Beiträge von TW-Trainer

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    Beide Teams spielen auf ein Tor.

    Einfacher gehts doch kaum! In beiden Teams kann sich niemand "drücken", denn man ist permanent mal in der Offensive und mal in der Defeinsive aktiv. Dazu muß auch niemand von der einen Seite des Platzes zur Anderen rennen, sondern sofort nach Ballgewinn bzw. Ballverlust umschalten auf die jeweiligen Aufgaben.


    Lieber Andre! Ich weiß gar nicht, was dir der arme Joel Martip getan hat? Für mich war er der 1. Abwehrspieler, der Frank Ribery so richtig den Zahn gezogen hat. Nicht, weil Joel so antrittsstarkt wäre, sondern weil er jedwedige Absicht des Baynerstürmers durchschaute und deshalb genau dorthin ging, wohin Ribery eigentlich dribbeln wollte. Der wäre am liebsten schon zur Halbzeitpause mit dem Bus nach Hause gefahren!


    Aber lass uns mal lieber auf dem Teppich bleiben. Denn was läßt sich schon aus der 1. Bundesliga in eine 08 15 Kinder oder Jugendmannschaft übertragen? Dabei wurde ja auch schon viel gesagt! So z.B. das trainieren von provozierten 1vs1 Situation mit anschließender Spieleröffnung. Dazu wird man auch viele Übungen und Spielformen üben, statt sie von der einen zur anderen Seite des Platzes solange rennen zu lassen, bis die etwas Langsameren die Lust verlieren, weil sie allzuhäufig ihre Laufduelle verlieren und es deshalb erst gar nicht zu den gewünschten, packenden und körperbetonten Duellen kommt.

    Ich meinte damit, dass die Abmeldung per Whatsapp so bequem ist, dass so manch einer in die Versuchung gerät, dass dann auch zu nutzen, obwohl er eigentlich zum Training kommen könnte.


    1. Persönliche Abmeldung
    Wann Terminüberschneidungen mit dem Training sind, wissen die Spieler ja vorzeitig und können sich am Rand des Trainings bei dir abmelden.


    2. Telefonische Abmeldung
    Spätestens am Abend vor dem Training sollte die telefonische Abmeldung zum Training erfolgen. Du kannst ja auch Uhrzeiten ausmachen, von wann bis wann du für sie tel. erreichbar bist.


    In beiden Fällen hast du die Möglichkeit nachzufragen, war der Grund ist, weil die Abmeldung im Dialog stattfinden. Weil ja auch die Spieler darauf vertrauen können, dass ihr Trainer zuverlässig und regelmäßig erscheint, gilt m.E. Gleiches auch für die Spieler. In den von dir genannten Altersgruppen dürfte das eigentlich auch kein Problem sein.

    Das habe ich ganz bewußt nicht gemacht!! Da würde ich dir vorgreifen. Du hast ja schon ein Thema gefunden, was nach deiner Analyse oberste Priorität hat. Du kannst in diesem Forum sicherlich jede Menge für dich mitnehmen. Wenn du jedoch eine Person suchst, die dir diesen Teil deines Trainerjobs abnimmt, dann wirst du vermutlich enttäuscht werden?!


    Die Übungen und Spielformen dazu findest du u.a. im Internet. Egal, ob du Soccerdrills, dfb-trainng-online oder andere Portale durchsuchst, überall findest du interessante Übungen, Spielformen oder sogar komplette Trainingseinheiten. Deine Aufgabe ist es, etwas für deine Altersgruppe und Leistungsniveau zu finden oder aber so anzupassen, dass der Schwierigkeitsgrad paßt.
    Viel Erfolg dabei!

    @raiconn


    Was die Medien betrifft, hast du sicherlich recht! Da gibt es jede Menge Statistiken über Torjäger, aber kaum mal etwas über erfolgreiche Abwehrspieler. Und wenn, dann wird mal die Quote der Zweikampfgewinne gemessen. Also von viel Quatsch aus der Zeit des gegnerorientierten Spiels drin. Denn ob dem Zweikampfgewinner ein kluges, rechtzeitiges Zustellen des Paß- oder Laufweges voran gegangen ist, sodass der Zweikampfgewinn erleichtert wurde, enthält diese Statistik natürlich nicht!


