Vereins- und Auswahltrainer.


    Der Beitrag ist zwar schon 10 Jahr alt, könnte jedoch auch heute oder in naher Zukunft geschrieben werden. Auch die Antworten befremden aufgrund ihrer Gefühlskälte, weil man das Kind mit Leistungsmerkmalen aus dem Erwachsenenbereich vergleicht. Es zeigt sehr deutlich, durch welche Hölle die Kinder gehen (müssen), um irgendwie nach oben zu kommen. Denn kaum jemand schafft sämtlich Hürden auf Anhieb.


    Deshalb müssen wir weg von der Talentverschwendung hin zu einer kindgerechten Talentförderung, bei der mehr mit Kind und Eltern in eiern für sie verständlichen Sprache gesprochen wird, damit sie den Fussball begreifen lernen und nicht zur Belastung wird.


    Mag sich jeder selbst sein Bild machen!

    @raicoon


    Hey, Alter du hast aber auch wirklich Pech an den Stiefeln! Wenn du aus der für dein Team falschen Liga nicht rauskommst, dann versuche zumindest den sportlichen Schaden zu begrenzen durch:


    1. Angepaßte Mannschaftsführung
    Wenn deine Jungs in jedem Spiel deutlich das Nachsehen haben, dann brauchst du ihnen nicht mit kritischer Analyse kommen, denn sie wissen selbst, dass vieles was sie sich vorgenommen haben, nicht geklappt hat. Vielmehr brauchen sie von dir aufbauende, motivierende Worte, um schnellstmöglich nach einer Niederlage wieder Spaß am Fussball im Training aufkommen zu lassen.


    2. Defensivere Ausrichtung (tiefer staffeln)
    Häufig sieht man schwächere Teams bei Ballbesitz viel zu hoch positioniert. Hierbei wird jeder Ballverlust sofort bestraft, weil zu wenig oder gar kein Spieler zum Zeitpunkt des Ballverlusts mehr hinter dem Ball steht.


    2.a. Torgefährliches Zentrum besser bewachen
    Ein ebenso häufig beobachteter Fehler tritt auf, wenn der Gegner über die Außenbahn angreift, alle eigenen Abwehrspieler den ballführenden Spieler attackieren wollen, aber das torgefährliche Zentrum gänzlich unbewacht ist. Da genügt dann ein einfacher Paß dorthin und der Angreifer darf sich eine Ecke aussuchen. Deshalb gilt: es genügt, wenn 1 Abwehrspieler den Angreifer nach außen abdrängt und ihn an der Flanke hindert. Die torgefährlichen Spieler sind fast immer im Zentrum. Die gilt es gut zuzustellen, damit sie erst gar nicht an den Ball kommen.


    Erstes Fazit: Wenn weniger Tore kassiert, muß seltener hinter einem gegnerischen Vorsprung her rennen und braucht selbst auch weniger Tor/chancen, um erfolgreich zu sein.


    3. Den Gegner nicht zu früh angreifen, um selbst mehr Platz für den Angriff zu haben
    Für technisch und läuferisch schwächere Teams ist ein Offensivpressing meist eine Todesfalle, weil hierbei des Mittelfeld meist preisgegeben wird und der Gegner kein Problem hat seinerseits bei Balleroberung einen Angriff vorzutragen. Deshalb ist es von Vorteil, sich bei Ballverlust zunächst einmal in die eigene Hälfte fallen zu lassen, um den Gegner weit aufrücken zu lassen und einen Fehlpaß zu provozieren. Gelingt dies, so kann ein einfacher Paß in die Schnittstelle oder über die gegnerische Abwehr hinweg schon zu einer guten Großchance führen.


