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    die bei Kindern in der U 12 eine maximale Wettkampfdistanz von 5km empfehlen, sind sicher auch Weicheier.

    Nein, vergleichen wollte ich es gar nicht! Wenn es zu meiner Schulzeit

    Es ist ja hinlänglich bekannt, dass Kinder über eine besonders gute Kondition verfügen. Und die Experten vom DLV, die bei Kindern in der U 12 eine maximale Wettkampfdistanz von 5km empfehlen, sind sicher auch Weicheier.

    Sorry, das erste Zitat ist schiefgegangen!


    Es war nicht meine Absicht, es zu vergleichen. Danach hätte es zu meiner Schulzeit für Kinder unter 12 Jahren auf dem Lande zumeist schulfrei geben müssen, weil ihre Wettkampfdistanz zwischen Zuhause und der Schule länger gewesen wäre. Sieht man als Grundlage nicht die "Luftlinie", sondern die tatsächlich zurück gelegte Strecke, so hätte man aufgrund der vielen Pfützen und Schlaglöcher der damals schlecht ausgebauten Straßen und Wege auch Kindern mit mehr als 3 km Entfernung schulfrei geben müssen.


    Gibts da eigentlich noch eine Berechnung für Kinder, die in den Bergen leben und dort zur Schule gehen? :D

    Jeder Antrag auf höhere Einstufung was gerechtfertigt und dem Niveau der Mannschaft entsprechen würde, wird jedes Jahr vom Verband abgelehnt.


    Dies führt dazu das die Spieler in die Nachwuchsleistungszentren getrieben werden wo sie verheizt werden und das eigentlich intakte Mannschaftsgefüge zerrissen wird. Was bleibt sind oft örtliche Grabenkriege weil man "die heilige Mannschaft" im Stich gelassen hat etc.

    Es entspricht auch meinen Beobachtungen! Allerdings fällt es mir schwer, den Verantwortlichen des Verbands reine Gewissensentscheidungen abzukaufen. Viel eher würde ich dahinter eine "Lobby-Politik" regional starker Vereine sehen. Denn wenn man sich die Frage stellt, wer am meisten von den Entscheidungen hat, dann gelangt man zwangsläufig zu dem großen "Frischfleisch-Bedarf" in den NLZ dieser großen Vereine.
    Man betont zwar immer, dass es ja die Dorfvereine seien, die die späteren Nationalspieler ausbilden. Wenn`s jedoch ins Eingemachte geht und bestimmte Kungeleien an die Öffentlichkeit dringen, dann können sie sich im Nachhinein an rein gar nichts mehr erinnern. Wer sich über Blatter, Niersbach und Co. aufregt, der sollte die aus der 2. und 3. Reihe in den Verbänden mit in seine Gebete für eine bessere Zukunft der Fusballjugend für den Fussball in den Deutschland einschließen. Es bleibt daher die Hoffnung fürs neue Jahr, dass man an der Spitze des Funktionärs für den Deutschen Fussball einen mutigen und klugen Kopf findet, um den Reformstau der letzten Jahre anzugehen. Wir sind zwar amtierender Weltmeister, aber um das hohe Niveau zu halten, muß man von ganz unten anfangen, statt nur am obersten Zipfel der Spitze arbeiten zu wollen. Denn man kann nur dann sehen, welche Blüten eine Blume bildet, wenn man auch ihre Wurzel kennt.

    @teejay


    Bevor sich jetzt alle über die C-Juniorinnen des SV Meppen aus der Kreisklasse wundern?


    1. Es handelt sich dabei nicht um eine "normale" Vereinsmannschaft, sondern um eine Regionalauswahl mit Spielerinnen aus dem norddeutschen Raum und den benachbarten Niederlanden.
    2. Die spielen in der 1. Kreisklasse (Emsland Mitte) bei den Jungen (nicht bei den Mädchen)
    3. Eine Reihe von Spielerinnen dieses Teams kicken zusätzlich bei anderen Jungen-Teams bei den Jungen (Bezirks- u. Landesliga) mit


    Ziel ist es, seine Talente für die B-Juniorinnen-Bundesliga bzw. 2. Bundesliga (aktuell 2. Platz) selbst ausbilden, anstatt sich international mit "fertige Spielerinnen" auszustatten. Ob das der richtige Weg ist, läßt sich nicht sagen, denn andere Vereine starten mit dem Leistungsfussball in Mädchen-Teams erst ab den B-Juniorinnen? In jedem Falle ist es der Versuch einen anderen, neuen Weg zu gehen.


