Beiträge von TW-Trainer

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    @Brechstange


    Wir haben darüber verschiedene Auffassungen. Das ist auch nicht weiter schlimm! Wenn ich das hier so einschätze, dann folgen die Mehrzahl der User deiner Meinung?


    ich denke mal, die Aktion von Roger Schmidt und auch Rudi Völler war das Ergebnis der sich in den Wochen zuvor aufschaukelnden Debatte über zweifelhafte Schiedsrichter-Entscheidungen. Von Schiedsrichter Zeyer, der ja bereits seit 1996 pfeift, hätte man hier erwartet, dass er in dieser Ausnahmesituation deeskalierend wirkt, statt noch eins draufzusetzen, um seinen Autoritätsstatus hervorzuheben. Wir können nur gemeinsam den Fussball besser machen!


    So stellten sich Thomas Schaaf und Bruno Labbadia auf die Seite ihres Kollegen. Zwar haben sich vielen Trainerkollegen zurückhaldend bis gar nicht dazu geäußert, jedoch kann ich mich da an niemanden erinnern, der die Schiedsrichterentscheidung bis hin zur Spielunterbrechung gutgeheißen hat?

    Da muß ich dir leider rechtgeben!


    Selbst in den Leistungszentren herrscht zeitweilig Personalknappheit, wenn dort noch aktive Keeper arbeiten, sodass sie entweder wegen eigenem Training, anderer Termine oder Verletzung fehlen.


    Wir haben in der "Spitze" sehr TW-Trainer und sehr gut ausgebildete Keeper. Aber aufgrund der weitgehenden Vernachlässigung der Torwartausbildung fehlt es darunter an einer ausreichenden Anzahl gut ausgebildeter TW-Trainer! Häufig bleiben nur Kompromisse, die man in die Kategorie "besser als nichts" stufen könnte.


    Dabei weiß jeder, dass bei in etwa gleichstarke Mannschaft meistens das Team mit dem besseren Torwart am Ende die Nase vorn hat und das Spiel gewinnt.

    m besten Falle tausche ich mich mit dem Trainer aus und sage wo ich ggf. Probleme sehe die abgestellt werden müssten oder welche Anforderungen ich habe - im Bezug auf das Stellungsspiel und das mitspielen des Keepers.

    So sollte es eigentlich immer ablaufen!


    Aber das funktioniert dann nicht besonders gut, wenn die Keeper fürs Torwarttraining zu anderen Trainingsterminen "abgestellt" werden. Besser ist es, wenn die Keeper parallel zur Mannschaft auf dem selben Trainngsgelände trainiert werden. Beim gemeinsamen anschließenden Abschlußspiel bleibt dann auch Zeit, in der sich Mannschafts- und Torwarttrainer austauschen können.


    Zwischen dem TW-Trainer und seinen Keepern ist ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis eine wichtige Vorraussetzung. Denn selbst, wenn TW-Fheler häufig zu Gegentoren führen, braucht ein Torwart die Sicherheit, etwas zu riskieren, um sich weiterzuentwickeln. Ist die Grundausbildung abgeschlossen, so bedarf es zur Verfeinerung auch der Spielbeobachtung durch den TW-Trainer. So kann man am besten nach der gemeinsamen Analyse die unsicheren TW-Akttionen im Training spielnah simulieren. Denn es geht überhaupt gar nicht darum, ob ein Ball haltbar war oder nicht, sondern den Torwart individuell zu verbessern, damit es dem Gegner immer schwerer gemacht wird, zum Torerfolg zu gelangen.


    Schließlich gibt es noch einen Unterschied zu den Mannschaftstrainern. Das Durchschnittsalter der TW-Trainer ist etwas älter, weil die Neigung und Ausbildung zum TW-Trainer durch die Vereine kaum gefördert werden. Meist werden ehemalige Torleute angesprochen, die "ins kalte Wasser geworfen" Grundübungen präsentieren können. Aber rasch merken sie, dass der Ablauf bei einem 12-Jährigen anders ausschaut als bei einem Erwachsenen. Es bedarf nicht nur Kreativität durch hinführende Zwischenübungen fehlerhafte Bewegungsabläufe zu korrigieren, man muß auch einen Weg finden, wie ein Torwart am besten lernt! Ein guter Torwarttrainer gibt erst dann einen Ratschlag, wenn er das Lernverhalten des neuen Torwart genau studiert hat! Diese Dinge kann man nicht (wie es der DFB probiert) in 40 Lehreinheiten vermitteln, weil es Jahre braucht!


