Beiträge von TW-Trainer

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    Diese Übungen sind schon prima. Man kann daraus weitere Varianten entwickeln. Nachfolgend ein paar Beispiele, die sich auf die Videos beziehen.


    1. Übung: Den Ball "über Kopf" auffangen (ist natürlich ein wenig schwieriger, bietet jedoch im Spiel die Option, dass der Gegner nicht zuerst mit dem Kopf an den Ball kommen kann)
    2. Übung: Jedesmal 1 Ball aus dem Übungsfeld entfernen, Sieger ist der mit dem letzten verbliebenen Ball (hier entsteht eine Konzentrationssteigerung)
    3. Übung: An jeder Seite des 3 Eckes befindet sich 1 Spieler mit Ball und im Dreieck ein Keeper, dessen Aufgabe es ist 3 Tore (von Hütchen zu Hütchen zu verteidigen) per Fussballwehr zu verteidigen
    zunächst sollen nur leichte Bälle in Laufrichtung, später auch Bälle gegen die Laufrichtung geschossen werden (der Keeper lernt hierbei die Kooridination, bei der er stets rechtzeitig frontal zum Ball
    mit nach vorn vorgebeugtem Oberkörper, angewinkelten Knien, leicht nach außen gerichteten Fußspitzen, eine Körperspannung aufgebaut haben soll.
    4. Übung: Nur Spieler mit Ball dürfen durch die Mitte der Gasse laufen. Dabei sollen sie ihren Ball geschickt abschirmen, sodass er nicht von einem anderen Ball getroffen werden kann


    Wichtig hierbei ist, mit einfachen Übungen zu beginnen und sie nach dem Alter und dem Leistungslevel zu steigern. Dabei sollte man sich möglichst nahe an real vorkommenden Spielsituationen orientieren. Damit kann man Ausbildung und Erfolgserlebnisse im Wettkampf gut kombinieren.

    @Schimanski


    Das hast du vollkommen richtig erkannt. Gerade in der Abwehr fallen Abstimmungsprobleme besonders auf, weil sie entweder für gefährliche Torchancen für den Gegner oder sogar Gegentoren führen. Die vielen Ballverluste im Spielaufbau ärgern zwar, aber man kann sie noch verkraften.


    Wenn man überhaupt Vergleiche ziehen will, dann würde vermutlich eine europäische Top-Vereinsmannschaft jede Nationalelf schlagen, weil im Verein die Taktik durch viele Trainingseinheiten sehr viel besser verinnerlicht ist. Das deutsche Team hat sich aber erst im Flugzeug nach Brasilien kennengelernt. Da kann man nicht viel mehr als das Individual-Vermögen verlangen. Andere Teams haben die Vorbereitung etwas ernster genommen, weshalb dort teilweise besser kombiniert wurde und individuelle Schwächen besser verdeckt werden können.


    Ich finde es einfach toll, wie die jungen Spieler sich ins Spiel einbringen wollen und statt für hohe Geldsummen um Medaillen kämpfen. Auch gestern war es wieder ein Spiel, bei dem die kämpferischen Elemente auf beiden Seiten keine Wünsche offen ließen. Wer hierfür die richtigen Mäßstäbe ansetzt, der wird mit dem Team mitfiebern können. Wer jedoch ein nahezu perfektes Fussballspiel sehen will, der darf sich eben nur die Championslegue anschauen.

    @Samalelu


    In den unteren Ligen der B-Juniorinnen ist der Unterschied marginal! Die würden mit oder ohne Trainngsprogramm Chillen, weil sie wegen ihren Freundinnen dort sind. Der Fussball ist dabei eine willkommende Nebensache. Du würdest nur enttäuscht sein, wenn sie dir zig Gründe erzählen, warum ausgerechnet in diesen Ferien keinerlei Bewegungsmöglichkeiten vorhanden waren.


    Besser, du nimmst es so, wie es ist, statt die unnötige Sorgen zu machen. Denn bei deinen Liga-Konkurrenten ist es ja nicht besser, weil auch dort die Mädchen sehr viele Interessen haben, die nichts mit mit sportlicher Bewegung zu tun haben.


    Nutze also die Zeit in der Saison, um die Neugier, die sie mit zum Training bringen, mit dem Ball am Fuß für eine Weiterentwicklung deines Teams. Sobald du aber versucht "mit Kanonen auf Spatzen zu schießen" und über den Köpfen der Mädchen Maßnahmen ergreifst, die die Mädchen nicht wollen, werden sie "mit den Füßen abstimmen". Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Mädchenteam in der laufenden Saison vom Spielbetrieb abgemeldet werden muß.


    Sieh es mal so: eine Fußballpause kann auch Lust auf den Wiederanfang machen. Je mehr dabei sind, je mehr Spaß macht es! Wären deine Spielerinnen Sprinter, Läufer oder Geher, so würden sie den gleichen Spaß beim Laufen erleben wie beim Fussball.


    Versuche dich einfach in die Situation deiner Mädchen über die Erwartungen in dieser Fussballmannschaft hinein zu versetzen. Dann werden dir sicher die besten Impulse fürs Team einfallen.

