Beiträge von TW-Trainer

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    @bob-rooney


    Eine objektive Meinung darf man in einemm Diskussionforum nicht erwarten.


    wäre das Mädchen ein Junge gewesen, wäre einer der beiden anderen Spieler gewählt worden

    Deshalb ist auch die subjektive Wahrnehmung O.K.


    Je höher die Jahrgänge, je seltener werden die Mädchen in den Jungenteams. Aber wie läßt sich die Leistung dieser Mädchen gegenüber Jungen beurteilen? Soll man das Geschlecht dabei berücksichtigen oder nicht?


    Bislang hat sich mir gegenüber nur 2 Trainer (1 x Verein, 1 x Auswahl) geäußert. Der Vereinstrainer meinte, dass es (unnötige) Diskussionen geben könnte, wenn nicht für jeden Laien (z.B. Eltern) sichtbar wäre, das dieses Mädchen zu den Besten im Team zählt. Der Auswahltrainer äußerte sich in ähnlicher Richtung. Hier sollte es keine Diskussion innerhalb des Trainerstabs geben.
    Eindeutig ist damit wohl, dass das Geschlecht bei der Leistungsbeurteilung eine Rolle gespielt hat?!


    Über Nichts wird im Nachwuchsfussball mehr gestritten als über Leistung und Talent? Wenn dann noch andere Faktoren (Geschläft, Spätgeborene des Jahrgang) hinzukommen, wird es noch schwieriger.


    Allerdings würde ich mir mutigere Entscheidungen bei den Trainern wünschen, anstatt sich jeweils den Weg des geringsten Widerstands zu suchen. Die Kinder und nicht wir Trainer sollten im Mittelpunkt der Entscheidungen rücken!

    Hallo Chris,


    denke mal, es gibt keine ganz richtige oder ganz falsche Antwort auf dein Anliegen.


    Wenn du eine Mannschaft im Leistungsbereich trainierst, dann wird dein oberstes Merkmal sicher sein, mit dem bestmöglichen Team in den Wettkampf zu gehen und Spieler. Dort, wo du dir nicht sicher bist, planst du sie für eventuelle Verletzung, Tagesformschwäche oder aus taktsichen Gründen ein.


    Hast du es mit einem Breitensport-Team zu tun, dass spielen sicher auch andere Faktoren eine Rolle. Dazu könnte die Zuverlässigkeit zählen. Denn wenn du den Spieler schon länger kennst, dann weißt du (und vermutlich auch die Mannschaft) die Abmeldungsbegründung besser einzuschätzen. Ein "Lügenbaron" wird vermutlich schlechtere Karten für einen Einsatz haben, als wenn dieser Spieler sich "ein Bein ausreißt", um bei jedem Training und Spiel dabei zu sein.


    Zwischen sportlicher und sozialer Komentenz ist die Bandbreite für eine Entscheidung sicher riesengroß, weshalb es darüber 1000 und 1 Meinung geben kann? Meistens weiß man sowieso erst hinterher, ob die Entscheidung richtig war!

    Mal ganz blöd gefragt: Wäre es Dir lieber, wenn er auf deutsch brüllt?

    Zum Glück versteht das Gebrülle in türkischer ja kaum jemand? :thumbup:
    Aber mich ärgert es auch immer, wenn unsere Gegner aus dem Ausland kommen und kein gepflegtes Deutsch sprechen! Das gehört sich einfach nicht! :thumbup:


    Aber sind wir nicht alle Ausländer, fast überall in der Welt? ?(


    Deshalb bin ich sehr froh über die gegebenen Antworten. <3 War ja nur die Frage der Zeit, wann narzistischer Unsinn auch hier im Forum ankommt!


    Der Fussball ist für alle Menschen gleich! :love:

    Ich denke das hier evtl. auch ein Mädchen unter Jungs Bonus eine Rolle spielte. Was mich aber persönlich nicht störte, da ich solchen Auszeichnungen keine grosse Bedeutung zukommen lasse.

    Sicher hast du recht, dass man solchen Auszeichnungen nicht allzuviel Bedeutung beimessen muß. Können doch beim nächsten Turnier ganz andere Kinder prämiert werden!


