Beiträge von TW-Trainer

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    @Leverkusener


    Ich denke mal, dass die Mehrheit der Europäer irgendeiner Religion angehört, weshalb sie als Teil der Gesellschaft gar nicht wegzudiskutieren ist. Andererseits gibt es jedoch Gesetze. Bei uns gibt es sogar ein Grundgesetz, welches es uns deshalb für ganz besonders wichtig erschien, weil zuvor Menschengruppen verachtet, eingesperrt, ja sogar ihr Leben lassen mußten. Nach unserem Grundgesetz sind Mann und Frau gleich, sodass es keine Unterschiede in ihrer Achtung geben darf. Wir sollten jedoch nicht den Fehler begehen, dabei lediglich auf Andere zu zeigen, nur weil wir hier nichts anderes eingebläut bekommen. Denn auch bei uns sind Frauen längst nicht in allen Bereichen gleichberechtigt. Europa sieht uns mit anderen Augen, als wir uns sehen!


    Primär geht es um verlässliche Werte (als ein stabiles Gerückt der Glaube), mit denen wir schon unsere Kinder großwachsen lassen wollen. Aber das mit der Erziehung klappt sowieso meistens nicht, weil die Kinder uns alles nachmachen wollen.


    Genauso wie die Bibel ist auch der Koran wohl Opfer historischer Detail-Interpretationen geworden, auf die man nicht stolz sein muß. Im Kern geht es jedoch in fast allen Religionen um ein friedliches Miteinander. Das ist jedoch zunächst im Kleinen sicher zu stellen, um es auf ein Großes übertragen zu können. Ich sehe in der Weigerung eines hier in Deutschland üblichen Handeschüttelns eher eine Ausnahme, die hier die Würde der Frau einschränkt und ihre Rolle in der Gesellschaft diskriminiert! An dieser Stelle gilt es Inne zu halten, um eine Abwägung zwischen Glaube und Gesetz zu finden. Denn für uns ist das Recht zunächst immer das des Nächsten, auf das wir uns selbst verlassen können.

    Dann sind es keine Leistungszentren nach DFB-Definition...

    Papier ist geduldig und nicht immer ist alles wortwörtlich zu nehmen. Wenn du dir den Text genauer durchliest, dann wird er lediglich für den Bereich von der U16-U23 konkret. Im Bereich von der U 8 - U 11 wünscht man sich jeweils eine Mannschaft, aber mehr nicht! Da steht nix über die Maximal-Anzahl von Spielern pro Team und aus sonst nix. Nur eine kleine Grafik und ein paar wage Andeutung.


    Wenn man es wörtlich nehmen würde, so müßte z.B. Werder Bremen sofort die Lizenz für ihr NLZ entziehen weil sie gegen die Bedingung verstößt: Jeder Trainer des NLZ muß mindestens B-Lizenz haben. Entweder haben die U 8 - U 11 Trainer gar keine Lizenz oder lediglich die unterste C-Lizenz! Eigentlich beginnt hier erst ab der B-Jugend die konzentrierte Förderung.


    Aber der DFB ist seit einiger Zeit mit allen möglichen Dingen beschäftigt, sodass man sich nicht auch noch um die Kontrolle ihres Jugendbereichs kümmern kann. Das kommt erst dran, wenn Handlungsbedarf besteht (z.B. wenn unsere Nationalmannschaft in der Vorrunde oder im Viertelfinale rausfilegt)! Ansonsten sind es Dinge, die längst nicht alles als "Hauptabweichungen" eine weitre Lizenz des NLZ gefährden. Je nach Sichtweise der Vereinsverantwortlichen wird die U 8 - U 11 unter Image-Gesichtspunkten gesehen, wobei man hierbei dem DFB lokal die Förderverantwortung überträgt und mal als "Kindergarten" des NLZ, wo eine Mischung zwischen Spaß und Leistung stattfindet!

    @ElPannaking


    Hoffentlich ist diesmal ein wenig mehr Zeit, sich bereits in der Vorbereitung für die richtigen Schritte zu entscheiden, anstatt alles dem Zufall zu überlassen?


    Du hast ja die Gelegenheit gehalbt, einen der wichtigsten Trainerausbilder zum Thema "Leistung im Nachwuchsfussball" zu befragen. Hier mal ein Ausschnitt davon:


    "SSUT: Sie haben sich auch einmal kritisch zum Leistungsdruck, der bereits im Jugendfußball anfängt, geäußert und auch da ein Umdenken gefordert. Wie genau müsste dieses Umdenken aussehen?
    F.W.: Ich habe da aus eigener Erfahrung gesprochen, weil ich mitbekomme, welchen Druck meine beiden Söhne bereits im Jugendfußball erleben. Die Schule nimmt immer mehr Zeit weg, die Freizeit wird geringer und die Lust am Sport – egal, ob Fußball, Handball oder was auch immer – nimmt ab. Das ist eine gefährliche Entwicklung, an der aber auch wir Trainer nicht ganz unschuldig sind. Wir haben viele hauptamtliche Jugendtrainer in den Nachwuchsleistungszentren, die den ganzen Tag nichts anderes machen als Fußball. Und auch die bekommen Leistungsdruck von Verbänden oder Vereinen, die neben einer guten fußballerischen Ausbildung natürlich auch Titel im Jugendbereich einfordern. Diesen Druck geben viele Trainer an die Jugendlichen weiter. Letztlich wird an diesen jungen Spielern dann von allen Seiten gezogen: von Seiten der Trainer, von Seiten der Lehrer und leider auch von Seiten der Eltern. Das ist ein Teufelskreis, den wir durchbrechen müssen. Wir müssen es schaffen, das Tempo zu drosseln, dabei aber unsere hohe Qualität im Jugendfußball nicht zu verlieren."