    Zweites Fazit: Der schnellste Weg zum Tor ist nicht unbedingt auch der Kürzeste


    4. Wie bekomm ich einen Torwart?
    Der Wert eines Torwarts bestimmt sich nicht durch die Anzahl von kassierten oder gehaltenen Toren, weil hierbei ja auch der Gegner immer ein gewaltiges Wort mitzureden hat und auch die eigene Abwehr seinen Anteil daran hat. Der Wert des Torwarts bestimmt sich deshalb danach, ob es ihm gelingt, es dem Gegner immer schwieriger zu machen, zum Torerfolg zu gelangen. Dazu zählen alle Aufgaben, z.B. ob er durch eine kluge Spieleröffnung seiner Mannschaft die Chance für einen erfolgreichen Angriff mit Torabschluß gibt.
    Weil du jedoch mit 25 Kindern keine Zeit und vermutlich auch keine Ahnung von einer Ausbildung auf der TW-Position hast, benötigst du hier Verstärkung. Vielleicht gibts da jemand in eurem Verein, der so eine Leidenschaft fürs TW-Spiel mitbringt? Das kann, muß aber selbst kein Torwart sein. Er sollte jedoch genügend soziale Kompetenz mitbringen, um zwischen ihm und den TW-Kandidaten ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Mit ihm gemeinsam solltest ihr ganz einfach mal schauen, wer sich aus eurer Mannschaft besonders clever auf der TW-Position anstellt und dann gemeinsam mit ihnen eine Auswahl treffen. Denn häufig haben die Jungs schon deshalb keinen Bock auf die TW-Position oder geben frustriert wieder auf, weil mit den Feldspielern spezielles Positionstraining erfolgt, mit ihnen jedoch niemand was macht!


    Ich wünsche dir noch viele weitere Tipps und viel Erfolg im neuen Jahr!

    @Don Quijote


    Ich weiß, das meine Aussagen ein Rotes Tuch für dich sind. Es würde dich auch nicht beruhigen, wenn ich dir sagen würde, dass ich vermutlich aufgrund der Dauer im Fussballgeschäft vermutlich 10 x soviele wie du kenne, die eben doch von Dingen träumen, die sich aufgrund von fehlender seriöser Erfolgsprognose gar nicht ableiten lassen. Gerne verweise ich hierbei auch auf wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit Anspruch und Realität im Jugendfussball auseinander setzen.


    Der springende Punkt ist einfach, dass her der Spaß durch zu frühen Leistungsdruck ersetzt wird, irgendwann auf der Strecke bleibt, obgleich es sich in der Tat um förderungswürdige Talente handelt. Sie sind jedoch aufgrund der wiederkehrenden Selektion irgendwann Opfer dieses Systems, was die Leistungsbegriffe der Erwachsenen fälschlicherweise in den Kinderfussball tranferiert.


    Auch ich will, dass die Besten gefördert werden. Sonst würde ich meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden. Nur wir müssen ihnen die Zeit, die sie brauchen, einfach lassen, anstatt allzufrüh eine entgültige Leistungsbewertung abzugeben. Versteht du, es geht mir ganz einfach um den Weg, nicht um das Ziel!

    Dirk,


    ich bin insofern ganz bei dir, als dass man von diesen E-Jugend-Spielern, deren Eltern jetzt noch alle vom Profitum ihrer Kinder träumen und dies das Hauptmotiv ist, warum sie Woche für Woche mit sehr hohem Aufwand ihre Kinder dorthin begleiten, irgendwer sagen sollte, dass das Quatsch ist!


    Wenn ich mir z.B. die starke Mainzer Angriffsreihe anschaue, dann werden die sehr selten wirklich gefordert sein, weil es genügt auf die Fehler des Gegners zu warten. Für die Torhüter sind es nahezu verlorene Jahre, weil sie dort kaum gefordert werden und Trainer dort ohnehin nur interessiert, ob der Ball ins Tor geht oder gehalten wird. Sie interessiert weder eine Ausbildung noch eine gute Entwicklungsmöglichkeit. Gern würde ich sagen, dass es woanders besser ist, aber das ist leider auch fast kaum der Fall!


    Auf den Punkt gebracht heißt das: ob die jetzt mit Felix Müller 4 : 1 oder ohne ihn nur 3 : 1 gewinnen, das spielt gar keine Rolle. Aber für Felix, der im Heimatverein nicht allein auf die gegnersichen Fehler warten muß, sondern selbst sehr viel mehr dafür tun muß mit seinen weitaus schwächeren Mitspielern dem Gegner Paroli zu bieten, ist es ein großer Unterschied. Das ergenisorientierte Erwachsenden-Denken wird für Felix vermutlich eines Tages die Sackgasse sein, weil später Spieler in sein Team rücken, die nicht nur Kampfstärke und Robustheit, sondern Spaß, Spielwitz, Freude und noch mehr Ehrgeiz mitbringen, weil es es so in ihrem Heimatverein erlernten durften.


