Beiträge von TW-Trainer

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    Wie sehr sie anerkannt sind, hängt bei beiden davon ab, wie viel Werstschätzung sie den Vereinen/Vereinstrainern entgegenbringen.

    Ich möchte gerne näher auf diesen Kommentar eingehen. Denn häufig entstehen Mißverständnisse nur deshalb, weil man zu wenig miteinander, dafür aber zu sehr übereinander redet.


    Auch mir ist aufgefallen, dass es meist Kommunikationsprobleme gibt, die ein partnerschaftliches Miteinander behindern. Von Ausnahmen einmal abgesehen.


    Natürlich ist weder ein Stützpunkt noch ein NLZ-Trainer aufgrund der Größe seines Zuständigkeitsgebiets in der Lage zu allen Vereinen zu fahren, um vor Ort die Gespräche zu führen, um über den Sinn und Zweck der Talentförderung zu informieren und um ggf. Vorurteile abzubauen.


    Andererseits gibt es jedoch auch Kommunikationswege, die m.E. noch zu wenig genutzt werden. Da gibts z.B. die alljährlich stattfindenden Staffeltage, auf denen die DFB-Stützpunktleiter und die NLZ-Leiter unmittelbar für die Vereinstrainer Rede und Antwort stehen können und so unmittelbar erfahren, wo der Schuh drückt!


    Es sind doch nicht die Stützpunkt- oder die NLZ-Traienr, die die Nationalspieler von morgen machen! Ihr in den Vereinen seid es, die durch euer Engagement erst dafür sorgen, dass sich einige Wenige auf den Weg machen, um hohe Ziele zu erreichen. Bei euch lernen sie einen guten Umgang miteinander, die Achtung voreinander, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Die ausgebildeten Talenttrainer sind lediglich die Steigbügelhalter, die versuchen aus denen, die von euch kommen, gut ausgebildete Spieler zu machen.

    @Goodie


    Ich gebe dir vollkommen recht, dass wesentliche Veränderungen nur mit dem Willen und der Billigung von der Spitze der Organisation weiter nach unten getragen werden kann. Schon allein auf Basis eines effekitven Controllings aller Aktivitäten macht dies einen Sinn. Man darf die Organsiation Fussball deshalb nicht mehr mit dem traditionsverklärten Blick früherer Jahrzehnte sehen, wenn man ihn für die Zukunft fit machen möchte. Die FPL ist hier bei nur ein Projekt. Auch an anderen Baustellen hakt es. Natürlich sind die internationalen Skandale des Fussballs auch beim DFB nicht spurlos vorüber gegangen.


    Der Erfinder der FPL hat sich hier im Forum zu Beginn zu Wort gemeldet, um seine Idenn zu präsentieren. Auch der DFB hat eine begleitende Betreuung zugesagt. Doch sie verstummen zusehends, nachdem festgelegt wurde, dass die Einführung der FPL unumkehrbar sei.


    Es wäre höchste Zeit, dass sie sich nach den Erfahrungen von Eltern und Trainern mit der FPL wieder melden, um ihre Ergebnisse mit der sujektiven Wahrnehmung und Schilderung abzugleichen und ggf. Korrekturen als Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten.


    Wer jedoch nicht warten will, bis "all das Gute von oben kommt", der kann sicher im Kleinen (eigene Staffel) gemeinsam mit den Trainern und dem Staffelleiter über Optimierungsmaßnahmen und deren Kontrolle beraten. Das kommt dann sofort den Kindern zugute und für die machen wir es ja schließlich!

    Wir nennen das gerne: Verschlimmbesserung!

    Denke mal, soetwas hat schon jeder miterlebt? Hierbei gehts häufig um eine Verbesserung in einem bestimmten Bereich, der gleichzeitig auf Kosten einer Verschlechterung in einem anderen Bereich geht!
    Das Phänomen, wonach einzelne Abteilungen eine Verselbständigung anstreben, in der ihre eigenen Werte und Normen einzig zählen sollen, kennt man auch in größeren Betrieben. Gern bindet man dabei Anderen einen Affen auf, indem man ihnen ihre ursprüngliche Arbeit machen läßt. Natürlich sollte jeder zunächst sein Säckchen schnüren und prüfen, was er bessser machen kann. Aber in großen Organisationen, in denen wir uns beim Fussball bewegen, kann man erst nach Prüfung und Abwägung eine Veränderung einleiten. Natürlich gibts auch Erfahrungen wonach in großen Organisationen Anpassungen an die Veränderung stattfinden. Aber die müssen nicht unbedingt immer gewünscht sein. Manchmal können solche "Nebengeräusche" (z.B. ... trachten Vereine, Trainer danach, wie sie die neuen FPL-Regeln für sich ausnutzen können, wenn doch der Gegner nichts sagen darf und kein Schiedsrichter die Mißachtung der FPL-Regeln meldet) sogar eine anfänglich gute Idee ins Kippen bringen.


    Vermutlich darf man die FPL lediglich als Notnagel sehen, um die Gewalt am Rande von Kinderspielen einzudämmen? Hierbei wollte man scheibar pragmatisch vorgehen und den kleinsten gemeinsamen Nenner finden. Wenn es dauerhaft besser werden soll, dann müsse alle Interessensgruppen mehr als bisher mitwirken, um die fehlenden Bausteine zu ergänzen.


    Denn das, was man schon zum Start in den Vereinsfussball kaputt gemacht hat, läßt sich später kaum noch reparieren.


    Als der Fussball noch dabei war, andere Freizeitgestaltungen zu verdrängen, meinte man den Kinderfussball nach "Gutsherrenart" als Anhängsel führen zu können, weil es ja immer noch genug Spieler gab, die "oben" ankamen. Jeder aber ist auch die Notwendigkeit zur Bildung von Senioren-Spielgemeinschaften längst Realität geworden. Aber ein durchgängiges neues Jugendkonzept läßt weiterhin auf sich warten. Denn was nützt es allein, wenn hier und da ein gutgeführter Verein soetwas hat, aber schon nach ein paar Spielen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt wird?


