Beiträge von TW-Trainer

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Ganz ehrlich, dieses dauernde Eltern-Bashing nervt und ist außerdem ungerecht. Meckern auf die Eltern wird ja schon ein Sport unter den Trainern.

    Wären sie die einzige Zielgruppe der meckernden Eltern, man wäre versucht ihnen in allen Punkten recht zu geben? Doch da gibt es noch einen andere Zielgruppe, die aus lauter Vollprofis (incl. Studienabschluß und Staatsexamen) besteht. Sie wird angehalten und kontrolliert, ob sie nach dem altersgerecht aufgestellten Lehrplan unterrichtet.


    Trotz bester Ausbildungsvorraussetzungen hasst der typsche Schullehrer nichts mehr als die alljährlich stattfindenden Elternsprechtage. Dort sitzen sie Eltern gegenüber, die mit ihrem Halbwissen stets die bessere Idee zur Förderung ihres Kindes haben, weshalb von sämtlichen Pädagogen, jedoch besonders von diesem Lehrer total falsch eingeschätzt würde. Nach getaner Arbeit sieht man sie mit hochrotem Kopf aus der Schule flüchten, hastig nach einem Tempo nesteln, um sich die ersten Tränen wegzuputzen.


    Klar könnte man auch im Verein Verbesserungen erzielen, wenn man ein gutes Jugendkonzept entwirft und alle Trainer darauf verpflichtet. Man könnte sicher auch die Trainer besser ausbilden. Das würde sich vermutlich auch die ein- oder anderen Eltern etwas kosten lassen. Allerdings glaube ich nicht daran, dass dann sofort "Friede, Freude, Eierkuchen" wäre!


    Denn Meckern ist zu einer Art von Volkssport geworden. Je mehr Gründe sich finden und je weniger sich der Kandidat selbst wehren kann, je intensiver sind die Schimpfscharaden, die dort zu hören sind. Nur gut, dass die meisten Trainer und Kinder nichts davon mitbekommen! Denn eigentlich tragen die Eltern so gut wie nichts Konstruktives an der Verbesserung der Situation bei, weil sie Forderungen haben, für die jeweils die Anderen zuständig sind.


    Jetzt wird sich der Ein- oder Andere sagen: aber wir Eltern leisten doch einen gewaltigen Teil für den Vereinsfussball. Würden wir nicht unsere Freizeit opfern, indem wir die Kinder als Mitglieder anmelden, zum Training und den Spielen fahren, es würde doch gar nicht funktionieren. Recht habt ihr! Aber genauso, wie ihr es nicht duldet, dass man euch privat für die ein- oder andere Verfehlung angreift, solltet ihr auch mit euren Trainern partnerschaftlich und respektvoll umgehen. Denn ohne Trainer funktioniert es eben auch nicht!

    Du solltest die Ergebnisse immer in Relation zu den vorherigen Spielen sehen. Denn wenn sich dein Team von Spiel zu Spiel steigern kann, dann werdet ihr spätestens zur Rückrunde gegen die Mannschaften im unteren Drittel auf Augenhöhe spielen können. Dass man hier und dort die Spiele deshalb nicht gewinnt, weil der Gegner in den entscheidenen Momenten einfach ein bißchen cleverer ist, sollte dich nicht davon abhalten, positiv zu denken. Denn deine Spieler werden von den besseren Gegnern von Spiel zu Spiel etwas für sich mitnehmen können.


    So, jetzt hab ich noch eine Frage zum Training. Wie darf man sich bei dir eine Trainingseinheit vorstellen?

    @Sueditaliener


    1. Sofortmaßnahmen:
    Also, wenn du nur 2 langsame Innenverteidiger hast, dann tausche doch einfach die Positionen gegen 2 Schnellere? Wenn du schon überlegt, nach welchem System du spielen möchtest, dann solltest du deine stärksten Leute auf die zentrale Achse positionieren. Denn dort wird auch der Gegner seine stärksten Leute haben. Ob der Gegner an der Außenbahn rauf und runter rennt, ist solange egal, wie er keine Anspielpartner im Zentrum erreicht.


    2. Saisonziel
    Ohnehin geht es in der 1. Saison in der untersten Liga erst mal darum Erfahrungen zu sammeln. (Absteigen könnt ihr ja sowieso nicht!) Dazu gehört es auch, die Spieler auf unterschiedlichen Positionen auszuprobieren. Sie werden von diesen Erfahrungen später profitieren, weil sie die jeweiligen Laufwege kennenlernen und später auch wissen, wohin sie den Paß schlagen sollen. Ähnlich ist es mit den Erfahrungen bei gegnerischem Ballbesitz.


    Egal, welche Taktik du spielen läßt, setzt sie immer auch Grundkenntnisse in der Technik voraus. Wenn man nicht nur auf einen gegnerorientierten Zermürbungskampf setzen möchte, dann sollte man sich zunächst einmal als Trainer über Alternativen fortbilden. Denn sonst werden auch die Ratschläge hier lediglich Puzzlestücke bleiben.


    Welches Saisonziel habt ihr denn überhaupt vereinbart?

    @AKjfv
    Ich denke, es geht dabei wohl nicht nur um die Randale im Stadion, sondern auch um Kosten für Straftaten und deren Verhinderung über Polizeieinsätze rund um das Fussballspiel? W


    Ansonsten bin ich deiner Meinung, dass es genügend zivilrechtliche Strafmöglichkeiten für Randalierer gibt.


