Beiträge von TW-Trainer

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    @tobn


    Für die Einhaltung einheitlicher Regeln sind die DFB-Koordinatoren zuständig. Da hat es in der Vergangenheit hier und da schon mal Schwierigkeiten gegeben, weil deren Arbeit nur dann wirklich kontrolliert wird, wenn es Beschwerden gibt.


    Aus der Historie der BRD heraus gab es vor der Einführung der DFB-Stützpunkt als unterste Förderstufe die Kreisauswahlen. Darüber gab es die Bezirksauswahlen und die Besten des Verband durften sich in den Verbandsauswahlteams messen. Die Bezirksauswahl gibt es nicht mehr. Dafür ein flächendeckendes Stützpunktsystem. In den Kreisauswahlen werden vielerorts die E-Jugendjahrgänge gefördert, aus deren Mitte man sich gemeinsam mit den "Nachzüglern" ca. 15 Talente pro Jahrgang aussucht.


    Auf die Vor- und Nachteile möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, jedoch noch kurz auf die Talentförderung im Mädchenbereich. Dieser entwickelte sich zunächst in den Schulen. D.h. die stärksten Schulmannschaften kämpften gegeneinander um Pokale. Die Anfänge von Frauen-Vereinmannschaften gestalteten sich als schwierig, weil es ihnen an sportlicher Anerkennung mangelte. Bei den Mädchen-Ligen gab und gibt es sehr große Unteschiede in den Verbänden. So auch in der Talentförderung, wo noch viel Potenzial unausgeschöpft bleibt.


    In der DDR entwickelte sich die Talentförderung im Schulsport und den dort angeschlossenen Vereinen. Der ehemalige DDR-Nationalkeeper Rene Müller äußerst sich zum Thema Ausbildung: "Neben der fußballerischen Ausbildung sind wir auch an einer positiven persönlichen Entwicklung der Spieler stark interessiert und arbeiten unter anderem mit den öffentlichen Schulen zusammen. Wir suchen natürlich immer nach charakterstarken Spielern. Im Fußball sollen die Spieler zu einem wettkampfgerechten Verhalten erzogen werden. Alles, was wir trainieren, muss dem Spieler auch im Wettkampf nutzen. Es bringt nichts, wenn ein Spieler den Ball 1000 Mal jonglieren kann, aber das Tor nicht trifft. Psychisch bereiten wir die Talente auf den Umgang mit dem Leistungsdruck vor. Natürlich müssen sie auch lernen, mit der besonderen Situation in einem ausverkauften Stadion umzugehen." (Quelle: http://www.fd21.de/27715.asp)



    Aber auch nach einem viertel Jahrhundert scheint längst noch nicht alles so zusammen gewachsen zu sein, als dass man von Chancengleichheit sprechen kann. Denn ein für alle geltendes Konzept der Ausbildung incl. regelmäßiger Leistungskontrolle in den DFB-Stützpunkten gibt es nun einmal erst ab der D-Jugend. Wenn also irgendwo E-Jugend-DFB-Stützpunkte existieren, sollte der DFB hier schon ein wenig genauer hinschauen, was dort passiert, damit nicht junge Talente früh "verheizt" werden, in denen man z.B. 9-jährige Mädchen gegen ein bis eineinhalb Jahre ältere Jungen spielen läßt? Dies ist m.E. auch aus pädagogischer Sicht grober Unfug!

    @Andre
    Es kommt ja nicht so häufig vor, dass wir Beide gleicher Meinung sind, aber auch ich vermute in der Hauptursache eine Überlastung?


    Liebe Milky, wenn ich mich recht entsinne spielt dein "Großer" etwas höher und will sich nunmehr wohl auch im Seniorenbereich einen Stammplatz erkämpfen?


    Weil dort das Spiel deutlich dynamischer ist, hat er zunächst einige Nachteile gegenüber seinen älteren Kollegen. Ihm fehlt es noch an der Cleverness. Auch können die älteren Kollegen hierbei ihre Kraft besser einteilen. Natürlich gibt ihm der Körper Warnsignale. Doch mit genügend hohem Adrenalinspiegel, seine Trainer und Kollegen von sich zu überzeugen, kann es eben auch zum "Kampf bis zum Erbrechen" kommen.


    Natürlich können isotonische Getränke bei hohen Temperaturen helfen, den Salzhaushalt ein wenig zu regulieren. Allheilmittel sind sie jedoch auch nicht. Deshalb kann es nicht schaden, einen Gesundheitscheck bei einem Sportarzt zu machen, um auch die physische Belastbarkeit zu prüfen.


    Welche Form der Überlastung ursächlich für das Übelkeitsgefühl verantwortlich ist, kann nur eine genaue Untersuchung durch einen kompetenten Facharzt (Sportmediziner) erfolgen.

    @Spieler-papa


    Zunächst einmal meinen herzlichen Glückwunsch, dass sich deine Tochter für eine Föderung im Jungenbereich qualifizieren konnte. Das passiert nicht in jedem Jahrgang. Allerdings verwechselst du da was. Bis einschließlich E-Jugend nennt sich das Kreisauswahl. Dort werden je nach Anzahl der Talente auch 2 Jahrgänge gleichzeitig trainiert. Erst ab der D-Jugend beginnt die Förderung auf dem DFB-Stützpunkt. Allerdings kommt es vor, dass DFB-Stützpunkt-Trainer gleichzeitig auch als Kreistrainer arbeiten. Frag ihn doch einfach mal. Denn das wäre für die weitere Karriere deiner Tochter schon wichtig, wo sie dann gerade gefördert wird!