    Ohne das Verständnis darüber, dass ein neues Jugendkonzept eine interdiszipliäre Aufgabe darstellt, bei der alle Interessensgruppe aktiv mitwirken müssen, wird auch die FPL lediglich Flickwerk bleiben. Wieviel es dann besser ist als Nichts, bleibt dem Auge des Betrachters überlassen.

    @CokeFreak


    Eigentlich ist es auch so gedacht, dass es bis einschließlich der D-Jugend eine zusätzliche 1 x wöchentliche Förderung auf dem DFB-Stützpunkt gibt. Denn in den allermeisten Fällen bekommt das Talent die benötigte Unterstützung zur Bildung von Selbstbewußtsein in seinem sozialen Umfeld. Danach sollen sich individuell auf nahegelegenen NLZ eine neue Vereinsheimat finden, wenn sie es denn selbst wollen und es mit vertretbarem Zeit- und Kostenaufwand verbunden ist.


    Für die Frühförderung nehmen die Verbände und der DFB eine Menge Geld in die Hand. Vielleicht könnte es noch mehr werden, weil die Stützpunkttrainer mit Geld geködert un sehr gerne abgeworben werden.
    Weitaus mehr Potenzial ist jedoch m.E. in der strukturellen Modernisierung der Talentförderung zu suchen. Hier wird nicht immer ausreichend ausgebildet und zu häufig nach kurzfristigen Erfolgen getrachtet. Auch kann es nicht sein, dass beim Wechsel eines Stützpunkttrainers plötzlich die Talente aus anderen Vereinen kommen. Auch der RAE-Effekt hat längst nicht überall Einzug in den Köpfen der Verantwortlichen gefunden, eben weil man in kürzeren Zeitmaßstäben rechnet, statt die Ausbildung auf die gesamte Jugendzeit in den Fokus zu stellen.


    Dass sich vereinzelt Vereine über die Stützpunkt-Spieler hermachen, ist leider ein weiteres Übel. Es gibt keine neutralen Talentberatungsstellen und gleichzeitig bemühen sich Abwerber möglichst das zu erzählen, was die Talente und ihre Eltern gern hören wollen. Meist ist dann die Enttäuschung groß, wenn die getätigten Aussagen nicht mit der dann vorgefundenen Realität überein stimmen. Wer die "Schwarzen Schafe" sind, erfährt Mann/Frau dann meist erst hinterher!


    NLZ ist auch kein geschützter Begriff. Selbst, wenn es hier für die Bundesliga-Vereine Zertifizierungen gibt. Leistungszentrum darf sich jeder Verein nennen. Dort darf auch jeder Trainer werden. Diese Intrasparenz erleichtert den Vereinen ihre Abwerbeerfolge. Wie will sich da ein Laie zurecht finden?


    Das Modell der Aufwandsentschädigung könnte im September durchaus durch die Bestätigung beim BGH gekippt werden. Denn die aktuelle Aufwandsentschädigung beruht auf die durchschnittliche Kostenersparnis bei der Ausbildung unabhängig davon, ob der abgeworbene Spieler mal in der 1. Seniorenmannschaft spielt. Bereits das OLG hat festgestellt, dass hier lediglich die real nachgewiesenen Ausbildungskosten des abgebenden Vereins die Basis einer Ausbildungsentschädigung sein dürften. Dieser Kostennachweis wird bei den Vereinen, die ihre Jugendtrainer mit einem feuchten Händedruck und ein Vergelts Gott bedanken kostenlos arbeiten lassen, wohl schwierig werden? Hinzu kommt, dass sie für ihre Kinder und Jugendlichen kommunale Zuschüsse kassieren, denn dann in Abzug bebracht werden müssen. Selbst dann, wenn dieses Geld zweckentfremdet für die 1. Seniorenmannschaft verprasst wurde. Auch bei den Spielern, die tatsächlich einmal den Weg in den bezahlten Fussball finden, dürften sich die Tranferregelungen analog dem Bosman-Urteil verändern. Denn eine Sperre nach Aufkündigung des Vertagsverhältnisses würde das Recht auf Freizügigikeit außergewöhnlich einschränken. Bsilang war man in den Verbänden der Meinung, dass es genügt hier eine Einigung zu erzielen, an die sich alle Teilnehmer zu halten haben. Das BGH könnte dies genau in den Fällen anders sehen, in denen das Zivilrecht zu einer anderen Auslegung gelangt.


    Inweiweit bereits getätigte Transferzahlungen auf Basis einer von Anfang an schwebenden Unwirksamkeit zurück gezahlt werden müssen und ob die Verbände aufgrund dieser Regeleinführung in Regress genommen werden können, wird beim Kippen der Transferregeln durch den BGH ebenfalls diskutiert werden müssen?

    Dann könnte man Trainern, die sich daneben benehmen auch die Lizenz entziehen (ähnlich dem Führerschein ;-)) - und der DFB hätte eine weitere Einnahmequelle "MPU"

    Richtig ist, dass einem Lizenz-Trainer, die nicht regelmäßig an Fortbildungsmaßnahmen teilnimmt, die Lizenzverlängerung verweigert wird. Die Teilnahme kostet übrigens auch Geld!


    Benimmt sich ein Trainer daneben und kommt es zu einer Verhandlung vor dem Sportgericht, so muß der Lizenztrainer bzw. sein Verein ebenfalls mit einer Strafe rechnen. Das kann bis hin zu einer lebenslangen Sperre als Trainer gehen. Insofern hast du vollkommen recht und das nicht mal zum Spaß! Allerdings gibt der DFB mehr Geld an Vereinszuschüssen für die Trainer aus, die sich nicht daneben benehmen und für ihren Verein und dem sozialen Umfeld wertvolle Arbeit leisten.


    Aber eine Lizenz allein gibt selbstverständlich nicht die Sicherheit, dass so ein Trainer nicht irgendwann daneben benimmt! Vielleicht kann man aber hier auf eine größere Einsicht auf einen Fehler hoffen, weil er es in seiner Ausbildung anders kennengelernt hat?