    Wir haben nunmehr die ersten Jahrgänge, die das neuere Konzept des DFB durchlaufen haben und als Erwachsene selbst Verantwortung tragen. Wenn selbst die sagen: das möchte ich meinen Kindern nicht zumuten, ja dann sollte man sich doch die Frage stellen, welcher Wert in NLZ der Fussball im unteren Jugendbereich wirklich hat?

    Auf den ersten Blick würde ich sagen ein typisches "Auswahlspiel", bei der jeder Spieler sich von seiner besten Seite zeigen will, aber dadurch auch manches verkrampft. Die Aktionen verlieren ihre spielerische Leichtigkeit, die gerade diese Altersstufe ausmacht und müssen dann eher in die typisch deutschen Tugenden: Robustheit und Kampfgeist gestuft werden. Vielleicht kann jemand mal ein Video von Gleichaltirigen aus dem Ausland ins Netz stellen, dann werden die Unterschiede vielleicht noch deutlicher?


    Das Ergebnis ist relativ schnell erklärt, weil er in der Hauptsache in der unterschiedlichen Spieleröffnung zu suchen ist. Während Mainz sein Spiel in aller Seelenruhe über die Nr. 3 aufbauen kann, wird der Ball bei Frankfurt vom Torwart (zu) kurz gepaßt, um dann in Höhe der Mittellinie im "Bermuda-Dreieck" wieder zum Gegner hin zu verschwinden. Gelingt es den Frankfurtern mal eines Spieleröffnung über die Außenbahn, wird meist viel zu früh quer ins Zentrum gepaßt, wobei er zumeist sichere Beute der Mainzer ist. Dass Mainz sehr erfolgreich den Ball wieder zurück gewinnt liegt in erster Linie auch daran, dass die kleinen Frankfurter das Tempo aus dem Spiel nehmen (Ballannahme mit dem Rücken zu Gegner, Ball querlegen auf den Führungsfuss, usw.) und dann gleich von 3 - 4 Mainzern umringt ist.


    Beide Torleute sehe ich mit etwas Sorge, weil:
    1. beide Keeper "einfüßig", aber selbst mit dem starken Fuß gelingt kaum ein Flachpaß mit ausreichendem Druck
    2. Frankfurts Keeper hat keine normale Fußabrollbewegung
    3. kein vorwärts orientierter Abdruck bzw. Abkippen zu erkennen (stattdessen wird zur Seite oder nach hinten gesprungen bzw. fallen gelassen)
    4. technische Defizite im Timing (aber Frankfurts Keeper wird dank der vielen Aktionen etwas stärker)


    Natürlich ist mir noch viel mehr bei den Torleuten aufgefallen, was an dieser Stelle jedoch zu weit führen würde. Leider erkennt man auch hier, dass das Trainieren auf der Torwartposition nach wie vor sehr stiefmütterlich behandelt wird.


    Stärkster Spieler war für mich der Mainzer mit der Nr. 3, der immer eine bessere Idee hatte und von daher sehr wertvoll für seine Mannschaft war. Natürlich sind auch ihm Fehler unterlaufen, wenn er sich einmal nicht sofort entscheiden konnte. Aber es handelt sich hier um den Jahrgang 2005! Da erlaubt sich manch ein Profi noch längere "geistige Auszeiten"!

    Nur finde ich es unglücklich alles in einen Pott zu werfen.

    Man sollte zwar bei einer detailierteren Betrachtung die jeweiligen Hintergründe gewichten, jedoch sehe ich einen der größten Internet-Portale für den Fussball in der Pflicht, hier nicht mit falschen Idealen im Jugendfussball zu werben. Denn das hieße für mich auch, dass man kein Interesse an sportlichen Wettbewerben auf Augenhöhe hat, sondern Diejenigen als Helden des Jugendfußballs feiert, bei denen eigentlich die Verantwortlichen versagt haben. Denn selbst, wenn man nur die Sieger nennt, werden indirekt die Verlierer aufgefordert, sich als Versager zu schämen.


