Beiträge von TW-Trainer

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    @Spieler-papa


    Vielleicht unterstützen die Eltern ihren Trainer dadurch am besten, das sie sich raushalten :thumbup: ? Wenn man nicht nur eine Mansnchaft, sondern auch noch 11 Elternpaare mit "Fernseh-Bundestrainer-Lizenz" Woche für Woche zu betreuen hat, dann kann das schon mal anstrengend werden.


    ich denke mal, dass euer Trainer für eindeutige Situationen keine Bilder braucht, weil es in der F-Jugend hauptsächlich um das Erlernen von Technik und ein wenig Individual-Taktik geht. Aus diesen altersgerechten Zielen entwickelt euer Trainer einen Plan, in dem systematisch die Schwierigkeitsgrade von "einfach" auf "schwer" und von "bekanntem" zum "unbekannten" mit sehr viel Fingerspitzengefühl gesteigert werden.


    Perfektionismus per Bild- oder gar Videoanalyse hat dann noch ein bißchen Zeit.


    Versetzt dich einfach in seine Situation und überleg, wie du mit solchen Bildern umgehen würdest?


    Wenn du glaubst, du könntest den Job besser machen als er, dann werde einfach Trainer und du bekommst die Chance es besser zu machen. Wenn du glaubst, Bilder können dir dabei helfen, dann mach sie!

    @Jugendbetreuer


    Mit der Schilderung eurer Situation triffst du sicherlich den Nerv vieler Trainer im unteren Jugendbereich, die vor ähnlichen Problemen stehen. Auch denen wird häufig nicht klar, dass es sich lediglich um einen "Momentaufnahme" handelt. Wer meint, er könne allein aus dem Tabellenstand die Zukunft ablesen, der wird irgendwann feststellen, dass er doch viel mehr Einfluß als Trainer hat(te), als er zunächst glaubte.


    Auch das Thema: welchen Spieler lasse ich warum wielange spielen bzw. auf der Reservebank wird heiß diskutiert. Mag man einerseits die Auswahlspieler als Bestätigung seiner Trainerarbeit sehen, so gelangen darüber weitere Interessen (z.B. Liga) ins Team, wodurch Entscheidungen erschwert werden.


    Aber mit dem Fussball ist es wie in der Schule. Bekommst du viel Lob (oder in der Schule Lob und gute Noten), so steigert sich dein Interesse daran und du wirst von selbst besser! Umgekehrt ist es natürlich genauso. Bekommst du überwiegend negative Kritik (oder in der Schule schlechte Noten), stagnierst du oder wirst sogar schlechter. Deine Interessen werden sich verlagern. In der Schule gibt es bereits vereinzelt Projekte, in denen bei Grundschulkindern nicht mehr die Benotungsansätze der älteren Klassen übernommen werden, sondern die Kinder präziser in ihrer Entwicklung beschrieben werden sollen, um sie besser begleiten und fördern zu können.


    Dies könnte auch ein Lösungsansatz für deine Entscheidungen sein, bei denen du dich zunächst einmal ein stückweit von Liga und Tabellenplatz entfernst, um dich besser auf die Spieler deines Teams konzentrieren zu können. Danach könntest du dir die Fragen stellen: was sind die Defizite, was die Stärken deiner Mannschaft? Spätestens an dieser Stelle wirst du einen anderen Blick aufs Team bekommen, bei dem dir alle Spieler gleichermaßen wichtig sind. Den Typ "Reservespieler" gibts dann nicht mehr, weil jeder Spieler trainiert, um zu spielen und deshalb Chancengleichheit dein neues Entscheidungsmaß sein könnte. Durch die Steuerung von Lob könntest du die heutigen, schwächeren Spieler dahin führen, sich stärker zu engagieren, um dadurch näher an die Leistungen der Anderen zu gelangen. Dass es nicht immer so klappt, wie man es sich gerne wünscht, ist selbstverständlich. Aber der Unterschied liegt darin, dass du ihnen den Mut gegeben hast, das im Training Erlernte im Spiel auszuprobieren. Kinder haben ein sensibles Gespür für Gerechtigkeit. Das wird sie mehr zusammenschweißen, als wenn sie durch "Erwachsenen-Leistungsmaßstäbe" gemaßregelt werden, in der ihre Fähigkeiten aufs Rennen und Tore schießen reduziert wird.


    Der Unterschied liegt hier darin, allen Spielern deines Teams gleichermaßen den Spaß am Fussball zu geben und sie dadurch mit auf eine Abenteuerreise zu nehmen, dessen Ende ihr noch gar nicht kennt, statt lediglich mit Kalkül wöchentlich auf die Tabelle zu starren und seine Mansnchaftsaufstellung nach der Stärke des nächsten Gegners zu gestalten. Ein weiterer Unterschied wird sich durch die Homogenität der Mannschaft einstellen, wenn allen Spielern, die sich engagieren Spielanteile gegönnt werden. Je breiter dein Team aufgestellt ist, je einfacher sind Ausfälle von Leistungsträgern zu kompensieren. Je mehr jedoch nach Leistung aufgestellt wird, je größer werden die Leistungsunterschiede zwischen Stärkeren und Schwächeren werden, sodass man schließlich im Nachhihnein glaubt, man hätte richtig gehandelt, weil ja ohnehin aus Denen nichts geworden wäre. Du wirst u.a. hier im Forum einen etwas längeren Diskusionsbeitrag über den RAE-Effekt (Real Age Effect) finden, in der die Nachteile von jüngeren Spielern in der Talentförderung heraus gearbeitet wurden.