    Ich finde deinen Vergleich mit dem Führerschein aber gar nicht mal so übel! Denn mit der Übereichung des Führerscheins hast du bewiesen, dass du dich im deinem Fahrzeug im Straßenverkehr einigermaßen sicher bewegen kannst. Das Autofahren und eine noch größere Sicherheit bekommst du erst nach weiterer Praxis. Ähnlich kann man das auch mit der ersten Trainerlizenz sehen. Dir werden mit der Lizenzübergabe die Fähigkeiten für einen guten Start in die Traineraufgabe anerkannt. Der spätere Alltag mit unterschiedlichen Mannschaften und Altesgruppen stellt jedoch weitere Bewährungsproben.


    Was jemand aus seinem Führerschein oder seiner Trainerlizenz macht, liegt also ganz an ihm! Denn es hat sich lediglich eine neue Tür geöffnet, die ihm mehr Möglichkeiten bietet.

    Ausfallen mussten hier letzte Saison keine Spiele. Auch die Entfernungen halten sich in Grenzen.

    Keine Spielausfälle ist schon sehr aussergewöhnlich für den Mädchenfussball Schau dich ruhig mal auf den Seiten von www.fussball.de um, wie häufig dort ein Nichtantritt eines Teams vermeldet wird! Das sind aber nur die Spitzen, denn meist wählt man sich die Finger wund, um noch irgendeinen Ausweichtermin zu bekommen.


    Es geht auch nicht darum "baden" zu gehen, sondern eure Möglichkeiten auszuloten.


    Im F-Jugendbereich der Jungen gibt es eine große Spanne am Leistungspotenzial. Dort gibt es vereinzelt Staffeln mit des älteren Jahrgangs mit überdurchschnittlichem Level. Aber dort gibts eben auch Teams mit vorwiegend jüngerem Jahrgang oder Fussballanfängern. In letzterem hätte ein E-Juniorinnen-Team sicher eine gute Chance auf Augenhöhe mitzuspielen.


    Wenn es allerdings bei euch eine E-Juniorinnenstaffel mit vertretbaren Entfernungen gibt, dürften eure Argumente trotzdem im Jungenbereich spielen zu wollen, sehr dünn sein. Ferner liegt es an euch und der Unterstützung durch die Eltern, wie gut sich eure Mädchen sportlich entwickeln? Es spricht ja auch nichts dagegen hin und wieder mal ein Freundschaftsspiel gegen ein von der Leistung her "passendes" F-Jugend-Team machen?

    Ich habe mich wegen der Einführung der FPL sogar bis hoch zum Verband beschwert und habe mich über Verband, Spielleiter und Funktionäre geärgert.

    Als ich erstmals die Fairplay-Regeln las hab ich gedacht, dass es das Beste ist, was ich seit langen im Kinderfussball gefunden habe.


    Später hab ich jedoch eingeschränkt, dass mir die Unterstützung durch die Verbände und den DFB für die FPL nicht weit genug geht.


    Ferner hätte ich mir gewünscht, dass bestimmte Regeln (z.B. Zuschauerzone, Coachingzone) in den kompletten Kinderfussball übernommen werden.


    Auch hätte ich es befürwortet, dass nur solche Teams zum Staffelwettbewerb nach Punkten und Tabellen zugelassen werden, deren Trainer eine Lizenzausbildung besitzen. Nicht, dass das dann die perfekten Trainer wären, aber man hätte zumindest ein Basisniveau über ein Wissensfundament in Trainingslehre, ein weig Mannschaftsführung, Regelkunde sowie Erste Hilfe.


    Mit sanftem Druck könnte somit der Nachwuchs-Fussball ein wenig aus seinem Schattendasein der Vereine heraus treten.


    Hierfür bräuchte es sicherlich einen Zeitplan für die Maßnahmen und eine finanzielle bzw. Know-How-Untertützung durch den DFB und die Verbände mehr Wert auf gut ausgebildete Trainer, sowie eine korrekte Kostenerstattung zu legen und dadurch die Trainer- und Spielerzufriedenheit zu erhöhen.


    Aber da war ich dann wohl zu ungeduldig?

    Ich befasse mich privat wie beruflich mit dem Thema und meine Frau ist Therapeutin. Jungs entwickeln sich physisch wie psychisch anders und haben somit andere Bedürfnisse als Mädchen.

    Ohne Zweifel gibt es eine unterschiedliche anatomische Entwicklung. Daran hat sich seit Menschengedenken wohl kaum etwas verändert. Geändert hat sich jedoch das Rollenverständnis zwischen den Geschlechtern. Mehr und mehr verschwinden die Männerdomänen im Beruf und der Sportwelt. Aber natürlich sind wir noch weit davon entfernt von einer geschlechtsübergreifenden Selbstverständlichkeit. Das fängt schon mit einer fairen Leistungsbeurteilung an, an dessen Ende meist die Wertlosigkeit von Frauen-Sport angezeigt wird, weil sie ja nicht an die Leistungen der Männer heran ragt! Wie aber argumentiert man, wenn es Frauen schaffen mehr zu leisten als den der früheren Männer? Sind vielleicht die heutigen Frauen stärker und leistungsfähiger als die früheren Männer?


    Sie ist es schließlich dem Blickwinkel des Betrachters überlassen, was er für unterscheidenswert hält!


    Klar können wir noch nicht auf eine lange Tradition des Mädchenfussballs zurückgreifen, jedoch konsternieren, dass es durchaus auch Mädchen gibt, die es den Jungen gleichtun wollen und dazu auch fähig sind. Die meisten Verbands- und DFB-Nachwuchsspielerinnen gehören Jungenteams an und sind dort Leistungsträger.


    Natürlich gehören auch die Mädchen in die Betrachtung des Fairplays! Selbst wenn es darunter genauso Viele gibt, die schlecht verlieren können. Aber um das herauszufinden, braucht es keiner Fairplay-Regeln, da genügt ein "Mensch-Argere-Dich-Nicht-Spiel!


