Beiträge von TW-Trainer

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    @Chris


    Ich es es auch so! Denn solange nicht ein Mindestmaß an Fitness und Technik vorhanden ist, braucht man sich nicht darüber unterhalten, ob man seine Mannschaft dazu bringen kann, gleichzeitig zu denken und zu laufen. Denn was nicht ohne Zeitdruck klappt, das klapt auch nicht mit Zeitdruck.


    Wer sich auch nüchtern kaum auf den eigenen Beinen halten kann, der kann die Augen gar nicht vom Ball oder dem Gegner abwenden, wenn er nach eigenen Erfolgserlebnissen beim Fussball finden will. Denn auch die "Bodenscanner" haben eine Berechtigung Fussball zu spielen.


    Wie wichtig gegnerorientiertes Spiel ist, zeigt sich immer wieder in den finalen Dribblings der Strafraumszenen.


    Allerdings sollte auch ihr Trainer so einsichtig sein, um das Team nach einem bleibenden Spielsystem zu schulen, anstatt sich evl. der Gegnerstärke anpassen zu wollen. Denn jeglicher Wechsel einer noch nicht hinreichend verstandenen oder umsetzbaren Taktik führt nur zu einer weiteren Verunsicherung in der Mannschaft.


    Die Frage, warum das ballorientierte Spiel nicht geklappt hat, wurde bereits analysiert. Nun gilt es die Ergebnisse daraus erfolgreich umzusezten. D.h. das eigene Tor gut abzusichern, um aus einer sicheren Abwehr heraus seine Angriffe zu starten.

    Ich finde es schon wichtig, dass man in einem Forum wie diesem das Theam FPL von allen Seiten beleuchtet. Dazu gehört es auch, dass bereits in diesem Alter aktiv und teilweise aggresiv abgeworben wird und im Leistungszentrum andere Maxime gelten.


    Unbestritten gehen die Meinungen über den Kinderfussball sehr weit auseinander. Sie allein auf die FPL und die F-Jugend zu beschränken, das wird schon deshalb schwierig, weil es ein Davor und Danach gibt.


    Unter dem Link http://www.t-online.de/eltern/…ein-zum-talent-kommt.html ist der vollständig Bericht nachzulesen
    In den Kernaussagen wird bestätigt, dass man sich dessen bewußt ist, KInder gegen die ausdrücklichen Willen der Vereine wegzunehmen, deren sportliche Möglichkeiten dadurch zu schwächen, weil man sehr viel Geld damit sparen kann, schon früh billig Kinder zu bekommen, als wenn man von anderen Vereinen für sehr viel Geld teure Spieler kaufen muß. Auch Sponsoren entsenden bereits ihre Scouts für die Werbegesichter von morgen. Ob dabei die meisten Kinder über die Klinge springen, ist ihnen egal. Denn Geld kennt keine Moral.


    Die Frage, ob dein Dorfverein nach ähnlichen Maximen handeln sollte, stellt sich nicht. Und wenn, dann nur ganz kurz, bis sich der eigene Großsponsor ein neues Spielzeug sucht, über dessen Hilfe er sein Image aufpolieren möchte. Denn der Fussballsport interessiert ja die meisten Mäzene gar nicht, sondern nur, dass ihr Name möglichst oft und in einem guten Zusammenhang erwähnt wird.


    An die Außendarstellung der derzeit 55 NLZ dieser Proficlubs haben sich mitlerweile die Fussballinteressierten gewöhnt. Über die Innendarstellung gibt es nur vereinzelt und meist lückenhafte Darstellungen, weil hier und da schon mal im Namen der Wissenschaft Kinder und Jugendliche befragt wurden. Eltern wurden eigentlich noch gar nicht gezielt befragt. Auch hier gibt es nur hin und wieder Wortmeldungen von Eltern, deren Kinder sich gerade in einem NLZ aufhalten, aber nur sehr selten meldet sich ein Vater oder eine Mutter zu Wort, dessen Kind plötzlich ganz schnell weg vom Fenster war.


    Aber die Frage ist ja auch, ob sich die vielen Tausend F-Jugend-Mannschaften den Maximen der 55 NLZ anpassen müssen oder umgekehrt? Oder ob diese NLZ nur noch auf Augenhöhe untereinander und nach eigenen Regeln ihre Spiele austragen sollten?


    Beim NFV hat es diesen Versuch bereits nach der Einführung der 9-er Teams in der D-Jugend in Form einer "wilden Landesliga" mit 11-er Teams vor einigen Jahren gegeben. Weil es hier oftmals nur die Kreisliga als höchste Liga gab, spielte man gegen Teams, denen man zuvor ihre Leistungsträger beraubt hatte und aufgrund dieser Schwächung chancenlos gegen diese Auswahl-Teams waren.


    Die Spiele fanden erst unregelmäßig, dann immer seltener statt, was als Folge hatte, dass man zwar weiterhin regional für Furore sorgen konnte, jedoch gegen ausländische 11 - Teams schlecht aussah. Weil man sich aber bereits im nahen sportlichen Umfeld durch die Schaffung eigener Gesetze genügend Feinde gemacht hatte, stellte man die "wilde Liga" schon nach Ablauf einer Saison wieder ein.


    Jedes NLZ sollte sich also gut überlegen, ob und wie lange es im Einzugsgebiet "verbrannte Erde!" hinterlassen kann? Denn im Zeitalter des Internet spricht sich all das in Windeseile herum, was vormals gern unter den Teppich gekehrt wurde. Informationen suchen sich ihren eigenen Weg und bricht jemand sein Schweigen, so gibt es gleich Hunderte, die auf diesen neuen Zug aufspringen.


    Wer beim o.g. angeführten Bericht zwischen den Zeilen liest, wird feststellen, dass man selbst in Bayern, wo die Welt lange in Ordnung war, nunmehr auch beim Thema, wie man mit Kindern im Fussball umgeht, in die Offensive geht.

    Das Leben ist ein Wettkampf.

    Der Satz gefällt mir!


    Du kannst mit 99,9 % unserer Profis ein Bier zusammen trinken, weil die in ihrer knapp bemessenen Freizeit gern "alle Fünfe gerade sein lassen" und man gemütlich mit ihnen plaudern kann. Aber sobald sie das Spielfeld betreten, dann werden "Kampfmaschinen" aus ihnen.


    Wenn hier oben angekommen ist, der braucht ein paar echte Freunde! Aber brauchen das unsere Kinder nicht auch?


    Der Unfug mit Zensuren in der Grundschule steht ja bereits in einigen Bundesländern auf dem Prüfstand. Man möchte die nichtssagende Note durch eine persönliche und faire Bewertung austauschen.