    Leistungsträger können nicht nur das Niveau einer Mannschaft deutlich anheben, sie könne auch einen "langen Schatten ziehen", weil sich andere Spieler im Team deshalb nicht so gut entwickeln, weil sie vernachlässigt werden. Denk mal drüber nach - denn ein guter Trainer ist nur deshalb auch ein guter Entertainer, weil er für alle (nicht nur für die Leistungstrager) ein lohnender Partner ist.

    Bei 15 Spielern haben wir 8 Feldspieler und 6 Reservespieler.

    Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob du hier im Forum eine Rechtfertigung für die Eltern und Spieler für geringere Spielzeiten suchst?



    Wie viel Einsatzzeit bekommen die schwächeren Kinder... mhm. Das hängt natürlich auch damit zusammen, ob wir 15 Spieler sind (also 6 Ersatzspieler) oder auch mal nur 12.

    Glaubst du, dass es Sinn macht, bereits in der Ausbildungsphase des unteren Jugendfussballs eine Mannschaft in Stamm- und Reservespieler aufzuteilen? Wenn ja, wie soll ein Reservespieler, der lediglich ca 50 % Spielzeit bekommt, sich zu 150 % steigern, um ein Stammspieler bei dir zu werden? Glaubst du daran, dass sich deine Spieler nach beiden Seiten hin (stärker und schwächer) entwickeln können, sodass dein heutiges Werturteil schon in einem Jahr nur noch eine eingeschränkte Aussagekraft hat? Wenn ja, warum machst du trotzdem eine Einteilung nach deinen persönlichen Leistungsvorstellungen, die sich scheinbar nicht mit denen der Kinder und Eltern decken? Sind dir deren Interessen egal oder siehst du dein persönliches Streben nach sportlichem Erfolg deutlich über das der Mannschaft und ihrer Eltern?


    Versuche dir zunächst einmal selbst mit ein weng Abstand zum "Tagesgeschehen" selbst ein Urteil anhand der vorhandenen Faktoren zu machen. Meist entstehen dabei Entscheidungshilfen, die dir den Entschluß leichter machen. Du möchtest vermutlich alle von deiner Art des Fussballs begeistern und so sollen sich auch die Eltern und Kinder mit dr freuen dürfen.


    Ein guter Trainer ist sicher auch ein guter Entertainer, der offen mit Herausforderungen umgeht! Gute Entertainer können aus "fast Nichts immer etwas Tolles" machen, weil es bei ihnen im Prinzip fast gar keine Widersprüche gibt, denn sie überzeugen durch sich selbst. Es sind nicht Trainer und Spieler, sondern Menschen, die aufeinander treffen und gemeinsame Interessen und Ziele haben. Die gilt es heraus zu finden!


    Viel Glück dabei!

    @di7


    Herzlichen Dank für deinen Beitrag. Wer denkt, hier würden nur noch bekloppte Eltern auf den Fussballplätzen rumlaufen, der wird woanders noch besser bedient! Der Fussball in den USA ist sehr unterschiedlich und mit den hiesigen Verhältnissen überhaupt gar nicht zu vergleichen, weil es hier eigentlich flächendeckend Fussballvereine gibt. Dort gibts manchmal nur deshalb Fussball an den Schulen und Uni`s, weil die Ausrüstungen für Hockeys oder Football teurer ist. Desweiteren kann man nicht sagen, dass Fussball überall in den USA Volkssport Nr. 1 wäre.


    Natürlich ist "gut gemeint" längst nicht immer "gut gemacht"! Aber das Beispiel zeigt auch, dass wir Deutschen mit unserem Regulierungswahn hier und dort ein Scheibchen Besonnenheit abschauen sollten, wenn es mal nicht so läuft, wie man es sich wünscht, anstatt sich anzubrüllen oder anzuzeigen.


    Wer hin und wieder neue Bambinies beobachtet, der kann darunter auch Trainer finden, die ihre Spieler wie Schachfiguren auf dem Spielfeld positioniert. Damt der Torwart nichts falsch macht, lehnt er sich direkt neben dem "Kasten" und gibt Anweisung, wann der Torwart rauslaufen soll.


    Sie wissen es einfach noch nicht besser! Aber irgendwann hat ja jeder mal seine ersten Schritte in den Fussball gemacht!

    die Trainingsleistung war schlecht von den Jungs, weil ich auch nicht 100% da war ..

    Ist natürlich eine blöde Situation, wenn man keinen Assistenten hat, der für solche Fälle einspringt und dich unterstützt. Aber so, wie du deine Trainingsgruppe (hohe Eigenmotivation) beschreibst, hättest du sie auch um Mithilfe beim Trainngsaufbau bitten können.


