Beiträge von TW-Trainer

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    @tibo
    Denke mal, dass ich in der Fachwelt nicht allein mit der Meinung stehe, dass das Versagen des Schiedsrichters im fehlenden Fingerspitzengefühl besteht, nicht deeskalierend zu wirken, sondern aktiv dazu beigetragen zu haben, dass sein Name im Zusammenhang mit einer peinlichen 8-minütigen Spielunterbrechung (für Affentheater von Schirri und Traine) gebracht wird.


    Man sollte sich gemeinsam (Profi-Trainer u. Schiedsrichter) an einen Tisch setzen, damit sich soetwas nicht wiederholt. Denn beide Parteien haben das Image geschadet.


    Allerdings zeigen die ersten Reaktionen, bei denen lediglich 2 Trainerkollegen scharfe Schelte geübt haben, dass man die Sache nicht weiter in die Öffentlichkeit tragen muß. Scheinbar war man intern einsichtiger?

    @CokeFreak


    Wenn er erkennt, dass der erfahrene Trainer keine Ahnung vom Kinderfussball hat, dann braucht er ihn nicht (mehr)!


    Eigentlich sollte es nicht möglich sein, Trainer ohne Kenntnisse im KiFu länger beschäftigt zu sein, weil die Kinder meist "mit den Füßen abstimmen", wenn es ihnen nicht gefällt.


    Ansosnten ist beim Fussball wie bei der Intellizenz. Niemand behauptet von sich, zu wenig davon mitbekommen zu haben, aber viele wissen, dass die Anderen viel zu wenig davon besitzen! :thumbup:

    @Andre


    Regeln werden für die große Mehrheit gemacht. Weil hier am ehesten Einsichten zu erwarten sind. Ein Regelwerk für Unverbesserliche würde für die Masse keinen Sinn machen, da hier auch solche Einsichten hinterfragt werden, die für den normalen Erwachsenen selbstverständlich sind.


    Ein für alle perfektes Regelwerk wird man nicht finden, ebenso wenig wie es Strafen gibt, bei der es keine Rückfälligkeit gibt! Jedoch läßt sich an der Quote arbeiten, wenn sich aus der Masse mehr engagierte Trainer und Vereinsverantwortliche finden, die für die FPL bei Mißachtung kämpfen.


    Eine bessere Qualität durch die FPL läßt sich nicht zum Nulltarif realisieren! Wie ich schon sagte, muß beginnend mit der Medienberichterstattung bis hin zur Vereinsanlayse der erfolgreichen Nachwuchsarbeit einiges in den Köpfen verändern. Sonst könnte in ein paar Jahren "die Hardliner" wieder das Sagen haben!

    @ada
    Zur bestmöglichen Kontaktaufnahme haben meine Vorredner ja schon gute Tipps gegeben. Jedoch ist es nicht damit getan, seinen Wunsch ein Traineramt zu übernehmen, zu äußern. Es sollte auch ein Weg gefunden werden, wie man erfolgreich seine ersten Schritte als neuer Trainer wagt.


    Ein idealer Start ist fast immer gegeben, wenn man als Co-Trainer zunächst einmal einem erfahren Trainer über die Schulter schauen kann. So lernt man das Drumherum kennen und fühlt sich nach einiger Zeit schon recht sicher auf (Traingsplanung und -durchführung) und neben (Mannschaftsführung, Spielbetreuung) dem Platz. Die Besuch von Kurzseminaren und evl. eine Trainerlizenz werden helfen, das praktisch erworbene Wissen durch den weiteren Erwerb von Fachwissen zu festigen.


    Spätestens nach dem 2. Jahr sollte man dann eigenverantwortlich ein Team übernehmen. Weil du Spezialwissen aufgrund deiner eigenen Erfahrungen als Spielerin gesammelt hast, würde sich natürlich der Mädchenbereich anbieten. Aber auch eine Mannschaft im unteren Jugendbereich käme infrage.

    Ich bin selten gerne zum Training gegangen. Für mich war die meist technikorientierte Schulung zu langweilig.

