Beiträge von TW-Trainer

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    @Leverkusener


    Da hat @Sir Alex recht. Die von mir beschriebene schnelle Methode soll lediglich eine Zwischenlösung sein, um zunächst einmal eine Verteidigungsaufgabe im ballnahen Zielquadrat zu erkennen, statt orientierungslos oder im Zuschauermodus dem Treiben des Gegners beim Eckstoß tatenlos zuzuschauen. Sie ist daher als "erste Hilfe" zu verstehen, wenn man den gar nicht weiß, auf welchem Weg man das Verhalten positiv beeinflussen kann.


    Auch ist es nicht allein die Körpergröße, sondern die Handlungsschnelligkeit. Denn wenn man schon da ist, wo der Ball hinkommt, dann kann der Gegner diese Position nicht mehr besetzen. Der faire Körpereinsatz (ohne Ellenbogen im Gesicht!) wird ja zu Genüge auf allen anderen Positionen des Spielfelds trainiert und ist auch bei Standards nicht wesentlich anders zu handhaben.

    Es ging ihm doch nicht um die grundsätzliche Fang- oder Abwehrtechnik und die Beeinflussung von nassen und trockenen Handschuhen - und natürlich auch nicht um die Schusstechnik. Hier ging es darum, dass der Ball sich bei nassem Rasen anders verhalten kann, weil er beim flachen Aufspringen "schneller wird" (was physikalisch nicht sein kann).

    Dagegen ist nichts einzuwenden. Der frühere Keeper hielt sich hinter seinem Libero häufig an der Torline auf, weshalb er häufiger zu Hechtparaden gezwungen wurde. Dabei war das Geläuf (nass oder trocken) von Bedeutung, wenn der Ball im unterschiedlichen Winkel vom Boden abprallen konnte.


    Die Torwartposition hat sich jedoch beim Spiel mit Kette mit unterschiedlichen Intensivtäten verändert. Er hat Teile der Libero-Aufgaben übernommen, wozu auch die Positionsanpassung gehört. Auch soll der Keeper an einer guten und schnellen Spieleröffnung beteiligt sein, weshalb er nur noch im Notfall (wenn er auch durch Positionsanpassung den Ball nicht erreichen kann) zum Hechtsprung in die Horizontale ansetzt. Denn wenn der Keeper seinen gesamten Körper hinter dem Ball hat, dann sollte er einen Aufsetzer problemloser abwehren können, als wenn er nur die Hände hinter den Ball bringen kann.


    Ich hätte zwar sagen können, woher ich mein Wissen habe und welche Funktion ich bekleide, aber ich möchte gerne überzeugen und ziehe auch deshalb nach wie vor die Anoymität vor. Allerdings hab ich früher auch viel Bockmist gemacht und würde mein heutiges Wissen niemals als des Ratschlags letzten Schuß bezeichnen, weil schon morgen ein Teil davon überholt sein wird. Wenn dann jemand behauptet, dass war er früher in der Bezirksliga wahrgenommen hätte, sei in Stein gemeisselt, dann gestatte ich mir, dem zu widersprechen. Und sei es, als dass ich die provokative Frage in den Raum stelle, warum man denn nicht einen Eimer Wasser über den Reifen kippt, um dadurch einen besseren Grip zu bekommen?


    Ich bin gern bereit, mich in der Sache auszutauschen. Auf Internet-Mobbing hab ich keinen Bock!

    @KingJames9


    Erst mal Glückwunsch zu deinem Team. Ich drück dir die Daumen, dass es mit dem Aufstieg klappt.


    Wenn ich mich recht entsinne gehts beim Kopfballtraining lediglich um das Erlernen der Technik, häufig verbunden mit der Übung per Kopf ein Tor zu erzielen. Der Anreiz, per Kopfball ein Tor zu verhindern wird hingegen eher selten behandelt.


    Wie ich deinen Ausführungen entnehmen kann, bekommen es deine Jungs irgendwie nicht hin, dort zu sein, wo der Ball beim Eckball oder Freistoß hin geflankt wird und auch der Keeper ist häufig überfordert, wenn sich in der Landezone des Balles eigene wie gegnerische Spieler aufhalten.


    Nun könnte man natürlich den Keeper soweit trainieren, als dass er zentral geflankte hohe Bälle entweder fängt oder unter gleichzeitigem Gegnerdruck faustet. Einerseits ist diese Landezone besonders gefährlich für ein gegnerisches Kopfballtor und andererseits muß man lediglich 1 Person trainieren.