    Liebe Trainerfreunde,


    nach mehreren Jahrzehnten konnte sich wieder einmal ein deutsches Team für Olympia qualifizieren. Der Versuch, es mit einer U 23 zu betiteln, gelingt nicht immer. Sie waren es gerde gestern die 27 Jahre alten Bender-Zwillinge (ich werd sie wohl nie auseinander halten können, wenn sie nicht gerade eine unterschiedlliche Rücken-Nr. tragen) am gestrigen Tag als Denker und Lenker im deutschen Spiel fungierten. Doch jeder konnte gleich erkennen: hier ging es nicht uns große Geld, sondern um den olymischen Geist dabei zu sein und Spaß zu haben. Angenehm fürs Zuschauerauge die wenigen Schwalben und der harte aber jederzeit fair geführte Zweikampf der Kontrahenten.


    Das Spiel begann auf deutscher Seite mit einer wahren Fehlpaß-Orgie und in meinen Augen zu viel Respekt vor dem Gegner. Als dieser jedoch beste Einschußmöglichkeiten nicht nutzte, wurde unser Olympia-Team immer besser. Auf deutscher Seite fehlte dem letzten Paß die Präzision und es wurde auf nassem Untergrund zu lang mit dem Torabschluß gewartet. So ging es mit einem 0 : 0 in die Halbzeitpause. Eine deutliche Tempoerhöhung gab es gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit zu bewundern. Klar, auch jetzt fehlte die Feinabstimmung, aber es war der Wille bei allen Spielern zu erkennen. Insbesondere beim Spielaufbau lief so manches schief. Dies wolle Bela Rethy gern ein wenig überspielen, als er die vergangenen Leistungen einiger Spieler lobte und gerade über unseren Keeper Horn zu berichten wußte, dass dieser unter Beobachtung für die A-Nationalmansnchaft steht, als im selben Moment beim Eckball nur 3 Meter vom Torwart Horn entfernt der Gegner frei einköpfen durfte, noch bevor Rethy den Satz beenden konnte. Aber es sollte nur wenige Minuten dauern, als auch die mexikanische Hintermannschaft sich im Kollektivschlaf befand und der zuvor häufig lamentierende Gnabry allein vor dem Keeper den Ball nur noch in die Ecke schieben mußte. Wie er später selbst zugab, hätte er gern noch ein Tor gemacht, weshalb es allein ihm am Teamgeist fehlte, auch mal seine Mitspieler gut in Szene zu setzen. Ein ahnliches legte auch Davie Selke an den Tag. Aber auch auf mexikanischer Seite gab es viel Sand im Getriebe. Mit zunehmender Dauer konnten die taktischen Fehler immer weniger durch zusätzliche Laufarbeit kompensiert werden, sodass die Qulität der herausgespielten Torchancen durch Einzelaktionen immer besser wurde. Aber wieder geriet das deutsche Team in Rückstand, weil ein mexikanischer Angreifer nicht einmal am Strafraumrand ans Flanken gehindert wurde. Zwar ging der Kopfball aus spitzem Winkel an die Unterkannte der Latte, aber auch beim Nachschuß aus 2 Metern stand der deutsche Abwehrspieler an der falschen Seite, sodass der Mexikaner den Ball nur noch über die Torlinie drücken mußte. Bei diesem Spielstand blieb es fast eine viertel Stunde lang, bis Ginter per Kopfball nach einer Ecke den verdienten Ausgleich erzielte. Dabei blieb es! Das deutsche Team mühte sich zwar, es fehlte jedoch an Durchschlagskraft mangels Mittelstürmer. Den Mexikanern fehlte der Mut mit einem höheren Risiko das Siegtor zu erzielen. Auch hatten sie wohl nicht mir einer so großen Gegenwehr gerechnet. Insgesamt blieb jedoch leider auch ihr Spiel einiges schuldig! Man kann, ja man muß es wohl eher mit einem guten Niveau aus der 2. Bundesliga vergleichen, in der Kampfgeist dominierte.


    Weil ja das Beste immer zum Schluß kommt, gab es für Fußball-Nostalgiker noch ein schönes Interview mit Horst Hrubesch. Irgendwie hatte man das Gefühl, dass der DFB-Pensionär sich beim Trainerjob am Spielfeldrand sehr viel leichter tat als beim anschließenden Interview. Denn was er sagt, dass meint er so! Selbst, wenn man nicht immer seinen Gedankensprüchen zu folgen vermag. Wer könnte ein besseres Sinnbild für Olympia sein als Horst Hrubesch? So antwortete er unlängst auf die Frage, ab wann man es mit einem fertigen Spieler zu tun hätte: "Der fertige Spieler ist für mich der, der mit 35 Jahren aufhört." (Quelle: http://www.zeit.de/sport/2016-…all-dfb-interview/seite-2)


    Drücken wir unserem Olympia-Team die Daumen. Schon jetzt darf man sich auf die weiteren Auftritte des deutschen Teams bei Olympia freuen und vielleicht reicht es am Ende sogar für eine Medaille!?

    Mein Sohn ist gewechselt, nachdem er sportlich in seinem Heimatverein zu weit herausstach und damit uglücklich war.

    Das ist ein ganz wichtiger Faktor und Gradmesser! Denn wenn zunächst einmal die Interessen des Kindes in den Mittelpunkt gestellt werden, dann kann man gar nicht mehr so viel falsch machen. Allerdings sollte man sich stets vergewissern, ob diese die Zufriedenheit nach wie vor ausreichend vorhanden ist. Denn genau so wie eine anhaltende Unterforderung kann es Frust bei anhaltender Überforderung geben. Wenn man selbst die Reißleine ziehen kann, dann findet das mit dem Einverständnis des Kindes statt. Ziehen Andere die Reißleine, dann bleicht fast imer Frust und fehlendes Selbstbewußtsein zurück.