    Man mag im Detail zu anderen Lösungen gelangen, jedoch sehe ich ein insgesamtes Problem im Amateurfussball darin, dass hier mit identischen Argumenten wie im Profifussball Bericht erstattet wird! Ich sehe dieses Internet-Portal www.fussball.de deshalb mit in der Verantwortung für den hohen Dropout im Jugendfussball! Denn wer sie für unfaire Verhältnisse bei den 2-stelligen Ergebnissen einsetzt, der kann nicht das Glück aller Kinder beim Fussball im Sinne haben!

    Sorry....wen das stört, das ein schwacher Spieler im TEAM ist....der sollte sich als Trainer via höherem Schein wegbilden....als Mitspieler woanders Vorspielen (wenns denn reicht)....als Elternteil in den Beichtstuhl kriechen und als Vereinsverantwortlicher den Hut nehmen,....meine ich fest!

    Ja, Andre das ist auch mein Eindruck, dass 9 von 10 Trainern, die da etwas über Aufstellungshintergründe erzählen, selbst gar nicht über ausreichendes Trainerwissen verfügen, um eine Qualität in ihre Aussagen zu bringen. Hinzu kommt, auch das hattest du bereits mehrfach erwähnt, dass eine überhöhte Form von Traineregoismus ".. ich habe gestern 10 : 0 gewonnen ..( statt: meine Mannschaft hat ...).


    Ein sehr trauriges Bild findet man jedoch auch in den Medien. In einem anderen Thread hatte ich die Frage ja schon gestellt, ob man mit 2-stelligen Ergebnissen Werbung machen kann? Dort findet man in der Tat nach wie vor Berichte von Jugendspielen, die nach den Richtwerten des Erwachsenenfussballs beschrieben sind.


    Auch du hattest in den Anfängen der "Fair-Play-Liga" deine Bedenken geäußert, dass da im Hintergrund (DFB, Verbände, Staffelleitungen, Vereinsverantwortliche) zu wenig geleistet wird, um sie zu etablieren. Ohne diesen breiten Rückhalt ist es schwer Eltern davon zu überzeugen, das bei einem rein nach Ergebnissen geführtes Team im unteren Jugendbereich, die falschen Prioritäten gesetzt werden. Wenn aber das nicht einmal verständlich transportiert werden kann, was bleibt selbst nach einem Elternabend nach ein paar Wochen noch übrig?



    Wer entscheidet, wer spielen darf? Die Eltern? Natürlich entscheidet das der Trainer und niemand sonst.

    Da hast du mich mißverstanden! Ich meinte, dass man in einem normalen Dorfverein mit einer E-Jugend-Mannschaft eine Mannschaft nicht danach aufstellen kann, wer momentan auf welcher Position am besten ist, sondern alle Mannschaftsmitglieder gleich behandeln sollte.


    Natürlich soll der Wettkampf den Eifer aller Beteiligten wecken. Deshalb hab ich auch immer gesagt, dass es für mich keinen Widerspruch zwischen guten Training und sportlichem Erfolg gibt. Selbst man diesen Erfolg in die richtige Relation, dann macht es kaum einen Unterschied, ob es sich um eine F 7 - oder A 1 Mannschaft handelt.


    Letzendlich lacht er derjenige am besten, der nicht auf "Sofortmaßnahmen" (.. bei mir dürfen nur die Besten spielen, damit ich gewinne ..), sondern einen perspektivischen Plan hat. Der sieht vor, dass man:
    1. nur ein Team hat (statt das Team in Stamm- und Reservespieler aufzuteilen. So wird Jeder gefordert und gefördert und man bekommt ein weitgehend homogenes Team. Dies führt dazu, dass es bei Abwesenheit wegen Krankheit, Schule usw. von Spielern oder beim Auswechseln kein siginivikanter Leistungsunterschied entsteht.
    2. Positionsrotation
    Hier möchte ich mal einen etwas anderen Vorschlag anbringen. Man sollte die besonderen Vorlieben des Spielers ein wenig mehr berücksichtigen, statt ihn von der Position, die er momentan am liebsten Spiel, wegzumobben. Ich meine damit, dass es ohnehin im Laufe der Jugend noch andere Vorstellungen bei den Spielern geben wird. Also schon rotieren, aber ein wenig mehr mit Bedacht und in Absprache mit den Kindern, statt hier Zwang auszuüben, als wollte Jeder später mal ein Profi werden.