    Allerdings muß ich selbst als TW-Trainer davon abraten, es dabei bewenden zu lassen, weil davon die anderen Defensiv-Spieler nicht verbessert werden. Hier gibts 2 Möglichkeiten: eine schnelle und eine langsamere Verbesserung.
    Zunächst die Schnelle (Achtung @Andre nur auf eigene Gefahr :D weiterlesen, da es gegen DFB-Richtlinien verstoßen könnt)
    Jeder Spieler bekommt ein "Planquadrat", für das er beim Kopfball zuständig ist. Der Vorteil ist, dass der betreffende Spieler fast immer sicher weß, wann er zum Kopfball gebraucht wird. Er wird also weder seine Pupillen auf "Zuschauer-Modus" umstellen noch wird ihm ein eventuell zugeordneter Gegenspieler davon rennen können.


    Der Nachteil: ein Trainerfuchs wird diese Methode rasch erkennen und seine Spieler zu deinem kleinsten und kopfballschwächsten Spieler beordern. Dem kannst du nur bedingt entgegen wirken, als das du bei der Verteilung der Planquadrate die kopfballstärksten Spieler ins Zentrum beorderst. Denn aus spitzem Winkel oder aus größerer Distanz sind Kopfbälle nicht so gefährlich.


    Jetzt die Langsamere Methode:
    Integriere in dein Training Übungen mit dem Schwerpunkt Kopfball-Abwehr. Von Vorteil ist es wegen der geringen Streuung und dem gewünschten Lerneffekt, wenn der Ball zunächst geworfen wird. Erst, wenn die nötige Sicherheit vorhanden ist, kann man zunächst mit Gegnerdruck und schließlich auch schießen (statt werfen). Der Phanasie für Übungen sind dabei kaum Grenzen gesetzt.


    Allerdings wird die Wirkung nicht von längerer Dauer sein, denn ab der C-Jugend wird durch das Einsetzen der Pubertät und dem sich stark veränderden Längenwachstum erneut diese Aufgabe auf dich warten. Aber wenn du erst einmal eine gute Methode für dein Team gefunden hast, dann gibt es bestimmt individuelle Anpassungen, mit denen man die gewünschten Veränderungen herbei führen kann.

    Für mich hört es sich so an, als wolltest du zu viel auf einma

    Ja, diese Gedanken gingen mir auch beim Lesen durch den Kopf! In nächsten Schritt hab ich gedacht O.K., wenn es die Wettkämpfe sind, dann sollte er davon mehr machen, weil hier als Nebeneffekt auch vieles Andere trainiert wird.


    Allerdings bin ich zu dem Fazit gelangt, dass Mannschaft und Trainer einfach nicht zusammen passen. Das hat m.E. weniger damit zu tun, als das die Kinder vorher daran gewöhnt wurden, den Fussball auf niedrigsten Intelligenzlevel zu automatisieren ("... nichts gelernt ..."), sondern das hier die gegenseitigen Erwartungen von Trainer einerseits und den Spielern, Eltern andererseits gar nicht zu passen scheinen. Ich hab auch meine Zweifel, ob @Mario567 in kurzer Zeit seine Ansprüche soweit herunter schrauben kann, dass auch er wirklich Spaß am Fussball mit diesen Jungs hat.


    Denn wenn man ehrenamtlich als Trainer tätig ist, dann sollte bei der Bilanz an positiven wie negativen Elementen stets das Positive überwiegen. In einigen Wochen ist allerdings die Rückserie schon wieder zuende. Vielleicht verändert sich die augenblickliche Situation zu seinen Gunsten, wesahlb man die Flinte nicht gleich ins Korn werfen sollte!

    @'raicoon


    Vielen Dank für den Link. Ich hatte das Video zwar schon mal gesehen, aber ich finde, es paßt sehr gut zum Thema. Denn was passieren kann, wenn Trainer "Sprüche" aus dem Erwachsenen-Fussball in den Kinderbereich übertragen wollen, das wird im Video passend aufs Korn genommen.


    Der ernste Hintergrund bei diesem Thema ist jedoch der, ob und wo die Grenzen dessen liegen, was erlernt und ausprobiert werden soll, aber worauf man als Basis fürs Spiel der Kinder als Erwachsener keinen generellen Anspruch erheben darf.


    Sicher würde sich jeder Verein wünschen, er hätte Trainer wie Zodiak und Strznievski. Aber die Realität sieht leider häufig so aus, als das im unteren Jugendbereich Trainer-Laien tätig sind. Doch läßt sich allein daraus, was die Mehrheit der Trainer bildet, der Maßstab was mit Kindern möglich ist, bestimmen? Oder sollte es das Ziel des Vereins sein, sich um die Aus- und Fortbildung der Trainer für diesen Altersbereich mehr zu kümmern, um das Niveau zu verbessern, Talente im Verein zu fördern und mehr Spaß beim Fussball zu erleben?