    Im Sinne der Gleichberechtigung, zu der wir uns ja schon seit ein paar Jahren bekennen, sollten wir die Diskussion um die Fairplay-Liga jedoch geschlechtsübergreifend verstehen. Ansonsten müßten wir zusätzliche Prämissen für die Möglichkeit und den Wert des Erreichens dieser Ziele finden. ich hoffe, auch du bist damit einverstanden?

    na ja, das kann man aber recht schnell argumentativ vom Tisch bekommen.

    Nein, das macht bestimmt niemand! Doch hier wurde sehr viel mehr bei der FPL in Frage gestellt. Bei manchen Dingen haben andere Trainer sicher ähnliche Erfahrungen geamacht wie @HamburgerTrainer, aber in einigen Punkten wurde deshalb widersprochen, weil gefragt werden sollte, inwieweit die eigene Einstellung zu diesen Punkten zu einer Veränderung führt?


    Dein Punkt: Kinder in diesem Alter interessieren sich kaum für Tabellen hat ebenfalls dazu geführt, die Tabelle als Sichtweise für den Erfolg im Fussball einer öffentlichen Präsentationswürdigkeit zu entziehen. Dass man sie intern weiterhin führt, um so Entscheidungshilfen für die bestmögliche Staffelbildung (viele spannende Spiele auf Augenhöhe) zu finden, ist eine andere Sache.


    Aber @HamburgerTrainer leitet den Tabellenanspruch aus den Idol-Vereinen ab und will ihn als Bedürfnis der Kinder übertragen? Dies scheint mir doch weit her geholt! Da sieht man den "dicken Paule" mit einem "Ronaldo"-T-Shirt, wohl wissend, dass er stolzer Fan dieses Spielers ist. Aber wie läßt sich dann erklären, dass fussballbegeisterte Mädchen auf dem T-Shirt Namen männlicher Profis tragen? Ganz einfach: es wird mit Kinderaugen anders gesehen! Man ist stolz darauf ohne hier Zwänge für das eigene Hobby ableiten zu wollen. M.E. ist das Bedürfnis nach der Darstellung des Kinderfussballs aus Sicht der Erwachsenen sehr viel tiefer aus der Historie begründbar. Dazu braucht man nur ein wenig in den Sprachgebrauch vertiefen. HIer läßt sich der Ursprung der Begriffe (z.B. Truppe, Angriff, marschieren) aus der Militärgeschichte kaum leugnen. Selbst der Begriff des Ehrenamts entstammt in Anlehnung einer durch Obrigkeit gelenkten Pfilchterfüllung. Wenn Kinder spielen, dann messen sie sich! Selbst beim Raufen sind keine Verletzungen des Gegners geplant. Ein Machtanspruch (z.B. über eine Tabelle) kann über die Erwachsenen beeinflusst werden, weil auch sie über verselbständigte, aber nie hinterfragte Begriffe dieser Tradition folgen.


    Daran wird die Fairplay-Liga gewiss nicht scheitern, aber man mag so manche Erklärung darin finden, warum es so schwierig erscheint, den Kindern ihren Fussball einfach zurück zu geben.


    Wer jemals Straßenfussball gespielt hat, der wird erwachsene Zuschauer gar nicht vermissen. Denn sobald sie sich ins Spiel einmischen, wird es fast immer nur noch schlechter!


    Die Fairplay-Regeln sind deshalb nur als Notnagel zu verstehen, weil man die Eltern durch die wachsende Mobilität und Freizeitgestaltung nicht mehr vom Kinderfussball wegbekommt. Ein Bulli und ein Fahrer könnten so manchen Wutanfall und so manche Träne ersparen. Und die Eltern könnten sich endlich ein eigenes Hobby suchen! Solange man aber auf kostenlos arbeitenden Laien setzt, die sich am einfachsten aus dem Elternkreis finden läßt, wird es auf Kravall gebürstete Idioten im Kinderfussball geben.

    @CokeFreak


    Dass Schulen dem Freizeitangebot von Vereinen den Rang ablaufen, könnte in der Tat passieren, wenn es keinen Wandel im "Vereinsdenken" gibt, der vielerorts noch als Anhängsel am Seniorenfussball verstanden wird und deshalb nach wie vor kaum eine Rolle bei den Zukunftsplanungen spielt. Es ist kaum zu erkennen, wie man dem Dropout im Jugendbereich mit wirksamen Maßnahmen begegnen will?


    Schon einmal, nämlich im Mädchenfussball ist es den Schulen gelungen, hier Leistungsfussball zu etabieren. Einen ähnlichen Weg ist man in den neuen Bundesländern gegangen. Dort gibt es Univiersitäten, in denen Frauenleistungsfussball angeboten wird. In einigen Uni-Städten konnte man sogar Profifussball mit dem Studium kombinieren.


    Aber Schulen haben gereits als Kooperationspartner von NLZ eine wachsende Bedeutung. Weil es sich jedoch hierbei fast ausschließlich um Gymnasien handelt, könnte bereits darin ein Grund gelegen haben


    Dass es einen starken Wunsch nach Veränderungen gibt, zeigen auch die Fussballschulen unter privater Führung.


    Denke mal nicht, dass man anhand von Leroy Sané Einsätzen in Nachwuchsteams irgendetwas ableiten kann? Allenfalls, dass es weitaus mehr Wege gibt, sich für höchste Ansprüche zu empfehlen. Sonst müßte man sich auch fragen, warum es seine Brüder nicht soweit geschafft haben. Ähnich wie bei den Brüdern von Kroos, Schweinsteiger und noch eine Reihe Anderer werden ja die Dinge wie Talentanlagen genetischer Natur immer wieder diskutiert.


    Es hat auch mal in der damaligen DDR Versuche gegeben, anhand genetischer und anatomischer Merkmale Torhüter auszusuchen. Man wollte schließlich nichts dem Zufall überlassen. Aber dabei herausgekommen ist nicht viel!