    Wo ich dir allerdings recht gebe ist, dass man den Mädchen und Frauenfussball gar nicht mit dem der Jungen- und Senioren vergleichen kann. Das Niveau einer B-Juniorinnen-Bundesliga-Mannschaft kann man durch aus mit dem eines Top-Frauenteams aus der Oberliga oder einem Regionalliga-Team aus dem unteren Mittelfeld vergleichen. Das liegt in erster Linie an 2 Faktoren: a. die Mädchen sind technisch und taktisch besser ausgebildet, b. die weiblichen Rundungen sind für den Fussball eher nachträglich.


    Der Leistungsunterschied zwischen der Kreis- und Landesliga im Frauenfussball ist sehr viel geringer als der im Männerbereich. Dies liegt in erster Linie daran, dass Frauen längst nicht immer in der für sie aus sportlicher HInsicht besten Liga spielen, sondern dort, wo sie sich zuhause fühlen. Da kann es vorkommen, dass ein Team aus der Kreisliga sehr deutlich gegen ein Bezirksligateam gewinnt und Landesliga-Teams (in Testspielen) die Stirn bietet. Die Aussagekraft im Frauen-Liga-Betrieb ist also sehr begrenzt. Aber nicht, das du mich jetzt falsch verstehst? Ihr spielt sicher einen tollen Fussball!

    Ja, im unteren Jugendbereich gibts schon diese Quali-Runden. Das ist auch eine gute Sache. Aber leider gibts die ab der C-Jugend nicht mehr. Da ist man auf Gedeih und Verderb in der Liga, für die sich das letzjährige Team qualifiziert hat.


    Es scheint jedoch selbst bei den Verantwortlichen wenig Einsicht zu geben, an den Konstellationen etwas ändern zu wollen. Wie sonst soll man die Werbung verstehen, dass eine Mannschaft, die pro Spiel mehr als 18 Tore schießt, ein Topteam ist? Denn würde dieses Team in der für ihn richtigen Liga spielen, gäbe es eine ganz andere Leistungsbeurteilung, weil diese Ergebnisse nicht zustande kämen.


    Wenn es regelmäßig zu 2-stelligen Ergebnissen (Siegen oder Niederlagen) kommt, dann haben die Verantwortlichen versagt und es ist eine Korrektur nötig, die keinen Aufschub duldet. Aber was gibt es für Möglichkeiten in der Prävention? Die Quali-Runde ist dabei eine gute Möglichkeit, um von vornherein eine falsche Staffelung zu vermeiden. Hierbei würden Besonderheiten wie "starke" und "schwache" Jahrgänge berücksichtigt.


    Wie diese Statistik bei www.fussball.de zeigt, ist die vorherige Feststellung der Leistungsstärke bei den C-Juniorinnen besonders wichtig.


    Es besteht dringender Handlungsbedarf :( , damit es auf dem Rasen wieder spannende Spiele gibt :thumbup: !!

    @Mets
    Ich meine nicht Trainingsspielchen, sondern Punktspiele. Also echte Wettkämpfe in echter Athmosphäre. Nur dort kann er das lernen, was seine Mitspieler schon können!


    Nicht, dass wir uns mißverstehen? Das, was du hier schreibst, denken viele Nachwuchstrainer. Sie kopieren den Seniorenfussball auf ihre Jugendmannschaft und glauben damit schon richtig zu liegen. Aber genau darin liegt der Irrtum. Kinder müssen sich erst noch entwickeln. Sie denken und empfinden noch anders als Erwachsene. Das Prinzip "Leistung" ist bei ihnen gar nicht verankert, weshalb sie auch noch gar nicht viel damit anfangen können. Gerade in der E-Jugend sollte die natürliche Neugier dazu genutzt, um sie spielerisch mit dem Fussballsport vertraut zu machen. Weil sich Kinder gerne auch im Wettbewerb messen, sollten sie diese Chance bekommen.