    @Stannis74


    Hast du dir also unbewußt kalte und nasse Finger gespart und deshalb vielleicht noch mehr Spaß an dieser Position gefunden. Es sei denn, es war schon nass draußen!


    Man wird nicht jeden Ex-Keeper überzeugen können, dass er da was gemacht hat, was er sich hätte sparen können. Erstaunlicherweise haben jedoch Profi-Keeper selbst nach ihrer Karriere damit weniger Probleme?


    Weil jedoch der Platz eines Torwartrainers normalerweise auf dem Rasen und nicht in der Laberbude ist, kann man dort auch sehr schnell differenzieren, was ins Fussball-Museum gehört und wohin ein moderne Torwart-Ausbildung tendiert. Gerade in den letzten 10 Jahren hat sich sehr vieles verändert.


    Weil Torwarttrainer meist Autodidakten sind, sind sich sehr dankbar für Hinweise. Das sich jemand auf den Schlips getreten fühlt, ist eher die Ausnahme. Die besondere Neugier der TW-Trainer läßt sich auch sehr leicht erklären, denn jeder gute TW-Trainer kann und weiß etwas, was der Andere gut gebrauchen kann. Wer hier nicht sein bisheriges Wissen hinterfragt, der wird nie weiter kommen als bis zu dem Punkt, zu dem er bislang auch immer gekommen ist.
    Aber es gibt nicht nur den konstruktiven Austausch zwischen TW-Trainer, sondern Ausnahme-Keeper, die neue Ideen mitbringen! Aber jetz lasse ich es mal lieber an der Stelle sein, denn ab hier wird es nicht mehr unbedingt für Jedermann verständlich ...

    @Strznievski


    Zunächst einmal mein Kompliment dafür, dass du dir so viele Gedanken über den altersgerechten Kinderfussball machst. Die Frage, was man hier bereits an individualtaktischem Verhalten machen kann, hat Björn bereits beantwortet. Ich würde dem ... vertragen können ... gern noch ein wollen hinzufügen, denn die Streuung wer schon was versteht und auch machen will, ist sicher dort noch hoch.


    Das Spiel mit 4 plus TW finde ich toll, weil es den Kindern in diesem Alter ermöglichst, das Spiel jederzeit zu verfolgen.


    Aufgrund deiner Beschreibung möchtest du den Kindern Impulse geben in Form von Möglichkeiten, aber sie selbst entscheiden lassen. Weil du ihnen die Hinweise vorher gibt, statt ins Spiel (je nach Spielstand oder Laune) hineinzurufen, gibst du ihnen die Möglichkeit selbst erste Erfahrungen beim Fussballspiel zu sammeln. Wurdest du während des Spiels Hinweise geben, so würden die Kinder nicht nur in ihrer Konzentration gestört, sondern sie würden als Folge daraus zukünftig nicht mehr eigene Entscheidungen treffen, sondern auf Trainerkommandos warten.


    Es findet keine Interation mehr statt, weil der Trainer nicht mehr nur beobachtet und betreut, sondern vorschreibt, wie wir was wann zu machen haben, um das im Training Versäumte im Spiel nachzuholen und das Spiel irgendwie zu gewinnen.


    Was Kinder schon verstehen, läßt sich für uns erwachsene Laien meist nur durch ihr Handeln erklären. Aber selbst dann ist es schwierig, weil diese Kinder noch sehr kurze Konzentrationsphasen besitzen und meist mehr untereinander lernen als durch die Steuerung von Erwachsenen. Ihre Neugier und ihr Spieltrieb ist in diesen Konzentrationsphasen sehr hoch, weshalb man hier mit didaktisch gut vorgetragenen übungen und entsprechenen Impulsen, wo selbst noch keine Lösung erarbeitet werden kann, zu helfen.


    Die Gefahr einer Überforderung ist dann gegeben, wenn gegen die Willen des Kindes Verhaltensweisen automatisiert werden sollen, um letzendlich nur das Ziel des weitaus überlegenen Erwachsenen gerecht zu werden. Diese Möglichkeit hatte ich jedoch nicht in den Ausführungen von @Strnilevski erkennen können.


    Die Frage stellt sich dennnoch jederzeit, wo in die kindliche Kreativität eingegriffen wird? @Follkao Vielen Dank für diesen Hinweis! Ich habe vor ein paar Monaten Auswahl von 10 - 11 Jährigen gesehen, die in der Halle mit einer 3-er Kette und 2 Offensiv-Kräften spielte. Die gegnerischen Trainer waren völlig fassungslos, weil ihr Team absolut chancenlos war und selbst nicht einmal verstanden, wie der Gegner durch seine permanete Überzahl im Raum das Spiel steuerte. Natürlich war es bei diesen 10 - 11 Jährigen längst nicht perfekt, aber es genügte, um den Gegner zu dominieren.