    Zwar gibts mitlerweile auch DFB-Stützpunkte für den Mädchenleistungsfussball, aber die haben nicht das Niveau wie bei den gleichaltrign Jungen. Wer sich als Mädchen bei den Jungen qualifizieren kann und sogar für das U 13 nomiert wird, der darf sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf Einladungen zu Fördermaßnahmen für die Verbandsauswahl des Jahrgangs freuen. Allerdings gibts da manchmal Probleme. Denn wen das Mädchen nicht dort auch im Mädchenteam präsentiert wird, kann sie übersehen werden. Auch deshalb ist es wichtig für die Eltern zu wissen, wie die Förderstufe heißt!


    Zwar heißt es immer: Jahrgang XY und jünger! Aber "jünger" kommt nur in seltenen Ausnahmen bei den Jungen auf den höheren Förderstufen vor. Bei den Mädchen ist es deshalb ein bißchen mehr, weil hier die Leistungsdichte nicht ganz so hoch ist. Selbst in den Juniorinnen-Nationalmannschaftsteams gibt fast immer auch Mädchen, die dort noch 1 Jahr länger spielen dürfen.


    Aus pädagogischer Sicht würde ich jedoch davon abraten ein Mädchen, dass mehr als 1 Jahr jünger ist, zu mehrtätigen Veranstaltungen zu schicken. Denn verpassen tun sie dort nichts, weil sie ja auch Einladungen für ihren Jahrgang bekommen werden.
    Aber das deutich jüngere Mädchen kann nichts mit den anderen Kindern anfangen und die Anderen nichts mit ihr. Diese Mädchen kommen nicht selten so eingeschüchtert zurück, dass sie keine weiteren Einladungen mehr wahrnehmen.

    @Goodie
    Ich versuche mal den Bogen von deinem sehr guten Betracht über die Erziehung von Kindern zur Trainerarbeit zu schaffen.


    Als Vater oder Mutter wird man nicht geboren, man wird es einfach eines Tages mit etwas Glück. Irgendwie und auch mit viel Glück bekommt man es hin, obwohl einem niemand so recht sagen kann, wie das mit den Kindern so funktioniert? Beim ersten Kind ist man noch ängstlich, schnell auch mal überforder, beim Zweiten wird man schon etwas ruhiger und beim Dritten schon fast zu ruhig!


    Als Trainer wird man nicht geboren, man wird es einfach eines Tages mit etwas Glück. Irgendwie bekommt man es auch hin ..., aber mit fremden Kindern in einer größeren Gruppe ist es nicht so einfach draußen, als zuhause! Hinzu kommt, dass man selbst dann äußerlich ruhig sein soll, wenn man innerlich schon längst am kochen ist!


    Da helfen nur ein paar Tricks, die einem das Trainerleben ein wenig erleichtern können. Denn Spaß wollen ja alle haben, auch der Trainer!


    Hier sind sie also, die fiesen Tricks, mit denen die Kleinen und ihr Trainer bei Laune gehalten werden können:


    1. Pünktlichkeit
    Dafür sind die Eltern zuständig. Wer zu spät kommt, der muß sich ein wenig gedulden, bis die Übung fertig ist.


    2. Trainer-Infos
    a. die Trainingsgruppe zusammen kommen lassen
    b. Bälle liegen lassen
    c. Halbkreis bilden
    d. nur das Wesentliche in max. 3 Sätzen in der Sprache der Kinder formulieren


    2.a. Was mache ich mit Kindern, die stets nachfragen?
    Ganz einfach, nach dem 3. Satz kommt die Trainer-Info: "wer es noch nicht verstanden hat, stellt sich bitte hinten an und schaut bei den Anderen genau zu"! Die Kinder verstehen rasch, dass es sich lohnt, gleich beim ersten mal richtig hinzuhören, weil man sonst immer der/die Letzte bei der Übung ist.


    3. Wie kann ich die Kinder dazu bringen, mir zuzuhören?
    Ganz einfach, indem du ihnen Fragen stellst, die sie zum Mitmachen animieren.


    4. Manches ist gar nicht so wichtig!
    Lose Schnürsenkel, Ball wieder holen, Leibchen an-/ausziehen, das kann jedes Kind! Aber alle Kinder machen es anders, manche schnell, aber manche unendlich langsam. Wozu also die ganze Aufregung? Du kannst die Zeit nutzen, um dich kurz mit Eltern zu unterhalten und gleichzeitig ein Auge auf deine "Rasselbande" zu haben.


    Im Bambini- und F-Jugendalter sollte man die Übungsstunde mit einer Spielform starten, um einerseits den Bewegungsdrang der Kinder zu befriedigen und andererseits eine günstige Aufmerksamkeitsathmosphäre auf das Nachfolgende zu schaffen. Nach eienr kleinen Trink- und Regenerationspause freuen sich die Kinder auf ein nteressante und abwechselungsreiches Vergnügen rund um den Fussball.


    Ich weiß, für manche ist es so gar nicht vorstellbar! Aber Trainer ist man nicht, sondern man kann es nur werden! Probiert es aus und nehmt das, was ihr davon gebrauchen könnt mit. Denn mit ein wenig Methodik schafft ihr euch im Training Zeit, die ihr nützlicher verbringen könnt! Doch die beste Methode nützt nur dann, wenn man bereit ist zu improvisieren, denn nie ist es so, wie man es sich vor dem Training gedacht hat. Und damit es nicht zum Frusterlebnis wird, solltet mir lediglich einen "Roten Faden" (Inhalt und Zeitplanung) mitbringen, den ihr gemeinsam mit den Kindern weiterspinnt, sodass das Ende einer Übungsstunde viel zu früh kommt, weil alle gern noch weitermachen würden.