    Mir ging es ähnlich! Ich wollte einfach nur Fussball spielen. Egal, ob auf "englischem Rasen" oder einer Wiese, egal ob mit einem Superball oder eine eirigen Pille! Ein Technik-Drill war mir zuwider. Natürlich wollte man die Tricks der Großen nachmachen. Aber man wollte das selbst entscheiden, wann und wie oft man das macht. Der Spaß beim Fussball war so groß, dass man sich gar keine Gedanken darüber geamcht hat, ob das dem Trainer gefiel oder nicht, was man da gerade machte.


    Ich weiß nicht, ob die Begriffsunterscheidungen aus Kindersicht überhaupt etwas bringen, denn hier sind es die Emotiionen, die den Fussball immer wieder spannend machen? Aus Trainersicht mag es anders aussehen. Denn hier war es sicher notwendig die Unterschiede zwischen dem Kinder- und Erwachsenenfussball zu verdeutlichen.


    Björn hat sicher recht, in dem er den "bedarfsgerechten Fussball" als die beste Form bezeichnet. Dies setzt jedoch sehr viel Trainerwissen und -erfahrung voraus, eine Mannschaft auf dem bedarfsgerechten Leistungsniveau abzuholen und zu fördern.


    Leider sieht jedoch der Standard so aus, dass die Trainer im Kinderfussball mehrheitlich weder über das nötige Trainerwissen (mangels Trainerausbildung) noch über die nötigen Erfahrungen verfügen. Da wird auf den Nebenplätzen weiterhin Runde für Runde absolviert und monotones Schießen in Reih und Glied verlangt. Da ist es noch ein weiter Weg zum spielnahen und altersgerechten Training und bedarfsgerechtes Trainng, davon kann man vielerorts nur träumen. Deshalb glaube ich müssen, wir es in kleinen Schritten schaffen, dass kindgerecht auch bedarfsgerecht wird!

    Die FPL benötigt Schutz und diejenigen die dagegen arbeiten benötigen DRUCK und keine Plüschhandschuhe,...die lachen sich tod!

    Einsicht und nicht Druck kann die Situation nachhaltig verändern. Das fängt bei der Medienberichterstattung an und hört bei der Beurteilung der Nachwuchstrainer im Verein auf.


    Solange über den Kinderfussball gedacht und berichtet wird, als wären es Kleine Erwachsene, solange wird auch der Druck nicht die Einsichten verändern, sondern nur dort kurzfristig für Veränderungen sorgen, wo einzelne Personen sich dafür besonders engagieren.


    Es wündert mich jedoch sehr, dass Ralf Klohr schon seit längerer Zeit nicht mehr seine Idee hier im Forum vertritt?

    @Andre


    Na, ich würde eine 4 minus geben.


    Die Idee von der Fairplay-Liga finde ich nach wie vor gut. Allerdings hat die Praxis gezeigt, dass sich Unverbesserliche auch nicht durch Einführung eines neuen Regelwerks ändern.


    Ob und wie gut die Fairplayliga funktioniert, liegt an den Beteiligten! Eine Verbesserung im Sinne des Kinderfussballs kann nicht zum "Nullarif" geben, sondern nur durch den engagierten Einsatz besonders an den Brennpunkten, wo es noch nicht klappt!


    Einen Zusammenhang zwischen der Fairplayliga und der Bundesliga sehe ich überhaupt gar nicht! Denn ein Vorbildcharakter läßt sich hier für mich nicht erkennen. Gäbe es die Fan-Ausstattung nicht, so würden die Bambinies nicht einmal vermissen?!

    So, nun ist das Urteil raus! Roger Schmidt = 20.000,- und Rudi Völler = 10.000,- €!


    Denke mal, damit man eher Öl ins Feuer in der Diskussion um Schiedsrichterentscheidungen gegossen, als wenn nunmehr eine Verbesserung eintreten würde. Denn sowohl der 4. Schiedsrichter hat versagt als das der Hauptschiedsrichter sich außerstande war eine andere Lösung zu finden als das Spiel zu unterbrechen.


    Man hätte es gar nicht erst so weit kommen lassen dürfen, weil beide Seiten nicht aufeinander zugegangen sind.


    Auch die Schiedsrichter befinden sich weder in einem Elfenbeinturm, noch können sie sich auf Unfehlbarkeit einer Tatsachenentscheidung berufen. Hier wäre ein Eingeständnis von Seiten der Schiedsrichtergilde, die Situation zunächst nicht richtig eingeschätzt zu haben, notwendig gewesen. Aber wer bestraft die Schiedsrichter für ihr Fehlverhalten?