    Nun stellt sich hier die Frage: sollen diese Kinder bereits in so einem taktischen System spielen oder sollen sie es nur kennenlernen, um es später leichter spielen zu können?

    Selbstverständlich wird in der Bundesliga deutlich mehr Trainingsarbeit in die Taktik investiert. In der Landesliga sieht es nicht unbedingt immer alles so auf dem Platz aus, wie es sich der Trainer vielleicht wünscht.


    Allerdings gibt es hier meines Wissens noch nicht so viele Varianten oder?


    In Deutschland findet man meist neben dem 4 : 3 : 3 ein 4 : 2 : 3 : 1 oder ein 4 : 4 : 2, seltener ein 4 : 1 : 4 : 1 oder ein 4 : 3 : 2 : 1.
    (Hinweis: der Torwart wird nicht mitgezählt, weil der ja sowieso immer auf der gleichen Position spielt - ansonsten beginnt man von links nach rechts von der Defensive in die Offensive)


    In den Niederlanden wird nahezu im gesamenten Jugendleistungsbereich ein 4 : 3 : 3 gespielt. Erst in der A-Jugend gibts kleine Anpassungen an den jeweiligen Gegner, die z.B. darin bestehen kann, wo man auf dem Spielfeld gerne sein Überzahlspiel haben möchte.

    @Stannis74


    Wer eine gute Schußtechnik bei trockenem Wetter hat, der sollte es ruhig auch bei nassem Wetter probieren und wer Bälle bei trockenem Wetter gut abwehrt, wird auch bei Nässe wenig Probleme haben. :thumbup:
    Aber genug der Phrasen! Hast du dich nie darüber gewundert, warum die Profi-Mannschaftstrainer sich kaum über Leistungen ihrer Torleute äußern, hingegen hier und da doch mal was zwischen den Zeilen über die Zufriedenheit mit den Leistungen ihrer Feldspieler? Die Kritik über Torleute überlassen sie ihren Fachleuten, den Torwarttrainern.


    Aber überall dort, wo ein Mannschaftstrainer nicht mit diesen Fachleuten im Trainerstab gesegnet ist, da wird nach wie vor wild darüber herum philosophiert, was nun die Ursachen über Erfolg oder Mißerfolg gewesen sein könnten. Dazu gehört dann auch der Satz: "Heute ist es nass! Probiert es ruhig mal mit einem Fernschuß." Aber glaubst du, dass jemand, der bei trockenem Wetter aus 10 Meter kein Scheunentor trifft, es bei nassem Wetter schafft?


    So, kommen wir nun zu den Torleuten. Ich lasse sehr gerne Torleute das Fangen des hohen Balles mit einer Hand üben. Damit läßt sich die Kontaktaufnahme mit fast ausgestrecktem Arm, leicht angewickeltem Handgelenk und gespreizten Fingern zunächst einmal gut üben. Wenn der Ball nach der Kontaktaufnahme zum Körper hin geführt wird, kann er sich durchaus noch durch den Effekt drehen, aber es ist ihm der Druck durch den Federweg genommen. In der anschließend kreisenden Bewegung kann der Ball (egal ob nass oder trocken) sofort wieder ins Spiel gebracht werden.


    Die Intensität und der Zeitdruck läßt sich zunächst über einen zweiten, später auch einen dritten Ball steigern. Wenn die Technik perfektioniert ist, kann auch der Balldruck erhöht werden. Aber alles setzt natürlich voraus, dass der Torwarttrainer seine Aufgaben sicher und präzise beherrscht.


    Wer diese Übungen intensiv mit der rechten und linken Körperseite der Torleute geübt hat, der wird auch beim Fangen mit beiden Händen gleichzeitig wenig Probleme haben, weil er darüber den kompletten Bewegungsablauf der Fangtechnik eines hohen Balles trainiert hat. Weiterer Nebeneffekt dieser "einarmigen Übung" ist eine verbesserte, einarmige Faust- und Lenktechnik.


    Ich lasse übrigens auch bei nassem Wetter die Torleute zunächst ohne Handschuhe trainieren, ziehe selbst auch nicht mal bei Frost welche an. Ehemalige Torleute erkennt man häufig daran, dass sie auch als TW-Trainer stets Handschuhe tragen.

    @addi


    Sorry, wenn du dich auf den Schlips getreten gefühlt hast.


    Wenn jemand daran glaubt, dass er besser mit nassen Handschuhen ist, dann soll er es machen.