    In deinem "Erwachsenenbild" des Fussballs erkenne ich jedoch nur das Ziel, vorhandene Leistungen zu bewerten. Was sich daraus später entwickeln könnte, interessiert dich nicht. Denn du willst jetzt gewinnen und glaubt daraus jetzt den Anspruch für dich zu erheben, dass nur die Besten spielen dürfen.


    Du rechtfertigst deine Entscheidung damit, dass sich ja schließlich Jeder im Training und insbesondere im Abschlußspiel empfehlen kann. Darin liegt ein weiterer Irrtum. Denn Kinder, die beim echten Wettkampf (Punktspiel) nur zuschauen dürfen oder erst gar nicht mitgenommen werden, können diese Erfahrungen nicht sammeln. Weil die Defizite im Training immer sichtbarer werden, glaubst du dich in deinen Entscheidungen bestätigt. In Wahrheit bist du jedoch der eigentliche Verursacher des Leistungsunterschieds, weil du nicht auf gleiche Spielzeiten aller Teammitglieder geachtet hast.


    Es geht auch gar nicht darum, ob er ein Thomas Müller werden soll, sondern um den für seine Altersgruppe wahrnehmbaren Spaß. Du glaubst aus einer Momentaufnahme heraus eine endgültige Entscheidung (der Junge taugt nicht für den Fussball) ableiten zu können. Darin liegt der Fehler!


    Das "Hochspringen" kann man auch so deuten. Sonst müßte man jedem Spieler, Trainer, Betreuer oder Fan, der mit "seinen Jungs mitfiebert", dabei sogar mal hochspringt, unterstellen, er wäre geistig behindert.


    Gibts eigentlich bei euch keinen Jugendleiter, der dir vor Ort bei deinen Entscheidungen hilft?

    @Mets


    Ich möchte gerne ein wenig deutlicher werden! Aus deinen bisherigen Äußerungen kann ich zwar eine hohe soziale Kompetenz feststellen. Andernfalls scheinst du jedoch die Anmerkungen zu fussballspezifischen Entwicklung deiner erfahrenen Kollegen irgendwie nicht richtig zu verstehen! Wie bereits mehrfach betont, kann das auch noch später kommen und der Junge kann Spaß an anderen Aufgaben im Verein finden.


    Es geht im Dorfverein darum, jedem der will eine Chance zu geben, den Sport seiner Wahl auszuüben. Auf das jeweilige individuelle Leistungspotenzial kommt es nicht an! Denn es gibt weder für Trainer noch für Spieler das Ziel, irgendwelche Meisterschaftstitel oder Pokale zu erreichen, weil ganz klar der Spaß und die Ausbildung im Vordergrund stehen.


    Um den Jungen sportlich weiterentwickln zu können, bedarf es jedoch zunächst einmal eine Korrektur deiner Vorstellungen. Denn es gibt keinen Grund, diesem Jungen die Möglichkeiten das im Training Erlernte auch im Spiel auszuprobieren. Darin ändert es auch nichts, dass er derzeit kleiner, schmächtiger und vielleicht auch (noch) nicht so selbstbewußt wie Andere ist.


    Wie sonst sollte man sonst deine Antwort:

    Der Junge kommt gerne ins Training

    verstehen, als den Wunsch, mit anderen Gleichaltrigen Fussball zu spielen? Wenn er dabei nicht selbst auch Erfolgserlebnisse hätte, würde er auch vom Training fernbleiben.


    Ob es für ihn die richtige Sportart ist, das wird er von ganz allein für sich beantworten können. Dieses Recht kannst und darfst du dir auch nicht als sein Trainer heraus nehmen! :(

    Liebe Trainerkollegen,


    aktuell findet man im Link: http://www.fussball.de/stats.a…6#!/section/amateur-stats
    eine Auflistung der Amateurmannschaften (von Kreisklasse bis Regionalliga) mit der besten Torquote


    Direkt ins Auge fällt, dass sich unter den Top 3 gleich 2 C-Juniorinnen-Mannschaften befinden. Insgesamt ist jede dritte Mannschaft unter den Top 30 eine Mädchen-Mannschaft. 22 von 30 Teams gehören zur C-Jugend-Altersgruppe! 10 % der Top-Mannschaften spielen im Leistungsfussball.