    Richtig ist sicher, dass auch ein Torwarttrainer seine Freiheiten benötigt, um das was er für wichtig und richtig hält, umsetzen zu können. Aber ohne gegenseitigen Respekt und einer guten Aufgabenaufteilung mit Abgrenzung und sich überlappenden Verantwortlichkeiten funktiniert es nicht gut! Was bei den Profis schon seit Jahren sehr gut funktioiert, steckt im Amateur- und Nachwuchsbereich meist noch in den Kinderschuhen!

    @Brechstange
    Nein, ganz und gar nicht! Wenn du dir den Titel "Schwalbe des Jahres" anschaust, dann geht es mir nicht nur um den Schiedsrichter, sondern auch um die anderen Beteiligten.


    Aber du hast schon recht, dass sich das Verhalten in der Bundesliga teilweise auf den Dorfplätzen widerspiegelt.


    Vielleich hab ich es nicht klar genug rüber gebracht? Mir geht es in erster Linie darum, dass Trainer und Schiedsrichter sich mit dem nötigen Respekt behandeln. In der Leverkusener Aktion fehlte es nicht nur dem Trainer, sondern auch dem Schiedsrichter am nötigen Respekt, weshalb ich hier nicht wie die meisten die alleinige Schuld beim Trainer sehe. Gerade, wenn die Schiedsrichter aufgrund einiger Regelauslegungen (die sich im Nachhinein dann noch als falsch herausstellen) in aller Munde sind, sollte man ein wenig mehr Fingerspitzengefühl walten lassen. Wer im Glaushaus sitzt, der sollte besser nicht mit Steinen werfen.


    Trainer wie Schiedsrichter haben die Pflicht das Niveau des Fussballs stetig durch bessere eigene Leistungen zu steigern. Dabei spielt der gegenseitige Respekt eine wichtige Rolle. Wenn jedoch Zweifel an der Fairness aufkommen, dann bedarf es klärender Gespräche. Wir haben bislang das Urteil für Trainer und Manager. Nun wird es darauf ankommen, ob sich auch im Verhalten der Profischiedsrichter etwas mehr Fingerspitzengefühl erkennen läßt!


    Ist dem Fussball nachhaltig damit geholfen,noch mehr Trainer auf die Tribüne zu schicken oder sollte man sich mal über den gegenseitigen Respekt unterhalten?

    @tobn


    Sehr guter Beitrag!



    Wo sollen deiner Meinung nach die ganzen Schiedsrichter denn herkommen? Der Job wird nicht bezahlt

    Werden bei euch tatsächlich die Schiedsrichter nicht bezahlt?


    Ich habe mal von einer Schiedsrichter-Abbrecher-Quote von ca. 50 % während der 1. Saison gelesen. Die Gründe dafür sind vielschichtig! Immer wieder hört man aber, dass die Jungschiedsrichter aufgrund persönlicher Beleidigungen von Eltern oder Trainer die Lust verlieren. Hier fehlt es auch an Unterstützung, denn diese Jugendlichen werden meist ohne jegliche Unterstützung durch die Schiedsrichter-Ausbilder oder die Heimatvereine "ins kalte Wasser" geworfen. Im Gegenteil, da passiert es auch schon mal, dass ein Heimatverein-Trainer, der es nicht gelernt hat, wie man mit Achtung verliert, den Schiedsrichter als Allein-Schuldigen ausmacht! Hier dreht man sich im Kreis, weil man einerseits eine Strafe zu zahlen hat, wenn man die Schiedsrichterquote nicht erfüllt, sie jedoch andererseits auch wieder vergrault!


    Weil aber bislang bei den Bambinies und der F-Jugend aufgrund des großen Mangels an Schiedsrichtern wie auch der Kostenplanung bereitwilig auf Schiedsrichter-Laien (Eltern, Trainer) zurück gegriffen wurde, an denen sich dann bei Fehlentscheidungen die Gemüter entzündeten, war es die Idee von Ralf Klohr, dem Erfinder der FPL, ganz auf Schiedsrichter zu verzichten und den Kindern die Entscheidung zu überlassen. Denn seinem Kind oder Spiel verzeiht man einen Fehler eher, weil man sich ja wünscht, dass es weitermacht! Ob ein Schiedsrichter weiterhin pfeift, scheint jedoch meist nicht von Interesse Dritter zu sein?