    Worüber ich jedoch gestolpert bin ist der "Bonus", den Mädchen unter Jungs zur Bewertung ihrer Leistungen haben sollen? Wie würdest du diesen Bonus beschreiben? Ist das so eine Art Mitleid-Bonus, weil es sich um ein armes, kleines Mädchen handelt, was sich unter diesen starken und frechen Jungs durchsetzen muß? Oder würdest du es eher in die Kategorie von körperlich unterlegenen Spielern einstufen, die sich dank ihrer Intelligenz, Technik und Schnelligkeit gegen körperlich überlegene Spieler durchzusetzen wissen?


    Ich habe mich früher schon gewundert, nach welchen Kriterien eine Talentselektierung vorgenommen wurde und mich deshalb näher mit dem RAE-Effekt (Real Age Effekt) beschäftigt, wonach die Spätgeborenen eines Jahrgangs weitaus weniger Chancen haben, sich für höhere Aufgaben in besseren Teams zu empfehlen. Nunmehr muß ich diese Erfahrungen dahingehend ergänzen, dass ein Mädchen in einer Jungenauswahl nur dann eine Chance bekommt, wenn man sie zu den Top 3 des Jahrgangs zählt! Da wäre ich schon dankbar die Motive für die Entscheidung, warum die Kriterien für ein Mädchen enger gesetzt werden müssen als bei Jungen, zu erfahren? Denn ich bin eigentlich der Meinung, dass jede/r eine faire Chance verdient hat, unabhängig vom Geburtsdatum, Ort und Geschlecht?

    @fak


    Genau diese Antwort habe ich eigentlich erwartet! Sobald ich ein "weiches Argument" einsetze, kommt als Antwort "... etwas geleistet hat, darf man sich wie ein Vollidiot benehmen .." Es würde deshalb auch nichts bringen, wenn ich Gleiches auf den Schiedsrichter übertragen würde?


    Wenn du damit einverstanden bist möcht ich aus dem Grunde, weil immer wieder die selben emotionalen Argumente entgegen gebracht werden, diese Diskussion beenden! Man muß sich nicht immer einig werden, sollte dennoch Respekt vor der Meinung des Anderen haben!

    Thema Coaching:

    Peter, da hast du vollkommen recht! Aktives, unterstützendes Coaching gehört auch zur FPL! Allerdings sollten auch hierbei die allgemeinen Höflichkeitsregel, den Gegner als Gast willkommen zu heißen, eingehalten werden. Förderlich dabei ist es wohl, wenn beide Trainer nebeneinander gemeinsam die Aufgabe haben, das Spiel ordentlich über die Bühne zu bringen. Kann sich Einer der beiden Trainer nicht benehmen, so wird er zunächst einen dezenten Hinweis vom Trainerkollegen erhalten! Stehen sich jedoch Trainer und Zuschauer wie "Fronten" gegenüber, dann kann sich eine Eigendynamik entzünden, in der man seine guten Manieren schlagartig aufgibt. Wie auch hier im Forum bereits berichtet kann es gerade bei Spielen, bei denen es nur um die "goldene Ananas" geht, von übelsten Beleidigungen bins hin zu Schlägereien der Erwachsenen im Kinderfussball kommen.


    Selbst die Fairniss wird unterschiedlich begriffen. Ein Fairness-Preis im Seniorenbereich wird in aller Regel im Verein deshalb nicht besonders erwähnt, weil man "sich dafür nichts kaufen kann"! Wenn das fairste Team unten in der Tabelle steht, dann wird sogar die Fairness (Mannschaft besteht aus Weicheiern) als Grund des Versagens genannt. Hier heißt es: Foul ist nur, wenn der Schiedsrichter es pfeift! Dadurch will man Brutalität legitimieren.


    Mal ehrlich! Wer von euch hat einen Fairness-Pokal im Vereinsheim, den man auf den ersten Blick erkennen kann?