    Man muß m.E. jedoch nicht den deutschen Fussball infrage stellen. Jedoch bedarf es nach der intensiven Beschäftigung mti dem Kurzpaß- und Ballbesitzspiel, was man sich von den Spanieren abgekupfert hat, eine Korrektur in Richtung Zielstrebigkeit beim Torabschluß. Aus dieser Angriffschwäche resultiert vermeintlich auch die Abwehrschwäche gegen dribblingstarke Gegner (z.B. Portugal)? Ob man jedoch bereits in 2 Jahren bei der WM schon Fortschritte vermelden kann, darf bezweifelt werden. Hier könnte eine andere Sichtweise bei der Bewertung der inidviduellen Fähigkeit von Talenten eine weitere Rolle spielen? Unsere Ausbildung hat immer noch ein sehr hohes Niveau, allerdings wohl nicht mehr das Top-Niveau! Damit wird man sich auseinandersetzen müssen. Je gründlicher, desto besser! Die Schule kann einen guten Beitrag dazu leisten, wenn sie Sport auf hohem Leistungsniveau anbietet. Doch dann müßte auch die universitäre Ausbildung der Sportlehrer teilweise einen anderen Weg gehen als die einer Fortsetzung von Inhalten der Sport-Leistungskurse aus den Gymnaisen. Die Kopperationen der Schulen gründen sich derzeit weitgehend auf die allgemeine Schulausbildung, die besser mit dem Leistungssport in den Vereinen kombiniert werden soll. Auch hier könnte man neue Wege beschreiben, indem sich z.B. mehrere Profivereine mit regionaler Nähe ein gemeinsamens NLZ betreiben und so mit mehr Professionalität ein gleichbleibendes Niveau garantieren können. Hier steht häufig das Kirchturmdenken der Vereine der Forderung, jährlich eine höhere Zahl an sehr gut ausgebildeten Nachwuchsspielern für höchste Ansprüche auszubilden, dieser Entwicklungsmöglichkeit im Wege! In Ländern mit weniger starker finanzieller Unterstützung wird dieser Weg bereits seit Jahren mit großem Erfolg beschritten.

    Hallo Tanja,


    das hängt in erster Linie von der Unterstützung der Eltern ab. D.h. ob sie ihre Grazien regelmäßig zum Training und den Spielen schicken? Desweiteren hängt es davon ab, ob eure Trainer/innen zuverlässig sind und über en wenig Eigenkönnen verfügen, sodass sie das Mädchenteam sportlich konkurrenzfähig halten.


    Bei den E-Juniorinnen müssen aus den vorgenannten Gründen leider Spiele ausfallen, weil man keine Mannschaft zusammen bekommt oder der/die Trainer anderweitig beschäftigt sind. Eine sportliche Weiterentwicklung ist bei reinen Mädchen-E-Juniorinnen-Teams kaum zu erwarten. Denn hier kicken überwiegend Anfängerinnen, die sich zunächst einmal ausprobieren wollen. Stärkere Mädchen spielten fast ausschließlich in den Jungenteams mit.


    Ein höherer sportlicher Anreiz ist in der F-Jugend bei den Jungen zu erwarten. Je nach dem, ob ihr in eine stärktere oder schwächere Staffel spielt ist auch das Niveau unterschiedlich.


    Ansonsten müßt ihr euch zunächst mit dem Staffelleiter in Verbindung setzen, denn man darf nicht überall als reine Mädchenmannschaft in einer Jungenliga spielen. Solange die Trainer und Eltern der Jungenteams nur Siege gegen euer Mädchenteam zu erwarten haben, ist die Fussballwelt noch O.K. Aber wehe, ihr gewinnt! Dann droht Ungemach, weil Mädchen/Frauen ja eigentlich keinen richtigen Fussball spielen können.
    Um Ärger zu umgehen, sollte man mindestens 1 Jungen "buchhalterisch" (d.h. der kann schon aufgehört haben, aber sein Spielerpaß ist noch gültig) auf eurer Anmeldeliste haben. Denn dann seit ihr ein gemischtes Team und habt Anspruch auf das Mitspielen in einer Jungen-Staffel.


    Zusammenfassend kann man sagen, dass ihr mehr Möglichkeiten habt, wenn ihr euer Team in einer Jungenstaffel anmeldet. Die E-Juniorinnen (teilweise sogar F-Juniorinnen) sollten den Zweck erfüllen, aufgrund wegbrechender Mitgliederzahlen bei den Jungen durch zusätzliche weibliche Mitglieder zu kompensieren. Weil es in vielen Gebieten sehr wenig reine Mädchenteams im E-Jugend-Bereich gibt, ist die Teilnahme in Mädchenstaffeln häufig mit weiteren Fahrten zu den Spielen verbunden. Letzendlich entscheiden jedoch die Rahmenbedingungen vor Ort.

    Genau so wenig habe ich gesagt, dass NLZ-Trainer "Bosse" werden sollen .....
    Beraten, Schulen, Kompetenzen aufbauen , Strukturen hinterfragen , Konzepte mit erarbeiten

    Solche Versuche hat es bereits gegeben, wenn z.B. NLZ-Trainer eine neue Herausforderung gesucht haben.


    Problem ist jedoch, dass beide Seiten sich nur unzureichend verstehen. Der NLZ-Trainer sieht bestimmte Rahmenbedingungen als unerlässlich an, während die Verantwortlichen des Vereins nach einer Kosten-Nutzenrechnung die aktuellen Möglichkeiten kalkulieren.
    Eine Umverteilung der finaziellen Mittel kommt für sie nicht infrage. Die 1. Seniorenmansnchaft rechtfertigt als Sponsoren- und Publikumsmagnet den Einsatz des größten Budget-Anteils. Der Rest muß so verteilt werden, wie es gerade hinkommt.


    Schließlich aber ist es ein NLZ-Trainer gewöhnt mit Partnern zusammen zu arbeiten, die über ein hohes Maß an Eigenengagement verfügen. Hier liegt m.E. der größte Unterschied zum Breitensportbereich, in der eher schubhafte als kontiniierliche und verlässliche Abläufe zu erwarten sind. Ein gewisses Maß an Professionalität sollte deshalb schon vorhanden sein, sonst braucht man sich erst gar nicht um solche Trainer bemühen.

    Da muss nachgebessert werden. Das System von quasi "Zwangfreundschaftsspielen" ist mMn nicht zielführend!