    Naja - ich weiß ja nicht, ob du schon mal ein Mädchenteam gesehen hast - wir sind eine ordentliche Truppe und gegen manche Mädchenteams tun wir uns auch schwer (gut, die sind ein Jahr älter und dann auch noch der Nachwuchs eines Bundesligisten)

    Das darf man nicht mit einer "normalen Vereinsmannschaft" verwechseln! Das sind meist überregionale Mädchen-Auswahlteams. Weil es bei den Mädchen erst ab den B-Juniorinnen einen Mädchen-Leistungsfussball gibt, kicken diese Mädchen-Auswahlmannschaften lieber in den Jungenstaffeln. Denn nur dort wird ihnen das für sie gewünschte Niveau garantiert. Besonders hochbegabte Mädchen kicken meist in Jungenteams, manchmal aber auch über die Zweitspielberechtiung in beiden Teams.


    Auch die Talentförderung der Mädchen hat sich in den letzten Jahren verbessert, was man auch daran erkennt, dass die Proficlubs früher nach B-Juniorinnen Ausschau gehalten haben. Durch die Einführung der B-Juniorinnen-Bundesliga sind diese Talente bereits bekannt, sodass man mit dem Scouting früher einsetzen muß. Allerdings ist das schwierig, weil talentierte Mädchen sehr viel seltener sind und von daher viel mehr Aufwand betrieben werden muß, um erfolgreich zu sein. Hinzu kommt, dass die Integration ins Team nicht so einfach ist, weil bei den Mädchen sich nur dann ein Teamspirit entwickeln kann, wenn auch die Chemie im zwischenmenschlichen Bereich stimmt. Auf einen "seelenlosen Haufen", der sich nur zum Training und dem Spiel trifft, sich permanent Selektionen stellen muß, haben die Mächen keinen Bock!


    Weil Mädchen früher als Jungen in die Pubertät kommen, sind sie auch etwas schneller in der Antizipation und etwas weiter in der Beobachtung komplexer Spielsituation und ein wenig aufnahmebereiter in der Umsetzung taktischer Vorgaben. Hier gibt es einen zeitlichen Korridor von 8 - 12 Monaten, in denen besnders hochbegabte Mädchen tatsächlich mit den gleichaltrigen Jungen mithalten können. Aber spätestens, wenn bei den Jungen die Pubertät einsetzt, geht die Zahl der Mädchen, die dann noch mithalten können, stark zurück!


    Wer allzu blauäugig gegen ein Mädchenteam antritt, dessen Leistung er vorher noch nicht kennt, der kann sein "blaues Wunder" erleben! :thumbup:

    @gipe


    Wenn du erst ein halbes Jahr Trainer bist, dann gib nicht nur deinen Jungs, sondern auch dir die Zeit, die du brauchst, um den Vorsprung der meisten anderen Traienr aufzuholen.


    Während du dein Augenmerk immer dorthin richtest, wo gerade der Ball ist, erahnen deine Kollegen aus anderen Vereinen schon den nächsten oder sogar übernächsten Schritt, weil sie das gesamte Spielfeld permanent scannen und so zu den Wahrscheinlichkeiten gelangen.


    Ohne diese Erfahrung besteht die Gefahr, dass du entweder versuchst den zweiten Schritt vor den Ersten. Mal ein Beispiel: du hast gesehen, dass der Gegner fast nur in eurer Hälfte spielt. Obwohl mit Ausnahem von ein paar Spielern der Rest deiner Mannschaft gar keinen Zugriff aufs Spiel bekommen. Sie verstehen es noch nicht, aber dennoch sollen sie in einer taktischen Formation 3 : 2 : 3 oder 3 : 3 . 2 spielen. Jedoch schon kurze Zeit nach dem Anpfiff ist nichts mehr von deiner Formation zu sehen. Denn zunächst einam stehen deine Angreifer dumm rum, weil der Gegner technisch versierter mit einfachen Pässen und Doppelpässen in einer kompakte Raumaufteilung spielt. Schießlich wollen auch deine Angreifer mal einen Ball und lassen sich in die Abwehr fallen. Aber selbst, wenn sie jetzt einen Ball erobern, fehlt ihnen nunmehr ein Anspielpartner in der Offensive.


    Es ist daher besser zunächst einmal im Training an den individuellen Merkmalen wie Technik (je besser und sicherer die Ballbehandlung, je mehr Zeit bleibt für die Situationsbeobachtung und -entscheidung) sowie individueller Taktik (wohin laufe ich wann in welcher Situation), damit sie zunächst einmal eine Grundordnung verstehen und dadurch in die Lage versetzt werden, eine Position ein wenig zu verstehen.