    Diese subjektive Wahrnehmung deckt sich scheinbar mit vielen Beiträgen hier im Forum. Deshalb sollte man erst gar nicht den Fehler machen, selbst Leistungsklassen im Team einzuführen, sie wohlmöglich in Leistungsträger, Stammspieler und Reservespieler zu dritteln, sondern es als ein einziges Team zu begreifen, dass nur deshalb neugierig zu euch zum Training kommt, weil jeder Einzelne auf die Chance hofft, es unabahängig von eurer Leistungswahrnehmung auszuprobieren. Denn leider wird dabei immer wieder auch der gleiche Fehler gemacht, diese Momentaufnahme in Beton zu gießen und damit ein entgültiges Urteil, das einem nicht einmal zusteht, zu fällen.


    Ich denke, du bist da schon auf dem richtigen Weg, wenn du deine Aufgabe darin begreift, alle gemeinsam und damit jeden gleich unf fair zu behandeln, statt einen subjektiven Leistungsdruck an deine Jungs weiterzugeben bzw. schon bei der Mannschaftsaufstellung danach zu handeln.


    Ja, es ist sogar so, dass man mittelfristig durch diese Methode ein besseres Team bekommt, weil dadurch ein homogenes Team bekommt. Macht man es traditionell, in dem man meint, der Spieler könne sich ja im Training durch besondere Leistung für eine Spielzeit bewerben, dann wird dieser Schluß fast immer ein Schuß nach hinten. Denn gerade die regelmäßige Teilnahme am Spiel gibt dem Spieler die Chance, sich unter Wettbeerbsbedingunen zu verbessern. Leider ist soetwas bei der traditionellen Methode schwierig zu erkennen, weil sich diese Trainer noch in ihren Entscheidungen bestätigt fühlen, weil für jedermann sichtbar die Leistungsschäre zwischen den Guten und den Schlechten noch größer geworden ist.


    Höre also auf die Worte von Frank Wormuth und helfe deinen Jungs dort, wo sie dich brauchen, aber setze sie nicht unter Druck! Denn es gibt noch eine andere Welt neben dem Fussball für sie wie für dich!

    Leider gibt es auch vom DFB keine Aktion um Ehrenamt von Studenten zu fördern.

    Dafür machen jedoch die Verbände Seminare, wie man neue ehrenamtliche Trainer gewinnt und sie an den Verein bindet. Dabei gelten Trainerväter als besonders begehrt. Denn sobald die anfangen nach Aufwandsentschädigung zu fragen, kann man sofort "gegenargumentieren", dass sie als Vater ihres Kindes ja sowieso zum Training und den Spielen fahren, sodass hier kein zusätzlicher Aufwand entsteht.


    Sorry, Andre ich wollte dir deinen Thread nicht kaputtmachen, aber irgendwie zählt das ja dann auch zu einem Grund mit dem Trainerjob aufzuhören, wenn der Verein hier mit zweierlei Maß mißt? Allerdings hätte ich mir eher einen Thread gewünscht, wie man die Probleme lösen kann, statt an den vorhandenen Problemen zu scheitern!

    Gern geschehen, Thomas!


    Aber bitte denke daran, es der Keeperin auch zu erklären! Denn sonst wird sie vielleicht keinen Zusammenhang zwischen der Trainngs-Übung und dem Spiel feststellen.


    Ich würde diese Übung noch weiter ausbauen. Dazu kannst du eine Abwehrspielerin hinzu nehmen. Ihre Aufgabe ist es hier:


    1. das Nachsetzen der Angreiferin zu verhindern, indem sie vor ihr am Ball ist
    2. als Aufbauspielerin für den TW in den freien Raum zu laufen, damit die Torhüterin nach dem Fangen auch die Spieleröffnung trainieren kann


    Ich will die Bedeutung dieser Erweiterung gern ein wenig erläutern:


    In der traditionellen TW-Ausbildung wurden die defensiven Aufgaben (z.B. Fangen) von den offensiven Aufgaben (z.B. den gefangenen Ball schnell an eine Mitspielerin ohne Gegnerdruck weiterleiten) "künstlich" voneinander getrennt. Eigentlich ist es aber eine Aktion, die vom Torwart und den Mitspielern über den gesamten Zeitraum die volle Konzentration kostet.


    Man erlebt es auch heutzutage, das Torleute nach dem gefangenen Ball sich zunächst umschauen und überlegen, wohin sie wohl den Ball spielen könnten. Dabei geben sie ihrem Gegner genügend Zeit, sich zu sortieren. Seit der schnellen Spieleröffnung mit präzisen Würfen von Manuel Neuer erkennen wir, welche großen Vorteile einer guten Spieleröffnung. Denn Manuel kann wie kaum ein Anderer alle defensiven und offensiven Aufgagaben in einer Aktion vereinen, weil er bereits beim Fangen weiß, wohin der den Ball spielen will. Das diese taktische Fähigkeit auf technischem Können basiert, sollte natürlich selbstverständlich sein.


    Aber bei deiner Keeperin muß das natürlich nicht perfekt sein. Sie sollte lediglich ein Verständnis dafür entwickeln und die Mitspielerinnen sollen verstehen, dass man nicht "abschalten" darf, sobald der Gegner aufs Tor schießt, sondern konzentriert nachsetzen kann, um einen möglichen Nachschuß des Gegners zu verhindern und/oder sich sofort spielbereit für die Keeperin anzubieten.


    Viele TW-Übungen enden leider immer noch mit dem Torabschluß, obwohl die Spieleröffnung genauso wichtig ist (und zum Glück ja nur selten nicht gebraucht wird, weil ein guter Keeper die meisten Bälle hält). Stellt den Torabschluß in die Mitte eurer Übung. Der Spielerfolg wird sich durch diese Veränderung rasch einstellen!


    Viel Saaß dabei!