    Für mich ist es ausschließlich die Sache der Zivilgerichte. Warum der DFB glaubt, pauschale Strafen an Vereine zu verhängen, in denen diese Täter nun zufällig sind, das erschließt sich mir nicht?
    Das wäre ja genauso, als wenn du von deinem Chef noch eine Strafe für ein Knöllchen wegen Falsch-Parken bekämst, weil Falschparker angeblich das Image des Betriebes schädigen?


    Weil im Fussball sehr viel Geld (u.a. Sponsorengelder) fließt, ist er in Teilen zum Selbstbedienungsladen zwielichtiger Funktionäre geworden, für die es noch keine geeigneten Kontrollgremien gibt. Diese Klientel wird sich besonders über das BGH-Urteil freuen, weil sie ihnen den nötigen Hintergrund für einen umfangreichen Strafenkatalog mit weiteren und noch höhere Strafen gibt.

    Wenn alle TALENT HABEN SCHAFFEN ES DIE; DIE KLAR IM KOPF SIND

    Dazu sagte der Ex-Trainer von Borussia Mönchengladbach, Hans Meyer: "... wenn meine Spieler nicht so gut Fussballspielen könnten, dann müßte wohl die Hälfte von ihnen unter Brücken schlafen ..." Über die Perspektive einer erfolgreichen sportlichen Karriere meinte er: " ... im Fussball baut man dir schnell ein Denkmal, aber genauso schnell pinkelt man es an .."


    Auch streiten sich die Gemüter darüber, ob nun der "klare Kopf" oder die fussballerischen Fertigkeiten als das größere Talent gelten sollte, wenn doch Beides nicht als Selbstverständlich gelten darf?


    Wünsche deinem Sohn weiterhin viel Erfolg!

    Nachdem sich der BGH eingehend mit dem Thema beschäftigte, gibt es erste Szene-Reaktionen aus den Vereinen. Kritisiert wird insbesondere die pauschale Bestrafung des DFB an die jeweiligen Vereine, ohne im Einzelfall ein Verschulden zu prüfen. Die dabei festgesetzten Beträge eines möglichen Imageschadens werden dabei als "frei erfunden" und weit ab jeglicher Realität empfunden. Insgesamt wird die Autonomie des DFB bei der Gesetzgebung gerügt. Auch gibt es Stimmen, die dem DFB zügig ihre jüngste Vergangenheit aufzuarbeiten, um die Glaubwürdigkeit in der obersten Etage wieder herzustellen, um Zweifel an der Urteilsfähigkeit zu beseitigen.


    Denn was ist, wenn dem Zivil-Gericht die Beweise für die Randalierer nicht für eine Verurteilung reichen? Bleibt dann der Verein wieder auf die DFB-Strafe sitzen?


    Es will scheinen, dass das BGH-Urteil in der Sache nichts Neues vollbringen konnte, weil es sich zwar grundsätzlich für einen Regressanspruch des Vereins für Randalierer ausgesprochen hat, jedoch den vom DFB "künstlich hergestellten kausalen Zusammenhang einer Stadionrandale zwischen DFB und Verein nicht in diesem Zusammenhang beurteilt hat.


    Niemand will Randalierer im Stadion. Deshalb wäre es m.E. wichtiger, dafür ausreichende Präventivmaßnahmen zu ergreifen, anstatt bei unzureichender Vorsorge darüber zu streiten, wer den Schaden zu tragen hat.

    @Spieler-papa


    Das ist eine sehr schwierige Frage, denn es gibt sehr viele unterschiedliche Meinungen darüber, was als Stärke und was als Schwäche eines Talents angesehen wird. Allerdings gibt es auch ein paar deckungsgleiche Aussagen, wie:
    - bei einem Talent erkennt man die besondere Freude an seiner Körpersprache und Ausstrahlung
    - das Talent möchte aktiv am Spiel teilnehmen (läuft sich frei für einen Paß, erkämpft oder behauptet den Ball im Zweikampf
    - das Talent hat einen Technik- und Taktikvorsprung vor gleichaltrigen, normalveranlagtn Kindern


    Weil diese Punkte bei der Talentbeurteilung jeweils für Jungen und Mädchen unterschiedlich gelten und sich auf einen bestimmten Jahrgang beziehen, hat es der Heimatvereinstrainer häufig schwer, ein Talent in seiner Mannschaft richtig einzuschätzen, wenn er Jungen und Mädchen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Fussballerfahrungen in seiner Mannschaft hat. So kann die Leistung eines Mädchen sehr außergewöhnlich sein, jedoch im Vergleich zu ihren gleichaltrigen männlichen Kollegen lediglich durchschnittlich.


    Es erfüllen sich nur bei sehr wenigen Talenten die in sie gesetzten Hoffnungen, was jedoch kein Grund sein sollte, es nicht zu probieren. Allerdings sollte man mit sinnvollen Alternativen beschäftigen, anstatt alles auf eine Karte zu setzen. Sie sollte die bisherigen Freundschaften außehalb des Fussballs weiterhin pflegen. Dort wird sie sich auch dann wohlfühlen, wenn es mal im Fussball nicht so läuft.


    Klar kann ich auch den Stolz der Eltern verstehen., die sich über die besonderen Fähigkeiten ihres Kindes freuen. Jedoch finde ich die Idee deiner Tochter prima, erst einmal abzuwarten. Denn falls ihre ersten Schritte in der Talentförderung erfolgreich sein sollten, erfährt es die Öffentlichkeit noch früh genug. Wenn die Eltern stets besonnen agieren, können sie dem Kind den Leistungsdruck (den es sich ohnehin selbst setzt) nehmen. Denn Druck wirkt sich bei den Mädchen dieses Alters in aller Regel negativ aus.