    Bevor du etwas vernderst, solltest du zunächst einmal einen erfahrenen Trainer aus deinem Verein oder Bekanntenkreis bitten, sich mal ein Spiel deiner Jungs anzuschauen. Denn der kann dir sehr präzise deine Trainingsschwerpunkte benennen. Wichtig ist es für deine Jungs eine alters- und leistungsgerechte Perspektive zu bilden. Die gewünschten Ergebnisse kommen dann von ganz alleine, wobei du immer wieder die Erfolge in den richtigen Rahmen (was ist möglich, was kann man erwarten) setzen solltest! Sonst besteht die Gefahr, dass dein Frust wächst. Denn die Eltern, die eigentlich nur mal einen Sieg ihrer Jungs feiern wollen, können dir hierbei rein gar nicht helfen! Du mußt dir erst mal selbst helfen (lassen)!

    Hallo Björn,


    doch, da sehe ich schon einen Unterschied. Torwarttrainer sind meist "Autodidakten". Jeder kann etwas, weiß etwas, was Andere noch nicht wissen. Deshalb haben wir sehr viel Respekt voreinander. Auch gibt es nicht diesen Konkurrenzdruck wie bei den Mannschaftstrainer. Letzendlich bietet auch die fehlende Lizenz, in der DFB-Know-How als letzten Ratsschluß verkauft wird, sondern es gibt genügend Freiräume zur Entwicklung. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine.


    Was jedoch jedem Torwarttrainer, der diesen Job mit großer Leidenschaft ausübt, auffällti ist, wenn jemand ohne große Wissenstiefe sich als Torwarttrainer ausgibt, weil sich ja schließlich jeder Torwarttrainer nennen darf! Solche Leute fügen dem meist guten Image der Torwarttrainer Schaden zu, weil der Laie den Unterschied nicht auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist. Besonders schlimm empfinde ich es allerdings, wenn sogar DFB-Stützpunkttrainer ohne spezielles Wissen fürs Torwarttraining zu diesem Thema vor Trainern referieren. Denn hier gehen die Teilnehmer von vorhandenen Kompetenz und Seriösität aus.


    Natürlich wäre es schön, wenn das durchaus vorhandene Know-How aus den Profivereinen einer breiten Masse an Trainer zur Verfügung gestellt würde. Solange sich jedoch der DFB weigert, dieses Know-How anzuerkennen, sich zunächst einmal selbst auf die Schulbank zu setzen und stattdessen von diesen Torwarttrainern eine Mannschaftstrainerlizenz verlangt, solange wird man auf Torwarttrainer, die sich als "Laienprediger" betätigen, treffen!


    Aber sind wir jetzt nicht doch ein wenig vom eigentlichen Thema weggekommen?

    Hallo Björn!


    Nix für ungugt! Es ging hierbei um Torwarttraining! Hab grundsätzlich auch kein Problem damit, dass man unterschiedliches Niveau anbietet. Selbst schlechte Übungen sind noch besser als gar keine. Aber man sollte sie dann nicht als professioell bezeichnen, wenn jeder halbwegs Interessierte sieht, dass es dem Torwartwarttrainer selbst schon an den nötigen Fähigkeiten dafür fehlt!

    Life Kinetik

    Nicht nur, dass da spielfremde Übungen gemacht werden, bei denen unbrauchbare Abläufe automatisiert werden, sondern man benutzt gute Themen wie "Life Kinetik" als Vorwand für schlechte Übungen.


    Hab mir gestern Abend ein paar Torwartübungen angeschaut, die mit dem Thema Life Kinetik verknüpft waren. U.a. sollte ein Torwart in der Rückwärtsbewegung hohe Bälle fangen. Allerdings wurde nicht auf den Körperschwerpunkt und die -spannung geachtet. Im Wettkampf fällt dann so ein Torwart (hat bestimmt jeder schon aml gesehen) nach hinten wie eine "Bleiente"! Er hat`s ja nicht anders gelernt?!


    Dann waren da selbsternannte, moderne Torwarttrainer zu sehen, die aber alles nur mit einem Fuß machen konnten. Was ist denn daran modern, dass man jeden zweiten Ball "umlaufen" muß, um ihn plaziert passen oder schießen zu können? Wie soll man denn einen LInksfuß-Torabschluß simulieren, wenn man nur mit rechts schießen kann?