    Allerdings weiß ich nicht so recht, ob man darauf stolz sein kann, z.B. in 8 Spielen 147 Tore erzielt und ssomit pro Spiel im Schnitt 18,38 Tore. Denn wo es Sieger gibt, da gibt es auch immer Verlierer. Was bleibt übrig vom Spiel, in dem sich ein Team vor das Tor des Anderen positioniert und der Gegner alle paar Minuten den Ball aus seinem Tor holen muß?


    Man kann sich die Frage stellen, warum soetwas besonders häufig in der C-Jugend passiert? Meistens bleiben wenige Ursachen. Eine davon ist die neue Zusammenstellung der Mannschaften, die leider dann nicht immer mehr zur jeweiligen Liga passen.


    Aber wer ist hier eigentlich der Verlierer? Ich denke mal, es sind die Spieler/innen in den Teams, die jedes Spiel deutlich gewinnen. Denn hier ist jede/r Spieler/in weit unterfordert und kann sich deshalb nicht weiterentwickeln.


    Nun kann und soll es ja nicht verboten werden, Teams nach Leistungspotenzial einzuteilen. Aber so kann`s doch auch keine Werbung für den Fussball sein oder? Zwar haben sich die meisten Staffelregelungen im Laufe der Jahre bewährt, aber sollte es für derlei Sonderfälle nicht auch ein Sonder-Aufstiegs (bzw. Abstiegsrecht) geben, in der Teams zum Ende der Hinserie auf- oder absteigen können, wenn sie im Durchschnitt pro Spiel mehr als 10 Tore schießen oder kassieren?


    Das Besondere an einem Fussballspiel ist ja, dass niemand vorher weiß, wie es ausgeht! Und selbst, wenn man mal verliert, kann man schon im nächsten Spiel wieder gewinnen. Diese Spannung wird jedoch außer Kraft gesetzt, wenn ein Team aufgrund des Potenzials einfach nicht in diese Liga gehört.


    Aber sollte man auch nach weiteren Wegen suchen? Gerade, weil bei den C-Juniorinnen-Teams besonders große Liga-Schwankungen existieren, müßte man hier flexibler agieren. Sei es, dass man sie bereits in einer B-Juniorinnen-Liga spielen läßt oder aber in einer für ihre Leistung passenden Jungen-Liga kicken läßt. Denn die Mädchen (z.B. Jenita Amiti = 78 Tore in 10 Spielen) dieser Ausnahmeteams können doch selbst kaum etwas an ihrer Situation ändern!

    Die größten Unterschiede spielen sich wahrscheinlich erst einmal im Kopf ab. Peripheres Sehen, Antizipation, taktisches Verständnis und Umsetzung, Stressresistenz, Reaktionschnelligkeit

    Ich denke mal, ein Teil der angesprochenen Spieler wird diese Wörter nicht fehlerfrei schreiben können, haben sie werden trotzdem wissen, worauf es ankommt, um ihren Traum zu leben.

    Wie ist es sonst zu erklären, dass ich mehrere Spielerinnen habe, die zum Training zweimal in der Woche ca. 30km und ebenso zurück fahren

    Für mich im Herrenfussball schon fast undenkbar.


    Im "Herrenfussball" ist das Söldnertum erst dadurch entstanden, als das man den Spielern so viel Geld geboten hat, dass sie 30 km und noch mehr zum Training und den Spielen zurück legen. Und falls das noch nicht genügt, bietet man ihnen auch gleich einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz beim Hauptsponsor an.