    Da sprichst du vermutlich vielen Trainern/Eltern aus der Seele, die die Fairplay-Liga ebenso nur als ein Baustein und nicht als ein neues System für den Start in den Kinderfussball wahrnehmen?


    Zunächst einmal möchte ich die Motive zur Einführung der Fairplay-Liga in Erinnerung rufen:


    1. Weil ausgebildetete Schiedsrichter für die F-Jugend-Spiele nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind, greifen Eltern/Trainer als Schiedsrichter zur Pfeife. An deren laienhaften und evl. nicht neutralen Enscheidungen entzündeten sich die Gemüter, sodass es teilweise zu Ausschreitungen unter den Zuschauern im Rahmen dieser Punktspiele gab.


    2. Die hier größtenteils tätigen Trainer besitzen meist keine Ausbildung, kennen häufig nicht einmal die Fussball-Regeln in ausreichendem Maße, müssen noch ihre Aufgaben in der Mannschaftsführung erlernen, weshalb ihnen der Einsatz in Staffeln ohne Punktspiel-Wertung entgegen kommt.


    3. Auch Eltern von Teams, die fast alle Spiele verlieren, befürworten den Wettbewerb ohne Tabellle, weil hier sichergestellt ist, dass auch beim Verlieren der Spaß im Mittelpunkt steht.


    4. Kinder sollten eigenverantwortlich in ihrem Spiel agieren. Eltern sollten durch Sicherheitsabstand (Zuschauerzone) nicht mehr ins Spiel der Kinder eingreifen. Trainer sollten nur dann in der gemeinsam nebeneinander (Coachingzone) ins Spiel eingreifen, wenn sich die Kinder mal nicht einig werden können.


    Soweit zur Theorie! Schon zur Zeitpunkt der Einführung wurde bemängelt, dass es keine ausreichende Unterstützung bei der Einführung der FPL-Liga gab. Dadurch gab es schon sehr früh unterschiedliche Regelungen, sodass kaum festgestellt werden konnte, ob das gewünschte Ziel ("den Kindern ihren Fussball zurück geben") erreicht wurde bzw. werden konnte.


    Von Seiten des DFB und der Verbände verhielt man sich eher neutral und wollte die Veränderungen beobachten. Doch wie wenig diese Medienabteilungen damit anfangen können zeigt die nach wie vor nach traditionellen Wertmaßstäben Berichterstattung, in denen man sich bewußt oder unbewußt auf die eingetretenen Veränderungen hinwegsetzt. So mancher unerfahrene Trainer mag deshalb sehnsüchtig nach den alten Regeln rufen, wo man noch sehr viel klarer "Freund und Feind" ausmachen konnte, anstatt diesem "Weichspüler-Fussball" für in Watte eingepackten Spielern zuzuschauen, die in der Halbzeitpause von Mutti noch den Schnuller in den Mund gesteckt kriegen! ;( Wer ein harter Kerl werden will, der geht also ins Zeltlager! die haben dem Fussball schon lang den Rang abgelaufen, weil hier noch nach Herzenslust gerauft und herum gebalgt werden darf! In der Menge schaut eh nicht so genau einer hin, wer jetzt gerade verprügelt wird!


    Zu Siegern gehören eben auch Verlierer. So ähnlich ist es dann auch in der Schule, nur das heute die Lehrer nicht mehr die potenziellen Sitzenbleiber mit "schlagenden" Argumenten pädagogisch wertvoll nachhelfen dürfen. Wer die besondere Ehre einer "großen Urkunde" bei den Bundesjugendspielen über sich ergehen lassen durfe, war natürlich anschließend automatisch der Mannschaftsführer und bestimmte, wer den Ball aufpumpen und wiederholen wurde.


    Naja, nun denkt man darüber nach, während der Grundschulzeit die Zensuren abzuschaffen und durch Beurteilungen zu individualisieren! Fragt sich dann ebenfalls, ob ein Pauker das besser kann oder ob der Schaden für die Zukunft des Kindes dadurch etwas geringer wird?


    Ein Schwerpunkt der FPL ist sicher das Spektrum, in dem noch nicht ausreichend verstanden wird, was Kinder wollen und wie sie sich dabei wohl fühlen. Denn in unserer auf Leistung beruhenden Gesellschaft ist es schwierig, sie in ihrer Kreativität in einer angstfreien Umgebung entwickeln zu lassen! Hierin hat man eine Chance gesehen, sich im Kinderfussball zu wandeln. Denn man steht als Freizeitgestaltung längst nicht mehr konkurrenzlos auf einem Elfenbeinturm.


    Kinder sind jedoch die einzige Zukunft für die Vereine, die Verbände und dem DFB! Es sind sogar die kleinen Dorfvereinen, die die Nationalspieler von morgen und übermorgen machen. Denn wer bereits dort auf Menschen trifft, die sie wie kleine Erwachsene, statt heranwachsende Kleine behandeln, dann werden sie sich schon früh abwenden. Dieser Prozess des Dropout im Kinderfussball ist bereits im Gange und er nimmt jährlich zu!


    Zeit innezuhalten und unsere Ziele mit denen unserer Kinder zu vergleichen? Denn jede Veränderung fängt im Kopf an!

    höchstens 50% Brüllaffen

    genau deshalb ist der Fussball mancherorts zu einer "Prolo-Sportart" verkommen, wehalb man z.B. lieber Handball spielt. Zwar gehts dort noch viel öfter "hitzig" zu, jedoch wird man selten so persönlich wie beim Fussball!


    Im Regelfall empfindet man einen besonders lauten Trainer eher als störend! Natürlich kommt es auch auf den Inhalt an, ob man das Gebrülle auch noch als nervig empfindet?