    @Andre


    Ich kann dich sogar sehr gut verstehen, dass es schwierig ist, den Alltag einfach wie einen Bleistift am Feierabend abzulegen, weil die Gedanken immer noch danach bei den Erlebnisse sind, die noch verarbeitet werden müssen. Wenn man dann auch noch in seiner Freizeit das Gefühl hat, hier wieder ähnlich Typen zu finden, dann kann ich deine Entscheidung, es besser zu lassen durchaus nachvollziehen.


    Aber es geht auch Anderen wie dir. So ist es evl. der Unternehmer gewohnt, dass seine lohnabhängigen Mitarbeiter nicht widersprechen. Aber zuhause geben ihm Frau und Kinder Kontra, wenn er versucht, sie herum zu kommmandieren. Ähnlich wird es im Training und den Spielen laufen, wo er schon nach kurzer Zeit "Gegenwind" bekommt. Fast allen Trainern, die meinen alles müßte allein "nach ihrer Pfeife tanzen" ergeht es so.


    Natürlich kommt es auch in höheren Ligen vor, auf Trainer zu treffen, mit denen man nicht "warm" wird. Aber das Spiel selbst schreibt dann seine eigene Sprache, die letzendlich auch der kapieren muß. Ansonsten wird er durch einen besseren Coach ausgetauscht, wenn er sagt: "Jungs, ihr habt es heute leicht! Wenn euer Gegner etwas taugen würde, würde er in einer anderen Liga spielen!" :thumbup: ! Das sollte selbstverständlich auch für den Trainer gelten, der im Falle einer Unterforderung sich bei einem höher spielenden Verein bewerben oder noch besser sich durch Leistungen empfehlen kann.


    Die Geräuschkulisse drumherum muß man für sich ausblenden können, um sich auf die eigenen Aufgaben zu konzentrieren. Ja, da magst du wohl recht haben, dass ich den gegnerischen Trainer und auch den Schiedsrichter ausblende, um mich auf das zu konzentrieren, für das ich verantwortlich bin. Aber ob ich das auch in einer Hobby-Liga könnte, daran hab ich selbst meine Zweifel?

    @totog


    Der Tipp hört sich zwar auf den ersten Blick gut an, aber ich befürchte, dass die Hütchen schon nach kurzer Zeit dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden, als das nicht der Ball, sondern die Füße der Keeperin darauf landen.


    Man sollte sich schon bemühen, es möglichst spielnah zu machen. Dabei kann man durchaus auf unterschiedlichen Untergrund (unebener Boden, sandiger Boden, Matsch, Pfützen) (Hütchen eher nicht :P ) üben.
    Man kann auch eine 2. Keeperin oder Feldspielerin in die Nähe der Keeperin positionieren. Diese erhält dann die Aufgabe, jeden "Abklatscher" sofort im Tor zu versenken. Sehr viel deutlicher kann man es der Keeperin wohl kaum taktisch erklären.


    Zum Können (Technik) gehört immer auch das Verstehen (Taktik), sonst ist eine falsche Entscheidung möglich.

    wenn Gewinnen wollen klar - NICHT- als Ziel definiert ist braucht keiner einen Sündenbock !

    Das unbedingte Ziel "Gewinnen" wurde bei einer Umfrage zum "Burnout" von Kindern als einer der Hauptgründe genannt, warum man mit dem Vereinsfussball aufgehört hat. Insofern ist es klug, Leistungsdruck von den Kindern zu nehmen, um ihre Intelligenz und Kreativität in einer angstfreien Umgebung zu fördern.


    Aber Eltern, die zunächst zustimmen, sind jedoch genau wie du befangen, sobald es ums eigene Kind geht! Sonst würdest du dir gar keine Gedanken darüber machen, ob du dein Kind mitnimmst oder zuhause läßt?


    Denn gerade dann, wenn der Trainer gleichzeitig der Vater eines Kindes ist, gibt es eine nahezu unvermeintliche Bruchstelle beim Zweifel an Neutralität. Dabei spielt es meist sogar eine völlig untergeordnete Rolle, ob man gewinnt oder verliert!


    Negative Nachrichten sind für die viele sehr viel interessanter als die Positiven, weshalb sich Erstere meist sehr viel schneller herumsprechen. Ein Vater oder eine Mutter, die dich lobt, kann also im nächsten Moment gegenüber einem Dritten nur Negatives über dich berichten.


    Als Trainer braucht man ein gutes Selbstbewußtsein, sonniges Gemüt und "breite Schulter"! Als Trainervater kann auch das manchmal nicht ausreichen, weshalb es fast immer besser ist, wenn Vater und Sohn jeweils ihr eigenes Ding machen. Denn mehr als eine Notlösung kann es nicht sein!

    Man kann sein Kind gar nicht innerhalb einer Mannschaft gerecht behandeln. So sehr man sich auch bemüht, seinem rationalen Verstand zu folgen, das einem sagt, das Kind hat genauso viele Rechte und Pflichten wie alle anderen Spieler, so sehr wird man durch die emothionale enge Verbundenheit mit seinem Kind daran gehindert, jederzeit eine neutrale Entscheidung zu treffen. Dabei macht es kaum einen Unterscheid, ob man sein Kind bevorzugt oder benachteiligt. Denn in jedem Falle wird man mehr oder weniger falsch handeln.


    Wer also gerne Trainer werden und bleiben möchte, der sollte sich entweder ein Team aussuchen, bei dem das eigene Kind nicht mitspielt oder als "Notlösung" alles mit seinem Trainerkollegen besprechen, um nicht unbewußt beim eigenen Kind falsche Entscheidungen zu treffen.