    Ich bin da ganz bei Andre: das Hobby sollte ein Hort von Freude mit Freunden sein und keine Stätte des Machtkampfs und des Verdrängungswettbewerbs. Wer noch in diesem tradionellen Denken verharrt, der verkennt in meinen Augen nicht, dass sich der Fussball längst nicht mehr auf einem Elfenbeinturm befindet, wo man seine Ziele bzw. Machtansprüche nach Belieben durchsetzen kann, weil es genug Kinder und Eltern gibt, die das geduldig mitmachen. Wer seinen Verein zukunftsfähig machen möchte, der sollte zunächst einmal seine Mitglieder fragen, was sie wollen? Diese Meinungsvielfalt könnte dann eine wichtige Entscheidungshilfe für die Verteilung der Recourcen sein.


    Der Übergang von der FPL zum Fussballcamp und zur Fussballschule ist aus den vorgenannten Gründen gar nicht so schwer!


    Kinder bringen sehr gute Leistungen in der Schule, wenn sie dafür gelobt werden. Eine schlechte Note in einer Arbeit zieht Frust beim Kind nachsich. Denn es hat sich größte Mühe gegeben, wurde jedoch dafür nicht belohnt. Die Folge ist: es mag diesen Unterricht nicht mehr und sein Engagement dafür reduziert sich nach jeder weiteren schlechteren Note. Schließlich fühlt es sich ausgegrenzt und versucht andernorts sein Wertgefühl aufzubessern. Kann es diesen Bedarf auch nicht im Hobby befriedigen, so fühlt es sich aus der Gesellschaft ausgegrenzt. Weil hier Schule und Hobby versagt haben, ist eine Karriere abseits der Gesellschaft sehr wahrscheinlich.


    In den Fussballschulen und -camp wird den Kindern etwas geboten, wo mit sie so gar nicht gerechnet haben. Man lobt sie stets und ist nett zu ihnen. Ja, man darf sogar für wenige Stunden der Held sein und sich dabei fühlen wie Ronaldo, Messi und Co. Jedoch empfindet das Kind dabei keinerlei Leistungsdruck über das, was es selbst gerne macht. Mit anderen Kindern zusammen spielen, sich dabei in Wettkämpfen zu messen und sicher zu sein, dass man für seine Mühe von den Erwachsenen gelobt wird. Wie soll hier das Kind einen Leistungsdruck empfinden? Wenn überhaupt von überehrgeizigen Eltern, die meinen, das Kind müsste nach ein paar Stunden eines etwas anderen Fussballs der Profispieler von morgen sein und ist dann enttäucht, dass Andere das nicht so sehen.


    Wie ich bereits sagte, sind die Verbände und der DFB ein wenig dünnhäutig beim Thema FPL. Einerseits sehen sie Notwendigkeiten einer Veränderung einer immer mehr ausufernden Gewalt durch Erwachsene beim Kinderfussball, andererseits wollen sie den bewährten Pfad des Fussballs als Wettbewerb um Punkte, Meisterschaften und Pokale nicht verlassen und sehen im Auf- und Abstiegskampf eine ausreichende sportliche Basis, dass sich die Gegner auf Augenhöhe begegnen. Dies erklärt ihre abwartende Haltung, ob sich die FPL durchsetzt und ihr enerigisches Argumentieren, wenn es darum geht, die Ergebnisse könnten evl. auch andere Altersgruppen in die FPL-Liga führen. Hier sieht man in den Vereinen den "schwarzen Peter", weil man dort teilweise nicht genügend Anstrengungen unternimmt, für geordnete Abläufe am Rande der Kinderfussball-Matches zu tun!

    Joh mei! Dann verliert man eben diese Spiele. Ist das wirklich ein Drama?

    Es soll sogar schon Vereine gegeben haben, die fortan diese "gekaufen" Teams von Sponsoren, die darüber ein neues Spielzeug gewinnen und ihr Image polieren wollen, einfach ignoriert haben durch:


    1. das Team wird nicht zu Freundschaftsspielen und Turnieren eingeladen
    2. mit tritt im Pokal- und Punktspiel gegen dieses Team nicht an


    Wenn das alle Vereine bei diesem Gegner so machen, sieht es besonders blöd aus! Besonders für den neuen Sponosr!

    ch bin mir wirklich nicht sicher, wie nahe du an der Basis sitzt und die Realität objektiv kennengelernt hast. Hier in der Gegend hat eben erst ein Bauunternehmer Millionen in einen Stadtverein gesteckt und von einem anderen Verein von der D-Jugend aufwärts alle Trainer abgeworben. Was denkst du, was der vor hat? Fair Play und Spaß oder den Aufbau seines "Lebenswerks", mit allen Konsequenzen? Und der Vorstand hat diesen Einstieg des Großsponsors gefeiert. Andere Vereine sind immer noch zerknirscht, warum er nicht bei ihnen eingestiegen ist. Und gegen die müssen wir spielen.

    Bei euch scheint es einen gewissen Nachholbedarf zu geben, weil man in anderen Gebieten bereits genügend Erfahrungen mit Sponsoren, die über ihr Geld weitreichende Entscheidungsbefugnisse erlangen wollen und wenn die dann nicht zum kurzfristigen Erfolg führen, ohne besondere Angabe von Gründen ihre Zuwendungen einstellen, wodurch der Verein in sehr vielen Fällen wieder bei Null anfangen muß. Nicht selten geht es mit einer Insolvenz einher, durch die auch noch das Tafelsilber weg ist, welches von den Ehrenamtlichen in mühevoller Eigenleistung über Jahre aufgebaut wurde. Die mittlere Halbwertszeit der als gern "Lebenswerke" verkauften Modelle soll zwischen 3 und 5 Jahren liegen. Allerdings greift man in der Propaganda gern auf ein paar etablierte Modelle (z.B. Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim, Leibzig) zurück, um die vielen anderen Modelle, die schief gegangen sind, vergessen zu machen. Nürnberg war ja auch mal erstklassig. Die Greuther Fürth verkauften ihren Verein mehr oder weniger freiwillig an Thomas Sommer. Allerdings hat man wenig Zuschauer, weshalb man sich gern über ausgebildete Talente (als Ware) finanziert, weshalb das mit der Identitätsfindung und Traditin dort so eine Sache istß Aber lassen wir das bessr, sonst müßte man noch ein Riesenfass aufmachen. Hier gehts primär um die FPL als Fazit.


    Ich glaub, der Andre weiß nicht so viel mit Narzismus anzufangen, weshalb jeder, der nicht so denkt und tickt wie er, für ihn ein Narzist ist? Das wolln wir ihm mal verzeihen oder? Nicht jeder Trainer hat ein ausreichend dickes Schulterpolster, um zwischen gerechtfertigter und ungerechtfertigter Kritik unterscheiden zu können.


    M.E. geht es in der FPL darum, wie man die Grundregeln allgemein verständlich an die in der F-Jugend dominanten Laien (Trainer, Eltern) kommuniziert. Denn wer etwas noch gar nicht kennt, der kann es nicht beurteilen, neigt jedoch manchmal zu Vorurteilen. Gibt es jahrelange vorwiegend erfolgreiche Erfahrungen mit den FPL-Regeln, so werden sie immer weniger infrage gestellt.