    Selbst, wenn es genügend Jungschiedsrichter gibt, wären diese wohl dann überfordert, wenn sich Erwachsene gegenseitig an den Kragen gehen! Zwar kann man soetwas auch mit der Einführung der FPL niemals ganz ausschließen, jedoch wird das Risiko durch einige sehr einfache Maßnahmen reduziert.


    Jedoch braucht die FPL vermutlich noch Jahre, bis sie soweit in den Köpfen der Verantwortlichen verankert ist, als dass man die FPL als nützlich für den Kinderfussball erachtet. Denn die FPL richtet sich weder gegen Trainer, Schiedsrichter und Eltern! Sie soll lediglich den vielen Laien im unteren Jugendbereich bei einem guten Einstieg in den Vereinsfussball helfen.

    Bei der Siegerehrung wurde meine Tochter mit einem Pokal als Wertvollsten Spieler geehrt

    Die Bezeichnung "wertvollster Spieler" habe ich erstmals in den USA gehört. Es meint im Gegensatz zum "besten Spieler" nicht sosehr die sportlichen Einzelleistungen, sondern auch die soziale Kompetenz (also der faire Umgang mit Mannschaftskameraden und Gegnern). Ob man soetwas in der F-Jugend überhaupt messen kann ist natürlich fraglich?


    Die Frage, ob man den Wert eines Spielers von fremen Trainern, die dieses Kind eigentlich gar nicht kennen, sondern lediglich ihr Verhalten an diesem Spieltag bewerten sollen, ist natürlich auch fraglich.


    Nicht neu ist mir allerdins der Neid von Eltern, wenn ein Mädchen (egal wofür) in einer Jungenmannschaft besondere Beachtung geschenkt wird! Denn richtigen Fussball können doch ohnehin nur Jungen oder Männer spielen.


    Teilweise wird sehr viel Energie von Eltern, Trainer und sogar Staffelleitungen darin verwendet, (besonders starke) Mädchen nicht in Jungenteams mitspielen zu lassen. So hörte ich neulich von Eltern eines Mädchens, dass ihre Tochter nur noch dann wieder im Jugenteam spielen dürfte, wenn sie eine eigene Betreuerin hätte.


    @Spieler-papa
    Lass dich also nicht von neidischen Eltern beeinflussen, sondern unterstütze das Hobby deiner Tochter. Freue dich einfach mit ihr, wenn sie Spaß und Erfolg dabei hat!

    @tobn


    Das kann ich alles unterschreiben! Auch deine Erkenntnis, dass Erwachsene dem Ausgang des Spiels zu viel Bedeutung beimessen! Also kein Wunder, dass sich manch ein Kind zum schlechten Verlierer oder peinlichen Sieger entwickelt?


    Die Frage ist nur, wie bekommt man diese Erwachsenen Trainer/Eltern, die es an der gebotenen sportlichen Fairness mangeln lassen, anders in den Griff als in der FPL, wenn es ansonsten an der nötigen Unterstützung mangeln läßt und so manch ein kleiner Verein darüber klagt, gar keine Trainer mehr für den Nachwuchsbereich zu bekommen, wenn man ihnen nicht gleichzeitig freie Hand läßt? Leider haben auch immer noch zu wenig Vereinsverantwortliche erkannt, dass die Zukunft ihres Vereins ganz allein in der Fürsorge für den Kinderfussball liegt! Denn nach wie vor gibt es genügend Vereine, die über Sponsoren und Söldner ihren kurzfistigen Vereinserfolg feiern wollen!


    Leider setzt sich auch nicht immer das Gutgemeinte (FPL) durch, wenn es nicht durch ein hohes Maß an Engagement in den Vereinen unterstützt wird!

    Ja, so kann man das in einem Dorfverein machen! In der Bundesliga sollte das jedoch so geregelt werden, als das diese Situation erst gar nicht entsteht! Sonst wird der Eindruck erweckt, man müsse den Trainer wie einen Schuljungen maßregeln! Doch der hat, ebenso wie der Schiedsrichter bereits außergewöhnliches geleistet und sollte dementsprechend mit dem nötigen Respekt behandelt werden!

    Hallo Björn!