    Die Frage ist natürlich, was sich Eltern am liebsten wünschen:


    1. Das Team soll immer siegen
    2. Der Trainer soll die Spieler nur dort spielen lassen, wo sie für die Mannschaft am besten spielen
    3. Der Trainer soll nur die besten Spieler aufstellen
    3.a. die anderen Spieler dürfen spielen, wenn sie sich im Training bewähren oder wenn mal jemand fehlt
    4. Der Trainer soll das immer immer loben
    5. der Trainer darf das Kind kritisieren, wenn es schlecht spielt
    6. Der Trainer soll das Kind trösten
    7. Der Trainer soll alles unternehmen, um eine Niederlage zu vermeiden
    8. Der Trainer soll die Spieler, die nicht auf seine Kommandos hören, sofort auswechseln
    9. Der Trainer soll alle Spieler seiner Mannschaft unabhängig vom Gegner und Spielstand in etwa gleiche Spielzeiten gewähren
    10. die Eltern sollen mitentscheiden, wer spielen darf und wie gespielt werden soll
    11. der Trainer soll der Kinder-Clown sein, denn Spaß ist wichtig, Fussball aber nicht so sehr
    12. der Trainer soll der Kümmerer (KInder abholen und zurück bringen) sein, damit die Eltern einige Stunden in der Woche für sich haben
    13. Sonstige Motive

    Bei einem Turnier reicht oft ja schon ein doofes Ergebnis und man fliegt raus. Oder umgekehrt, man gewinnt 2-mal glücklich und plötzlich ist alles super?! Man muss im Nachwuchsbereich wohl eher drauf achten, wieviele der Talente man wirklich im hochklassigen Erwachsenenfussball unterbringt. Und da sieht Deutschland ja eigentlich in den letzten Jahren nicht so schlecht aus.

    Ja, stimmt schon! Aber das gilt selbstverständlich für die anderen Teilnehmer ebenfalls.
    Mir ist jedoch noch der extrem starke Keeper der Portugiesen aufgefallen, der insbesondere beim Stellungsspiel kaum Fehler zeigte.


    Nach dem gestrigen 3 : 0 gegen Österreich hat man zumindest noch eine Minimalchance gewahrt an der U 20 WM im nächsten Jahr teilzunehmen.
    Deutlich zu erkennen war die verbesserte Abstimmung in der Defensive. Nach wie vor ein Manko sah ich im Herausspielen von Torchancen. So fielen die Treffer mehr oder weniger aus Standards. Allerdings handelt es sich herbei um Spieler, die teilweise bereits Einsätze in der Senioren-Bundesliga hatten, weshalb sie sich auch an diesen Maßstäben messen lassen müssen.


    Besonders positiv fiel mir Philipp Ochs auf, weil er konstant gute Leistungen brachte! Ansonsten war die hohe Fehlpaßquote in allen 3 Spielen zu sehen. Für manche schien das Spiel anhand ihrer technischen Möglichkeiten zu schnell.


    Auf das Ballbesitzspiel der Deutschen hat man sich international länst eingestellt. Das konnte man gerade beim Spiel gegen Portugal sehr gut erkennen. Gegen Österreich saß man in der 1. Halbzeit wieder nicht gut aus. Es ergaben sich in der 2. Halbzeit auch erst Lücken, als man in Führung ging und der Gegner nunmehr offenisver agieren mußte.


    Mir scheint fast, dass unsere Verantwortlichen bei der Vergabe von Schlüsselpositionen in der zentralen Achse die Fehler wiederholen und dem eigenen Nachwuchs zu wenig Entwicklungschancen einräumen. Man wird es genauer analysieren müssen, was dort passiert ist!


    Drücken wir unserer U 19 mal die Chance, dass sie als einer der bestplazierten Dritten noch auf den Zug zur WM im nächsten Jahr aufsteigen kann. Eine Teilnahme wäre schon wichtig, weil die dort gemachten Erfahrungen für die Zukunft der Spieler prägend sind.


    Eure Ideen zur Verbesserung der Basis find ich interessant! Natürlich würde es sehr helfen, wenn überhall gute Trainer arbeiten würden. Schon allein deshalb umd diesen Sport gegenüber anderen Sportarten aufwerten zu können. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Erwartungen von Trainer und Spielern in etwa überein stimmen. In diesem Zusammenhnag glaube ich, ein NLZ-Trainer wäre mit einer Breitensport-Mannschaft todunglücklich und umgekehrt vermutlich auch?

    Liebe Trainerkollegen,


    natürlich kann man es als Erfolg werten, wenn unsere Nationalmannschaft ins Halbfinale gelangt ist. Jedoch ist es als Weltmeister sicher auch eine Herausforderung, unmittelbar um den EM-Titel kämpfen und hierbei realistische Chancen zu präsentieren.


    Doch noch gar nicht zu einer tieferen Anaylse fähig, ereilt und das frühzeitigen Ausscheiden unserer U 19 bei der EM im eigenen Lande in der Gruppenphase!


    Auch diesem Team durfte man ein dominantes Spiel bescheinigen! Allerdings waren die individuellen Defizite im eigenen und dem gegnerischen Strafraum kaum übersehbar.


    Was muß sich nach eurer Meinung in der Nachwuchs-Förderung ändern, damit wir den Anschluß an die Top-Teams innerhalb und außerhalb Europas nicht verpassen?

    @Spieler-papa


    Wenn deine Tochter will, dann lass sie solange es geht, in einem Jungenteam spielen. Denn nur dort ist ein zuverlässiger Leistungslevel garantiert. Heutzutage kommen fast alle Mädchen der Verbands- und DFB-Auswahl aus Jungenteams.


    Von Mädchen-Leistungsfussball kann man, wenn überhaupt erst ab den B-Juniorinnen sprechen. Aber selbst dort kann ein Verein sich teilweise für deren Verbandsliga (direkt unterhalb der B-Juniorinnen-Bundesliga) an- und abmelden. Es muß sich nicht einmal sportlich dafür qualifzieren.


    Im C-Juniorinnenbereich spielen schon einige regionale Mädchen-Auswahlteams unter dem Dach eines Vereins. Jedoch kicken die in Jungen-Ligen, um dort ausreichend gefordert zu werden. im unteren Jugendbereich kann es hier und da mal in einer Saison ein starkes Mädchenteams geben.


    In den vergangenen Jahren hat sich im Nachwuchsbereich des Frauen-Profifussballs die ein eigenes Talentscouting entwickelt. Aber ähnlich wie bei den Jungen, sollte man als Eltern Sorgfalt dabei walten lassen, ob Aufwand und Erwartungen in Einklang gebracht werden können. Denn auch dort ist schon so manche Träne verdrückt worden, wenn es schon früh "verheizt" wurde!