    Die Uneinsichtigkeit wird jedoch fast immer von Außen in den Kinderfussball hinein getragen. Unser Huhn hat dafür sehr viele und auch nachvollziehbare Beispiele genannt.


    Den "Kindern ihr Spiel zurück geben" kann nur gelingen, wenn man selbst Verantwortung dafür übernimmt, dass sie diese Rahmenbedingungen haben. Die FPL-Regeln sind so einfach, dass sie binnen weniger Minuten zu verstehen sind! Fangt nicht bei Denen an, die etwas dagegen haben, sondern bei euch, die etwas dafür tun wollen, dass die Kinder mit ihrem Hobby zunehmend Spaß gewinnen.

    Hab mir mal den Spaß erlaubt und die aktuell schnellsten Profi-Fussballspieler heraus zu suchen.


    1. Kein Deutscher unter den Top 11 (wie konnten wir mit so einer lahmen Mannschaft nur Weltmeister werden?)
    2. Arjen Robben ist Schnellster (ohne Holland fuhren wir zur EM)
    3. Die meisten der Top 11 Spieler sind Flügelstürmer (da hätte man auch von allein drauf kommen können, denn dort wo der Raum vorhanden ist, kann man die Schnelligkeit häuiger nutzen),
    4. Jeweils 1 Mittelfeld- und 1. Abwehrspieler gehören zu den 11. Schnellsten


    Ohne Zweifel geht die Grundschnelligkeit in Form von "Serien-Sprint" zur Laufsportart Fussball. Aber:


    1. Warum können die zentrale Spieler und selbst die Spieler in der Kette langsamer sein als ihre Gegenspieler im Raum
    2. Kann man durch die Verengung des ballnahen Raumes nahezu alle Vorteile einer Sprintschnelligkeit neutralisieren
    3. Warum wollen wir den "klassischen Mittelstürmer" als Strafraumspieler zurück


    Wenn man sich Gedanken über Trainingsmethoden macht, sollte man keine Ziele in den "blauen Dunst hinein" planen oder sich auf frühere Ergebnisse, die unter anderen Bedingungen zustande kamen, berufen. Nur etwas trainieren zu lassen, weil es Andere auch so machen, mag vielleicht auf den ersten Blick hin beruhigende Wirkung haben. Aber spätestens, wenn ein Trainer mit einer neuen Taktikvariante kommt, sollte man einen Plan B in der Tasche haben, für desen Ziel auch ein Training notwendig ist. Insbesondere die Fähigkeit einer körperlichen wie geistigen Agilität, welche sich auch nach außen hin als Zielstrebigkeit erkennen läßt, scheint hierbei ein lohnendes Ziel zu sein. Denn nur allein rennen reicht nicht (mehr), wenn der Gegner beim Laufen gleichzeitig denken kann!


    Denkt mal drüber nach?, wenn ihr ein wenig Abstand zum Fussballalltag findet?!

    Solche Eltern verweisen dann oft auf sehr autoritäre Trainer sog. "Vorzeigemannschaften". Mal mit Namen und Adresse: Mein Team hat im vergangenen Winter im Rahmen eines Hallenturniers gegen die F1 von Greuther Fürth gespielt. Da wir uns gemeinsam eine Kabine teilten, durfte ich der Ansage des Trainers an seine Jungs zuhören: "Wenn ich reinrufe, hinhören. Wenn ich beim Reinrufen euren Namen nenne, steht ihr kurz vor der Auswechslung". Und so lief es dann auch.

    Manchmal braucht es auch ein bißchen Polemik, um auf Widersprüche aufwerksam zu machen!


    Wenn man als Trainer wenigstens das Gefühl hat, das Kind hätte a. überdurchschnittliche fussballerische Fähigkeiten, b. wechselt in einen gut geführten Verein, c. bekommt einen kompetenten Trainer mit altersgerechtem Führungsstil, dann könnte man sich vielleicht ein wenig über die Würdigung der eigenen Trainerarbeit freuen. Leider aber enden sehr viele Wechsel aus Leistungsgründen in der F-Jugend nicht gut. Oder glaubst du, dass von diesen F-Jugend-Kindern bei Greuther Fürth noch viele in deren C-Jugend spielen werden?


    Kannst dir ja als Maßnahme überlegen, beim nächsten Turnier die Eltern von wechselwilligen Kindern mit in die Kabine zu nehmen, damit die sich mal davon überzeugen können, dass in der dortigen F-Jugend auch nur mit Wasser gekocht wird. Kannst sie ja danach fragen, ob sie immer noch glauben, ihr Kind würde schon sehr bald ins Schlaraffenland des Kinderfussballs wechseln?


    Warum verlangen Eltern, dass ihre Kinder überall die Besten sein müssen? Machen sie sich bewußt, dass durch diesen künstlich erzeugten sehr frühen Druck auf die Kinder eigentlich nur ihr eigenes Selbstbewußtsein befriedigt werden soll? Aber drängt nicht auch unsere Gesellschaft durch besondere Normen zum Verdrängungskampf, weil in der Schule Zensuren nach Erwachsenenregeln statt fairer Beurteilung der kindlichen Entwicklungsphase erfolgen? Wen wundert es da im Sport, wenn schon der 2. Platz als 1. Verlierer wahrgenommen wird? Wie sollen Kinder überhaupt team- und kompromisfähig werden, wenn nur ihre eigenen Ziele zählen dürfen und das uneingeschränkt auch auf Kosten der Anderen? Denn nichts anderes verlangen ja die Eltern dieser "besonders förderungswürdigen" Spieler von den Trainern. Und werden wir nicht selbst zu erpressbaren Mittätern statt Vorbildern, wenn wir diesem egoistischen Verlangen der Eltern nachgeben?


    Vereinbare doch zukünftig vor einem Vereinswechsel zunächst mit den Eltern, das Kind einige Male in der Mannschaft des anderen Vereins trainieren und/oder in Freundschaftsspielen mitmachen zu lassen! Auf diese Weise bekommen Eltern und Kind einen echten Vergleich, können sich besser entscheiden und brauchen ihre Entscheidung nicht zu bereuen. Ein besonderes Merkmal unseriöser Vereine ist, dass sie auf Zeit drängen, damit Kind und Eltern nicht realisieren, dass dort auch nur mit Wasser gekocht wird!


    Ich denke mal, dass es hier im Forum ausreichend Trainerkompetenz gibt, um sämtlich aufgeführte Arguemte kritisch unter die Lupe zu nehmen. Leider dürfen nicht alle die "schwarzen Schafe" nennen. Aber das sollte man dann auch ohne Namensnennung erkennen. Und um die gehts hier, nicht um die Anderen, für die kein Grund zur Sorge besteht.

    1. Im Breitensport haben langfristige Ziele (z.B. hohe Identifikation mit der Mannschaft, dem Verein) der Spieler absolute Priorität
    2. Diese Identifikation sollte durch hohe Teilnahme am Triaining und Spiel jederzeit präsentierbar sein
    3. Bei Spielern, die glauben nicht am Training teilnehmen zu müssen, ist keine ausreichende Identifikation vorhanden.