    Da kann ich dir leider auch nicht weiterhelfen! Ich würde mich ganz einfach mal in eurer Gegend umschauen, wo gute TW-Trainer tätig sind? Ggf. über deinen Verein Kontakt aufnehmen, ob Trainingskapazitäten frei sind?
    Gut ausgebildete Leistungstorwarttrainer werden allerdings wohl eher keine Zeit haben, zu euch zu kommen, um bei euch Interessenten fürs den Job als TW-Trainer auszubilden? Wenn doch, würde ich eher 2 mal nachfragen, ob der wirklich was taugt? Ist nicht so, als dass es nicht auch dort "Schwarze Schafe" gäbe!

    Hallo Björn,



    Spontan fallen mir da 3 Möglichkeiten ein:
    1. TW-Trainerlizenz in Österreich.
    Wenn du das Torwarttraining von der Pike an lernen willst, dann würde ich die geografische Nähe zu Österreich ausnutzen und dort eine TW-Trainerlizenz machen. Selbst, wenn diese Lizenz hier in Deutschland nicht anerkannt wird, hast du mit dem erworbenen Wissen übers TW-Training in verschiedenen Altersstufen ein gutes Fundament, was eine gute Basis für einen fachlichen Austausch zwischen Torwart- und Mannschaftstrainer erlaubt.


    2. Hospitation im NLZ
    Die zweite Möglichkeit wäre, sich an Vereine mit NLZ bezüglich einer Hospitation zu wenden. Hier kann man einen guten ersten Eindruck gewinnen. Auch für die ein oder andere Frage bleibt meist ein wenig Zeit.


    3. Trainerausbildung in TW-Schule
    Zwar gibt es Torwartschulen, die sich ihren TW-Trainerbedarf selbst aus- und weiterbilden. Allerdings ist das immer auch kombiniert mit einem bestimmten Interesse an Mitarbeit.


    Zum Hineinschnuppern ins TW-Training würde ich die Alternative 2 wählen. Einen TW-Trainer, der so viel Zeit hätte, um einen Interessenten auszubilden, kenne ich leider nicht!

    @GrätscheIch habe zwar nur Aussschnitte davon gesehen! Roger Schmidt hat seine Strafe bekommen! Das Thema ist abgehakt. Aber es kann und darf nicht sein, dass Schiedsrichter schadlos davon kommen, wenn sie ihre Autorität dazu mißbrauchen Trainer vorzuführen, indem sie ein Bundesliga-Spiel unterbrechen. Da wäre nicht nötig gewesen! Sonst kommen wir irgendwann dahin, dass jemand einen Trainer nicht mag und sobald der anfängt zu gestikulieren die Eskalationsstufe höher fährt, um es ihm mal richtig zu zeigen. Das ist für mich Kasperleteater und hat nichts mit Professionalität zu tun!


    Noch mal: es geht nicht um Roger Schmidt, sondern darum, dass sich soetwas nicht wiederholen darf, dass ein Bundesligaspiel auch dann unterbrochen werden kann, wenn weder Leib noch Leben der Spieler in Gefahr ist!

    @Zodiak


    Der Start in die TW-Trainer-Karriere ist sicher mit eigener Torwart-Erfahrung einfacher. Denn man kennt dadurch einen Großteil der Torwartaufgaben bereits. Allerdings hat ein Trainer, so auch ein Torwarttrainer die Aufgabe, sein durchaus vorhandenes Wissen teoretisch wie praktisch an andere Torhüter weiterzugeben. Auch in der Theorie ist der dem "Nicht-Torhüter" zunächst einmal überlegen, weil der Nicht-Torhüter spätestens bei den Details "Passen" muß! Ein Torwarttrainer muß jedoch selbst so gut mit dem Ball umgehen können, dass er beidfüssig präsie und mit dem gewünschten Druck schießen kann, um seine Torleute spielnah zu fördern. Weil jedoch Olli Kahn und Co. dass in ihrer Ausbildung nicht mal gelernt haben, den Ball rechts wie links zu dribbeln, den Torwart mit einer Finte aus dem Gleichgewicht zu bringen, kannst du dir denken, was da in den Anfängen eines TW-Trainings durch Ex-Keeper so los ist? Da rennen z.B. TW-Trainer und Keeper beim 1 vs 1 hinter einem versprungenen Ball her. Man ist schnell müde, aber man hat nichts geschafft! Ob man diese Fähigkeiten nachholen kann, liegt am individuellen Ehrgeiz, sich dieser Herausforderung zu stellen.