    Aber es gibt auch Tage, die wünscht man seinem ärgsten Feind nicht. Trotz großer Hoffnungen klappt einfach nichts! Man stellt sich die Frage: wofür mache ich das Ganze hier? Doch solange diese Tage die Ausnahme sind, kann man sie irgendwie ertragen, um sich über die besseren Tage noch mehr freuen zu können.


    Habt also nicht nur Geduld mit den Kindern, habt sie auch mit euch, denn Trainer wird man nur mit etwas Glück! Das Glück sind aber die Kinder, die dir das Gefühl geben, viel mehr zurück zu geben, als du erwarten durftest! Das Glück ist der Fussball, der auch dir immer wieder neue Geheimnisse preisgibt und neue Aufgaben und Herausforderungen stellt.

    Erste Urteilsreaktionen


    Der DFB zeigt sich einerseits emphört, dass man im BGH-Urteil internationale Regeln, denen auch der DFB unterworfen ist, aushebelt. Andererseits erkennt es an, das es für eine Rechtsgrundlage an eindeutigen Formulierungen in den Verbandsstatuten fehlt. Hier bestehe Handlungsbedarf.


    Der SV Wilhelmshaven sieht sich als Sieger des insgesamt über 9 Jahre dauernden Streits. Er erwartet nun eine Angebot vom DFB und dem Norddeutschen Fussballverband, worin man sich über die Wiedereingliederung in die Regionalliga und einen Schadensersatz (in 7-stelliger Höhe) unterhalten will. Rührt man sich dort nicht, will man "das Kriegsbeil ausgrafen" und seinerseits auf Basis des BGH-Urteils aktiv werden.


    Weil die Ausbildungsentschädigung in Höhe von 157.000,- € im Vergleich zu den Regressansprüchen der Punktabzüge und des Zwangsabstiegs nur um "Peanuts" geht, besteht sogar das Risiko, als dass die nicht beim BGH, sondern beim OLG widersprochene Forderung, die als Pauschale keinerlei Einblick über die tatsächlich entstandenen Ausbildungskosten gibt, erneut auf den Richtertisch landet. Es sei denn, die Verbände und der DFB nehmen das OLG-Urteil, dem ja der BGH nicht explizit widersprochen hat und macht endlich seine Hausaufgaben, um die jugendlichen Hobbysportler wieder aus dem finanziellen Interessensfeld der Vereine heraus zu nehmen und auch ihr Freizügigkeitsrecht zu achten.


    Die Zeiten der Blatterschen Rechtsautonomie dürften mit dem BGH-Urteil endgültig vorbei sein. Denn der SV Wilhelmshaven hat der FIFA gezeigt, dass nicht alles rechtens ist, was man dort weit abseits der Basis von Amateurvereinen entschieden hat.

    @RedDevil


    Ich denke mal, die meisten User werden den Satz schon richtig gelesen haben, wo es darum ging, dass ein Leistungssporter den möglichen Wunsch haben kann, später einmal Berufsfussballer zu werden. Daraus geht hervor, dass Leistungsfussball auch unterhalb des Profibereichs statt finden kann. Ferner grenzt es die Olympia-Sportler nicht aus, die einen anderen Beruf haben. Allerdings würde es sicher an dieser Stelle zu weit führen, wenn man ergänzt, dass eine bedeutende Anzahl dieser Olympia-Sportler in Einzeldisziplinen bei der Bundeswehr angestellt, bzw. dort für ihren Sport freigestellt werden, damit sich fürs Vaterland möglichst viele Medaillen holen.

    genauso effektiv im Training

    Das wird gerade auch in einem anderen Thread thematisiert. Allerdings gehts dort primär um eines andere Reihenfolge als bei der standardisierten Trainingseinheit mit Warmmachen, Übungen, Spielformen und Abschlußspiel.


    Gerade in dieser Wiederkehr kann auch eine Monotonie liegen, die sich z.B. in der Frage eines Spielers: "Trainer, können wir jetzt endlich spielen" ausdrückt!


    Es gehört sowohl Mut als auch eine gute Portion Kreativität dazu, seine Trainingsabläufe zu verändern und dadurch besser an die Bedürfnisse seiner Nachwuchs-Mannschaft anzupassen. Ich sehe darin auch keine Verbindung zu früheren Jugendtrainern, die in der einen Hand ne Flasche Bier und in der Anderen eine Zigarette hatten, sich mit Kollegen unterhielten und desinteressiert die Kids spielen ließ, um ihnen beim Trainingsende den Ball weg zu nehmen.


    Auch kann man seine Mannschaft in 2 Gruppen einteilene, wovon die Eine eine Übung und die Andere mit einer Spielform beginnt. Danach wird gewechselt. Aufgrund dieser jeweils kleinen Trainingsgruppe kann man individuell durch Impulse Denkanstöße geben, als wenn man in einer größeren Gruppe eine Spielform für 1 - 2 Spieler anhält und alle Anderen warten müssen.


    Probiert das aus, was für euer Team gut ist und laßt es euch nicht auf "Punkt und Komma" vorschreiben.

    bei einem lockeren Freundschaftsspiel mal etwas zum "Wachrütteln"

    Es sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt, weil viele Wege nach Rom führen. Bei den D-Mädchen gibt meist eine Reihe von Neulingen, die mit "Anbieten" und "passen" noch nicht viel anfangen können. Natürlich sollen sie auch diese Techniken zum Passsen und zur Ballmitnahme lernen. Wenn du aber diese Techniken in einer dynamischen Spielform integrierst, dann dürften die "Aha" wie auch die "Erfolgserlebnisse" nicht lange auf sich warten lassen.


