Ich finde es schon wichtig, dass man in einem Forum wie diesem das Theam FPL von allen Seiten beleuchtet. Dazu gehört es auch, dass bereits in diesem Alter aktiv und teilweise aggresiv abgeworben wird und im Leistungszentrum andere Maxime gelten.
Unbestritten gehen die Meinungen über den Kinderfussball sehr weit auseinander. Sie allein auf die FPL und die F-Jugend zu beschränken, das wird schon deshalb schwierig, weil es ein Davor und Danach gibt.
Unter dem Link http://www.t-online.de/eltern/…ein-zum-talent-kommt.html ist der vollständig Bericht nachzulesen
In den Kernaussagen wird bestätigt, dass man sich dessen bewußt ist, KInder gegen die ausdrücklichen Willen der Vereine wegzunehmen, deren sportliche Möglichkeiten dadurch zu schwächen, weil man sehr viel Geld damit sparen kann, schon früh billig Kinder zu bekommen, als wenn man von anderen Vereinen für sehr viel Geld teure Spieler kaufen muß. Auch Sponsoren entsenden bereits ihre Scouts für die Werbegesichter von morgen. Ob dabei die meisten Kinder über die Klinge springen, ist ihnen egal. Denn Geld kennt keine Moral.
Die Frage, ob dein Dorfverein nach ähnlichen Maximen handeln sollte, stellt sich nicht. Und wenn, dann nur ganz kurz, bis sich der eigene Großsponsor ein neues Spielzeug sucht, über dessen Hilfe er sein Image aufpolieren möchte. Denn der Fussballsport interessiert ja die meisten Mäzene gar nicht, sondern nur, dass ihr Name möglichst oft und in einem guten Zusammenhang erwähnt wird.
An die Außendarstellung der derzeit 55 NLZ dieser Proficlubs haben sich mitlerweile die Fussballinteressierten gewöhnt. Über die Innendarstellung gibt es nur vereinzelt und meist lückenhafte Darstellungen, weil hier und da schon mal im Namen der Wissenschaft Kinder und Jugendliche befragt wurden. Eltern wurden eigentlich noch gar nicht gezielt befragt. Auch hier gibt es nur hin und wieder Wortmeldungen von Eltern, deren Kinder sich gerade in einem NLZ aufhalten, aber nur sehr selten meldet sich ein Vater oder eine Mutter zu Wort, dessen Kind plötzlich ganz schnell weg vom Fenster war.
Aber die Frage ist ja auch, ob sich die vielen Tausend F-Jugend-Mannschaften den Maximen der 55 NLZ anpassen müssen oder umgekehrt? Oder ob diese NLZ nur noch auf Augenhöhe untereinander und nach eigenen Regeln ihre Spiele austragen sollten?
Beim NFV hat es diesen Versuch bereits nach der Einführung der 9-er Teams in der D-Jugend in Form einer "wilden Landesliga" mit 11-er Teams vor einigen Jahren gegeben. Weil es hier oftmals nur die Kreisliga als höchste Liga gab, spielte man gegen Teams, denen man zuvor ihre Leistungsträger beraubt hatte und aufgrund dieser Schwächung chancenlos gegen diese Auswahl-Teams waren.
Die Spiele fanden erst unregelmäßig, dann immer seltener statt, was als Folge hatte, dass man zwar weiterhin regional für Furore sorgen konnte, jedoch gegen ausländische 11 - Teams schlecht aussah. Weil man sich aber bereits im nahen sportlichen Umfeld durch die Schaffung eigener Gesetze genügend Feinde gemacht hatte, stellte man die "wilde Liga" schon nach Ablauf einer Saison wieder ein.
Jedes NLZ sollte sich also gut überlegen, ob und wie lange es im Einzugsgebiet "verbrannte Erde!" hinterlassen kann? Denn im Zeitalter des Internet spricht sich all das in Windeseile herum, was vormals gern unter den Teppich gekehrt wurde. Informationen suchen sich ihren eigenen Weg und bricht jemand sein Schweigen, so gibt es gleich Hunderte, die auf diesen neuen Zug aufspringen.
Wer beim o.g. angeführten Bericht zwischen den Zeilen liest, wird feststellen, dass man selbst in Bayern, wo die Welt lange in Ordnung war, nunmehr auch beim Thema, wie man mit Kindern im Fussball umgeht, in die Offensive geht.