    Sein Kind "härter ranzunehmen" als Mitspieler, nur um den Eltern zu zeigen, dass man gerecht wäre, dass ist eigentlich das Dümmste, was man machen kann. Denn so macht man das Kind ganz nebenbei zum Sündenbock für eventelle Enttäuschungen der Eltern anderer Spieler. Denn die sehen möglicherweise immer noch eine Bevorzugung des Trainersohnes, weshalb sie ihn auffordern, ihn noch "härter ranzunehmen", bis das Kind irgendwann gefrustet aufgibt, um endlich mit einer neue Freizeitbeschäftigung "sein eigenes Ding" zu machen.

    Darauf verzichtet man und tritt dafür lieber weitere Jahrzehnte unnötig auf der Stelle. Genau deshalb kann mich der Fussball mal sonst wo und es geht gut ohne!

    Gutes Argument, wie ich finde!


    Muß ja auch ehrlich sagen, dass ich vom Breitensportfussball nicht so viel verstehe wie vielleicht andere hier!


    Es gibt jedoch einen winzigen Unterschied zwischen uns! Auch ich hab ja nicht immer mit meinen Vorstellungen von Fussball Erfolg und bin deshalb desöfteren auf die Nase gefallen. Aber mir kam es nie lange in den Sinn, gefrustet über das Fehlverhalten Anderer den Brocken einfach hinzuwerfen. Solange ich einen Sinn darin sehe, anderen mit meinem Wissen, Fähigkeiten und Erfahrungen zu helfen und selbst dabei sehr viel Spaß erlebe, kann ich weder mir noch Anderen lange böse sein, nur mal was nicht geklappt hat!


    Denn wir können die Welt nicht anders machen als sie ist! Aber in unserem kleinen Umfeld können wir etwas gestalten und uns hin und wieder mit ein wenig Distanz und veilleicht auch ein bißchen Stolz anschauen, was an Positivem geschafft wurde.


    Solange auch bei mir die Neugier überwiegt, mich täglich mit meiner Leidenschaft, dem Fussball auseinander zu setzen, solange werde ich für mich mein Bestes geben. Dies jedoch gleichzeitig auch vor dem Respekt der Konkurrenz, denen ich natürlich immer eines Haaresbreite voraus sein möchte.


    Weil ich aber weiß, dass der Erfolg immer viele Väter hat, es im Falle des Mißerfolgs aber niemand gewesen sein will, werde ich meine privaten Erfahrungen stets für mich behalten und nur mal hier und da anoymisiert darüber berichtne, um evl. einem jungen Kollegen mit diesen Erfahrung ein wenig Mut zu geben, vielleicht nicht gleich so wie du, die Brocken hinzuwerfen, weil man meint, man würde sonst nur weiter auf der Stelle treten. Man bereut fast immer nur die Dinge im Nachhinein, die man nicht getan hat? Vielleicht gelingt es mir ja auch eines Tages, dich wieder auf die Trainerbank zu bringen? Denn am Engagement (als wichtigste Voraussetzung) kann es gewiss nicht liegen?

    Am besten TW-Trainer ansprechen...siehe Post 17...du hattest das Pech einem der ganz wenigen Unbelehrbaren zu treffen ...mach mich jetzt dran, alle Regeln beim Sport abzuschaffen...ist ja Freizeit...und danach ist das BGB, STGB und die STVO dran.

    Eigentlich kommentiere ich so einen Unsinn ja nicht! Aber überleg mal, warum du deine Trainertätigkeit an den Nagel gehängt hast, während ich nach wie vor mit wachsender Begeisterung dabei bin? Kommen dir da vielleicht nicht manchmal in "klaren Stunden" Gedanken, du könntest mit deinem Ordnungswahn dir selbst im Wege stehen, weil du die Welt binnen einiger Minuten nach deinen Wünschen verändern möchtest und das einfach nicht funktionieren will? Da war es nur mein Vorschlag bereits vor einer Eskalation auf den gegnerischen Trainer zuzugehen, um in (noch) ruhiger Athmosphäre den Dialog zu suchen, anstatt nur auf die Gelegenheit zu warten, es diesen Halunken aber mal vor allen Leuten zu zeigen! Natürlich kann ich verstehen, dass dich die Erfahrungen der "Straße" geprägt haben. Aber wir haben es hier mit Laiengruppe (Kinder, Eltern, Trainer) zu tun, die fern ab vom Gedanken einer konkreten Straftat die Gäule durchgehen. Vielleicht hast du ja schon mal beobachtet, dass sich diese Leute vor und nach dem Spiel ganz normal verhalten?
    Bevor du also das nächste Mal die Schuld allein bei Anderen suchst, solltest du darüber nachdenken, ob deine Ziele überhaupt erreichbar sind?

    @thomasg


    Ach, das ist so schwierig nicht, ihr das wieder abzugewöhnen. Bitte sie einfach mal beim Training in die Sitzposition und wirf ihr aus ca. 5 m ein paar Bälle zu. Wenn sie diese Bälle nicht fängt, sondern abklatscht, dann muß sie jedes mal aufstehen, um den Ball im Nachfassen zu fangen.


    Als nächstes könntest du mir ihr (falls in der Nähe) auf einen Beachball-Platz (reicht auch Sand als Unterlage) gehen. Auch dort wird es ihr nicht gelingen, beim Nachfassen einen Ball zu fangen, weil die Kugel einfach liegen bleibt.


    Schließlich könntest du dir noch eine besonders unebene Fläche auf eurem Trainingsgelände aussuchen, wo der Ball regelmäßig nach dem Abklatschen verspringt, so dass sie ihn nur selten im Nachfassen fangen kann.


    Aber es geht hier nicht allein darum, eine dumme Angewohnheit zu korrigieren, sondern es sollte zunächst einmal die Ursache geklärt werden. Denn wenn sie es probiert, den Ball direkt zu fangen und es gelingt ihr nur ausnahmsweise, dann habt ihr nichts gewonnen!