    Ansonsten solltest du viel Geduld mit den Mädchen haben. Denn wenn etwas nicht auf einmal klappt, dann kann man es auch in unterschiedlichen Phasen vermitteln. Ohnehin würde ich dir bei deinen Mädchen eine andere Strukturierung der Standard-Trainingseinheit empfehlen.


    Mach zunächst ein kleines Spielchen zu dem von dir ausgesuchten Trainingsschwerpunkt. Schau dir dann die wesentlichen Elemente darin an und merke dir die Punkte mit den größten Defiziten. Daran kannst du bei den nachfolgenden Übungen zunächst in einfachster Form (ale Einzel- oder Partnerübung) arbeiten, um anschließend mit einer Spielform zu kontrollieren, inwieweit sich erste Verbesserungen abzeichnen. Beim Abschlußspiel sollen die Mädchen die verbesserten Fähigkeiten unter Gegnerdruck ausprobieren. Was dann noch nicht so gut klappt, daran wird später weiter spielersch gestartet, geübt, gespielt und ausprobiert.
    Man muß das Training ja nicht deshalb immer so gestalten, nur weil es nie anders gemacht wurde oder es beim DFB so drin steht! Der beste Weg ist der, wie es für deine Mannschaft dem Beste "lauft" Dabei kann die Strecke von getrennten Laufen und Denken zum gleichzeitigen Laufen und Denken unterschiedlich lang sein.


    Ich wünsche dir viel Spaß dabei und schreib uns, wie es gelaufen ist?

    Da besteht der Sinn darin, sich vom Gegner zu lösen, um für das Anspiel offen zu sein.

    Man kann sich auf verschiedene Weise vom Gegner lösen:


    1. Beim gegnerorientierten Spielssystem
    Der Außenverteidiger läuft an und will damit seinen Gegenspieler täuschen, den Ball dorthin gepaßt zu bekommen. Nachdem auch der Gegenspieler zum Mitlaufen gestartet ist, läuft der Abwehrspieler wieder zurück auf seine Positon und hat dabei für einen Moment ein paar Meter Raum zum Gegner gewonnen, um einen vom Torwart gepaßten Ball ohne Gegnerdruck anzunehmen. Ob er dabei in einer "offenen Position" ist, hängt davon ab, wenn ihn der Paß erreicht.


    2. Beim ballorientierten Spielsystem
    Hier entfällt die Auftaktbewegung, weil der Gegner Druck auf den Ball ausübt und ihn somit lediglich der Deckungsschatten zum Gegenspieler interessiert. D.h. der gegnerische Angreifer würde gar nicht bei einer Auftaktbewegung des Abwehrspielers mitstarten, sondern lediglich seine Position zum Ball ein wenig korrigieren. Hier würde es von den Außenverteidiger Sinn machen, sich seitlich abzusetzen, um in offener Position anspielbar zu sein.


    Aber egal, in welchem Spielsystem man sich befindet, wenn der Torwart nicht zügig das Spiel nach Balleroberung eröffnet oder keine ausreichende Paß-, Abstoß- oder Abschlagtechnik verfügt, ist vieles dem Zufall überlassen. Weil wir uns hier in der F-Jugend befinden, darf das auch noch so sein! Es schadet jedoch nicht, den Blick in die Zukunft zu richten, damit man sich keine "Sackgassen" baut, die später schwer zu korrigieren sind.

    Ein großer Schritt für den SV Wilhelmshaven, ein kleiner Schritt für die Nachwuchsförderung


    Auf den ersten Blick liest sich das Urteil selbst für den Laien so, als ob der NFV selbst zu blöd gewesen sei, seinen Mitglieder in schriftlicher Form zu verklickern, als das bestimmte nationale und internationale Rechtsansprüche auch Vertragsbestandteile für die Verreine sei, sodass der SV Wilhelmshaven nunmehr seine Rechtsansprüche an den NFV richten kann.


    Denn der BHG ließ offen, ob eventuelle Rechtsansprüche aus dem Grundrecht auf Freizügigkeit geltend gemacht werden könnten. Denn der Kläger war der Verein SV Wilhelmshaven, nicht der damals jugendliche Spieler Sergio Sagarzazu, weshalb man in der Urteilsbegründung darüber folgendes findet:


    "Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 28. November 1994 - II ZR 11/94, BGHZ 128, 93) gelten die von dem veranstaltenden Sportverband aufgestellten Wettkampfregeln ohne weiteres für alle Wettkampfteilnehmer, weil anders ein geordneter Wettkampfbetrieb nicht möglich wäre. Die Regeln über die Ausbildungsentschädigung sind aber keine Wettkampfregeln in diesem Sinne. Der argentinische Spieler durfte vielmehr antreten, obwohl für ihn die Ausbildungsentschädigung nicht gezahlt worden war." (Quelle: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2016&Sort=3&nr=75988&pos=0&anz=163)




    Das BGH stellt darin klar: die Ausbildungsentschädigung hat mit dem für alle Teilnehmer geltenden Wettkampfbedingungen nichts zu tun. Eine Abhängigkeit (Zahlung einer Ausbildungsentschädigung, Sperre) läßt sich nicht mehr aus der Wiederherstellung von Wettkampfbedingungen herleiten.



    Da andere Iinhalte des OLG-Berufungsverfahrens nicht geprüft wurden, haben diese bis auf Weiteres Fortbestand. Darin enthalten ist die klare Rechtssprechung zur Ausbildungsentschädigung und ihrer Folgen für Spieler und Vereine.