    Es wird auch nicht jemand zum Ausnahme-Keeper, nur weil er auf das Nässen der Handschuhe verzichtet! Zur Aussage, man kann aufs Nässen verzichten, stehe ich nach wie vor! Auch, weil es in weitaus größerem Maße auf andere Fähigkeiten (Stellungsspiel, Bewegungsabläufe, Fangtechniken) ankommt. Wenn`s jedoch um das Erlernen von Fangtechniken geht, dann ziehe ich es ohne Handschuhe vor! Denn ich möchte nicht, dass ein Stück Stoff die Finger- und Handsensibiltät beim Ballkontakt stört. Wenn`s der Keeper kann, dann soll er die Handschuhe anziehen, bei denen er sich am wohlsten fühlt. Wenn`s allerdings um die Fehleranalyse geht, dann zählen nur Fakten!

    es sei denn mir rennen auf einmal gute ehrgeizige Leute mit Trainerambitionen die Tür ein

    Nein, das werden sie sicherlich nicht! Sondern zunächst einmal sollte man die Ursachen für die (hohe) Trainerfluktuation analysieren und dann geeignete Korrekturen treffen. Denn nur des Geldes wegen macht es im Breitensport sowieso keinen Sinn. D.h. die Zufriedenheit misst sich in einer Kombination zwischen dem Wohlfühlen durch Förderung und Anerkennung im Verein. Durch die Senkung der Trainerfluktuation läßt sich Know-How sammeln, sodass mehr Zeit für andere Aufgaben bleibt.



    Damit ein Seniorentrainer überhaupt eine Mannschaft trainieren und eine Zahlung erhalten kann, haben viele andere Sportfreunde über Jahre Leistungen erbracht


    Das hast du sehr gut erkannt. Aber die Talente wachsen eben nicht auf den Bäumen, weshalb man gute Jugendtrainer als Ausbilder braucht. Ich habe jedoch das Gefühl, dass die Spieler der größeren Vereine, die es dort nicht in die 1. Seniorenmannschaft schaffen, über die Dörfer tingeln, um dort jeweils für ein paar Euro mehr den Verein zu wechseln. Diese Söldner helfen jedoch keinem Verein mittelfristig weiter.


    Man kann das eine tun (Seniorentrainer und -mannschaft bezahlen) ohne das Andere zu lassen (Jugendtrainer bezahlen). Dazu bedarf es jedoch einer Umschichtung des Etats vom Senioren- in den Jugendbereich.


    Denn seien wir doch mal ehrlich: welcher Kreisklassespieler mit hoher Vereinsidentifikation muß von dem, was ihm der Verein zahlt, leben? Er würde es auch für weniger oder sogar kostenlos machen! Die negativen Auswirkungen nach es meiner Meinung erst gegeben, nachdem Sponsoren nicht mehr nur spendeten, sondern auch ihr Geld werbemäßig am besten bei der 1. Seniorenmansnchaft sehen wollten. Die Gemeinnützigkeit, die ein Hauptgrund für die Gründerväter war, trat dabei in den Hintergrund. Wenn wir es nicht schaffen, den Fussball im Breitensportbereich wieder zur Wurzel und Hauptschlagader zurück zu führen, dann werden sich Eltern, Kinder und leider auch Fans und Gönner weiterhin vom Dorfverein abwenden.


    Ein WEITER SO halte ich überall dort für sehr gefährlich, wo heute schon kaum noch ein Jugendunterbau existiert und wo man trotz des Wissens über die Ursachen die Hände in die Taschen steckt, um sich noch ein paar Jahre im Ruhm der 1. Senioren zu baden.

    @addi73


    Vielen Dank für diesen Hinweis, der ja auch immer als Verkaufsargument genannt wird.


    Aber du hast doch sicher schon mal was von Aquaplaning gehört? Würde man der Theorie vom haftenden Schaum, der über ein Nässen an Griffigkeit gewinnt folgen, so müßte man bei Regen alle 10 Minuten die Handschuhe wechseln müssen, weil an der Oberfläche bei jedem Ballkontakt mehr Nässe entsteht.
    Sicher hast du auch in der Physik gut aufgepaßt und weißt, wie groß die Kräfte sein müßte, damit sich die Griffigkeit der Handschuhe in Form von Reibungswiderstand positiv auswirken könnten?
    Vieles von dem, was sich übers Torwart-Equipment im Laufe der Jahre verselbständigt hat, sind kaum bis gar nicht überprüfte Werbebotschaften der Vertreiber.
    Der Satz: "Es sind nicht die Handschuhe, sondern die Hände, die den Ball fangen" stammt übrigens gar nicht von mir, sondern von einem der größten Torwart-Handschuh-Hersteller!