    Aber wie kann man es als Trainer steuern, dass genauso viel Wert auf die Angriffs- und Abwehrarbeit gelegt wird? Ausser den bereits genannten Möglichkeiten, kann man es durch spezielle Spielformen:


    Beispiel: Übung
    a. Mitspieler paßt Ball zum Angreifer (Abwehrspieler ca. Armlänge Abstand noch passiv)
    b. Angreifer paßt zurück zum Mitspieler, der zum Torabschluß kommen soll
    c. Abwehrspieler greift aktiv ein, stellt "innere Linie" zu, lenkt Angreifer nach außen und attackiert zum Ball
    d. Abwehrspieler paßt Ball zum TW, läuft sich frei und dribbelt zum Kontertor
    Trainersteuerung: etwas mehr Lob für erfolgreiche Erledigung dieser Defensivaufgabe und einfaches Lob für Torerfolg


    Hinweis: fast alle Übungen enden mit dem Torabschluß! Das ist jedoch insofern nicht spielnah, als das weitaus mehr Angriffe nicht zum Torerfolg enden und es somit auf eine Fortsetzung durch eine intelligente Spieleröffnung ankommt.


    Beispiel: Spielform
    Beide Teams spielen auf ein Tor. Dadurch wird automatisch das ballführende Team zum Angreifer und die Anderen zu Abwehrspielern. Der Keeper ist neutral, versucht also alle Bälle bestmöglich zu verteidigen und eröffnet das Spiel durch einen Abschlag, den beiden Parteien erobern dürfen.


    Beispiele: Provokationsregel (alle greifen an, alle verteidigen:
    1. Tor zählt nur, wenn alle Spieler des Angreifers in gegnerische Hälfte
    2. Tor zählt Punktanzahl der Spieler, die sich beim Gegentor in gegnerischer Hälfte befanden
    3. erfolgreiche Ballverteidigung im eigenen Strafraum (1 vx 1 oder Flanke erleaufen) zählt 1 Punkt


    Fazit: alle greifen an - alle verteigigen
    Der letzte Verteidiger ist der erste Angreifer
    Der letzte Angreifer ist der erste Verteidiger

    @Gringo


    Die meisten Trainer können beim Training nicht alle Spielsituationen üben, weil die Trainngsgruppe zu klein ist, um 2 komplette Mannschaften zu stellen. Also ist man als Trainer dazu geneigt, im Spiel das im Training nicht analog zu Trainierende hinein zu rufen. Jedoch sollten es möglichst einfache und klare Cochinghinweise sein, weil sonst die Gefahr besteht, dass sie nicht die Gemeinten angesprochen fühlen und nicht mehr die volle Konzentration aufs Spiel gelenkt wird, sondern auf Trainerhinweise gewartet und reagiert wird. Der Weg zu eigenen, nachhaltigen Erfahrungen wird dann erschwert, wenn der Trainer seinen Spielern nicht die Chance gibt, Situationen selständig zu antizipieren und aus den im Training erlernten ein Lösung zu finden.


    Aus Niederlagen gibt es sicherlich nicht so viel zu lernen, außer dass vieles, was man sich vorgenommen hat, nicht funktiiert hat. Daran ändert auch ein aktives Coaching wenig. Anders ist es jedoch aus Erfolgen, aus denen man sehr gute Erkenntnisse gewinnen kann, wenn denn der Gegner nicht gerade soetwas wie "Fallobst" war. Ein guter Trainer wird sich deshalb in seinen Hinweisen und Erläuterungen hauptsächlich auf das Training beschränken. Denn anders aks beim Seniorenfussball, wo es meist nur um den Sieg geht, dient der Nachwuchsfussball zur Ausbildung der Spieler. Dabei sollte man sie das im Training Erlernte im Spiel ausprobieren lassen.


    Was den Seniorenfussball anbelangt gebe ich dir da mit deiner Bemerkung über das Coaching recht. Da gibt es kein Schwarz oder Weiß, sondern da erfordert das gesamte Spiel incl. Vor- und Nachbereitung die volle Konzentration und ein höhere Maß an Interaktion zwischen Trainer und Mannschaft!

    @CFC


    1. Ist-Analyse
    Da hast du ja schon ganz gute Arbeit geleistet


    2. Soll-Konzept erstellen
    Was sollen die Spieler in deiner Mannschaft in dieser Saison lernen


    3. Prioritäten setzen
    Was erscheint dir zur Erreichung des Soll-Zieles am wichtigsten, was steht an zweiter Stelle? Mit der Mannschaft gemeinsam über diese Ziele sprechen, denn wenn die andere Ziele haben als du, dann wird daraus nix!