    @teejay


    Klar gibts bei den C-Mädels eine größere Streuung, weil es deutlich weniger Mannschaften davon gibt und von daher die Konkurrenz nicht so groß ist. Die Unterschiede werden zur Rückrunde noch deutlicher zu tage treten. Denn wenn du dir die Torjäger-Statistik aus der Saison 14/15 anschaust, dann gibt es allein unter den Top-30-Torschützen 19, bei der Torquote sogar 22 Mädchen und Frauen.


    Die gegenüber dem Jungenbereich insgesamt höhere Torquote läßt sich nicht nur aus der großen Streuung innerhalb der Liga, sondern auch aus der Leistungsstreuung innerhalb des Teams erklären. So führt ein Mädchen die Top-Torschützenliste mit 78 Treffern aus 10 Punktspielen an. Dahinter kommen unter den Top-30 weitere 10 Mädchen und Frauen, wovon sogar die 30.-te immerhin noch 41 Treffer in 15 Spielen erzielt hat. Allerdings fällt auf, dass ab dem 3. Rang kein Unterschied mit in der Anzahl der geschossenen Tore zwischen dem männlichen und weiblichen Bereich zu erkennen ist. Das läßt meine Hoffnung nähren, gemeinsam nach neuen, besseren Lösungen zu suchen.


    Denn ich glaube, wir sind uns einig darin, dass 2 - stellige Ergebnisse keineswegs eine Werbung, sondern ein Armutszeugnis für den Fussball darstellt. ;(


    Mir gehts jedoch nicht um eine paar Tore mehr oder weniger, sondern darum neue Lösungsansätze zu entwickeln, wie man Mädchen- und Jungenteams besser in die für sie passende Leistungsliga eingliedern kann, damit möglichst alle Teilnehmer ihren Spaß im Punktspielwettbewerb erleben dürfen. Bei den Mädels sollte man jedoch häufiger als bislang prüfen, ob eine Beteiligung in einer Jungenliga. Dies würde sowohl deren Leistungen besser fördern als auch geringe Anfahrtwege besser berücksichtigen.

    Es geht nur darum wenn jmd. nach einem Jahr immer noch nicht weiß wie man einen Ball stoppt und auch so nicht gerade voll bei der Sache ist, wie kann ich ihn dann mitnehmen

    Gerne wiederhole ich mich, dass man erkennen kann, dass du dich redlich um deine Mannschaft kümmerst. Leider muß ich aber auch sagen, dass es mit deinem fussballerischen Fachwissen nicht weit her zu sein scheint, wenn ich mir da so deine Anmerkungen zum "Stoppen" und "Rangehen" anschaue.


    Hast du schon mal darüber nachgedacht, an einer Trainerlizenz-Ausbildung teilzunehmen? Kann sein, dass es danach derlei Probleme gar nicht mehr gibt?



    Ich kann dir deshalb nur den dringenden Rat geben, dem Jungen und seiner Mutter die Entscheidung über die Zukunft im Vereinsfussball selbst zu überlassen. Sie werden es dir danken!

    @Grätsche


    Bin schon älter! Aber Schulbus hab ich auch noch kennengelernt. War ne feine Sache, wenn man noch dringende Hausarbeiten zu erledigen hatte. Allerdings wurde man manchmal auch hineingeschoben, wenn zu wenig Busse kamen. HIn und wieder blieben die klapprigen Rostbeulen auch auf offener Straße stehen. Was auf dem Hinweg durchaus als erfreulich angesehen wurde, war auf der Rückfahrt ein besonderes Ärgernis. Aber da haben wir uns mit dem Anschieben besonders angestrengt. Jedoch niemals mehr als 3 km. Bei guten Wetter oder am letzten Schultag vor den Ferien haben wir dennoch das Fahrrad genommen oder sind zufuss gegangen. Wenn man eingeschneit war, kam auch kein Bus!