    Deine 3 Spieler könnten sicher in höheren Ligen spielen. Aber dort müßten sie sich dem engen taktischen Konzept des dortigen Trainers unterwerfen. Dazu haben sie aber keine Lust und scheuen darüberhinaus den zeitlichen Mehraufwand fürs Training.


    Desweiteren ziehen besonders starke Spieler in einem Team immer auch lange, schwarze Schatten bei der mangelnden Weiterentwicklung des Rests deiner Mannschaft. Denn statt im Spiel selbst Verantwortung zu übernehmen und Risikobereitschaft zu zeigen, werden diese Spieler gesucht. Hinzu kommt, dass für diese 3 Spieler andere Kollegen gern spielen würden, aber auf der Resevebank sitzen, wo sie sich nicht verbessern können, schließlich die Nase voll haben, den Verein verlassen oder die Fusballschuhe an den Nagel hängen.


    Schließlich sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es sich die 3 Spieler jederzeit anders überlegen könnten, obwohl sie zuvor ihre Vereinstreue geschworen haben. Da sollte man als Trainer besser nicht runterschauen, wenn einem das Wasser schon bis zum Halse steht!


    Besser, man schafft die nötige Ruhe im Team vor der Saison, denn dann kann man sich um den Fußball kümmern, statt ständig Brandherde ausserhalb des Platzes austreten zu müssen.


    Aber dein Vorhaben scheint m.E. so kaum realisierbar zu sein! Bei 30 Spielern für 2 Teams wirst du schon nach ein paar Spieltagen nicht mehr überlegen, wer in der Startelf steht, sondern wie du überhaupt 11 Leute (Beruf, Urlaub, Krankheit, Verletzung, wichtiger privater Termine) für ein Punktspiel in beiden Teams auf den Platz bekommst? Man braucht schon mindestens 20 Spieler pro Senioren-Team, um diese Abwesenheitsquote gut überbrücken zu können. Das wären dann schon 10 Spieler, die insgesamt fehlen.


    Es gilt die Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen und die nach einer dauerhaft besten Lösung zu suchen.

    Wenn ich mich wegen der FPL aufrege, bekomme ich keinen Stress mit dem Abteilungsleiter, aber wenn über das Jahr 2 Top-Spieler der F1 gehen, fragt er sehr intensiv nach, warum ich die nicht halten konnte.

    Wenn dein Abteilungsleiter hier mitliest, dann wird er sich erst recht aufregen, weil er das Gefühl bekommt, du würdest dich nur zum Schein über die FPL aufregen. Aber das ist wohl die spezielle Bayrische Form von Logik, weil man dort nichts mit abweichenden Meinungen anfangen kann?


    Es gibt sicher jede Menge durchgeknallter Eltern, die ihre Kinder mit illusorischen Vorstellungen wie Sauerbier den Vereinen anbieten, ist wohl nicht ganz neu? Manchmal wird es ihnen sogar leicht gemacht, weil bereits Trainer anderer Vereine auf dem Parkplatz der Kreisauswahl (später DFB-Stützpunkt) auf sie warten, um ihnen das zu erzählen (Talente müssen in unseren Verein wechseln, wenn etwas aus ihnen werden soll), was sie gerne hören.


    Was ich jedoch nicht verstehe ist, dass du bereits selbst Erfahrungen im Leistungsport sammeln konntest, aber dich ausserstande siehst, dich mit Eltern argumentativ über Anspruch und Wirklichkeit zu unterhalten? Denn über Bambini oder F-Jugend-Spieler, die aus diesem Grunde wechseln wollen, da braucht man sich doch nun wirklich nicht unterhalten, weil hier jegliche Erfolgsprognose unseriös wäre. Das Kinder in diesem Alter nicht spüren, dass sie fremdgesteuert werden, bzw. in der einen Minute das Eine und schon in der Nächsten genau das Gegenteil davon, ist ebenfalls nichts Außergewöhnliches.
    Erwachsenen sollte man schon zutrauen, die kindlichen Motive hinreichend zu verstehen, um mit ihnen gemeinsam nach geeigneten, altersgerechten Lösungen zu suchen.


    Wenn ich mich wegen der FPL aufrege, bekomme ich keinen Stress mit dem Abteilungsleiter, aber wenn über das Jahr 2 Top-Spieler der F1 gehen, fragt er sehr intensiv nach, warum ich die nicht halten konnte.


    Das hier die Sichter vorab Verhaltenshinweise an Trainer und Eltern geben, sollte erwähnt werden. Allerdings könnte diese Funktion der Aufklärung über die FPL für die F-Jugend auch beim 1. Saisonspiel durch den Jugendleiter des Heimatvereins realisiert werden. Der Einfachheit halber könnte ein Standardtext verlesen, als Bestätigung der Kenntnisnahme durch die Trainer der beiden Teams unterschrieben und beim Staffelleiter archviert werden.


    Selbstverständlich sollen auch die Kinder und Eltern dazu anwesend sein. Allerdings tragen die Trainer bzw. ihre Vereine die Verantwortung über die Einhaltung der FPL-Regeln.

    @Sueditaliener


    1. Kader von 30 Spielern für 2 Teams definitiv zu wenig (würd mich schon mal mit dem A-Jugend und Alte-Herrentrainer unterhalten), um über die Saison zu kommen
    2. Ruhe in der Mannschaft bereits vor der Saison schaffen (in der B-Klasse spielt man aus Spaß, also schmeiß die 3 Idioten schon vorher raus, dann bekommst du auch keinen Ärger)
    3. Trainer und Training für 2 Mannschaften, das geht nicht gut! (aber das wirst du schon nach ein paar Wochen selbst merken (schaut euch schon mal nach einem 2. Trainer um)


    Viel Erfolg!

    Der Sparkassen Cup in Niedersachsen ist für alle Vereine des äteren E-Jahrgangs Pflicht. Dadurch wird dieses Turnier zu einem der größten europaweit.
    Und es wird ohne Schiri gespielt.
    Gleichzeitig ist das auch noch Schwerpunkt der Sichtung für die niedersächsischen Stützpunkte.
    Da wird sicher ne Menge Ehrgeiz dabei sein.
    Hat jemand Erfahrungen, wie das da klappt?

    Das ist vielleicht eine gute Idee auch für andere Gebiete, um einerseits den natürlichen Ehrgeiz der Kinder als Mannschaft wie auch als Spieler sich bestmöglich zu präsentieren und andererseits den Trainer-Neulingen zu zeigen, dass es auch ohne Schiedsrichter sehr gut funktioniert. Denn viele Neulinge glauben, dass man gar nicht ohne Schiedsrichter Fussball spielen kann. Wer an so einem Turnier teilgenommen hat, der dürfte wohl kaum noch auf die Idee kommen, die Kinder würden durch das Fehlen eines Schiedsrichters davon abgehalten, ihren Fussball zu zelebrieren. (Wie sagte einst Herbert Grönemeyer: ...KInder an die Macht ...!)