    Ich möchte die "Fingersafe-hanschuhe" gar nicht verteufeln. Sie sind dort auch für Anfänger nützlich, wo keine erfahrnene Torwarttrainer tätig sind. Denn findet der Ballkontakt beim harten Schuß nicht vor dem Körper, sondern seitlich oder direkt über dem Körper statt, dann können die Finger "überknicken" und sogar brechen, weil hierbei kaum eine Federkraft entsteht und das Gewicht des Balles nahezu mit voller Kraft auf das Körpergewicht des Torwarts prallt. Vor Prellungen beim TW-Anfänger an der Finger- oder Daumenkuppe kann auch der Fingersave-Handschuh nicht schützen, weil hierbei die Finger in Richtung Ball ausgestreckt werden. Auch hier hilft nur die Sicherheitseiweisung, die Finger nicht in Richtung Ball, sondern parallel dazu auszustrecken.


    Recht hast du, dass Fingersafe-Handschuhe es bei Anfängern Nachteile in den Disziplinen Fangen, Fausten, Lenken und dem Abschlag gibt. Bei den Disziplinen Fangen und Abstoß wirkt sich die vorgeformte Form des Handschuhs negativ aus, weil hier Kontaktsensivilität und Federkraft der Finger eingeschränkt werden. Beim Fausten und Lenken ist der Druckpunkt beim Kontakt schwieriger und auch das gezielte Lenken udn Fausten wird durch die Protektoren erschwert.


    Wer also schon Fingersafe-Handschuhe gekauft hat, der muß sie nicht wegwerfen, sondern kann sie ruhig "aufbrauchen"! Hauptsache, sie passen zur Handgröße. Meistens halten die Handsuche ca. 1 Saison. Im Leistungsbereich aufgrund häufigerer Nutzung eher kürzer.


    Natürlich will ich den Kids und ihren Trainer gar nicht den Glauben an die Torwarthandschuhe nehmen. Aber, ob sie nun hineinspucken oder sie sogar nässen, dass hat nicht wirklich eine Auswirkung auf die Leistungen. Aber der Glaube versetzt ja manchmal Berge!

    @Spielerpapa


    M.E. geht es gar nicht so sehr darum, was während der der Zeit beim Fussballspielen gemacht wird, sondern um eine grundsätzlich unterschiedliche Bewertung der Lebensrolle von Männlein und Weiblein.


    Hier wird von Männern "vorgedacht" und von Frauen verlangt, nicht darüber nachzudenken!


    Aber vielleicht tröstet es dich ein wenig, wenn auch andere Länder von ähnlichen Problemen berichten.


    Nicht nur die im Link: https://de.sports.yahoo.com/ne…n-gegen-us-141454319.html
    bechriebene Diskriminierung, sondern insbesondere auch die Komentare dazu sind bemerkenswert!

    @zidane77


    Weil ich schon etwas älter bin, kann ich mich noch sehr gut an die Zeit erinnern, in der jeder Verein selbst seinen Rasen gemäht hat und selbst für andere Kosten (Strom, Wasser, usw.) aufkommen mußte.


    Ich denke mal, es geht hier nicht nur um die Kosten des Vereins, sondern erst einmal darum, ob man weiterhin das Ehrenamt im Fussball-Breitensportbereich mit Ausnahme des Trainers der 1. Seniorenmannschaft als generell kostenlos zu sein hat oder ob private Aufwendungen erstattet werden?


    Viele Jugendtrainer sind gleichzeitig Familienväter. Wenn sie sich für eine Vereinsarbeit als Trainer entscheiden, so müssen die Trainer ohne Aufwandserstattung entscheiden, ob das nun für die Familie fehlende Geld gut in die Vereinsarbeit investiert ist? Diese Entscheidung fällt sicherlich dort schwerer, wo das Geld im Verein vorhanden ist, weil bereits der Seniorentrainer und seine Spieler eine Aufwandsentschädigung erhalten. Dabei spielt es für den Jugendtrainer eine geringe Rolle, woher die Geldquelle (z.B. Sponsor) stammt, sondern weshalb er trotz vergleichbarem zeitlichen Aufwand "in die Röhre" schauen soll?


    Im vegangenen Herbst startete eine Champagne, bei der es darum ging, wie man ehrenamtliche Mitglieder für den Verein gewinnen und binden kann? Als ein Hinderungsgrund wurde die fehlende Kostenerstattung genannt. Jedoch gibt es hier kein einheitliches Bild. So fehlen einerseits Trainer für den untersten Bereich und die unteren Jugendmannschaften, während es nach wie vor genügend Bewerber für die jeweils ersten Teams in den mittleren und größeren Vereinen gibt, sodass man hier sogar zwsichen Kandidaten mit Trainerlizenz und erfolgreicher Trainererfahrung wählen kann.