    Ich will es mal zusammen fassen: egal welchen vorherigen Weg man gewählt hat, muß zum die notwengigen Fähigkeiten eines Torwarttrainers erwerben. Das kann je nach Anforderungen durchaus mühseelig sein, weshalb die beste Voraussetzung dann gegeben ist, wenn man mit großer Leidenschaft und der Lust zum permanenten Lernen als wichtigste Grundvoraussetzung dabei ist.


    Kommen wir zum Feldspieler als TW-Trainer. Es mag zwar im ersten Schritt von Vorteil sein, wenn man statt einer Ballbatterie an der Strafreaumgrenze etwas mehr Abwechelung ins TW-T bringt. Jedoch allein von der Übung oder Spielformen mit TW-Schwerpunkt bekommt man keine gut ausgebildeten Keeper, weil sich hierbei die Torleute autodidaktisch selbst beibringen müssen, welche Bewegungsabläufe sie automatisieren möchten. Sehr wahrscheinlich sind darunter welche, die dann später zu einer "Sackgasse" führen und dann nur sehr schwer korrigiert werden können? Ohne das nötige Hintergrundwissen des TW-Trainers, was wann bessser oder schlechter ist, wird die TW-Ausbildung auf halben Wege steckenbleiben. Dafür kann dann nur die TW-Trainerausbildung mit anschließender Prüfung den Impuls geben, mehr davon kennenlernen zu wollen.


    Deshalb spielt es für mich gar nicht die Rolle, ob der Torwarttrainer ein ehemaliger Keeper oder Feldspieler war, sondern ob ausreichend Interesse und auch Leidenschaft an der Aufgabe als Torwarttrainer vorhanden ist? Die Inhalte mögen je nach Herkunft im unterschiedlichen Grade nur für die Teilnehmer sein.


    Ich erachte es als großen Vorteil Fähigkeiten in der Torwart- wie in der Mannschaftsausbildung zu besitzen. Wie sonst sollte man realisieren, dass im modernen Fussball jeder Spieler und Torwart offensive und defensive Aufgaben zu erfüllen hat? Wie kann man seinen Torwart in den Spielaufbau einbeziehen, wenn man ihm lediglich defenisve Aufgaben vermittelt?


    Die Scherpunkte in der Trainerausbildung zwischen Mannschafts- und Torwartausbildung sind sicherlich unterschiedlich. Jedoch gibt es auch Schnittflächen, von denen Beide ausreichend Kenntnisse benötigen. Wer sowohl als Mannschafts- wie auch als Torwarttrainer auf erfolgreiche Arbeit verweisen kann, der ist sicher im Vorteil. Aber von diesen Exoten haben wir leider viel zu wenig!

    @Ziodiak


    Ein Tipp: lass die Jungs nicht direkt zum Zielfeld laufen, sondern stelle auf halber Strecke eine Aufgabe (z.B.Dribbling ums Hütchen). Erst nach Ablage von Leibchen/Hütchen und Rückweg ums Hütchen darf der Nächste starten. Dadurch vermeidet man einerseits das Chaos, andererseits kann man durch Erhöhung des Schwierigkeitsgrades zielgenau das Gewünschte fördern. Durch die Kombination mehrerer Aufgaben wird der Mulit-Tasking-Effekt besser erreicht, die Aufgaben exakt und in der richtigen Reihenfolge abzuarbeiten. Denn nicht das Ablegen von Leibchen/Ball, sondern erst die Bereitschaft zu einer neuen Aufgabe sollte das spielnahe Übungsziel sein.


    Aber ganz ohne Zurufe des Teams wird es wohl nicht gehen. Denn man hat immer einige Kandidaten dabei, die zwar mit/ohne Ball flott unterwegs sind, aber dann am Ziel angekommen das Leibchen oder den Ball ins falsche Feld ablegen und dann von den Teammitgliedern korrigiert werden! Darin sollte man auch nichts Negatives sehen, weil man sich auch im Wettkampf gegenseitig pushen kann!