    Die Frage, ob und wie lange man etwas nachholen kann, kann man nicht generell beantworten. Denn man lernt sein Leben lang und Jeder ein wenig anders. Der Cocktail aus Motivationsfähigkeit, Risikobereitschaft und Kreativität, die durch gezielte Trainerimpulse gut unterstützt werden können, wirken sich in aller Regel mindestens über ein Viertel Jahrhundert aus. Denn so lange dauert es in aller Regel, bis man ausreichend Fähigkeiten zur Bewältigung seiner Aufgaben besitzt. Einzelbeispiele (z.B. Philip Lahm) zeigen jedoch, dass selbst danach noch signivikante Veränderungern in seiner Position problemlos möglich ist.


    Eine allzu frühe Spezialisierung wirkt sich meist kontraproduktiv aus, weil hierbei zu wenig Erfahrungen gesammelt werden können, sich eine "kleine Welt" aufbaut, in der alles heineingepackt werden muß. So würde sich an Spieler, der nur in der Abwehr gespielt hat, zunächst auch wie ein Abwehrspieler am oder im gegnerischen Strafraum verhalten. D.h. er würde gar nicht das Risiko eines finalen 1 vs 1 suchen, weil ja dabei ein Ballverlust droht, sondern stets den Mitspieler suchen. Pep war mit seiner Philosophie einer der Ersten, der von seinen Spielern verlangt hat, auf jedem Flecken des Rasens eine gute Lösung zu finden. Man könnte ihn deshalb als Erfinder der "Multi-Position" als einen Gegenpart zum Spezialisten auf der Position bezeichnen. Grundvorraussetzung hierfür ist eine sehr gute allgemeine Fussball-Ausbildung.


    Aus den vorgenannten Gründen sind einige NLZ dazu übergegangen, mit der Positionsausbildung erst in der B-Jugend zu beginnen.


    Für den Breitensport stellt sich die Frage m.E. jedoch ein wenig anders. Denn hier steht allein der Spaß und nicht die dabei erbrachte Leistung im Mittelpunkt. Insofern sollte hier die Frage gestellt werden, ob man einen Spieler, der sehr großen Spaß an einer Position hat, mit dem vordergründigen Argument der breiten Ausbildung dort "heraus mobben" sollte? Zum Glück passiert soetwas nicht so häufig, weil Kinder fast immer große Neugier für alles Neue mitbringen und es am Trainer liegt, ob er die entsprechenden Impulse dafür setzen kann.

    @Radagast


    Natürlich kann das sein, muß es aber nicht! Selbst bei den unteren Jungen-Jahrgängen kann es vorkommen, dass da zufällig kein überdurchschnittlich guter Keeper dabei ist. Dann wird einfach gefragt, wer gern auch mal ins Tor geht und fertig ist die Sache.


    Denn wie schon erwähnt: modernes TW-Training wird meist eh nicht gemacht! Deshalb ist es auch gar nicht so selten, dass bereits gesichtete Keeper sich von der Auswahl abmelden, weil sie dort lediglich eine Statistenrolle erwartet und sich der Kommentar des Auswahltrainers auf einen Satz beschränkt: "Jetzt kannst du aber mal ruhig wieder einen Ball halten!" Weil ansonsten auch die Rolle des Torwarts unbedeutend ist, wird der Torabschluß ans Ende einer Übung gestellt, obwohl doch eigentlich bekannt sein sollte, dass ein guter Keeper die meisten Bälle hält und die Übung mit einer guten Spieleröffnung in eine Endlos-Schleife gehen könnte, bei der jedes Detail gleich wichtig ist.


    Ich denke mal, egal ob Mädchen oder Junge, es haben alle einen Anspruch darauf, aufgrund ihrer Talentsichtung auch eine angemessene Unterstützung zu erwarten. Hier ist man uns teilweise im Ausland schon ein gutes Stück voraus und auch flexibler in der Ausbildung guter TW-Trainer. Hierzulande scheint man nicht einmal die Klientel der TW-Trainer ausreichend zu kennen und meint in 40 Lehreinheiten Mannschaftstrainern ohne spezifische Torwartkenntnisse das vermitteln zu können, wofür gute TW-Trainer im Leistungs- und Profibereich Jahre brauchen! Das das so Mist ist und die TW-Trainerausbildung sowie die TW-Nachwuchsausbildung in der Breite so nicht funktioniert, hat man mitlerweile erkannt. Aber man kann sich noch nicht durchringen, von einer Kopie des Lizenzsystems für Mannschaftstrainer Abstand zu nehmen.
    Doch solange die Verantwortlichen nicht begreifen, dass ein Torwarttrainer gar keine Mannschaft trainieren möchte und deshalb gar keine Lust hat, eine Mannschaftstrainer-Lizenz zu erwerben, werden sich die Torwarttrainer nicht auf die Schulbank setzen. Auch müssen sie kein ärztliches Attest haben, weil sie gar keinen Ball aus dem Winkel fischen wollen. Es genügt vollkommen zu wissen, wie es geht und das methodisch gut vermitteln zu können. Würden die Vereine auf die Leute, die nach der heutigen Ansicht des DFB dafür ungeeignet wären, weil sie ihre Bedingungen nicht erfüllen, verzichten, so dürfte man wohl kaum noch mit Torleuten auf Weltklasseniveau rechnen.