    Ich habe den Kollegen auf sie angesprochen, er meinte, sie sei seine beste Spielerin und mit ihr gewinnen Sie alle Spiele. Ich habe ihn gesagt, dass sie im Training häufig sehr lustlos wirkt und ich denke, dass sie unterfordert sei. Das hat er bestätigt, aber gleichzeitig gemeint, dass er sie niemals zu den Mädels der C geben würde... Ich war echt perplex, zumal wir hier das Thema der unterforderung und dem einsetzen in die nächsthöhere Mannschaft diskutiert hatten. Ich verstehe ihn nicht....

    Es handelt sich hier offensichtlich um den Ergebnis-Erfolgstrainer-Typ, der sein Image über Siege seiner Mannschaft definiert! Das letzendlich 1 - 2 Spielerinnen dies für ihn leisten, interessiert ihn nicht weiter.
    Hier ist das Mädchen für ihn der Siegesgarant! Deshalb will er sich auch nicht abgeben. So einfach ist das! Die Eltern und der Verein scheint es nicht weiter zu interessieren, dass das Mädchen woanders besser gefördert werden kann! Und eine 11 -13 Jährige wird allein noch keine Alternaitven erkennen können!


    Andererseits gibt es aber eine spezifische Merkmale im Mädchenfussball:
    1. Priorität für Wechselentscheidung
    Die Entscheidung zu einem Wechsel bei den Mädchen nicht so sehr an Leistungsverbesserungen verknüpft, sondern ob die "Chemie" zu den anderen Spielerinnen sowie dem Trainer paßt?


    2. Unterstützung durch Eltern
    Ähnlich ist es bei der Aufnahme in eine Auswahl. Hier ist die Quote der Mädchen, die zwar Talent besitzen, jedoch eine Talentförderung ablehnen höher. Dies liegt auch nicht allein an den Entscheidungen der Mädchen, sondern auch ihrer Eltern. Auch bei den Erziehungsberechtigten hat der Fussball nicht immer den Stellenwert, sodass eine Unterstützung der Förderung bei Mädchen eher abgelehnt wird.


    3. Kommunikation der Auswahltrainer im Jungen- und Mädchenbereich
    Nur, wenn die Kommunikation zwischen den Auswahltrainern im Jungen- und Mädchenbereich gut funktioniert, ist zumindest sichergestellt, dass keine talentierten Mädchen durchs Raster fallen. Denn die Mädchen können ja sowohl in Jüngen- wie in Mädchenteams kicken!


    4. Schulsport als Alternative
    Viele Mädchen gelangen über den Schulsport, bei der sie mit Freundinnen aus anderen Vereinen Kontakte pflegen, in den Leistungsfussball. Hier werden die unterschiedlichen Rahmenbedingungen in den Heimatvereinen diskutiert und verglichen, so dass schließlich ein konkreter Wunsch zur Veränderung entsteht. Und wer kann schon die Tränen der Entschäuschung seiner Tochter lange widerstehen, wenn es unbedeingt die Mannschaft X im Verein Y sein soll?

    @Dirk Coeverfan


    Nahezu über jede Form von Training läßt sich Positives sagen. Denn wer etwas macht, bewegt Körper und Geist. Darauf kommt es an! Klar ist eine Methode, bei der es auch darum geht, Geld damit zu verdienen, anders (unter Marketinggesichtspunkten) zu vermarkten.


    Ich hab mir dein Video mal angeschaut und versucht es mit modernen Trainingsmethoden zu vergleichen.


    Hierbei ist festzustellen, dass alle jüngeren, aber auch viele ältere Teilnehmer die Dribblingtechniken nur dann beherrschen, wenn sie ganz oder größtenteils lediglich den Ball fixiert haben. Hier stellt sich mir die Frage, ob dies auch im modernen Fussball als spielnah zu bezeichnen ist, weil hierbei keine Entscheidung (Dribbling oder Pass zum Mitspieler) mehr getroffen wird, sondern lediglich der Zweikampf gesucht wird.