    @AKjfv


    Ich sehe es auch so, dass gerade die fehlenden A-Juniorinnen-Teams den Übergang in den Frauenfussball sehr schwierig macht.


    Es gibt da eine sportliche und eine zwischenmenschliche Seite
    Von den sportlichen Leistungen her können die Mädchen des älteren B-Juniorinnen-Jahrgangs locker mit Frauen mithalten.


    Im zwischenmenschlichen Bereich gibt es jedoch eine Reihe von Konfliktfeldern.
    1. Unterschiedliche Interessen aufgrund des großen Altersunterschieds
    Wenn sich z.B. die Frauen von Mitte bis Ende 20 über Ehe, Familie, Wohnung oder Haus unterhalten, ist nun gar keine Thema, was ein 16-jähriges Mädchen interessiert.


    2. Rangordnungskämpfe in der Mannschaft
    Hinzu kommt manchmal, dass es durch das Altersgefälle Rangordnungskämpfe gibt, die die Jüngeren gar nicht gewinnen können.


    3. Alles hat mindestens 2 Bedeutungen
    Die Nominierung eines Teams nach sportlichen Leistungen ist schwierig, weil die Mädchen immer auch die soziale Rolle eines Teammitgliedes (unabhängig von ihrer sportlichen Leistung) dabei betrachten. Ähnlich ist es mit Aussagen des Trainers zur Leistung einer Spielerin, die dann immer auch als Aussage über ihren Charakter verstanden wird. Diese Form der Kritik wird auf rein emotionaler Ebene fortgesetzt, sodass sie dem Trainer (manchmal nach Monaten) bei passender Gelegenheit entgegen gehalten wird.


    4. Andere Kommunikationskanäle lösen Gruppenzwang aus
    Statt unterschiedliche Meinungen offen in der Mannschaft zu besprechen, werden andere Kommunikationskanäle gesucht. Die Teammitglieder werden dabei gezwungen, sich für eine der beiden Kontrahenten zu entscheiden, was einen Gruppenzwang (... bist du nicht für uns, dann bist du gegen uns ...)


    5. Vertrauensverhältnis: Trainer - Mannschaft
    Weil das Ganze sich meist außerhalb des Bildfeldes vom Trainer abspielt, bekommt der, wenn überhaupt erst später davon mit, wenn bereits Konsequenzen gezogen wurden. Diese Situation führt dann leider auch immer wieder dazu, dass Frauentrainer ihren Job an den Nagel hängen, weil das Vertrauensverhältnis nicht mehr vorhanden ist. Ersatz ist dann nicht leicht zu beschaffen, weil es in diesem Bereich kaum Trainer gibt.


    6. Vertrauensbasis im Verein
    Fussballspielende Mädchen und Frauen werden vielfach als Fussballerinnen mit sportlichem Handycap betrachtet, weil sie nicht den gleichen dynamischen Fussball spielen wie die Jungen und die Männer. Dies ist nach ihrer Meinung Grund genug, weibliche Teams als 2. Klasse zu behandeln, wenn es um die Schaffung von Rahmenbedingungen (Mannschaftsausstattung, Belegung von Trainngs- und Spielplätzen, usw.) Natürlich hat dies zur Folge, dass sich auch ihrer Trainer als Bittsteller sehen. Eine Mädchen- und Frauenabteilung in einem "Jungen-" und "Männersportverein" wird auch von den Fans skeptisch betrachtet. Läuft des mal bei den 1. Senioren nicht rund, dann sind die Frauen schuld, weil die angeblich einen Teil des Budgets verbrauchen, der für den Transfer weiterer auswärtiger Spieler dringender benötigt wird. Meist aber herrscht großes Desinteresse für die sportlichen Leistungen der Mädchen und Frauen, was sich durch die geringe Zahl der Zuschauer ausdrückt. Weil man sich als Sportverein versteht, sieht man auch hierin eine Rechtfertigung für mangelndes Interesse des Vorstands. In kaum einem Vereinsgremium gibt es weniger Frauen als beim Fussball. Da ist es irgendwie nachvollziehbar, dass man sich diese "letzte Bastion des Männerklüngels" nicht durch den Einzug starker Frauen in Entcheidungsfunktion streitig machen will. Wenn überhaupt, dann sollten sich Frauen im Bier- und Zigarettendunst der Sitzungen als Bedinungspersonal aufhalten. Denn wenn man sich die Entscheidungen dananch anschaut, gewinnt man den Eindruck, dass es wichtiger ist, dass dort schöne Frauen gebraucht werden, weil die Männer dort besser sehen als denken können. So manch ein "Vereinsmeier" spielt im Clubhaus gern den Boss, obwohl zuhause seine Frau "die Hosen an" hat.


    Allerdings sollten sich Frauen selbst auch stärker in den Vereinen stärker engagieren und nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, wenn nicht alles sofort klappt. Denn wer, wenn nicht eine Frau, sollte deren Probleme im Sport besser kennen? Es ist unerlässlich, einander gut zu verstehen um eine gute und langanhaltende Vertrauensbasis zu schaffen.


    Es gibt kaum etwas interessanteres als Mädchen- und Frauenfussball. Schade nur, dass es meist gar nicht erkannt wird!

    aber das mein Sohn vorerst mal wo anders Spielen wird

    Das ist eine weise Entscheidung, um es allen Beteiligten leicht zu machen, die Sache gütlich zu beenden. Weil gerade im Zeigen der Schwäche eine Stärke liegen kann, wäre es sicher von Vorteil, wenn ihr euch aussprecht und für eventuelle gegenseitige Beleidigungen entschuldigt.