    Doch leider gibt es viel zu wenig gute Torleute, weil es im Eliteförderkonzept des DFB beim Thema Torwartausbildung noch nach Mottenkugeln riecht! Gut, dass die Vereine weiterhin ihre eigenen TW-Trainer ausbilden und wer will, im nahegelegenen Ausland auch eine TW-Trainer-Lizenz erwerben kann.

    @Schadefan


    Ich denke mal, die ganzen Widersprüche in der Beschreibung der Fähigkeiten deines 8 jährigen Sohnes sind durchaus gewollt, weshalb ich nicht weiter darauf eingehen möchte.


    Im Altersbereich der F-Jugend tummeln sich überwiegend Laientrainer und Eltern, die zwar die Fernseh-Bundestrainerlizenz mitbringen, aber ansonsten nicht wissen, was sie von ihren Kindern beim Vereinsfussball halten sollen?


    Insofern ist deine Frage durchaus berechtigt, was da wohl noch auf deinen Sohn und auf dich zukommen mag? Wenn du dir z.B. in einem anderen Thread mal die Video-Clips von @Zodiak anschaust, dann wirst du rasch erkennen, dass es sehr wohl große Unterschiede gibt. Aber was nützt es dir, wenn in deinem Ort und im Verein deines Sohnes alles ganz anders läuft?


    Dir ist scheinbar die Idee gekommen, in diesem Forum Argumente zu bekommen, um mit dem Trainer deines Sohnes "ein Hühnchen zu rupfen", weil er deinen Sohn nicht ausreichend fördert. Klar sollen auch die anderen Kinder davon profitieren. Ganz nebenbei sollte man auch diesen dreimal klugen Eltern das Maul stopfen, die ihren Sohn in der Offensive als viel wertvoller ansehen als meinen Sohn in der Defensive! Es sei denn, dein Sohn wird auch endlich ein Stürmerstar!


    Es ist jedoch guter Rat teuer, wenn man das Gefühl hat, dass ein Ziel nur solange wichtig ist, wie es noch nicht erreicht wurde? Denn dann ist es keine Frage des Alter dieses Kindes, für das du Verantwortung trägst, sondern es ist allein ein Willensfrage.


    Solange du selbst nicht weißt, was du willst, kannst du auch keinen Rat erwarten sondern allenfalls allgemeine Informationen.

    Trotzdem werde ich versuchen ein entsprechendes Feedback vom zuständigen Stützpunkttrainer zu bekommen. Schon alleine, um meinen Horizont zu erweitern und zu erfahren, woran es gelegen hat und dort vielleicht in der nächsten Saison etwas mehr zu investieren.

    Auf jeden Fall der bessere Weg! Denn die Leistung deines Schützlng muß man ja immer auch in Relation zu den Anderen sehen. Denn natürlich gibt es in den Jahrgängen auch Schwankungen, die nicht immer vollständig bei diesem Fördersystem auf "Mannschaftsstärke" ausgeglichen werden können. Ferner ist es noch viel zu früh, um "das Handtuch zu werfen", weil ja noch fast die komplette Jugendzeit vor diesen Talenten liegt.


    Eine Talentförderung kann auch dann am besten funktionieren, wenn die Auswahl- und Vereinstrainer gut zusammen arbeiten. Ein guter und regelmäßiger Austausch mit den jeweiligen Ansprechpartnern erachte ich als besonders wichtig. Weil jedoch der Auswahltrainer u.U. über hundert Trainer als Ansprechpartner in den Vereinen hat, sollte man selbst den Weg zu ihm suchen, wenn sich Fragen aufdrängen. Denn sonst ist es ein "Blindflug" in Talentfragen und man ist geneigt Aussagen, die bereits durch viele Münder gegangen und immer weiter verändert wurden, zu glauben, statt sich selbst unmittelbar einen Eindruck zu verschaffen.


    Eine Auswahl soll so geführt werden, dass die Türen nach beiden Seiten offen sind. Wenn ein Talent mehr, dass ihm momentan die große Lust fehlt und er lieber während dieser Zeit etwas anderes mit Freunden macht, dann sollte er gehen dürfen. Aber es sollte ihm gesagt werden, dass er aufgrund des im Sichtungswettbewerb festgestellten Talents wieder zurück kommen kann, wenn er will. Wenn ein anderes Talent plötzlich auch in den Augen seines Trainers sehr große Fortschritte macht, dann sollte man sehr unbürokratisch mit ihm einen Termin fürs Probetraining in der Auswahl realsieren können.


    Denn wenn wir die Besten fördern wollen, dass muß es immerauch fair zugehen! Dabei können auch die Heimatvereinstrainer einen wichtigen Beitrag leisten.

    @Alter_Sack


    Stimme dir da voll uns ganz zu.


    Bei den Mädels ist eine gute Keeperin schon die halbe Miete für die laufende Saison. Das zieht sich bis nicht den Profibereich des Frauenfussballs hinein, wo es noch ein große Streuung in der Qualiätät der Torleute gibt. Weil es dort wenig Geld und Ehre zu verdienen gilt, gibt es auch viel zu wenig TW-Trainer für Keeperinnen.


    Selbst bei den Verbands-Auswahlteam ist die Qualität des TW-Trainings nicht immer gesichert. Im Talent-Unterbau der Kreis- und Stützpunktauswahl ist es noch schlimmer! Hier fehlt es fast immer an qualifizierten TW-Trainern, wesahlb man sich fragen muß, warum die überhaupt auf der TW-Position sichten, wenn dann doch anschließend eine fachgerechte Unterstützung durch geeigente TW-Trainer fehlt?