    @teejay



    Einen Ball empfinde ich hier aber schon fast überflüssig

    Sofern es Übungen gibt, die man mit Ball am Fuß machen kann, würde ich immer diese Variante bevorzugen. Eine Ausnahme stellt sicherliech der Bambini-Bereich da, in der es als Bewegungspiel bgeriffen werden sollte. Bei den Frauen sollte sie "spielnah" sein, statt lediglich im Läufbereich den Schwerpunkt zu setzen, mag zum Kennenlernen dieser Übung gut sein, aber dann sollte irgendwann auch der Ball ins Spiel kommen. Sonst werden die Mädels zwar schneller, bekommen jedoch "Knoten in den Beinen" sobald sie im Wettkampf den Ball mit rasentem Sprint für eine Mitspielerin zielgenau für den Torabschluß ablegen wollen.

    Hallo Björn,


    da gäbe es eine Reihe von Maßnahme-Möglichkeiten. Nachfolgend möchte ich aber nur auf die nach meiner Meinung 3 wichtigsten Aufgaben eingehen.


    1. Profil des TW-Trainer neu (besser) definieren
    Heute sind vielfach Ex-Keeper oder "Quereinsteiger" im TW-Training beschäftigt. Der DFB meint jedoch, man könne Mannschaftstrainer mal eben in 40 LE als TW-Trainer ausbilden. Das klappt nicht, weil gute TW-Trainer dafür einen deutlich längeren Ausbildungsweg benötigen. Denn im Gegensatz zu den Mannschaftstrainern müssen die TW-Trainer sehr viel mehr Trainngsarbeit auf dem Platz statt daneben verrichten. Denn sie sind die unmittelbaren Trainingspartner, von deren Fähigkeiten und Fachkenntnisse es abhängt, ob jemand diese Position mit Spaß kennenlernt und vielleicht später auch mit Spaß an der Leistung verfeinert.


    2. TW-Trainer-Ausbildung mit Prüfung und Lizenz-(Kompetenzübertragung) für Breiten- und Leistungssport
    Durch die Prüfung kann sichergestellt werden, dass ein altersgerechtes TW-Training auf breiter Ebene stattfindet. Durch die bisherige Urkunde wird jeder Teilnehmer gleich gestellt, egal ob und welche Qualifikation er erworben hat. Zumindest die altersgerechte, technische Grundausbildung müßte im Basisbereich sichergestellt werden. Denn wer einen Ball nicht sicher fangen kann, dem nützt auch ein taktisch gutes Stellungsspiel weniger! Für die Ausbildungs- und Prüfungsinhalte kann man das bereits im Ausland vorhandene Know-How nutzen.


    3. Abgrenzung und Überlappung der Aufgaben von Mannschafts- und Torwarttrainern
    Als Folge der Kompetenzübertragung von TW-Trainer nach erfolgreicher Prüfung sollte die tägliche Arbeit von Mannschafts- und Torwarttrainer neu bestimmt werden. Die Trainingsarbeit mit den Torleuten beseht nicht nur aus dem Erlernen von Techniken, sondern es gehört nicht dessen Grundausbildung die taktische Abstimmung mit der Mannschaft hinzu. Dabei nimmt sicher die Abwehr den größten Teil ein, aber auch andere Mannschaftsteile sind an den Defensiv- und Offensivaktionen unter Torwartbeteiligung beschäftigt. Hierbei gibt es noch jede Menge Optimierungspotenzial, sein bislang der Torwart noch allzuhäufig isoliert statt als Teammitglied betrachtet wurde. Auf den ausländischen Trainingsplätzen findet man deshalb Torwart- und Mannschaftstrainer in gemeinschaftlicher Arbeit, wo man hierzulande noch in der Breite feststellen muß, dass jeder seinen eigenen Kram macht!