    4. Übungen und Spielformen für dein/e wichtigstes/n Ziel/e zusammen suchen.


    5. Trainnigseinheit strukturieren
    Weil das Thema Taktik im Nachwuchsbereich immer größeren Einfluß nimmt, möchte ich hierzu mal ein paar Worte verlieren. Trainer mit ersten Taktikerfahrungen neigen manchmal dazu, ihr bisheriges Wissen in Form von Frontalunterricht wie bei einem "Nürnberger Trichter" über die Mannschaft zu ergießen. Dabei wechseln sie häufig innerhalb ihrer taktischen Erläuterungen das Thema, sodass im Laufe der Zeit kaum noch jemand durchblickt, was wann wie richtig sein könnte. Bei dieser Methode wird übergangen, dass die Masse der Nachwuchs-Spieler den Fussball als Hobby und nicht als Fortsetzung ihres Schulunterrichts betreibt. Hier also mein Vorschlag für die zukünftige Trainingseinheit incl. Taktik:


    1. Begrüßung und kurze Erklärung des heutigen Trainngsthema (wenn zuvor Spiel auch kurzes Feedback zum Spiel)
    2. Warmmachen (ca. 5 - 10 Min.) - die Inhalte sollten zum Trainingsthema passen bzw. hinführen
    3. nach 1. Taktik-Hinweis des Trainers erarbeitet er mit der Trainingsgruppe gemeinsam die wesentlichen Elemente
    4. Übung/en passend zum Taktikelement (einfach anfangen und Schwierigkeitsgras so erhöhen, dass Erfolgsmomente bis zum Schluß erkennbar sind)
    5. Spielform/en zum Taktikelement
    6. Abschlußspiel (je nach Fortschrittsgrad incl. Provokationsregeln)


    Begründung:
    Man hat zwar als Trainer immer das Gefühl, man müßte alles sofort erfolgreich umsetzen, übersieht jedoch, dass eine gründlich struktierierte Zielplanung über eine gut ausgebaute Erfolgsstraße führt, als wenn man sich schnell durch eine Einbahnschraße quetschen will, viele Details übersieht und die Mannschaft irgendwann in einer Sackgasse steckt, aus der sie dann nur ein Anderer sicher wieder herausführen kann. Ihr müßt euch immer auch die Chance geben, durch genaues Beobachten und Reflektieren etwas hinzuzulernen. Das ist bei Jedem etwas anders. Deshalb ist es auch wichtig, seinen eigenen Weg zu finden und so zu sein, wie man ist. Die Anderen gibt es ja schon und eine Kopie von Anderen will niemand!

    @koeppchen


    Wenn du ein schlechter Trainer bist, dann bringt dir weder die persönliche noch die elektronische Absage etwas, weil die keinen Bock auf dich haben. Denn gerade im Nachwuchsbereich gibt es vielfach eine Meinung, wonach man wegen des Trainers zum Training oder Spiel kommen soll. Die wissen noch nicht, dass der Trainer extra wegen den Spielern kommt!


    Wenn man mal bedenkt, wie große die Versuchung ist, sich durch etwas anderes als das Training ablenken zu lassen, dann wird der "innere Schweinehund", der dabei überwunden werden muß, seine Sachen zu packen und zum Training zu fahren sehr groß. Und noch einmal um einiges Größer, wenn es das Wetter gerade sehr ungemütlich ist. Wie groß die Lust zum Training ist, hängt auch von der momentanen Tabelle sowie dem letzten Spiel ab. Je höher und besser das Spiel gewonnen wurde, je mehr Spieler kommen. Bei den Mädels ist das übrigens umgekehrt. Die sagen sich: wir haben doch gewonnen, also muß ich gut gespielt haben. Da besteht ja nicht unbedingt die Notwendigkeit, zum Training zu kommen. Hat man verloren, so sagen sie sich: wir haben verloren, also muß ich wohl nicht gut gespielt haben. Da geh ich mal lieber zum Training, als wenn da ne andere Ziege mir meinen Stammplatz raubt!


    Leider ist es für einen Teil der Mannschaft nicht selbstverständlich, regelmäßig zum Training und dem Spiel zu kommen, obwohl man dem Verein und dem Trainer seine Zusage für die Saison gegeben hat. Unter Kenntnis dieser Tatsache sollte der Trainer besonderen Wert darauf legen, mit Nachdruck für eine gute Trainingsbeteiligung zu sorgen.