    Dass sich Mädchen über Schulmannschaften sporltich sehr weit entwickeln können, hat ebenfalls eine sehr lange Tradition. Nur fehlt auch ihr häufig geeignetes Personal für die Positionsausbildung des Torwartes.


    Die Angst der Torhüterinnen ohne Ausbildung ist auch nicht unbegründet. Leider ist es im oberen Jugend- und Frauenbereich auch nicht ungefährlich, sich ohne entsprechende TW-Ausbildung ins 1 vs 1 zu werfen. Denn ohne entsprechende Fachkenntnis und Erfahrung kann es hier zu sehr schmerzhaften Prellungen, Sehnenverletzungen und Knochenbrüchen kommen.


    Hier ist noch sehr viel Arbeit zu leisten!


    Doch hat die Torwartfrage nur sekundär etwas mit der Entscheidung zu tun, ob man in einem Jungenteam startet. Denn man sagt: ein Torwart ist nur so gut wie seine Abwehr. Gilt dies nicht auch für die Mädchen?

    ich befasse mich mit dem Thema Live-Analyse im Amateur/Junioren Fußball.


    Schon vor Jahrzehnten stellte man sich die Frage, ob man aus der Adition von sehr vielen nicht spielentscheidenden Szenen große Erkenntnisse gewinnen kann? Schließlich aber fanden die Zahlen ihren Weg in der Medien-Kommunikaiton als Versuch den Erfolg oder Mißerfolg zu erklären.


    Es wurden im Laufe der Jahre viele "Weisheiten" daraus abgeleitet, bis schiließlich eine Team aus Wissenschaftlern um Roland Loy sich die Mühe machte und über 3.000 Spiele auswertete, um wenigstens die schlimmsten unwahren Behauptungen zu entlarven.


    Statistische Daten gewinnen ihren Wert durch eine möglichst lange Gültigkeitsdauer. Weil der Fussball sich in einem ständigen Wandel befindet, sind die Ergebnisse schon nach kurzer Zeit kaum noch vergleichbar und nahezu wertlos.


    Ein Sieg von gestern ist heute schon nichts mehr wert. Hatten wir unsere Nationalmannschaft noch vor 2 Jahren himmelhoch gelobt, wurden ihr in der EM deutlich Grenzen aufgezeigt. Auch die U - Teams deuten auf teilweise falsche Interpretation von Ausbildungsinhalten.


    Es ist unendlich schwierig, allein aus den Daten von Gestern neue Erkenntnisse für morgen abzuleiten. Denn man ist niemals neutral, sondern immer auch in seiner Sicht verengt.


    Eine große Bedeutung kann man nur erlangen, wenn nicht das Eigeninteresse (z.B. in Form von Profit) im Mittelpunkt steht, sondern Leidenschaft gepaart mit wissenschaftlichem Hintergrundwissen und besonders großem Fleiß die treibende Kraft ist.


    Ansonsten steht zu befürchten, dass bestimmte Erkenntnisse gar nicht kommuniziert werden, weil hierbei eigene Fehler offen gelegt werden könnten. Wer aber nicht ehrlich zu sich selbst ist, der wird auch keine Ehrlichkeit bei denen, die hier mittels statistischer Daten auf einen besseren Weg geführt werden, wenig vermitteln können.
    Daraus hat sich ein immer weiter wachsender Trainerstab aus Spezialisten entwickelt. Die Aufgabe des Chefcoach ist es, die gewonnenen Erkenntnisse zu bündeln, um dadurch stets dem Gegner ein kleines Stück voraus zu sein.


    Würde man das Fussballspiel mit einer Komödie vergleichen, so käme man unweigerlich auf die Idee, es lieber in Bildern zu fassen. Wir aber sind stehts bemüht aus Jedem und Allem ein Drama zu machen, wobei wir uns gern auch Datenreihen bemächtigen, die jedoch um die eigenen Fehler bereits kastriert wurden. Welch eine Zeitverschwendung?


    Wenn man es im Training nicht erklären kann, dann nützt auch eine Statistik (als App im digitalen Gewand) nichts!

    @Don Quijote


    Ich hab es nur mal hier reingestellt, um den Begriff der Schnelligkeit im Top-Bereich in Relaktion zu stellen. Teams glänzen eher durch Taktik statt durch individuelle Schnelligkeit. Ferner sind es eine Vielfalt an Faktoren, in denen auf sehr hohem Level oft Kleinigkeiten entscheiden, zu denen mal auch die Schnelligkeit zählen kann.


    @Samlelu
    Wenn dein Team nicht gerade Bundesliga spielt, gar nichts! Denn ich glaub nicht, dass sie im Traum daran denken, dass überhaupt zu machen? Wer gern läuft, der wird es unabhängig von deinen Empfehlungen/Vorgaben sowieso machen. Ansonsten werden deine sportlich veranlagten Mädchen sich in anderen Freizeitsportarten austoben und ähnlich fit wieder ins Training einsteigen wie die Anderen.


    Ansonsten kann man bei den Mädchen aufgrund der geringeren Muskelmasse sowieso keine Kondition "bolzen", sondern muß auch während der Saison Elemente zur Konditionsbildung/-erhaltung einbauen.