    Klar, dass dauert ein paar Jahre, bis beim Torwarttrainer diese Bewegungsabläufe so perfekt funktionieren, dass er während der Übungen noch genügend Zeit zur gleichzeitigen Beobachtung der Torwart-Aktion hat. Aber wenn man soetwas nicht kann, dann sollte man nicht den Anschein von Professionalität erwecken und sich auch nicht mit Torwarttrainern vergleichen, die auf einem deutlich höheren Niveau arbeiten.

    Spielbetrieb mit Schiedsrichter

    Bin ansonsten bei deiner Variante, die ja konform mit der FPL ist.


    Das Problem mit dem Schiedsrichter ist jedoch, dass es für den untersten Jugendbereich keine flächendeckenden geeigneten Schiedsrichter gibt. So werden sie von "schlechten Verlieren" als "Sündenbock" benutzt, um seinen Ummut darüber Ausdruck zu verleihen, dass die Mannschaft des Sohnes gerade dabei ist, vom Gegner vernichtend geschlagen zu werden. Die Situation bei einer deutlichen Führung und Spieldominanz lautstark Kritik zu äußern, ist da schon wesentlich seltener!


    Gerade, weil sich die Gemüter an Schiedsrichterentscheidungen erregen, wurde bewußt darauf verzichtet. Man glaubt, dass Kinder, die in den Vereinsfussball starten, auch eigenständig verantwortungsbewußter werden und somit wichtige soziale Werte fürs spätere Leben mitbekommen.


    Ich denke, wenn der Zufiriedenheitsgrad im Vereinsfussball hoch ist, wird man nicht mit einer Verhaltenskritik 2 Tage später mit einer Kündigung rechnen muß. Wenn doch, dann sei froh! Denn dann bist du den Unruheherd los und kannst deine Zeit wieder ganz für den Fußball planen! Man kann es sowieso nie allen Leuten recht machen, weshalb es reine Zeitverschwendung ist, sich Gedanken darüber zu machen, was Dritte über dich denken! Denn wenn es wichtig ist, werden sie es dir sagen!

    @Zodiak


    Ja, statt Leibchen kann man farbig markierte Bälle nehmen. Man kann Trainingszeit nur 1 x verplanen. Da finde ich es immer schade, wenn dabei der Ball fehlt! Denn die Sportarbeit, für die trainiert wird, heißt Fussball und nicht Leichtathletik, Gymnastik usw.


    Hier mal ein paar Vorschläge (mit Ball)


    1. Ball mit starken/schwachen Fuss den farbig markierten Ball in ein freies Feld dribbeln und ablegen (Fußball-Solitär)
    1.1. dito, jedoch wird der Ball in den Lauf des Mitspielers gepaßt.


    2. Vom ca. 5 m vor dem Feld plazierten Hütchen darf ins Feld geschossen werden. Dabei darf der farbig markierte Ball des Gegners aus dem Feld abgeschossen werden. Gewonnen hat das Team, dass zum Schluß (wenn alle Bälle weg sind) die meisten Bälle im Punktfeld plazieren konnte (Fußball-Eisstockschießen)
    2.1. dito, jedoch wird der Ball in den Lauf des Mitspielers gepaßt.


    Gibt bestimmt noch weitere Varianten aus dieser Grundübung!
    z.B.


    A. Übung Platzfehler: Statt eines Fussballs wird ein Football (für die Kleinen ein Luftballon mit innenliegendem runden Kaugummi) genommen. Weil das Spielgerät nun nicht mehr so rollt, weil man sich wünscht, bedarf es jeweils immer einer schnellen Körperanpassung!


    B. Übung: Fußball-Billard: Jedes Team besteht aus 3 Spielern, die jeweils 1 Ball bekommen. Jeweils 2 Bälle bilden ein Törchen, durch die jeweils der hinterste Ball gepaßt werden soll. Gewonnen hat das Team, das regelkonform zuerst seine 3 Bälle ins Ziel gebracht hat (Hinweis: zunächst wird es sehr statisch aussehen, nach dem Hinweis, dass man mit dem 2. Passs nicht warten muß, bis der Ball aus dem 1. Paß durch Törchen ruht, wird es sehr viel schneller ablaufen)


    Wer keine Ringe für das Zielfeld hat, der kann die Felder auch mit Klebestreifen markieren.