    Nachdem ich um Gespräch mit den Verantwortlichen der Entscheidung gebeten habe schriftlich, wurde ich umgehend angerufen
    mir wurde mitgeteilt das meine Kinder weiter am Fussballbetrieb teilnehmen dürfen, ausserdem werden beide seiten gebeten,
    also Ich und die Trainer, sich nochmal vernünftig zusammen zu setzten und diese Person bot an als schlichter bei zu wohnen !!!

    Na, das ist ja dann mal eine gute Nachricht, nachdem sich Erwachsene auf Kosten der Kinder scheinbar weit über das Ziel eines vernünftigen Kompromisses hinaus gegangen sind.


    Vielleicht hilft dir ja ein kleiner historischer Rückblick, um die aktuelle Situation zu verstehen? Denn Verstehen ist eine wichtige Voraussetzung für das Handeln. Als man sich vor ca. 70 Jahren Gedanken über eine gute Grundlage zur Bildung von Vereinen als Interessensgemeinschaft gemacht hat, war es von großem Interesse, das Vereine langfristige Ziele haben sollen und ihre Mitglieder im Rahmen gesetzlicher Vorlagen selbst entscheiden sollten. Aufgrund der Vereinsautonomie kann jeder Verein ohne Angabe von Gründen entscheiden, wen sie aufnimmt oder nicht! Ein Einklagen ist also nicht möglich. Ferner ist der Vorstand befugt stellvertretend für seine Mitglieder Entscheidungen zu treffen, weil man nicht jedesmal eine Mitgliederversammlung einberufen kann. Jedoch ist sie der Mitgliederschaft zur Rechenschaft verpflichtet und es können auch Vorstandsentscheidungen in der Generalversammlung per Mitgliedermehrheit korrigiert werden.


    Was im ersten Moment sicher eine gute Grundlage bildete, weil es sich in den Gründerjahren lediglich um Erwachsenen-Fussball handelte, entwickelte sich im Laufe der Jahre durch die Bildung von Jugendteams in ein Konfliktfeld, wofür es noch keine allgemeingültige Regelungen gibt. So gibt es zwar mit der Mitgliedschaft ein Grundrecht zur aktiven Teilnahme am Spielbetrieb, jedoch ist nicht formuliert, inwieweit die Häufigkeit der Teilnahme das Grundrecht einschränkt? Daraus folgt, dass jeder Trainer seine Mannschaft so nominieren kann, wie er es will! Es sei denn, die Generalversammlung des Vereins hat Statuten festgeschrieben (z.B. Jugendkonzept), in denen dieser Punkt klar geregelt ist.


    Weil jedoch in vielen Vereinen der Jugendbereich eher stiefmütterlich behandelt wird, möchte man gar keine Einschränkungen der Handlungsfreiheit, weil damit auch eine Erklärung einer abweichenden Entscheidung verbunden wäre.


    Da auch ich "kein richtiger Deutscher" bin, kann ich deine Emotionalität gut verstehen, aber hierzulande kommt man am besten zurecht, wenn man rational an die Sache herangeht. Weil du das Forum mit "Servus" begrüßt hast, möchte ich mal ein Schwert für die Bayern brechen. Während es vor Jahrzehnten überall Proteste gegen Atomkraftwerke gab, bei denen manchmal daraus Generationenkonflikte wurden, kam ein einfacher bayrischer Landwirt auf die Idee, die einfache Frage zu stellen, ob es denn einen konkreten Energiebedarf für die Errichtung eines nahegelegenen Atomkraftwerk gäbe. Weil der Betreiber diese Daten nicht zuverlässig liefern konnte, wurde dieses Atomkraftwerk nicht gebaut. Dank dieses klugen Mannschaft muß es jetzt nicht stillgelegt werden, für unsagbar viel Geld und einem hohen Risiko abgerissen werden und auch nicht der Atommüll für Hunderttausende von Jahren sicher verwahrt werden. Hier in Deutschland kommt es nicht so sehr darauf an, wieviele etwas denken, sondern ob eine Person die richtige Idee hat?
    Wir sind Ausländer, fast überall auf der Welt! Was sollte uns dazu verlassen, bessere oder schlechtere Menschen zu sein? Solche Gedanken entstehen, wenn man nicht darüber spricht oder nur mit solchen, die selbst gefrustet sind. Ich hoffe, dir haben unsere Antworten ein wenig geholfen, dass es jetzt wieder weiter geht und ihr aus der Sache gemeinsam gelernt habt?

    @Follkao


    Da kann ich jedes Wort dazu von dir unterschreiben!


    Es gibt hin und wieder Turniere, an denen besonders starke Mädchenteams gegen Jungen-Mannschaften spielen. Auch hier können sich die einzelnen Spielerinnen und Spieler gegenseitig pushen und zu höheren Leistungen schrauben. Die Jungen und Mädchen haben gar kein Problem mit dem Ergebnis von Sieg, Unentschieden und Niederlagen. Lediglich einige Eltern und Trainer von unterlegenen Jungenteams.


    Im Gegensatz zu den Jungenteams, die rückläufig sind, wächst die Anzahl der fussballspielenden Mädchen seit ein paar Jahren. Besondere Talente entwickeln sich in diesen "normalen Mädchenteams" jedoch selten, weil sie hier meist unterfordert sind. Denn Mädchen starten meist später mit dem Vereinsfussball. Hier sollte in Absprache mit dem Kind, den Eltern, Trainern und dem Verein ein Wechsel in ein Jungenteam des entsprechenden Leistungsniveau`s erfolgen. Und wie bereits erwähnt, profitiert auch das Jungenteam davon.