    Bei den Frauen muß die Chemie stimmen. Das ist wichtger als die Entfernung von Wohn- und Vereinsort. Die Liga spielt für die meisten Spielerinnen im Breiten- wie im Leistungsfussball keine große Rolle. Große Sprünge von der Kreisklasse in den obersten Amateurbereich sind keine Seltenheit. Man muß ein "dickes Fell" entwickeln, aber gleichzeitig das "Gras wachsen hören". Sonst besteht die Gefahr vom Weg abzukommen, bzw. gar nicht mitzubekommen, wohin die Reise der Mannschaft geht!

    Das möchte ich gerne beipflichten. Wirklich klasse!


    Es kommt häufiger vor, dass die Momentaufnahme bereits als Perspektive gesehen wird, anstatt auch positive Veränderungsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen. Außerdem braucht man im Verein nicht nur gute Spieler, sondern auch Trainer, Betreuer und Schiedsrichter, die ihre Aufgaben mit großer Freude und zur vollsten Zufriedenheit Aller erfüllen.


    Gerne greife ich dazu das Beispiel auf, sich im gesamten Jugendbereich gemeinsam diese Aufgaben zu stellen und je nach Möglichkeiten und Wunsch aktiv mitzuwirken, damit dort ein Ort wird, an dem sich Generationen gerne bei der zweitschönsten Sache der Welt treffen. Leider haben mancherorts Sponsorenschilder und Fahnen den Blick darauf getrübt, dass die Menschen das Wichtigste sind. Wenn wir unsere Jugend gewinnen wollen, dann müssen wir dahin wieder zurück!

    @d-rose-1


    Dazwischen liegen Welten. Beim SV Sandhausen ist es nicht notwendig seine Karriere bereits in einem Nationalteam unter Beweis gestellt zu haben. Allerdings wäre auch das ein zu einseitiges Merkmal, denn die Bayern interessieren sich weitaus mehr über eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft statt für irgendwelche Erfolge in der Vergangenheit.


    Ein europäischer Spitzenclub macht sehr vieles immer ein Stückchen besser als die "Mittelmäßigen"! So gibt es fast alles doppelt, aber dennoch hat er ein lebendiges Herz, welches einen bestimmten Takt benötigt. Dafür muß das Umfeld die Verantwortung tragen, was mal besser und mal schlechter funktioniert.


    Wenn bei Sandhausen jedoch das Herz für den Verein so macher Fehler verziehen wird, achten genügend professionelle Beobachter darauf, dass bei den Bayern selbst der kleinste Fehler sofort entdeckt und abtestellt wird. So zumindest in der Theorie :thumbup: und das ist ja gerade das Schöne daran, dass sich dieses Bild schon morgen wieder verändern kann !

    Sicherlich nicht, aber wie viele ehemalige Spieler, die in ihrer Kinder- und Jugendzeit dreimal oder mehr pro Woche trainiert haben, kennst du, die keine körperlichen Beschwerden haben?
    Ich kenne nur wenige, viel häufiger sind die Knie kaputt, die Hüften geschädigt.

    Davon kenne ich sehr viele! Natürlich kenne ich auch Fälle mit Sportinvalidität. Zwar ist die medizininische Unterstützung im Laufe der Jahre immer besser geworden, um erst gar keine dauerhaften Folgen entstehen zu lassen. Gänzlich ausschließen läßt es sich jedoch nicht. Auch weil Fussball eine Kampfsportart ist.


    Der hat in der vierten Klasse nicht annähernd die Freizeit wie ich sie in der 6 der Realschule hatte.


    Mußten wir so perfekt sein und haben wir uns nicht auch manchmal diese freie Zeit einfach genommen? Allerdings war man als Kind auch stärker in häusliche Aufgaben eingespannt als heutzutage.


    Hilft nicht auch der Vereinssport, mehr Verantwortung für seine freie Zeit kennen zu lernen statt sich fremdbestimmt treiben zu lassen?

    @teejay


    Es gibt sie durchaus, wenn auch in weitaus geringerer Zahl: Mädchen und Frauen, die einen unbändigen Willen zum Erfolg haben und sich ein Bein dafür ausreißen, jede sich bietende Chance im Training und im Spiel dafür zu nutzen. Man findet sie im Auswahlbereich und man findet sie im obersten Mädchen- und Frauenfussball. Häufig müssen sie sich gegen ihre Eltern durchsetzen, die für ihre Tochter nach altem Rollenverständnis andere Pläne geschmiedet haben. Ja, es gibt sogar einige Clubs in Deutschland und Europa, in denen Frauen mitlerweile einen Vollprofi-Status besitzen.