    Mit der Wissenschaft hab ich auch so meine Probleme, wenn ich ehrlich bin. In unserer Studentenclique wurde ausgerechnet die blödeste Dumpfbacke später Professor. Seitdem hat mein Bild für die Wissenschaft einen leichten Knacks bekommen. Anders formuliert: wenn der das mit den 3 km oder 5 km gesagt hat, dann würd ich`s schlichtweg nicht glauben!


    So und nun lass uns langsam friedlich ins neue Jahr gehen! Wir müssen uns ja auch noch was fürs neue Jahr aufsparen :thumbup: !

    In ihrer Freizeit außerhalb des Trainings können Sie doch gern zusammen spielen.

    Das meinst du doch nicht wirklich oder möchtest du das wirklich als E-Jugend-Trainer entscheiden wollen, wer mit wem nicht zusammen Fussball spielen darf, weil er zu wenig "leistet"? Ohnehin ist ja die Freizeit durch die Schule stark eingeschränkt. Welche Zeit soll denn dann noch bleiben?
    Kinder können zwar gemein sein, aber ich habe selten erlebt, dass man Probleme damit hat, sich als Team zu fühlen. Das fängt schon bei der Begrüßung an, bei dem jedes Team an Lautstärke das Andere übertrumpfen will. Wenn es zum "Verdrängungswettbewerb" ausartet, dann zieht der Trainer meist die Fäden im Hintergrund, weil er nur allzugern jedes Spiel gewinnen und von allen Seiten dafür gelobt werden möchte.

    Man sollte aber auch dann noch dazu sagen, dass es sich bei den anderen Vereinen hauptsächlich um JSGs handelt.

    Die Bildung von JSG oder FSG resultiert zumeist aus der Not, mangels ausreichendem Interesse keine vereinseigene Mannschaft stellen zu können. Es gibt nur dabei nur wenige Spielgemeinschaften, bei denen das Hauptmotiv die Teilnahme am Leistungsfussball darstellt.


    Weil es unter den Top 30 Teams mit mehr als 11 Toren pro Spiel um 20 Jungen und 10 Mädchen-Mannschaften handelt, darf man dieses Thema m.E. durchaus gemeinsam diskutieren. Selbst wenn dahinter teilweise andere Ursachen stecken und man auch nach anderen Möglichkeiten forschen muß.


    Ob das Mädchenprojekt der C-Juniorinnen des SV Meppen bessere Resultate liefert als im Rest, dass wird man auch nach meiner Einschätzung erst in einigen Jahren sehen können. Allerdings glaube ich schon daran, das es etwas bringen könnte, denn wie bereits mehrfach erwähnt, spielt es für Mädchen/Frauen eines bedeutende Rolle in ihrer Entwicklung, ob die Chemie mit den Mitspielerinnen stimmt. Dieses Wohlbefinden ist entscheidend für die weitere Entwicklung. Hierin unterscheiden sich die Mädchen- von den Jungenteams noch stärker. Wenn es also gelingt, die Mädchen, die sich schon seit einer Reihe von Jahren kennen, gemeinsam für höchste Ansprüche auszubilden, dann hätte man das typische Cluster im Jungen/Seniorenbereich (mit einer hohen Austauschrate pro Saison) durchbrochen. Man wird es weiter beobachten müssen!

    Stellt sich dabei heraus, dass der Junge zwar gern zum Training kommt, aber eig. nur wegen den Freuden o.ä., dann würde ich schon empfehlen, mal eine andere Sportart auszuprobieren.

    Du magst sicherlich recht haben, dass der "Mitleidsfaktor" gerade den Schwächeren helfen zu wollen, gleichzeitig die Starken in ihrer Entwicklung hemmen kann. Aber was ist falsch daran, mit seinen Freunden gemeinsam seine Freizeit beim Fussballspielen zu verbringen? Machen das nicht die meisten Kinder in diesem Alter? Warum soll es denn ohne seine Freunde eine andere Sportart ausprobieren?