    Man hat ja selbst auch nicht immer große Lust zum Trainng. Aber ist der innere Schweinehund erst einmal überwunden und die Mannschaft steht auf dem Rasen, dann verfliegt die Unlust meist im Nu! So ähnlich geht es den Spieler/innen wohl auch?


    Bei der persönlichen Abmeldung hat der Trainer immer auch noch die Möglichkeit das Fehlen zu hinterfragen und erfährt so wichtige Dinge, die ihn helfen die augenblickliche Leistung des Spielers besser einzuschätzen.


    Wenn man Aufwand/Nutzen für die Trainingsplanung miteinander vergleicht, dann würde ich Whatsapp als altmodisch für diesen Zweck bezeichnen. Man kann zwar moderne Medien zur Kommunikationsunterstützung verwenden, jedoch wird daraus nicht autoamatisch auch eine besere Organisation innerhalb der Mannschaft, sondern wenn überhaupt, nur eine Abbildung einer (guten) Organisation. D.h. man müßte für Whatsapp die gleichen Regeln aufstellen wie für eine tel. oder mündliche Abmeldung. In der Praxis würde das bedeuten, dass die Abmeldung eines Spielers erst durch die Trainerbestätigung als O.K. gilt. Aber dann kann man doch am besten gleich das Gespräch mit dem Trainer suchen oder?

    @LadTorres


    Eine Abmeldung via Whatsapp wäre für mich ein NOGO!!!! Wie sollen die Kinder Verantwortung und partnerschaftliches Verhalten lernen, wenn man ihnen quasi schon das Hilfsmittel (Handy) für die bequeme Ausrede in die Hand drückt. Wer keine Lust hat zum Training oder Spiel zu kommen, der sollte dann auch den Mut haben, es dem Trainer persönlich zu sagen. Denn nur dann kann der Trainer positiv auf das Kind einwirken und evl. Mißverständnisse zwischen ihm, den anderen Spielern aus dem Weg räumen. Whatsapp falsch eingesetzt wird schon junge Menschen daran gewöhnen von unangenehmen Dingen wegzulaufen, statt sich den Problemen zu stellen, um sie zu lösen. So kann es schwierig werden, eigentlich Selbstverständliches (z.B. pünktlich zum Training, Spiel) zu verankern, weil man ja nur ein paar Zeilen ins Handy tippen muß und schon hat man wieder eine Begründung fürs Zuspätkommen. Ein Training pünktlich zu beginnen oder vom Treffpunkt aus pünktlich zu einem Auswärtsspiel zu fahren, kann dadurch zu einem wachsenen Problem werden.


    Für mich taugt Whtsapp lediglich dazu, kurze klare Infos außerhalb des Trainings und der Spiele schnell zu vermitteln. Ein Ersatz-Kommunikationsmittel ist es in meinen Augen nicht!

    @fak


    Prima Beitrag!


    Es ist auch verwunderlich, dass kaum jemand etwas zu übergewichtigen Spielern schreibt, sodass man das Gefühl haben kann, dies sei gar nicht so schlimm! Jüngst wurde eine Studie in den USA veröffentlicht, nach der in vielen Restaurants das angebotene Menü mehr als den Tagesbedarf an Kalorien eines durchschnittlichen Menschen beinhaltet. (Natürlich muß man nicht alles, was man bezahlen muß, auch aufessen. Aber wer läßt es schon gerne stehen?)


    Wie viel ein Sportler wiegen sollte, hat @fak schon grob formuliert, sodass man auf die Idee kommen könnte, es gäbe soetwas wie ein "Wohlfühlgewicht"! Das bestätigen auch andere User, in deren Teams jeweils Kinder spielen, die was das Gewicht angeht, etwas vom Standard abweichen.


    Und @Andre hat es ja schon auf den Punkt gebracht. Sofern man nicht die Kompetenz einer Entscheidung besitzt, sollte man sie den Leuten überlassen, die davon mehr Ahnung haben.


    Allerdings schadet es überhaupt nicht, die Augen offen zu halten, wenn sich einzelne Spieler sehr abnorm entwickeln, um dann den Verantwortlichen die eigenen Beobachtungen mitzuteilen. Diese Art der Fürsorge wird den Sport verbessern, weil er auch Vertrauen schafft.

    @fak


    Den "Kapitän" gibts doch schon bei der Marine!