    Nun wäre es ein Einfaches gewesen, die daraus resultierenden Streitfälle ebenfalls im BGH-Urteil und seiner Begründung Geltung zu verschaffen. Sie gibt diese Aufgabe nun an die Verbände, dem DFB und den Sportgerichten weiter. Er dann, wenn sie nicht analog des BGH-Urteils Regeln schaffen, die nichts mit einem geregelten Spielbetrieb zu tun haben, wird es sich auf Anrufung erneut einschalten. Es bleibt zu hoffen, dass die Sportorganisationen nunmehr ihre Hausaufgaben besser machen und sich der DFB diesmal nicht durch eine wage "Empfehlung" zum Transfer für Kinder- und Jugendliche aus der Verantwortung nimmt, sondern zur Klarheit beiträgt!

    @TW-Trainer, natürlich ist der Begriff "Leistung" für den Kinderfußball eigentlich schwierig

    weil es nur im Breitensport um die "goldene Ananas" geht, bei denen die jeweilige Leistung der Spieler einer Mannschaft keine Rolle spielt.


    Wer selbst von Leistung spricht, der darf sich nicht wundern, wenn auch die Eltern nach ihren Vorstellungen die Leistung ihres Kindes mit denen Anderer interpretieren.
    Es gibt dafür sehr gute "Elternbriefings" (von denen auch hier einige publiziert wurden), die den Trainern helfen, das Konzept des Kinderfussballs allen interessierten Eltern nahe zu bringen.



    Nun gibt es aber auch Eltern, die nicht auf Info-Veranstaltungen erscheinen, dafür aber am Rande des Spielfelds Randale machen. Für solche Fälle sollte man gerüstet sein, auch ihnen das Elternbriefing übergeben und ihnen klarmachen, dass die Regeln ausnahmslos gelten.


    Der Leistungsfussball hat andere Regeln. Hier darf der Ausbildungsbegriff wesentlich enger gefasst werden als beim Breitensport, wo es nur um dem Spaß am Hobby, nicht um den Spaß an der eigenen Leistung geht. Je dentlicher die Abgrenzung formuliert und gelebt wird, je seltener dürften Eltern mit Wünschen und Forderungen an die Trainer ihrer Kinder herantreten, die mit Breitensportinhalten nichts zu tun haben.


    Eine Abgrenzung vom Breiten- und Leistungssport findet auch nicht durch die Eltern oder Breitensporttrainer statt, sondern durch entsprechend ausgebildete Trainer im Leistungssport. Sie entscheiden über eine Förderungswürdigung nach einem speziellen Anforderungsprofil.


    Ich hoffe, dass die Differenzierung zwischen Breitensport als Hobby und dem Leistungssport mit dem möglichen Wunsch später Berufsfussballer zu werden deutlicher geworden ist und somit genervten Trainern helfen kann, sich erst gar nicht auf ein ihnen unbekanntes Terrain einer Leistungsbeurteilung zu begeben, weil dies in einem anderen Bereich des Leistungs- und Profifussball gehört. Lassen sie sich jedoch darauf ein, dann ist der Frust vorprogramiert, weil mit der Leistungsbeschreibung meist auch die des eigenen Kindes gegenüber denen anderer Kinder folgt, die eigentlich immer zu einer Sackgasse führt, in die man sich selbst hinein manövriert hat, weil man nicht rechtzeitig erklärt hat, dass der Begriff Leistung hier nichts zu suchen hat.

    Also trainingsfleissig waren Neuer und Skripnik schon. Das bestätigen seine Trainer wie auch Mannschaftskameraden! Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Dieser Fleiß allein hat ihnen weder geschadet noch genützt, weil die "Luft nach oben sowieso immer dünner wird und auch die Konkurrenz den Fleiß als Merkmal verbuchen darf"!


    Ich vermute aber mal, dass du keine späteren oder heutigen Senioren meinst, sondern es auf deine Bambinies oder die F-Jugend deines anderen Kindes beziehst?


    Wenn ja, dann kriege ich diesen Bogen nur schwer hin? Denn in dieser Altersklasse bereits nach statistischen Merkmalen eine Aufstellung zu machen, ist schon schwierig? Warum sollen sie denn immer zum Training kommen müssen? Warum dürfen sie nicht auch freiwillig kommen und dann zuhause bleiben, wenn sie gerade etwas Anderes viel lieber machen möchten? Worum geht es denn den Kindernn? Ist es nicht eine ganz einfache Formel, dass die Trainer nur dann ihren Spaß haben, wenn auch die Kinder den Spaß erleben (dürfen)? Wie aber paßt das mit einer Teilnahmepflicht für diese Altersgruppe zusammen?


    Wenn also die Trainingsbeteiligung freiwillig und keine Pflicht ist, was soll denn dan die Statistik als Fairness-Angabeß Sie verleitet doch eher dazu, das man die Kinder spielen läßt, deren Eltern sich die Mühe machen, sich "gültige Begründungen" auszudenken oder auch dann ihre Kinder zum Training zu schicken, wenn sie eigentlich gerade an etwas Anderem mehr Spaß hätten. Letzteres führt unweigerlich zum Dropout nach der D-Jugend, denn was wenn die Eltern bestimmen, woran man wann Spaß haben soll, dann vergeht selbst dem letzten Hornochsen irgendwann die Lust.


    Oder meinst du das Vertrauen auf die Statistik im Zusammenhang mit Intell8igenz und Ahnung vom Fussball? Also zu dieser Hypothese kann auch ich dir keine statistischen Daten liefern!

    Wir reißen uns den allerwertesten auf, um mehrheitlich fremden Kindern eine schöne Zeit zu ermöglichen

    Also, dafür kann nun niemand etwas, dass ihr keine Mannschaft aus eigenen Kindern zusammen bekommt?