    Die Stärke eines Menschen liegt darin seine Schwächen zuzugeben. Wer aber verkündet: "Nobody is perfect. My name is Nobody", der darf sich dann nicht wundern, wenn man an ihn so hohe Maßstäbe setzt, dass er diesen Ansprüchen auf Dauer nicht gerecht werden kann.


    Die Jungs und dein Verein werden dein hohes Engagement auch dann zu würdigen wissen, wenn mal ein Training nicht optimal läuft. Noch dazu, wo du die Gründe dafür gar nicht beeinflussen konntest. Du machst dir also unnötig einen Kopf! Einfach abhaken und beim nächsten Mal wieder dein gewohntes Niveau mitbringen.

    Schwarze Schafe gibts wohl überall! Die haben wir nicht gepachtet.


    Interessant ist, dass man sich bei den Kommentaren dazu nur über die Mutter aufregt!


    Ist denn in Österreich der Überehrgeiz von Vätern normal?

    @open
    Genau das hat Johan gemacht! Er ist dabei immer davon ausgegangen, dass seine Mitspieler genau beobachten, was er macht und daraus ihre eigene Positionsveränderungen ableiten. Denn für ihn war immer die Position des Balles wichtig. Insofern war sein Denken ein Vorläufer dafür, das jeder Spieler auf jedem Quadratmeter des Spielfelds eine gute Lösung hat. Für ihn mußte ein guter Angreifer immer auch ein guter Verteidiger sein und umgekehrt. Viele Jahre später sehen wir, wie Innenverteidiger zu gefährlichen Torschützen werden und wie ein Mittelstürmer eine gefährliche Flanke im eigenen 16-er abwehrt.


    Wenn man das will, dann muß man sich von der reinen Spieler-Positionsausbildung ein stückweit verabschieden in Richtung "totaal voetbal", in der der Ball entscheidet, wie und wohin ein Spieler agiert.


    Heute aber haben wir das Problem, dass schon sehr früh der Spielerpositionsgedanke trainiert wird und wir müssen das später mühseelig korrigieren!

    Für mich steht und fällt das mit der Fach- und Sozialkompetenz des Trainers und die Art wie er seine Mannschaft erreicht und fördern kann.

    So ähnlich sehe ich das auch, allerdings mit der kleinen Einschränkung, dass auch bei einem Trainergenie die Entwicklung eines Kindes die Selbe bleibt, sodass es immer auch Grenzen gibt, ob etwas Erlerntes so nachhaltig verstanden wird, dass es im Spiel selbst regelmäßig die richtige Entscheidung trifft.


    Dirk hat jedoch einige Fragen gestellt, zu denen es noch keine Antworten gab. Diese lauteten:


    1. Taktikschulung in der F-Jugend-- wofür?
    2. Wird das einzelne Kind dadurch besser?
    3. Wie viele Ausbildungsschwerpunkte habe ich in der F-Jugend?
    4. Welche Schwerpunkte sind in der F-Jugend überhaupt schulbar (sensible Phasen)?
    5. Wie lange brauchen F-Kinder bis sie den Schwerpunkt in der Grobform können.
    6. Kann ich alle Ausbildungsschwerpunkte, die ich unter Punkt 4 ermittelt habe und die ich mit dem Wert aus Punkt 5. mulitpiziere, mit 2x Training in der Woche abdecken. (52 x 2 = 104 TE pro Saison im Idealfall)


    zu 1. Taktik gehört zum natürlichen Erfahrungsschatz, weil es nichts anderes ist als einen Plan erfolgreich Fussball zu spielen. Ein Kind in diesem Alter schmiedet permanent Pläne für sich und seine Umwelt. Egel, ob es gerade "Mensch ärgere dich nicht" oder etwas anders ausprobiert. Es will Erfolgserlebnisse, weil sie Spaß machen.
    zu 2. Nur dann, wenn es mit dem eigenen Antrieb verbunden ist und der Trainer geeignete Mittel findet, die Motivation für neue Herausforderungen zu wecken
    zu 3 und 4. Üblicherweise steht hier das Erlernen der Technik im Mittelpunkt. Technik kombiniert mit Grundelementen der Individualtaktik wäre m.E. hinführend zum moderen, ballorientierten Fussballspiel


    zu 5. Das ist für mich der kritische Punkt! Der Zeitraum für individualtaktische Erfolgserlebnisse muß so gewählt werden, als das die Fortschritte nicht nur für den Trainer, sondern auch für das Kind wahrnehmbar sind. Weil Kinder jedoch in einem unterschiedlichen Tempo lernen (siehe auch RAE-Effekt) muß das Prinzip der Chancengleichheit gewahrt werden. Wenn ich als Trainer also erkenne, dass nur ein Teil der Mansnchaft Erfolgserlebnisse beim erlernten bestimmten individualtaktischen Verhalten haben, was mache ich dann?


    Dann würde ich noch ganz kurz über die Folgen des Vorziehens bestimmter Fähigkeiten eingehen. Irgendwann bekommt das Kind einen neuen Trainer oder es wechselt in eine andere Mannschaft. Dort wird all das "durchgekaut", was es längst kann. Die Folge: es langweilt sich, verliert wohlmöglich den Spaß am Fussball und wechselt die Sportart, weil es nur doch neue Erfolgserlebnisse finden kann.