    Eine allgemeingültige Formel für die Jugendtraienr für alle Vereine scheint es nicht zu geben. Selbst die Umschichtung der Ausgaben aus den gewonnenen Einnahmen erscheint schwierig, wenn der Sponsor nicht gewillt ist, dass seine Spende dem gesamten Verein zugute kommt, weil er für sein Unternehmen andere Interessen damit verknüpft.


    Die Idee einer Kombination aus Beitragserhöhung in Verbindung verbesseren Leistungstransparenz (Jugendkonzept, qualifizierte Trainer, usw.) erscheint favorisiert, weil dabei ein unmittelbarer Vergleich zwischen der vorherigen und aktuellen Situatuion möglich ist. Ob man das Vereinsmarketing dabei selbst organisiert oder sich fachliche Hilfe sucht, um den neuen Weg bestmöglich an die Mitglieder zu "verkaufen", dass ist ebenfalls ein entscheidender Punkt, der über Erfolg und Mißerfolg entscheiden kann.


    Das Geld für eine mäßige Beitragserhöhung dürfte hier bei sicher in den meisten Fällen nicht das Problem sein, sondern ob man sich in einer Region darüber einig ist oder sich darüber noch gegenseitig Mitglieder wegnimmt? Denn für 0,07 € pro Stunde für für organisierten Kinderspaß dürfte ein Kinobesitzer wohl kaum seine Pforten fürs Nachwuchspublikum öffnen?

    @Follkao


    Sorry, hast recht! Allerdings bleibt der Vorteil in der guten Organisation des Alltags auch in jüngeren Jahren. Allerdings unterstützen die Eltern hier noch etwas stärker.


    Ich kenne ebenfalls keine differenzierte Statstik beim Schulwechsel.


    Wenn ich aber Kind wäre und eine Entscheidung treffen dürfte, dann würde ich mich immer für Beides entscheiden. Und sei es nur, um den Stress in der Schule besser abbauen zu können!

    Denke mal, die Frage der Freizeitbeschäftigung vor dem Abi läßt sich pauschal nicht beantworten, denn:


    - wie will man die Leistungen der Abiturienten mit und ohne Hobby miteinander vergleichen?
    - wie groß ist der Zeitaufwand (für die unterste Liga trainiert man weniger als für die A-Jugend-Bundesliga)?
    - wie sind die Vornoten fürs Abi?
    - welchen NC braucht man fürs spätere Studium?


    Das Hobby hilft sicher, seinen Alltag mit der Schule meistens gut zu koordinieren, weil man hierbei lernt, sich jeweils auf das, was man gerade macht, zu konzentrieren. Ein generelles Ja oder Nein kann man dennoch nicht geben, weil sich die Entscheidungshilfen aus der Beantwortung einer Reihe von Fragen ergibt.

    @Schulzmeister
    Erst mal willkommen im Forum. Die Frage nach Einsteiger-Torwart-Handschuhen läßt sich am einfachsten beantworten. Als Torwarttrainer brauchst du gar keine! Denn es genügt, wenn du weißt, wie man einen Ball abwehrt!
    Wenn dich hingegen Torwart-Einsteiger nach Handschuhen fragen, dann kannst du ihnen zur Antwort geben: "Alles nur keine Fingersave-Handschule". Denn Letztere wurden eigentlich einmal dafür entwickelt, um Senioren-Keeper mit kleinen Blessuren an der Außenseite ihrer Finger ein wenig zu schützen.


    Zum Erwerb neuer Torwart-Fähigkeiten sind eigentlich keine Torwart-Handschuhe erforderlich, denn das Stück Stoff oder Gummi reduziert die Wahrnehmung des Ballkontaktes und somit auch die gewünschte Sensibilität in den Fingern und Händen. Wenn sie eine Technik können, dann können sie auch die Handschuhe überstreifen. Ansonsten sind Torwart-Handschuhe eher als Arbeitshandschuhe zu verstehen, weil sie die Hände warm halten und auch ein wenig vor Verletzungen schützen.