    Oder sollte man die veralteten Bezeichnungen aus der Militärsprache im Fussball so sehr "verhornepipeln", dass jeder normal denkende Mensch es merkt? Mach doch mal ein paar Vorschläge zu:


    1. Angriff
    2. Abwehr
    3. Sturm
    4. Truppe
    5. Formation
    6. Mannschaft
    7. Gegner
    8. Sieg
    9. Niederlage
    10. Spitzen-/Abstiegskampf


    20. kontern
    21. fintieren
    22. vernichtend geschlagen (worden)
    23. Kampfmaschinen siegen
    24. Vorsprung bis aufs Blut verteidigt
    25. gekämpft bis zur letzten Patrone
    26. Revanche nehmen
    27. Strafstoß
    28. Gegner beherrschen
    29. anfeuern
    30. Mannschaft marschiert nach vorn


    und was man sonst so für Beschreibungen über ein Fussballspiel liest?

    @Guenter1974
    Du hast vollkommen recht! Allerdings gibt es zwischen Spielern aus dem unteren Jugendbereich und uns Erwachsenen teilweise ein unterschiedliches Verständnis von Spaß beim Fussball. Die Einen betrachten die Situaitionen, während die anderen das Ergebnis sehen. Befragt man diese Kinder im Abstand von 1 - 2 Stunden nach dem Spiel, dann haben sie natürlich immer gewonnen und waren dabei selbst der beste Spieler. Deshalb ist es auch klar, dass man Profi und auch Nationalspieler werden will. Diese Kinder haben dabei nicht das Gefühl zu lügen oder zu prahlen, weil sie noch gar kein hinreichendes Verständnis für den Vergleich ihrer eigenen Leistung zu denen der Anderen besitzen. Tabellen besitzen für sie gar keinen Aussagewert.


    Aus den vorgenannten Gründen war es die logische Folge, für den untersten Jugendbereich die Tabellen abzuschaffen. Wenn die Kinder etwas gerne und intensiv machen, dann kann das nur in einer angstfreien Umgebung geschehen. Ausgeübter Zwang führt ebenfalls zu einer Leistung, meist sogar noch schneller. Aber irgendwann wird sich das Kind dagegen auflehnen, weil es immer mehr den Spaß daran verliert.

    @FBPapa07


    Das kommt oft vor, dass die Brüllerei lediglich Ausdruck einer Hilflosigkeit ist. Gute, erfolgreiche Trainer haben (von Ausnahmen einmal abgesehen) selten Anlaß, am Spiel ihrer Mannschaft herum zu mäkeln. Auch wissen sie, wann ein Coaching im Spiel hilfreich ist oder wann es besser ist, es ins nächste Training zu integrieren.

    @open-minded


    Du hast vollkommen recht mit deinen Anmerkungen. Die meisten Begriffe im Fussball stammen aus der Militärsprache und sind deshalb erst einmal jeden Zivilisten unverständlich. Man könnte sich das zusätzliche Erlernen dieser fremdartigen Begriffe sparen, wenn man sie gleich in verständlichem "Zivilisten-Deutsch" schreiben würde.


    Vielleicht solltest du mal einen "Fussball-Duden" entwickeln, in der diese fremdartig anmutenden Definitionen in gutes Deutsch umgewandelt werden?

    @TrainerT
    ich beobachte ein Auf- und Abflauen der Situation beim Hallenfussball. In dieser Saison ist das Spiel durch den Wechsel zum Futsal allerdings etwas intenssiver geworden, weshalb sich Trainer wie Eltern vielleicht ein wenig besser unterhalten fühlen und so nicht ganz so häufig aggressiv oder besserwisserisch reagieren?


    Natürlich könnte man auch ein wenig mehr präventiv arbeiten, in denen man mit ein paar bebilderten Punkten auf korrektes Verhalten von Trainer und Zuschauern aufmerksam macht. Weil es hier jedoch auch auf den Charakter der sich gegenseitig aufschaukelnden emotionalen Ausnahmesituation ankommt, läßt es sich jeweils nur durch zusätzliches Personal mit Ordneraufgaben einrichten. Aber gänzlich ausschließen wird man es nie können.