    Fazit:
    Sicherlich mag es in der Wahrnehmung der heutigen Probleme und entsprechend der Prioritäten unterschiedliche Bewertungen geben. Nicht nur ich hatte gehofft, dass nach der Einführung der TW-Trainerausbildung das TW-Training nicht mehr vernachlässigt wird. Jedoch steckt das, was bislang vom DFB angeboten wird, noch in den Kinderschuhen. Dies liegt ferner daran, dass der DFB seine Klientel nicht genau genug kennt, damit die Ausbildungslehrgänge ein höheres Niveau erhalten. Man könnte sehr viel weiter sein, wenn man die Hilfe aus dem Ausland und was den Leistungsbereich anbelangt auch aus den Bundesligavereinen annehmen. Dazu muß jedoch auch die Bereitschaft vorhanden sein, die eigenen Positionen infrage zu stellen, damit genügend Raum zur Neuausrichtung entsteht. Dazu gehört es auch, dass man hierbei nicht allein an die Profiligen denkt, sondern auch für alle darunter befindliche Ligen eine ausreichende Zahl gut ausgebiletete TW-Trainer hat, damit auch dort mehr ausgebildete Keeper mit mehr Spaß an der Aufgabe den Fussball bereichern.

    @Grätsche


    Ich kann mich da nur wiederholen! Es müssen Trainer und Schiedsrichter den notwendigen Respekt voreinander haben! Ein Spiel dehalb zu unterbrechen zeigt, dass auch der Schiedsrichter nicht den nötigen Respekt vor den Leistungen der Trainer (damit meine ich nicht Roger Schmidt, sondern die gesamte Trainerriege der Bundesliga) haben. Deshalb kann es nicht angehen, dass Trainer "mundtod" gemacht werden sollen! Das verhindert die Weiterentwicklung, für die beide Interessensgruppen verantwortlich sind. Man kann und darf soetwas auch nicht mit der Kreisliga vergleichen oder aber anhand einer Vorbildfunktion für Kinder ableiten. Es geht hier um die Spitze des Fussballs, die sich mit nichts anderem als die Spitze vergleichen läßt!


    Auch die vielen Karten und Platzverweisse an diesem Wochenende sehe ich als "Nachwehen" und Verunsicherung an, deren Spitze die Unterbrechung eines Bundesliga-Spiels war, wo es lediglich um die Stelle ging, aus der ein Freistoß ausgeführt werden sollte!


    Das soetwas zukünftig besser zwischen Schiedsrichter und Trainer gelöst werden muß, dafür tragen beide Interessensgruppen Verantwortung! Deshalb bin ich nach wie vor der Meinung, dass auch der Schiedsrichter zurecht gewiesen werden müßte! Sonst sehe ich die Gefahr, dass man sich zukünftig noch mehr auf die Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern stürzt und dadurch der ohnehin schon vorhandene Drück noch höher für die Beteiligten wird. Man muß sich gegenseitig Fehlbarkeiten eingestehen und verzeihen können, wenn man es gemeinsam nicht nur gut meint, sondern besser machen will!

    @Brechstange


    Vielleicht beruhigt es dich ein wenig, dass ich in den vielen Jahren meiner Trainertätigkeit aufgrund des hohen Respekts vor den Schiedsrichtern niemals auf die Tribüne verbannt wurde? Ich habe also Null-Strafe zahlen müssen. Andererseits wollte ich auch den Respekt der Schiedsrichter!


    Klar dringt längst nicht alles nach draußen, was gedacht wird!


    Wir haben jedoch in der Beurteilung von Schiedsrichtern momentn einen Schlingerkurs, der auch in der Gilde selbst für Unsicherheit sorgt! Daran ist gewiss nicht Herr Zeyer schuld! Wenn man es allumfassned beschreiben möchte, dann eignen sich keine anderen Begriffe als die, die ich verwendet habe. Aber ich habe auch konkret gesagt, dass ich eine Spielunterbrechung aus diesem Grund ablehne. Da wäre ein kurzes Gespräch zwischen den Beteiligten besser gewesen als das Affentheater!