    Meist wird versucht den Ball entweder mit vollständig ausgestreckten Armen zu fangen, wobei dann die Hände eine Art "Prellbock" bilden und kein "Federweg" nach der Kontaktaufnahme vorhanden ist, um dem Ball die Geschwindigkeit zu nehmen. Wird versucht, den Ball direkt am Körper zu fangen, entsteht ein ähnlicher Effekt.


    Deshalb ist es wichtig darauf zu achten, dass die Keeperin den Ball mit fast ausgestreckten Armen fängt und ihn zum Sichern an den Körper heran zieht. Damit sie auch einen hohen Ball vor dem Körper fangen kann, sollte sie sich beim Training in die Torwart-Grundstellung positionieren. Dann kann sie den Ball auch im Sprung vor dem Körper fangen.


    Weil Mädchen auch immer nach dem "warum" fragen, solltest du ihr erläutern, dass nur durch das sichere Fangen der gegnerische Angriff beendet werden kann, denn beim Abklatschen kann der Ball verspringen, sodass der Gegner beim Nachschuß erfolgreich ist. Sonst hat sich die Mühe der Positionsanpassung und der Ballabwehr gar nicht gelohnt und der Gegner bedankt sich für die vom Torwart gewährte Großchance!


    Bitte beobachte noch einmal genau im Detail, was der Grund fürs Abklatschen des Balles bei deiner Keeperin ist. Dann kann ich dir evl. dazu diffierenzierte Korrekturhilfen geben.

    Motivation ist ein wichtiger Punkt finde ich. Aus einem Ackergaul kann man zwar kein Rennpferd machen aber mit der richtigen Einstellung und ein bisschen Ballgefühl geht schon was.

    Ich finde, bei der Motivation liegst du schon ganz richtig! Auch sonst hat mir dein Beitrag gefallen.


    @Larius
    Man sollte nicht bei den jeweiligen Nachteilen (Teil der Mannschaft spielt erst seit kurzer Zeit Fussball) stehen bleiben, sondern schauen, worin hier genau auch Vorteile liegen könnten? Bei den Jungen, die in aller Regel bereits seit den Bambinies kicken, ist es teilweise sehr schwierig, ihnen falsch automatisierte Techniken zu korrigieren. Deine Mädels haben jedoch noch gar nicht viel gelernt, weshalb die Chance groß ist, es von Anfang an richtig zu erlernen. Weiterhin günstig ist, dass sie aufgrund ihres Alters bereits einen deutlich größeren Wortschatz besitzen, sodass der Dialog zwischen den Spielerinnen untereinander wie auch mit dem Trainer im Training sehr viel besser funktioniert.


    Klar albern Mädchen auch gern herum. Diesen Spieltrieb kann man für die Neugier nach den derzeitigen Defiziten in Technik und Taktik nutzen. Training soll in erster Linie Spaß machen, dann wird es immer auch gut im Sinne von fussballerischer Entwicklung!


    Wie kann nun soetwas in der Praxis ausschauen?


    1. Lass die Mädchen selbst ihre Partner für die Übungen aussuchen? (denn bei der Freundin ist es nicht so schlimm, wenn man zunächst noch am Ball vorbei senst. Die hilft sogar und gibt Tipps)
    2. Starte deine Übungen jeweils so, dass sie von allen Teilnehmern problemlos bewältigt werden kann (denn alle wollen schnelle Erfolgserlebnisse)
    3. Anhand deiner Beobachtungen (Übung kann immer sicher gemacht werden) entscheidest du, welches Übungspaar von dir die Hinweise für den nächst höheren Schwierigkeitsgrad erhält.
    4. Danach folgen weitere Pärchen, die sich den Schwierigkeitsgrad direkt abschauen können und zusätzlich von dir 1 - 2 Tipps bekommen, um den Start zu erleichtern.
    1. - 4. sehr viel Trainer unterstützt den Mut, sich an neue, unbekannte Übungen zu wagen.
    5. Wenn du in deiner Beobachtung feststellst, dass bei einem Pärchen der Schwierigkeitsgrad zu hoch ist, bittet du sie, zunächst einmal nich die leichtere Übung zu machen, um sich danach ein zweites Mal am höheren Schwierigkeitsgrad auszuprobieren (nur nichts erzwingen wollen, denn man muß nicht alles sofort können)
    6. Die Übungsform wird je nach Fähigkeit von der gesammten Gruppe gleichzeitig abgeschlossen.


    Vorteile:
    1. alle Spielerinnen werden ihren Fähigkeiten entsprechend trainiert und hat Erfolgserlebnisse, weil ihr Trainer sie entlang ihren Erfolgserlebnisse fordert und fördert
    2. alle Spielerinnnen konzentrieren sich dabei auf die Verbesserung ihrer persönlichen Fähigkeiten, statt durch eine Vorwegnahme durch Gruppenbildung "Gute von Schlechten" zu trennen
    3. Durch die gemeinsamen Übungen und Spielformen wird das Teamgefühl gestärkt
    4. Man bekommt ein einsgesamt homogenes Team, weil auch die Freundinnen der neuen Spieler eine Mitverantwortung bei der Ausbildung übernehmen.


    Probier es einfach mal aus!


    PS: Aber das mit dem "Stoppen" und "Kreuzen" solltest du dir noch einmal überlegen? Da gibts bessere Sachen. Kannst sicher auch hier sehr viel Übungsmaterial finden!

    Erzeugt einen neuen Umschaltmoment.

    Hab dazu auch einen Vorschlag zur Verbesserung der Handlungsschnelligkeit durch Ballwechsel.


    1. Im Abstand von ca. 10 m am Spielfeldrand Hütchen plazieren
    2. Jeweils auf den Hütchen einen Ball plazieren


    Regeln:
    1. Derjenige, der den Ball ins Aus geschossen oder dorthin abgelenkt hat, hot diesen Ball wieder
    2. Der Gegner darf sich einen Ball nehmen, der am nächsten am ins Aus geschossenen Balles auf dem Hütchen liegt.
    3. Auf dem nunmehr leeren Hütchen wird der ins Aus geschossene Ball zurück gelegt.