    Noch eine Anmerkung zum Schluß. Natürlich kann eine Vereinstrainerin initiativ werden. Allerdings organisiert der Verband bzw. der DFB selbst seine Förder-Stützpunkte. Ferner knüpft sich an den Auswahltrainern bestimmte Bedingungen (z.B. entsprechende Trainerlizenz).


    Eine der Schwierigkeiten in der Mädchenförderung besteht darin, dass sehr viele Mädchen erst später in den Vereinsfussball einsteigen. Hier kommt es sogar vor, dass Mädchen die zuvor nur mit ihren Brüdern oder Freunden gekickt, aber noch gar nicht im Verein gespielt haben, in eine Auswahl berufen werden, wenn sie sich beim Schulsport oder in anderen Gelegenheiten als besonders talentiert gezeigt haben.


    Wie jedoch bereits in anderen Threads angemerkt sollte das Angebot der Eliteförderung auch nicht als einzig möglicher Weg angesehen werden. Vielmehr ist es wichtig, den Spaß am Fussball als höchstes Kritierium zu sehen. Das Andere kommt dann fast schon von allein.

    @SomaFalke


    Denke mal, dass du mit deiner 4-er Kette weniger Probleme gegen 2 gegnerische Angreifer hast als der Gegner mit seiner 3-er Kette gegen deine beiden Angreifer? Denn es geht ja um das Verteidigen von Chancen im und am Strafraum und nicht ums klassische Abwehr- oder Mittelfeldpressing richtig?
    Deshalb meine Frage: bist du dir sicher, dass der Gegner ein 3 : 5 : 2 spielen wird oder soll bei denen daraus ein 5 : 3 : 2 werden (wie man es in der EM einige Male sah) bei gegnerischem Ballbesitz werden? Denn die 5-er Kette kann zentral als auch von außen kommend den ballführenden Spieler doppeln.


    Mal anders gefragt: in welcher Liga spielt ihr? Davon sollte sicher der Anspruch aufs Niveau abgeleitet werden können? Vielleicht klärt sich dann auch, warum du deine beiden 6-er am gegnerischen 10-er herlaufen binden willst?

    Da meine Frau als Betreuerin an meiner Seite ist, werde ich immer dann eingebremst, wenn ich zu laut werde Aber ich arbeite daran mich da auch zu verbessern

    Find ich ne super Idee, dass dich deine Frau unterstützt!


    Geb dir auch recht, dass jegliches Zuviel störend wirkt!


    Allerdings sollte man das jeweilige Motiv des Trainers hinterfragen:


    A. laut
    1. setzt sich der Trainer selbst unter hohem Erfolgsdruck und sieht im Hineinbrüllen ein Mittel für das Erreichen von Siegen
    2. fühlt er sich von Eltern/Verein unter Erfolgsdruck gesetzt, das er meint, das Brüllen würde diese Interessengruppen ausreichend beeindrucken
    3. ist sein Team häufig unterlegen, sodass er seinem Ärger durch büllen Luft macht
    4. will er im Training versäumtes im Spiel nachholen,
    5. will er sein Team anfeuern
    6. will er seinen Unmut zur vermeintlichen Benachteiligung durch Gegner/Schiedsrichter äußern
    7. ist er ein impulsiver Mensch, der ab dem Anspiff nur noch emotional reagiert
    8. ist er ein Trainer-Neuling, der aufgrund fehlender Kenntnisse seine Ansichten über den Fussball laut kundtut
    9. Fühlt er sich durch Verein und Eltern dermaßen unter Druck gesetzt
    10. sonstige Motive für lautes Brüllen


    b. leise
    1. handelt der Trainer mit einem Ausbildungskonzept, weshalb ihm perspektivisches Handeln wichtiger ist als das kurzfristige Zeil, um jeden Preis das Spiel gewinnen
    2. wurde er Trainer, weil es sonst niemand machen wollte und ist verunsichert, sagt lieber gar nichts als etwas Falsches
    3. ist ihm das Sportliche des Teams egal, weil er sowieso zum Ende der Saison aufhört
    4. ist sein Team clever und häufig überlegen, sodass er meint gar nicht ins Spiel durch Coaching eingreifen zu müssen
    5. ist er von Natur aus ein zurückhaltender Mensch
    6. sonstige Motive für leises Verhalten


    Euch fallen bestimmt noch mehr Motive ein!


    Aber was gibt man den Trainern für einen Rat, denen keine Gattin zur Seite steht :D ?

    @Spieler-papa


    Glückwunsch! Wenn sie mit den gleichaltrigen Jungen mithalten kann, dass ist das schon eine "hohe Hausnummer", denn sie wir ja unter den selben Kritierien bewertet. Bei den Jungen bekommt sich 1 x wöchentliches Fördertraining (bei den Mädchen wären es nur 1 - 2 mal pro Monat)! Hoffentlich macht es ihr weiterhin viel Spaß?


    Seltsam ist allerdings, dass es bei euch keine Mädchen-Förderung gibt? Leider kommt es hin und wieder aber auch vor, dass Jeder sein eigenes Ding macht und man keine Talentinformationen austauscht.
    Allerdings müßte es sich bzgl. des Alters deiner Tochter um die Kreisauswahl handeln. Der DFB-Stützpunkt kommt erst in 2 Jahren dran! Aber auch dort kann sie an allen Fördermaßnahmen der Jungen teilnehmen, wenn sie sich dafür qualifiziert.


    Richtig ist, dass ab der U 12 eine Verbandsauswahl für Mädchen gebildet wird und sie sich dafür auch qualifizieren kann. Zwar ist die sportliche Konkurrenz bei den Mädchen nicht so hoch, aber einen Automatismus dorthin gibts auch nicht!


    Geht es also Schritt für Schritt an und achte darauf, dass deine Tochter nicht zu viele Termine wahrnimmt und sich selbst nicht zu sehr unter Druck setzt.