    Es ist aber keineswegs so, dass ich meine Meinung nicht ändere. Allerdings muß man mich dann auch schon überzeugen (können)!

    di7


    Wünsche dir erst mal viel Spaß in den USA! Wird sicher einiges an Umstellung brauchen, weil dort die Unterstützung für den Fussball von Region zu Region sehr unterschiedlich ist. Auch an die finanzielle Förderung über Sponsoren und die College- und Highschool-Teams mit den weiten Wettkampffahrten incl. Übernachtung muß man sich erst gewöhnen. Bei der Trainerausbildung gibt es einen C, B, und A-Level! Jedoch kann man die schon aufgrund der wesentlich kürzeren Ausbildungszeit gar nicht mit denen in Deutschland vergleichen.


    Nur, wenn du unbedingt in Deutschland später mal eine Frauen-Profimannschaft trainieren möchtest, brauchst du die A-Lizenz. In den meisten anderen Ländern interessiert es niemanden, weil dort die praktische Leistungen als Trainerin zählen. Übrigens sind bei der letzen A-Lizenz-Trainerausbildung alle Teilnehmer "durchgewunken" worden :thumbup: ! Wenn man nachweisen kann, dass man beruflich länger im Ausland zu tun hat, kann man auch dort Lizenzen machen. Wenn man sich danach einen entsprechenden Namen gemacht hat, kann man hier alle lukrativen Trainer-Angebote annehmen! Aber rüberfahren, um im Ausland billiger und schneller die gewünschte Lizenz zu erwerben, das geht nicht! Dabei würde der DFB ja Geld verlieren und müßte sich obendrein noch einem Qualitätsvergleich in der Ausbildung stellen?


    Weil es hierzulande aber sehr viel lockerer im Frauenbereich zugeht, interessiert die Lizenz unterhalb der beiden Profiligen kaum jemand! Selbst dann nicht, wenn dort Lizenzvorgaben stehen. Denn es ist auch so schon schwierig genug, geeignete Trainer zu finden, die vermutlich bei einem Seniorenteam in der 3. Kreisklasse eine höhere Aufwandsentschädigung bekommen? Man muß schon eine Portion Leidenschaft mitbringen und am besten finanzielle unabhängig sein, wenn`s Spaß machen soll.


    Wenn du nach Deutschland zurückkehrst, empfehle ich dir den normalen Weg über die B-Lizenz. Als Ex-Profi wird man dir gleich einen Job in der Talentförderung anbieten. Damit ist schon mal der Weg für deine weitere Trainerkarriere geplant. Wie weit es dann geht, entscheidet aber letzendlich nicht die Lizenz (es sei denn, du möchtest Verbandstrainerin werden), sondern die sportlichen Erfolge!

    @Andre


    Von der Theorie ist deine Idee des Ausschlusses der Eltern gar nicht schlecht. Schließlich sitzen ja auch in der Schule keine Eltern neben ihren Kindern! Sicherlich wäre manches einfacher? Doch welcher Trainer schätzt nicht auch die Unterstützung der Eltern beim Fahrdienst oder wenn ganz einfach mal ein Kind getrostet werden muß?


    Jedoch gab es unter der Elternschaft genug Aufregung, als man sie bei der Einführung der FPL-Liga vom Spielfeld verbannen wollte. Da wurde argumentiert, dass ja die Eltern das Recht hätten, die Trainer zu kontollieren. Ja, es wurde sogar damit gedroht, das KInd aus dem Verein zu nehmen, wenn man die Elternrechte beschneiden würde.


    Einig sind wir uns sicher darin, dass überall dort, wo die FPL nicht oder nicht mehr funktioniert, mehr kontrolliert werden muß, damit nicht wenige Unbelehrbare nachhaltigen Schaden im Kinderfussball anrichten können. D.h. die Vereine müssen sich um mehr Ordnerpersonal kümmern, damit die tjheoretische Möglichkeiten auch in die Praxis umgesetzt werden kann. Auf den DFB, der sich selbst nicht mal sicher ist, ob damit der "große Wurf" im Kinderfussball gelingt, zu warten, wäre vermutlich der falsche Weg! Es sei denn, man könnte Strafgelder einkassieren (weil ja die 6,7 Mille immer noch nicht aufgetaucht sind?)