    Wie uns die Werbung zeigt, ist eine Diva nicht immer unbedingt weiblich. In einigen anderen Themen wird sich über die Verweichlichung der Fussballjugend beschwert. Aber auch junge Erwachsene bringen die Fussballwelt durcheinander, wenn sie sich nicht so verhalten wollen, wie es ihre Trainer erwarten. Das fängt mit einer SMS-Abmeldung zum Training an und hört noch nicht mit einer beleidigten Miene bei der Halbzeitansprache auf. Und anders wie die Mädels, die so leicht nicht den Verein wechseln, kann man diese beleidigte Diva schon kurze Zeit nach der Kritiik vor dem Vereinsheim des Ligakonkurrenten parken sehen.


    Fussball ist selbst dort, wo es eigentlich gar nicht um Leistung, sondern nur um den Freizeitspaß geht, zu einem Sport mit hochemothionalen Umfeld entgleist, in der es weniger darum geht, was im Sinne der Mannschaft das Beste wäre, sondern wer recht bekommt! Sicher geht es nicht darum, alles abzuwinken, was der Trainer vorgibt, sondern sinnvolle und belastbare Kompromisse, die Zuverlässigkeiten gewährleisten, zu finden. Spielersperren und die Androhung von Transferzahlungen sehe ich als Ausdruck von Hilflosigkeit in den Vereinen, einen guten Welt für respektvollem Umgang der Interessensgruppen zu finden.

    @Spieler-papa


    Nein, normal ist die Abwerung eines F-Jugend-Mädchens sicherlich nicht! Denn es gibt genügend Trainer, die aus unterschiedlichen Gründen keine Mädchen in ihren Mannschaften haben wollen. Hauptmotiv des Desinteresses ist, dass die Mädchen spätestens zur C-Jugend in ein reines Mädchenteam wechseln und Jungen-Trainer meinen, ihre Zeit deshalb nicht darin verschwenden zu müssen. Reine Mädchenteams sind in dieser Altersgruppe eher selten.


    Es scheint sich offensichtlich bei deiner Tochter um ein außergewöhnlich fussballbegabtes Mädchen zu handeln? Ein besseres Urteil über die aktuelle Leistungsfähigkeit bekommst du sicherlich, wenn du es über deinen Trainer mal zu einem Probetraining in der Jungen- oder Mädchen-Kreisauswahl anmeldest. Aber es gilt, wie auch bei den Jungen, nichts zu überstürzen, sondern jeden Schritt im Einvernehmen mit dem Kind anzugehen.


    Es gibt Vereine mit Mädchen- und Frauenleistungsfussball, die bereits sehr früh ein Talentscouting machen. F-Jugend ist jedoch noch ein bißchen früh. (Als sportlichen Unterbau benötigen sie jedoch 2. Frauen-Mannschaft und/oder B-Juniorinnen-Team.) Es geht ihnen jedoch beim Scouting darum, talentierte Mädchen systematisch im Verein auszubilden.


    Wenn du also mehr Informationen über die sportlichen Möglichkeiten deiner Tochter wünscht, dann nimm einfach Kontakt mit kompetenten Stellen in deiner Umgebung auf. Es kann gar nicht schaden, einen zweiten Rat einzuholen.

    es ist wie ein Mann weniger auf dem Feld zu haben.

    @Mets


    Dieses Problem haben viele Trainer. Egal in welcher Altersgruppe und in welcher Liga. Immer gibt es Einen, der etwas schwächer ist als alle Anderen. Im unteren Jugendbereich findet hauptsächlich in der D-Jugend die eigenständige Entscheidung des Kindes statt, ob Fussball oder doch etwas Anderes die richtige Sportart ist!