    Beim ballorientierten Spiel soll zwecks schnellen und sicheren Spielaufbau auf Zweikämpfe verzichtet werden. Denn jedes Dribbling ohne wichtige Bedeutung fürs Spiel gibt dem Gegner Zeit sich zu sortieren.
    Lediglich den finalen Zweikampf will man nicht ausweichen. So werden heutzutage im höheren Fussball fast 80 % aller Tore durch schnelle Angriffsaktionen erzielt.


    Zwar machen die Messis, Ronaldo`s und Ivanisevic immer noch einen Unterschied aus, aber es gibt mitlerweile auch den anderen Angreifertyp ala Thomas Müller, die schon zum Abschluß bereit stehen, wohin andere erst noch durch einen Zweikampfgewinn gelangen müssen.


    Natürlich ist die Aussage, dass man nur dannn studieren darf, wenn man vorher eine Schule besucht hat, richtig! Dennoch ergibt sich hieraus nicht zwangsläufig die Antwort auf die Frage, ob denn in der Schule auch das unterrichtet wurde, was im Studium gebraucht wird?


    Die Frage, ob Coever-Trainng nützt läßt sich also nicht eindeutig beantworten, weil hier der Ball und der einzelne Spieler (als "Bodenscanner") im Mittelpunkt stehen und dabei die Gruppe und die Mansnchaft ein wenig vernachlässigt werden. Genauso wenig läßt sich die Methode von anderen Trainngsformen eindeutig abgrenzen, weshalb sie an Aussagekraft verliert.


    Die Antwort, dass es von Trainern (die es nicht mit Spaß rüberbringen) oder Spielern, die nicht immer den notwendigen Spaß verspüren, muß als Martingargument entlarvt werden, da sie die Einschränkung des Erfolgs der Coever-Methode immer beim Anwender selbst sieht.


    In der Bewertung der Methode unterscheidet sie sich deshalb kaum von anderen Traditionellen. Wer sich jemand für höchste Ziele empfehlen kann, dann wollen viele daran ursächlich mitgewirkt haben. Schafft es hingegen ein hochtalenierter Jungstar nicht, so will es Keiner gewesen sein.


    Denn lohnt siich die Beschäftigung mit Coever, weil sie interessierten Trainern und Fussballern Impulse gibt!

    @addi73


    Ich denke mal, so weit reicht der Arm des Sportgerichts nicht, um Roger Müller die Trainingsarbeit zu verbieten. Und was Tante Käthe angeht, so wird er sicherlich glimpflicher davon kommen. Sonst müßte Uli Hoeneß, der früher auch ganz gern mal die Schiedsrichter als Schuldige sah, ja noch einen Nachschlag bekommen?


    Aber die Geldstrafe werden vermutlich aus der Portokasse des Vorstands gezahlt, weil dort diese Aktion als ihre beiden Verantwortlichen vermutlich als besonders lobenswerte Managerqualität sehen, weil hier Regeln in gravierender Weise mißachtet wurden :thumbup: ! Denn darin kennen sich ja bekanntlich die "Nieten in Nadelstreifen" besonders gut aus!

    Dass auch Roger Schmidt "Bockmist" gebaut hat, indem er nicht die Schiedsrichteranweisung befolgt hat, sondern den Schiri zu sich zitieren wollte. Das wird er auch seinen Spielern, erklären müssen, damit ein Vertrauensverhältnis wieder hergestellt werden kann.


    Wenn, wie von @BigMacWilli beschrieben, dieser Situation vorher bereits massive Kritik an Schiedsrichterentscheidungen durch Roger Schmidt erfolgt sind, erklärt sich selbstverständlich die Schiedsrichtermaßnahme wie auch die Übermittlung der Anweisung auf die Tribüne zu gehen durch den Mannschaftskapitän. Die Frage ist natürlich, inwieweit der 4. Schiedsrichter zur Eskalation beitrug?


    Die Fans wollen spannende Spiele sehen, die durch das bessere Mannschaft und statt durch Fehlleistungen von Schiedsrichtern entschieden werden. Leider sind die Schiedsrichter in den vergangenen Wochen massiv in die Kritik geraten, wofür die Trainer nichts können. Ihre Schiedsrichterautorität durch Tribünenverweise an Trainer auszunutzen, zeigt leider das Maß der Hilflosigkeit vernünftig aus dieser Situation heraus zu kommen.