    Nicht nur Kinder, sondern auch Jugendliche und selbst Erwachsene lieben solche Teamwettbewerbe, bei denen sie sich gegenseitig anfeuern können und die Spannung bis zum Schluß bleibt. Allerdings braucht es ein wenig Geduld, bis alle das Spiel verstanden haben.
    Wer es sich ein wenig leichter machen will, der fragt vor den Start, wer glaubt das Spiel vollkommen verstanden zu haben. Ihn/sie läßt man dann Beginnen, so dass sich Andere diese Übung zunächst anschauen können, bevor sie selbst starten.


    Wer weiß noch weitere Spiel-Varianten mit dem Ball?

    @Kicknrush


    Vielnn Dank für den Link! Auch wenn in diesem Bericht die kurzen Phasen der Normalität eines Profis fehlen, beschreibt er sehr intensiv die 1000 Welten des Profitums! Denn gerade beim Wechsel vom Jugend- in den Seniorenbereich klappt bei sehr vielen Talenten deshalb nicht, weil sie die eine Welt (des Jugendfussball) noch nicht gänzlich verlassen schon in den nächsten Welt (Senioren) des Profifussballs gestoßen werden. Was zuvor besonderen Lob verdiente, reicht jetzt plötzlich nicht mehr aus! Hinzu kommt, dass ja die eigenen Talente früher mal hier und da auch was falsche gemacht haben, was ihnen aber jetzt als großen Mangel vorgehalten wird. Damit spart man Geld, denn ein Profiverein wird schließlich nicht von barmherzigen Samaritern geleitet, sondern von Geschäftsleuten mit harten Ellbogen!


    Eine Vereinstreue findet bei der überwiegende Zahl der Profis nicht statt. Denn es stellt sich meist nicht die Frage, wo man gerne spielen möchte, sondern wo man einen guten Vertrag bekommt. Denn gerade, weil der Fussball ein Tagesgeschäft ist, was schon morgen vorbei sein kann, gilt es in kurzer Zeit möglichst viel zu verdienen! Aber ein Teil der Spieler kommt schon damit nicht klar und gibt viel zu viel Geld für "falsche Freunde" aus!


    Wer einen Vertrag hat, der verpflichtet sich für nahe zu alles! Der hat den Inventarstempel des Vereins. Er hat quasi keine Rechte mehr. Der kann gestern ein großer Held gewesen sein und ist morgen schon der größte Depp. Je nach dem, welcher Trainer gerade am Werk ist. Denn der allein bestimmt, was gut und was schlecht ist. Natürlich wird hier viel Geld verdient! Aber was nützt es, wenn man der ist, auf den alle verächtlich herabschauen dürfen?


    Man sitzt in jeder Saison auf gepackten Koffern. Entweder läuft es gut, dann bekommt man Angebote oder es läuft schlecht und man muß täglich mit einer "Ausmusterung" rechnen. Jedoch gibt es keine zwei identischen Schicksale. Dazu gibt es aufgrund der Intransparenz (nichts darf nach draußen dringen) kaum Vergleichsmöglichkeiten. Selbst nach dem Wechsel gilt die Verschwiegenheit, sondern verdienen sich Anwälte eine "goldene Nase" an dir!


    Wie kann unter diesen Umständen ein normales Familienleben funktionieren, wenn die Gefahr groß ist, die Bodenhaftung zu verlieren? Wie kann man wieder ins normale Leben zurück kehren, nachdem man über Jahre hinweg alles dem aktuellen Verein überlassen hat?


    Leider findet man fast nur Heldengeschichten! Deshalb ist es wichtig, dass nicht nur die eine heile Welt beschrieben wird, sondern hier und da kritisch hinterfragt wird.


    Ja, man kann das Alles schaffen und mit Glück viele Jahre Profi sein, ein normales Umfeld besitzen und selbst dann auf gute Freunde zählen, wenn eines Tages der Große Vorhang fällt und ein neues Leben begintt! Aber es ist verdammt schwer, denn es gibt in dieser Zeit 1000 Türen, die man besser nicht öffnet!

    @Stone


    Vielen Dank für die Erläuterung. Ja, da geb ich dir recht! Aber diese Form von Halbherzigkeit, in der man von Übung zu Übung hetzt, gilt ja für den gesamten Ausbildungsweg.


    Ich hab nicht gemeint, dass man im Breitensport keine interessanten und abwechselungreichen Übungen machen soll, sondern aufgrund der meist deutlichen Leistungsunterschiede die Kinder mit Aufgaben unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades fördern kann. Nur kommt es m.E. im Wettkampf nicht so sehr auf die taktisch richtige Anwendung an- Denn im Breitensport sollte der Spaß immer die allerhöchste Priorität haben. Sonst besteht die Gefahr, dasss man als Trainer übers Ziel hinaus schießt, weil man sehr viel mehr möchte, als die Mansnchaft bereit ist zu geben.