    Björn, an diesem Punkt glaube ich dir nicht, dass es allein mit der Fach- und Sozialkompetenz getan ist? Es muß nicht nur aus individueller Trainersicht ein gutes Konzept sein, sondern auch für das Kind! Deshalb hat für mich der gute Trainer nicht nur für den Moment eine Verantwortung für die Kinder seiner Mannschaft, sondern er sollte sich ebenfalls Gedanken über das Danach machen, um einen guten Rahmen für seine Arbeit zu finden und sie im Gesamtkontext zur gesamten Jugendausbildung sehen.


    Da stellst sich die Frage: sollte man wirklich alles machen oder nur soviel, wie die Mannschaft versteht. Dabei ist die Frage zu stellen, wie groß die Abweichung von 100 % im Erlernen der Fähigkeiten sein darf?

    Ist der Biss antrainierbar? Gibt es den Unterschied sozial schwach und wohlhabend? Ist es in euren Augen etwas was fehlt im modernen Kinder und Jugendfussball?

    1. Ist der Bisss antrainierbar?
    Ich würde sagen bis zu einem gewissen Grad. Dann setzt die Eigenmotivation ein. Hinzu kommt die Entwicklung zur Fähigkeit von komplexen Denken mit schneller Entscheidungsfähigkeit. Zusammengefasst kann man sagen: der Trainer vermittelt dem Spieler den Spaß am Fussball. Der Spieler entwickelt aus dem Spaß am Fussball den Spaß an seiner eigenen Leistung. Diese Leistung sieht er je nach Umgebung mehr oder weniger im Kontext zu seiner Umgebung.


    2. Gibt es den Unterschied sozial schwach und wohlhabend!
    Natürlich, aber welche Ableitungen lassen sich daraus treffen? Wir haben in den deutschen Profiligen einen hohen Anteil ausländischer Spieler. Es ist anzunehmen, dass ein größerer Anteil daraus aus sozial schwächeren Familien stammt. Um aus dieser sozialen Benachteiligung heraus zu kommen, sehen sie im Fussball nicht nur den Spaß an der Sportart, sondern er ermöglicht es ihnen, in eine höhere soziale Stufe zu wechseln. Ist ihre aktive Karriere beendet, haben sie leider allzuhäufig Probleme in den Alltag zurück zu finden, weil die Unterscheide zwischendem "alten und dem neuen Leben" sehr sehr groß sind und man ihnen über einen längeren Zeitraum durch den Fussball sämtliche Entscheidungen abgenommen haben.
    Kommen wir aber wieder auf den Kinderfussball zurück. Hier können diverse Faktoren unterschiedlich wirken. Da mag der Rechtsanwaltssohn zuhause als "Leader" erzogen sein, der überall der Beste sein muß. Genauso gut kann ein Kind aus einer sozial schwachen Familie erkennen, dass ihm der Fussball das Stück an Familie gibt, was er zuhause vielleicht vermißt? So unterschiedlich die Motive sein mögen, so können sie in ihren Auswirkungen ähnliches Verhalten bedeuten.


    Ich denke mal, eine Mischung aus Anlagen und Ehrgeiz, eine große Portion Glück gute Kindertrainer zu haben und sehr viel Zufall prägen den Weg, ob jemand den "Biss" entwickelt oder aber irgendwann stagniert. Denn Veränderung bedeutet ja ein Entwicklungsprozeß, bei der im Falle der Stagnation der Blick auf die Realtität verändert wird, um weiterhin Erfolgserlebnisse zu haben.

    @Stannis74


    Vielen Dank für den Link. Johann gehörte nicht nur zu einer Generation von niederländischen Fusballern, die dem deutschen Kampfspiel und dem brasilianischen Dribbling-Ballzauber etwas entgegen zu setzen hatten, sondern er war ein außergewöhnlicher Fussballer, der nicht nur den Fussball in den Niederlanden verändert hat. Diese Zitate zeigen, wie weit er seiner Zeit voraus war. Noch heute wird im niederländsichen Nachwuchsbereich vornehmlich ein 4 : 3 : 3 gespielt, weil für ihn das Torschießen immer wichtiger war als das Tore verhindern. Ein weiteres Merkmal seiner Vision war das "totaal voetbal", worunter er einen natürlichen Antrieb sah, in dessen Mittelpunkt immer der Ball stand und niemals rein taktischen Kalkül folgte, um dem Gegner keine Möglichkeit zu gewähren, die nächsten Spielzüge schon zu erkennen. Aber seine bedeutendste Aussage bestand darin, ein größtmögliches Maß an Nachhaltigkeit dann zu erzielen, wenn man den Spielern die Entscheidungsfreiheit läßt, sie für ein Dribbling, einen Paß oder einen Torabschluß zu entscheiden.


    Genau diess Entscheidungsfreiheit zwischen Dribbling, Passs und Torabschluß ist häufig das Problem in unserem Fussball. Die beiden Übungen (ganz unten) zeigen, wie unser Training (ausschließlich Vorgaben, keine Entscheidungen) geprägt ist und wie Kindertraining sein sollte.