    Manchmal müssen sich auch die Richtenden einer begründeten Kritik stellen! Das scheint noch nicht stattgefunden zu haben. Je länger dieser Prozess sowie die Anpassungsmaßnahmen dauern, je größer wird der Frust bei den Akteuren sein, die sich benachteiligt fühlen.Ich befürchte leider, dass wir in den nächsten Wochen eine zunehmende Zahl an Gelben und Roten Karten sowie weitere Tribünenverweise sehen werden. Ob das unserer Bundesliga gut tut?


    Gern würde ich eure Meinung darüber hören, inwieweit ihr eine Mitschuld des Schiedsrichters und des Trainers seht?

    Wenn Roger Schmidt eine Schiedsrichterentscheidung anders gesehen hat, kann er den 4. Schiedsrichter danach befragen. Der Hauptschiedsrichter hat das Spiel zu leiten und ist kein Interview-Partner für die Trainer während des Spiels.


    Sollte sich Roger Schmidt über das Fehlverhalten seiner Mannschaft beim schnell ausgeführten Freistoß geärgert haben, halte ich den Verweis auf die Tribüne für maßlos übertrieben. In diesem Fall sollte auch der Schiedsrichter eine Sanktion erhalten.


    Unstrittig ist wohl, dass Roger Schmidt nach der Mitteilung des Schiedsrichters über den Kapitän Kießling auf die Tribüne zu gehen hat.


    Bin mal gespannt auf die Entscheidung?

    @addi73


    Du meintest sicher eine 4 - wächige Sperre auf der Trainerbank und kein Trainingsverbot?


    Ich denke mal, da haben Trainer wie Schiri ihre Befugnisse ein wenig überschritten und sollten beide eine Strafe für den veranstaltenen Affenzirkus erhalten.


    Über die Vorbildfunktion der Profis wurde anderweitig schon groß und breit diskutieren. Man ist zu dem Ergebnis gelangt, dass es keine Vorbildfunktion für den Amateurbereich gibt. Das fängt an mit Schwalben bei stest "engen Spielen" an und hört bei den Proviverträgen, in denen es um sehr viel Geld geht, auf! Dort etwas für den Kinderfussball oder Breitensport übertragen zu wollen, fällt schwer, weil die Rahmenbedingungen sehr stark voneinander abweichen!


    Die Vorbildfunktion eignet sich demnach wenig bis gar nicht, um zu einer Entscheidung zwischen Profitrainer und Profischiedsrichter zu gelangen.

    vajg08.com


    Erst einmal herzlichen Dank, dass du dich hier gemeldet hast und es aus deiner Sicht beschreibst!


    Auch ich finde es positiv, dass du als Trainer weitergemacht hast, als dein Sohn aufhörte. Es zeigt dein besonderes Interesse am Fussball, was auch dann nicht endet, wenn sich dein Sohn anderen Interessen widmet.


    Ich finde es auch gut, dass du darauf aufmerksam machst, dass in eurem Verein nicht nur die 1. Seniorenmannschaft etwas zählt, sondern auch der Kinderfussball sehr wichtig ist. Übrigens vermissen wir Älteren auch Bilder oder Video aus unserer Aktivenzeit!


    Probleme hab ich mit den Begrifflichkeiten: "die Kinder sollen es mal besser haben" als Motiv das Aufwands einer weltweiten Präsentation deiner Fussball-Kinder! Das ist mir ehrlich gesagt ein bißchen zu viel! Denn da stellt man etwas für die Ewigkeit hinein, dessen Tragweite man hinlänglich noch gar nicht beurteilen kann! Was ist, wenn es sich Eltern nachträglich anders überlegen, weil das Kind den Verein verlassen hat oder mit dem Fussball aufgehört hat? Was ist, wenn das erwachsen gewordene Kind seine Daten rückwirkend gelöscht haben möchte? Es geht hier ja nicht um ein paar Bilder hinter der Theke eines Vereinsheims oder ein paar Video an die Kinder bzw. deren Eltern.