    Denn ich habe das Gefühl, dass hier weitaus mehr über Vorurteile gegenüber etwas, was man noch nicht so gut kennt, als über das eigentlich typische Spiel, was ohne Schiedsrichter lediglich nicht so häufig unterbrochen wird, aber ansonsten gleich bleibt. Es hat meist sogar eine deeskalierende Wirkung, wenn sich die Trainer an ihre Vorbildfunktion halten. Denn wenn sich die Kinder auf beiden Seiten kleinere Fehler mühelos verzeihen, dann wächst auch das Vertrauen der anwesenden Eltern.


    Im F-Jugendbereich ist wohl die Gefahr besonders groß, dass dort aus Mangel an Fachwissen ein Streit herauf geschworen werden kann. Deshalb braucht es gerade hier eine besonders gute Unterstützung im Verein. Allerdings sollten sie erkennen, dass die schnelle Lösung über "Trainervater" längst nicht immer die Beste ist. Denn wenn man schon mit dem Gefühl zum Training und zum Spiel geht, ein Notnagel zu sein, weil man niemand anderen gefunden hat, dann ist das keine gute Basis sie in seinen Aufgaben weiterentwickln zu wollen.


    ich denke mal zum "Strafen-Wahn" als erfolgreiches Mittel ist eigentlich schon genug gesagt worden? Die Argumente dafür sind ja auch sehr dünn! Egal ob es sich um den Autoverkehr handelt (die Schweizer sind gegenüber Ausländern besonders freundlich, wenn sie genug Schwarzgeld bei sich haben, ansonsten kann man aufgrund der vielen Baustellen die Höchstgeschwindigkeit gar nicht erreichen. In den Niederlanden ist es ähnlich aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens. Bei uns gäbe es sicher auch andere Temporegeln und höhere Strafen, wenn es hier nicht so eine große Automobil-Lobby gäbe? Warum gabs wohl ausgerechnet für die alten Autos eine Verschrottungsprämie? Die hätte man doch genauso gut für Wohnzimmereinrichtungen, Kühlschränke oder Fahrräder geben können? Die Todesstrafe in einigen großen Ländern schreckt auch keine Mörder ab und selbst die in den USA üblichen Gebrauchsanleitungen, in denen man bei einem einfachen Haushaltsgerät das Gefühl hat, ein Atomkraftwerk gekauft zu haben, ändert nichts an der teilweise miesen Qualität. Auch unsere Gesetzbücher werden immer dicker, aber dennoch gibts immer noch Menschen, die meinen, sich nicht daran halten zu müssen. Aber ich denke, es ist hier ein Fussball-Forum, weshalb man nicht über Gott und die Welt diskutieren sollte!)


    Klar wird es immer nachrückende Trainer geben, weshalb ein gutes Jugendkonzept die Organisation erleichert. Denn an diesem Konzept lassen sich über 90 % aller auftretenden Fälle transparent für alle Beteiligten klären. Endgültige Lösungen wird es auch nie geben, weshalb selbst ein gutes Konzept an seine Veränderungen angepaßt werden muß!

    @BigMacWilli


    Natürlich auch herzlichste Glückwünsche von mir! Bei der Eignungsprüfung wird immer auch geschaut, ob es sich beim Kandidaten um eine Person handelt, denen man eine Traineraufgabe im Leistungsfussball zutraut.


    Je nach dem, wann du deine TW-Karriere an den Nagel gehängt hast, wird in der Praxis sicher auch einiges Neues auf die zukommen. Man muß ja noch selbst einen Ball aus dem Winkel fischen, aber wissen und vermitteln, wie es geht! Die Techniken bringen Ex-Keeper in ausreichendem Maße mit. Unterschiedlich ist jedoch die Torwart-Taktik (früher hinter einem Libero und heute hinter einer Kette). Hinzu kommt natürlich auch die beidfüssige Ballverarbeitung mit präzisen Flanken für eine gute, sichere und schnelle Spieleröffnung. Wenn man das drauf hat, dann kann man seine Keeper schon sehr gut fordern. Fürs Mental-Training gibt es ebenfalls deutliche Unterschiede von früher und heute. Früheren Keepern wurde häufig vermittelt, dass es dann ein gutes TW-Training war, wenn man anschließend total platt war. Dementsprechend waren die Wiederholungen angesagt. Heutzutage sind die Keeper meist eher im Kopf ermüdet, als in den Beinen, weil sie flexibler im Raum agieren sollen und weil ihre Handlungsschnelligkeit so erhöht wurde, dass es zwischen einer Defensiv- und Offensivaktion einen fließenden Übergang gibt. D.h. auch der Keeper muß bei der Ballannahme schon wissen, wie der eine gute Spieleröffnung einleiten kann.


    Aus den vorgenannten Gründen sollte auch der TW-Trainer ein gutes taktisches Verständnis für Spielsysteme mitbringen, damit er sich bestmöglich mit dem Mannschaftstrainer austauschen kann.


    Will man hingegen Beides, so bedarf es zunächst eines Übergangs der Sichtweise auf Spiel, in dem man nicht nur die Defensive rund um seinen Torwart, sondern das gesamte Spielfeld im Blick hat. Auch bedarf es einen guten Planung für die jeweilgie Alters- und Leistungsgruppe, die sich nicht unbedingt immer mit denen des Keepers deckt. Allerdings wird auch der Keeper immer mehr zum Feldspieler, sodass der Anteil seiner Offensivaktionen wächst. Da kann es gar nicht schaden, wenn er sich dort regelmäßig Erfahrungen holt, die er beim TW-Training in dieser Intensität und Schwerpunkt nicht bekommt.


    Beides hat seinen Reiz! Aber meist braucht man sich nicht zu entscheiden, weil Andere einem diese Entscheidung abnehmen. Denn gute Trainerarbeit zieht fast immer auch gute Angebote nach sich. Dazu drücke ich dir selbstverständlich die Daumen! Die Einstellung: man soll niemals nie sagen, paßt schon ganz gut. Denn man sollte sich auf neue Herausforderungen freuen und dabei den Teil der guten Erfahrungen aus der Vergangenheit mitnehmen. Alles Andere führt ja zu nichts.

    Ermüdungsbrüche im Breitensportbereich?!?

    Ist vielleicht nicht so ganz passend ausgedrückt? Ermüdungsbrühe kommen besonders im Profi-Fussball vor, wo trotz deutlicher Anzeichen des Körpers weitergemacht wird.


    Allerdings gibt es sehr viele Verletzungen im Breitensportbereich, die auf fehlende Fitniss zurück zu führen sind. Denn leider nicht mit der körperlichen Leistungsfähigkeit auch die geistige Leistung (Konzentrationsfähigkeit) ab, wodurch die Gefahr von Verletzungen ansteigt. Allerdings ist das Spieltempo im Breitensport meistens so niedrig, als dass genügend Regenerationsphasen vorhanden sind.