    Leider trauen wir Deutsche uns nicht so häufig, dass Althergebrachte zeitweilig über Bord zu werfen, um den Kopf für Neues frei zu bekommen. Aber wir wollen doch alle, dass unsere Kinder nicht nur heute bei uns, sondern auch morgen bei anderen Trainern selbständig entscheiden können, ob sie dribbeln, passen oder den Torbachluß suchen! Und nur darum geht es!

    @TW-Trainer möge mich korrigieren, aber ich würde bei Freistößen aus dem Halbfeld die Mauer das kurze Eck, also den Torbereich, der sich näher am Ball befindet, von der Mauer abdecken lassen, wohingegen der Torwart das lange Eck, also die vom Ball weiter entfernte ungefähre Hälfte der Torbreite übernimmt.

    Warum? Ist doch O.K.


    Man könnte allenfalls ergänzen, dass die Flugbahn bei kurzer Distanz über die Mauer eine größere Krümmung hat, weshalb der Gegner hier lediglich "schlenzt". Denn würde er den Ball mit seiner Maximalkraft über die Mauer schießen, so wäre die Flugkurve zu flach und der Ball würde übers Tor gehen.


    Für Freistöße aus zentraler Position gab es hin und wieder auch bei den Profis (z.B. Schweinsteiger) mal den Versuch, das ein Defensivspieler beim Anlauf des Schützen in Richtung der freien Seite der Torlinie sprintete. Das hat meist nicht geklappt, weil der Schütze die Absicht doch noch rechtzetig erkannte und dann natürlich hoch in die Ecke des Abwehrspielers, der auf einen Schlenzer gehofft hatte, schoß!


    Wer mal was anderes ausprobieren möchte, der kann`s mal mit der "geteilten Mauer" probieren (Video daszu ist in www.bdfl.de zu finden) Dabei positioniert sich der Torwart mittig und die Mauer teilt sich erst beim Anlauf des Freistoßschützen ein wenig, sodass der Keeper zum einen den Schuß früher sieht (als wenn er den Ball erst über der Mauer erkennt) und zum anderen die Mauer einen großen Bereich der unteren und mittleren Torfläche abdeckt.


    Ansonsten sollte der Keeper entweder die Lange Ecke besetzen oder bei zentraler Position seine Lieblingsecke freigieben, weil er dabei noch die besten Abwehrchancen hat. Bei einem indirekten Freistoß ist es natürlich wichtig, dass der Defensivspieler aus der Mauer zum Schützen sprintet, der am nähesten die Tormitte abdeckt, denn der kann die größtmögliche Torfläche abdecken.


    Jenachdem, ob ein Torschuß oder eine Flanke zu erwarten ist, sollten die Abwehrspieler der Größe und/oder Kopfballstärke entsprechend positioniert werden. Dabei sollten die äußeren Mauerspieler deshalb die Größeren/Besseren sein, weil dorthin meist über die Mauer geschossen wird und der Keeper auch dorthin den weitesten Weg hat.


    Man kann Tore nicht immer verhindern. Dazu gebührt auch dem Gegner der Respekt einer besonders guten Aktion. Man kann jedoch die Torleute kontinuierlich verbessern, sodass es dem Gegner immer schwerer gemacht wird, zum Torerfolg zu gelangen und dadurch das eigene Team selbst nicht mehr so viel Tore zum Sieg schießen muß! Es ist ja kein Geheimnis, dass bei 2 in etwa gleichstarken Teams meist das mit dem besseren Keeper gewinnt. Da lohnt sich die Arbeit mit ihm schon!

    @penaten


    Da hat dein Keeper ganz offensichtlich was falsch verstanden. Es gibt zwar mitlerweile die Variante beim Freistoß aus zentraler Position mit einer "geteilten Mauer" zu arbeiten, bei der der Keeper dann auch zentral stehen kann. Aber nur beim Freistoß aus zentraler Position ist der Weg zur einen wie zur anderen Ecke gleich weit. Sonst sollte er sich so positionieren, als das die zu verteidigende Torfläche für ihn so gering wie möglich ist.


    Das hängt selbstverständlich auch von der Schußdistanz und dem Balldruck ab. Ist der Schußwinkel aufgrund der Distanz von unten nach oben, so kann er die Torfläche durch Vorrücken verkleinern. Ist aber die Torfläche zwar klein, dafür aber tief und ein hoher Ball ist zu erwarten, dann sollte er sich deutlich tiefer positionieren. Denn er kann schneller vorwärts gegen den Ball laufen, als wenn er rückwärts mit dem Ball laufen muß.


    Desweiteren stellt man fest, dass eine Mauer ausserhalb des 16-ern manchmal eher hinderlich als nützlich ist. Denn bei so einer Freistoßdistanz ist es von Vorteil, wenn der Keeper den Schuß und die Flugbahn von Anfang an sieht, als wenn er den Ball erst beim Überfliegen der Mauer sieht und dann vielleicht von der "Torwartecke" nicht mehr rechtzeitig zur anderen Seite kommt. Da reicht meist 1 Mann, der verhindert, dass in diesen Raum gespielt werden kann. (z.B. Szene WM: Ronaldo-Freistoß und Lahm als 1 Mann-Mauer angeschossen). Ein weiterer Vorteil: die einzelne Person kann sie frei nach allen Seiten bewegen und so insgesamt mehr Deckungsschatten erzeugen.