    Es geht hier um Kinder in der Werbung eines weltweiten Mediums! Dabei spielt es keine Rolle, ob die Laiendarsteller Fussball, Theater oder etwas Anderes machen. Kinder bedürfen den besonderen Schutz von der Gesellschaft der Erwachsenen. Es geht um die Unversehrtheit ihrer eigenen Interessen, die über unbekannte Dritte jetzt und in fernzer Zukunft zu schützen sind.


    Um es klar zu sagen: ich finde es gut, dass du dich um die Mannschaft herum für eine bessere Präsentation in der Elternschaft und im Verein kümmerst. Probleme sehe ich jedoch in der Internet-Präsentation. Denn hier werden auch Daten gesammelt, deren Interesse weder in deinem noch dem der Kinder und Eltern sein sollte!

    @fak
    So ähnlich hab ich es auch gesehen. Ein Schiedsrichter sollte nur das pfeifen, was er oder seine Assistenten aufgrund eines direkten Blickkontakts auch einwandfrei erkennen. Nur aufgrund einer Fallrichtung und -höhe auf Strafstoß zu entscheiden, dass macht keinen Sinn. Denn allzuhäufig zeigen die Videobilder, dass es entweder gar keinen oder keinen regelwidrigen Körperkontakt gab. Die vor einigen Jahren entschiedene Regelung, mehr und kleinlicher in Richtung Offensive zu entscheiden, hat sich nicht bewährt, weil die Zahl der Schwalben zunahm. Hier bedarf es einer Korrektur.


    Man konnte schon nach der Kritik am "Robben-Elfer" in den letzten beiden Spieltagen in der 1. Bundesliga eine etwas andere Foulauslegung erkennen. In der 2. Bundesliga wurde allerdings wie gewohnt gepfiffen.


    Für völlig unnötig und übertrieben fand ich jedoch den Tribünenplatzverweis von Roger Schmidt! Darf sich ein Trainer nicht mal über ein aus seiner Sicht unnötiges Kontertor ärgern? Muß er mit regungsloser, stummer, äußerlich desinteressierter Miene am Spielfeldrand stehen? Denn ich meine Roger Schmidt hat ganz genau gewußt, dass das Foul O.K. war und man auch einen schnell ausgeführten Freistoß 5 m weiter, aber in der gegnerlichen Hälfte verteidiggen können muß!


    Was Schiedsrichter und Trainer dann für einen "Affenzirkus" aufgeführt haben, dafür haben beide eine saftige Strafe verdient! Der Schiri für den unberechtigten Tribünenplatzverweis und der Trainer, weil er gemeint hat, der Schiedsrichter müsse ihm während des Spiels seine Entscheidung erklären. Wenn der Trainer meint, der Schir hätte falsch entschieden, dann kann er das anderweitig äußern! Das geht so Beides nicht und zeigt, wie emotional der Fussball ist. Aber darüber muß gesprochen werden, wenn sie die Gemüter abgekühlt haben. So ein Unfug sollte sich nicht wiederholen!

    @Chris


    Ich bin dir sehr dankbar für die Eröffnung dieses Threads.


    Denn in diesem Beispiel wird (in überzeichneter Form) präsentiert, was viele Eltern und Elterntrainer empfinden. Sie wollen ihre Kinder als Helden sehen! Das geht weder gegen die anderen Teams im Verein noch gegen die sportliche Konkurrenz aus anderen Vereinen.


    Man ist in eine neue, bunte Welt gestartet und es ist selbstverständlich, dass die Eltern das Kind bei jedem Spiel begleiten. Denn dadurch wird man selbst zu Held für Kaffee und Kuchen, zum Trösten und um seinen kleinen Star gebührend auf dem Heimweg zu loben. Selbstverständlich darf es etwas länger aufbleiben und sich zwischen den Eltern kuscheln. Beim Grillabend findet selbstverständlich das Fussballspiel seine Fortsetzung. Auch hier sollen die Freunde von den Heldentaten erfahren, was meistens darin endet, dass das Kind gefragt wird, ob es Profi und Natianlaspieler werden will, was selbstverständlich bejaht wird!


    Allerdings spielen sich manchmal auch Dramen nach Turnieren ab! Wenn nämlich nicht gewonnen wurde, sondern es "Packungen" gab. Da wird der Kleine schon mal kritisiert. Er habe nicht gekämpft, den Gegner laufen lassen, usw.! Da droht Strafe, wenn der Kleine keine Reue zeigt! Ja, für manche Eltern ist das "Wochenende gelaufen", wenn der Gegner nicht vernichtend geschlagen wurde!