    Ansonsten versteht ich auch nur "Bahnhof"? Für eine Bambini-Mannschaft beurteilt ihr Kinder nach Leistungen? Hier lohnt es noch nicht einam das Wort dafür in den Mund zu nehmen, weil es hierbei ausschließlich um den Spaß an der Bewegung geht, bei der der Ball hin und wieder mitspielt. Genau aus diesem Grund spricht man in der B-Jugend auch noch nicht von Training, sondern von Bewegungsspielen.


    Wenn man jedoch Diskussionen darüber führt, dann gibt es natürlich darüber unterschiedliche Meinungen, wer wo am besten profitiert und wer schließlich als Egomane in die Schublade gehört.


    Aber sei nicht traurig, wir haben alle am Anfang viel Bockmist gemacht, bis es dann langsam besser wurde! Das Hinfallen ist nur dann von Bedeutung, wenn man nicht gleich wieder aufsteht und erkennt, dass es viel leichter ist, eigene Schwächen zuzugeben, als sich über die Schwächen Anderer auszubreiten. Das ist doch reine Zeitverschwendung, denn dann kommen dovh wieder Andere, über die man sich aufregt!


    Bis man den Fussball besonnen betrachtet, vergehen schnell mal ein paar Jahre. Dann versteht man auch, dass man es nicht Anderen sondern nur sich selbst zuliebe macht und kann dazu stehen. Gönne dir also diese Zeit und wenn du eine Auszeit brauchst, dann nimm sie dir und lass es nicht Andere für dich entscheiden.

    Schließlich liefern die Daten ja die Beweise und befreien so von eigener Argumentation.

    Ach, wie recht du doch hast! Aber hätte man nur die Statistiken genommen, so wäre Manuel Neuer niemals Nationaltorwarrt geworden und Victor Skripnik niemals Bundesliga-Trainer. Ersterer wurde in jungen Jahren für zu klein und zu still gehalten. Letzterer fiel späteren Statistiken zum Opfer.


    Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, dann taugen langfristige Prognosen auf Basis von Messungen wenig, weil sich danach noch soviel verändern kann. Wenn ich so zurück denke, dann hält halten sich die, denen man etwas zugetraut hat und die, die man nicht auf dem Zettel in etwa die Waage. Wenn man mit einer Fehlerrate von ca . 50 % zufrieden ist, dann kann man ruhig weiter Statistiken anfertigen. Ansosnten wärs reine Zeitverschwendung. Insbesondere deshalb, wenn man dann den Guten viel zu viel und den Schlechten viel zu wenig Spielzeit gönnt, wodurch sich danach zumindest kurzfristig für eine Saison der größer werdende Leistungsunterschied erklären ließe. Darin würde der Statistik-Freak selbstverständlich seine erhobenen Daten bestätigt sehen. Nur blöd, dass schon in der nächsten Saison die Karten neu gemischt werden, die statistischen Leistungsträger in den nächsten Jahrgang hoch gegangen sind und es den "statistischen Nieten" jetzt an Spielpraxis fehlt, weil sie in der abgelaufenen Saison die Reservebank warmhalten durften.


    Es gibt im Leben 2 Dinge, von denen jeder behauptet, mehr als genug zu haben. Das ist zum einen die Intelligenz und zum Anderen die Ahnung vom Fussball! Dazu braucht es allerdings keinen statistischen Beweis!

    @Fussballvadder


    ich finde einige gute Ansätze in deinen Vorstellungen von F-Jugend-Fussball, die ich gern ein wenig erläutern würde.


    Natürlich liegt im F-Jugend-Alter aus die Technik-Ausbildung. Aber die sollte (im Gegensatz zu früher) spielnah vermittelt werden, damit nicht nur die Technik. sondern auch die Anwendung im Spiel trainiert werden kann.


    Wenn wir uns darüber einig sind, dass sich Fehler im Spielaufbau fortsetzen, sodass spätestens der 3. Paß unter Gegnerdruck "hail Mary" irgendwo landet, wo er gar nicht hingespielt werden soll, dann sollten wir uns zunächst mit dem 1. Paß (Spieleröffnung) beschäftigen.


    Von besonderer Bedeutung ist hier die offene Position des Paßnehmers. Denn steht der ungünstig (mit dem Rücken zum Gegner), so gerät er schon bei der Ballannahme unter Gegnerdruck und kann den Ball allenfalls zum Keeper zurück spielen. Ist der nun aber nach dem Abstoß einige Meter vorgelaufen (so wie es sein Trainer wünscht, weil er ja nicht auf der Linie kleben soll), dann ist der Abstand beim Rückpaß sehr gering und der Gegner kann den 2. Paß schon attackieren. Nun bleibt dem Keeper gar nichts anderes übrig, als "hail Mary" zu spielen.


    Dabei ist es gar nicht der 1. Paß, sondern die Zeit, die der Keeper dafür braucht. Würde er ihn nach der Balleroberung zügig nach außen zu einem Mitspieler in offener Position spielen, so könnte der Ball ohne Gegnerdruck mit weiteren Pässen vors gegnerische Tor gespielt werden. Dabei hat auch der Paßnehmer immer seinen Blick aufs gegnerische Tor, weshalb er den Ball mit Tempo bestmöglich mitnehmen kann, anstatt zunächst einmal zurück zu laufen, um ihn (mit Gegner im Rücken) zunächst verarbeiten muß.


    Bis auf seltene Ausnahmen beobachtet man im unteren Jugendfussball keine zügigen Spieleröffnungen. Beim Abstoß beobachtet der Keeper zunächst einmal sehr lange die Situation, bevor er sich entscheidet. Da ist es natürlich leicht für den Gegner, sich startklar für den 1. Paß zu machen, ihn zu attackieren und direkt eine Torchance zu haben.