    @Greenhorn76


    Vermutlich wirst du in deiner E-Jugend noch "Nachholbedarf" haben, wenn ihr eine Ballannahme trainiert? Denn wenn deine Kids den Ball "todstoppen", bevor sie ihn dribbeln oder passen, dann hat es der Gegner natürlich leichter, den Ball gleich wieder zurück zu erobern.


    Natürlich soll die Abwehr nicht auf ihre tiefste Position (beim gegnerischen Angriff) stehen bleiben. Allerdings wäre es töricht, sie so weit aufrücken zu lassen, dass der Gegner nach Balleroberung direkt zwischen oder über deine Abwehr hinweg spielen kann und so der Gegner zum Tore schießen eingeladen wird. Es ist fast immer leichter "Druck auf den Ball auszuüben", indem man vorwärts zum Ball einen gegnerischen Paß abzulaufen kann, als wenn man die "Beine unter den Arm nehmen muß", um mit dem Gesicht zum eigenen Tor ein Laufduell zu gewinnen und dann auch noch einen guten Paß zum Spielaufbau zu leisten.


    Du sprichst in diesem Zusammenhang von "Linie". Ich hoffe mal, dass es dir bekannt ist, dass die 3 nicht immer auf einer "geometrischen geraden Linie" stehen müssen? Sie verschieben sich zum Ball hin, wobei sie sich gegenseitig absichern (Deckungsschatten). Dabei können situativ sehr unterschiedliche gerade oder gebogene Linien entstehen. Während außerhalb des torgefährlichen Bereichs eine Gegnerübergabe stattfindet, gibt es diese Möglichkeit Im torgefährlichen Bereich nicht mehr, weil der Gegner den kurzen Moment des freien Raumes zum Torabschluß nutzen wird. Allerdings sollte man es vermeiden, dass der Gegner am oder im torgefährlichen Zentrum nur einen Gegenspieler hat. Das heißt also, dass mindestens 2 deiner 3 Abwehrspieler das Zentrum zustellen. In den meisten Fällen wird ein AV einen seitlich angreifenden Gegner am Torschuß oder an der Flanke hindern wollen. Das Zentrum wird vom zentralen Verteidiger bewacht. Er wird unterstützt vom ballfernen AV, der dazu ins Zentrum einrückt und etwas höher steht, damit der den Raum vor sich gut beobachten kann und einen weiteren herannahenden Angreifer reichtzeitig den Paßweg zustellen kann.


    Ob ein kurzer, mittlerer oder langer Paß taktisch sinnvoll ist, das ergibt sich aus der Situation heraus. Als "Gepöhle" oder "Bolzen" bezeichnet man ein grundloses Wegschießen des Balles, obwohl es bessere Lösungen durch Dribbling oder kluges Paßspiel gegeben hätte.


    Du kannst durch die Gestaltung deines Trainngsplatzes sowohl das Spiel in die Breite (breites, kurzes Feld) als auch das Spiel mit diagonalen Pässen (schmales, langes Feld) gezielt fördern. Dazu kann man noch Provokationsregel (z.B. max. 3 Ballkontakte in der eigenen Hälfte, Rückpässe in der gegnerischen Hälfte nicht erlaubt) einen zügigen Angriff unterstützen, sodass deine Spieler aus ihren Positionen heraus mit eigenen und gegnerischen Ballbesitz spielen.


    Wenn die Hälfte deiner Spieler nach vorn rennt, die andere Hälfte auf einer Linie bleibt, dann genügt es manchmal, dass sich ein zentraler Spieler des Gegners sich zwischen deine beiden Linien plaziert und von dort aus seine Angreifer in Szene setzt. Wenn du aber auch 2 Linien (3 : 3) 3 Linien (z.B. 3 : 2 : 1 oder 3 : 1 : 2) machst, dann kann dein Team die Tiefe und Breite des Spielfeldes besser nutzen.


    Natürlich wäre es am einfachsten, wenn man über die zentrale Achse angreifen könnte, aber da wir der Gegner etwas dagegen heben. Deshalb macht es Sinn den Raum auf den Außenbahnen zu nutzen. Allerdings sollte erst in der gegnerischen Hälfte wieder der direkte Weg zum Tor gesucht werden, statt mit dem Ball der Linie entlang zur Eckfahne zu rennen. Denn von dort ist es schwierig Tore zu erzielen.


    Nun wirst du dir sagen: das ist alles zu kompliziert für mich! Vermutlich hast du recht? Deshalb hab ich dir ja auch den Tipp gegeben, dich zunächst einmal als Trainer auch in Sachen Taktik fortzubilden. Es kann ja gar nicht schaden, bereits die nächsten Schritte für den Weg deiner Mannschaft zu kennen oder?

    @Greenhorn76


    Nach deinen Schilderungen sollte es eigentlich kein Thema der Rotation (ja/nein) sein, sondern wie du schreibst bekommt ihr zu viele Gegentore. Meistens sind es Konter.


    Kann es sein, dass deine 3 Angreifer nur die ersten Minuten mal gegen den Ball kämpfen, aber danach einfach vorn stehen bleiben und zuschauen, wie der Gegner direkt nach Balleroberung in Überzahl auf euer Tor zurennt?
    Kann es auch sein, dass eure 3 Angreifer sich erst mal viel Zeit mit dem Torabschluß lassen, weil sie erst mal mit dem Ball einige Meter laufen wollen und erst dann zum Mitspieler passen, wenn sie selbst attackiert werden und auch die Passwege der ballnahen Mitspieler längst zugestellt sind?