    Kann mich an einen Fall erinnern, in der ein Junge gerne zum Training kam. Seine Eltern meinten jedoch, aus ihm könnte kein guter Fussballer werden. Seine Brüder seien da aus ganz anderem Holz geschnittzt. Aus seinen Brüdern sind ordentliche Spieler auf unterem Leistungsnivau geworden. Der Junge, der jedoch nach Meinung seiner Eltern nicht zum Fussballspieler taugte, spielt heute in der Bundesliga. Eine dermaßen große Fehleinschätzung in der Erfolgsprognose ist sicher sehr selten. Dennoch gebe ich @fak recht, wenn er sagt, dass manche Kinder eben ein wenig länger brauchen, bis sie ihren Weg zum Fussball gefunden haben.


    Du kannst, ja du mußt auch ihn zu den Spielen mitnehmen! Wo sonst sollte er die Chance bekommen, das im Training Erlernte (selbst wenn es noch sehr wenig ist) auszuprobieren. Du trägt als Trainer die Verantwortung für alle Spieler in deiner Mannschaft. Nutze sie dazu aus, die Kinder gleichermaßen den Spaß am Fussball zu entdecken.

    @personalityX


    Ich kann alle 5 Punkte guten Gewissens unterschreiben. Allerdings lohnt es sich durchaus, sich aus Torwartsicht mit den Punkten zu beschäftigen. Denn sonst könnte es passieren, dass Angreifer(innen) trotz dieser Tipps ins Zweifeln geraten.


    zu 1. Rechne mit dem Ball!
    Hier fehlt es an Konkretisierung. Denn mit dem Ball in Tornähe rechnen heißt auf ihn zu warten. Besser wäre es, die Situationen mit dem Wissen, wohin der Ball gespielt wird, zu üben.


    zu 2. Zwinge den Torwart zu einer Parade!
    Eine "Parade" ist für den Keeper immer das letzte Mittel, wenn sonst nichts mehr geht. Das schließt einen Stellungsfehler des Torwarts mit ein. Aber wie will ich einen Stellungsfehler provozieren? Auch hier fehlt es an Konkretisierung?


    zu 3. Schieße nicht handhoch
    Auch hier lohnt sich der Torwartblick. Denn für ihn ist der Ball ist immer der Selbe! Er kommt nur aus unterschiedlichen Richtungen. Je nach Distanz, Geschwindigkeit und Position hat er andere Aufgaben. Dabei ist die Schußhöhe nur dann relevant, wenn der Ball einer bestimmten Distanz und Winkel kommt. Hat der Torwart genügend Zeit, dann sollte es ihm egal sein.


    zu 4. Schieße gegen die Laufrichtung
    Klar ist das ein nützlicher Tipp. Aber auch nur dann erfolgreich, wenn weitere Faktoren (Distanz, genügend freier Raum) hinzu kommen


    zu 5. Spekuliere auf ein Eigentor!
    Hier könnte man die Frage stellen, ob der Angreifer nicht vorher schon etwas falsch gemacht hat, wenn er sich in einer so ungünstigen Situation befindet, in der er nur noch auf gegnerische Mithilfe zum Torerfolg hoffen darf.


    Mir erscheinen diese Tipps als reichlich optimistisch! Irgendwie habe ich dabei das Gefühl, dass die Tipps nicht berücksichtigen, dass der moderne Torwart nicht mehr an der Torlinie klebt, sondern Situationen antizipiert und deshalb schon früher dort ist, wohin der Ball geflankt oder auch geschossen werden soll. Nicht umsonst wird der Keeper während des Trainings bei den Übungen zum Angreifer. Denn auf diese Weise spürt er selbst, wie schwer man es einem Angreifer machen kann, zum Torerfolg zu gelangen.

    @Dirk Coerverfan


    Ich hoffe, du hattest ein paar besinnliche Tage?