    Über die aktuelle Transferregelung im nationalen wie internationalen Nachwuchsbereich wird derzeit beim Bundesgerichtshof verhandelt. Kernpunkt des Streits, bei dem der DFB über den Verband sogar den Zwansabstieg der 1. Seniorenmannschaft aus der Regionalliga anordnete geht es um 2 Kernpunkte:


    1. Maßstab für die Höhe der Entschädigung ist die Spielklasse der 1. Mannschaft
    Werden jugendliche Talente abgeworben, so ist nicht automatisch davon auszugehen, dass dieses Talent dort auch später einmal in der 1. Mannschaft spielen wird. Meist reicht dann das Talent doch nicht oder es findet ein weiterer Wechsel zu einem anderen Verein statt.


    2. Nachweis über tatsächlich entstandene Kosten fehlt
    Esi ist die Frage zu klären, ob man ohne einen konkreten Kostennachweis für die Ausbildung eines Talents im Verein pauschale Aufwandskosten in Rechnung stellen darf?


    3. Zilvilrecht vs Sportrecht
    Verstößt eine im Sportrecht verankerte Regelung das Persönlichkeitsrecht (hier Einschränkung der Freizügigkeit sich den Ort seiner Hobbyausübung) durch Sperre, so ist zu prüfen, inwieweit hier Verhältnismäßigkeit der Interessen mit dem Grundrecht gewahrt wurde.


    Mit einem Urteil des BGH, der Präzidenzwirkung auf die aktuelle Transferregelung im Fussball haben dürfte, ist im September zu rechnen.

    @cucharrero


    Wenn ihr so ein gut besetztes Mädchenteam habt, dann würde ich in einer Jungenstaffel melden. Schon allein deshalb, damit eure Mädchen auf Gegner treffen, von denen auch sie manchmal noch etwas lernen können. Welche Staffel eurer Spielstärke entspricht, dass weiß der zuständige Staffelleiter am besten. Sollte es wider Erwarten nicht klappen, unbedingt Freundschaftsspiele gegen Jungenteams einplanen.



    die Torposition (die große Schwäche vieler Mädchenmannschaften)

    Es sind nicht die Torhüterinnen, sondern häufig die unzureichende Positionsausbildung. Denn wie im Video von Schimansky üder die U 13 von MSV Duisburg zu sehen, hat die Keeperin zwar hervorragende Reflexe, jedoch auch große Schwächen im Stellungsspiel (steht meist an der Torlinie) und im 1 vs 1 (steht aufrecht). Ein wenig gutes TW-Training und die Keeperin hätte die gleichen Fähigkeiten wie ihre männlichen Kollegen. Hab da schon einige Keeperinnen Jg. 2006 gesehen, die es aufgrund von regelmäßigem TW-Training auf Leistungsniveau schon deutlich besser konnten als hier im Video zu sehen.


    Beim Unterbau des Frauen-Profi-Fussballs gibt es noch viel Potenzial nach oben. So gibt es z.B. erst seit ein paar Jahren eine B-Juniorinnen-Bundesliga. Darunter gibt es lediglich hier und dort ein gezieltes Scouting und gute Trainer/innen. TW-Training wird meist von ehemaligen Keepern gemacht, die lediglich ihr Wissen von früher (im Video gut zu sehen, dass der TW-Trainer selbst noch hinter einem Libero gespielt hat und diese Erfahrung so weitergab) weitergeben. Aber schon allein das ist viel mehr als nichts, denn häufig gibt es ein bißchen Torschußtraining und das wars!


    Aufgrund der unzureichenden Förderung in den Vereinen, ist man dazu übergegangen besonders hochtalentierte Mädchen (spielen meist Verbandsauswahl) in der Kreisauswahl oder dem DFB-Stützpunkt bei den Jungen zu fördern. Gerade dort, wo der Weg zum nächsten Verein mit Lesitungsfussball für Mädchen weit weg ist.


    Das Niveau der Mädchenteams schwankt von Jahr zu Jahr sehr stark. Das liegt vornehmlich an der geringen Leistungsdichte, weil deutlich weniger Mädchen spielen bzw. meist auch später mit dem Vereinsfussball starten als die Jungen. Auch nimmt ihre Leistungsentwicklung durch die etwas früher einsetzende Pubertät einen anderen Verlauf wie bei den Jungen.


    Ein talentiertes Mädchen kann sich unter den heutigen Rahmenbedingungen nur im Fussball mit oder/und Jungen sportlich weiterentwickeln.

    Beim Anspruch würde ich als Bambini-Trainer ganz entspannt bleiben und die Zeit genießen. Da kommt die nächsten Jahre noch einiges auf dich zu...

    Besser hätte ich es gar nicht formulieren können!


    Wenn man sich allgemein dem Thema Trainingsbeteiligung nähert, gibt es sehr viele Eiflussfaktoren. Fast immer ist mehr als ein Faktor an einer hohen oder auch niedrigen Trainingsbeteiligung beteiligt.
    Hier sind mal einige Beispiele:


    Spieler:
    Nicht Jeder, der will, kann auch. Nicht Jeder der kann, will auch.