    Seit der Einführung von Torwart-Handschuhen in den 60-er Jahre des letzten Jahrhunderts werden ihnen eine Reihe von Eigenschaften zugeschrieben. Manches lädt zum Schmunzeln ein. Mal ein kleines Beispiel: Sich vor einer körperlichen Arbeit in die Hände zu spucken, ist sicher nichts Außergewöhnliches. Aber niemand käme auf den Gedanken, seine Hände vorher anzufeuchten. Doch hat sich dieser "Plazebo-Effekt" im Fussball als gängig erwiesen. Aber wer käme auf die Idee, seine Autoreifen im Sommer vor der Fahrt nass zu machen, um mehr Gripp zu haben? Aber wenn ein Ball mit einem genässten Handschuh nicht festgehalten wird, dann sind es natürlich die falschen Handschuhe oder?
    Nein, es sind die Hände, die den Ball festhalten, nicht die Handschuhe! Es sind die korrekten Techniken, beginnend über die Körperhaltung bem Ballkontakt und die dann wirkenden Federkräfte der Finger, Handgelenke, Arme, Schultern, Oberkörper und des gesamten Körpers, die den Ball die Geschwindigkeit nehmen und dadurch einen Ball sicher fangen. Ähnliches läßt sich über den Bewegungsalauf beim Lenken oder Fausten sagen. Aber all diese Aktionen sind im modernen Fussball eher als letztes Mittel zu sehen, wenn über die Lenkung der Abwehr und der flexiblen Positionsangpassung keine andere Abwehrmöglichkeit existiert.


    Wenn Torwart-Handschuhe wirklich wichtig wären, dann würden sie z.B. auch Handball-Keeper tragen. Denn dort gibt es sehr viel häufigere Ballkontakte, die lediglich durch Torwart-Reflex abgewehrt werden können.


    Wer Torleute trainieren möchte, der sollte sich ein paar Gedanken darüber machen, was die Keeper von einem modernen Torwarttraining erwarten? In welcher Altersgruppe möchte man trainieren? Welche Unterschiede gibt es zwischen dem Mädchen-Frauen-TW-Training und dem Junioren-Senioen-TW-Training? Schließlich landet man beim eigenen Anforderungsprofil. Kann ich rechts wie links den Ball sicher führen, mit dem gewünschten Timing, dem Balldruck und der Präzsision flanken oder aufs Tor schießen und gleichzeitig dabei die Torwart-Atkion beobachten? Kann ich die korrekten und die fehlerhaften Details des Bewegungsablaufs analysieren und kann ich sie durch gezielten Übungen korrigieren?


    Ich hoffe, ich habe ein wenig deine Neugier wecken können und vielleicht einige Anregungen für deine nächsten Schritte als Torwarttrainer?

    Wir zu erkennen ist, gibt es sehr unterschiedliche Regelungen in den Vereinen. Sowohl in den Mitgliederbeiträgen als auch bei der Honorierung der Trainer-Arbeit.


    Bis auf eine Ausnahme 120,- 180,- € pro Monat gab es entweder "Allmosen" oder Gar Nichts mit der Begründung es sei ja Hobby und Ehrenamt.


    Aber wie paßt es dann, wenn es keine Seltenheit mehr ist, dass ein ehrenamtlicher Hobbytrainer der 1. Seniorenmannschaft eines Dorfvereins über 1.000,- € im Monat kassiert? Stimmen da die Verhältnisse? Warum begehrt niemand aus dem Jugendbereich auf? Denn es scheint ja doch Geld vorhanden zu sein? Aber warum gibt man soviel Geld für den Trainer einer Mannschaft aus und überläßt den großen Rest des Vereins sich selbst?


    Interessant finde ich auch, dass nur "Männertrainer" ein Honorar erhalten, "Frauentrainer" aber nicht!


    Bei einigen Beiträgen kann man das Gefühl gewinnen, dass da die letzten 20 Jahre einfach so vorbei gegangen sind, was die Vereinspolitiik in Sachen Jugendarbeit anbelangt.


    Dass der DFB eine Chmpagne startet, um wieder mehr Mitglieder fürs Ehrenamt zu gewinnen, liegt schlichtweg auch am Eigennutz (Beiträge) und ist als normale Werbung zu verstehen. Wie sonst sollte man den DFB-Funktionärstourismus einfacher fanzanzieren?


    Wenn aber nicht mal mehr die Väter der Kinder diesen Job übernehmen können oder wollen, weil ihre Interessen (z.B. Erstattung der privaten Aufwendungen für den Verein) vernachlässigt werden ja können dunkle Wolken über die Volkssport Nr. 1 ziehen.
    Vorboten der negativen Entwicklung sind kaum noch zu übersehen. Die einstigen vollen Zuschauerränge leeren sich im gesamten Amateurbereich immer mehr. Diese Fussballfans schließen sich Bundesliga-Fanclubs an.


    Dabei könnte der Dorfverein zu einem Ort für den Generationenkontakt werden, wenn man die Interessen aller Vereinsmitglieder besser berücksichtigen würde und den schädlichen Kommerz verbannen, indem man alle Ein- und Ausgaben gerechter verteilt.