    Weil auch ich bei der Entwicklung meiner Fussballphilosphie das Rad nicht neu erfunden habe, sondern lediglich beim Sammeln von Praktiken und Theorien nicht immer nur den geraden Weg gegangen bin, vieles hinterfragt habe, bin auch ich letzendlich zu einfachsten Resultaten gelandet. In der Summe komme ich auf ähnliche Ergebnisse wie Sir Alex, weil auch ich daran glaube, dass unter den Talenten immer auch einige Wenige sind, die den Weg nach ganz oben schaffen. Denn sie sind mit jeder erfolgreichen Selektion wieder ein Stück selbstbewußter und zielstrebiger geworden. Aber natürlich gibt es auch den gänzlich anderen Weg, in der ein junger Mensch trotz vieler Rückschläge an sich glaubt und schließlich den Durchbruch schafft. So komme auch ich zum Ergebnis, dass wir Trainer nicht wirklich ein Erfolgsrezept haben und die Wahrscheinlichkeit auf diesem Weg irgendwann seine Grenzen aufgezeigt zu bekommen, sehr viel größer ist.


    Wer besser ist als die große Masse, der wird seine Erfolge haben. Sicher darf man stolz darauf sein, wenn es einige bis ganz nach oben geschafft haben. Aber den Schluß daraus zu ziehen, dass es an irgendetwas gelegen hätte, was man nur hier bei diesem Trainer oder jener Methode bekommen kann, der sollte nicht gezogen werden. Umgekehrt gibt es ebenfalls Wahrscheinlichkeiten, die einen Erfolgsweg negativ (RAE-Effekt) beeinflussen können. Aber ausgeschlossen ist auch bei diesem Handycap nichts.


    Wenn also nichts unmöglich ist, dann lohnt es sich schließlich, mit jedem neuen Spieler das Beste zu hoffen. Aber mehr geht wohl nicht!

    @Grätsche


    Ich denke mal, man kann es gar nicht miteinander vergleichen. Früher wurde in einer normalen "Schülermannschaft" nur 1 x wöchentlich trainiert. Zum Fussballspiel traf man sich; das Warmmachen bestand daraus, Bälle aufs Tor zu bolzen. Nee, das braucht man heute bestimmt nicht! Habs nur erwähnt, um Gedanken über Intensitäten und Regeneration ein wenig zu zerstreuen.


    Das Kind gibt eigentlich von selbst klare Signale, was es nicht will und wann es genug ist. Da muß man sich keine Sorgen machen. Bedenklich wird es nur, wenn man diese Signale ignoriert, um persönliche Ziele "auf dem Rücken der Kinder" zu erreichen. Ein Jugendtrainer soll Kinder mit Spaß den Fussball vermitteln. Er ist nicht dazu da, um für den Verein Meisterschaften und Pokale zu holen. Wenn das das Ergebnis seiner guten altersgerechten Trainingsarbeit ist, dann ist es aber O.K.


    @teenay
    Ich denke mal, du hast es soweit auf den Punkt gebracht, als dass es im unteren Jugendbereich zwischen einem freiwiligen und und einem Pflichttraining bei den Kindern keinen Unterschied geben darf. D.h. es sollte sich kein Kind verpflichtet fühlen, zum Training gehen zu müssen, sondern gern und freiwillig daran teilnehmen. Wenn es überwiegend eine Pflichtveranstaltung ist, dann läuft da was schief!


    Ein wesentlicher Punkt, an dem es meist im unteren Jugendbereich hakt, ist die geringe Quote der Trainer mit Erfahrungen. Denn aus Mangel an Erfahrung wird so mancher Unfug angestellt.
    Es gibt 3 Wege klug zu handeln:
    1. durch Nachdenken, das ist das Edelste
    2. durch Nachahmen, das ist das Leicheste
    3. durch Erfahrungen, das ist das Bitterste
    Denn so, wie wir bei unseren Kindern Fehler als notwendiges Übel zum Sammeln von Erfahrungen ansehen, machen auch Trainer im Sinne immer das Beste zu wollen, ihre Erfahrungen durch Fehler. Es ist daher immer von Vorteil, wenn ein neuer Trainer zunächst bei einem Erfahrenen lernt, bevor er allein auf eine Mannschaft losgelassen wird und vor lauter Titelträumereien den Bezug zur Realität verliert.


    Ich hatte den Bezug Mädchen - Jungen auch nur deshalb gewählt, weil es durchaus unterschiedliche Erwartungen gibt, die auch bei der Trainingsintensität zu berücksichtigen sind.