    Was macht ihr denn so im Training? Ich frage deshalb, weil ich vermute, dass ihr sehr viele "statische" Übungen ohne Gegnerdruck macht. Man sollte zwar einfach anfangen, aber dann solte daran aufbauend auch Spielformen folgen, bei denen die Kinder Aufgaben unter Zeit-/Gegnerdruck lösen sollen. Können sie das nicht, so braucht es eine weitere Unterstützung beim Erlernen der Grundtechniken in der Ballannahme, der engen Ballführung sowie der Paßpräzision.


    Bei dir scheinen sich jedoch die Vorderleute die Beine in den Bauch zu stehen, weil die Hintermannschaft mit sich selbst und dem Gegner überfordert ist. Vermutlich sind es auch nicht allein die Ergebnisse, sondern die Chancenlosigkeit, die sie in deutlichen Niederlagen dokumentiert sehen. Mehr Ahnung vom Fussball haben die Eltern aber sicher auch nicht.


    Damit ihr nicht fortwährend ausgekontert werdet, würde ich vom 3 : 3 weggehen auf ein 3 : 1 : 2 oder 3 : 2 : 1, denn dann habt ihr bei gegnerischen Balleroberung noch ein Mittelfeld, sodass der Gegner nicht mit hohem Tempo ungestört auf eure Abwehr zurennen kann.


    Desweiteren würde ich mit den Kids trainieren, dass es meist keinen Sinn macht, den ballführenden Gegner frontal anzugreifen, sondern zunächst einmal zur Aussenseite abzudrängen, sein Tempo zu verlangsamen und erst dann zu attackieren.


    Ob in einem Jahr deine Starken die Schwachen sind und umgekehrt, hängt von dir und dem Trainingsfleiß deiner Mannschaft ab. Die Rotation sichert lediglich ab, dass alle Spieler genügend Erfahrungen auf allen Positionen machen können, weil alle Spieler ähnliche Spielanteile bekommen.


    Man braucht auch nicht so viele Tore schießen, wenn man besser verteidigt. Besser verteidigen heißt jedoch nicht, sich so tief hinten rein zu stellen, dass dem Torwart die Sicht versperrt wird, sondern sich unmittelbar vor dem torgefährlichen Raum zu positionieren, um Pässe in den torgefährlichen Raum gut verteidigen zu können.


    Wichtig ist aber auch, dass alle Spieler in deiner Mannschaft gleichermaßen offensive wie defensive Aufgaben haben. Nur die Gewichtung ist von der Position her ein wenig unterschiedlich. Wenn deine Angreifer nur nach vorn rennen, anstatt nach von zu passen, dann aber nicht mit dem gleichen Tempo rennen, dann wird sich das durch eine Rotation nicht verändern. Mit den richtigen Trainerimplusen solltest du im Training das Tempo so steuern, dass keiner deiner Spieler vorzeitig "platt" ist. Denn könnt ihr das Tempo des Gegners mitgehen, dass seit ihr schon auf "Augenhöhe" und entscheiden Kleinigkeiten darüber, wer das Spiel gewinnt.


    Es gibt hier im Forum, im Internat sehr viele altersgerechte Übungen. Darüberhinaus gibt es ortsnahe Kurzschulungen und das Lizenzangebot. Manchmal sind die Antworten auf eine Frage nicht mit Ja oder Nein zu beantworten, sondern du solltest dich zunächst soweit ausbilden, als dass du die Defizite deiner Mannschaft erkennst und geeignete Maßnahmen dafür findest.


    Aber der Weg, sich hier im Forum Rat zu holen ist auf jeden Fall O.K. Denn vielleicht kannst du was davon gebrauchen oder es führt dich auf den richtigen Weg.


    Lass dich auch nicht von den Eltern unterkriegen. Wenn sie es besser könnten, würden sie sich ja als Trainer bewerben. Man braucht als Trainer seine 2 - 3 Jahre, bevor man einigermaßen weiß, was los ist!

    @Andreas99


    Da gebe ich dir vollkommen recht! Es gäbe sehr viel mehr im Fussball gut ausgebildete Mädchen, wenn es nicht die leider immer noch weit verbreiteten Vorurteile gäbe, dass Mädchen keinen richtigen Fussball spielen können und das dann auch gar nicht erst lernen sollten. Diese Leute sitzen nicht nur in den Vereinen, sondern auch in allen anderen Bereichen der Verbände und des DFB! Denn auch sie bilden ja nichts anderes ab als den Querschnitt der Gesellschaft, die sich nur sehr langsam daran gewöhnt, die gesetzlich gewährten gleichen Rechte geschlechtsunabhängig im Alltag anzuwenden.


    Nur dort, wo man sonst keine Mannschaft zusammen bekommt, dürfen Mädchen mitspielen. Dort, wo es genügend Spieler gibt, muß ein Mädchen schon mit Abstand die Beste in der Mannschaft sein, will sie sich darauf verlassen können, das im Training Erlernte auch im Spiel ausprobieren zu können.


    In den weiteren Altersstufen wird die unterschiedliche Behandlung noch deutlicher. So manch ein Kreisliga-Spieler kassiert mehr Kohle wie eine Bundesliga-Spielerin, weil die Gesellschaft den Männerfussball liebt und den Frauenfussball nur duldet!


    Aber solange Diejenigen, die auf unser Geld aufpassen doppelt soviel verdienen wie die, die auf unsere Kinder aufpassen, wird sich wohl kaum etwas an den gleichen Grundrechten der Kinder ändern?