    Stolz auf Kinder zu sein, dagegen ist rein gar nichts einzuwenden. Jedoch schießt man bei der gewählten Form der Darstellung m.E. weit übers Ziel hinaus. Eine Videomitschnitt eines Spiels wird das Kind wie auch seine Eltern in den Bann ziehen und gerne auch mal nach Jahren angesehen. Dabei läßt herrlich in die Vergangenheit schwelgen.


    Wenn die Emotionen bei den Eltern der Kleinsten durch eine derartige Darstellung weiter "gepusht" werden, dann ist irgendwann mit einem "dicken Knall" zu rechnen. Spätestens dann, wenn die Eltern und Elterntrainer aus ihren Träumen erwachen und die Kinder sich nicht mehr als Helden vorkommen. Dieser Knall findet meistens dann statt, wenn es gegen stärkere Gegner geht und wenn der Trainer immer lauter ins Spiel hinein ruft. Eltern möchten aber nicht, dass ihr Kind kritisiert und vom Heldenthron gestoßen wird. Jetzt beginnt die Suche nach Alternativen, weil ja die wahre Leistung nicht mehr im Heimatverein gesehen wird. Da haben die Kinder gefälligt den Erwartungen ihrer Eltern zu folgen und sollen sich gefälligst in einem neuen Verein wohlfühlen und zu besseren Leistungen heranreifen!


    Was wundert es, dass viele Kinder während der D-Jugend ihre Umgebung im Verein, der Mannschaft, den Trainern und Eltern wahrnehmen und dem Fussball für immer adieu sagen!


    Denn Kind sein, dass durften sie von Anfang an nicht! Ja, es hat sich noch nicht einmal jemand nach ihren Bedürfnissen gefragt! Sie mußten als Helden im Internet für eine Ewigkeit, die es nicht gibt, herhalten!


    Ich komme deshalb zu dem Schluß, dass der Verein seine Mannschaften nicht als "Freiwild" für exzentrische Trainer mit "Programmiererfähigkeiten" im Internet oder anderen Medien präsentieren darf. Der Verein trägt für jeden Spieler eine Verantwortung, aus der es sich nicht herausstehlen darf, wenn in der Eltern- und Trainerschaft mangels Erfahrung mit dem Fussball noch keine Einsicht über den Nutzen erwartet werden darf.

    @open-minded


    Es können in der Tat Konflikte zwischem dem Hobby einerseits und den veröffentlichen Bildern und persönlichen Daten andererseits entstehen. Weil Helden immer auch Heldentaten brauchen, darf selbstverständlich die Erfolgsstatistik nicht fehlen. Mit entsprechendem Know-How läßt sich dieses Bild im Internet sehr gut präsentieren.


    Dabei wollen doch die Eltern nur das jetzt und hier emothional für die Ewigkeit einfrieren. Wohlwissend, dass es in ein paar Jahren ganz andere Kinder und Trainer sein werden, die dieses Vereinsbild prägen werden.


    Die in der Präsentation enthaltenen Daten (Namen, Bilder) lassen sich heutzutage schon zu einem hohen Prozentanteil maschinell filtern und vermarkten. "Big brother is wathing you! Denn auch der zukünftigen Kundschaft will man tief in die Tasche greifen können. Je mehr persönliche Daten, desto besser gelingt das Geschäft!

    @Andre


    Deine Antwort über Matip überrascht mich aber jetzt? Ich hätte jetzt gedacht, dass du sagst, Kloppo holt ihn, weil auch mal auf deutsch fluchen möchte :thumbup: !


    Aber in der Leistungseinschätzung von "himmelhoch jauzend" bis "zu Tode betrüb"t liegen im Fussball manchmal nur ein paar Sekunden. Als z.B gestern Andre Schürle eingewechselt wurde, kündigte ihn Bela Rethy mit "der Weltmeister" an. Als Schürle dann gleich seinen ersten Zweikampf vergeigte verstummte des Reporters Stimme und der gute Andre schien voran Luft für ihn zu sein. Ähnlich gehen manchmal mit den Fans "die Gäule durch"!