    Ansonsten funktioniert ein Freistoß mit Mauer und Torwartecke nach wie vor so, wie es schon seit vielen Jahren gemacht wird. Allerdings hat das beidfüssige Training der Torleute den Vorteil, als das die Unterschiede zwischen starker und schwacher Ecke geringer werden.


    Hohe Bälle ins "lange Eck" sind deshalb schwieriger, weil Torleute (im Breitensport) in der Aktion manchmal 2 Dinge gleichzeitig tun wollen. Sie beobachten konzentriert den Ball und bereiten sich gleichzeitig auf die Abwehr vor, indem sie mit lang ausgestrecktem Körper auf "platten Füßen" und leicher Rückwärtslage des Oberkörpers mit kleinen Schritten rückwärts laufen. Weil der Körper bereits ausgestreckt ist, kann kaum Spannung erzeugt werden. Erschwerend hierbei ist, das der Körperschwerpunkt hinter seinen Füßen liegt. Beim Versuch hochzuspringen fällt er dann nach hinten um "wie eine Bleiente". Besser ist es die Aktion in 2. Elemente zu teilen. 1. mit schnellen Schritten auf den Fussballen und leicht vorgebeugtem Oberkörper zurück zum Tor (dabei Ball im Auge behalten) 2. zum Ballkontakt mit Körperspannung hochspringen und fangen, lenken oder fausten. Wird dieser Bewegungsablauf beherrscht, dann sollten hohe Bälle auf für kleinere Torleute erreichbar sein. Bei Mädchen und Frauen ist diese Variante auch im Leistungsbereich zu beobachten, denn sie verfügen nicht über die Körperlänge und Muskelkraft wie bei den älteren Junioren oder Senior-Keepern.


    Ich hoffe, ich konnte ein wenig zur Klärung beitragen?

    @tobn


    Portugisisch? Das ist ja fast so schlimm wie...!


    Was glaubst du, was es für ein Sprachengemisch ist, wenn du in einem "Mischgebiet" wohnst, in denen es nur so von unterschiedlichen Sprachen hagelt. Die Kinder selbst haben gar keine Probleme damit, weil sie sich über Mimik und Gestik austauschen. Sie können eventuelle Vorurteile durch unbekannte Spachen sehr rasch durch Spielen mit diesen Kindern ausprobieren. Nur wir Erwachsenen können das manchmal nicht.
    Bildung (z.B. unterschiedliche Sprachen und Kulturen kennenlernen) scheint mir das einzige Mittel zur Überbrückung von Vorurteilen.


    Übrigens hat mir meine Mutter am Morgen des ersten Schultages gesagt: "Wenn es dir in der Schule nicht gefällt, kannst du ja nach Hause kommen." Was glaubst du wohl, wen man schon in der ersten Pause suchen mußte? Na ja, irgendwie haben die mich dann doch noch überreden können ...?

    @Sir Alex


    Ich würde nicht gleich die Kompetenz des Stützpunkttrainers infrage stellen. Aber du hast dir die Antworten, warum das solange dauert, bis die Kinder die "offene Spielstellung" verstehen, ja fast schon selbst gegeben.
    Nahezu alle Kinder erlernen den Fussball zunächst als gegnerorientierte Spielform, bei der jeweils nach einem Zweikampfgewinn eine neue Situation entsteht, über die man sich zuvor noch keine Gedanken zu machen braucht. Ein Beispiel dieses Verhaltens ist beim "ruhenden Ball" (z.B. Abstoß) zu erkennen. Meist schauen alle Spieler dem Torwart zu, weshalb die ballnahen Mitspieler nicht auf eine "offene Position" achten, sondern Körper und Blick frontal auf den "Fanger" ausgerichtet sind.


    Ähnliches Verhalten ist zu beobachten, wenn der Ball aus einer "nicht offenen Spielposition" quer nach innen gepaßt wird. Hier hat es der Gegner leicht, dazwischen zu laufen und zum Torerfolg zu gelangen.


    Das Zurückpassen zum Torwart soll nicht nur dazu dienen, den Ball unter Gegnerdruck schnell wieder loszuwerden, sondern der Torwart soll nunmehr den gepaßten Ball weiter nach vorn schießen können. Mißlingt das, dann ist der Ball entweder gleich im eigenen Tor oder bei einem zentral posiitonierten gegnerischen Spieler, der dann meist direkt ins 1vs1 ein leichtes Tor machen kann.


    Der Spielaufbau darf also nicht ein reines Zufallsprodukt sein, sondern man kann es durch Impulse steuern. Ob es nachher wirklich alle oder die meisten verstehen müssen, dass ist durchaus eine Diskussion wert. Denn man darf auch ein Stützpunkt-Team nicht überbewerten, weil sich auch dort nicht immer die Kinder so entwickeln, wie man es sich vielleicht wünscht.