    So, jetzt ist auch die erste Reaktion des DFB auf das BGH-Urteil da:


    "DFB-Vizepräsident Rainer Koch sieht durch das BGH-Urteil zum Fall SV Wilhelmshaven weitreichende Folgen für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Landesverbände. "Wir sind bisher der Meinung gewesen, dass ein Verweis in unseren nationalen Statuten auf mögliche FIFA-Sanktionen ausreicht", sagte der 57-jährige dem kicker: "Sollte sich aus der Begründung des Urteils ergeben, dass dies generell nicht mehr so ist, müssen womöglich in sämtlichen Statuten, vom DFB bis zu den Landesverbänden, Anpassungen vorgenommen werden."
    Der Bundesgerichtshof hatte am vergangenen Dienstag entschieden, dass der 2013/2014 vollstreckte Zwangsabstieg des damaligen Regionalligisten SV Wilhelmshaven rechtswidrig gewesen sei. Ausgangspunkt des Rechtsstreits mit der FIFA seit 2008 war die Weigerung des Klubs, für den früheren argentinischen Spieler Sergio Sagarzazu eine Ausbildungsentschädigung in Höhe von 157.500 Euro an zwei vorherige Vereine des Südamerikaners zu zahlen.
    Derlei Geldtransfers und entsprechende Strafen bei Nichteinhaltung sehen die Bestimmungen des Weltverbandes FIFA und auch des DFB vor - nicht aber die des Norddeutschen Fußball-Verbandes." (Quelle: https://de.sports.yahoo.com/ne…olgen-fall-085020663.html)


    Ich möchte gern noch ergänzen, dass bereits das OLG erklärt hat, dasss die Statuten, die sich der Sport (DFB, Verbände) selbst gegeben hat, ebenfalls nur dann gültig sind, wenn sie nicht gegen Zivilrecht verstoßen. So hatte das OLG in seinem Urteil festgestellt, dass die derzeitige Statuten über die Zahlung von Ausbildungsentschädigung gar nicht tatsächliche Kosten einer Ausbildung im abgebenden Verein darstellen, sondern hier Pauschalen angesetzt werden, die sich an der Liga der 1. Senioren anlehnen. Und dies unabhängig davon, ob und wie lange der Jugendspieler in der 1. Senorenmannschaft spielt.


    Sollten eines Tages die Eltern eines Minderjährigen, denen Sperre oder Zahlung eines Geldbetrags angedroht wurde, dagegen klagen, dürfte vermutlich auch das Grundrecht auf Freizügigkeit die Statuten der Verbände und des DFB in diesem Punkt ins Wanken bringen.


    Die damalige Transfer-Regelung war ein Schnellschuß, um den Hyp nach der immer früheren Suche von Talenten ein wenig zu bremsen. Das ist ihnen wohl mißlungen. Denn es trifft in den meisten normale Vereinswechsel, bei denen Vereine je nach Gutdünken und für Außenstehende kaum nachvollziehbar entscheiden, wann wie viel Geld als "Ablöse" genommen werden soll.


    Nunmehr aber sind DFB und Verbände aufgefordert ihre Regelungen mit denen des Zivilrechts abzugleichen. Das kann weitreichende Folgen haben.

    Den Erfolg definiert scheinbar Jeder etwas anders?


    Der eine Trainer sieht es als Erfolg an, wenn seine Spielerinnen ihm und der Mannschaft treu bleiben. Die Spielergebnisse sind dabei zweitranging, solange hin und wieder auch mal ein Spiel gewonnen wird und man sich nicht nur 2-stellige Klatschen einfängt.


    Der andere Trainer sieht den Maßstab des Erfolgs in den Ergebnissen. Solange man mehrheitlich gewinnt, ist alles O.K. Werden die Spiele verloren, dann liegt es an der Qualität der Spieler, die dann durch Bessere ausgetauscht werden sollen.


    Ein selten vorkommender Trainertyp will die ganze Mannschaft auf einem identischen NIveau ausbilden, wobei zunächst einmal alle Spieler seiner Mannschaft ein unterschiedliches Niveau haben. Im weiteren Verlauf ist mal der eine, mal der andere Spieler ein wenig besser als der Rest. Natürlich gibt auch für ihn der Stand der Ausbildung über die Ergebnisse ein Feedback. Jedoch stellt er an sich die hohe Herausforderung, alle Spieler kontinuierlich durch abwechselungsreiches und altersgerechtes Training auf allen Positionen auszubilden, um so über die kindliche Neugier den Spaß am Fussball mit der Zunahme an Fähigkeiten und Fertigkeiten immer größer werden zu lassen. Für ihn ist es auch nicht so wichtig, woher die Spieler kommen, sondern dass man sich aufeinander verlassen kann und jederzeit ehrlich und fair miteinander umgeht. Denn solange sich alle in dieser Mannschaft wohlfühlen, ist der Erfolg ohnehin nahezu selbstverständlich. Der kann mal in der Freundschaft, auch außerhalb des Fussballs gemeinsame Aktitäten zu unternehmen liegen, mal am Staffel- oder Pokalerfolg (als Feedback) liegen. Insgesamt läßt er sich aber an der kontinuierlichen Weiterentwickung von Mannschaft und seinen Trainern beschreiben. Dieses "Fussballparadies" gibt es jedoch meist nur über eine bestimmte Zeitspanne, bis sich von außen hineingetratener Neid und/oder besonders raffinierter Abwerber eines Teils der Mannschaft bemächtigen oder aber der Trainer aus privaten Gründen eine Veränderung möchte. Es liegt dann am Verein, einen gleichwertigen Ersatz zu beschaffen, indem man seine Arbeit gründlich und gewissenhaft macht.