    Man sollte körperliche Fitness jedoch nicht mit der Fähigkeit es im Jogging-Thempo einige Kilometer aushalten zu können, verwechseln. Denn diese Form der reduzierten Bewegung ist nicht spielnah, weil es hier überwiegend Bewegungsabläufe zu 80 oder 100 % der eigenen Sprintgeschwindigkeit gibt.


    Fitness ist jedoch individuell unterschiedlich, weil auch ihre Grenzen verschieden sind. Was für den Einen an Trainngsunterstützung reicht, kann für den Nächsten zu wenig sein. Auch deshalb braucht es ein abwechselungsreiches Training, damit "Sprinter-" wie "Ausdauertypen" ihr jeweils benötigte Fitness bekommen. Schon deshalb wäre eine einseitige Forderung nach Dauerlauf während der Trainngsfreien Zeit gar nicht für alle Spieler in ausreichendem Maße geeignet.


    Wer fit genug ist, der braucht nur eine kurze Aufwärmphase, in der die Muskeln mit Sauerstoff angereichert werden und er vom Alltag abschaltet und so auf neue Aufgaben vorbereitet ist. Wer sich nur beim Training oder dem Spiel bewegt, der wird fast immer ein höheres Verletzungsrisiko haben, weil seine Muskeln lediglich in kurzen Phasen trainiert werden.


    Während im Kinder- und Jugendzeitraum die Knochen noch flexibler sind, soll ein gleichermaßen ausreichender Muskelapparat das ausgehärtete Knochenskelett vor Verletzungen schützen. Schaut man sich einmal die Statur von Langstreckenläufern an und vergleicht sie mit Sprintern, dass stellt man hier deutiche Unterschiede im Muskelaufbau fest, sodass Langstreckenlauf als wenig vorteilhaft fürs Laufverhalten im Fussball gesehen werden darf.


    Die Nationalmannschaft läuft am Liebsten fürs Werbefernsehen! Aber vielleicht sollte man extra noch dabei schreiben: "Für Risiken und Nebenwirkungen" lesen sie die Grundlagen des Kinder- und Jugendfussballs in www.dfb.de?

    Ferner...solange Ihr/Wir/Jemand auch noch nach Jahrzehnten des Versuchs...des Wattebäuschenwerfens...des den Mund fuselig reden...das weiter propagiert...sollte man mit vielen Vereinsaustritten, Trainerschwund guter Leute weiterleben...bzw. das hinnehmen. Da braucht man auch überhaupt nicht weiter zu debattieren, ihr/man ...wird nix ändern.

    Ich würde eher sagen, dass es sich um einen "natürlichen Reinigungsprozess" handelt, wenn Trainer rausgeworfen werden, die sich nicht benehmen können. Sicher wird das nicht immer konsequent genug von den Vereinen betrieben, weil nicht sofort Alternativen bereit stehen.


    Klar kenne auch ich Fälle, die allerdings sehr selten sind, in denen bereits E-Jugend-Trainer vors Sportgericht ziehen. In einem konkreten Fall gings darum, dass beide Trainer sogar auch als Schiedsrichter (mit Lizenz) tätig waren, sich jedoch gegenseitig Parteilichkeit vorwarfen. Beide hatten sich gegenseitig in den Spielen vom Sportgelände verwiesen. Es schloß sich der "Selbstreinigungsprozeß" darin, dass beide Trainer rausgeworfen wurden, weil keine Einsicht zu erkennen war, partnerschaftlich mit dem nötigen Respekt umzugehen und die Kinder als Leidtragende etwas Besseres verdient hätten.


    Auch glaube ich nicht, dass es in unserem Land mehr Idioten als Anderswo gibt und es gibt sicher auch kein Allheilmittel dagegen! Alle Anderen finden gute Kompromisse, wie ein gutes Miteinander funktionieren kann.


    Ich kann trotz sehr langer Trainer-Erfahrungen nicht bestätigen, dass gute Trainer ihr Hobby aufgeben. weil sie die Zustände im Jugendfussball als katastrophal empfinden? Sie finden stets genügend unmittelbaren Gestaltungsfreiräume, der ihre Arbeit spannend, abwechslungsreich und wertvoll erscheinen läßt.


    Allenfalls wechseln gute Trainer den Verein, um neue Herausforderungen zu suchen. Natürlich können auch private Umstände (Beruf, Familie) oder die lange Dauer der Arbeit dazu zwingen, sportlich kürzer zu treten.


    Für mich hat das Aufnehmen, das Verändern und das Beenden einer Traineraufgabe nichts mit der FPL zu tun.

    @WiWo


    Prima Beitrag zum Thema!


    Ich glaub, unser "Huhn" hat lediglich eine flasche Information der FPL-Regel bei Meinungsverschiedenheiten der Spieler, die sich ganz leicht aufklären läßt? Denn in solchen Fällen sind die beiden Trainer gefordert, gemeinsam eine schnelle Entscheidung herbei zu führen, damit das Spiel auf diese Weise schnell fortgesetzt werden kann. Auf diese Weise nehmen sie ihre Vorbildfunktion ernst und stellen sich hinter die Entscheidung.


    Allerdings sehe ich auch die Schwierigkeit in der guten Beurteilung, weil:
    - sehr viele Laien-Trainer nicht regelsicher sind
    - die Distanz zur Aktion groß sein kann
    - Trainer nicht immer eine einheitliche Vorstellung haben, dass ich eine Aktion, sondern die Entwicklung des Teams im Mittelpunkt sehen


    Aber unser Huhn hat große Zweifel, dass Andere Mauscheleien begehen könnten. Vermutlich ist er sich nicht einmal sicher, dass nicht auch er bei einer Versuchung schwach werden könnte? Da wäre es doch viel bequemer dem Schiedsrichter (der Depp) alles in die Schuhe zu schieben.


    Gerade weil sich die Streitigkeiten unter Erwachsenen beim unteren Jugendfussball häufig an den parteiischen Entscheidungen bzw. Entscheidungen mangels Regelkenntnissen an Laienschiedsrichtern entzündet hat und keine ausreichend ausgebildeten Schiedsrichter dafür zur Verfügung standen, wollte man dann besser die Kinder entscheiden lassen. Nur in den seltenen Ausnahmefällen, in denen sich die Kinder nicht einige werden können, sollen die Erwachsenen entscheiden. Wenn jedoch ein Trainer seinen Kindern schon im Training beibringt, bewußt alle Regeln gegenüber dem Gegner zu mißachten, jedoch bei vermeintlichen gegnerischen Regelverletzungen lautstark mit Freistöße zu fordern, der hat eigentlich auf einem Sportplatz nichts verloren. Denn er ist gänzlich ungeeignet, weil er nur auf Mauscheleien aus ist und nicht anerkennen will, dass der Bessere siegen möge!