    Die Regeln erhöhen die Konzentration:
    1. sichere und präzise Pässe zu spielen,
    2. nur dann aufs Tor zu schießen, wenn es sich lohnt
    3. den Gegner zu Fehlpässen zu locken
    4. den Zeitraum der Überzahl (wenn der Gegner einen Ball wiederholen muß) bestmöglich für sich zu nutzen


    Viel Spaß dabei!

    @

    Wieso willst Du der Beste in dieser Pfeifentruppe sein (gemeint war meine Mannschaft)? Komm zu mir, da kannst Du um den Kreismeister mitspielen.). Man ist manchmal so hin- und hergerissen zwischen "Ich mache mein (soziales) Ding und meine besten Spieler verlassen in absehbarer Zeit die Mannschaft" und "Ich mache Kompromisse, um die Truppe zusammen zu halten und ärgere mich häufig darüber, wie Eltern und Trainerkollegen mir das Leben schwer machen".

    An soetwas Ähnliches kann ich mich auch erinnern. Die "Pfeifentruppe" war seinerzeit ein Aufsteiger, der als Nachrücker in den Jugend-Leistungsfussball wechselte, weil der eigentliche Meister keinen Trainer für die höhere Liga fand und deshalb absagte. Weil der Nachrücker nicht viel Zeit für Planungen hatte, jedoch fast ein komplett neues Team brauchte, weil die Vizemeister nahezu komplett von der B in die A-Jugend wechselte, kam fast die Hälfte des Teams sogar aus 3 Ligen darunter. Allerdings benötigte man weitere Spieler, um ins Abenteuer zu starten. Da gab es dann von einem Keeper, der ein Wechselangebot bekam auch die Aussage: " ... ich wechsele doch nicht in eine Pfeifentruppe ... wo ich jedes Wochenende eine Packung bekomme .." Bereits 4 Wochen nach Saisonstart ärgerte er sich, weil das neue Team, von denen kaum jemand mal einen DFB-Stützpunkt gesehen hatte, furios startete. Im Winter bekamen fast alle Spieler Angebote von höher klassigen Teams. Aber sie wollten gar nicht wechseln, weil sie sich bei den neuen Trainern wohlfühlten und eine gute Perspektive für sich sahen!


    Es geht m.E. nicht um die Ligazugehörigkeit! Denn das nutzt sich sehr schnell ab. Es geht darum, sich wohlzufühlen und dabei ist es u.a. auch wichtig, sportlich so voran zu kommen, dass es auch für die Eltern und die Konkurrenz sichtbar ist! Denn wer besser ist als die Anderen, der bekommt sogar noch Anrufe von Spielern/Eltern, die gern in euer Team kommen wollen.


    Deshalb geht es genau zu prüfen, was die Abwanderungsgründe sind? Natürlich sollte man niemanden Steine in den Weg legen, wenn dieser mit bereits länger sichtbarem Talent einige Ligen höher sich auf "Augenhöhe" weiter entwickeln kann, wo das im Dorfverein nicht mehr möglich ist. Hier würde ich es sogar als Bestätigung der eigenen Trainerarbeit ansehen, Talente ein stückweit klug gefördert zu haben. Wo es aber lediglich auf Kreisebene oder um eine Liga geht, da sollte man schon etwas genauer hinterfragen, ob es sinnvoll ist.


    Wenn die Eltern/Spieler das Gefühl haben, dass der Trainer beratend statt allein mit der "rosa Vereinsbrille" werbend agiert, dann wird dieses Gespräch sicher für beide Seiten gut enden. Ein guter Abschied erleichtert auch immer die Rückkehr. Denn bei sehr vielen Wechselspielern ist der Traum von Ruhm und Ehre irgendwann vorbei.

    @thomasg


    Es gibt keine Torhüterinnen, die keine Probleme mit hohen Bällen haben. Die Hauptgründe sind die geringere Körperlänge und die geringere Muskelkraft. Deshalb brauchen die Keeperinnen eine umfangreichere Ausbildung im Stellungsspiel, sodass sie rechtzeitig erkennen, wohin der Ball fliegt und ihre Position entsprechend anpassen.


    Hinzu kommt eine gute Ausbildung in den Sprungtechniken. Ohne diese Ausbildung wird (ledier auch bei den männlichen Torleute) versucht 2 Aktionen zu vereinen, die jedoch so nicht zusammen passen. Wenn z.B. die Flugbahn des Balles beobachtet wird, man sich jedoch gleichzeitig mit lang ausgestrecktem Körper groß macht, um sich auf die Ballabwehr vorzubereiten, dann gelingt der Sprung nicht mehr, weil in der lang ausgestreckten Körperposition gar keine Körperspannung für einen Sprung aufgebaut werden kann. Also: erst die Positionsveränderung, dann mit leicht vorgebeuchtem Oberkörper, angewinkelten Knien auf den Fussballen stehend und ca. 15 Grad nach außen zeigenden Fußspitzen gleichzeitig hochspringen.


    Auch in der Rückwärtsbewegung ist es wichtig, den Oberkörper nach vorn gebeugt zu halten, so dass man zum Sprung ansetzen kann.


    Denn der Ballkontakt soll vor dem Körper (statt darüber oder daneben) stattfinden. Aui dieser Position können die Federwege aus dem Sprunggelenk, den Beinen, dem Oberkörper, den Händen, Armen und Schultern genutzt werden, um selbst scharf geschossene Bälle sicher zu fangen.