    @kuqi


    Vielen Dank für den Link. Wirklich ein sehr realitätsnaher und ehrlicher Beitrag. Ich bin oft dafür angeprangert worden, weil ich versucht habe die Hype um die (zu) jungen Talente angeprangert habe, die dann viel zu früh mit viel zu hohen Zielen konfrontiert werden. Hab deshalb mal ein paar Kernsätze, die mir wichtig erschienen, kopiert:


    »Vielleicht hätte ich irgendwann Regionalliga spielen können«
    »Wir sind verheizt worden.«
    »Ich bin in ein ziemliches Loch gefallen«


    Weil aber die jungen Talente von professionellen Vereinsverantwortlichen das erzählt bekommen, was sie gerne hören wollen, sehe ich die Eltern in der besonderen Verantwortung diese Aussagen auf ihren Werbe- und Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Denn wer hier blind und blauäugig alles glaubt, was ihm da verkauft wird, macht sie mitschuldig am späteren Frust seines Kindes!


    Ich sage nicht, dass man den Weg des Profis nicht schaffen kann! Aber es ist so gut wie ausgeschlossen, weil dazu einfach sehr viele Punkte zusammen kommen müssen! Jq selbst, wenn man glaubt, es geschafft zu haben, kann die "gute Zeit" sehr kurz sein, wenn z.B. eine Verletzung eine Rückkehr so gut wie unmöglich macht. Deshalb ist man gut beraten, den Teil des Weges, den man mitmachen durfte zu genießen. Sollte irgendwann der persnölich empfundene Druck so groß werden, dass der Fussball keinen Spaß mehr macht, wird es Zeit die Reißleine zu ziehen, dann besser wird es sonst nicht! Auch, wenn die Erfolgsprognose noch so hoch ist, sollte von Anfang an die Schule nicht vernachlässigt werden. Denn nur, wer zu früh Alles auf eine Karte setzt, der kann tief fallen. Ein Leben nach dem Fussball, aber mit lebenslangem Spaß am Fussball sit dann möglich, wenn es nicht zuläßt, dass der Fussball zum Feind wird. Wichtig ist dabei auch, dass man jederzeit erkennt, niemandem etwas beweißen zu müssen, sondern seinen Traum zu genießen!

    @Stone


    Zwischen Finte kennenlernen und beherrschen findet ein Weg statt. Sowohl beim Eingangsalter als auch in der eigenen Erkenntnis, wann welche Finte aus taktischer Sicht sinnvoll ist.
    Der Begriff einer "halbherzigen Finte" sagt mir deshalb nichts. Es sei denn, es ist damit die noch unzureichende Koordination gemeint, weshalb die Finte mal gelingt und mal nicht?


    Was vermittelbar ist, liegt m.E. an den Fähigkeiten von Trainer sowie dem Leistungslevel der Mannschaft?


    Im Breitensportbereich kommt es überhaupt gar nicht auf die Leistungsfähigkeit an, weil hier der Spaß im Mittelpunkt steht. Hier ist meist auch kein homogenes Team vorhanden, sodass Finten für ein Teil der Mannschaft umsetzbar ist, während ein anderer Teil damit hoffnungslos überfordert wäre.


    Im Leistungsfüssball besteht ein deutlich variantenreicherer Bedarf an Finten, um die Förderschritte in den gewünschten Zeitraumen realisieren zu können.


    Die Mannschaft dort abzuholen, wo sie im Augenblick steht, wird m.E. je nch Alter und Leistungsstärke unterschiedlich beurteilt werden müssen.

    @JensO


    Zunächst einmal finde ich es eine SuperIdee, ein Fussballevent für die gesamte Jugend an einem Wochenende zu starten. Es ist nicht neu. Je nach Planung und Engagement dürfen die Kinder sogar unter der Leitung von Eltern und älteren Jugendlichen auf dem Sportgelände zelten.


    Allerdings würde ich erst mal "klein" anfangen, um Erfahrungen zu sammeln. Ferner würde ich mich bei Nachbarvereinen, die soetwas bereits in Eigenregie gemacht haben, erkundigen!