    Zwar hat kein Trainer die Weisheit gepachtet, weshalb niemand behaupten kann, er hätte das perfekte Kindertraining. Aber das ist für mich kein Hinderungsgrund, um die zunächst noch falsches Verhalten im Spielaufbau nicht zu korrigieren. Selbstverständlich immer bedenkend, dass man das Kind dabei nicht überfordert.


    Offtopic: Auch Nachwuchstorleute leben von Korrekturen, mit denen sie systematisch ausgebildet werden. Je komplexer die TW-Aktionen werden, je öfter kommt es vor, dass man selbst durch das "einfrieren" und "Detail-korrigieren" noch nicht ans Ziel gelangt. Hier sollte der Trainer mit ausreichend Fingerspitzengefühl agieren, wann es genug ist, statt zu glauben, man müßte es nur lange genug wiederholen. Besser ist es dann, das fehlende Detail später in eine ähnliche Übung zu integrieren. Ähnlich ist es mit den gewünschten Fortschritten auf anderen Positionen. Was nicht sofort klappt, wird später vollendet. Was besser klappt als gedacht, kann schon früher ein wenig schieriger gemacht werden, um die Kinder zu fordern und zu fördern. Eine zu enge, harte Richtschnur kann behindern, weil sie zu häufig reißt, wenn sie nicht belastbar genug ist. Wir haben es mit Kindern zu tun, deren Stressbelastbarkeit geringer ist als die der Erwachsenen.


    Welcher Seniorentrainer freut sich nicht über technisch und taktisch gut ausgebildete Spieler, die man rasch auf diverse Positionen ins Team und seiner Spielphilosophie integrieren kann? Das sollte das Ziel sein. Wie nahe man ihm kommt, hängt auch wesentlich vom Jugendtrainer ab!

    @Follkao
    Ich habe fast das Gefühl, wir diskutieren hier über 2 unterschiedliche Ansätze.


    Da gibt es zum einen die (gut ausgebildeten) Trainer, die nicht nur technisch sondern auch taktisch bei jedem Ausbildungsschritt, was sie tun. Diese Trainer wagen sich in neue Regionen vor, die man Kindern vorher nicht zugetraut hat. Das sollen sie auch tun, solange die Kinder ihren Spaß dabei haben oder der Spaß daran sogar zunimmt. Wo sonst, wenn nicht bei diesen Top-Kindertrainern soll sich den sonst der Kinderfussball weiterentwickln.


    Dann gibt es da noch die von dir im Beispiel beschriebenen Kindertrainer, die ganz offensichtlich nicht so gut ausgebildet sind und deshalb nicht wissen, was sie da tun. Das diese Trainer in der Mehrheit sind, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. (Auch der DFB sieht im Jahr 2016 als Standard den Kindertrainer ohne Trainerlizenz. Leider unternimmt er zu wenig, um dies zu ändern.)


    Normalerweise gibt es keinen Widerspruch zwischen Ausbildung und sportlichem Erfolg. Dennoch gibt es genug Trainer ohne Fachkenntnis, die meinen, man könne durch diverse andere Maßnahmen (z.B. nur die Besten spielen lassen, soviel wie möglich ins Spiel hineinrufen, Gegner beschimpfen, usw.) sportliche Erfolge feiern, wobei das Ziel die Mittel heiligt.


    Ich bin mir deshalb auch nicht sicher, ob man mit der Kritik: "vorgreifen" den Mangel an Spielintelligenz präzise trifft? Denn die gut ausgebildeten Trainer behindern die Spielintelligenz nicht. Im Gegenteil, sie fordern sie, in dem sie ihnen immer dann, wenn sie es brauchen, wichtige Impulse geben!


    Natürlich widmet sich auch die Verbände und der DFB über die Nachwuchsförderung diesem Thema. Auch dort wird heftigst darüber diskutiert, wieviel Taktik in welchem Alter gut ist? Eine abschließende Antwart darauf hat und wird man wohl nicht finden?

    @tobn


    Hab ähnliche Erfahrungen gemacht.


    Für Kinder ist das wirkich kein Problem, wieviel sie sich untereinander mit "Händen und Füßen bzw. mit bereits bekannten Worten unterhalten.
    Dazu eine kleine Anekdote: Ein 6-Jähriges Mädchen aus Norddeutschland in zu Besuch in Bayern. Dort spielt sie mit gleichaltrigen Einheimischen. Die Erwachsenen wollen wissen, wie es war. Daraufhin meint die Kleine: "Toll, aber ich hab kein Wort verstanden. ich glaub, die haben Hochdeutsch gesprochen!"


    Ich denke mal, mehr muß man zum Thema der Bedeutung von Sprachen für Kleinkinder gar nicht sagen. Allerdings erachte ich es für wichtig, dass Kinder später im Rahmen von Schüler-, Azubi-, Studentenaustausch im Ausland Sprache und Kultur kennenlernen. Das hilft nicht nur zur Verbesserung der Sprache, sondern gegenseitige Vorurteile abzubauen.