    Der Abschlag spielt die Zeit eine etwas geringere Rolle, jedoch werden die meisten Bälle ins Zentrum (statt auf die Außenbahnen) gespielt. Hierbei muß der Mitspieler den Ball ebenfalls in einer nicht offenen Position annehmen, während der Gegner sofort Druck auf den Ball ausübt, weil er ihm entgegen laufen kann.


    Wenn das soweit verstanden ist, dann sollte deine erste Aufgabe darin liegen, den 1. Paß (Spieleröffnung) zu präzisieren. Dieses wesentliche Merkmal sollte generell für den 1. Paß nach Balleroberung gelten!


    Die Spieleröffnung sollte generell unmittelbar nach der Balleroberung erfolgen. Denn dann ist die größte Chance, einen Mitspieler zu finden, der ohne Gegnerdruck steht. Der 2. Paß sollte Raumgewinn bringen, weshalb hierfür Quer- oder Rückpässe ungeeignet sind. Die sind Anzeigen dafür, dass der 1. Paß schlecht (zu unpräszise, zu wenig oder zu viel Balldruck) war.


    Aber nicht nur der 1. Paß, sondern auch die Ballmitnahme ist wichtig, damit auch der 2. Paß gut funktioniert. So sollte die Ballmitnahme stets in den "freien Raum" erfolgen. Denn wird der Ball in Richtung des ballnahen Gegners mitgenommen, so gerät man unfreiwillig in einen Zweikampf in einen Spielfeldbereich, in dem man ihn gar nicht will. Denn Zweikämpfe sollten nur dort geführt werden, wo sie zur unmittelbaren Torchance führen. Auf anderem Terrain ist der gute Paß besser, weil die Wahrscheinlichkeit es Ballverlusts geringer ist.


    Ein Abschlag oder Abstoß sollte möglichst nicht auf die Spieler der zentralen Achse erfolgen, weil hier fast nie eine Ballannahme ohne gleichzeitigen Gegnerdruck erfolgen kann. Aber selbst dann, wenn kein Gegner in der Nähe ist, muß zunächst einmal der Ball kontrolliert werden, bevor eine weitere sinnvolle Aktion erfolgen kann.


    Natürlich ist die Position des Keepers nach der Spieleröffnung wichtig. Er sollte durch Körperhaltung und Blickkontakt Aufmerksamkeit zeigen, damit er für einen Rückpaß anspielbar ist. Ob der dem ballführenden Mitspieler entgegen geht oder besser Distanz wahrt, hängt von den unterschiedlichen Situationen ab. So kann eine größere Distanz beim Rückpaß günstig sein, beim Rückpaß mit Seitenwechsel eine nähere Distanz und sofern der Gegner lediglich mit einem Angreifer ein Forechecking macht, eine zentrale Position, bei der möglichst viele Anspielstationen möglich sind.


    Es ist zunächst einmal nicht so wichtig, ob der rotierende Keeper über dieses Wissen verfügt (denn er wird es in aller Regel nicht haben), sondern sein Trainer. Auch ist es wichtig, ihm zunächst einmal die wichtigsten Elemente zu vermitteln. Dies wäre die zügige Spieleröffnung, damit der Gegner keine Zeit hat, sich zu sortieren, dadurch viel Raum um den Ball für einen schnellen Angriff zu schaffen.


    Aber taktische Elemente funktionieren nur dann, wenn die technischen Fähigkeiten dafür vorhanden sind. D.h. jeder rotierende Keeper sollte einige elementaren Techniken für die Spieleröffnung beherrschen.


    Häufig beobachtete Fehler beim Abstoß ist der sehr weit gelaufene Bogen. Dadurch ist das Standbein zu weit vom Ball entfernt. Auch zeigt die Fußspitze nicht in Richtung, in die geschossen werden soll. Ein Durchschwingen und ein präziser Paß sind so kaum möglich. Die andere Variante ist ein fast gerade Anlauf, bei dem der Ball fast mit der Hacke des Innenspanns getroffen wird. Der Balldruck ist hierbei geringt, weil auch hier das Standbein zu weit vom Ball entfernt ist. Der Bogen sollte sehr flach sein, der Ball am Ballen des großen Zeh getroffen werden, so dass Höhe und Distanz in einem guten Verhältnis stehen. Wichtig ist jeweils, dass das Standbein parallel zum Ball steht. Ist es zu weit hinter dem Ball, so steigt der Ball zwar, aber die Distanz ist zu kurz. Ist das Standbein vor dem Ball, so steigt er nicht und auch der Balldruck ist sehr gering.
    Eine gute Übung für eine Paßpräzision ist eine Partnerübung, bei der der ballführende Spieler mit geschlossenen Augen einen ca. 5 m entfernten Ball trifft. Denn das funktioniert nur, wenn er in der richtigen Richtung zum Ball steht, sich auf den zu treffenden Ball konzentriert und locker durchschwingen kann. Nach Übungserfolg werden selbst die Spieler einen präzisen und druckvollen Paß oder auch Torabschluß hinbekommen, die zuvor Probleme damit hatten.
    Natürlich wird das von Anfang an nicht klappen (oder wenn, dann durch Zufall). Beobachtet deshalb genau die Positon eurer Spieler. Meist sind die zu Beginn zu weit vom Ball entfernt, das Standbein zu weit weg und der Fuß des Schußbeins zu stark angewinkelt.
    Ein weiterer Effekt dieser Übung, bestehend aus Konzentration und Technik besteht im Zeitgewinn. Denn weil er ncht mehr die gesamte Zeit auf den Ball blicken muß, kann er sein Umfeld früher und länger beobachten.