    Eine klare Absage erteilte unser Huhn jedoch dem Gockel, der zur Erreichung der Ziele gern ein Standgericht vor Ort einrichten würde, indem jegliche Verfehlung sofort abgestraft wird und solange an den Pranger bleibt, bis er Besserung gelobt!


    Es geht zwar nur um Fussball, aber natürlich sollen und wollen wir die Anreize schaffen! Wenn jedoch sogar im Auswahlbereich, bei dem es immer ums sportliche Weiterkommen geht, weitgehend auf Schiedsrichter verzichtet werden kann, weil dies erfahrungsgemäß weitere Entwicklung der Spieler fördert, dann ist beim besten Willen nicht zu verstehen, warum es dort, wo es fast immer nur um die Goldene Ananas geht, in den Augen mancher Trainer nicht funktionieren soll? Hier habe ich nur die Erklärung, dass sie sich selbst nicht trauen und deshalb auch anderen nicht vertrauen können?


    Wir werden uns vermutlich sogar darauf einstellen müssen, dass aufgrund sinkender Mitgliederzahlen auch die Schiedsrichter immer weniger werden, sodass auch im E-Jugend-Bereich keine ausreichende Ansetzung von regelsicheren Leuten mehr möglich ist.


    Hierbei könnte es von Vorteil sein, die Vereinstrainer durch Schulungen vor Ort regelsicherer zu machen, damit sie im Fall von Streitigkeiten rasch und gut helfen können, sodass das spiel friedlich fortgesetzt werden kann. Denn wer sich sicher ist, der läßt sich auch nicht so leicht beeinflussen!

    Ich habe diese Woche 2 Spiele meiner Jungs als Schiri gepfiffen (ja, bei Freundschaftsspielen arbeiten wir wieder mit Schiri). Dabei habe ich 2 Strafstöße gegen meine Mannschaft gepfiffen, die beide nicht zu 100% eindeutig waren, obwohl ich 2 m daneben stand. Gestern habe ich ein Tor meiner Mannschaft anerkannt, obwohl es ein Gerangel vor dem Tor gab. Was meint ihr, was da losgegangen wäre, wenn kein Schiri auf dem Platz gewesen wäre.


    Wir sind in Bayern Gott sei Dank noch in der Lage, über genügend Schiris auch für unten Ligen zu verfügen. Mir fehlt jede Fantasie, wie ein Spiel ohne Schiris

    Aha, also der Vereinstrainer als Schiedsrichter wäre auch O.K., obwohl ihr ja genug Schiedsrichter habt? Oder will man manches doch besser nicht dem Zufall überlassen?
    Ich gehts auf'! Euch versteht niemand, weil ihr euch eure Realität so zusammen bastelt, wie sie euch paßt! Hier scheint die eigene Phanasie die Realität zu übertreffen?


    Zum Glück gibts ja auch noch genügend normale Bayern!

    @Das_Huhn


    Das waren also nach deiner Meinung und der deiner Kollegen alles Idioten, die sich die FPL-Regeln ausgedacht haben. Denn damit wollten sie nur erreichen, dass die Kinder nicht mehr gewinnen wollen und die Trainer und Eltern nicht mal hineinbrüllen dürfen?


    Das schreiht ja geradezu nach Anarchie auf dem Fussballplatz, wenn man nicht einmal mehr die "Schwarze Sau" in Form des Schiedsrichters für die vermeintliche Niederlage als Hauptschuldigen ausmachen kann?


    Dazu 2 Hinweise:
    1. Im unteren Auswahl-Fussball fast ausschließlich und seit vielen Jahren ohne Schiedsrichter gespielt! Glaubst du, die haben deshalb weniger Bock aufs Gewinnen?2. Je lauter der gegnerische Trainer ins Spiel hinen brüllt, je mehr macht das andere Team richtig!


    Hast du das selbst schon mal miterlebt?


    Vielerorts hat es eine nachträgliche Verbesserung durch die Einführung der FPL gegeben. Aber es gibt auch Korrekturbedarf! Hoffentlich bald?


    Einen sehr großen Nachholbedarf sehe ich allerdings auch in der Medienberichterstattung über den Kinderfussball. Hier ist der Sinneswandel kaum sichtbar. Es braucht wohl noch einige Zeit, damit sich auch hier die guten Sportreporter von den "Ewig-Gestrigen mit ihrer Art der Frontberichterstattung vom Fussballplatz" in die die moderne Fussballwelt deutlich genug abgesetzt haben?


    Weil jedoch beim Fussball die "Wahrheit auf dem Platz" liegt, kann ein Trainer sofort die neuen Regeln umsetzen und braucht nicht zu warten, ob es Andere für ihn tun. Aus dieser Verantwortung scheinen sich eine Reihe deiner Kollegen gern stehlen zu wollen?

    @open-minded


    Gratulation! Man kann diese Erfolge durchaus als Bestätigung der eigenen Trainerarbeit ansehen. Denn Talente zu haben ist die eine Sache, ihnen jedoch den Weg zu einer weiteren Förderung zu ermöglichen, damit die Kinder und nicht sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, dass schaffen nicht viele! Kannst also mit Fug und Reicht stolz darauf sein, wenn nach und nach deine Kids von dir so gut vorbereitet wurden, dass sie sich mühelos erfolgreich in die Auswahlteams einbringen können.


    Natürlich freut es mich auch sehr, dass die Mahnung bei der Auswahl von Talenten der RAE-Effekt auch bei der Auswahl besser berücksichtigt wird. In den Vereinen ist dies leider längst noch nicht überall so! Aberr man soll ja dich Hoffnung nicht aufgeben und weiter durch Überzeugung mit der nötigen Geduld daran arbeiten, dass die "richtigen" Talente es verdient haben, gefördert zu werden.


    Dazu bedarf es m.E., dass sich die Jugendtrainer eines Vereins als ein Team versteht und ihre Ausbildungsmaßstäbe und -erfolge nicht mehr allein an kurzfristigen Saisonzielen mißt, sondern eine zunächst auf die Breite (alle Positionen) und später in der Tiefe (Ausbildung auf mindestens 2 Positionen) die Fortschrittsmessung einem längeren Zeitraum unterzieht. Wenn es jedoch immer nur sehr wenige bis gang nach oben schaffen, dann braucht es für eine größere Breite in der Spitze eine bessere Unterstützung in der mentalen Ausbildung. Hierfür ist es unabdingbar, dass sich der Nachwuchs in einer angstfreien Umgebung entwickln kann, als wenn es früh den Maßstäben eines Leistungsdrucks wie im Erwachsenenbereich ausgesetzt wird. Es kann sich ein Selbstbewußtsein nur dann entwickeln, wenn es statt einer Unzahl an Trainerkommandos ein Trainer-Feedback bekommt, dass es versteht und auch im Spiel immer selbständiger umsetzen wird. Denn das Know-How einer Mannschaft besteht darin, möglichst viele Spieler zu besitzen, die schnell und selbständig gute Lösungen in jeder Situation findet.