    Das man hinterher je nach Gebrauch Sprachkenntnisse verlernen kann, ist klar. Aber hinter einer fremden Sprache gleich die Vermutung zu haben, es könne sich hierbei ausschließlich um Verwerfliches handeln, das gewöhnt man sich dank eigener Erfahrungen ab. Denn Vollpfosten gibts überall auf der Welt. Die machen auch vor einer Sprache nicht halt!

    Kinder werden sich nicht schneller entwickeln, nur weil man mit die Ausbildungsziele von höheren Ausbildungsstufen vorzieht.

    Wenn man den Fachleuten indes Glauben schenken mag, so gibt es eine Verschiebung zwischen der geistigen Entwicklung und den kognitiven Fähigkeiten seine Sinne zu verfeinern. Störungen und Krankheiten sind dann Folge von Bewegungsarmut bzw. zu einseitiger körperlicher Belastung!


    Eine Veränderung in der Entwicklung wird es immer geben. Die Frage ist nur, von welcher Seite man sie betrachtet, bzw. ob man sie letzendlich für sich als positiv oder negativ betrachtet?


    Zwar mag sich das Wissen darüber, was gut oder schlecht für die Kinder wäre, weiterentwickeln, dennoch ist es nicht mehr als "Versuch und Irrum", in der stets die Neugier auf etwas Besseres als Sieger hervorgeht. Jedoch birgt es immer auch die Gefahr, dass man gestern vor dem Abgrund stand und heute schon einen Schritt weiter ist! Diese Gefahr ist immer dann besonders groß, wenn man seine Meinung in Stein meistelt. Man schaut nicht genau genug hin und nimmt die Veränderungen nicht wahr!


    Richtig ist sicher, dass eine Trainerausbildung wichtig ist! Denn man läßt auch keinen Arzt an sicher herumpfuschen, der keine Ausbildung dafür hat! Eine Garantie für gute Arbeit gibt es jedoch auch mit der besten Ausbildung nicht, wenn nicht gleichzeitig die wichtigen Elemente aus- und fortgebildet werden.


    Das Problem der Trainerausbildung liegt m.E. in der wettbewerbsfremden Ausbildung, in der die Trainer nicht auf übliche Streßsituationen ausgebildet werden. Viele Trainerneulinge (Spitze des Eisberges) schreiben hier im Forum über ihre Alltagsprobleme, weil sie sich damit allein gelassen fühlen.


    Es gibt längst einen Führerschein auf Probe, auch ein Pädagoge macht ein Referendarium und ein Arzt durchläuft ebenfalls nach Ablauf des Studiums eine Praxisfortbildung! Auch wir Trainer haben es in erster Linie mit Menschen und in zweiter Linie mit Fussballern zu tun. Doch hier sträubt sich der DFB irgendwie weiterzumachen, obwohl man vor ein paar Jahren einen Test mit sehr positiven Ergebnissen gemacht hat. Hierbei wurden die angehenden Traienrn von den Ausbildern bei den Punktspielen begleitet.


    Nicht einmal beim "E-Learning" ist man weiter gekommen. Dabei würde es weitaus mehr Trainer-Interessenten geben, wenn man den theoretischen Teil der Ausbildung von Zuhause aus in der gewünschten Geschweindigkeit absolvieren könnte.

    @Follkao


    Dein Video paßt dazu wie "die Faust aufs Auge". Da sind Jorgi`s Buben von den Spaniern wirklich auf dem falschen Fuß erwischt worden. Dabei konnten gleich mehrere Spanier frei zum Kopfball laufen und einige unserer Nationalspieler schauten tatenlos zu. Auch, wenn es erst 6 Jahre her ist, werden seither noch intensiver Details per Video-Analyse studiert, um hier und da noch ein paar Stärken und Schwächen des Gegners zu entdecken.


    Man sieht, wie komplex dieses Thema werden kann! Deshalb sollten wir es im unteren Jugendbereich erst mal so einfach wie möglich halten. Denn da geht zunächst einmal darum, für Standards einfache Lösungen zu trainieren, die die Kinder im Spiel probieren sollen. Welche der vorgenannten Methoden und Details man anwendet, das sollte jeder selbst ausprobieren. Denn nicht nur Kinder, sondern auch Trainer lernen beim Ausprobieren.

    6) schon kleine Dinge, zB bestimmte Spieler enger zustellen, andere bewusst offen lassen, kann gerade auf niedrigerem Niveau eine Menge Einfluss auf das Spiel haben.

    Da hast du selbstverständlich recht! Nur sind in dieser Liga jeweils in den Teams Spieler, die das von selbst auch nicht erkennen bzw. nach Trainer-Info gleich wieder vergessen! :D Aber zunächst mal für den Trainer (und Taktikfuchs) ein wichtiger Hinweis.



    Man muss ja nicht gleich davon ausgehen, dass man es nicht kann.

    Ich denke mal, du meinst den Hinweis in Klammern. Der war nicht speziell für dich, sondern der Vollständigkeit für Interessierte, die hier mitlesen und denen es vielleicht nicht klar ist, warum der Torwart immer beim Spielsystem fehlt, obwohl er doch zur Mannschaft gehört.