    Er ist ein guter Spieler, hat eine sehr schöne Technik - aber ich habe jedes mal Angst dass das Knochen Gestell irgendwann zusammen kracht.
    Man sieht die Rippen, die arme sind sehr dünn - die Oberschenkel sind so dick wie meine Oberarme- und die sind weiß Gott nicht groß

    Deine Beschreibungen lassen darauf schließen, dass der Grad der "Unterernährung" nicht so hoch ist, als das er beim Sport aufgrund einer Schwäche sehr früh ermüdet, sodass gesundheitliche Schäden zu befürchten wären.


    Auch die Antwort der Eltern ergab, dass sie bereits einen Arzt dazu konsultiert haben. Dass sie mit ihm befreundet sind, muß nicht gleichzeitig heißen, dass es sich um eine Fehldiagnose handelt.


    Die von @Praios verlinkte Seite vom hessischen Sportbund beschreibt ein typischen "Nachkriegskind". (An Drogen sind wir allerdings nicht rangekommen. Und Weißbrot mit Nutella wäre wohl für jedes Kind damals ein Leckerbissen gewesen. Aber wenn süß, dann gabs nur Zucker aufs Brot gestreut.)



    Wenn ein Trainer ein großes Herz für seine schutzbefohlenen Kinder hat, dann wird er sie sehr genau beobachten, im Zweifelsfalle eine ihm vertraute Person zu Rate ziehen und dann eine Entscheidung treffen. Diese jedoch ohne besondere Tiefe der Kenntnisse hier im Forum nach pauschalisierten Angaben zu treffen, ist m.E. nicht zielführend. Man kann zwar über vieles diskutieren, aber entscheiden sollte die Person vor Ort auf Basis umfangreicher, klar zuordnebaren Angaben.

    Aber wenn "Betrugsverdacht" besteht sollte man sich nicht alles gefallen lassen.

    Das seh ich genauso!


    Gibts aber leider nicht nur im Fussball! Weil ich ja den Handball genauso gern mag wie den Fussball, habe ich mir gestern das Spiel: Deutschland - Russland angeschaut. Dabei wurde selbst für jeden Laien sichtbar, dass die Russen Tore "im Kreis stehend" erzielten und diese immer wieder von den Schiedsrichtern gegeben wurden. Zum Glück mußte ich mich nicht schwarz ärgern, weil unser Team so ein herzerfrischendes Spiel gezeigt hat, dass es gar keine bessere Antwort auf das Verhalten von Gegner und Schiedsrichtern geben kann.


    Ich denke jedoch, dass zukünftig auf internationaler Ebene der Videobeweis bei Tor und Kreis eingeführt werden sollte, damit niemand mehr auf die Idee kommt, hier betrügen zu wollen.

    @Stone


    Gut, dass es auch Menschen wie dich gibt, denen nicht alles egal ist. Im beschriebenen Fall wurde ein Spieler erst in der 70. Minute eingewechselt, steht jedoch in der 20. Minute als Torschütze eingetragen. Das Ergebnis war jedoch sehr klar, weshalb vermutlich kein Hahn nach einer Korrektur gekräht hat. Aber O.K. ist das natürlich nicht und sollte eigentlich auch über eine geeignete Software ("Mußbeedingung") unmöglich gemacht werden.

    Aber ist das wirklich richtig? Dass der Seniorentrainer nur am kurzfristigen Erfolg gemessen wird?

    Das ist leider nicht die Frage. Zwar hat der Verein immer langfristige Ziele, aber für die Vorstände stehen meist kurzfristige Ziele bei den 1. Senioren im Fokus. Denn sie verstehen das als ihr Aushängeschild, mit dem sie in der Öffentlichkeit verknüpft werden und natürlich "glänzen" wollen.


    So kann man beobachten, dass Vereine nach dem Konkurs und/oder sportlichen Zusammenbruch einige Jahre einen anderen Weg über die eigene Jugend gehen. Sobald sie jedoch Geld von einem Sponsor in die Hand bekommen, schlagen sie wieder den alten Weg ein, bis der Verein nach einigen Jahren des "Geldverbrennens" über eine "Söldnertruppe" wieder mal gegen die Wand gefahren wird.