    Eltern:
    Mobilität, Interesse, Verantwortung


    Trainer:
    Fachwissen, Engagement, Verantwortung, Erfahrung in der Mannschaftsführung


    Verein:
    Jugendkonzept, Sorgfalt bei der Trainerauswahl, verantwortungsbewußte Ansprechpartner


    Was Spaß macht?
    Daraus ergibt sich: wann man gern macht, weil es Spaß macht, das will man so oft es irgendwie geht machen. Allerdings schwanken die Interessen, sodass man die Signale der Kinder richtig lesen sollte, um keine falschen Schlüsse zu ziehen und "Daumenschrauben" sind beim Thema Spaß und Hobby wohl mit das Ungünstigste. Wenn eine Trainingsbeteiligung sinkt, dann sollte man mit ein wenig Distanz zunächst die Ursache/n dafür ermitteln und sich selbst als Verursacher mit einbeziehen. Beim Sammeln des Feedbacks hilft es, zwischen den Zeilen lesen zu können, denn nicht immer es der Wortlaut, sondern der dahinter liegende Sinn, der einen Aufschluß erlaubt.


    Was keinen Spaß macht?
    Die mangelnde Trainingsbeteiligung gehört m.E. zu den Hauptgründen, warum Trainer ihren Job an den Nagel hängen. Man darf zu seinem Bedürfnis nach Anerkennung in Form von Trainingsbeteiligung stehen und dies auch seinen Ansprechpartnern (in diesem Fall den Eltern) in verständliher Form mitteilen. Denn wer sich große Mühe und Zeit für die Erstellung einer Trainingseinheit auf Mannschaftsstärke macht, dann aber nur 3 - 5 Teilnehmer erscheinen, sodass man sein Werk gleich wieder in die Tonne werfen kann, weil einige Übungen und Spielformen nur mit Mannschaftsstärke funkitionieren, dann überkommt wohl jedem Trainer der Frust. Passiert soetwas häufiger und sind es nachweislich die Eltern, die das Hobby ihrer Kinder nicht ausreichend unterstützen, stellt man sich selbst die Frage nach dem Sinn dieser Aufgabe?


    Eltern mit ins Boot nehmen!
    Im modernen Fussball nimmt die Dominanz der Eltern zu, weshalb es Sinn macht auch die Elltern von Anfang an mit ins Boot zu holen und gemeinsam mit ihnen Verantwortung für die Kinder zu übernehmen. Wenn jeder weiß, was und warum er es macht, dann kann man sich von Anfang an besser aufeinander verlassen. Auf diese Weise kann man schon früh "Druck vom Kessel" nehmen, weil man so besser kennenlernt, die Grenzen der Kompetenzen bildet und sich dadurch gegenseitig anerkennt, Fahrgemeinschaften bildet, sich gern am Rand des Spielfeld zum Plaudern trifft, nette Leute kennenlernt und Freundschaften bildet. Der Fussballplatz kann so ein Ort des Austauschs von Generationen werden, bei dem es nicht immer nur um Fussball geht. Denn viele Eltern sind Laien im Fussball, aber sie verfüggen über großes Fachwissen ringsherum und sind deshalb wertvolle Ansprechpartner.

    Ein herber Verlust auf dem Weg zur WM in 2 Jahren wird Jogi Löw verkraften müssen. Wie bereits befürchtet hat Schweini nunmehr auch offiziell seinen Rücktritt.


    Unbestätigten Gerüchten zufolge soll zusammen mit Jerome Boating nach Rio unser Handballteam aktiv unterstützen. Denn beide konnten ihre besonderes Talent im "Hand"-Ball unlängst bei der EM unter Beweis stellen. :thumbup:

    Natürlich gibt es ein Erlebnis beim Wettbewerb. Beim Wettbewerb will man aber gewinnen.

    Beim Erlebnis will man auch gewinnen!


    Aber Kinder wie Erwachsene entsinnen sich ihren positiven Erinnerungen (Siege) sehr viel leichter und verdrängen gern negative Erinnerung (Niederlagen). Letztere sind jedoch trotzdem im Unterbewußtsein und können bei ständiger Anhäufung schließlich ins Bewußtsein dringen, zu sichtbaren Formen der Enttäuschungen führen. Werden diese negativen Erinnerung durch Trainer/Eltern durch eine kausale Verbindnung von Ergebnis und Frust verknüpft, dann führt diese Fremdsteuerung zum Dropout des Kindes.


    Mag ja sein, dass es leichte mentale Unterschiede in der geografischen Herkunft der Menschen gibt? Man hört da immer auch was von der Mecker-Menthalität, zu der auch dein Beispiel beim letzten Trainng sehr gut passt. Denn über die Bayern sagt man, dass sie über Gott und die Welt meckern, aber imm auch von Herzen positive Signale (in Form von Geschenken) senden. Der Norddeutsche soll hingegen kühler sein, nicht so viel meckern und stattdessen mit den Füßen abstimmend seine Meinung äußern.


    Letztendlich sind es jedoch alles Menschen mit unterschiedlichen Gemütern und Charakteren, aber nahezu idenitschen Bedürfnissen nach Harmonie, Toleranz und Anerkennung. Die FPL will diesem Bedürfnis in der Altersstufe der F-Jugend ein bißchen näher kommen. Dass dabei für die Erwachsene Hürden übersprungen werden müssen, indem sie sich und ihre Ansprüche ein Stück weit zurück nehmen müssen, ist letzendlich auch eine Charakterfrage, wie weit man die Kinder in den Mittelpunkt des Interesses am Fußball stellt?


    Da du dich ja nun nicht mehr zum Thema äußern magst, wünsche ich dir und deinem Team viel Erfolg für die neue Saison. Ich hatte im Laufe der Diskussion das Gefühl, dass du vielleicht Trainer geworden bist, weil sonst niemand das Team deines Sohnes trainieren wollte, aber über den Input anderer Diskussionsteilnehmer mehr Sinn in deine Traineraufgaben gesehen hast und nun gut gerüstet in die neue Saison gehst. Dass du von den Eltern ein sehr gutes Feedback für deine bisherige Arbeit bekommen hast, ist sicher ebenfalls eine gute Voraussetzung für die Fortsetzung deiner Vereinsarbeit.