    Ein wenig schwieriger wird das Fangen eines Balles, wenn Menschen mit kleinen Händen, zu denen ja meist auch Mädchen und Frauen zählen, Fingersafe-Handschuhe tragen. Denn hier wird die Fingerstellung bereits durch die Protektoren an der Außenseite vorgeformt. Ist das Fangen eines aufgrund kleinerer Hände und somit kleinerer Kontaktflächen ohnehin schon etwas schwierig, so wird es durch das Fehlen des Federweges bedingt durch die fast starre Fingerstellung noch schwieriger. Das "Überklicken" der Finger, welches meist als Argument zum Tragen dieser Handschuhe angeführt wird, kann man durch eine bessere Ausbildung des Ballkontakts bei fast ausgestreckten Armen und des Umgreifen und Heranziehen an den Körper als flüssigen Defensiv-Aktionsteil üben. Daraus folgend sollte die Aktion mit einer schnellen und guten Spieleröffnung abgeschlossen werden. Wird der Ball erst durch Nachfassen gefangen, so verzögert sich auch die Spieleröffnung, sodass dem Gegner unnötig viel Zeit gewährt wird, sich zu sortieren.


    Bitte schaue einmal nach, welche der zuvor genanten Hinweise für die Sprung- und Fangtechnik bei deiner Keeperin nicht so gut funktionieren. Dann kann ich dir ggf. entsprechende Detailübungen und -erläuterungen dazu geben.


    @Larius
    Es gibt eine Grundregel, nach der beidhändiges Fausten deshalb überflüssig ist, weil man den Ball auch fangen kann. Das Fangen ist in vorteilhaft, weil der gegnerische Angriff abgeschlossen wird und das Eigene eingeleitet wird. Bekommt man hingegen nur eine Hand an den Ball, so kann man ihn fausten oder lenken.


    Natürlich gibt es davon Ausnahmen (z.B. die Sicht versperrt und der Gegner in unmittelbarer Nähe ist, sodass ein sicheres Fangen nicht mehr möglich wäre), aber die sind wirklich sehr selten!

    @Follkao


    Vielen Dank für diesen Link! Darin wird klar ersichtlich, dass lizensierte Übungsleiter für ihr Arbeit honoriert werden sollen. Innerhalb der beschriebenen Rahmenbedingungen wird ersichtlich, dass es keine Unterstützung für teure Trainer geben soll und auch nur ein Teil der tatsächlichen Kosten (max. 5,- € pro 45 Minuten) erstattet werden soll.


    Nicht vergessen werden soll die in vielen niedersächsichen Kommunen übliche Unterstützung der Vereine (meist 5,- € pro jugendliches Mitglied). Auch hier wird in der Begründung die Zweckbindung der finanziellen Unterstützung, wenngleich auch hier keine Überprüfung erfolgt.


    Desweiteren kommen Mitgliedsbeiträge und Erträge aus den Jugend-Veranstaltungen (z.B. Sportwoche) des Vereins. Schließlich gilt es die Mitgliedsbeiträge im Etat zu bewerten.


    Dennoch kann ich nur dann ein perspektivisch gutes Konzept für eine allgemeine Aufwandsentschädigung erkennen, wenn gleichzeitig Transparenz über alle Ausgaben herrscht, bzw. eine Umverteilung von den Senioren- in den Juniorenbereich erfolgt, sodass die jeweiligen Ausgaben aus sich selbst heraus begründbar werden.



    @totog


    Ja, in Bayern scheinen die Uhren wirklich wohl anders zu ticken! Die "Sponsorentafel" und Förderverein innerhalb des Vereins gibts hier schon mehrere Jahrzehnte (leider mit mäßigem Erfolg)! Plete gehen hier vermutlich genau so viele Vereine wie bei euch! Manchmal kann man der Insolvenz knapp entrinnen und landet ein paar Jahre später wieder auf dem "Känguruhberg" (wenn versucht wird mit leerem Beutel große Sprünge zu machen)! Grundsolide Vereinspolitik machen hier meist nur die kleinen Vereine, die sich schon zu JSG oder anderen Spielgemeinschaften zursammen geschlossen haben, um noch irgendeinen Grund zu finden, warum die Gemeinde den Rasen ihrer Sportplätze mäht.


    Eine deutliche Veränderung in der Jugendförderung ist nicht zu erkennen.


    Was hier allerdings absolut kontraproduktiv läuft ist die reisserische Berichterstattung in den Medien sowie einge Sponosren für bestimmte Ligen, wodurch man sich ein großes Stück von der Realität entrückt dargestellt sieht! Das hat mit Fussball im Breitensport manchmal gar nichts mehr zu tun!

    @tams


    Sorry: Ist das wirklich ein E-Jugend Thema? Klar will man die geleistete Trainerarbeit honoriert wissen. Aber man wird niemals alle zufrieden stellen können. Dieser Tatsache wird man sich irgendwann stellen müssen. "Reisende sollte man nicht aufhalten", heißt es ja in diesem Zusammenhang meist. Da steckt ein wenig Wahrheit im Kern!


    Trainieren darf man überall! Soll ja auch so sein, das man sich unbürokratisch mal anderweitig ausprobieren kann. Meist stellt sich rasch heraus, dass woanders auch "nur mit Wasser gekocht" wird.


    Ich bin mir nicht sicher, ob das Gespräch mit den Eltern etwas bringt? Was ist, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass auch das wieder gelogen war? Denen schien es ja auch bislang egal zu sein, bzw. sie hielten den Trainer ihres Jungen für einen Trottel, der von selbst nicht dahinter gekommen ist!


    Natürlich dürfen Kinder/Eltern nicht erwarten, dass ein Trainer jederzeit zitierfähig sprechen kann. Das schaffen manchmal nicht mal die Profitrainer. Trotzdem gibts jederzeit die Möglichkeit auf den Trainer zuzugehen, wenn Redebedarf besteht.