    Die Fussballschulen haben es eher auf den "Eventcharakter" abgesehen! Nur für die Eltern soll der Eindruck erweckt werden, jedes Kind habe soviel Talent, dass unmittelbar nach dem Besuch der Fussballschule der Weg in Richtung Bundesliga schon vorpromiert ist. Dass es hier jedoch nur um den Spaß und die Freizeitbeschäftigung für die Kinder geht und man nicht durch "Handauflegen" aus dem dicken Paule eine "Rakete" machen kann, wird tunlichst verschwiegen.


    Ihr hingegen habt die Chance in Eigenregie euch das Beste aus Freizeitspaß mit Fussball heraus zu suchen. Der Leitgedanke könnte die Verbesserung von Strukturen im Jugendberich durch Kommunikation und Meinungsaustausch sein. Ferner besteht die Möglichkeit neue Nachwuchstrainer/innnen und Spieler/ innen anzuwerben. Schließlich werden dadurch auch noch ein paar Euro in die Jugendkasse gespült und viielleicht findet sich auch der ein oder andere Sponsor?


    Letzendlich sorgt ihr mit eurer Aktion auch dafür das Heimsofa als "inneren Schweinehund für Bewegungsarmut" beim Internet-Spiele-Fernsehen zu bekämpfen, indem ihr den Kindern wieder Lust für die Freizeitgestaltung an der frischen Luft verschafft.

    @16er


    Brudertrainer ist seltener, aber dennoch finde ich es besser, als relativ junger, vielleicht selbst noch aktiver Fussballer in den Trainerjob einzusteigen! Manche Eltern lassen sich auch dadurch leichter überreden, als dass die Vereine ihnen ein paar Euro Aufwandsentschädigungen anbieten. Da fällt die Entscheidung Ja zu sagen leichter, weil man sich denkt, dass man ja ohnehin dabei wäre und durch den Trainerjob sogar 2 Fliegen mit einer Klappe (Kostenersparniss und Einfluß auf Sohn in der Mannschaft) erschlagen kann.


    Vielerorts wird leichter wenig bis gar nichts für einen guten Einstieg ins Trainergeschäft gemacht. Gut sortierte Vereine bieten ab der C-Jugend ihren Spielern an, zusätzlich einen Co-Trainer-Job im unteren Jugendbereich zu übernehmen. Ferner unterstützen sie die Aus- und Fortbildung, um so ausreichend gut ausgebildetes, "nachrückendes" Trainerersonal für den Jugendbereich zu besitzen. Denn diese Jungtrainer werden nicht ins "kalte Wasser geworfen", besitzen erste Erfahrungen bei der Trainings- und Spielunterstützung, haben ihrem Verein gezeigt, dass man sich auf sie verlassen kann.


    Väter (oder Mütter) als Trainer sind besonders "leidensfähig", solange ihre Kinder dort spielen. Aber ist der "eingeplante Frust" aufgrund häufig mangelnder Fachkenntnisse und Erfahrungen der richtige Weg, seine Jugendabteilung kontinierlich an die Wünsche zur Freizeitgestaltung von Kindern anzupassen?

    @Trainer2003


    Wenn ich`s richtig verstanden habe, hat ein Vater eines Spielers "seinen Senf" abgegeben, wobei er die jeweiligen Trainerleistungen (deine und die vom Co.) ganz offensichtlich nicht richtig einschätzen konnte? Ferner meinte der Vater, dass doch am besten immer der Trainer, mit dem die Kinder in den Vereinsfussball (Bambini) gestartet sind, über die Jugendzeit dabei bleiben sollte?


    Man muß bei derlei Äußerungen immer berücksichtigen, dass man von den Eltern keine Fussball-Fachkenntnisse erwarten darf. Hinzu kommt, dass Väter das weitere Geschehen immer aus der Warte ihrer Kinder sehen (wollen).


    Allerdings bestimmen normalerweise die Vereinsverantwortliche (nicht die Eltern), wer für welche Mannschaft als Trainer (und Co-Trainer) verpflichtet wird?


    Ich finde es gut, dass bei euch die Trainer eine Aufwandsentschädigung erhalten. Allerdings sollte man auch die Co-Trainer für seine privaten Aufwandungen in der Vereinsarbeit bezahlen! Auch er hat eine Wertschätzung verdient! Ob man die Zahlungen dann noch staffelt, mag seperat entschieden werden. Denn der Aufwand für einen lizensierten Trainer (mit Fortbildungsplficht) ist sicher höher als der Aufwand eines Co-Trainers, der nicht mal hin und wieder eine Trainingseinheit vorbereiten muß.