    Durch deine Argumente hast du dafür gesorgt, dass das Thema FPL von bislang noch nicht berücksichtigten Seiten beleuchtet wurde. Denn es ist wichtig für die Trainer überzeugen zu können, damit sich die Akeptanz der FPL einen stabilen Weg in den Kinderfussball sucht. Auch wurde gezeigt, dass hierbei jeder die Verantwortung übernehmen kann, denn wie wir ja wissen, beginnt der am Kopf stinkende Fisch (sonst alle guten Ansätze in der FPL wieder zu vernichten. Gerade unsere jüngere Geschichte hat gezeigt, das bei zunehmendem Druck "von unten" die da Oben ganz schnell weg vom Fenster sein können, wenn sie sich dem Willen der Masse entgegen stellen.

    @bob-rooney


    Leider hast du uns noch gar nicht geschrieben, warum die Pässe zu drucklos sind und nicht beim Mitspieler ankommen?


    1. Technik
    Es sehr häufig beobachteter Fehler ist, dass beim Schuß das Standbein etwas zu weit vom Ball entfernt ist und dadurch weder Druck noch Präzision in den Pass gebracht werden kann. Bei anderen Varianten ist das Standbein zu weit oder zu nah hinter dem Ball, so dass das Schußbein nicht richtig durchschwingen kann und/oder der Ball an der falschen Stelle getroffen wird. Auch beobachtet man, dass der Ball nicht mit der Innenspann-Fläche, sondern an der Fußspitze getroffen wird, wodurch der Paß auch unpräzise werden kann.


    2. Taktik
    Der Paßnehmer bleibt einfach stehen, anstatt dem Ball entgegen zu laufen.



    Wenn du es nicht analysieren kannst, mal ein kleines Video uns stell es hier rein. Natürlich mußt du die Jungs vorher fragen.


    3. Vorschlag: Universal-Partnerübung
    a. Hütchen im Abstand von 10 m aufstellen
    b. Im Abstand von ca. 2 m hinter den inneren Hütchen je ein weiteres Hütchen positionieren
    c. Ablauf: Partner passen sich Ball zu, wobei der ballführende Spieler jeweils bis zum vorderne Hütchen dribbelt, dann passt rückwärts wieder zum hinteren Hütchen läuft.
    Der Paßnehmer läuft dem Ball entgegen, nimmt den Ball mit dem ballnahen Fuß mit und paßt ihn auf Höhe des vorderen Hütchens zurück.


    Varianten:
    1. Distanz variieren
    Je nach Fähigkeit der Akteure kann die Distanz des Paßes durch Hütchen variiert werden. Dabei ist auch die Zeit (größere Distanz = mehr Zeit), die der jeweilige Spieler für die Positionsanpassung hat, ein Faktor, der berücksichtigt werden sollte.
    2. Beidfüssigkeit trainieren
    Man kann diese Übung auch mit 2 Bällen machen, was den Vorteil hat,dass unter dem erzeugten Zeitdruck der Pass nicht mehr mit dem schwachen Fuß umlaufen werden kann, sodass der Paß beidfüssig trainiert wird. Diese Variante sollte jedoch erst dann probiert werden


    Der Vorteil dieser Übung liegt zum einen in der hohen Zahl an Wiederholungen sowie einer variantenreichen Positionsanpassung zum Ball. Wenn möglich sollte man die Übungspartner so zusammen stellen, dass jeweils ein technisch stärkerer mit einem technisch schwächeren Spieler übt. Auf diese Weise bekommen die Partner die Übung hin, weil der Stärkere die Fehler des Schwächeren ausgleichen kann. Ferner hilft der Stärkere den Schwächeren und Präsentieren und Nachmachen lassen, die Techniken selbst besser hinzu bekommen. Schließlich liegt auch ein individualtaktischer Vorteil in der Übung. Denn der Ball wird hierbei nicht "totgestoppt", sondern "mitgenommen". Man kann hierbei erläutern, dass der Ball im Spiel jeweils mit dem ballnahen Fuß mitgenommen wird. Ist jedoch ein Gegenspieler in unmittelbarer Nähe und man hat keinen unmittelbaren Paßpartner zum Weiterleiten, dass sollte der Ball in den freien Raum (also vom Gegenspieler weg) mitgenommen werden. Ferner wird geübt, dem gepaßten Ball jeweils entgegen zu laufen, statt zu warten, um das Tempo des Balles für sein Angriffsspiel verbessern zu können.


    Korrekturen:
    - Ball wird neben, statt hinter dem Körper getroffen (Standbein falsch)
    - Ball wird zu tief, zu hoch getroffen (Standbein falsch)
    - Ball wird mit falscher Fußfläche getroffen


    Viel Spaß dabei

    @Das_Huhn


    Gibt es kein Erlebnis beim Wettbewerb?


    Warum ist das Ergebnis für alle Beteiligten so wichtig? Oder gehts da dort vorrangig um die Interessen der Erwachsenen, die weit vor denen der Kinder zu gelten haben?


    Es scheint aber wohl auch eine Menthalitätsfrage zu sein, inwieweit sich die Erwachsenen eines Dorfvereins mit Neuerungen wie die FPL auseinander setzt?