    @hoeness2


    Ich komme da auf ganz andere Rückschlüsse! Nicht die Kinder, nein die Trainer und die Vereine sind das größte Handycap!


    Das Talent wird häufig überbewertet. Es kommt vielmehr darauf an, was man mit den Kindern macht.
    Ehrgeiz wird durch Neugier erzeugt, Spaß macht es beim guten Trainer und der Verein erstellt über ein Konzept günstige Rahmenbedingungen. Dann ist auf der nach oben offenen Skala für den unteren Jugendfussball so gut wie alles möglich.


    Es gibt auch hier im Forum einige Trainer, die dank ihrer hervorragenden Arbeit auf Augenhöhe mit sehr guten anderen Teams der Vereine mit großem Namen spielen können. Sie haben verstanden, dass die Entwicklung bei allen Spielern im Team nur dann stimmen kann, wenn sie sich gleichermaßen um Alle bemühen, statt es sich bequem zu machen, nur die Besten spielen zu lassen und nach jeder Saison lediglich auszusortieren.


    Wenn deine Mannschaft besser werden soll, dann sind der Verein und du gefragt, ob die Trainerausbildung O.K. ist und der Verein ein gutes Konzept lebt? Allerdings sollte man die gesetzte Maßstäbe immer an der mittelfristigen Entwicklung der Mannschaft, seiner Spieler und der Trainer festmachen und sich dabei nicht den kurzfristigen Zielen eines Turniersieges allein orientieren.

    Evtl. ein Umzug der Eltern (mehrere Hundert Kilometer)?
    Eine Vereinsauflösung?
    Eine Mannschaft wurde aufgelöst?

    Ich muß ganz ehrlich sagen, dass ich mir aus deinen Angaben kein umfassendes Bild machen kann?


    Wenn aber dein Sohn schon in 3 Vereinen gespielt hat, denn dürften euch die Unterschiede zwischen den Versprechungen vor einem Wechsel und der Realität danach nicht ganz fremd sein oder?


    Aber nicht nur Vereine sind fies, auch Spieler, bzw. deren Eltern!


    Als Wechselgrund wird der Umzug gern genommen, um sich (unter falschen Angaben) zunächst einmal den Spielerpaß zurück zu holen. Steht dort über die Freigabe nichts drin, so gilt der Spieler als freigegeben und kann sofort zu einem anderen Verein wechseln.
    Desweiteren wird im ersten Schritt die Vereinsmitgliedschaft gekündigt. Dauert die Wartezeit zu lang, wird eine Kündigung provoziert, denn man kann ja schließlich keinen Spieler zwischen, zum Training und den Spielen zu erscheinen. Weil nach der Kündigung ja kein Spiel für diesen Verein mehr möglich ist, wird der Spielerpaß ausgehändigt.


    Willst du noch mehr hören? Lieber nicht! Denn bis dato dürfte bereits so manchem Trainer der Kamm geschwollen sein! Vereine haben stets langfristige Ziele. Ihre Grundprinzipien basieren auf Freiwilligkeit. Dazu sollten beide Seiten Kompromißbereitschaft zeigen. Denn wenn jeder eine Extrawurst für sich verlangt, kann es auf Dauer nicht funktionieren! Gegenseitiger Respekt und partnerschaftlicher Umgang ist hierfür eine notwendige Voraussetzung.


    Fast immer findet sich ein Kompromiß, mit dem beide Seiten gut leben können.

    Liebe Trainerkollegen,


    wieder einmal beschäftigt sich das höchste deutsche Gericht mit dem Fussball. Im konkreten Fall hatte der 1. FC Köln geklagt, weil er wegen eines Böllerwurfs durch einen randalierenden Fan eine Geldstrafe an den DFB zu zahlen hatte. Das BGH sieht in ihrem Urteil durchaus einen kausalen Zusammenhang auf Basis des Zuschauervertrages (zwischen Fan und Verein) und der daraus erwachsenen Pflichtverletzung, die eine Störung mit Schadensersatzfolge an den Verein zur Folge hat. Der Verein kann den daraus erwachsenen Schaden gegenüber dem Fan geltend machen.


    Bevor jedoch der 1. FC Köln und weitere Vereinspräsidenten sowie der DFB in Jubel ausbrechen, sollten sie zur Kenntnis nehmen, das es beim BGH-Urteil lediglich um die generelle Schuldfähigkeit geht, nicht aber die vom DFB nach eigenen Regeln ermittelte Schadenshöhe. Denn zweciks Prüfung weiterer Voraussetzungen des Schadensersatzanspruchs hat das BGH zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das OLG Köln zurück gegeben. Diese Entscheidung ist aus mehreren Gründen notwendig. (z.B. Einzelfallprüfung, ob die DFB-Strafe mit einem real entstandenen Schaden identisch ist? Einzelfallprüfung, ob ein oder mehrere Fans (ggf. mit unterschiedlicher Schwere der Tat) randaliert haben? Wurden überhaupt alle Täter ermittelt (oder nur die des Gegners?) Es könnte sich u.U. über Jahre hinziehen, denn gerade das DFB-Ehrengericht stellt in diesem Zusammenhang einen unkalkulierbaren Faktor bei der Bemessung der Schadenshöhe dar? Denn die Vereine mögen sich per Vertrag den Regularien unterworfen haben. Weil es jedoch zwischen dem Fan und dem DFB keinen Vertrag gibt, muß er sich diesen Regularien nicht automatsch unterwerfen.


    Hoffen wir mal, das das OLG mehr Klarheit in der Sache für alle Beteiligten bringen kann?