    Geschafft !!!


    Im allerletzten Moment konnte die U 19 auf den Zug zur U 20 WM, die im nächsten Jahr in Süd-Korea stattfindet, aufspringen.


    Leider war es auch hier ein in großen Zügen auf Taktik geprägtes Spiel, bei dem die Niederländer den Deutschen das Spiel bis zur eigenen Strafraumgrenz überließen, dann jedoch konsequent ihre Konter fuhren und sogar bis zur vorletzten Minute der regulären Spielzeit in Führung lagen.


    Natürlich hatte der U 19 Coach bei der anschließenden Analyse vollkommen recht, als das die beiden IV und der Keeper bei 2 der 3 Gegentore nicht gut aussahen. Jedoch sollte hinzu gefügt werden, dass auch der niederländische Keeper an allen 3 Gegentoren durchaus bessere Lösungsansätze hätte finden können. In beiden Teams harmonierte die Defensive nicht sehr glücklich mit dem Keeper.


    Anders als in den vorherigen Spielen mit vielen Fehlpässen, gelang insbesondere dem deutschen Team diesmal eine Reihe guter Spielzüge, sodass es leider wieder einmal an der Chancenverwertung lag, warum man das Ding nicht schon nach 90 Minuten nach Hause bringen konnte. Während die Niederländer ihren einzigen Freistoß in Strafraumnähe ins Tor brachten, schossen die Deutschen bei allen 3 Freistößen am Tor vorbei!


    Jedoch wurde einmal mehr ein geringer Unterschied zwischen Kalkül und Risikobereitschaft festgestellt, der beim anschließenden Elfmeterschießen den Sieger brachte. Die Niederländer bestätigen hierbei einmal mehr ihren Spruch: "Wie heiß ein Elfmeter auf holländisch? Voorbji !" Denn sie versuchten ihr Glück mit hohen Bällen und trafen dabei 2 mal gegen die Latte!


    Chefcoach Streichsbier wußte das Ergebnis dann mit "das Glück kommt auch irgendwann am Arbeiter vorbei" zu begründen. Allerdings fand er auch ehrliche Worte, dass natürlich der 5 Platz bei einer EM im eigenen Land nicht sehr viel in den Augen der krititschen Betrachter sei. Auch sprach er nun etwas weniger über die "Spieldominanz" der Deutschen, die scheinbar nicht mehr ausreicht, um aus der Überlegenheit gegen die anderen Topteams genügend Tore zu machen? Noch differenzierter betrachtet, erntete besonders Philipp Ochs ein verdientes Lob, während man bei einigen anderen Kandidaten die Bezeichnung: " ... das bist nicht du ..." noch als harmlose Beschreibung einer Enttäuschung sehen kann. Aber auch in Sachen der Beschreibung von Poistionen im Rahmen von Gruppen- und Mannschaftstaktik sind die Trainer aufgerufen, ihre Hausaufgaben zu machen. Das haben nicht zuletzt die Gegner gezeigt, die nunmehr den EM-Titel unter sich ausmachen.


    Die Hauptarbeit wird jedoch auf die Trainer der Heimatvereine zukommen. Denn es geht hier nicht um einen Jahrgang, sondern um die Ausbildung im gesamten Jugendbereich, die im Wettstreit bei der U 19 ihr vorläufiges Ende findet. Hierbei zeigt sich deutlich, dass der Weg für die meisten Talente für einen Stammplatz in einem Bundesliga-Team noch hart und steinig wird. Denn dort treffen sie auf internationale Konkurrenz für die wenigen freien Plätze. Denn insbesondere für sie war diese EM eine Gelegenheit, sich auf einheimischer großer Bühne zu präsentieren.


    Jetzt aber haben sie mit großem Einsatz und einer Portion Glück am Schluß sich den Weg zu einer weiteren Chance im kommenden Jahr bei der WM gewahrt. Ich bin mir fast sicher, dass mit "deutscher Gründlichkeit" und Akrebie an den Fehlern gearbeitet wird und so ein in den Positonsaufgaben "runderneuertes" Team sich dem Wettbewerb erfolgreich stellen wird!


    Als Trainer sollte man immer Optimist sein, denn die negativen Gedanken führen ja zu nichts!

    Das klassische Fehlerbild in der Identifikation von Hohl- und Bringschuld.

    Manches 4-jährige Kind macht sich am Heiligabend Gedanken darüber, wie es der Weihnachtsmann wohl immer schafft den Kindern in aller Welt zur gleichen Stunde die Geschenke zu bringen?


    Aber bestimmte Dinge gibt es nun mal nicht: weder den Weihnachtsmann, noch den Osterhasen, häufig auch keine schnellen Beamten, aber wie sieht es mit unseren Trainern aus? Wie engagiert sind sie und was unternehmen sie, um ihre Situation nachhaltig zu verbessern?


    Geht das überhaupt ohne eine konstruktive eigene Beteiligung, wenn man das Gefühl hat, ein talentiertes Kind in seiner Mannschaft zu haben? Findet vielleicht dort schon eine Talentverschwendung statt, weil gar keine Anstrengungen unternommen werden, das Kind und seine Eltern über die zusätzlichen Fördermöglichkeiten zu informieren, weil man sich selbst gar nicht darüber informiert oder weil der Verein es nicht für nötig hält, über den Jugendleiter Informationen zur Talentförderung weiterzugeben?

    @Stefan70


    Nein, nicht Verbände sondern manchmal beschweren sich Vereine/Trainer bei ihren Staffelleitern, dass dort keine Mädchenteams erwünscht sind. Weil ja nicht alles von "oben" geregelt ist, gibts hier und dort Lücken, die man versucht nach seinen Wünschen zu interpretieren! Deshalb ja auch mein Tipp, wenn soetwas in eurer Staffel vorkommen sollte, einfach einen Jungen in die Spielerliste eintragen und schon seid ihr ein gemischtes Team und niemand kann euch was!


    Wenn es darum geht, Anfängerinnen einen leichten Weg in den Fussball zu ermöglichen, dann ist die E-Juniorinnen-Staffel sicher die Richtige. Möchte man hingegen die Mädchen von Anfang an die Möglichkeit gewähren über den Spaß am Fussball auch den Spaß an der eigenen Leistung zu entdecken, so bieten sich in diesser Staffel aufgrund des stark schwankenden Lewels kaum Möglichkeiten, dort ausreichend gefordert zu werden. Hier wäre sicher entweder ein kompletter Wechsel der Mannschaft in eine Jungenstaffel oder aber der Wechsel dieser geeigneten Mädchen in ein Jungenteam von Vorteil.


    Was individuell am besten passt sollte deshalb vor Ort inidividuell und nach Absprache mit den Mädchen entschieden werden. Denn die Mädchen stimmen sehr viel schneller "mit den Füßen ab", wenn man über ihre Köpfe hinweg wichtige Entscheidungen trifft.