    Es muß m.E. immer etwas von beiden Seiten kommen, sonst investiert man viel Zeit und Nerven und nach wenigen Monaten steht man wieder vor der gleichen Situation?


    In 14 Tagen hast du einen anderen Keeper aus deiner Mannschaft, der nahezu genauso gut ist! Nach weiteren 14 Tagen kräht kein Hahn mehr danach. Vermutlich ist auch die Elternschaft froh, die Unruhe stiftenden Eltern des Keepers los zu sein, um endlich wieder ungetrübten Spaß am Fussball der Kinder erleben zu dürfen?

    m grossen und ganzen machen die Jungs recht gut mit, jedoch wird mir von einigen zu viel gequatscht bzw. gespasst (vor allem beim erklären, nervt es mich).

    Ich glaube, diese Faktoren kann man gar nicht unmittelbar mit fehlender Disziplin in Verbindung bringen?


    Vielmehr können sie aus unterschiedlichen Erwartungen über die gewünschten Erfolgserlebnisse resultieren. Ferner können sie mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten im Erwerb von Fähigkeiten in Verbindung stehen.


    Jedes Kind ist neugierig und es liegt zunächst einmal im Wesentlichen an seinen erwachsenen (Fussball-)lehrer, inwiefern dort die benötigten Impulse gesetzt werden können, damit es für sich so viele Erfolgserlebnisse gewinnt, dass es regelmäßig mit großer Freude zum nächsten Training/Spiel aktiv teilnimmt.


    Eine Störung in der Gruppe ist deshalb mit einer Störung seiner Erwartungen gleich zu setzen. Ausnahmen davon sind Hyperaktivität, deren Auswirkung jedoch zunächst einmal nicht weiter beschrieben wird


    Nun wird man sich als Trainer die Frage stellen, wie man denn die gesamte Bandbreite an Erwartungen vollständig erfüllen kann? Schnell sollte klar werden, dass es nur mit guten Kompromissen möglich ist! Gute Voraussetzungen sind immer dann möglich, wenn vom Trainer weitgehend kein Erwartungsdruck erzeugt wird, sondern seine Trainngssteuerung mit einem interessanten, abwechselungsreichen und altersgerechten Training und sehr viel Lob und Geduld erfolgt.


    Kurzfristige Ziele mit der Erwartung von einfachen Siegen mögen aus Trainersicht vielleicht Erwartungen erfüllen, orientieren sich jedoch im Großen und Ganzen nicht an die Erwartungen der Kinder, für die nicht allein das Spielergebnis, sondern jede Aktion beim Fussball ein Erlebnis darstellt. Bei der Befragung nach den Gründen des Burnout beim Kinderfussball rangierte die Antwort: "Ich habe aufgehört, weil es dem Trainer nur ums Siegen ging" sehr weit oben.

    Viel lieber sind mir hier Sponsoren welche das Geld zweckgebunden an die Jugend zur Verfügung stellen.

    Diese Sponsoren wären mir auch lieber! Leider sieht man sie nur, wenn mal ein Tricot-Satz für eine Jugendmannschaft gesonsort werden.


    Ansonsten binden die Sponsoren ihre finanzielle Förderung fast ausschließlich an die 1. Senioren. Denn dort ist sie der größe Werbeerfolg möglich. Ein Unternehmer setzt je nach Branche ca. 1 - 2 % seines Jahresumsatzes als Werbeetat ein. Der Sport spielt für sie eine wichtige Rolle zur Verbesserung des Image und Generierung zusätzlicher Umsätze durch Kundenbindung (Fan vom Verein = Kunde bei Fa. X)! Selbst in der Vermarktung von Fan-Artikeln erfüllen sie ihren Zweck. Nein, den Unternehmen darf man diesen Vorwurf nicht machen. Denn sie handeln nach Gewinnmaximen, nicht nach der Bedeürftigkeit innerhalb eines Vereins.
    Ein Vorwurf ist eher den Vereinsverantwortlichen zu machen, die sich nicht ausreichend um ihren Nachwuchsbereich kümmern. Häufig hört man, dass der Jugend-Mannschaftstrainer sich selbst um die Finanzierung neuer Tricots um einen Sponsoren kümmern soll.
    Es wird leider meist in den kleineren Vereinen nicht einmal der Versuch unternommen, wenigstens einen Teil der Sponsoreneinnahmen auch für den Jugendbereich verwenden zu dürfen. Denn eigentlich müssten ja beide Seiten das gleiche Ziel verfolgen, eine dauerhafte erfolgreiche Partnerschaft einzugehen, die jedoch nur über eine erfolgreiche Jugendarbeit möglich ist. Weil jedoch Unternehmen (im Gegensatz zu Vereinen) stets kurzfristigere Ziele verfolgen, bedarf es zusätzlicher Überzeugungsarbeit und es bedarf konkreter Pläne, was der Sponsor für seine finanziellen Aktivitäten erwarten darf. Ansonsten wird er seinen Werbeetat für anderweitige Ziele einsetzen und man wird kein Unternehmerherz für seinen Verein gewinnen können, was ihn auch dann noch zuverlässig unterstütz, wenn das eigene Kind dort nicht mehr spielt!


    Natürlich besteht ein günstiges "Betriebsklima" nur dann, wenn Herz (regelmäßiges Lob fürs Engagement) und Verstand (angemessene Entschädigung der privaten Aufwendungen) in einem günstigen Verhältnis stehen. Andererseits provitiert aber auch der Verein von dieser Möglichkeit einer langfristigen Bindung guter, erfahrener Trainer über eine gute Nachwuchs-Ausbildung ein gutes Image und insgesamt wachsender Mitgliederzahlen.


    In welcher Weise sich die Finanzquellen für die Aufwandsentschädigung gliedern, dass ist sicher von Verein zu Verein unterschiedlich, jedoch möglich!