    Zusammenfassung: Technik und Anwendung bedingen einander, um Verständnis für die Zusammenhänge herzustellen. Hinführende Übungen können durch Eselsbrücken Technik und spätere Taktik ermöglichen. Es hängt dabei vielmehr vom Trainer ab, was gelingt als von den Kindern! Wenn etwas nicht klappt, frage zunächst einmal dich selbst, welche Übungen und Spielformen für dein Team eine bestmögliche Unterstützung leisten können. Denn fast jedes langsame Kamel läßt sich schneller machen. Nur wenn du es wirklich willst, kann aus Spaß am Fussball später einmal Spaß an der Leistung werden.


    Viel Spaß und Erfolg mit dem Training von guten Spieleröffnungen! Schaut auch einfach mal nach, was es dort so an Übungen im Internet oder in Büchern gibt. Es lohnt sich!

    Er möchte tatsächlich nicht von seinem Team weg. Jo ist da mehr teamspieler als viele andere. Außerdem freut sich das ganze Team auf die BOL, auch wenn alle wissen dass es auch große Niederlagen geben wird, so ist es doch auch ein tolles Erlebnis dabei sein zu dürfen.


    Die JFG soll eine Fördergemeinschaft sein. Die Leistungsstarken sollen optimal gefördert werden. Dabei ist es immer so, dass die 1 der ältere Jahrgang ist, 2 eben der jüngere aber auch leistungsstarke und in der 3. der Rest, schwächere Freizeitkicker aus beiden Jahrgängen. Die jfg gibt es ab der d-jugend bis einschließlich E und auch wieder nach der A spielen alle bei den Stammvereinen

    Das, was du da beschreibst sind exakt die gleichen Probleme in dieser Altersgruppe von einem Trainer, der sich dort seine "ersten Sporen" verdiente und heute in der Championsleague seine Brötchen verdient. Einerseits möchte man das Team in kürzstemöglicher Zeit ans sportliche Niveau der höheren Liga heranführen, andererseits überschreitet man hier und dort Grenzen, für die Eltern (in aller Regel Fussball-Laien) kein Verständnis finden können, weil insgesamt zu wenig zwischen Trainer und Eltern kommuniziert wird.


    Es gibt Vereine, die hier schon scouten und ebenso gnadenlos aussortieren. Ganz einfach, weil das (fast) Alle machen und man darin seine Rechtfertigung sucht. Denn häufig trainieren hier Trainer, die auf dem Rücken der Kinder an ihrer Karriere basteln. Weil hier nur Titel zählen, interessessiert es hinterher niemand, wie sie zustande gekommen sind, wenn der Trainer zu einem höherklassigen Verein wechselt. Oder glaubt ihr, die nehmen einen Trainer im Leistungsfussball, der mehr mit Ab- als mit Aufstiegen zu tun hatte?


    Ich stehe dabei jedoch klar auf der Seite der Kinder. Denn hier geht es um nichts anderes als Kinderfussball. Wer eine Fussballkarriere möchte, der sollte sich nicht an Kinder vergreifen, sondern dort trainieren, wo jedes Mannschaftsmitglied hinreichend versteht, was dort passiert. Denn erst hier ist eine (freie) Entscheidung.


    Nach wie vor sehe ich es als Notwendigkeit an, flächendeckend neutrale Beratungsstellen einzurichten, um mit betroffenen Kindern und ihre Eltern individuell die bestmögliche Lösung zu finden.


    Denn die Vereine bieten fast immer eine Mischung aus Information und Werbung an. Weil Vereine langfristige Ziele verfolgen, sollte ihnen diese Werbung nicht verwehrt werden. Jedoch hat der Gesetzgeber die Vereine seinerzeit für den Erwachsenenbereich geschaffen. Jugendliche und Kinder kamen erst später hinzu. Weil hier noch kein hinreichendes Verständnis erwartet werden darf, sollte es eine neutrale Fachkompetenz geben, sodass hier ein Interessensausgleich stattfinden kann, bei denen die beiderseitige Einhalung von Rechten wie Pflichten gewährleistet werden kann.


    An anderer Stelle ist ein Thread zu finden, in dem Vereine ihre Macht gegenüber Minderjährigen durch Transferzahlung beim Vereinswechsel (notfalls durch die Eltern) zur Vermeidung von Sperren bei der Ausübung des Hobbys demonstrieren wollen. Aber dazu in einigen Tagen mehr ...!

    "Der soll erst mal den Otto anmeckern, der läuft überhaupt nicht"

    Erst einmal ein großes Lob an alle Diskussionsbeteiligten! Ihr ward so gut, dass man sogar ein Theaterstück daraus machen könnte oder es in eine Lektüre für Eltern verpackt, die vor der Frage stehen, ob sie ihr taleintiertes Kind jetzt oder doch erst später in ein Jugendleistungszentrum schicken?


    Mein besonderes Lob gilt an den östereichschen Vater, der tapfer ausgehalten hat und brav auf den Kommentar antwortete.


    Tja, was kann nun der besorgte Vater für sich und seinen Jungen mitnehmen? Soll er sich fürs kleinere Übel entscheiden, den Jungen wieder zuhause im Heimatverein spielen lassen, weil ja später immer noch Zeit genug ist, von besseren Trainern ausgebildet zu werden? Oder ist dann der Zug schon abgefahren, weil alle 10-er Positionen schon längst besetzt sind? Oder sollte er sich noch ein wenig informieren, dass selbst gestandene Bundesliga-Profis nach Trainer und/oder Vereinswechsel auf andere Positionen "fortgebildet" werden?


    Ach, frag ganz einfach mal in einer ruhgien Minute deinen Sohn. Aber bitte so, als dass er eine freie Wahl hat, sonst wird er bestimmt nur die Antwort geben, die du dir wünschst! Denn du bist für ihn der Größte!