    Wenn also ein Trainerkandidat mit solchen langfristigen Gedanken daher kommt, obwohl er kurzfristig für Erfolge sorgen soll, dann würde man vermutlich kaum zu einer Einigung gelangen? Allerdings kann es nicht schaden, wenn sich der Trainerkandidat vorher informiert, inwieweit der Verein auf eigenen Nachwuchs setzt (weil der sehr gut ausgebildet wird) oder ob man eher fremden Spielern vertraut? Denn letzendlich muß auch er für sich wissen, ob er das Konzept des Vereins mittragen will. Schließlich hat auch der Trainer ein Recht darauf, Spaß beim Fussball zu erleben. Allerdings sollte man auch ein "dickes Fell" haben, weil man mal gefeiert und mal als Vollidiot kritisiert werden kann. Der Trainer einer 1. Seniorenmannschaft ist sehr viel mehr im Fokus, weshalb man ihn gar nicht mit denen vergleichen kann, die kaum einen Leistungsdruck verspüren.

    @Uwe
    Dein Beispiel-Link verdeutlicht, worum es geht. Es mag für ein Leistungsteam kein Problem sein, den Bezug zum realen Spiel herzustellen. Zweifel kommen jedoch bei mir auf, wenn ich da ein Team aus dem Breitensportbereich habe und einen Trainer, der davon bislang nur gelesen oder gehört hat? Denn der wird vielleicht noch wissen, wie es richtig oder falsch aussieht, aber kaum die Fähigkeiten auf Basis praktischer Erfahrungen haben, erfolgreiche Wege vom Falschen zum Richtigen zu finden. Denn auch die technischen Mittel der Spieler sind beschränkt, sodass man nicht immer klar genug erkennen kann, ob es gerade am (noch) nicht verstehen oder (noch) nicht können oder gar am (noch) nicht erklären liegt?


    Eine gute Trainingseinheit sollte also ein Thema als Scherpunkt besitzen. Es muß sich klar von anderen Dingen abgrenzen, damit es seine Struktur behält und für alle Teilnehmer verständlich bleibt. Das "Mittrainieren" von Dingen, die einen Bezug zum Schwerpunkt haben findet automatisch statt. Die Warmmachphase sollte so gewählt werden, dass sie zum Thema hinführt. Der Schwierigkeitsgrad sollte hier jedoch so gewählt werden, dass die Teilnehmer sich von ihrem Alltag lösen und auf die kommenden Aufgaben neugierig werden. Auch die Übungen sollten zum Thema passen. Je nach Altersstufe und Fähigkeit sollten sie jeweils mit einfachen Bewegungsformen starten, damit über Routine und Selbstvertrauen in die nachfolgenden Spielformen einfließen können. Den Hauptteil sollte man ebenfalls mit einer einfachen Variante starten. Wenn ich also eine Mannschaft und einen Trainer im Breitensportbereich habe, die im Regelfall noch keine Erfahrungen im ballorientierten Spiel besitzt, dann wird das hier gezeigte Beispiel eines 3 + 1 vs. 4 + 1 sie in der Komplexheit ihrer neuen Aufgaben im ballorientierten Spiel leicht überfordern. Um sie spielend an die Veränderungen zu gewöhnen wäre m.E. der Start mit einem 1 vs 1, einem 1 vs 2, einem 2 vs 2 usw. sinnvoller, als wenn man meint, man müsse schon gleich auf Level 5 einsteigen. Es ist jedoch nicht weiter verwunderlich, weil sehr viele Trainer ihr Wissen über das ballorientierte Spielsystem (noch) nicht durch entsprechende Aus- und Fortbildung festigen konnten. So kann ein Buch hilfreich sein, ein theoretisches Verständnis für die Sachverhalte zu entwickeln, jedoch kann es die Praxis nicht ersetzen. Es ist also vergleichbar mit einem Autoführerschein, für den man zunächst einmal theoretisches Wissen erlangt, dann erste praktische Übungen macht und schließlich mit einer Prüfung abschließt. Obwohl man sich nun schon einigermaßen im Verkehr mit dem Auto bewegen kann, ist die Unfallquote der Anfänger noch recht hoch. Erst durch entsprechende Übungen entstehen die notwendigen Erfahrungen, die es braucht um sich auch sicher im Straßenverkehr bewegen zu können.


    Meine Empfehlung zum Übergang vom gegner- ins ballorientierte Spielsystem mithilfe von Beispielen, die das Spiel selbst schreibt, ist deshalb sich einfachste Beispiele zu suchen, die nach und nach in ein Mannschaftsspiel münden. Wenn also die kleinste Gruppe aus 2 Personen besteht, dann wäre es ratsam auch damit zu starten, um die Übungen, Spielformen und den Trainingswettkampf schrittweise komplexer zu gestalten.


    Aber das wird sicher in diesen Büchern sehr viel besser für den Leser erläutert werden.